Eigentlich mag ich es überhaupt nicht, Bücher zu lesen die bis ins Unermessliche gehyped werden- so war es bei Harry Potter, und so war es auch bei Twilight. Dort fand ich es besonders schlimm, weil ich den ersten Teil gelesen habe, als er noch meilenweit von den Bestsellerlisten entfernt war, und war dann super angenervt von dem ganzen Trubel drumherum. Vor allem den Film finde ich grottenschlecht, ganz besonders im direkten Vergleich zum Buch :/
Deshalb wollte ich eigentlich auch gar nicht die Tribute von Panem lesen- wieder so ein Buch, dass Massen von 13jährigen lesen, das verfilmt werden soll, und das jeder ja so liebt... Aber an alle 13jährigen sei gesagt: Ich finde nicht, dass das ein Jugendbuch ist, so wie es ausgeschrieben ist:
Klappentext:
Überwältigend! Von der Macht der Liebe in grausamer Zeit ... Nordamerika existiert nicht mehr. Kriege und Naturkatastrophen haben das Land zerstört. Aus den Trümmern ist Panem entstanden, geführt von einer unerbittlichen Regierung. Alljährlich finden grausame Spiele statt, bei denen nur ein Einziger überleben darf. Als die sechzehnjährige Katniss erfährt, dass ihre kleine Schwester ausgelost wurde, meldet sie sich an ihrer Stelle und nimmt Seite an Seite mit dem gleichaltrigen Peeta den Kampf auf. Wider alle Regeln rettet er ihr das Leben. Katniss beginnt zu zweifeln - was empfindet sie für Peeta? Und kann wirklich nur einer von ihnen überleben? Eine faszinierende Gesellschaftsutopie über eine unsterbliche Liebe und tödliche Gefahren, hinreißend gefühlvoll und super spannend.
Es ist im Oetinger Verlag erschienen, kostet 17,90€ als HardCover und hat 414 Seiten
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Der Kontinent Nordeuropa existiert so wie wir ihn kennen nicht mehr. An seiner Stelle ist ein Land getreten, dass sich Panem nennt und in 12 Distrikte eingeteilt ist. Eigentlich gab es mal 13, aber nachdem die Leute begonnen hatten sich zu wehren, wurde dieser 13. Distrikt mit äußerster Brutalität dem Erdboden gleich gemacht, und ist seitdem nur mehr ein weißer Fleck auf der Landkarte.
Um die Bürger Panems daran zu erinnern, dass sich besser niemand gegen das Kapitol erheben sollte, und um den Bürgern eine Art perverse Unterhaltungsshow zu bieten, müssen jedes Jahr aus jedem Distrikt ein Junge und ein Mädchen im Alter von 12-18 zu den so genannten Hungerspielen antreten. Distrikte in denen das Leben blüht, bringt Freiwillige hervor, die ihr ganzes Leben nur darauf warten, Teil dieses Spieles zu sein. In 11. Distrikt, einem der ärmsten- in dem auch die Protagonisten Katniss und ihre kleine Schwester Prim leben, ist es quasi der sichere Tod. Ziel des Spieles ist es nämlich, dass nur ein einziges Kind überleben darf- indem es die anderen Kinder tötet. Zur Belustigung der Einwohner Panems.
Als die 12jährige Prim ausgelost wird, an den Hungerspielen teilzunehmen, meldet sich Katniss freiwillig um ihrer Schwester das Leben zu retten, und nimmt so mit Peeta, dem ausgelosten Jungen, an den Spielen teil- in dem Wissen: Nur einer darf überleben!
Das Buch ist ABSOLUT fesselnd. Ich habe die knapp 500 Seiten in einem Tag und einer Nacht durchgelesen, weil ich einfach nicht mehr aufhören konnte zu lesen. Allerdings bin ich absolut dagegen, dieses Buch als Jugendbuch einzustufen. Es ist wirklich sehr gesellschafts- und medienkritisch und vor allem aber blutig. Kinder werden von Kindern ermordet, ohne das dabei auf die Details verzichtet wird. Ich habe glaube ich auch selten so oft Tränen in den Augen gehabt, wie bei diesem Buch.
Es ist eben alles nicht wirklich unreal. Die Medien kontrollieren mehr oder weniger die Gesellschaft, was stark an die Vorgehensweise des 3. Reichs erinnert, und außerdem wird darauf aufmerksam gemacht, wie blind wir Menschen aus den Industriestaaten gegenüber ärmeren Regionen, oder eben Distrikten, sind.
Ich kann dieses Buch uneingeschränkt weiterempfehlen!
5 von 5 Sternen
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