Sonntag, 11. Dezember 2011

Carlos Ruiz Zafon - Der Schatten des Windes

Klappentext:

Als der junge Daniel den geheimnisvollen "Friedhof der vergessenen Bücher" betritt, ahnt er nicht, dass sein Leben eine dramatische Wende nehmen wird. Der Schatten des Windes, das Buch, das er für sich auswählen darf, wird ihn nicht mehr loslassen. Immer mehr taucht Daniel in die faszinierende Handlung des Romans ein, und auch sein eigenes Leben scheint sich den Gesetzen dieser Geschichte zu unterwerfen...

Erschienen ist es im Inselverlag, hat 563 Seiten und kostet 9,95€
Das Buch könnt ihr z.B. *hier* bei Amazon kaufen 

 

Dieses Buch ist so ziemlich eins der schönsten Bücher die ich in den letzten Monaten gelesen habe, und damit meine ich schön im emotionalen Sinne. Das Buch hat mich wahnsinnig berührt, in seinen Bann gezogen das ich dachte ich befände mich selbst im Barcelona der 50er Jahre und wäre ein Stiller Beobachter der hinter Daniel und seinem Freund Fermín herschleicht.

Also worum geht es:
Daniel ist der Sohn einen Buchhändlers und lebt im Barcelona der Franco-Ära, in einer Stadt die vom Bürgerkrieg gezeichnet ist. Noch als kleiner Junge nimmt ihn sein Vater eines morgens mit an einen magischen Ort, den Friedhof der vergessenen Bücher. Jeder Mensch der diesen Ort betritt hat eine Aufgabe: Suche dir ein Bucht, lese es, und behüte es! Daniels ist "Der Schatten des Windes" von Julian Carax. 
Von Stund an versucht Daniel weitere Werke von Carax zu finden, und merkt schnell das sich um ihn Geheimnisse und Dunkelheit ranken, und so beginnt der Junge ihm seine volle Aufmerksamkeit zu widmen um zu erfahren was aus Julian Carax wurde. Und schnell merkt er, das Julian und er mehr als nur dieses gelesene Buch verbindet.
Eine wirklich ganz ganz tolle Beschreibung des Inhaltes findet sich selbst im Buch, auf Seite 212:

"Also ist das eine, die von Büchern handelt."
"Von Büchern?"
"Von verfluchten Büchern, vom dem Mann, der sie geschrieben hat, von jemanden, der aus den Seiten eines Romans entwischt ist, um ihn zu verbrennen, von einem Verrat und einer verlorenen Freundschaft. Es ist eine Geschichte von Liebe, Hass und den Träumen, die im Schatten des Windes hausen."

Meine Meinung: 
Nach einem doch eher schleppenden Anfang war ich etwas verunsichert ob mir dieses Buch gefallen würde. Ich wusste zwar im Voraus, dass dies kein fesselnder Psychothriller ist, sondern ein Buch das das Herz ansprechen soll, aber spätestens nach 100 Seiten merkt man, dass einen die Geschichte gefangen hat, das man nicht mehr aufhören kann, und dass man den Punkt ab dem man unwiederbringlich drinnen steckt bereits überwunden hat. Literarisch und sprachlich ist Der Schatten des Windes auch traumhaft. Der Autor vermag es, Bilder in meinen Kopf zu zeichnen so dass ich das Gefühl hatte dort schon 100Mal gewesen zu sein, und mich mindestens genauso gut auszukennen wie Daniel. 

Ohne zu viel vorweg nehmen zu wollen, lehrt einen das Buch auch in gewisser Weise Dinge für wichtig zu nehmen, sich auf sein Gefühl zu verlassen und die die man liebt in Ehren zu halte.

Danke Herr Zafón für dieses Buch!
5 von 5 Sternen

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