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Montag, 27. Januar 2014

Cassandra Clare - Chroniken der Unterwelt, City of Bones #1

Klappentext:
Willkommen in New York City - der coolsten Stadt der Welt - der Stadt, die niemals schläft. Denn hier sind die Kreaturen der Nacht unterwegs: Fenn und Vampire, Engel und Dämonen. Und sie sind auf der Jagd...Gut aussehend, düster und sexy, das ist Jace. Verwirrt, verletzlich und vollkommen ahnungslos, so fühlt sich Clary, als sie in Jaces Welt hineingezogen wird, denn Jace ist kein normaler Junge. Er ist ein Dämonenjäger. Und als Clary von dunklen Kreaturen angegriffen wird, muss Clary schleunigst ein paar Antworten finden sonst wird die Geschichte ein tödliches Ende nehmen!

Verlag: Arena | Seiten: 503 | Preis: 17,99€ | Genre: Fantasy, Jugendbuch | Spielt in: USA, New York City | Originaltitel: The Mortal Instruments, City Of Ashes | Erscheinungstermin: Januar 2008 | ISBN: 978-3401061320

Erster Satz:
"'Du willst mich wohl verarschen', sagte der Türsteher und verschränkte die Arme vor seiner breiten Brust."



Worum geht es:
Clary hat keine Ahnung was in ihr steckt. Nicht die geringste. Doch als sie und ihr bester Freund Simon einen der New Yorker Nachtclubs, das Pandemonium, besuchen und Clary beobachtet, wie drei wahnsinnig schöne Jugendliche einen Dämon umbringen, ahnt sie dass irgendwas nicht stimmen kann. Aber so wirklich sicher, wer hier nun verrückt ist, ist sie sich nicht. 
Die Erkenntnis kommt schlagartig, als ihre Mutter sie völlig verzweifelt anruft, um ihr zu sagen dass sie auf gar keinen Fall nach Hause kommen darf und sich schnellstmöglich verstecken soll! Doch was tut man nach einem solchen Anruf? Man fährt nach Hause um sicher zu gehen, dass das alles nur ein schlechter Scherz und kein wirklicher Notfall gewesen ist. Dass dort jedoch bereits Dämonen auf sie warten, ahnt Clary nicht und überzeugt sie sehr schnell davon, dass ihre Erfahrungen im Pandemonium keine Sinnestäuschung gewesen sein können.
Gemeinsam mit Jace, Isabell und Alec - ihres Zeichen Schattenjäger - begibt sich Clary auf die Suche nach ihrer Mutter und stößt auf ihre eigene Vergangenheit.

Meine Meinung:
Ich habe mich ja lange lange gesträubt, das Buch zu lesen. Der Klappentext hat mich einfach so üüüüberhaupt nicht angesprochen, Urban Fantasy ist ohnehin nicht so mein bevorzugtes Genre und als ich dann auch noch den Trailer zum Film gesehen hab, war ich mir sicher dass das Buch nichts für mich sein wird. Genau deshalb habe ich ewig einen Bogen um die Geschichte gemacht, aber nachdem mir so wahnsinnig viele Leute immer und immer wieder gesagt haben, ich soll das Buch lesen und ihm endlich eine Chance geben, habe ich es dann jetzt doch endlich mal gemacht.
Und was soll ich sagen?! Wie konnte ich bloß so lange mit dem Lesen warten?! Es ist einfach grandios! Ich bin absolut begeistert und jetzt voll im Unterwelten- Fieber, hab mir Band zwei bereits bestellt und bin völlig in Geschichte und Personen verliebt. 
Das liegt zum einen natürlich an dem wunderbaren Schreibstil von Cassandra Clare. Die Seiten lesen sich einfach so weg, die Kapitel hören an sinnvollen Stellen auf, animieren aber trotdem sofort zum Weiterlesen und die Zeichnung der Charaktere ist ebenso liebevoll wie gelungen. Es gibt keine "perfekten" Personen in dem Buch, jeder hat irgendwie seine Ecken und Kanten und wird dadurch einfach plastischer. Insbesondere in Simon hab ich mich ja ein bisschen verliebt - er ist einfach genau der Typ Junge, den man sich als besten Freund wünscht. Ich bin also nicht Team Jace, auch wenn ich ihn ganz gerne mag. Deshalb war ich am Ende der Geschichte, als etwas herauskommt was man so nie gedacht hätte, auch nicht sooo geschockt, wenn auch schon sehr erstautn und bin jetzt umso gespannter, wie die Autorin dieses heikle Detail weiterspinnen wird. 
Die Szenerie hat mir ebenfalls super gut gefallen. New York ist eine großartige Kulisse für diese Vielfalt an Wesen in dem Buch. So findet jeder seinen Platz - Dämonen, Vampire, Werwölfe, Elfen, Schattenjäger etc. - aber trotzdem lassen sich Zusammenstöße nicht umgehen. Zwar kam mir diese riesige Stadt manchmal vor wie ein Dorf, vor allem wenn sich die Personen so schnell von A nach B bewegten, aber ich find dieses Zusammenspiel von alter Magie und hochmoderner Welt fantastisch.
Alles in allem ist eben einfach ein fantastisches Buch, ein toller Auftakt und für mich der Grund mich ab sofort doch vielleicht ein bisschen mehr in der Urban Fantasy umzusehen :) 



Donnerstag, 5. Dezember 2013

Alan Bradley - Flavia de Luce, Schlussakord für einen Mord (Bd. 5)

Klappentext:
Ach du heilige Pfeife – Flavia zieht alle Register! Sie steckt ihre Nase überall hinein und befördert jeden noch so tief vergrabenen Hinweis ans Licht – die elfjährige Flavia de Luce ist Hobbydetektivin aus Leidenschaft. Als sie ihre Nase zur Abwechslung in eine alte Kirchengruft steckt, rechnet sie allerdings nicht damit, eine verhältnismäßig frische Leiche ans Licht zu befördern. Aus dem Grab des Kirchenheiligen von Bishop's Lacey blickt ihr der ermordete Kirchenorganist hinter einer grotesken Gasmaske entgegen. Wer hatte einen Grund, Mr. Collicutt zu töten, und wieso hat er die Leiche hier, an diesem heiligen Ort, versteckt? Ein neuer Fall für die brillante Flavia!

Verlag: Penhaligon | Preis: 19,99€ | Seiten: 352 | Genre: Krimi, Humor | Spielt in: Großbritannien, Buckshaw | Originaltitel: Speaking from among the bones | Erscheinungstermin: November 2013 | ISBN: 978-3764530990

Erster Satz:
"Blut tropfte vom Stumpf des abgeschlagenen Kopfes, regnete in dicken Tropfen herab und sammelte sich in einer rubinroten Pfütze auf den schwarz-weißen Fliesen.




Worum geht es:
Flavia kann es nicht lassen. Schon wieder schlittert sie mir nichts, dir nichts mitten in einem Mord im kleinen, inzwischen wohl nicht mehr ganz so beschaulichen, Buckshaw. Das Opfer ist der Organist der Kirche, Mr. Collicut, der mit einer Gasmaske bekleidet in der Gruft des heiligen St. Tankred gefunden wird. Eben jenem Heiligen, dessen sterbliche Überreste von Archäologen geborgen werden sollten. Doch anstelle dieses Toten liegt dort der bedauernswerte Mr. Collicut. 
Nur kurze Zeit später häufen sich die mysteriösen Ereignisse in Buckshaw: Das Abbild des Heiligen weint blutige Tränen, und außerdem soll es noch ein weiteres Geheimnis um St. Tankred geben...

Meine Meinung:
Ach Flavia, die gute alte Flavia. Ich liebe die Bücher um sie einfach, und habe dem Erscheinen dieses neuen Bandes jetzt schon monatelang entgegen gefiebert. Ich liebe ihre freche, kesse Art und das Wissen darüber, dass ihr der Schalk im Nacken sitzt. Wehe dem, der sie wie ein kleines Kind behandelt, denn dem blüht sicherlich nichts Gutes aus dem Labor der kleinen Giftmischerin.
Die letzten vier Bände habe ich immer mit Feuereifer verschlungen, doch irgendetwas war dieses Mal anders. So richtig wollte es mir nicht gelingen in die Geschichte hinein zu kommen, und ehe das Buch spannend wurde, vergingen locker 100 Seiten. Eigentlich ein K.O- Kriterium für Bücher, aber Gott sei Dank ist ja zumindest Verlass auf Flavia selbst. Denn während die Geschichte nur so allmählich vor sich hinplätschert, ohne wirklich super spannend zu werden, reißt es Flavia mit ihren Sprüchen und ihrem ganzen Auftreten dann doch noch raus. 
Ich würde jetzt nicht behaupten, dass die Story noch mal richtig umwerfend wird. Viel eher ist es so, dass an dem Punkt wo das Buch spannend geworden ist, es auch schon so gut wie fast zu Ende ist und man des Rätsels Lösung präsentiert bekommt. Deshalb kann ich schweren Herzens auch nur höchstens 4 Sterne geben.
Was mir aber dennoch wirklich gut gefallen hat ist, dass endlich Flavias Familie wieder eine größere Rolle als in Band 3 und 4 spielt. Ich liebe das zwischenmenschliche der De Luce's und kann mir vor allem Feely so richtig schön bildlich vorstellen. 
Alles in allem also lesenswert aber für mich der bisher schwächste Band der Reihe. 




Mittwoch, 16. Oktober 2013

[Rezi] Ursula Poznanski - Die Verschworenen (Bd. 2)

Klappentext:
"In der Stadt unter der Stadt finden Ria und ihre Freunde Zuflucht, doch bald zeigt sich, dass auch hier ein Überleben nicht garantiert ist. Während Aureljo seine Rückkehr in die Sphären vorbereitet, sucht Ria nach Jordans Chronik und findet Fragmente, die sie nicht zur Gänze deuten kann.
Als Lichtblick erweist sich in dieser Zeit, im wahrsten Sinn des Wortes, ihre Freundschaft zu Sandor, mit dem sie immer wieder kurze Ausflüge an die Oberfläche unternimmt und dessen Zuneigung ihr täglich mehr bedeutet.Doch dann wird Sandor Clanfürst, und mit einem Schlag ist alles anders. Ria sieht sich gezwungen, entgegen ihrer ursprünglichen Absicht gemeinsam mit Aureljo in die Sphären zurückzugehen."

Verlag: Loewe | Preis: 18,95€ | Seiten: 464 | Genre: Dystopie, Jugendbuch | Spielt in: Deutschland | Erscheinungsdatum: Oktober 2013 | ISBN: 978-3785575475

Erster Satz:
"Die Kinder sind ein bebender Schatten im ersten Licht der Morgendämmerung."


Worum gehts:
Der Ort an dem Ria, Aureljo und Co jetzt leben ist dunkel. Dunkel, kalt und er befindet sich unter der Erde. Die fünf noch verbliebenen ehemaligen Eliteschüler ihrer Sphäre leben jetzt in "der Stadt unter der Stadt", versteckt vor den Augen fast aller Clanmitglieder aber vor allem auch versteckt vor den Sentineln der Sphäre, die nichts mehr wollen als endlich ihren Tod. 
Die Aufgaben und Beschäftigungen unter Tage sind rar, so dass es nicht lange dauert ehe sich die kleine Gruppe in zwei Lager spaltet: Die die die Schwarzdornen verlassen und in die Sphäre Vienna 2 ziehen wollen, um sich einzuschleichen und an Informationen über ihr Schicksal zu gelangen, und die die bei dem Clan bleiben wollen. Vor allem Ria beunruhigt der Gedanke in die Sphären zurückzukehren ungemein. Zu groß sind die Sicherheitsvorkehrungen, zu groß die Gefahr entdeckt und getötet zu werden. Doch dann stößt sie auf Teile der verschollen geglaubten Chronik Jordan's und gelangt schon bald einem Geheimnis auf die Spur, das schwerwiegender nicht sein könnte.

Meine Meinung:
Band 1 dieser Trilogie hat mich ja schon absolut begeistern können. Vielleicht war es nicht die beste Dystopie, die ich je gelesen habe, aber nachdem ich den ersten Teil damals ausgelesen hatte, habe ich sehnsüchtig auf diesen zweiten Teil gewartet - schon allein deshalb, weil bis zum Schluss des ersten Buches nichts geklärt wurde, warum die 6 Jugendlichen überhaupt getötet werden sollten. 
Diese Frage wird aber auch in diesem Buch erst zum Ende beantwortet, und die Antwort die man erhält scheint einem schlichtweg den Boden unter den Füßen wegzureißen, so ungeheuerlich und brillant ist die Idee der Autorin.
Aber bis man an diesem Punkt, bei des Rätsels Lösung, angekommen ist, wartet noch eine Geschichte auf einen, die uuuunglaublich spannend ist. Auf den erste 50 - 100 Seiten war ich mir noch nicht ganz sicher, ob mich diese Fortsetzung wird packen können, aber dann auf einmal - als hätte Ursula Poznanski einen Schalter umgelegt - wird die Story so mega mega spannend, dass man das Buch wirklich kaum noch aus der Hand legen kann. Eine Enthüllung folgt der nächsten, ein Rätsel bzw. Puzzlestein folgt dem nächsten und hat mich als Leser mehr verwirrt als mir beim Verstehen der Geschichte zu helfen, bis sich am Ende alles aufklärt. Absolut genial! Die letzten 200 Seiten habe ich am Stück, bis spät in die Nacht, zu Ende gelesen, so fesselnd und rasant wurde das ganze. Ihr merkt, ich bin wirklich noch absolut begeistert :) 
Was mir auch sehr gefällt, ist die Zeichnung der Charaktere. Zwar muss ich zugeben, dass sie nicht besonders vielseitig sind, bei allen gehen alle beschriebenen Wesenszüge immer nur in eine Richtung, aber gerade Ria und Qurin fand ich als Personen super klasse. 

Das einzig negative an dem Buch was ich finden kann ist wirklich dass es jetzt wohl noch mindestens 9- 10 Monate dauern wird, ehe die Geschichte weitergeht. Und beim jetzigen Stand hat sie absolutes Potential für eine meiner liebsten Trilogien! 


Dienstag, 3. September 2013

[Rezension] Kirsty McKay - Untot, Sie sind zurück und hungrig

Klappentext:
Na toll! Eine Glatze, eine Narbe und 6 Wochen Koma. Als Bobby erwacht, ist bereits ganz Schottland zombifiziert und zur Sperrzone erklärt worden. Ausgerechnet in einem schottischen Krankenhaus festzusitzen, ist also eher ungünstig. Dass auch Alice und Pete dort untergebracht sind, ist zumindest eine gute Nachricht. Doch wo steckt Smitty? Und wieso hat Bobbys Mutter, die angeblich tot sein soll, verschlüsselte Nachrichten auf dem Handy hinterlassen? Die ungleichen Freunde müssen schnellstens hier weg. Denn die Untoten sind lernfähig und hungrig und verdammt gefährlich. Und sie sind nicht die Einzigen, die ihnen hinterher jagen …

Verlag: Chicken House | Seiten: 376 | Preis: 16,99€ | Genre: Endzeit, Jugendbuch | Spielt in: Großbritannien, Schottland | Originaltitel: Unfed | Erscheinungstermin: August 2013 | ISBN: 978-3551520531

Erster Satz:
"Wenn man fünfzehn ist und dem Tod ins aufgerissene Maul starrt, dann gibt es noch nicht so wahnsinnig viel Leben, das an einem vorbeiziehen kann."


Worum geht es:
Als Bobby in einem Militärkrankenhaus aufwacht, sieht sie nicht nur verdammt verunstaltet aus (Hallo Glatze!), sondern hat auch die letzten 6 Wochen "verschlafen". Genug Zeit für die Zombies, über ganz Schottland herzufallen, das jetzt hermetisch vom Rest Großbritanniens abgeriegelt ist. Doch man beruhigt Bobby: Hier in diesem Krankenhaus sei sie vor den Angriffen der Zombies definitiv sicher, bis jetzt gab es eine Vorfälle... Okay, bis JETZT, denn in diesem Moment - wie soll es auch anders sein - geht der Alarm los und zombifizierte Kinder(!) stürmen ihr Zimmer. Einziger Fluchtweg: Ab durch die Decke und rein in den Lüftungsschachte. Auf dem Weg durch die Rohre, entdeckt sie unter sich Alice -eine der 4 Überlebenden des Busunglücks - und gabelt auch Pete und Russ, einen Schüler der 2. Busgruppe, auf. Gemeinsam versuchen sie aus dem Krankenhaus zu fliehen, um das Zombie-verseuchte Schottland hinter sich zu lassen, doch inzwischen lungern die Halbtoten überall. Und haben tierische Verstärkung bekommen. 

Meine Meinung: 
Auf den zweiten Teil war ich ja wirklich sehr gespannt. Nachdem ich den ersten Band ja grandios fand, und ihn quasi in einem Rutsch gelesen habe, hat mich der "Zwischenban", Pausensnack, mehr als enttäuscht. Umso gespannter war ich eben, wie es der Autorin gelungen sein könnte, nun wieder anzuknüpfen. Und Gott sei Dank hat sie es geschafft mich zu begeistern. 
Die Geschichte geht eben so rasant los, wie der erste Teil geendet hat, und binnen weniger Seiten steckt man wieder mitten drin in der zombifizierten, schleimigen Welt von Bobby und Co. Und zum Glück scheint bei Bobby das Trauma der menschenfressenden Mitmenschen nicht so groß zu sein, dass ihre trockene Art mit dem schwarzen Humor verloren hätte. So halten sich über das ganze Buch hinweg Ekel durch die Zombies und Lachen über ihre trockenen Bemerkungen die Waage und machen das Buch zu einer außergewöhnlichen Zombiereihe, die zwar etliche Elemente von bekannten Reihen wie "The Walking Dead" hat, ihren eigenen Charme aber nicht verliert. 
Es ist unglaublich spannend, teilweise echt eklig (und ich weiß, dass ich mich als 14 jährige - also der Altersentsprechung gemäß - zu Tode gegruselt hätte beim Lesen und sicherlich nicht mehr nachts alleine ins Bad gegangen wäre :D), und hat die eine oder andere unerwartete Wendung. 
Dennoch geht es mir teilweise etwas zu schnell, denn auf jede Gefahr folgt -Bämbämbäm- direkt die nächste, so dass sie nie aufatmen können, was die Geschichte dann immer unrealistischer werden lässt (von den Zombies jetzt mal abgesehen ;) ).
Alles in allem aber war das Buch wirklich gelungen. Einzig mit dem Schluss kann ich nicht viel Anfangen: Das Ende ist zu offen als das man mit der Geschichte wirklich abschließen könnte, bietet meiner Meinung nach jedoch auch zu wenig Stoff für noch einen dritten Teil.


Sonntag, 7. Juli 2013

[Rezension] Sophie Kinsella - Mini Shopaholic (Bd. 6)

Klappentext:
Becky Brandon (née Bloomwood) thought motherhood would be a breeze and that having a daughter was a dream come true - a shopping friend for life! But it's trickier than she thought - two-year-old Minnie has a quite different approach to shopping. She can create havoc everywhere from Harrods to Harvey Nicks to her own christening. She hires taxis at random, her favourite word is 'Mine', and she's even started bidding for designer bags on ebay. On top of everything else, there's a big financial crisis. People are having to Cut Back - including all of Becky's personal shopping clients - and she and Luke are still living with Becky's Mum and Dad. To cheer everyone up, Becky decides to throw a surprise birthday party - on a budget - but then things become really complicated. Who will end up on the naughty step, who will get a gold star and will Becky's secret wishes come true?

Verlag: Bantam Press | Seiten: 400 | Preis: 11,95€ (£13,99) | Spielt in: Großbritannien, London | Genre: ChickLit, Frauen, Humor | Deutscher Titel: Mini Shopaholic | Erscheinungsdatum: September 2010 | ISBN: 978-0593059807

Erster Satz:
"Ok. Don't panic." 



Worum geht es:

Das Leben als Mutter kann so wundervoll sein, jeder sagt das, und auch Becky ist im Mutterglück. Nur leider scheint sie der einzige Mensch zu sein, der die zweijährige Minnie nicht für ein verzogenes Gör hält, das auf dem besten Weg dazu ist, in die Shoppingsüchtigen Fußspuren ihrer Mutter zu treten. Und auch sonst läuft in Beckys Leben wieder einmal nicht alles ganz sooo glatt. Luke hetzt ihr eine bekannte Fernseh-Nanny auf den Hals, die sich Minnie ansehen soll, Elinor - Lukes verhasste Mutter - bekommt plötzlich großmütterliche Gefühle und als Becky beschließt eine geheime Geburtstagsparty für Luke zu organisieren, entbrennt ein riesiger Familienstreit: Denn niemand glaubt so wirklich daran, dass Becky irgendetwas alleine schaffen kann, ohne sich zu verplappern...


Meine Meinung:

Oh Gott, dieses Buch war eine totale Katastrophe und Sophie Kinsella hätte gut daran getan es einfach beim 5. Buch zu belassen. Ich war ja, sagen wie bis Buch 4, ein eingefleischter Becky Brandon, geborene Bloomwood, Fan und fand ihre so zerstreut chaotische Art einfach nur zuckersüß. Aber das was sich in Buch 5 schon angekündigt hat, wurde im 6. Teil auf die Spitze getrieben. Auf gut deutsch heißt das: Becky hat mich schlicht nur noch angekotzt. Diese Frau hat mich bis zur Unendlichkeit genervt. Dummheit und Dreistigkeit beschreiben sie wohl am ehesten. In ihrer Welt gibt es nur eine wichtigt Sache: Sie selbst. Alles dreht sich um sie, sie ist egoistisch und selbstherrlich, eine notorische Lügnerin, schlechte Mutter (denn entgegen dem Titel spielt ihr Kind nur eine untergeordnete Rolle in dem Buch), und treibt mich mit ihren an purer Dummheit grenzenden Naivität auf die Palme.
Nicht einmal kann sie zu Dingen stehen die sie verbockt hat, und das tut sie ja durchweg, und gesteht sich dann natürlich auch keine Fehler ein. In den ersten Büchern der Reihe war das ja noch süß und sympathisch, aber mittlerweile könnte ich Becky gegen die Wand klatschen. Und Minnie hinterher. Denn Sophie Kinsella hat hier ein sooo eindimensionales, furchtbares Kind geschaffen, dass nicht mehr Wörter kennt als "Meine!". Klar anfänglich schmunzelt man noch darüber- aber auch nicht sonderlich lange.
Generell dreht es sich aber in dem Buch wie gesagt kaum um Minnie, den Mini Shopaholic, sondern es geht hauptsächlich um die riesen fette Party, die Becky für Luke schmeißen will, und bei der natürlich alles schief läuft bis sie am Ende doch zum großen Erfolg wird.
Ich wollte dem Buch eigentlich nur 2 Sterne geben, es ist tatsächlich einfach nur schlecht, aber die letzten 100 Seiten reißen es noch ein bisschen raus, und glätten die Wogen.

Dennoch bin ich der Meinung dass dieses Buch nicht nur kein guter Abschluss der Shopaholic Reihe ist, sondern die ganzen vorherigen Bücher in einem schlechten Licht darstehen lässt, denn natürlich werde ich Becky jetzt so in Erinnerung behalten, wie sie in diesem Buch war.


Donnerstag, 4. Juli 2013

[Rezension] Mechthild Gläser - Nacht aus Rauch und Nebel (Bd. 2)

Klappentext:
Ich schrie nicht, während ich ins Bodenlose stürzte. Warum auch? Es gab keinen Grund, Angst zu haben. Zuerst kam die Schwärze, dann das Licht und dann die Stadt. Nacht für Nacht, wann immer ich einschlief.
Flora hat sich endlich an ihr neues Leben gewöhnt: Tagsüber geht sie zur Schule, nachts wandert sie nach Eisenheim, in das schattenhafte Spiegelbild unserer Welt, das von den Allmachtsfantasien des Eisernen Kanzlers bedroht wird.
Zwar ist es Flora gelungen, den Weißen Löwen, den Schicksalsstein Eisenheims, vor ihm zu verbergen, aber die Lüge, die sie darüber erzählen musste, hat sie und Marian, den Jungen, den sie liebt, entzweit.
Doch nun müssen sie sich gemeinsam einer neuen Gefahr stellen: Immer mehr Stadtbezirke von Eisenheim werden von einer unheimlichen Macht vernichtet und eine rätselhafte Prophezeiung deutet darauf hin, dass Flora und der verschwundene Weiße Löwe der Grund für die Zerstörung sind.

Verlag: Loewe | Seiten: 397 | Preis: 17,95€ | Genre: Fantasy, Jugendbuch | Erscheinungsdatum: Juni 2013 | Spielt in: Deutschland, Essen | ISBN: 978-3785574454

Erster Satz:
"Schwarz hing der Himmel über den Gassen von Eisenheim."


Worum gehts:

Floras und Marians Beziehung ist schwer beschädigt und quasi auf einer Nicht-Pärchen-Ebene angekommen. Die Schicksalsschläge die sie durch Eisenheim und den weißen Löwen ertragen mussten, war einfach zu viel für ihre junge Liebe. Und dennoch ist ihnen kein Abstand gegönnt, denn auch ihre Freunde, die Zwillinge, müssen beschützt werden, so dass sich die beiden zwangsläufig sehen.
Doch diese kleinere Katastrophe wird von einer viel schwerwiegenderen überschattet: Eisenheim wird vom Nichts bedroht. Dieser "Raum", in dem jegliche Materie fehlt und die vom menschlichen Geist nicht erfasst werden kann, frisst immer größere Teile von Eisenheim und reißt etliche der dort lebenden und arbeitenden Seelen mit sich in den Abgrund. 
Jedes Mal, wenn es wieder so weit ist, spürt Flora ein Ziehen in der Brust - und ahnt schon bald, dass dieses Unglück etwas mit ihr und dem versteckten weißen Löwen zu tun haben muss.

Meine Meinung:

Dieses Buch ist deutlich spannender als der erste Teil dieser zweiteiligen Reihe um Eisenheim, und gewinnt deutlich schneller an Fahrt. Auch die, für mich etwas anstrengende Romanze zwischen Marian und Flora, wird Gott sei Dank nicht mehr ganz so breit getreten. An ihre Stelle treten wesentlich bedeutendere Probleme: Eisenheim steht vor dem Aus. Und von dem Punkt an, wo es sich nicht mehr verleugnen lässt wird das Buch unglaublich spannend und abwechslungsreich. 
Mechthild Gläser hat tatsächlich eine Welt geschaffen, in die man gerne abtaucht und die gerne auch noch in weiteren Geschichten thematisiert werden kann. Allerdings mit eiiinigen Veränderungen.
Denn genau wie in Band 1 ist auch hier das Buch wieder voller Logikfehler und unaufgeklärter Rätsel, die den Lesespaß ganz bedeutend behindern. Sachen werden eingebracht wenn sie gerade wichtig erscheinen, und nie wieder besprochen. Es geschehen Dinge, die im völligen Wiederspruch zur "Realität" stehen und im gesamten beendet man das Buch nicht wirklich befriedigt.
Auch fehlen mir die Charaktere, wie Linus, im 2. Band hier sehr. Zwar tauchen sie noch als Randfiguren auf, aber eine wirkliche Rolle spielen sie nicht.

Alles in allem kann ich sagen, dass die Geschichte auf jeden Fall Potential hat, mich aber nicht endgültig überzeugen kann. Die Idee dahinter ist toll, doch die Umsetzung nicht ganz so gut gelungen.
Und auch das Ende ist leider irgendwie zu oberflächlich und zuu schnell herbeierfunden.


Freitag, 28. Juni 2013

[Rezension] Julie Kagawa - Unsterblich, Tor der Dämmerung (Bd. 1)

Klappentext:
 Nur sie kann die Menschheit retten
Unsere Welt ist in Dunkelheit getaucht. Die Menschen sind zu Gefangenen geworden. Nur wer sich an die Regeln hält, hat eine Chance zu überleben. Doch die junge Allison will sich nicht mehr an diese Regeln halten. Sie fordert das Schicksal heraus und lehnt sich gegen ihre Unterdrücker auf – mit ungeahnten Folgen.
Grenzen, Mauern und Verbote gehören zum Alltag der 17-jährigen Allison, seit sie denken kann. Denn sie wächst in einer Stadt auf, in der die Menschen von den Vampiren regiert werden, grausamen Fürsten der Nacht. Sie haben sich eine Luxuscity errichtet und lassen ihre Gefangenen, die ihnen regelmäßig Blutzoll schulden, für sich schuften. Jeder kleinste Verstoß gegen die Regeln wird geahndet, und Allison erfährt schon früh, dass ihr Leben nicht viel wert ist. Als sie vor die Wahl gestellt wird, zu sterben oder ihren Unterdrückern gleich zu werden, entscheidet sie sich für den Weg der Unsterblichkeit – und hofft, nun endlich unangreifbar zu sein. Doch vor den Toren der festungsartig abgeriegelten Stadt lauert etwas, vor dem sich sogar die Vampire fürchten …

Verlag: Heyne | Seiten: 608 | Preis: 16,99€ | Genre: Fantasy, Jugendbuch, Vampire | Spielt in: USA, Convington | Originaltitel: Blood Of Eden, Book 1: The Immortal Rules | Erscheinungstermin: Juni 2013 | ISBN: 978-3453268579

Erster Satz:
"Sie hängten die Unregistrierten in der alten Speicherstadt, es war eine öffentliche Hinrichtung, die sich jeder ansehen konnte."

 

Worum geht es:

Allison wächst in einer Stadt auf, die von Vampiren regiert wird, und in der man eigentlich nur verlieren kann als Mensch: Entweder man lässt sich registrieren, und dient den Vampiren als nichts anderes als billige Nahrung und lässt sich Blut abzapfen, unabhängig vom Alter oder gesundheitlichen Zustand, oder aber man gehört zu den Unregistrierten und entzieht sich damit jeglichem "sozialen Zuspruch", hungert und ist auf der ständigen Flucht vor der Obrigkeit. Allison entschied sich für letzteres und lebt nun das armselige Leben eines Straßenkindes, das ihr Schicksal mit vielen anderen teilt. 
Auf einem ihrer Streifzüge nach Nahrung, außerhalb der schützenden Mauern der Stadt in den verwahrlosten Ruinen ehemaliger Wohngebiete, die jetzt nur noch von den Verseuchten - vampirartige Zombies - beherrscht werden, läuft jedoch alles schief und Allison steht vor der schweren Entscheidung: Sterben oder selbst zum Vampir werden. Sie entscheidet sich, entgegen aller ihrer Wertvorstellung für das Überleben als Vampir und verachtet sich selbst dafür. Sie ist nun, wegen ihrer niederen Instinkte und ob sie es will oder nicht gezwungen, sich über lang oder kurz von menschlichem Blut zu ernähren. 
Das einzige Problem: Schon bald schließt sie sich einer Gruppe von Menschen an, die von ihrem wahren Wesen nichts wissen, und die ihr schnell ans Herz wachsen. Doch das Blut pulsiert unter ihrer Haut...

Meine Meinung:

Wer meine Rezension zu Plötzlich Fee gelesen hat, weiß ja dass ich nicht der größte Fan von Julie Kagawa bin. In diesem anderen Buch klaut sie sich quasi alle Ideen des Buches zusammen, um damit eine Geschichte zu schreiben die an alles erinnert, nur nicht an etwas eigenes von der Autorin selbst. Umso vorbelasteter bin ich an das Buch heran gegangen, mit gewissen Vorurteilen gegenüber ihrer Copy und Paste - Strategie, aber ohne großes Vorwissen über Vampirromane. Es kann also durchaus sein, dass auch dieses Buch wieder angelehnt ist an andere Geschichten, aber wenn dann weiß ich es nicht. Gott sei Dank kann man wohl sagen, denn so hat mir das Buch unfassbar gut gefallen.
Die Autorin schafft es eine wahnsinnig tolle, düstere und bedrohliche Atmosphäre zu schaffen, und eine Welt die man fast schon selbst sehen, riechen und fühlen kann, so ausgearbeitet sind die Details und Eindrücke. 
Und auch Spannung vermisst man beim Lesen nicht. Noch am Anfang und bis zum ca. 1/4 hat man keine Ahnung in welche Richtung die Geschichte verlaufen wird, und wird immer und immer wieder von neuem überrascht. Dabei ist die Geschichte an sich nicht unbedingt innovativ und ganz neu, erinnert sogar sehr stark an die Serie "The Walking Dead", bewahrt aber trotzdem ihren eigenen Charme.
Außerdem hat mir die Ausarbeitung der Charaktere wirklich zugesagt. Allison ist, wenn auch nicht immer sympathisch, doch eine sehr plastische und echte Person, die man sich auch gut im nicht-fiktiven Leben vorstellen könnte (von den vampirischen Eigenschaften mal abgesehen :D ).
 Was mich allerdings doch schon sehr gestört hat war, dass das das Buch nicht wirklich gut durchdacht war. Am Anfang wird lang und breit erklärt, dass Vampire sich ihren Instinkten nicht entziehen können und das es sie früher oder später überkommt. Aber Allison scheint davor geschützt: Allein durch ihren guten und starken Willen, und ihrem Willen ein netter Vampir zu sein, gelingt ihr das, was eigentlich unmöglich ist: Sie hat ihre Reflexe und Instinkte unter Kontrolle. Ähm. Ja klar.

Ansonsten aber ist das Buch sehr empfehlenswert, vor allem auch für Vampireinsteiger, wie mich, wenn man darüber hinwegsehen kann, dass sich Julie Kagawa auch in diesem Buch nicht unbedingt was ganz eigenes hat einfallen lassen. Dennoch hat mich die Geschichte überzeugt, seeehr gut unterhalten und hat mir total gefallen.