Dienstag, 30. April 2013

[Rezension] Brandon Mull - Fabelheim (Bd. 1)

Klappentext:
Irgendwo in Amerika existiert bereits seit Jahrhunderten ein Ort namens Fabelheim, gut verborgen und kaum bekannt — und das aus gutem Grund: Fabelheim ist ein Schutzreservat besonderer Art, eines der weltweit letzten Rückzugsgebiete für vom Aussterben bedrohte magische Kreaturen.
Als Kendra und ihr Bruder Seth in den Urlaub zu ihren Großeltern fahren, ahnen sie noch nicht, was sie erwartet. Denn ihr Großvater ist der Hüter von Fabelheim. Nur mühsam kann der alte Stan Sorensen mithilfe uralter Gesetze den Frieden zwischen habgierigen Trollen, schadenfrohen Satyren, intriganten Hexen und eifersüchtigen Feen wahren. Doch als Seth inmitten der dichten Wälder von Fabelheim eines dieser Gesetze bricht, werden unvorstellbare Kräfte des Bösen freigesetzt. Nun können allein Kendra und Seth ihre Familie, Fabelheim — und vielleicht sogar die ganze Welt — vor der Vernichtung bewahren ...

Verlag:
Penhaligon | Seiten: 352 | Preis: 4,99€ | Format: Hardcover | Spielt in: USA | Genre: Fantasy, Jugend-/Kinderbuch | Originaltitel: Fablehaven | Erscheinungsdatum: Januar 2009 | ISBN: 978-3764530228 

Erster Satz: 
"Kendra sah aus dem Seitenfenster des SUV und beobachtete, wie das Bläterwerk vorbeirauschte."



Worum geht es: 
Normalerweise schreibe ich hier ja nochmal meine ganz eigene Zusammenfassung des Geschichte, aber in diesem Fall ist das absolut unnötog. Denn das was ich über das Buch zu sagen hätte, ohne zu spoilern, deckt sich so ziemlich eins zu eins mit dem Klappentext des Buches selbst. Von daher lest am besten einfach die Kurzbeschreibung :)

Meine Meinung:
Wie wahrscheinlich viele andere Leser dieses Buches auch, bin ich über ein Youtubevideo der Glimmerfeen auf die Geschichte aufmerksam geworden. Und weil die Begeisterung der beiden so ansteckend war, und zudem der Preis mit seinen 4,99€ sehr verlockend ist, habe ich mir das Buch gekauft. Eigentlich sind Fantasiegeschichten mit Feen, Trollen und Satyren nicht wirklich mein Fall, aber da ich nur gutes über das Buch gehört hatte, dachte ich ich könne mich ja mal auf dieses Abenteuer "Fantasy" einlassen.
Es hat mir auch überraschend gut gefallen- zumindest bin ich jetzt nicht vollständig davon abgeschreckt, auch in Zukunft wieder Fantasybücher zu lesen, dennoch habe ich lange mit mir gehadert ob ich dem Buch 3 oder 4 Sterne geben sollte. 

Meinem persönlichen Geschmack nach, hätte ich dem Buch 3 Sterne gegeben - es gibt einfach doch eine Punkte die mich stören. Aber wenn man das Buch ganz objektov betrachtet, sind wohl doch eher 4 Sterne, wenn auch knappe 4 Sterne, angebracht.

Der größte Kritikpunkt für mich war nämlich die Einfachheit der Geschichte. Aus jeder Misere kamen die Kinder problemlos wieder heraus. Vermeintliche Katastrophen wurden einfach und schnell- und ohne große Konsequenzen gelöst, und sowieso geht alles irgendwie ziemlich gut aus. Zu gut für meinen Geschmack. 
Außerdem gefallen mir beide Protagonisten so gar nicht. Seth noch ein Stück weniger, denn alle Probleme in Fabelheim resultieren mehr oder weniger aus seinem vorsetzlichen Drang, Regeln unbedingt brechen zu müssen. Das geschieht nicht auf diese süße Art, wie bei Michel aus Lönneberga zum Beispiel, sondern auf eine Art bei der ich mich Frage, was mit dem Gör eigentlich falsch läuft. 

Ansonsten ist es eher ein Kinder- und Jugendbuch, als ein All-Age-Roman, und für Fantasyeinsteiger für mich bestens geeignet.

 

Montag, 29. April 2013

Buchzitate #7

"Zärtlichkeit wurde zu Begehren und Begehren zu Lust und Lust zu Ekstase."
Andrea Schacht - Kyria & Reb, Die Rückkehr

"Wenig ist keine große Sache, aber im Vergleich zu nichts doch etwas."
Rita Henß - Ein Jahr in der Provence 

"Der Eingebildete verschätzt sich im Verhältnis zu seinem eigenen Wert." (Aristoteles)
Kerstin Gier - Saphirblau   

"Hass ist etwas für den, der hassen will."
Alan Bradley - Flavia de Luce, Vorhang auf für eine Leiche  

"Spring - und lass dir auf dem Weg nach unten Flügel wachsen."
Kerstin Gier - Smaragdgrün 

"Kluge Leute lernen aus ihren Fehlern. Aber die wirklich intelligenten Leute lernen aus den Fehlern anderer."
Brandon Mull - Fabelheim

"Ein Goldbarren bedeutet einem Armen tausendmal mehr als einem König."
Brandon Mull - Fabelheim 

Donnerstag, 25. April 2013

Top Ten Thursday - Buchtitel mit G


Ups, das hätte ich ja nicht erwartet. Gerade einmal 6 Bücher mit H am Anfang. Ich hätte zwar noch die ganzen Harry Potter Bücher dazuziehen können, aber ich hab mich doch eher für die Untertitel entschieden. Mal sehen ob ich nächste Woche wieder ein bisschen mehr schaffe :D

Der Herr des Traumreiches - Sara Douglass
Die Heiligtümer des Todes, Harry Potter (Bd. 7) - J.K. Rowling
Hinter verzauberten Fenstern - Cornelia Funke
Holundermond - Jutta Wilke

Hannahs Geschenk - Maria Houdsen
Hunger (Bd. 2) - Michael Grant

Mittwoch, 24. April 2013

Alan Bradley - Flavia de Luce, Vorhang auf für eine Leiche (Bd. 4)

Klappentext:
avia de Luce und ihre Familie stehen kurz vor dem finanziellen Ruin. Da tut sich plötzlich eine unverhoffte Geldquelle auf: Eine Filmcrew will ihren Familiensitz für Dreharbeiten nutzen. Vom Glamour angelockt, strömen Schaulustige nach Buckshaw, um den Star des Ensembles zu sehen, die berühmte Diva Phillys Wyvern. Doch der Abend nimmt eine schreckliche Wendung: Eine Leiche wird gefunden – erdrosselt mit einem Filmstreifen. Zu allem Überfluss ist Buckshaw durch einen tosenden Schneesturm von der Außenwelt abgeschnitten. Der findigen Hobbydetektivin Flavia ist klar: Der Täter muss sich unter den Gästen befinden. Unverzüglich beginnt sie mit ihren Ermittlungen und gerät dabei selbst ins Visier des skrupellosen Mörders …

Verlag: Penhaligon | Seiten: 320 | Preis: 19,99€ | Genre: Krimi, Thriller | Spielt in: Großbritannien, England, Buckshaw | Originaltitel: I am Half-Sick of Shadows | Erscheinungstermin: Oktober 2012 | ISBN: 978-3764530983

Erster Satz:
"Nasskalte Nebelranken erhoben sich vom Eis wie gepeinigte Seelen, die ihre leibliche Hülle verließen."



Worum geht es:
Weihnachten steht vor der Tür, und dieses Jahr hat Flavia einen Plan: Sie wird den Weihnachtsmann dingfest machen, und Feely und Daffy ein für allemal beweisen, dass es ihn doch gibt. Doch in ihre grandiosen und Flavia typischen Vorbereitungen platz eine ganze Filmcrew. Denn Buckshaw steht unter keinen gutem Stern mehr, und so greift ihr Vater zu jedem Strohhalm. Kurzerhand wird Buckshaw zur Kulisse des neuen Films von Philly Wyvern, der großartigen und landesweits sowohl bekannten als auch verehrten und stets jung gebliebenen Schauspielerin. 
Doch ihr Glamour schützt auch sie nicht vor Feinden. Oder erstrecht nicht? Denn nur wenige Tage nach ihrer Ankunft, liegt sie tot in ihrem Zimmer...

Meine Meinung:
Flavia. Meine liebe Flavia. Was würde ich dafür geben, ihr einmal höchstpersönlich die Hand reichen zu dürfen (obwohl man sich natürlich nie sicher sein könnte, mit welchen Giften das liebe Kind vorher rumhandtiert hat). Und zu erzählen hätte sie wohl auch genug, immerhin ist dies schon der 4. Mord in und um Buckshaw in kürzester Zeit.
Dieses Mal ist er aber von einem ganz anderen Kaliber und erwischt einen echten Promi- wovon sich Flavia natürlich nicht abschrecken lässt. Frech und schamlos (natürlich aber nicht charmelos) steckt sie in alter Flavia-Manier ihre Nase in Dinge die sie eigentlich nichts angehen, die es für uns als Leser aber erst so richtig spannend machen. 
Der Schreibstil ist wie immer grandios. Neben der detektivischen Arbeit gibt es also auch wieder genug zu lachen. Einzig die Beziehung zu Feely und Daffy kommt mir in diesem Buch zu kurz (und Gladis habe ich auch schmerzlich vermisst- aber okay, im Winter darf sie schlafen^^). Stattdessen wurde für meinen Geschmack zu viel Zeit und Papier darauf "verschwendet" auf ihre alten Fälle einzugehen. So kam man mit dem eigentlichen neuen Fall nicht so wirklich zu Rande.

Alles in allem aber wieder flaviantastisch :D 


Donnerstag, 18. April 2013

Top Ten Thursday - Buchtitel mit G



Haha, und wieder schaff ich es nur die Liste vollzubekommen, weil ich zum Glück die komplette Göttlichreihe drinnen hab :D Ansonsten wäre auch das hier heute wieder ein harter Kampf geworden. Joooa, und G ist auch wieder so ein solala Buchstabe. Die Göttlich-Reihe war toll, Gone ebenfalls und auf Die Gefährten freu ich mich auch schon, aber alle anderen Bücher sind so solala :D

Gelyncht - Tony Black
Gone (Bd. 1) - Michael Grant
Göttlich verdammt (Bd. 1) - Josephine Angelini
Göttlich verloren (Bd. 2) - Josephine Angelini
Göttlich verliebt (Bd. 3) - Josephine Angelini
Grabkammer - Tess Gerritsen
Gut gegen Nordwind - Daniel Glattauer

Das Geisterspiel - Andrew Taylor
Das Geheimnis der Maske - Diana Norman
Die Gefährten (Der Herr der Ringe Bd. 1) - J.R.R. Tolkin

Montag, 15. April 2013

[Rezension] Kerstin Gier - Saphirblau

Klappentext:
Frisch verliebt in die Vergangenheit, das ist keine gute Idee. Das zumindest findet Gwendolyn, 16 Jahre alt, frisch gebackene Zeitreisende. Schließlich haben sie und Gideon ganz andere Probleme. Zum Beispiel die Welt zu retten. Oder Menuett tanzen zu lernen. (Beides nicht wirklich einfach!) Als Gideon dann auch noch anfängt, sich völlig rätselhaft zu benehmen, wird Gwendolyn klar, dass sie schleunigst ihre Hormone in den Griff bekommen muss. Denn sonst wird das nichts mit der Liebe zwischen allen Zeiten!

Verlag: Arena | Seiten: 400 | Format: Hardcover | Preis: 16,99€ | Genre: Fantasy, Jugendbuch, Zeitreisen | Spielt in: Großbritannien, London | Erscheinungsdatum: Januar 2010 | ISBN: 978-3401063478

Erster Satz:
"Es war dunkel in den Gassen von Southwark, dunkel und einsam."




Worum geht es:
Na ganz wunderbar, sie war tatsächlich bin über beide Ohren verknallt in Gideon. Gideon, dieses aufgeblasene Ekelpaket, das alles besser wusste und auf Teufel komm raus mit Charlotte, Gwens hochnäsiger Cousine und ehemaliger "Schatz der Familie", flirtete. Doch was soll man machen, wenn man plötzlich gezwungen ist, den heißesten Typen der Welt (der sogar Violine spielen konnte UND dabei auch noch verboten gut aussah - wenn er wenigstens Segelohren hätte) jeden Tag zu sehen, und mit ihm in die Gegenwart zu springen. Ist ja auch noch nicht komisch genug, das Zeitreisegen in sich zu tragen. Nein, dazu kommt noch, dass ihr ganz offenesichtlich niemand in der Geheimen Gesellschaft traute, der Graf Saint Germain ein Verrückter mit übersinnlichen Kräften war, und die Benimmregeln um einiges komplizierter als gedacht. 


Meine Meinung:
Normalerweise lese ich nie (nicht einmal wenn die Folgebände schon im Regal stehen), eine Reihe oder Trilogie direkt hinter einander. Dieses Mal habe ich es getan - weil ich einfach nicht genug bekommen kann von Gwen und Gideon, und vor allem Leslie und Xemerius. 
Die Geschichte geht genau so spannend, wenn nicht besser, weiter als der erste Teil aufgehört hat und innerhalb von wenigen Minuten ist man wieder mitten drin in der wirklich konfusen Welt von Gwen. 

Ihre herrliche trockene Art (und etlichen Tränenausbrüche) verleihen dem Buch eine Leichtigkeit, die ich oft bei Büchern suche und selten finde. Normalerweise ist man bei Jugendbüchern, in denen es vor allem auch um die erste junge Liebe geht, gewohnt, dass sie furchtbar schnell ins kitschige abdriften, und das die Protagonisten auch mit ihren Teenager-Alter und nach manchmal wenigen Tagen, Gefühle für einander haben, die andere Menschen ihr Leben lang suchen. Und sich das dann natürlich auf die höchst möglich schnulzige Art Seite für Seite beteuern. 
Gott sei Dank ist das bei Saphirblau nicht so- sondern echt, undschuldig und für uns als Leser einfach super putzig :D 

Die Geschichte ist auch kein eigenstehendes Abenteuer, wie man das aus vielen Trilogien kennt, sondern knüpft nahtlos an die Probleme und Verwirrungen aus Band 1 an. Viele werden aufgeklärt, einige bleiben im Dunkeln, neue kommen hinzu aber alles in allem kommen wir der Lösung des Rätsels immer näher. Und von Seite zu Seite wird es spannender.
Das Buch endet dann auch mit einem unheimlich fiesen Cliffhanger, aber da ich Band 3 bereits zu Hause liegen habe (und auch schon begonnen), ist das für mich kein Problem.

Alles in allem kann ich bis jetzt schon sagen, dass diese Reihe für mich mit riesigem Abstand das beste ist, was ich seit langem gelesen habe! 


Sonntag, 14. April 2013

[Rezension] Rita Henß - Ein Jahr in der Provence

Klappentext:
» "Attention mademoiselle!" Fast wäre ich direkt in den großen, kräftigen Mann hineingelaufen, der plötzlich vor mir steht, eine Hand in die Hüften gestemmt, mit der anderen ein riesiges Blech balancierend. Croissants! Direkt aus dem Ofen. Mmmmh.« In vollen Zügen genießt Rita Henß das Abenteuer Provence.

Verlag: Herder | Seiten: 192 | Format: Taschenbuch | Preis: 12,99€ | Genre: Biographie, Reise, Sachbuch | Spielt in: Frankreich, Provence | ISBN: 978-3451065293

Erster Satz:
"Acht Jahre Inselleben hinterlassen Spuren."




Worum geht es:

Rita Henß beschließt dass es für sie endlich Zeit wird, ihre gewohnte Umgebung gegen etwas neues, inspirierendes zu tauschen- und schnell fällt die Wahl auf Frankreich, auf die Provence. Da sie selbst schon viel Zeit in der Vergangenheit in diesem Land verbracht hat, und es stets genossen hat, ist der Schritt ins Nachbarland aufregend aber nicht angsteinflößend.
Dort angekommen entschließt sie sich zunächst einmal die etwas traditionellere Seite der Provence kennenzulernen, und sich Marseille für die Wintermonate aufzusparen, die Zeit in der das Wetter und das Ambiente in den dörflichen Regionen nicht mehr ganz so reizvoll sind. 
Zwischen Natur und traditionsbewussten Einheimischen lebt sie sich schnell ein, genießt die Vorzüge der Gegend und das kulinarische Angebot, und entdeckt Stück für Stück ein bisschen mehr von dieser vielfältigen Region.

Meine Meinung:

Bisher habe ich ja schon einige Bücher aus dieser Reihe "Ein Jahr in..." gelesen, und war jedes Mal komplett begeistert. Schnell konnten mich die jeweiligen Autoren mit ihrer eigenen Begeisterung für das jeweilige Land und die jeweiligen Eigenarten begeistern, und ebenso rasch bekam man ein Gefühl, bisher so viel verpasst zu haben.
Mit diesem Buch hatte ich aber von Anfang an meine großen Schwierigkeiten. Frau Henß hat es leider bis zum Schluss nicht geschafft mich für die Provence zu interessieren, bzw. mit das ganz individuelle Flair der Provence zu vermitteln. Viel zu verwirrend und unstrukturiert präsentiert sie ihre Erfahrungen, wechselt teilweise innerhalb von nur wenigen Seiten, die Jahre in denen sie ihre Erfahrungen und Eindrücke sammelt, und ließ mich oft den Faden verlieren. Auch störte mich ungemein der ständige Gebrauch ihre französischen Sätze. Für mich, die ich viele Jahre französisch gelernt habe, waren die Sätze meistens einfach zu verstehen - so dass ihre anschließenden Kommentare Sinn machten - aber für jeden, der mit dieser Sprach bisher nicht mehr am Hut hatte außer "Je t'aime" oder "trés chic" wird sicherlich nicht viel Freude beim Lesen haben. Es ist auch einfach sehr überflüssig, auf jeder Seite "jeden dritten Satz" auf französisch zu schreiben - das Ambiente würde auch so vermittelt werden. 

Außerdem waren ihre geschilderten Erlebnisse leider auch nicht immer interessant für mich als Leser. Zwar weiß ich jetzt viiiele viele Details über ihr Leben und auch das Dorf in dem sie zu Beginn lebt, aber "das große Ganze" bleibt im Dunkeln.

Zunächst habe ich überlegt dem Buch nur 2 Sterne zu geben, was meiner persönlichen Meinung entspräche. Aber das wäre dem Buch gegenüber unfair. Denn wer in Kürze plant einen Ausflug in die Provence zu machen oder schon dort war, und nun in Erinnerungen schwelgen möchte, für den ist das Buch doch geeignet. 
Für eben diese Leute werden Orte beleuchtet, die es sich sicherlich zu besuchen lohnt, werden Tipps gegeben, für Essen und Trinken, das man ausprobieren sollte, und Plätze genannt, die einen zweiten Blick wert sind. 
 

Freitag, 12. April 2013

[Rezension] Kerstin Gier - Rubinrot

Klappentext:
Manchmal ist es ein echtes Kreuz, in einer Familie zu leben, die jede Menge Geheimnisse hat. Der Überzeugung ist zumindest die 16jährige Gwendolyn. Bis sie sich eines Tages aus heiterem Himmel im London um die letzte Jahrhundertwende wiederfindet. Und ihr klar wird, dass ausgerechnet sie das allergrößte Geheimnis ihrer Familie ist. Was ihr dagegen nicht klar ist: Das man sich zwischen den Zeiten möglichst nicht verlieben sollte. Denn das macht die Sache erst recht kompliziert!

Verlag: Arena | Format: Hardcover | Preis: 15,99€ | Seiten: 345 | Genre: Fantasy, Jugendbuch, Zeitreise | spielt in: Großbritannien, London | Erscheinungsdatum: Januar 2009 | ISBN: 978-3401063348

Erster Satz:
"Während sie sich auf die Knie fallen ließ und anfing zu weinen, schaute er sich nach allein Seiten um."


Worum gehts:

Charlotte ist etwas besonderes. Charlotte hat besondere Hobbies. Und Charlotte ist die anmutigste Person, mit ihrem verkniffenen Mona Lisa Lächeln, die sich Gwendolyn vorstellen kann. Denn ihr ganzes Leben lang wurde Charlotte, Gwendolyns Cousine - die auch noch mit ihr im gleichen Haus wohnt - darauf vorbereitet, dass sie nach ihrem 16. Geburtstag durch die Zeit wird reisen können. Denn sie trägt das Zeitreise-Gen in sich, das nur 12 Menschen jemals hatten, und das ihr ermöglicht, die Welt in anderen Zeiten zu erleben. Alle warten auf die angekündigten Schwindelanfälle, die das Anzeichen für den ersten Zeitsprung sind, doch so wirklich will sich dieses Gefühl nicht bei Charlotte einstellen.
Und dann passiert es, mitten auf der belebten Oxford Street am helllichten Tag. Ihr wird schwindelig, und plötzlich befindet sie sich irgendwann in der Zeit, nur nicht im Hier und Jetzt. Gwendolyn. Nicht Charlotte. Denn allen Prophezeiungen zum Trotz ist es die "unscheinbare" Gwen, die durch die Zeit reisen kann. Sie ist mit der Situation völlig überfordert- und komplett unvorbereitet. Doch leider kann man sich nicht aussuchen Träger zu sein, oder nicht, und die große Aufgabe um das große Geheimnis muss erfüllt werden- ob Gwendolyn davon nun begeistert ist oder nicht. 


Meine Meinung:

Nachdem ich verbal schon Schläge bekommen habe, wieso ich das Buch denn noch immer nicht gelesen habe, habe ich mich doch überzeugen lassen, und habe die Bücher der Edelsteintrilogie angeschafft. Und um es mal gleich vorweg zu nehmen: Ihr alle hattet Recht- das Buch ist fantastisch, und es ist eine Schande, dass ich nicht schon früher auf die Reihe aufmerksam geworden bin.
Dabei hatte ich bisher nie wirklich großes Interesse an Zeitreiseromanen. An historischen Romanen schon, aber die Vorstellung von Menschen die durch die Zeit reisen können ist zwar faszinierend aber mir irgendwie doch zu abgedreht. Dachte ich zumindest bis jetzt. Denn hat man einmal angefangen, ist das Aufhören quasi unmöglich. Und auf einmal erscheint es auch überhaupt kein bisschen mehr kurios, dass ein 16 jähriges Mädchen nach einer Ohnmacht plötzlich hunderte Jahre zuvor erwacht, oder Gespräche mit ihrer Urururgroßmutter führen könnte, ehe die überhaupt ans Kinderkriegen denkt. 

Besonders die Szenerie finde ich unheimlich gut gewählt. Denn obwohl Kerstin Gier eine deutsche Autorin ist, spielt die Geschichte in London - und hätte besser gar nicht gewählt werden können. So viele kleine 
Details komplettieren die Story und machen sie so einzigartig, und gerade England hat auch eine wahnsinnig spannende Geschichte in der Frühen Neuzeit zu erzählen. 

Die Geschichte zwischen Gwendolyn und Gideon beginnt sich auch zu entwickeln, und obwohl man sich natürlich denken kann, wie in etwa es in den beiden Folgebänden weiter gehen wird, finde ich es genau richtig, wie die beiden sich kennenlernen und miteinander umgehen. Nämlich nicht "knall,bum,peng- erster Blick und große Liebe. Schmacht."

Ich bin jetzt jedenfalls restlos überzeugt, und habe vor -was sonst nie meine Art ist - direkt jetzt im Anschluss den 2. Band zu lesen. Ich kann einfach nicht abwarten, wie es weiter geht. Allein schon des großen Geheimnis wegen, dem wir als Leser ja noch weeeit entfernt sind. 




Donnerstag, 11. April 2013

Top Ten Thursday - Buchtitel mit F

Bücher deren Titel mit F beginnt- das bedeutet für mich auf jeden Fall FLAVIIIIA. Ich liebe Flavia de Luce. Ihr erstes Buch hat mich mit dem Flavia-Fieber infiziert und inzwischen liegt Band 4 auf meinem SUB und wartet sehnsüchtig darauf gelesen zu werden.
Aber erstaunlicherweise lagen auch noch einige andere Bücher bei mir rum, die mit einem F beginnen. Witzigerweise sind die Bücher vom SUB bis auf den 4. Flaviaband alles totale SUB-Leichen die schon monate-, wenn nicht jahrelang vor sich hinstauben und auch das Die Farbe meines Gesichts und Feuer&Glas sind nicht unbedingt meine Favoriten.


Der Federmann - Max Bentow
Die Farbe meines Gesichts - Miriam Kwalanda
Feuer & Glas, Der Pakt - Brigitte Riebe
Flavia de Luce, Mord im Gurkenbeet (Bd. 1) - Alan Bradley

Flavia de Luce, Vorhang auf für eine Leiche (Bd. 4) - Alan Bradley
Fabelheim - Brandon Mull
Der Fluch der Druidin - Birgit Jaeckel
Der Fundamentalist, der keiner sein wollte - Mohsin Hamid
Das Freudenhaus - Reginald Hill
Der Friedhof der Kuscheltiere - Steven King

Montag, 8. April 2013

[Rezension] Richard Mason - Die geheimen Talente des Piet Barol

Klappentext:
Piet Barol kommt 1907 als Hauslehrer nach Amsterdam. Mittellos, aber gesegnet mit außergewöhnlich gutem Aussehen, scharfem Verstand und unwiderstehlichem Charme erobert er die Familie des reichen Hoteliers Vermeulen-Sickerts im Sturm. Vor allem Jacobina, die Frau des Hausherrn, entdeckt schon bald Piets Talente der besonderen Art. Sein eigentliches Ziel aber ist es, in Amerika sein Glück zu machen – und das stellt den ehrgeizigen jungen Mann vor manche unerwartete Herausforderung.

Verlag: C. Bertelsmann | Format: Hardcover | Preis: 19,99€ | Seiten: 320 | Genre: Schicksal, Erotik, Historischer Roman | Spielt in: Niederlande, Amsterdam | Originaltitel: History Of A Pleasure Seeker | Erscheinungstermin: März 2013 | ISBN: 978-3570101360

Erster Satz:
"Die Abendteuer seiner Jugend hatten Piet Barol gelehrt, dass es die meisten Frauen und viele Männer ihn über die Maßen attraktiv fanden."




Worum geht es:

Aus der Leidener Provinz wagt Piet Barol den Schritt in sein eigenes Leben. Gesegnet mit einem guten Empfehlungsschreiben, passablen Musik- und Sprachkenntnissen und einem umwerfenden Aussehen, bewirbt er sich mit großen Hoffnungen auf eine Hauslehrerstelle bei der in Amsterdam hoch geschätzten und schwerreichen Familie Vermeulen-Sickerts. Mit der richtigen Portion Charme und Dreistigkeit kann er den Job schnell ergattern, und genießt ein Leben voller Luxus- trotz seiner eigentlichen Angestellenstellung. Zu verdanken hat er das der Hausherrin, Jacobina, die schnell großen Gefallen an dem jungen Mann findet.
Doch Piets Pläne sind andere. Er will nicht in Amsterdam versauern. Sein Ziel ist es, die Welt zu entdecken.


Meine Meinung:

Um ehrlich zu sein, bin ich nicht sehr neutral an das Buch heran gegangen. Angezogen von dem schönen Cover und dem einigermaßen interessant klingenden Rückentext, habe ich eher eine seichte, mittelmäßige Lektüre erwartet, die sich schnell lesen lässt, die man aber ebenso schnell wieder vergisst.
Doch dank des unglaublich schönen Schreibstils, der plätschernden Sprache und der Ausgestaltung der Szenen, Menschen und Orte war ich schnell gefangen in der Welt von Piet Barol im anfangenden 20. Jahrhundert. Dank dieser bildhaften aber nicht zu ausschmückenden Sprache, sieht man sich bald selbst als stillen Beobachter, in den Zigarrenrauch verhangenen Räumen der Oberschicht von Amsterdam, umgeben von Luxus und Anstand. 

Allerdings fängt Piet sehr schnell an, die Familie "aufzumischen". Und trotz der dezenten Hinweise im Klappentext, habe ich nicht mit den erotischen Elementen des Buches gerechnet. Piet ist ein Womanizer, der es versteht, die Frauen mit seinem tollen Aussehen und seiner charmanten Art zu beeindrucken - und ich wäre ihm sicherlich auch verfallen - und zeigt vor allem schnell großes Interesse an der Frau seines Hausherren. Die erotischen Momente zwischen ihnen sind schon sehr heiß, aber in keinster Weise ordinär oder unangebracht. Viel eher unterstreichen sie noch die Glaubhaftigkeit von Piet in seiner Rolle als heimlicher Liebhaber. 

Auch sonst lässt die Spannung nicht zu wünschen übrig. Natürlich ist es kein Actiongeladener Psychothriller, aber dennoch kam bei mir zu keiner Zeit Langeweile auf. Mir großem Interesse hab ich den Werdegang von Piet verfolgt, und war immer ein bisschen neidisch, nicht selbst an den Schauplätzen dabei sein zu können. Es liegt während des ganzen Lesens ein ganz besonderer Zauber in der Luft, der mich wieder daran erinnert hat, wieso ich mich so gerne von historischen Romanen gefangen lassen nehme.



Sonntag, 7. April 2013

[Quartals-Fazit] ABC Challenge



Sooo und auch bei der ABC Challenge habe ich jetzt mal die Quartalsstatistik herausgeschrieben. Ich dachte ja, es würde besser bei mir laufen, aber jetzt fangen so langsam die Bücher an, sich zu wiederholen. Mal gucken, ob ich des noch ein bisschen verbessern kann, noch kann ich Filo, Ani, Evie und Julia ja theoretisch einholen :)  
  1. Ani  14 Buchstaben
  2. Filo 14 Buchstaben
  3. Evie 13 Buchstaben
  4. Julia   13 Buchstaben
  5. Celina 12 Buchstaben
  6. Aline 11 Buchstaben
  7. ich 10 Buchstaben
  8. Traumweberin 10 Buchstaben
  9. Pero 9 Buchstaben
  10. Isa    8 Buchstaben
  11. Jessy 8 Buchstaben
  12. Sheena   8 Buchstaben
  13. Ilia   6 Buchstaben
  14. Marisol 6 Buchstaben
  15. Mrs Melting- Pot  5 Buchstaben
  16. Wiebke von Rock'n'Rolling Heart 5 Buchstaben
  17. Clara 3 Buchstaben
  18. Kim 3 Buchstaben
  19. Haveny  2 Buchstaben
  20. chaotic girl Leider hab ich dein "SUB- oder nicht SUB"-System nicht verstanden :/
  21. Lena   Leider keinen Eintrag gefunden
  22. Selina  Blog leider nicht gefunden   

[Quartals-Fazit] Weltenbummler Challenge



So ihr Herzis :) Ich hab mich jetzt mal an das Quartalsfazit der Weltenbummler-Challenge gemacht, und muss echt sagen: Waaaahnsinn, wieviele Länder manche von euch schon bereits haben, und was auch für spannende teilweise. Ich bin da noch nicht ganz so weit "rumgekommen". Leigt vermutlich daran, dass ich erstens wirklich unfassbar wenig bisher in den letzten Monaten gelesen habe, und wenn dann auch viele Fantasyländer und Geschichten in Deutschland gelesen habe.

Ich würd mich freuen, wenn ihr eure Listen noch einmal überarbeiten könntet. Ich hab das jetzt hier schon bei der Auswertung gemacht, aber manche haben leider etwas "großzügig" zusammen gezählt. Und weil ich eventuell vielleicht am Ende eine klitzekleine Belohnung für den Gewinner machen will - mal seeeehen mal sehen ;) - wäre es supi, wenn sich alle an die Regeln halten. Das heißt: Deutschland zählt nicht als Land. Unterschiedliche amerikanische Bundesstaaten zählen dann jeweils nach dem ersten Besuch der USA nur noch als 3 Punkte, ebenso zählen die britischen Counties (Cornwall, Devon, etc.) und Landesteile (England, Schottland, Wales, Nordirland) auch nicht als Länder. Und Fantasieländer zählene ebenfalls nicht :) 
Bei einigen hab ich deshalb noch einmal nachgerechnet, und hab die aktuellen Punkte unten hingeschrieben :)

 Und so sieht es aus, das aktuelle Ranking:
  1. Wörterkatze 14 Länder, 116 Punkte
  2. Kerry  9 Länder, 110 Punkte 
  3. Monika 9 Länder, 99 Punkte  
  4. Lyrica 6 Länder, 61 Punkte
  5. Julia 5 Länder, 58 Punkte
  6. Anett 5 Länder, 49 Punkte
  7. Ich 5 Länder, 37 Punkte
  8. Aline 4 Länder, 29 Punkte
  9. Ilia 4 Länder, 20 Punkte
  10. Tessa 2 Länder, 19 Punkte 
  11. Marisol 2 Länder, 16 Punkte
  12. Karin 2 Länder, 13 Punkte
  13. Honey 2 Länder, 13 Punkte
  14. Rachel leider kein Eintrag gefunden 
  15. Jenna leider kein Eintrag gefunden
  16. Celine leider kein Eintrag gefunden

[Rezension] Andrea Schacht - Kyria & Reb, Die Rückkehr (Bd. 2)

Klappentext:
Ein Leben ohne Überwachung - nichts hat sich die 18-jährige Kyria sehnlicher gewünscht.
Doch kaum hat sie erfahren, wie es sich anfühlt, frei zu sein, trennt sie sich schweren Herzens von ihrer großen Liebe Reb und kehrt zurück in ihre Heimatstadt.
Dort macht sie sich auf die Suche nach den Mördern ihres Vaters - ein gewagtes Unternehmen, das Kyria in größte Gefahr bringt.
Da taucht Reb wieder auf...

Verlag: Egmont Ink | Seiten: 379 | Format: Hardcover | Preis: 17,99€ | Genre: Dystopie, Jugendbuch | Spielt in: Deutschland, Frankfurt/Main | Erscheinungsdatum: Januar 2013 | ISBN: 978-3863960384

Erster Satz:
"Der glutrote Ball der Sonne war schon im Meer versunken, noch leuchtete am Horizont ein Wolkenband in ihrem Widerschein."



Worum geht es: 

Die Entscheidungen, die die junge Kyria treffen musste waren hart: Bleibt sie bei Reb, und verbringt ihr Leben mit ihm weiterhin in den Reservaten, oder kehrt sie zurück nach La Capital um herauszufinden. warum und durch wessen Hand ihr Vater vor so lange Zeit sterben musste. Aller romantischen Gefühle zum trotz entschließt sie sich für die Rückkehr. Doch auch zu Hause erwarten sie ungeahnte Probleme. Ihre Mutter glaub ihren Aussagen nicht, hält sie für die Nachwirkung der verstörenden Zeit im Reservat und zwingt Kyria somit für ein Leben in inkognito. Getarnt als Civitates, als Bäckereigehilfin - während sich der Kreis der Menschen, die Kyria und ihrer Mutter schaden wollen, immer enger um sie zuzieht.
Und auch Reb lebt jetzt sein eigenes Leben, in den Fußstapfen seines Vaters, als Wagenlenker. 

Meine Meinung:

Das Buch geht unheimlich spannend los, denn das zarte Band der Liebe, dass Kyria und Reb zum Ende des ersten Buches knüpfen konnten, wird jäh zerstört- durch ihre eigenen Entscheidungen, ihr Leben anders weiterzuleben, als angenommen. Das kennt man so ja eher weniger von anderen Jugenddystopien, in denen die beiden Protagonisten -nachdem sie sich erst einmal gefunden haben- wie Pech und Schwefel aneinander kleben. Doch die beiden verfolgen eigene Ziele, die sich gemeinsam nicht verwirklichen lassen, ohne den anderen jedoch vergessen zu können. 
Und auch die folgenden Wendungen sind absolut spannend. Kyria wird immer mehr in politische Machenschaften verstrickt, gerät in Gefahr, und weiß dennoch nicht, von wem und wieso sie überhaupt bedroht wird. Nur eines ist klar: Je mehr sie versucht, herauszufinden wer ihren Vater umgebracht hat, desto größer wird auch die Gefahr für sie. Denn ihre Gegner besitzen sehr sehr viel Macht.

Bis zu diesem Punkt war ich hin und weg von der Geschichte, und las genau das, was ich erwartet und erhofft hatte. Doch mit einem Mal, vielleicht auch schleichend ohne dass ich es bemerkt habe, driftet die Geschichte ab, und wird zu einer Story, die so einfach gestrickt und vorhersehbar ist, dass sie mich regelrecht gelangweilt hat. Die Bedrohungen lösen sich unglaublich schnell auf, alle Gefahren werden gebannt - vor allem auch durch Kyria uuuunglaublichen Mut und ihre waaaahnsinnige Charakterstärke - so dass ich teilweise an einen Jugend-Actionfilm á la "die drei Fragezeichen" denken musste. Nebenbei verändert sich ebenfalls die Liebesgeschichte zwischen den Kyria und Reb so abrupt, dass ich nicht mehr ganz folgen könnte. Ich sags mal so, Reb ist offensichtlich ein bisschen.. gestört... und Kyria ist eine Meisterin darin, Probleme zu verdrängen, doch was da jetzt über die beiden als Paar vermittelt werden soll, bleibt für mich schleierhaft.

Ab diesem Punkt zog sich das Buch wie Kaugummi. Denn sowohl wir als Leser, als auch die Charaktere selbst, wissen schon so gut ab 100 Seiten vor Schluss, wer ihren Vater umgebracht hat, und auch die Motive kann man sich recht leicht zusammen reimen. Wie es mit Kyria und Reb ausgehen wird, kann man sich ja ebenfalls denken, und dennoch wird eine akribische Ermittlungsarbeit geleistet, die mich leider angeödet hat. Alles wird hier noch einmal im Detail zerkaut, wird von allen Seiten beleuchtet und gedreht und gewendet, eh TAMTAMTAM, das große Ende folgt.

Was ich mich jetzt noch Frage ist, ob es noch einen dritten Teil geben wird. Denn das Buch endet komplett "geschlossen", ohne das Fragen bleiben. Aber ich meine gehört oder gelesen zu haben, dass es sich um eine Trilogie handelt. Man darf also gespannt sein, ob und was noch so passiert in La Capital.

Freitag, 5. April 2013

[Rezension] Sebastian Fitzek - Der Nachtwandler

Klappentext:
In seiner Jugend litt Leon Nader an Schlafstörungen. Als Schlafwandler wurde er während seiner nächtlichen Ausflüge sogar gewalttätig und deswegen psychiatrisch behandelt. Eigentlich glaubte er geheilt zu sein - doch eines Tages, Jahre später, verschwindet Leons Frau unter unerklärlichen Umständen aus der gemeinsamen Wohnung. Ist seine Krankheit etwa wieder ausgebrochen? Um zu erfahren, wie er sich im Schlaf verhält, befestigt Leon eine bewegungsaktive Kamera an seiner Stirn – und als er am nächsten Morgen das Video ansieht, macht er eine Entdeckung, die die Grenzen seiner Vorstellungskraft sprengt: Sein nächtliches Ich steigt durch eine ihm völlig unbekannte Tür hinab in die Dunkelheit …

Verlag: Knaur | Seiten: 320| Preis: 9,99€ | Format: Taschenbuch | Genre: Thriller | Spielt in: (irgendwo in) Deutschland | Erscheinungsdatum: März 2013 | ISBN:  978-3426503744

Erster Satz:
"Der Patient war noch keine halbe Stunde auf der Station, und schon machte er Ärger."


tolle, aber beim Lesen leider seeehr unpraktische Aufmachung


Worum geht es:

Noch mitten gefangen in einem Albtraum, aus dem er einfach nicht aufwachen kann,  fällt Leon Nader nur wenige Augenblicke später in einen tatsächlichen, und leider sehr realen Albtraum: Seine Frau kniet vor ihm, hektisch ihre Kleidung einpackend, auf dem Weg die gemeinsame Wohnung fluchtartig zu verlassen. Und aufs schlimmste misshandelt. Leon versteht die Welt nicht mehr, und die letzten Worte seiner Freundin vor dem Verlassen der Wohnung deuten darauf hin, dass er selbst seiner Frau diese Qualen zugefügt hat- ohne das er sich auch nur bruchstückenhaft daran erinnern könnte.
Schnell drängt sich ihm eine Frage auf: Hat er tatsächlich wieder angefangen zu schlafwandeln? Und ist er in dieser Zwischenphase zwischen wach und schlafen zu einer brutalen Bestie geworden? Leons einzige Chance ist sich nachts selbst zu überwachen. Und war er da zu sehen bekommt sprengt die Grenzen seiner Vorstellungskraft.

Meine Meinung: 

Ich bin ein bekennender Fitzek-Fan der ersten Stunde. Bisher habe ich alle seine Bücher gelesen und bis auf eine Ausnahme, waren es für mich auch immer absolute Highlights mit denen mich Sebastian Fitzek faszinieren und fesseln konnte.  Umso gespannter war ich nun auf seinen neusten Roman, der eine Krankheit thematisiert, die ich in Thrillern immer wieder spannend finde.

Damit möchte ich gleich zu einem Kritikpunkt kommen, der sich nicht an das Buch richtet, sondern an all die anderen Rezensenten, deren teilweise vernichtende Rezensionen ich schon gelesen habe: Ganz ehrlich? Wie kann man denn kritisieren, dass das Thema "Schlafwandeln" nur kopiert sei und somit ein Abklatsch von Büchern wie Stigma o.Ä. Das wäre doch genau das gleiche, als würde man alle Bücher über einen Kamm scheren und sagen: "Da verlieben sich 2 Männer in eine Frau, und sie muss sich entscheiden. Alles nur kopiert und schon einmal da gewesen.". Lächerlich. Das Rad lässt sich nunmal nicht komplett neu erfinden, und ich habe viele der beispielhaft angeführten Bücher gelesen, und sehe keine Kopien bereits vorhandener Romane und Thriller in "Der Nachtwandler".

 Mir persönlich hat das Buch unglaublich gut gefallen, und war meiner Meinung nach auch ein ganz typischer Fitzek Roman. Man weiß von Anfang an, dass es nicht so sein kann, wie es scheint, dass es irgendwelche unerwarteten Endungen geben wird, und dennoch war das Ende natürlich trotzdem überraschend. Die ganze Zeit während des Lesens baute sich eine unterschwellige Spannung auf, die mir teilweise echte Schauer über die Rücken gejagt hat. Man konnte sich einfach nicht mehr sicher sein, wem man trauen und was man glauben darf. Leon Nader selbst weiß die Situation ja nicht mehr einzuschätzen, und verwirrt einen als Leser damit noch zusätzlich.
Das Buch lebt einfach viel mehr von der Vorstellungskraft und von dem Verwirrspiel als von Brutalität und Blutvergießen, wird dadurch aber nicht weniger grausam.

Dennoch vergebe ich keine 5 Sterne. Denn was mir das Buch ein klein wenig verdorben hat, war der - in meinen Augen- komplett an den Haaren herbei gezogene Schluss. Hätte man nur das letzte Kapitel vor dem Epilog weggelassen, hätte ich 5 Sterne gegeben. Doch die Aufklärung des Falles durch eine der handelnde Personen (wer das Buch gelesen hat, weiß wen ich meine), fand ich einfach nur unglaubwürdig. Schade, da hätte man durchaus ein besseren Abschluss finden können und schlichtweg ein Kapitel eher aufhören können, mit einem offenen Ende. 







Donnerstag, 4. April 2013

Top Ten Thursday - Buchtitel mit E


Haha, also heute musste ich leider komplett "schummeln". Ich habe nämlich genau 5 Bücher gefunden, deren Titel mit E beginnt, und dann kein "Ein/e/er" ist. Und dann sind die Bücher auch noch alle aus der gleichen Reihe. Hahahaha :D Aber ich hätte niemals gedacht, dass ich wirklich so wenige "echt E's" in meinem Schrank habe. Nunja :D 

bereits gelesen:
 Ein Jahr in San Francisco, von Hanni Bayers
Ein Jahr in New York, von Nadine Sieger
Ein Jahr in Singapur, von Nicola Kaulich-Stollfuß
Enders Spiel, von Orson Scott Card
Erebos, von Ursula Poznanski
Evil, von Jack Ketchum
Ewiglich - Die Sehnsucht, von Brodi Ashton

noch auf meinem SUB:
Eragon, von Christopher Paolini
Ein Jahr in der Provence, von Rita Henß
Ein Jahr in Moskau, von Carmen Eller

[Rezension] Caragh O'Brien - Der Weg der gefallenen Sterne (Bd. 3)

Klappentext:
Die junge Gaia Stone ist Hebamme. Doch in einer zerstörten Welt kann auch sie den verlorenen Kindern nicht mehr helfen, und so trifft Gaia eine schwere Entscheidung. Gemeinsam mit einer Gruppe junger Siedler verlässt sie das Ödland, um zur Stadt hinter der Mauer zurückzukehren und um Hilfe zu bitten. Werden sie die gefährliche Reise überstehen? Und wird sich Gaias Hoffnung auf eine bessere Zukunft endlich erfüllen?

Verlag: Heyne | Format: Hardcover | Seiten: 352 | Preis: 16,99€ | Genre: Dystopie, Jugendbuch | Spielt in: Fantasieland | Erscheinungsdatum: April 2013 | Originaltitel: Promised - Birthmarked 3 | ISBN: 978-3453267435

Erster Satz:
"Gaia legte einen Pfeil ein und spannte den Bogen."




Worum geht es:
Die Reise von Sylum zurück zur Enklave ist lang und beschwerlich. Keiner dachte, dass die große Gruppe von Menschen, die auf ein besseres Leben fernab von zu Hause hofft, so unbeschadet den langen, gefährlichen Weg schaffen würde, doch plötzlich taucht es vor ihnen auf: Der Trockensee, vor den Mauern der Enklave, angrenzend an das ärmliche Dorf Wharfton. 
Doch der Protektor hat nicht vergessen unter welchen Umständen Gaia und Leon fliehen konnten. Und Verzeihen gehört nicht zu seinen Stärken. 
Schnell entbrennt der Kampf ums Wasser, das nur von der Enklave bereit gestellt werden kann. Doch die Verhandlungen gestalten sich schwierig, und Gaia muss Entscheidungen treffen, um über das Leben der Bewohner von Neu Sylum zu zukunftsweisend zu bestimmen. 

Meine Meinung:
Ich sag es mal so: Das Buch war für mich, als riesiger Fan der ersten beiden Bände, eine herbe Enttäuschung. Seit Monaten habe ich auf das Erscheinen des dritten und letzten Bandes hingefiebert, und war mir sicher dass auch dieses Buch mich wieder absolut vom Hocker reißen wird. 
Doch das Finale dieser eigentlich so großartigen Geschichte war schlichtweg enttäuschend. 

Es begann schon damit, dass viele Informationen, die in den vorherigen Bänden vielleicht nur nebensächlich thematisiert wurden, in diesem Buch auch als klar gegeben und selbstverständlich hingestellt wurden. Das ist vielleicht problemlos wenn man die Bücher in kurzen Zeitabständen liest, doch zwischen Band 2 und 3 lagen bei mir eben die 12 Monate des neuen Erscheinungstermins, und vieles konnte ich einfach nicht mehr einordnen oder musste es umständlich im Internet nachlesen. 

Andererseits werden aber Problematiken aus den vorherigen Büchern gar nicht aufgegriffen, und es entsteht eine ganz eigene, neue Geschichte, mit wenig Bezug zum vorherigen Verlauf, aber mit den gleichen Protagonisten. Mir hat dieses Problem, die Gefahr dieses letzten Bandes am wenigsten gefallen. Zwar ist das Wasserproblem elementar für das Überleben der Bewohner von Neu Sylum, aber die Verhandlungen und das Hin&Her zwischen Gaia und dem Protektor ziehen sich wie Kaugummi, obwohl der Leser bereits von vornherein weiß, wie das Buch ausgehen wird. Unerwartete Wendungen bleiben komplett aus.

Bis auf natürlich den "Vorschlag" den Gaia von der Enklave im Austausch für das Wasser enthält. Ich werde nicht spoilern, aber mit dieser dramatischen Wendung hätten wohl die wenigsten gerechnet. Es gibt dem Buch etwas erwachseneres, bedrohliches und hält die Spannung, die sonst eher schwerlich zu finden war. 

Auch gefällt mir die Ausarbeitung einiger Charaktere ganz besonders. Gaia zählt nicht dazu, aber gerade Leon, der Protektor oder auch die vielen Helfer in dem Buch haben einen tollen Beitrag zum Buch geleistet.

Im Endeffekt bewerte ich das Buch mit 3 Sternen. Mich hat das Finale überhaupt nicht zufrieden gestellt, sogar noch eher enttäuscht und ist in meinen Augen leider kein würdiges Ende für diese ansonsten bisher so tolle Trilogie. 
Dennoch ist es kein schlechtes Buch, das trotz einiger Hänger ganz nett ist, und zumindest das Buch auf keine 0/8/15-Art beendet.




Dienstag, 2. April 2013

Buchzitate #6

"Wenn wir uns zum ersten Mal verlieben, sind wir vollkommen ahnungslos. Wir riskieren wesentlich weniger, als wenn wir uns entscheiden, noch einmal zu lieben."
Ally Condie - Cassia & Ky, Die Ankunft (Bd. 3)

"Denn wir finden öfter Antworten in Schönheit, als wir denken."
Ally Condie - Cassia & Ky, Die Ankunft (Bd. 3)

"Vielleicht ist die Vergangenheit ein Anker, der uns zurückhält. Vielleicht muss man sein altes Ich loslassen, um zu werden, wer man eigentlich ist."
Nadine Sieger - Ein Jahr in New York 

"Mit ehrlich verdientem Geld kann man nicht mehr kaufen als mit unehrlichem, aber es ist trotzdem mehr wert."
Jospehine Angelini - Göttlich verliebt

"Dieses Argument fand ich schon immer daneben - dass wir Leute brauchen, die arm sind, damit wir anderen nicht vergessen, dankbar zu sein."
Jospehine Angelini - Göttlich verliebt

"Entscheide womit du auf keinen Fall leben kannst, und tu das Gegenteil."
Jospehine Angelini - Göttlich verliebt

"Die Franzosen nennen es la petite mort. [...] Was man empfindet, wenn man jemanden liebt und sich dann aus seinen Armen löst. Das nennen sie den kleinen Tod."
Rachel Cohn - BETA