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Mittwoch, 18. April 2012

[Rezension] Antonia Michaelis - Der Märchenerzähler

Klappentext:
Abel Tannatek ist ein Außenseiter, ein Schulschwänzer und Drogendealer. Wider besseres Wissen verliebt Anna sich rettungslos in ihn. Denn es gibt noch einen anderen Abel: den sanften, traurigen Jungen, der für seine Schwester sorgt und der ein Märchen erzählt, das Anna tief berührt. Doch die Grenzen zwischen Realität und Fantasie verschwimmen. Was, wenn das Märchen gar kein Märchen ist, sondern grausame Wirklichkeit? Was, wenn Annas schlimmste Befürchtungen wahr werden?

Verlag: Oetinger | Preis: 16,95€ | Seiten: 446 | Altersempfelung: ab 14 | Format: Hardcover | ISBN: 978-3789142895
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Worum geht es:
Zu tun hatte sie mit ihm noch nichts. Eigentlich hatte Anna noch nie etwas zu tun, mit Leuten wie ihm, Leuten wie Tannatek, dem "polnischen Kurzwarenhändler", der auf dem Schulhof bei den Fahrradständern steht, stets die Hände in den Taschen, Kopfhörer in den Ohren und der irgendwie auch ein bisschen unheimlich ist. Keiner hat eigentlich viel mit ihm zu tun, außer eben dass, wofür man Abel Tannatek kennt. 
Doch als sie unter dem Sofa im Aufenthaltsraum ihrer Schule eine Puppe findet, die Abels angeblicher Schwester gehören soll, wird sie auf ihn aufmerksam. Mehr noch, er fasziniert sie, macht ihr aber auch Angst. 
Nach der Schule fährt sie ihm hinterher, warum weiß sie eigentlich nicht, und belauscht seine Gespräche. Belauscht das Märchen, dass er seiner kleinen Schwester erzählt.

Meine Meinung: 
Schwierig. Ich finde es wirklich unheimlich schwierig, mich bei dieser Rezension auf eine Bewertung festzulegen. Denn einerseits habe ich etwas ganz anderes erwartet, andererseits hat es mich überrascht. Einerseits gefiel mir der Schreibstil, diese von Grund auf melancholische Stimmung des Buches, andererseits lehne ich die Botschaft, die dieses Buch -ein Jugendbuch für Kinder ab 14 - grundlegend ab.

Aber mal der Reihe nach. Anfänglich war ich etwas irritiert, hatte ich mir darunter, vom Klappentext her, eine vollkommen andere Geschichte vorgestellt. Was mich aber erwartet, war ein Buch, mit traurigen Protagonisten, einer depressiven Grundstimmung und einer erschreckenden Handlung. Dennoch ließ es sich flüssig lesen, war spannend, und obwohl ich irgendwie bedrückt war beim Lesen, hat es mich fasziniert. 

In den Mittelpunkt gestellt wird ein junger Mann, von der Gesellschaft quasi verstoßen, der für das Glück seiner Schwester und für sich kämpft. Und ein Mädchen, dass so unglaublich naiv und altruistisch ist, bis hin zur völligen Selbstaufgabe, dass ich sie einfach, und ja ich muss es so sagen, fast schon verabscheut habe. 

Allerdings, und das finde ich absolut indiskutabel, thematisiert das Buch ein Thema, welches meiner Meinung nach nicht in ein Jugendbuch gehört. Außer lauter vermeintlicher Liebe (im Prinzip kennen sich die beiden nämlich absolut nicht), akzeptiert Anna Gewalt. Auch sexuelle Gewalt. Und als Krönung der ganzen Sache, verharmlost das Buch, diese Thematik auch noch auf die extremste Art und Weise. Frei nach dem Motto: Wenn man jemanden wirklich liebt, darf derjenige mit einem selbst und anderen alles machen. In meinen Augen eine katastrophale Botschaft für eventuelle junge Menschen, die das Buch lesen. 
Außerdem wird Abels Umfeld so schrecklich klischeehaft dargestellt: Er ist arm, lebt in einem Plattenbau, in dem auch sonst ausschließlich asoziale und Penner leben, die ihm ALLE nur böses wollen, wo hingegen Anna in einer tollen Wohnung, mit (natürlich) bedingungslos liebenden Eltern, einem Klavier und Bildung lebt. 
Alles klar. Schließlich gibt es nur schwarz und weiß. Und Abel, der ist beides.

Mittwoch, 4. April 2012

[Rezension] Cornelia Funke - Tintentod

Klappentext
Es sind erst wenige Wochen vergangen, seit die Weißen Frauen Staubfinger mit sich genommen haben. Meggie und ihre Eltern leben auf einem verlassenen Hof in den Hügeln östlich von Ombra. An diesem friedlichen Ort lässt sich fast vergessen, was auf der Nachtburg geschehen ist. Doch in der Dunkelheit, wenn Meggie am Fenster steht und auf Farid wartet, hört sie den Eichelhäher schreien. Und dann verschwindet ihr Vater mit dem Schwarzen Prinzen und dem Starken Mann im Wald, denn es muss alles getan werden, damit die Schatten über Ombra weichen … 

Verlag: Dressler / Oetinger | Seiten: 768 | Format: Hardcover | Preis: 22,95€ | ISBN: 978-3791504766
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Worum geht es:
Noch immer sind Meggie, Mo und Resa in der Tintenwelt verschwunden. Und noch immer ist Elinor in der "wirklichen Welt" gefangen, und vermisst ihre Lieben unbeschreiblich stark. Doch Gott sei Dank ist sie unwissend, was in der Tintenwelt tatsächlich vor sich geht:
Staubfinger wurde von den weißen Frauen mitgenommen, als Pfand für Farid, und verlässt somit eine Welt, die an Schrecken kaum noch zu überbieten ist. Der Natternkopf herrscht nun über die Tintenwelt, versetzt sie in Angst und Schrecken, und sein Schwager terrorisiert Ombra. Oder zumindest die, die noch übrig sind, denn dort gibt es beinahe nur noch Witwen und Kinder, die die dem Krieg zwischen dem Schattenfürsten und Ombra nicht zum Opfer fielen.
 Einziger Hoffnungsschimmer für die Bewohner sind die Räuber, mit dem Eichenhäher an ihrer Spitze. Doch als dieser wegen ein paar Bücher in eine Falle tappt, merken alle, dass die Situation gefährlich ist, wie nie zuvor.


Meine Meinung:
Ich habe sehr große Erwartungen an dieses Buch gehabt: Der erste Band war absolut fulminant, und auch der zweite Teil hat mir sehr gut gefallen. Dem entsprechend habe ich ein Buch erwartet, dass für die Trilogie zu einem würdigen und ebenso glänzenden Abschluss bringen würde. Diese Hoffnungen wurden etwas entäuscht, denn an seine beiden Vorgänger reicht das Buch nicht heran, auch wenn es noch immer ein sehr toller Roman ist.

Aber aus dem Märchen, aus dem Zauberwald und der Tintenwelt ist eigentlich nicht mehr geworden, als eine Räubergeschichte, mit einer sich ewig hinziehenden Handlung, mit unsympathischen Hauptcharakteren und Wendungen und Abenteuern, bei denen der Leser ja ohnehin weiß, dass das gut ausgehen wird. 
Für meinen Geschmack waren das nun deutlich zu viele Szenen, in denen Meggie, Mo, Resa, Staubfinger oder sonst jemand in fuuuurchtbare Gefahr gerät, und letzter Sekunde gerettet werden kann. Denn die Guten haben immer Glück.. Langweilig!

Auch ist aus dem Kinderbuch Tintenherz jetzt ein doch schon ziemlich vor Gewalt strotzendes Buch geworden, dass für 10-12 jährige meiner Meinung nach nicht geeignet ist. Ständig werden Leute niedergemetzelt, ohne schlechtes Gewissen, schließlich gibt es in Tintentod nur noch gut oder böse. Probleme die auftauchen, oder Handlungen die ungereimt sind, werden gelöst, durch Hexsprüche natürlich, denn offensichtlich ist jetzt alles möglich. 

Fazit: Ein immer noch schönes Buch, aber nur ein Schatten der eigentlichen Geschichte.


Freitag, 16. Dezember 2011

Brodi Ashton - Ewiglich, die Sehnsucht

Klappentext:
Jack ist Nikkis große Liebe. Eine Liebe, die sie durch die Finsternis der Unterwelt getragen hat. Endlich, nach hundert Jahren der Sehnsucht, kehrt Nikki zurück. Doch ihr bleibt nur ein halbes Jahr Ihre Freunde und ihr Vater glauben, dass sie einfach abgehauen war, doch in Wirklichkeit hat der Rockmusiker Cole sie mit in die Unterwelt genommen. Cole ist ein Unsterblicher, der sich von den Gefühlen der Menschen ernährt Nur Nikkis Liebe zu Jack hat sie davor bewahrt zu sterben und ihr ermöglicht, auf die Erde zurückzukehren. Cole, mit dem sie ein seltsam enges Band verbindet, bedrängt sie, mit ihm gemeinsam in der Unterwelt zu herrschen. Doch Jack, der Nikki niemals wieder verlieren möchte, riskiert alles für sie Große Gefühle, verzweifelte Hoffnung

Das Buch ist im Oetinger Verlag erschienen (erhältlich ab Januar 2012), hat 320 Seiten und kostet 17,99€
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Worum geht es:
Als Nikki erwacht hat sie keine Erinnerungen mehr an ihr früheres Leben. Nur das Bild eines Jungen schwebt ihr noch vor Augen, dass sie die ganze Zeit über nicht vergessen hat. Nur der Name fällt ihr nicht mehr ein. Sie ist jetzt im Ewigseits, und dass sie überhaupt noch eine Erinnerung hat grenzt an ein Wunder. Doch genau dieser Junge ist es, der sie zurück an die Oberwelt treibt. Cole ist dagegen. Cole, von dem die Trennung so schmerzhaft war, und der sie vor ihrem Schmerz beschützt. Cole der ein Ewiglicher ist, und alles daran setzt Nikki im Ewigseits zu behalten. Doch sie kehrt zurück in die Oberwelt. Für genau 6 Monate, denn danach kommen sie die Schatten holen. Also setzt sie alles daran, die Zeit dieses Mal zu nutzen und sich richtig zu verabschieden.

Meine Meinung:
Erst mal der negative Punkt. Das ist der Auftakt zu einer neuen Triologie und der zweite Teil wird erst im Frühjahr 2013 rauskommen. Das sind noch 1,5 Jahre, und da das Ende viel Raum für Spekulation bietet, finde ich diesen Zeitraum schlicht zu lang. Die Geschichte steht zwar für sich alleine, ist aber unbeendet irgendwie.

Nun aber das positive: WAHNSINN. Absoluter Wahnsinn. Wer die Tribute von Panem oder die Biss-Reihe mochte, wird dieses Buch hier auch lieben. Es strotzt nur so vor Kraft, Liebe und leider auch Hoffnungslosigkeit. Denn wir wissen leider schon von Anfang an, dass es für Jack und Nikki kein Happy Ende geben kann. Dir Frage ist dabei nur, wie gehen sie damit um. Oder entscheidet sich Nikki doch noch für Cole?
Am  liebsten hätte ich mit dem Ende angefangen, weil ich wissen wollte wie sie es meistern. Ob sie es meistern, und dass es doch bitte nicht so ausgehen soll, wie es sich andeutet. 
Es ist dabei ein ständiger Wechsel zwischen dem Jetzt und der Vergangenheit von Nikki, und jedes Mal ist das Kapitel unterteilt in "Noch ... Tage". Und danach kommen die Tunnel. Aaaah. Da will man einfach nur selbst Seiten einfügen, damit Nikki die Zeit nicht so zwischen die Fingern zerrinnt, und sie anschreien und schütteln, das sie was tut!

Die Liebesgeschichte zwischen den beiden ist auch unheimlich tief, ohne unglaubwürdig oder kitschig zu werden. Und Himmel, ich möchte bitte Jack Caputo kennen lernen!


Sonntag, 11. Dezember 2011

F.E. Higgins - Das schwarze Buch der Geheimnisse

Klappentext:
Auf der Flucht vor seiner Vergangenheit rast Ludlow durch die Nacht, als blinder Passagier an eine Kutsche geklammert. Schließlich wird der Junge Lehrling beim Pfandleiher Joe Zabbidou, der einen besonderen Handel treibt: Er kauft Geheimnisse und trägt sie in sein schwarzes Buch ein. Aber die Dorfbewohner wollen nicht nur ihr Gewissen erleichtern, sondern sehen in Joe den Retter, der sie von dem grausamen Grundbesitzer Ratchet befreit. Bald reicht es ihnen nicht mehr, ihre Schuld zu verkaufen, und sie erwarten mehr von Joe. Doch auch Ludlow verbirgt ein Geheimnis. Das Netz um die beiden zieht sich immer enger zusammen …  

Das Buch ist im Oetinger Verlag erschienen, hat 288 Seiten und kostet als broschierte Ausgabe 7,95€
Das Buch könnt ihr z.B. *hier* bei Amazon kaufen

 

Worum geht es:
Ludlow wächst als Taschendieb irgendwo in England, in irgendeiner Stadt, irgendwann in der Vergangenheit auf, und wie das eben so ist, dreht sich sein Leben nur darum Geld zu klauen. Er stellt das so auch erst einmal nicht in Frage. Erst als seine Eltern ihn heimtückisch an den Zahnarzt verkaufen, beschließt der Junge zu fliehen, und landet schließlich in dem kleinen verlassenen Bergdorf Pagus Parvus. 
Er findet Unterschlupf bei einem Mann, der sich selbst Geheimnis- Pfandleiher nennt, und Ludlow in die Lehre nimmt. Fortan schreibt er all die schlimmen Geheimnisse der Dorfbewohner auf, die sich in das Pfandleihaus von Joe von Ludlow verirren, und gerät so in ein Durcheinander von Schuld und Scham.

Meine Meinung:
Die ganze Zeit während des Lesens, ging mir nur ein Gedanke durch den Kopf: Würde dieses Buch verflimt werden, MÜSSTE Johnny Depp die Rolle des Pfandleihers übernehmen. Jemand der besser passt, kann ich mir nicht vorstellen!
Die Geschichte an sich erinnert mich auch irgendwie an Sweeny Todd, wenn auch die Geschichte davon abweicht. Es ist ein Buch mit einer schönen Story, aber leider ist es auch sehr kurzweilig. Ich glaube nicht, dass mir die Handlung allzu lange im Gedächtnis bleiben wird, allein schon deswegen weil sämtliche Handlungen vorhersehbar sind. Aber die Geheimnisse der Dorfbewohner die ans Licht kommen, fetzen :D Da läuft einem quasi so ein wohliger Schauer den Rücken runter, wenn man liest was für Leichen der Fleischer, der Totengräber und die Buchhändlerin im Keller haben ;) 

Schöne Geschichte, aber etwas flach


Cornelia Funke - Tintenblut

Wer den ersten Teil noch nicht gelesen hat, und das vor hat, sollte die Rezension vielleicht nicht lesen. Eventuell verate ich Sachen die euch dann die Freude am Lesen nehmen könnten.

Klappentext:
Eigentlich könnte alles so friedlich sein. Doch der Zauber von "Tintenherz" lässt Meggie nicht los. Und eines Tages ist es so weit: Gemeinsam mit Farid geht Meggie in die Tintenwelt, denn sie will den Weglosen Wald sehen, den Speckfürsten, den Schönen Cosimo, den Schwarzen Prinzen und seine Bären. Sie möchte die Feen treffen und natürlich Fenoglio, der sie später zurückschreiben soll. Vor allem aber will sie Staubfinger warnen, denn auch der grausame Basta ist nicht weit … 

Das Buch als broschierte Ausgabe ist im Oetinger Verlag erschienen, hat 736 Seiten und kostet 12,00€
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Worum geht es:
Staubfinger ist nach wie vor ziemlich unglücklich in unserer Welt, und versucht verzweifelt zurück in die Tintenwelt zu kommen, aber auch Meggie verfolgt diesen Plan heimlich seitdem ihre Mutter Resa ihr ganz zum Leidwesen von Papa Mo immer mehr schöne Geschichten über diese verzauberte Welt erzählt.
Also versucht sie es, und tatsächlich schaffen Meggie, Farid und Staubfinger es, in die Tintenwelt zu kommen.
Doch dort ist die Geschichte so gar nicht mehr so, wie ihr Erfinder Fenoglio sie geschaffen hat.

Meine Meinung:
Nachdem ich Tintenherz gelesen hatte, war ich mir sicher dass es so schnell kein Buch geben wird, das mich mehr verzaubern könnte. Und der Nachfolger hat genau das geschafft. Es ist einfach noch märchenhafter, noch phantastischer und schöner, dass ich auch so gerne wenigstens mal für kurz mit Meggie in die Tintenwelt will. Allerdings hat das Buch eine ziemliche Entwicklung gemacht. Es ist blutiger, teilweise sogar ziemlich grausam ( zur Erinnerung: das Buch ist ab 12.. aber das sind die Harry Potter Filme auch, und die sind auch nicht gerade unschrecklich) und hat den puren Abenteuercharakter gegen ein Märchen mit Abenteuern getauscht. 

Die 700 Seiten vergingen so schnell, und je näher das Ende rückte um so weniger wollte ich weiterlesen. Ich wollte nicht, dass es aufhört, und leider hört es auch so auf, dass ich den nächsten Teil BRAUCHE :D 

Es ist tatsächlich das schönste Buch das ich gelesen habe in diesem Jahr, und vielleicht sogar noch darüber hinaus ♥


Cornelia Funke - Tintenherz

Klappentext:
In einer stürmischen Nacht taucht ein unheimlicher Gast bei Meggie und ihrem Vater Mo auf. Er warnt ihren Vater vor einem Mann namens Capricorn. Am nächsten Morgen reist Mo überstürzt mit Meggie zu ihrer Tante Elinor ... Elinor verfügt über die kostbarste Bibliothek, die Meggie je gesehen hat. Hier versteckt Mo das Buch, um das sich alles dreht. Ein Buch, das Mo vor vielen Jahren zum letzten Mal gelesen hat und das jetzt in den Mittelpunkt eines unglaublichen, magischen und atemberaubenden Abenteuers rückt - eines Abenteuers, in dessen Verlauf Meggie nicht nur das Geheimnis um Zauberzunge und Capricorn löst, sondern auch selbst in große Gefahr gerät.

Das Buch ist im Oetinger Verlag erschienen, hat 567 Seiten und kostet 9,95€.
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Worum geht es?
Meggie lebt mit ihrem Vater Mo zusammen, nachdem ihre Mutter vor einigen Jahren verschwand. Eines Nachts aber bekommen die beiden Besuch von einem mysteriösem Mann der sich Staubfinger und ihren Papa Zauberzunge nennt. Alles deutet darauf hin, dass das was Staubfinger Mo sagt nichts gutes heißen kann, und nur wenig später brechen Meggie und Vater Hals über Kopf auf, um der Tante ihrer Mutter Elinor zu helfen. Diese besitzt unzählige Bücher, und Mo bittet Elinor ein einziges, für ihn sehr wertvolles Buch zu verstecken. Jedoch wird bei einem Einbruch in Elinors Haus genau nur dieses eine Buch gestohlen, und für alle 4 beginnt ein Abenteuer von unbegreiflichen Ausmaß.

Meine Meinung:
Ich habe das Buch ehrlich gesagt wegen der guten Kritiken gekauft, und war anfänglich etwas skeptisch ob mir ein Buch, dass für 12-14 jährige angedacht ist, gefallen würde. Und ja, das hat es. Und wie. Ich kann mich nicht erinnern jemals ein schöneres Märchen, ein fantastischeres Abenteuer oder eine phantasievollere Geschichte gelesen zu haben. Das Buch reist einen mit, verzaubert einen, ist an keiner Stelle langatmig oder langweilig. Sie ist voll von einer Welt, die man sich nicht vorstellen kann die man aber gerne kennenlernen würde. Man lernt die Figuren lieben, ich wüsste auf Anhieb nicht mal wen ich am liebsten hatte, egal von den Guten oder den Bösen oder welche Stelle meine liebste war.

Außerdem finde ich viele Sätze in dem Buch über Bücher, über Menschlichkeit oder einige Zitate die zu Beginn jeden Kapitels stehen so schön, dass ich sie mir am liebsten rausgeschrieben hätte.

Das Buch ist wirklich wahnsinnig schön, und ist absolut nicht nur für Kinder geeignet. 


Suzanne Collins - Die Tribute von Panem - Flammender Zorn

Klappentext:
Möge das Gute siegen! Möge die Liebe siegen! Das grandiose Finale! Katniss gegen das Kapitol! Schwer verletzt wurde Katniss von den Rebellen befreit und in Distrikt 13 gebracht. Doch ihre einzige Sorge gilt Peeta, der dem Kapitol in die Hände gefallen ist. Die Regierung setzt alle daran, seinen Willen zu brechen, um ihn als Waffe gegen die Rebellen einsetzen zu können. Gale hingegen kämpft weiterhin an der Seite der Aufständischen, und das, zu Katniss' Schrecken, ohne Rücksicht auf Verluste. Als sie merkt, dass auch die Rebellen versuchen, sie für ihre Ziele zu missbrauchen, wird ihr klar, dass sie alle nur Figuren in einem perfiden Spiel sind. Es scheint ihr fast unmöglich, die zu schützen, die sie liebt. 

Erschienen ist es im Oetinger Verlag, kostet 18,95€ als HardCover und hat 430 Seiten.
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Ich finde den dritten Teil leider nicht so wirklich gelungen. Die ganze Zeit über hat man den Eindruck als stünde die Autorin beim Schreiben unter mächtigem Zeitdruck, und schreibt so Dinge, die nicht nur überflüssig, sondern auch sinnlos sind.
Das ganze Buch ist eine Aneinanderreihung von Gewalt- und Gräueltaten die den Bewohnern Panems und ganz besonders den Rebellen angetan werden. Natürlich, das Land befindet sich im Krieg, aber wenn man bedenkt, dass es sich hierbei eigentlich um ein Kinderbuch handeln sollte, sind die Schilderungen von Massenhinrichtungen, Amputationen und ähnlichem sehr grenzwertig. Pro- und Antagonisten sterben ohne wirklichen Grund für die weiterführende Handlung; Bisher wichtige Personen scheiden sang und klanglos aus dem Buch aus, ohne dass der Leser erfährt, was mit ihnen passiert; Und Katniss, das bisher tapfere 16jährige Mädchen, dass sich opferte um die kleine Schwester zu retten, wird im 3. Teil als egoistische, grausame Person dargestellt.
Am meisten enttäuscht hat mich aber das Ende. Nachdem etliche wichtige Personen um Katniss auf den letzten 40 Seiten sterben müssen endet die Geschichte. Es folgt ein Epilog frei nach dem Motto "Und so lebten glücklich bis in alle Ewigkeit..."

Ich finde das dritte Buch sehr enttäuschend, und es wird in keinster Weise den vorherigen beiden Teilen gerecht. Sehr sehr schade :(


Suzanne Collins - Die Tribute von Panem - Gefährliche Liebe

Ich hatte den ersten Teil von die Tribute von Panem noch nicht einmal ausgelesen, da war ich auch schon in der Buchhandlung um mir den zweiten Teil zu kaufen. Stolze 17€ für ein Buch mit gerade einmal knapp über 400 Seiten- aber na gut, ist eben ein Hard Cover. Die mag ich ja eigentlich überhaupt nicht so gerne, weil ich meine Bücher ganz einfach immer überall mit herumtrage, um zwischendurch zu lesen. Im Bücherregal sind sie dann aber wieder ganz hübsch :D

Klappentext:
Spürst du, was sie wirklich fühlt?

Seitdem Katniss und Peeta sich geweigert haben, einander in der Arena zu töten, werden sie vom Kapitol als Liebespaar durch das ganze Land geschickt. Doch da ist auch noch Gale, der Jugendfreund von Katniss. Und mit einem Mal weiß sie nicht mehr, was sie wirklich fühlt oder fühlen darf. Als immer mehr Menschen in ihr und Peeta ein Symbol des Widerstands sehen, geraten sie alle in große Gefahr. Und Katniss muss sich entscheiden zwischen Peeta und Gale, zwischen Freiheit und Sicherheit, zwischen Leben und Tod ... 


Erschienen ist es im Oetiner Verlag, kostet 17,95€ als gebundene Ausgabe und hat 431 Seiten. 
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Der zweite Teil beginnt nur wenige Monate nachdem Peeta und Katniss als Überlebende von den Hungerspielen zurück gekommen sind. Die Zeiten von Armut und Not scheinen überwunden zu sein, denn jetzt genießen sie beide ein Leben im Dorf der Sieger, und können gleichzeitig noch ihre Familien und Freunde finanziell unterstützen. Alles könnte so weiter verlaufen, aber als sich der Tag der Auswahl zu den neuen Hungerspielen nährt, taucht plötzlich Präsident Snow auf, und macht Katniss höchstpersönlich dafür verantwortlich, dass sie der Auslöser der allmählich aufkommenden Widerstände gegen das Kapitol sei. Sie allein trage die Schuld, weil sie es war die dafür sorgte, dass es 2 Überlebende gab. Peeta hingegen sei nur das Opfer ihre angeblich inszenierten Liebe.
Wenig später, zum 75. Jahrestag der Spiele wird bekannt gegeben, dass die Teilnehmer dieses Mal aus den Siegern der letzten Jahre ausgelost werden. Diese sind zum Teil schon Greise, und zu allem Überfluss ist Katniss die einzige SiegerIN aus Distrikt 12…

Genau wie Teil 1 ist auch das Buch unheimlich fesselnd. Einmal angefangen, ist es schwer es wieder aus der Hand zu legen, zumal man nun schon mit den Charakteren besser vertraut ist. Außerdem ist nun von vorne herein klar, dass das Kapitol es nicht zulassen wird, das wieder mehr als einer gewinnt. Auch der Ort der Hungerspiele ist unheimlich spannend und bietet einiges an Gefahren. Was mir persönlich dieses Mal jedoch nicht ganz so gut gefallen hat, ist die Tatsache das nun fast kaum auf Prim, Gale und Kats Mutter eingegangen wird, die anfänglich die Handlung ja entscheidend mitbestimmten.
Trotzdem ist das Buch einfach nur der Hammer!
5 von 5 Sternen

Freitag, 9. Dezember 2011

Suzanne Collins - Die Tribute von Panem - Tödliche Spiele

Eigentlich mag ich es überhaupt nicht, Bücher zu lesen die bis ins Unermessliche gehyped werden- so war es bei Harry Potter, und so war es auch bei Twilight. Dort fand ich es besonders schlimm, weil ich den ersten Teil gelesen habe, als er noch meilenweit von den Bestsellerlisten entfernt war, und war dann super angenervt von  dem ganzen Trubel drumherum. Vor allem den Film finde ich grottenschlecht, ganz besonders im direkten Vergleich zum Buch :/

Deshalb wollte ich eigentlich auch gar nicht die Tribute von Panem lesen- wieder so ein Buch, dass Massen von 13jährigen lesen, das verfilmt werden soll, und das jeder ja so liebt... Aber an alle 13jährigen sei gesagt: Ich finde nicht, dass das ein Jugendbuch ist, so wie es ausgeschrieben ist:

Klappentext:
Überwältigend! Von der Macht der Liebe in grausamer Zeit ... Nordamerika existiert nicht mehr. Kriege und Naturkatastrophen haben das Land zerstört. Aus den Trümmern ist Panem entstanden, geführt von einer unerbittlichen Regierung. Alljährlich finden grausame Spiele statt, bei denen nur ein Einziger überleben darf. Als die sechzehnjährige Katniss erfährt, dass ihre kleine Schwester ausgelost wurde, meldet sie sich an ihrer Stelle und nimmt Seite an Seite mit dem gleichaltrigen Peeta den Kampf auf. Wider alle Regeln rettet er ihr das Leben. Katniss beginnt zu zweifeln - was empfindet sie für Peeta? Und kann wirklich nur einer von ihnen überleben? Eine faszinierende Gesellschaftsutopie über eine unsterbliche Liebe und tödliche Gefahren, hinreißend gefühlvoll und super spannend.


Es ist im Oetinger Verlag erschienen, kostet 17,90€ als HardCover und hat 414 Seiten

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Der Kontinent Nordeuropa existiert so wie wir ihn kennen nicht mehr. An seiner Stelle ist ein Land getreten, dass sich Panem nennt und in 12 Distrikte eingeteilt ist. Eigentlich gab es mal 13, aber nachdem die Leute begonnen hatten sich zu wehren, wurde dieser 13. Distrikt mit äußerster Brutalität dem Erdboden gleich gemacht, und ist seitdem nur mehr ein weißer Fleck auf der Landkarte.

Um die Bürger Panems daran zu erinnern, dass sich besser niemand gegen das Kapitol erheben sollte, und um den Bürgern eine Art perverse Unterhaltungsshow zu bieten,  müssen jedes Jahr aus jedem Distrikt ein Junge und ein Mädchen im Alter von 12-18 zu den so genannten Hungerspielen antreten. Distrikte in denen das Leben blüht, bringt Freiwillige hervor, die ihr ganzes Leben nur darauf warten, Teil dieses Spieles zu sein. In 11. Distrikt, einem der ärmsten- in dem auch die Protagonisten Katniss und ihre kleine Schwester Prim leben, ist es quasi der sichere Tod. Ziel des Spieles ist es nämlich, dass nur ein einziges Kind überleben darf- indem es die anderen Kinder tötet. Zur Belustigung der Einwohner Panems.

Als die 12jährige Prim ausgelost wird, an den Hungerspielen teilzunehmen, meldet sich Katniss freiwillig um ihrer Schwester das Leben zu retten, und nimmt so mit Peeta, dem ausgelosten Jungen, an den Spielen teil- in dem Wissen: Nur einer darf überleben!

Das Buch ist ABSOLUT fesselnd. Ich habe die knapp 500 Seiten in einem Tag und einer Nacht durchgelesen, weil ich einfach nicht mehr aufhören konnte zu lesen. Allerdings bin ich absolut dagegen, dieses Buch als Jugendbuch einzustufen. Es ist wirklich sehr gesellschafts- und medienkritisch und vor allem aber blutig. Kinder werden von Kindern ermordet, ohne das dabei auf die Details verzichtet wird. Ich habe glaube ich auch selten so oft Tränen in den Augen gehabt, wie bei diesem Buch. 

Es ist eben alles nicht wirklich unreal. Die Medien kontrollieren mehr oder weniger die Gesellschaft, was stark an die Vorgehensweise des 3. Reichs erinnert, und außerdem wird darauf aufmerksam gemacht, wie blind wir Menschen aus den Industriestaaten gegenüber ärmeren Regionen, oder eben Distrikten, sind.

Ich kann dieses Buch uneingeschränkt weiterempfehlen!
5 von 5 Sternen