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Donnerstag, 8. Mai 2014

Brigitte Riebe - Feuer und Glas, Die Verschwörung #2

Klappentext:
Schöner, magischer und gefährlicher kann die erste Liebe nicht sein!
Konstantinopel im Jahr 1509: Milla, das Mädchen, das über die Kräfte des Feuers gebietet, und Luca, der Junge, dessen Familie zu den Wasserleuten gehört, suchen in der sagenumwobenen Stadt am Bosporus Millas Vater Leandro. Doch als sie ihn endlich finden, kann er sich an nichts erinnern. Nicht an sein früheres Leben und nicht an Milla. Milla ahnt, dass sie selbst und ihre Liebe zu Luca in höchster Gefahr sind, wenn es ihr nicht gelingt, das dunkle Geheimnis um Leandro zu lüften…

Verlag: Heyne | Seiten: 384 | Preis: 16,99€ | Format: Harcover | Genre: Fantasy, Historischer Roman, Jugendbuch | Spielt in: Konstantinopel (heutiges Istanbul) | Erscheinungsdatum: April 2014 | ISBN: 978-3453267398



Worum geht es:
Noch immer konnten Milla, Luca und Co. nicht heraus finden, wo sich Leandro Cessi - der Feuerkopf von Murano und Millas Vater - befindet, und folgen nun ihrer heißesten Spur: Von Venedig nach Konstantinopel. Der Padishah soll ihn in seinem Palast gefangen halten, um ihm das Geheimnis der gläsernen Gondel der Wahrheit zu entlocken. Schon bald gelingt es Milla und Luca mit Hilfe von einheimischen Verbündeten in die Mauern des Palastes einzudringen - doch Leandro ist nicht mehr so, wie Milla ihn in ihrer Erinnerung hatte. Und auch das verbotene Zusammenspiel von ihren Feuer- und Lucas Wasserkräften scheint immer mehr aus dem Gleichgewicht zu geraten...

Meine Meinung:
Da ich von Band 1 nicht noch wahnsinnig stark überzeugt war, war ich nun umso gespannter auf das Erscheinen des zweiten Bandes. Denn schon oft habe ich es erlebt, dass Trilogien oder Reihen relativ mühselig beginnen, sich aber zu immer spannenderen Geschichten entwickeln.
Leider war mir die Geschichte des ersten Bandes nicht mehr vollkommen präsent, immerhin sind mittlerweile ZWEI Jahre verstrichen, seit der erste Teil erschien. In meinen Augen schon einmal ein völliges No-Go. Wenn sich Autoren schon dazu entschließen eine Geschichte so zu beenden, dass man den zweiten Teil lesen muss, und ihre Geschichten generell - des großen neuen Hypes wegen - aufteilen, dann erwarte ich als Leser einfach, nicht jahrelang auf eine Fortsetzung warten zu müssen. 
Und trotz dieser vergangenen Zeit, gab es im zweiten Buch nun auch keine weiteren Rückblenden. Ich hatte den Storyverlauf nicht mehr komplett im Kopf, und musste mir dann selbst aus Rezensionen zusammenstückeln, worum es noch einmal ganz genau ging. Sehr schade.
Leider konnte mich die Geschichte aber auch sonst nicht überzeugen: Sie bleibt fortlaufend absolut flach, langweilig und ohne Spannung, plätschert also nur vor sich hin, und spätestens ab Seite 20 kann man genau sagen, wie das Buch ausgehen wird.
Der fehlende Spannungsbogen mag zum einen daran liegen, dass in der Geschichte IMMER auf jede Aktion sofort eine Reaktion folgt, die furchtbar simpel und unglaubwürdig ist. Für jedes Problem wird innerhalb weniger Seiten eine Lösung gefunden, und natürlich kommen alle Beteiligten IMMER nahezu unversehrt aus der Sache raus. Mich hat das einfach nur extrem gestört und mir jegliche Lust am Lesen genommen.
Viel schlimmer habe ich aber noch die Sprache empfunden: Der Ausdruck und die Satzkonstruktionen erinnern mehr an eine Geschichte, die für 11-jährige geschrieben wurde, als an ein richtiges Jugendbuch. Genau wie die Handlung, ist auch die Sprache und der Ausdruck absolut flach und simpel.

Für mich ist das Buch leider eine totale Enttäuschung, auf die ich gut hätte verzichten können. Ich hab mich sehr auf diese Fortsetzung gefreut, aber überzeugt hat sie mich absolut nicht. Wer allerdings ein Buch für jüngere Jugendliche sucht, die gerne mal historische Orte "bereisen" möchten, sollte dem Buch eine Chance geben. 




Samstag, 12. April 2014

Kai Meyer - Phantasmen (+ VIDEOREZI)

Klappentext:
Eines Tages tauchten sie aus dem Nichts auf - die Geister der Toten. Millionen auf der ganzen Welt, und stündlich werden es mehr. Sie stehen da, bewegungslos, leuchtend, ungefährlich. An der Absturzstelle eines Flugzeugs, mitten in Europas einziger Wüste, warten zwei junge Frauen auf die Geister ihrer verunglückten Eltern. Rain hofft, die Begegnung wird ihrer jüngeren Schwester Emma helfen, Abschied zu nehmen. Auch Tyler, ein schweigsamer Norweger, ist auf seinem Motorrad nach Spanien gekommen, um ein letztes Mal seine große Liebe Flavie zu sehen. Dann erscheinen die Geister. Doch diesmal lächeln sie. Und es ist ein böses Lächeln.

Verlag: Carlsen | Seiten: 400 | Preis: 19,90€ | Genre: Fantasy | Spielt in: Spanien, Tabernas Wüste | Erscheinungstermin: März 2014 | ISBN: 978-3551582928



Worum geht es:
Rain und Emma sind Geschwister und Waise. Vor drei Jahren starben ihre Eltern bei einem Flugzeugabsturz und ließen die beiden jungen Mädchen bei ihren Großeltern aufwachsen, doch die Sehnsucht nach den eigenen Eltern - die nie so viel Zeit für die eigenen Kinder hatten, wie für fremde Kinder - ist nach wie vor riesig. Also beschließen die Mädchen, die Geister ihrer Eltern zu "besuchen". Denn seit einiger Zeit, de, sogenannten Tag Null, tauchen überall auf der Welt Geister von Verstorbenen auf. Geister, die optisch genau ihrer lebendigen Version entsprechen, aber strahlend hell leuchten und die Welt in Geisterlicht tauchen. Sie erscheinen an dem Ort an dem sie ums Leben kommen, bleiben da und werden täglich mehr. Mit jedem Tag der ab Tag Null vergeht, tauchen mehr Geister aus der Geschichte auf - doch bis auf ihr strahlend helles Licht beeinflussen sie das Leben der Menschen mittlerweile nicht mehr.
Doch als Rain und Emma am Unglücksort ankommen, um sich von ihren Eltern zu verabschieden ändert sich etwas: Die Geister lächeln. Ein böses Lächeln, das für jeden um sie herum ins Verderben führt...

Meine Meinung:
Kai Meyer ist meiner Meinung nach definitiv einer der Vorzeigeautoren, wenn man sich auf dem deutschen Buchmarkt umschaut. Mich konnte er bisher mit allen seinen Büchern überzeugen, die ich von ihm gelesen habe, und umso gespannter war ich deshalb nun auf sein neues Buch. Der Klappentext hat mich unglaublich stark angesprochen: Geister sind in ihrer "Art" einfach so vielschichtig, und bieten so viel Raum für tolle Geschichten jeder Art und Weise, dass ich mir sicher war, es würde mich zu 100% gefallen. 
Die ersten 250 Seiten etwa habe ich auch tatsächlich verschlungen. Jede freie Minute habe ich zum Lesen genutzt, und war vollkommen gefangen in der Geschichte. Denn eins muss man zugeben: Schreiben kann Kai Meyer wie kaum ein zweiter. Innerhalb von wenigen Seiten steckt man komplett in der Geschichte fest, und merkt dabei nicht einmal wie die Zeit verfliegt. Es entstehen Bilder und Szenerien im Kopf und zeitgleich wurde die Geschichte von Seite zu Seite spannender.
Doch plötzlich schlug es um. Ab gut der Hälfte des Buches war ich auf einmal irritiert. Die Story nimmt von da an eine wirklich merkwürdige Wendung, wird komplett anders als das bisherige und dabei aber leider nicht besser. Es passiert viel zu viel, davon viel zu viel unrealistisches - selbst für ein Geisterbuch. Die Protagonisten er- und überleben die unmöglichsten Situationen, es tauchen Tiere auf, die einfach nur lächerlich in die Geschichte hineingefügt wirken und es entsteht eine zarte Liebesgeschichte, die für mich absolut nicht nachvollziehbar war.
Am schlimmsten aber ist das Ende des Buches. Happy End in seiner äußersten Form, ohne jegliche Erklärung wie, warum und auch total unpassend zur bisherigen Geschichte.
Daher kann ich dem Buch nur knappe 4 Sterne geben. Es ist mit Sicherheit nicht seine beste Geschichte, und wenn man bisher noch kein anderes Buch von ihm gelesen hat, sollte dieses hier nicht das einzige bleiben. Dennoch ist die Geschichte natürlich nicht schlecht, nur eben nicht so besonders gut. Sie geht toll los, ist durchgehend spannend, aber wird nicht mein neuer Liebling werden.






Freitag, 21. März 2014

Lucinda Riley - Die Mitternachtsrose

Klappentext:
Innerlich aufgelöst kommt die junge amerikanische Schauspielerin Rebecca Bradley im englischen Dartmoor an, wo ein altes Herrenhaus als Kulisse für einen Film dient, der in den 1920er Jahren spielt. Vor ihrer Abreise hat die Nachricht von Rebeccas angeblicher Verlobung eine Hetzjagd der Medien auf die junge Frau ausgelöst, doch in der Abgeschiedenheit von Astbury Hall kommt Rebecca allmählich zur Ruhe. Als sie jedoch erkennt, dass sie Lady Violet, der Großmutter des Hausherrn Lord Astbury, frappierend ähnlich sieht, ist ihre Neugier geweckt.
Dann taucht Ari Malik auf: ein junger Inder, den das Vermächtnis seiner Urgroßmutter Anahita nach Astbury Hall geführt hat. Je mehr Rebecca aber in die Vergangenheit und in ihre Rolle eintaucht, beginnen Realität und Fiktion zu verwischen – und schließlich kommt sie nicht nur Anahitas Geschichte auf die Spur, sondern auch dem dunklen Geheimnis, das wie ein Fluch über der Dynastie der Astburys zu liegen scheint…

Verlag: Goldmann | Preis: 19,99€ | Seite: 576 | Genre: Familiengeschichte, Liebe | Spielt in: Indien und Großbritannien, Devon | Originaltitel: The Midnight Rose | Erscheinungstermin: Januar 2014 | ISBN: 978-3442313600

Erster Satz:
"Heute ist mein einhundertster Geburtstag."


Worum geht es:
Rebeccas Leben ist alles andere als das Glamourleben, welches ihr die ganze Presse immerzu andichten will. Denn im Gegensatz zu vielen ihrer Schauspielkollegen genießt sie es absolut nicht, immerzu im Mittelpunkt zu stehen. Deshalb kommt es ihr nur gelegen, als sie für einen Film aus den USA nach Devon in England reist, und während der Drehzeit ins Astbury Hall leben wird. Einem Herrenhaus fernab jeglichem Handyempfanges und inmitten einer wunderschönen Landschaft.
Doch das Haus scheint ein Geheimnis zu haben, denn einst lebte dort auch eine junge Inderin zu Beginn des 20. Jahunderts: Anahita. 
Sie kam als junges Mädchen in die adligen Kreise der indischen Oberschicht, und konnte ein Leben leben, von denen andere Mädchen nur zu träumen wagen konnten, mit einer Ausbildung in England und einen Leben ohne finanzielle Sorgen. Doch auch dieses Leben war alles andere als schillernd...

Meine Meinung:
Da ich bisher alle Bücher der Autorin gelesen hatte, wusste ich worauf ich mich in etwa bei der Geschichte einlassen würde: Eine Familiengeschichte, bei der Vergangenheit und Gegenwart verknüpft werden, in der es einige harte Schicksalsschläge geben wird und ganz, ganz viel Liebe. So waren alle ihre bisherigen Bücher, und alle haben meinen Geschmack getroffen. Die einen mehr, die anderen weniger, aber immer war ich am Ende der Bücher begeistert. 
Nach dem Lesen dieses Buches weiß ich aber, dass es in Zukunft für kommende Bücher schwer werden wird, denn dieses Buch war der absolute Wahnsinn! Ich bin hellauf begeistert von der Geschichte und kann nun mit ruhigem Gewissen sagen, dass dieses Buch hier ab sofort definitiv mein Lieblingsbuch der Autorin ist.
Sie versteht es wahnsinnig toll, eine unglaublich tolle Atmosphäre in dem Buch zu schaffen. Die Kapitel die in Indien spielen habe ich inhaliert und auch das folgende Leben Anahitas hat mich absolut in seinen Bann gezogen. Man hat das Gefühl, hautnah dabei zu sein, und jedes Hoch und Tief von ihr selbst mitzuerleben. Das Leben von Rebecca konnte mich da schon weniger fangen, aber da rettet die traumhaftschöne Erzählung rund um Astbury Hall und das völlig überraschende Ende auch diesen kleinen Minuspunkt. 
Die Sprache ist wieder wie gewohnt etwas blumig, aber auf keinen Fall ausufernd oder kitschig, und letztlich bleibt mir ohnehin nichts anderes zu sagen, als dass ihr euch das Buch kaufen MÜSST! ♥





Freitag, 31. Januar 2014

Karel G. van Loon - Die Unsichtbaren

Klappentext:
Min Thein arbeitet als Rechtsanwalt unter der rigiden Militärdiktatur in Birma und wird oft mit dem Schicksal politischer Gefangener konfrontiert. Als seine Frau schwanger wird, beschließt er, daß sein Kind eine bessere Zukunft verdient. Auf der Flucht aus der Heimat verliert er alles, was ihm lieb und teuer ist - ein erschütternder Roman, der den Leser an exotische Schauplätze entführt.  

Verlag: Aufbau | Seiten: 286 | Preis: 7,95€ | Spielt in: Birma (Myanmar) | Genre: Schicksal | Originaltitel: De Onzichtbaren | Erscheinungsdatum: Mai 2006 | ISBN: 978-3746622354

Erster Satz:  
"Komm, nimm mich am Arm und führ mich fort von hier, aus dem Halbdunkel meiner Hütte hinaus in das bleiche Morgenlicht dort draußen, dann werde ich dir eine Welt zeigen, die ich noch nie mit eigenen Augen gesehen habe, die aber dennoch ebenso vertraut ist wie die Stadt, in der ich aufgewachsen bin."


Worum geht es:
Min Thein muss früh im Leben erfahren, dass das Leben eben nicht immer gerecht ist. Schon als Kind kommt er mit dem Tod, und der emotionalen Distanz seiner Eltern in Kontakt und lernt wohl oder übel damit umzugehen. Doch erschwerend zu diesem persönlichen Verlust, kommt der Ort hinzu in dem er aufwächst: Birma, die ehemalige englische Kolonie. Ein Land das vom Freiheitskrieg zerrüttet und von den politischen Strukturen geschwächt ist. Ein Land in dem Angst, Gewalt, Willkür und Zensur an der Tagesordnung sind. Ein Land, in dem die eigene Meinung vertuscht werden muss, um sich selbst keine Steine in den Weg zu legen.
Dort wächst Min Thein auf, dort lernt er eine Frau kennen die ihn schwer beeindruckt und dort lernt er eine andere Frau kennen, die er heiraten wird. Er wird Anwalt, gerät in den Fokus der Obrigkeit und entschließt sich letztendlich zu fliehen. Auch auf die Gefahr hin, diese Flucht vielleicht nicht zu überleben.

Meine Meinung:
Leider werden Bücher wie dieses viel zu selten gelesen. Sie werden von den Massen von Thrillern, Jugendbüchern und Fantasyromanen in den Hintergrund gedrängt, obwohl ihr Inhalt ebenso vielseitig ist, wie der anderer Bücher aus dem Unterhaltungsgenre. 
Über solche Themen wird einfach zu wenig gesprochen, und auch ich die ich mich viel mit Gesellschaftskritik und Weltgeschehen beschäftige, hätte auf Anhieb absolut nichts über die Zustände in Birma sagen können. Umso erschrockener war ich nach dem Lesen dieses Buches, wie die Geschichte dieses Landes so an mir vorbei gehen konnte. 
Das Buch hat mich wirklich tief bewegt und das nicht nur wegen der etlichen wunderschönen Sätze und Lebensweisheiten, Anekdoten aus dem Buddhismus und der Toleranz die die Menschen in diesem Buch ausleben, sondern auch wegen dem "willkürlich ausgewählten" Einzelschicksal von diesem Mann, der mit seiner Geschichte das Leid eines ganzen Landes repräsentiert. Es sind die kleinen Dinge, die einen zum Nachdenken anregen. 
Teilweise zieht es sich, wiederholt sich oder ließ mich mit den Gedanken abschweifen, weshalb ich dem Buch "nur" 4 Sterne gebe. Dennoch, ich empfehle das Buch jedem, der mal über seinen Tellerrand gucken möchte, denn das Leben das wir führen ist sowas von nicht selbstverständlich für Millionen von Menschen auf diesem Planeten. 




Ethan Cross - Ich bin die Nacht + Videorezi

Klappentext:
Mein Name ist Francis Ackerman junior. Ich bin das, was man gemeinhin einen Serienkiller nennt. Doch ich töte nicht wahllos, und jedes meiner Opfer bekommt eine faire Chance, denn ich fordere es zu einem Spiel heraus. Wer gewinnt, überlebt. Ich habe noch nie verloren. Die meisten Menschen werden mich verabscheuen. Einige, die mir ähnlich sind, werden mich verehren. Aber alle, alle werden sich an mich erinnern. Mein Name ist Francis Ackerman junior. Ich bin die Nacht, und ich möchte ein Spiel mit Ihnen spielen.

Verlag: Bastei Lübbe | Seiten: 400 | Preis: 9,99€ | Genre: Thriller | Spielt in: USA, Texas, Asherton | Originaltitel: The Shepherd | ISBN: 978-3404169238


  

Worum geht es:
Francis Ackerman junior ist das, was man sich unter einem wirklich kranken Serienmörder vorstellt: Er mordet wahllos, unabhängig von Alter, Geschlecht, Ethnie und Hintergrund. Und er tötet immer auf grausamste Art und Weise. Seine Methode ist, ein Spiel mit seinen Opfern zu spielen indem er sie vor unmenschliche Aufgaben stellt und ihnen so die Möglichkeit gibt, ihr eigenes Leben oder das anderer Opfer zu retten. Verlieren die Opfer das Spiel, steht ihnen ein qualvoller Tod bevor. 
Zur gleichen Zeit, als Ackerman in dem kleinen Ort Asherton zuschlägt, bekommt die Stadt einen neuen Bürger: Markus, ehemaliger Polizist, ist eben erst in die Stadt gezogen, als er in die Mordfälle verwickelt wird, und er sich plötzlich als Hauptakteur in einem perfiden Spiel aus Macht und Machtmissbrauch wiederfindet...

Meine Meinung:
Das Buch hat mich, wie wahrscheinlich viele, vor allem erst einmal wegen seiner fantastischen Aufmachung angesprochen. Nicht nur die Covergestaltung ist mit ihren schwarzen Buchstaben auf schwarzem Hintergrund ziemlich gelungen und weckt das Interesse der Thrillerleser, auch der schwarze Buchschnitt und der minimalistische Klappentext sind sehr ansprechend.
Und zunächst konnte mich das Buch auch wirklich noch sehr begeistern. Es ist in vier Teile unterteilt, und der gesamte erste Teil ist genau so, wie ich mir das von einem guten Thriller erhoffe: Ein gnadenloser Mörder tötet seine Opfer ohne Mitgefühl und die Polizei steht vor einem Rätsel. Es ist sehr sehr grausam und brutal beschrieben, wer also eher zart besaitet ist, sollte von dem Buch vielleicht die Finger lassen, aber mich als eingesessenen Thriller- Fan hat das sofort überzeugt.
Doch dann kommt Teil zwei und schlagartig fand ich das Buch einfach nur noch schlecht. Die Wandlung die die Geschichte nimmt - und ohne zu viel zu spoilern - ist einfach lächerlich, denn plötzlich stellt man fest, dass die Polizei in den Fall verstrickt ist, und die ganzen Morde nur ein abgekatertes Spiel aus Selbstjustiz sind. Und ich dachte nur so "Hä?! Ist das jetzt deren Ernst? Was ist das denn bitte für ein Blödsinn?". 
Mit zunehmender Seitenzahl wurde die ganze Geschichte einfach immer bizarrer und abgedrehter, unglaubwürdiger und schlechter und ich habe nicht nur ein Mal überlegt, das Buch abzubrechen um meine Zeit nicht an so eine miese Story zu vergeuden.
Ich bin allerdings doch dran geblieben, und zumindest der letzte Teil wurde wieder einigermaßen annehmbar. Deshalb, und wegen des guten ersten Teils, vergebe ich auch gerade noch so 3 Sterne, würde aber niemanden das Buch weiterempfehlen, erst recht keinen Liebhabern von Thrillern. 
Am Ende bleiben zu viele Fragen offen und irgendwie hinterlässt das ganze Buch einen faden Beigeschmack.





Montag, 27. Januar 2014

Cassandra Clare - Chroniken der Unterwelt, City of Bones #1

Klappentext:
Willkommen in New York City - der coolsten Stadt der Welt - der Stadt, die niemals schläft. Denn hier sind die Kreaturen der Nacht unterwegs: Fenn und Vampire, Engel und Dämonen. Und sie sind auf der Jagd...Gut aussehend, düster und sexy, das ist Jace. Verwirrt, verletzlich und vollkommen ahnungslos, so fühlt sich Clary, als sie in Jaces Welt hineingezogen wird, denn Jace ist kein normaler Junge. Er ist ein Dämonenjäger. Und als Clary von dunklen Kreaturen angegriffen wird, muss Clary schleunigst ein paar Antworten finden sonst wird die Geschichte ein tödliches Ende nehmen!

Verlag: Arena | Seiten: 503 | Preis: 17,99€ | Genre: Fantasy, Jugendbuch | Spielt in: USA, New York City | Originaltitel: The Mortal Instruments, City Of Ashes | Erscheinungstermin: Januar 2008 | ISBN: 978-3401061320

Erster Satz:
"'Du willst mich wohl verarschen', sagte der Türsteher und verschränkte die Arme vor seiner breiten Brust."



Worum geht es:
Clary hat keine Ahnung was in ihr steckt. Nicht die geringste. Doch als sie und ihr bester Freund Simon einen der New Yorker Nachtclubs, das Pandemonium, besuchen und Clary beobachtet, wie drei wahnsinnig schöne Jugendliche einen Dämon umbringen, ahnt sie dass irgendwas nicht stimmen kann. Aber so wirklich sicher, wer hier nun verrückt ist, ist sie sich nicht. 
Die Erkenntnis kommt schlagartig, als ihre Mutter sie völlig verzweifelt anruft, um ihr zu sagen dass sie auf gar keinen Fall nach Hause kommen darf und sich schnellstmöglich verstecken soll! Doch was tut man nach einem solchen Anruf? Man fährt nach Hause um sicher zu gehen, dass das alles nur ein schlechter Scherz und kein wirklicher Notfall gewesen ist. Dass dort jedoch bereits Dämonen auf sie warten, ahnt Clary nicht und überzeugt sie sehr schnell davon, dass ihre Erfahrungen im Pandemonium keine Sinnestäuschung gewesen sein können.
Gemeinsam mit Jace, Isabell und Alec - ihres Zeichen Schattenjäger - begibt sich Clary auf die Suche nach ihrer Mutter und stößt auf ihre eigene Vergangenheit.

Meine Meinung:
Ich habe mich ja lange lange gesträubt, das Buch zu lesen. Der Klappentext hat mich einfach so üüüüberhaupt nicht angesprochen, Urban Fantasy ist ohnehin nicht so mein bevorzugtes Genre und als ich dann auch noch den Trailer zum Film gesehen hab, war ich mir sicher dass das Buch nichts für mich sein wird. Genau deshalb habe ich ewig einen Bogen um die Geschichte gemacht, aber nachdem mir so wahnsinnig viele Leute immer und immer wieder gesagt haben, ich soll das Buch lesen und ihm endlich eine Chance geben, habe ich es dann jetzt doch endlich mal gemacht.
Und was soll ich sagen?! Wie konnte ich bloß so lange mit dem Lesen warten?! Es ist einfach grandios! Ich bin absolut begeistert und jetzt voll im Unterwelten- Fieber, hab mir Band zwei bereits bestellt und bin völlig in Geschichte und Personen verliebt. 
Das liegt zum einen natürlich an dem wunderbaren Schreibstil von Cassandra Clare. Die Seiten lesen sich einfach so weg, die Kapitel hören an sinnvollen Stellen auf, animieren aber trotdem sofort zum Weiterlesen und die Zeichnung der Charaktere ist ebenso liebevoll wie gelungen. Es gibt keine "perfekten" Personen in dem Buch, jeder hat irgendwie seine Ecken und Kanten und wird dadurch einfach plastischer. Insbesondere in Simon hab ich mich ja ein bisschen verliebt - er ist einfach genau der Typ Junge, den man sich als besten Freund wünscht. Ich bin also nicht Team Jace, auch wenn ich ihn ganz gerne mag. Deshalb war ich am Ende der Geschichte, als etwas herauskommt was man so nie gedacht hätte, auch nicht sooo geschockt, wenn auch schon sehr erstautn und bin jetzt umso gespannter, wie die Autorin dieses heikle Detail weiterspinnen wird. 
Die Szenerie hat mir ebenfalls super gut gefallen. New York ist eine großartige Kulisse für diese Vielfalt an Wesen in dem Buch. So findet jeder seinen Platz - Dämonen, Vampire, Werwölfe, Elfen, Schattenjäger etc. - aber trotzdem lassen sich Zusammenstöße nicht umgehen. Zwar kam mir diese riesige Stadt manchmal vor wie ein Dorf, vor allem wenn sich die Personen so schnell von A nach B bewegten, aber ich find dieses Zusammenspiel von alter Magie und hochmoderner Welt fantastisch.
Alles in allem ist eben einfach ein fantastisches Buch, ein toller Auftakt und für mich der Grund mich ab sofort doch vielleicht ein bisschen mehr in der Urban Fantasy umzusehen :) 



Linda Castillo - Blutige Stille

Klappentext:
Sie töteten alle Mitglieder der Familie Plank. Die Leichen des Vaters und der beiden Söhne fand man im Wohnhaus, die der Mutter und des Babys auf dem Weg zur Scheune. Doch niemand war auf das vorbereitet, was sie in der Scheune fanden. Die beiden Mädchen, gefoltert und misshandelt. Die Familie gehörte zur amischen Gemeinde in Painters Mill, Ohio, sie lebten getreu ihren Glaubensgrundsätzen von Schlichtheit und Bescheidenheit, waren gottesfürchtige Leute. Fernab von den Verführungen der Zivilisation. Oder enthüllt das Tagebuch der ältesten Tochter eine andere Wahrheit?Spannungsgeladen und aufregend: Auch der zweite Thriller mit Polizeichefin Kate Burkholder ist Nervenkitzel pur.

Verlag: Fischer | Preis: 8,99€ | Seiten: 393 | Genre: Krimi | Spielt in: USA, Ohio, Painters Mill | Originaltitel: Pray for silence | Erscheinungsdatum: Juni 2011 | ISBN: 978-3596184514

Erster Satz:
"Die letzte Tasse Kaffee hätte Officer Chuck "Skid" Skidmore sich besser sparen sollen."


Worum geht es:
In der Kleinstadt Painters Mill in Ohio geschieht ein unglaublich grausames Verbrechen: Eine komplette Familie der Amishen wird ausgelöscht: Vater, Mutter und die fünf Kinder werden tot und teilweise brutalst gefoltert in ihrem Haus aufgefunden, und niemand weiß wer und warum diese Tat begangen wurde. Alles deutet zunächst auf den Vater als Täter hin, doch so wirklich ergeben diese Vermutungen keinen Sinn, und so beginnt Chief Kate Burkholder, selbst ehemalige Amishe, zu ermitteln. Und schnell wird sich herausstellen, dass die so brave Fassade der Amishen- Familie rissig war, und nicht jedes Mitglied der Familie den Regeln der Gemeinde treu...

Meine Meinung:
Ich finde diese ganze Thematik der Amishen in Amerika unglaublich spannend und liebe Thriller - eine bessere Kombination kann es gar nicht geben. Nachdem es schon ein paar Monate her ist, seitdem ich den ersten Band dieser Thriller - Reihe gelesen habe, habe ich mich nun wieder mit großem, neugeweckten Interesse ans Lesen gemacht, und wurde nicht enttäuscht. Das Leben der Amishen wird super interessant beschrieben, ohne dabei zu weit auszuholen und das Buch versehentlich in ein Sachbuch über das Gemeindeleben abrutschen zu lassen. Der Thrillercharakter ist die ganze Zeit präsent, und der Fall ebenso spannend wie grausam. Schaurige Details und Brutalität werden nur häppchenweise eingesetzt, so dass man sich nicht mit nur mit purem Gemetzel, aber eben auch nicht nur mit der Ermittlungsarbeit auseinandersetzen muss. 
Zwar ist das Buch nicht durchgehend super spannend, es hat durchaus seine Längen beim Lesen, aber summa summarum hält es doch das Interesse des Lesers aufrecht. Das Ende schwächelt dann wieder ein wenig, bei mir blieben auf jeden Fall die eine oder andere Frage unbeantwortet.



Rachel Hawkins - Hex Hall Trilogie, Wilder Zauber #1

Klappentext:
Sophie Mercer ist eine Hexe. Doch die Sache mit der Magie klappt noch nicht so richtig. Als sie einer Mitschülerin helfen will, endet dies mit derart katastrophalen Folgen, dass ihre Mutter sie an die Hecate Hall schickt, ein Internat für junge Hexen, Gestaltwandler und Feen. Dort teilt sich Sophie ein Zimmer mit der einzigen Vampirin der Schule. Bald nach ihrer Ankunft versucht ein Trio dunkler Hexen, sie für ihren Zirkel zu gewinnen. Und Sophie verliebt sich Hals über Kopf in den traumhaft gut aussehenden Hexer Archer -- den Herzensbrecher von Hecate Hall. Da werden auf dem Campus einige Hexen angegriffen, und der Verdacht fällt auf Sophies Zimmergenossin.

Verlag: Egmont LYX | Seiten: 295 | Preis: 9,95€ | Genre: Fantasy, Jugend | Spielt in: USA; Georgia | Originaltitel: A Hex Hall Novel | Erscheinungstermin: Juli 2010 | ISBN:  978-3802582394

Erster Satz:
"Felicia Miller hatte sich auf die Toilette zurückgezogen und heulte."


Worum geht es:
Seit ihrem 12. Geburtstag weiß Sophie, dass auch sie eine Hexe ist - allerdings hapert es auch jetzt, knapp fünf Jahre nach dieser "Entdeckung" noch immer mit der Umsetzung. Die meisten ihrer Zauber gehen irgendwie schief, obwohl sie eigentlich nur das beste will. Und als sie sich auf ihrem Highschool Ball an einen Liebeszauber wagt eskaliert die ganze Sache. 
Zur Strafe soll Sophie deshalb von nun an nach Hecate Hall, eine Schule für auffällige junge magische Wesen, die mit ihren Kräften Unfug angestellt haben. Hier in "Hex Hall" soll sie die nächsten zwei Jahre verbringen - ein wahrer Albtraum. Einzig ihre Zimmergenossin Jenna, der erste und einzige Vampir bisher an der Schule, scheint ihr das Leben erträglicher zu machen. Denn neben gemeinen Mitschülern, sadistischen Lehreren und süßen Jungs, scheint es auch noch ein ganz anderes Geheimnis an der Schule zu geben...

Meine Meinung:
Ich weiß nicht woran es lag, ich weiß ehrlich gesagt nicht einmal mehr wie ich auf die Bücher aufmerksam geworden bin, aber seit ich sie zu Hause stehen hatte, hat es mir in den Fingern gekribbelt, endlich mit der Geschichte anzufangen. Und um das direkt mal vorweg zu nehmen: Es hat sich absolut gelohnt! 
Ich war anfangs etwas skeptisch, weil ich befürchtete dass sich die Geschichte zu sehr mit Harry Potter ähneln würde, wobei diese Skepsis eigentlich sehr ungerecht ist, denn im Prinzip ist es ja das was ich gesucht habe: Eine Internatsgeschichte mit viel Magie.
Anfangs erinnerte mich das ganze auch irgendwie an Hogwarts, insbesondere die Badezimmerszenen, aber mit voranschreitender Seitenzahl löst man sich immer immer mehr von diesem "Klischeedenken".
Das liegt mit Sicherheit vor allem an den Charakteren, die so absolut gar nichts mit Harry, Ron und Co zu tun haben, und einfach unglaublich bezaubernd sind. Jede der Personen in Buch ist wahnsinnig liebevoll gezeichnet, und dem Charme (und vor allem ihrem Humor und Sarkasmus) von Sophie kann sich wohl niemand entziehen :) 
Auch an Spannung lässt das Buch nicht zu wünschen übrig. Man weiß ja, dass es der Auftakt einer Trilogie ist, und man somit erst einmal nur an den Kern der Geschichte herangeführt wird, aber allein das ist schon super. Es ist nicht gerade ein Pageturner, aber definitiv ein Buch dass ich nicht mehr aus der Hand legen wollte, und bei dem ich SOFORT nach dem Beenden mit dem zweiten Teil begonnen habe.


 



Simon Beckett - Tiere

Klappentext:
Der tut nichts. Der will nur quälen.
Nigel ist sicherlich nicht der Hellste. Aber er ist ganz glücklich. Im Büro gibt es immer etwas zu kopieren, und außerdem sind da Cheryl und Karen. Auch im ehemaligen Pub, den früher seine Eltern führten und den Nigel jetzt bewohnt, fühlt er sich wohl. Es gibt hier zwar kein Bier und keine Zigaretten mehr, aber Nigel mag ohnehin viel lieber fernsehen und Comics. Und dann ist da noch der Keller. Hier hält Nigel seine "Mitbewohner". Dass die nicht freiwillig da unten wohnen, stört Nigel kaum.

Verlag: Axel Springer | Seiten: 205 | Preis: 6,66€ | Genre: Thriller | Spielt in: Großbritannien | Originaltitel: Animals | Erscheinzngsdatum: April 2012 | ISBN: 978-3942656184

Erster Satz:
Ich hasse es, wenn Karen mit mir flirtet.



 





Montag, 13. Januar 2014

Sophie Kinsella - Das Hochzeitsversprechen

Klappentext:
Hochzeitsnacht und Honeymoon – und der Albtraum vom Glück ist perfekt ...
Nach der jüngsten Enttäuschung hat Lottie endgültig die Nase voll von bindungsunfähigen Männern. Als sich da plötzlich Ben meldet, eine alte Flamme von ihr, geht alles ganz schnell. Denn Ben erinnert Lottie an einen vor Jahren geschlossenen Pakt, wonach die beiden einander heiraten wollten, sollten sie mit dreißig noch single sein. Lottie zögert nicht lange und marschiert kurzentschlossen mit Ben zum Altar. Von dort geht es geradewegs in die Flitterwochen auf Ikonos, jene griechische Insel, auf der sie sich einst kennengelernt hatten. Freunde und Familien der beiden sind entsetzt. Und schließlich machen sich Lotties Schwester Fliss und Bens Freund Lorcan auf nach Ikonos, um Honeymoon und Hochzeitsnacht nach Kräften zu sabotieren ...

Verlag: Goldmann | Seiten: 512 | Preis: 9,99€ | Genre: Humor, Frauen, Liebe | Spielt in: hptsl. auf Ikonos, Griechenland | Originaltitel: Wedding Night | Erscheinungstermin: Januar 2014 | ISBN: 978-3442479863

Erster Satz:
Diese jungen Leute!

 

Worum geht es:
Lottie ist Anfang dreißig und so langsam sollte sie wirklich in den Stand der Ehe eintreten, findet sie. Am besten ganz romantisch, mit großem Tamtam, eben eine Märchenhochzeit wie sie im Buche steht. Deshalb ist sie umso aufgeregter als Richard, ihr langjähriger Freund, sie zum Essen ausführt um ihr "eine wichtige Frage zu stellen". Ganz klar, das MUSS ein Antrag sein... und entpuppt sich als eine Frage, die belangloser nicht sein könnte. Lottie trennt sich augenblicklich um ihr Leben nicht mit jemanden zu verschwenden, der nicht die gleichen Vorstellungen von Liebe und Zukunft hat. Gott sei Dank dauert ihr plötzliches Singledasein doch nicht sehr lange - auf einmal steht Ben vor ihr. Der Ben in den sie vor 15 Jahren, als 18 jährige, unsterblich während ihres Sommers auf Ikonos verliebt war, und macht ihr einen Antrag...

Meine Meinung:
Seit ich wusste, dass Sophie Kinsella ein neues Buch herausbringen würde - und nein, um das gleich mal zu beantworten, es ist kein weiterer Teil ihrer Shopaholic- Reihe - war ich super gespannt darauf. Bisher hat mich außer dem letzten Shopaholicteil noch kein einziges Buch von ihr enttäuscht, und lautes, peinliches Auflachen beim Lesen ist quasi garantiert.
Und auch dieses Buch macht definitiv keine Ausnahme in der Riege der grandiosen Bücher von ihr. Allerdings muss ich auch zugeben, dass es nicht sooo lustig ist, wie seine Vorgänger, und ich oft nur schmunzeln oder dümmlich vor mich hin grinsen musste anstatt laut aufzulachen. Aber das ist okay, denn die Geschichte ist dadurch ja nicht schlechter. Viel öfter hatte ich einfach nur riesiges Mitleid gemischt mit etwas Schadenfreude mit der armen Lottie, die doch nicht mehr will, als tolle Flitterwochen.
Aber die können einfach nicht funktionieren, wenn man eine Schwester wie Fliss hat, die nur dein bestes will und im Hintergrund die Strippen zieht, um genau diesen Traum von hinreißenden Flitterwochen zu vernichten.
Was den Frischvermählten passiert ist so skurril und lustig - man will echt nicht tauschen.
Besonders hat mir wieder die Zeichnung der Personen gefallen. Bis auf Ben muss man sie einfach alle mögen, weil sie so zauberhaft sind. Lottie, die naive Chaoskönigin, Fliss die Kontrollierte mit ihrem Erinnerungsstick um den Hals, oder ihr Sohn Noah.
Alles in allem hat man mit diesem Buch wie immer seinen Spaß. Es ist kurzweilig, es ist lebensnah und einfach nur bezaubernd. 



Sonntag, 29. Dezember 2013

J. K. Rowling als Robert Galbraight - Der Ruf des Kuckucks

Klappentext:
Als das berühmte Model Lula Landry von ihrem schneebedeckten Balkon im Londoner Stadtteil Mayfair in den Tod stürzt, steht für die ermittelnden Beamten schnell fest, dass es Selbstmord war. Der Fall scheint abgeschlossen. Doch Lulas Bruder hat Zweifel – ein Privatdetektiv soll für ihn die Wahrheit ans Licht bringen. Cormoran Strike hat in Afghanistan körperliche und seelische Wunden davongetragen, mangels Aufträgen ist er außerdem finanziell am Ende. Der spektakuläre neue Fall ist seine Rettung, doch der Privatdetektiv ahnt nicht, was die Ermittlungen ihm abverlangen werden. Während Strike immer weiter eindringt in die Welt der Reichen und Schönen, fördert er Erschreckendes zutage und gerät selbst in große Gefahr …

Verlag: blanvalet | Seiten: 640 | Preis: 22,99€ | Genre: Krimi | Spielt in: Großbritannien, London | Originaltitel: The Cuckoo's calling | Erscheinungsdatum: November 2013 | ISBN: 978-3764505103

Erster Satz:
"Die Menge, die sich auf der Straße versammelt hatte, brummte wie ein Fliegenschwarm."


Worum geht es:

Des einen Freud, des anderen Leid: Denn als das junge Model Lula Laundry vom Balkon ihrer Londoner Wohnung stürzt, geht alle Welt schnell von einem Selbstmord aus. Alle, bis auf ihren Adoptivbruder. Dieser ist davon überzeugt, dass Lula umgebracht wurde, und entweder die Polizei schlampig gearbeitet hat, oder den Mord vertuschen will. In seiner Hilflosigkeit wendet er sich an Comoran Strike, einem mittlerweile hoch verschuldetem Privatdetektiv, der mehr mit der Familie der Toten zu tun hat, als er bisher geahnt hat. Da seine Kanzlei den Bach hinab zu gehen droht, nimmt er trotz erheblicher Zweifel den Fall an, und stößt schon bald auf dunkle Geheimnisse im Leben der Lula Laundry.

Meine Meinung:

Ich bin die Generation Harry Potter, mit J. K. Rowlings Geschichten groß geworden, und war natürlich direkt Feuer und Flamme, als klar wurde: Ja, sie hat ein neues Buch veröffentlicht. Das vorherige konnte mich nicht wirklich ansprechen, aber dieses hier schien schon eher mein Geschmack zu sein. Immerhin ein Krimi, wenn schon kein Thriller, und überall in so hohen Tönen gelobt, dass ich den deutschen Erscheinungstermin nicht mehr abwarten konnte. 
Auch die Rezensionen die dann hier bei uns in Deutschland schnell online gingen, überschlugen sich vor Lob, und ganz viele schrieben, dass sie das Buch auch unabhängig von der Autorin lieben würden. Grund genug für mich es zu lesen.

Da ich aber generell eher nicht der größte Krimi- Fan bin (wie schon oft gesagt: Viele schaffen es einfach nicht mich zu begeistern, dank fehlender Spannung oder schnöder Ermittlerarbeit), war ich jedoch trotzdem noch ein bisschen skeptisch wie J. K. Rowling ihre Story umsetzen wird. 
So viel sei gesagt, es ist bei weitem kein schlechtes Buch, aber von "umwerfend gut", "mega spannend" oder "grandios" doch ziemlich weit entfernt. Es ist eben ein ganz normaler Krimi, fast schon Durchschnitt, und ein Buch dass ich vermutlich nur mit 4 Sternen bewerte, eben weil ich vom Autorennamen beeinflusst bin. 
Dabei ist der Anfang wirklich interessant und manchmal auch wirklich super spannend - man fragt sich, was wohl dahinter steckt, denn eine wirkliche Ahnung hatte ich nicht, und hab so ziemlich jeden Mal verdächtigt, der Täter gewesen zu sein. Das ist schon gut gemacht, aaaber leider leider gibt es auch noch das Ende des Buches. Das hat es für mich leider ein bisschen ruiniert, denn mit zunehmender Seitenzahl wird die Lösung immer willkürlicher. Zeugen erinnern sich plööötzlich an Dinge, die sie vorher in sämtlichen Verhören vergessen hatten. Comoran kommt auf Sachen, auf die angeblich die gesamte Polizei nicht gekommen sein will, und findet einen Täter der so reingepresst wirkt, dass ich ehrlich dachte das kann nicht ihr Ernst sein.

Ich hab gehört, es soll der Auftakt einer Reihe werden, also lass ich mich mal überraschen wie die Folgebücher werden. Dieses werde ich sicher positiv in Erinnerung behalten, aber eben nicht als DAS Buch des Jahres für mich. 





 

Montag, 23. Dezember 2013

Zoe Beck - Brixton Hill

Klappentext:
London, in einem der Luxushochhäuser von Canary Wharf: Erst fällt die Klimaanlage aus, dann der Strom. Sämtliche Ausgänge sind verriegelt, und Rauch strömt aus den Belüftungsschächten. Em muss hilflos zusehen, wie ihre Freundin im 15. Stock panisch ein Fenster zertrümmert und hinausspringt. Kurz darauf wird Em verhaftet. Sie soll sich in die Computer des Gebäudes gehackt und die Freundin dadurch in den Tod getrieben haben. Jemand spielt ein falsches Spiel. Und macht Jagd auf Em …

Verlag: Heyne | Preis: 8,99€ | Seiten: 384 | Genre: Krimi | Spielt in: Großbritannien, London | Erscheinungsdatum: Dezember 2013 | ISBN: 978-3453410428

Erster Satz:
"Es ist nicht der Aufprall an den man sich später erinnert."



Worum geht es:
Em, Enkelin der Chefin einer der größten Banken Englands und erfolgreiche Eventmanagerin, muss erleben, was stark an einen Terroranschlag erinnert: Mit einem Mal dringt Rauch durch die Lüftungschächte in dem Luxushochhaus in Canary Wharf in dem sie arbeitet - und die Notausgänge sind versperrt. Doch als wäre dieses Erlebnis nicht traumatisch genug, stürzt sich auch noch ihre Freundin in Panik aus dem 15. Stock des Gebäudes. Obwohl selbst Opfer, fällt der Verdacht der Polizei schnell auf Em. Sie wird verdächtigt in den Anschlag verwickelt zu sein.
Doch Em hat einen ganz anderen Verdacht: Seit Wochen wird sie von einem Stalker, Adam, belästigt. Der junge Mann ist krankhaft in Em verliebt und bombardiert sie mit Anrufen, Mails und Nachrichten in sämtlichen Social Networks. Aber die Polizei hört nicht auf Em's Einwände, und so begibt sie sich auf eigene Faust auf die Suche nach dem Attentäter, nach Brixton Hill...

Meine Meinung:
Obwohl ich ja nicht der größte Fan von Krimis bin, da sie mich einfach selten fesseln können, hat mich der Klappentext des Buches angesprochen und so hab ich mich entschlossen, erneut einem Krimi eine Chance zu geben und das Buch zu lesen. 
Die Story geht auch ganz vielversprechend los, denn auf den ersten Seiten passiert eine ganze Menge, was auf eine spannende Geschichte hoffen lässt: Ein vermeintlicher Terroranschlag auf einer des Hochhäuser in Canary Wharf in London, ein Selbstmord, eine verdächtige Protagonisten und ein fanatischer Stalker. Als dann auch noch ein weiterer Charakter in dem Buch ums Leben kommt, scheint die Geschichte gut zu werden. Doch weit gefehlt. Offensichtlicht verschießt die Autorin ihr gesamtes Spannungspulver bereits auf den ersten 100 Seiten, denn ab diesem Zeitpunkt beginnt das Buch zunehmend öde zu werden. Spannung die aufgebaut wird, kann nicht gehalten werden, die Handlung geht drunter und drüber und nicht einmal hatte ich nach dem Zuklappen des Buches das Gefühl ganz bald unbedingt weiter lesen zu müssen. 
Es ist einfach viel zu offensichtlich, wer nicht der Täter sein kann, was nicht passiert ist, und so gibt es auch keine einzige Szene, die mich hat zweifeln lassen, ob "mein Verdächtiger" der richtige ist, oder nicht. Zwar muss ich zugeben, dass ich mit den schlussendlichen Täter auch nicht gerechnet habe, aber das liegt daran dass das Ende sooo sehr konstruiert und an den Haaren herbei gezogen war, dass wohl kaum einer darauf kommen würde. Es wirkt fast so, als wolle die Autorin schnell ihr Buch beenden und sucht nun nach der Person, die bisher am wenigsten verdächtigt wurde, spritzt der Person ein bisschen böses Blut und schwupps haben wir das große Tadadam- Finale á la Actionfilm. Gähn! 
Ich würde dem Buch 2,5 Sterne geben, da das aber nicht geht runde ich auf auf 3 Sterne. Die sind nicht unbedingt verdient, aber 2 erschienen mir doch zu wenig, und immerhin die Idee hinter der Story ist ganz nett und der Auftakt auch nicht zu verübeln.





André Minninger - Die drei ??? und der fünfte Advent

Klappentext:
Was Lydia Candle am 1. Dezember in ihrem Adventskalender vorfindet, versetzt ihr einen so heftigen Schock, dass sie sich hilfesuchend an die drei ??? wendet. Stammen die unheimlichen Botschaften wirklich von ihrem Neffen, der vor fünf Jahren ums Leben kam? Justus, Peter und Bob müssen innerhalb der nächsten 24 Tage das Rätsel einer unheimlichen Prophezeiung lösen: Am 5. Advent soll ein entsetzliches Verbrechen verübt werden! Tag für Tag kommen die drei Detektive der Lösung des Falles immer näher - werden sie es rechtzeitig schaffen?

Verlag: Kosmos | Preis: 9,99€ | Seiten: 176| Genre: Weihnachten, Krimi, Kinder | Spielt in: USA, Rocky Beach | Erscheinungsdatum: September 2013 | ISBN: 978-3440134696

Erster Satz:
"Am 1. Dezember war Justus Jonas alles andere als weihnachtlich zumute."

  

Meine Meinung:
Schokokalender sind langweilig und aus dem Spielzeugkalenderalter ist man raus? Dann ist dieser Kalender der perfekte Adventskalender für die Vorweihnachtszeit, denn seien wir doch mal ehrlich: Aus dem drei ???- Alter wächst man einfach niemals heraus.
Da ich im letzten Jahr schon einen "literarischen Adventskalender" hatte, allerdings mit Kurzgeschichten, wollte ich auch dieses Jahr wieder einen haben und habe mich wegen der guten Bewertungen für diesen hier entschieden.
Die Story ist genau so wie man es von einer Geschichte um Justus Jonas und Co. erwartet. Die Handlung ist aufgeteilt in 24 mal mehr mal weniger lange Kapitel und ist demzufolge natürlich auch nicht rasend spannend, denn nicht nur wir müssen 24 Tage auf die Lösung warten, sondern auch die drei ??? brauchen 24 Tage um den Fall zu lösen. Deshalb ist eben nicht jedes Kapitel so spannend wie das andere, und teilweise sind es nur wenige kurze Zeilen, die für die Geschichte eher belanglos sind. Dennoch langweilt man sich nicht, und wartet auf des Rätsels Lösung. Da es sich um ein Buch mit der Altersempfehlung 10 - 12 handelt, verstehe ich ehrlich gesagt nicht, wie es zu negativen Kritiken bezüglich der Spannung aka Blutrünstigkeit und zur eben nicht sehr überraschenden Auflösung kommen kann. Es ist eben ein Kinderbuch, in dem dann natürlich keine Finger abgehackt werden und der Täter am Ende kein Inhaber von einer Ökostrom-Riesenfirma ist, der die Weltherrschaft an sich reißen will.
Was mich persönlich aber etwas genervt hat, war dieser super erzwungene Bezug zur deutschen Weihnacht. Wenn es nach mir gegangen wäre, hätte es auch ganz klassisch, amerikanisch sein können :D




Donnerstag, 5. Dezember 2013

Alan Bradley - Flavia de Luce, Schlussakord für einen Mord (Bd. 5)

Klappentext:
Ach du heilige Pfeife – Flavia zieht alle Register! Sie steckt ihre Nase überall hinein und befördert jeden noch so tief vergrabenen Hinweis ans Licht – die elfjährige Flavia de Luce ist Hobbydetektivin aus Leidenschaft. Als sie ihre Nase zur Abwechslung in eine alte Kirchengruft steckt, rechnet sie allerdings nicht damit, eine verhältnismäßig frische Leiche ans Licht zu befördern. Aus dem Grab des Kirchenheiligen von Bishop's Lacey blickt ihr der ermordete Kirchenorganist hinter einer grotesken Gasmaske entgegen. Wer hatte einen Grund, Mr. Collicutt zu töten, und wieso hat er die Leiche hier, an diesem heiligen Ort, versteckt? Ein neuer Fall für die brillante Flavia!

Verlag: Penhaligon | Preis: 19,99€ | Seiten: 352 | Genre: Krimi, Humor | Spielt in: Großbritannien, Buckshaw | Originaltitel: Speaking from among the bones | Erscheinungstermin: November 2013 | ISBN: 978-3764530990

Erster Satz:
"Blut tropfte vom Stumpf des abgeschlagenen Kopfes, regnete in dicken Tropfen herab und sammelte sich in einer rubinroten Pfütze auf den schwarz-weißen Fliesen.




Worum geht es:
Flavia kann es nicht lassen. Schon wieder schlittert sie mir nichts, dir nichts mitten in einem Mord im kleinen, inzwischen wohl nicht mehr ganz so beschaulichen, Buckshaw. Das Opfer ist der Organist der Kirche, Mr. Collicut, der mit einer Gasmaske bekleidet in der Gruft des heiligen St. Tankred gefunden wird. Eben jenem Heiligen, dessen sterbliche Überreste von Archäologen geborgen werden sollten. Doch anstelle dieses Toten liegt dort der bedauernswerte Mr. Collicut. 
Nur kurze Zeit später häufen sich die mysteriösen Ereignisse in Buckshaw: Das Abbild des Heiligen weint blutige Tränen, und außerdem soll es noch ein weiteres Geheimnis um St. Tankred geben...

Meine Meinung:
Ach Flavia, die gute alte Flavia. Ich liebe die Bücher um sie einfach, und habe dem Erscheinen dieses neuen Bandes jetzt schon monatelang entgegen gefiebert. Ich liebe ihre freche, kesse Art und das Wissen darüber, dass ihr der Schalk im Nacken sitzt. Wehe dem, der sie wie ein kleines Kind behandelt, denn dem blüht sicherlich nichts Gutes aus dem Labor der kleinen Giftmischerin.
Die letzten vier Bände habe ich immer mit Feuereifer verschlungen, doch irgendetwas war dieses Mal anders. So richtig wollte es mir nicht gelingen in die Geschichte hinein zu kommen, und ehe das Buch spannend wurde, vergingen locker 100 Seiten. Eigentlich ein K.O- Kriterium für Bücher, aber Gott sei Dank ist ja zumindest Verlass auf Flavia selbst. Denn während die Geschichte nur so allmählich vor sich hinplätschert, ohne wirklich super spannend zu werden, reißt es Flavia mit ihren Sprüchen und ihrem ganzen Auftreten dann doch noch raus. 
Ich würde jetzt nicht behaupten, dass die Story noch mal richtig umwerfend wird. Viel eher ist es so, dass an dem Punkt wo das Buch spannend geworden ist, es auch schon so gut wie fast zu Ende ist und man des Rätsels Lösung präsentiert bekommt. Deshalb kann ich schweren Herzens auch nur höchstens 4 Sterne geben.
Was mir aber dennoch wirklich gut gefallen hat ist, dass endlich Flavias Familie wieder eine größere Rolle als in Band 3 und 4 spielt. Ich liebe das zwischenmenschliche der De Luce's und kann mir vor allem Feely so richtig schön bildlich vorstellen. 
Alles in allem also lesenswert aber für mich der bisher schwächste Band der Reihe. 




Dienstag, 3. Dezember 2013

Karen Rose - Todesbräute (Bd. 2)

Klappentext:
Die Vergangenheit kehrt zurück In einer amerikanischen Kleinstadt geschieht ein kaltblütiger Mord an einer jungen Frau. Der Killer hat ihr das Gesicht zertrümmert, sie nackt in eine Decke eingewickelt und in einen Graben geworfen. An ihrem Zeh findet die Polizei einen mysteriösen Schlüssel. Agent Daniel Vartanian übernimmt die Ermittlungen und findet heraus, dass vor dreizehn Jahren ein Mädchen auf dieselbe bestialische Art getötet wurde. Ist der Mörder zurückgekehrt, oder handelt es sich um einen perfiden Nachahmungstäter? Bevor Vartanian weitere Spuren verfolgen kann, taucht Alexandra, die Zwillingsschwester des Opfers, auf. Unversehens gerät sie selbst ins Visier dieses brutalen Serienmörders...

Verlag: Knaur | Seiten: 656 | Preis: 9,99€ | Genre: Thriller | Spielt in: Dutton / Georgia, USA | Originaltitel: Scream for me | Erscheinungsdatum: Mai 2010 | ISBN: 978-3426502983

Erster Satz:
"Ein Ping. Wieder war ein Fahrstuhl angekommen."



Worum geht es:

Die Kleinstadt Dutton wird von einer grausamen Mordserie erschüttert: Jemand ermordet junge Frauen, vergewaltigt sie vor ihrem Tod und lässt sie dann, bis zur Unkenntlichkeit entstellt, in einem Graben zurück. Die Frauen haben alle eins gemeinsam, nämlich die Ähnlichkeit zum Fall "Alicia Tremaine" von vor 13 Jahren. Die damals 16 jährige wurde auf genau die gleiche Art und Weise getötet, nur sitzt ihr Mörder bereits seit über einem Jahrzehnt im Gefängnis. Die Ermittler des GBI um Daniel Vartanian stehen vor einem Rätsel. Haben sie es mit einem Nachahmungstäter zu tun, oder konnte Alicias wahrer Mörder etwa doch nicht gefasst werden? Gemeinsam mit Alex Fallon, der Zwillingsschwester der getöteten Alicia, beginnen sie zu ermitteln, und schlagen mitten in ein Wespennest...


Meine Meinung:

Dass ich den ersten Teil dieser "Trilogie" gelesen habe (wobei man ganz klar sagen kann, dass es absolut kein Problem ist, dieses Buch zu lesen auch ohne dass man Band 1 kennt), ist mit Sicherheit schon mindestens eineinhalb Jahre her. Ich hatte befürchtet, nur schwer wieder den Einstieg zu finden, aber dem war absolut nicht der Fall. Das Buch steht fast schon für sich alleine, da sämtliche Details - die ich alle vergessen hatte - aus Band 1 erläutert und wiederholt werden.
Umso rascher steckt man also mitten drin im Fall um die ermordeten Frauen, und fragt sich unaufhörlich, wer bloß der Täter sein könnte. Ich konnte das Buch teilweise gar nicht mehr aus der Hand legen, hab gelesen und gelesen und hatte diesen fetten Schinken deutlich schneller durchgelesen als ich es erwartet hätte. Das liegt aber eben einfach absolut an dem Spannungsbogen, den Karen Rose hier zeichnet. Man wird von Holzweg zu Holzweg geführt, tappt absolut im Dunkeln und ist im Endeffekt sicherlich sehr überrascht, dass der Täter der Täter ist. Hier kommen wir allerdings zu dem Punkt, für den ich dem Buch beinahe einen Stern abgezogen hätte: Das Ende ist viel zu überraschend, bzw. der Täter - zumindest für mich - absolut nicht vorhersehbar. Das ging so weit, dass ich nach Beenden des Buches erst einmal im Internet gesucht habe, wer dieser Täter ist. Generell tauchen aber definitiv viiiiiel zu viel Personen in dem Buch auf. Die Namen verschwimmen einfach irgendwann nur noch, denn nicht nur dass es eine Masse an handelnden Menschen gibt, nein, sie werden auch noch abwechselnd beim Vor- oder Nachnamen genannt. Das sorgt für absolutes Chaos beim Lesen :D
Ansonsten aber bin ich hellauf begeistert von dem Buch. Es war einer der spannendsten Thriller die ich in den letzten Monaten gelesen habe, und trotz einiger Abzüge für mich noch ein 5- Sterne Buch!


Samstag, 30. November 2013

Sylvia Roth - Ein Jahr in Lissabon

Klappentext:
Sie hatte sich rettungslos verliebt: In die Schiffshupen, die vom Tejo herauf tönten, das Surren der Kaffeemaschinen, das aus den Pastelarias drang, in die Frau, die in einem Holzkistchen ihren Kanarienvogel spazieren führte, den Schuhputzer, der sein Werkzeug ordnete und in die beiden alten Herren, die auf einer Parkbank ihr Nickerchen hielten. Sie war Hals über Kopf verschossen in die Poesie dieser Stadt - und musste einfach bleiben. Für länger. Für ein ganzes Jahr.

Verlag: Herder | Seiten: 192 | Preis: 12,99€ | Genre: Biographie, Reisen, Sachbuch | Spielt in: Portugal, Lissabon | Erscheinungsdatum: September 2013 | ISBN: 978-3451064838

Erster Satz:
"Ich hatte viel Sorgfalt darauf verwendet, meine Koffer zu packen."



Worum gehts:
Sylvia Roth hat ein Kunststipendium bekommen, und darf nun ein Jahr in der Stadt verbringen, in die sie sich Hals über Kopf bei ihrem ersten Besuch verliebt hat: Lissabon. Die portugiesische Hauptstadt, mit ihrer gelben Straßenbahn, den vielen alten Häusern und kleinen Gassen besitzt ihren ganz eigenen Charme und bezaubert von Anfang an. Sie wohnt in einer Gastfamilie, arbeitet in einer tollen Galerie und lernt die Sprache in Windeseile. Für Sylvia Roth ein durch und durch gelungenes Jahr.

Meine Meinung:
Leider muss ich sagen, dass dieses Buch nicht unbedingt zu meinen Favoriten aus der "Ein Jahr in..."- Reihe zählt, und um ehrlich zu sein kann ich nicht einmal benennen wieso. Geht man von meinen "klassischen Kriterien" aus, ist nichts dabei was mich wirklich stört: Der Schreibstil und der Lesefluss sind gut, bringen einem Lissabon gewiss auch näher und auch an dem einen oder anderen Geheimtipp für Lissabonreisende mangelt es nicht, und dennoch hat die Autorin es auf diesen 190 Seiten nicht geschafft, mich zu einem Besuch zu animieren. Zwar liest man aus jeder Seite ihre Begeisterung für die Stadt heraus, lernt unbekannte Ecken und Eigenheiten der Portugiesen kennen und trifft herrlich eigene Persönlichkeiten, und trotzdem kam bei mir kein Interesse auf. Mir fehlt die Begründung, warum ich denn nun dorthin gehen sollte.
Außerdem beginnt ab einem gewissen Punkt es mich ein wenig anzustrengend, dass Sylvia Roth mit ihrem über die Monate größer werdenen portugiesisch Wortschatz auch immer mehr davon auzugehen scheint, dass wir Leser dies mit dem Lesen ihres Buches auch können. Zunehmend wird auf Übersetzungen verzichtet, was mir den Spaß an ihren Unterhaltungen mit anderen genommen hat. Klar, es sind immer nur einzelne Sätze, und trotzdem hätte ich gerne gewusst was sie sagt.
Und auch, dass es zum Großteil nur im Kunst und Kultur geht, konnte mich nicht überzeugen. Ich möchte auch Sehenswürdigkeiten, Ausgehtipps, Auflüge oder Alltägliches.
Alles in allem war es kein schlechtes Buch, definitiv nicht, aber bisher eines der schwächsten die ich aus der Reihe gelesen habe.