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Freitag, 21. März 2014

Lucinda Riley - Die Mitternachtsrose

Klappentext:
Innerlich aufgelöst kommt die junge amerikanische Schauspielerin Rebecca Bradley im englischen Dartmoor an, wo ein altes Herrenhaus als Kulisse für einen Film dient, der in den 1920er Jahren spielt. Vor ihrer Abreise hat die Nachricht von Rebeccas angeblicher Verlobung eine Hetzjagd der Medien auf die junge Frau ausgelöst, doch in der Abgeschiedenheit von Astbury Hall kommt Rebecca allmählich zur Ruhe. Als sie jedoch erkennt, dass sie Lady Violet, der Großmutter des Hausherrn Lord Astbury, frappierend ähnlich sieht, ist ihre Neugier geweckt.
Dann taucht Ari Malik auf: ein junger Inder, den das Vermächtnis seiner Urgroßmutter Anahita nach Astbury Hall geführt hat. Je mehr Rebecca aber in die Vergangenheit und in ihre Rolle eintaucht, beginnen Realität und Fiktion zu verwischen – und schließlich kommt sie nicht nur Anahitas Geschichte auf die Spur, sondern auch dem dunklen Geheimnis, das wie ein Fluch über der Dynastie der Astburys zu liegen scheint…

Verlag: Goldmann | Preis: 19,99€ | Seite: 576 | Genre: Familiengeschichte, Liebe | Spielt in: Indien und Großbritannien, Devon | Originaltitel: The Midnight Rose | Erscheinungstermin: Januar 2014 | ISBN: 978-3442313600

Erster Satz:
"Heute ist mein einhundertster Geburtstag."


Worum geht es:
Rebeccas Leben ist alles andere als das Glamourleben, welches ihr die ganze Presse immerzu andichten will. Denn im Gegensatz zu vielen ihrer Schauspielkollegen genießt sie es absolut nicht, immerzu im Mittelpunkt zu stehen. Deshalb kommt es ihr nur gelegen, als sie für einen Film aus den USA nach Devon in England reist, und während der Drehzeit ins Astbury Hall leben wird. Einem Herrenhaus fernab jeglichem Handyempfanges und inmitten einer wunderschönen Landschaft.
Doch das Haus scheint ein Geheimnis zu haben, denn einst lebte dort auch eine junge Inderin zu Beginn des 20. Jahunderts: Anahita. 
Sie kam als junges Mädchen in die adligen Kreise der indischen Oberschicht, und konnte ein Leben leben, von denen andere Mädchen nur zu träumen wagen konnten, mit einer Ausbildung in England und einen Leben ohne finanzielle Sorgen. Doch auch dieses Leben war alles andere als schillernd...

Meine Meinung:
Da ich bisher alle Bücher der Autorin gelesen hatte, wusste ich worauf ich mich in etwa bei der Geschichte einlassen würde: Eine Familiengeschichte, bei der Vergangenheit und Gegenwart verknüpft werden, in der es einige harte Schicksalsschläge geben wird und ganz, ganz viel Liebe. So waren alle ihre bisherigen Bücher, und alle haben meinen Geschmack getroffen. Die einen mehr, die anderen weniger, aber immer war ich am Ende der Bücher begeistert. 
Nach dem Lesen dieses Buches weiß ich aber, dass es in Zukunft für kommende Bücher schwer werden wird, denn dieses Buch war der absolute Wahnsinn! Ich bin hellauf begeistert von der Geschichte und kann nun mit ruhigem Gewissen sagen, dass dieses Buch hier ab sofort definitiv mein Lieblingsbuch der Autorin ist.
Sie versteht es wahnsinnig toll, eine unglaublich tolle Atmosphäre in dem Buch zu schaffen. Die Kapitel die in Indien spielen habe ich inhaliert und auch das folgende Leben Anahitas hat mich absolut in seinen Bann gezogen. Man hat das Gefühl, hautnah dabei zu sein, und jedes Hoch und Tief von ihr selbst mitzuerleben. Das Leben von Rebecca konnte mich da schon weniger fangen, aber da rettet die traumhaftschöne Erzählung rund um Astbury Hall und das völlig überraschende Ende auch diesen kleinen Minuspunkt. 
Die Sprache ist wieder wie gewohnt etwas blumig, aber auf keinen Fall ausufernd oder kitschig, und letztlich bleibt mir ohnehin nichts anderes zu sagen, als dass ihr euch das Buch kaufen MÜSST! ♥





Montag, 13. Januar 2014

Sophie Kinsella - Das Hochzeitsversprechen

Klappentext:
Hochzeitsnacht und Honeymoon – und der Albtraum vom Glück ist perfekt ...
Nach der jüngsten Enttäuschung hat Lottie endgültig die Nase voll von bindungsunfähigen Männern. Als sich da plötzlich Ben meldet, eine alte Flamme von ihr, geht alles ganz schnell. Denn Ben erinnert Lottie an einen vor Jahren geschlossenen Pakt, wonach die beiden einander heiraten wollten, sollten sie mit dreißig noch single sein. Lottie zögert nicht lange und marschiert kurzentschlossen mit Ben zum Altar. Von dort geht es geradewegs in die Flitterwochen auf Ikonos, jene griechische Insel, auf der sie sich einst kennengelernt hatten. Freunde und Familien der beiden sind entsetzt. Und schließlich machen sich Lotties Schwester Fliss und Bens Freund Lorcan auf nach Ikonos, um Honeymoon und Hochzeitsnacht nach Kräften zu sabotieren ...

Verlag: Goldmann | Seiten: 512 | Preis: 9,99€ | Genre: Humor, Frauen, Liebe | Spielt in: hptsl. auf Ikonos, Griechenland | Originaltitel: Wedding Night | Erscheinungstermin: Januar 2014 | ISBN: 978-3442479863

Erster Satz:
Diese jungen Leute!

 

Worum geht es:
Lottie ist Anfang dreißig und so langsam sollte sie wirklich in den Stand der Ehe eintreten, findet sie. Am besten ganz romantisch, mit großem Tamtam, eben eine Märchenhochzeit wie sie im Buche steht. Deshalb ist sie umso aufgeregter als Richard, ihr langjähriger Freund, sie zum Essen ausführt um ihr "eine wichtige Frage zu stellen". Ganz klar, das MUSS ein Antrag sein... und entpuppt sich als eine Frage, die belangloser nicht sein könnte. Lottie trennt sich augenblicklich um ihr Leben nicht mit jemanden zu verschwenden, der nicht die gleichen Vorstellungen von Liebe und Zukunft hat. Gott sei Dank dauert ihr plötzliches Singledasein doch nicht sehr lange - auf einmal steht Ben vor ihr. Der Ben in den sie vor 15 Jahren, als 18 jährige, unsterblich während ihres Sommers auf Ikonos verliebt war, und macht ihr einen Antrag...

Meine Meinung:
Seit ich wusste, dass Sophie Kinsella ein neues Buch herausbringen würde - und nein, um das gleich mal zu beantworten, es ist kein weiterer Teil ihrer Shopaholic- Reihe - war ich super gespannt darauf. Bisher hat mich außer dem letzten Shopaholicteil noch kein einziges Buch von ihr enttäuscht, und lautes, peinliches Auflachen beim Lesen ist quasi garantiert.
Und auch dieses Buch macht definitiv keine Ausnahme in der Riege der grandiosen Bücher von ihr. Allerdings muss ich auch zugeben, dass es nicht sooo lustig ist, wie seine Vorgänger, und ich oft nur schmunzeln oder dümmlich vor mich hin grinsen musste anstatt laut aufzulachen. Aber das ist okay, denn die Geschichte ist dadurch ja nicht schlechter. Viel öfter hatte ich einfach nur riesiges Mitleid gemischt mit etwas Schadenfreude mit der armen Lottie, die doch nicht mehr will, als tolle Flitterwochen.
Aber die können einfach nicht funktionieren, wenn man eine Schwester wie Fliss hat, die nur dein bestes will und im Hintergrund die Strippen zieht, um genau diesen Traum von hinreißenden Flitterwochen zu vernichten.
Was den Frischvermählten passiert ist so skurril und lustig - man will echt nicht tauschen.
Besonders hat mir wieder die Zeichnung der Personen gefallen. Bis auf Ben muss man sie einfach alle mögen, weil sie so zauberhaft sind. Lottie, die naive Chaoskönigin, Fliss die Kontrollierte mit ihrem Erinnerungsstick um den Hals, oder ihr Sohn Noah.
Alles in allem hat man mit diesem Buch wie immer seinen Spaß. Es ist kurzweilig, es ist lebensnah und einfach nur bezaubernd. 



Donnerstag, 24. Oktober 2013

[Rezi] Roger Hobbs - Ghostman

Klappentext:
Jack Delton ist der Mann, den man kennen muss, wenn man die Spuren eines Verbrechens verwischen will. Und er ist gut, der Beste auf seinem Gebiet. Nur Wenige wissen, dass es ihn gibt, und kaum einer, wie man ihn erreichen kann. Als Jack eine E-Mail von Marcus Fairlan bekommt, ist er daher erst einmal äußerst vorsichtig, denn Marcus kann nur einen Grund haben, ihn zu kontaktieren. „Vor Jahren wollten sie zusammen einen Banküberfall im großen Stil durchziehen, doch Jack hat es vermasselt. Er hat den Fehler begangen, der die ganze Mission scheitern ließ. Jetzt ist er Marcus einen Gefallen schuldig – und der hat es in sich“. Marcus hat versucht, einen Überfall auf einen Geldtransport eines Casinos zu organisieren. Aber der schlug fehl. Nun ist einer seiner Leute tot und der andere, Jerome Ribbons, auf der Flucht, und zwar mit der Beute. Jack soll ihn finden und die Beute sicherstellen. Dazu bleibt ihm allerdings nicht viel Zeit, denn das Geld wir in 48 Stunden hochgehen. Und Jack ist noch etwas aufgefallen, das ihn misstrauisch macht. Nach den Einschusslöchern zu urteilen, muss es einen dritten Schützen am Tatort gegeben haben. Wer war der dritte Mann und was verschweigt Marcus ihm noch alles? Wird Jack auch aus dieser Sache heil herauskommen?
 
Verlagsgruppe: Goldmann  | Seiten: 380 Preis: 14,99€ | Format: Taschenbuch | Genre: Thriller | Erscheinungsdatum: August 2013 |Original Titel:  Ghostman| ISBN: 3827195640
 
Erster Satz:
"Hector Moreneo und Jerome Ribbons saßen in ihrem Wagen im Erdgeschoss der Parkgarage des Atlantic Regency Hotel Casino und zogen sich mit einem zerknautschten Stück Alufolie ihr Crystal Meth rein."
 



Worum geht es:
Es geht um einen misslungen Überfall auf ein Casino bei dem eine Million Dollar erbeutet wurden und verschwunden sind. Jack Delton den man nur den Ghostman  nennt wird beauftragt das Geld innerhalb von 48 Stunden wieder zu beschaffen. Er ist der Beste den man für so eine Aufgabe bekommen kann. Er ist ein Meister darin sich unsichtbar zu machen und alle Beweise und Spuren  verschwinden zu lassen. So leicht wird ihm sein Auftrag aber nicht gemacht, da es noch jemanden gibt, der es auf seine Kopf abgesehen hat. Ein tödlicher Wettlauf gegen die Zeit, dass FBI und einen wahnsinnigen Verbrecher beginnt
 
Meine Meinung:
Wer jetzt bei diesem Thriller völlig neue Ideen und unerwartet Wendungen erwartet wird wahrscheinlich etwas enttäuscht sein aber wenn man es erst gelesen hat vermisst man das auch nicht. Das Buch liest sich fast wie ein Drehbuch für einen actiongeladenen Film. Es kommt von der ersten bis zur letzten Seite einfach keine Langeweile auf, wo man hofft, dass endlich wieder etwas passiert. Das liegt meiner Meinung nach sehr daran wie detailreich die Handlung geschrieben ist, ohne etwas schön zu färben oder den Ghostman als eine besonders liebenswerte Person erscheinen zu lassen. Zielstrebig und ohne Gewissen versucht er seinen Auftrag zu erledigen und lässt sich dabei von nichts aufhalten.



Mittwoch, 11. September 2013

[Rezension] Sophie Kinsella als Madeleine Wickham - Cocktails für drei

Klappentext:
Drei junge Frauen arbeiten bei einem Londoner Magazin und treffen sich einmal im Monat, um bei ein paar Cocktails die letzten Neuigkeiten auszutauschen: Da ist die glamouröse, selbstbewusste Roxanne, die stets hofft, dass ihr heimlicher Liebhaber eines Tages seine Frau verlässt und sie heiratet. Die patente Maggie, die bisher noch alles im Leben perfekt gemeistert hat, bis ihre Mutterrolle sie zu überfordern droht. Und Candice – gutmütig und grundanständig. Zumindest glaubte sie das, bis eine alte Bekannte auftaucht, der Candice helfen möchte. Doch damit gerät ihr Leben komplett aus den Fugen. Aber zum Glück sind ja noch Roxanne und Maggie da ...

Verlag: Goldmann | Seiten: 352 | Preis: 8,99€ | Genre: Frauen | Spielt in: Großbritannien, London | Originaltitel: Cocktails for three | Erscheinungsdatum: August 2013 | ISBN: 978-3442476855

Erster Satz:
"Candice Brewin stieß die schwere Glastür der Manhattan Bar auf und spürte, wie sie von der vertrauten Woge aus Wärme, Lärm, Licht und Gläserklirren umfangen wurde." 


 
Worum geht es:
Candice, Maggie und Roxanne verbindet nicht nur eine jahrelange tiefe Freundschaft, sondern auch eine seit Jahren gepflegte Tradition: Immer am Anfang jeden Monats treffen sich die drei jungen Frauen in einer Bar, der Manhattan Bar, im Herzen Londons um mal wieder das zu tun was Frauen eben manchmal am liebsten tun: Quatschen, tratschen und leckere Cocktaisl trinken. Eben einfach mal die Seele baumeln zu lassen. 
Doch beim letzten treffen stört etwas, bzw. jemand, diese Tradition: Heather. Sie und Candice waren auf der gleichen Schule, ehe Heathers Familie wegen Candice' Vater in den finanziellen Ruin gestürzt wurde. Um ein bisschen wieder Gutmachung zu leisten, besorgt Candice ihr kurzerhand einen Job und eine Wohnung und ignoriert dabei völlig die Warnungen ihrer beiden Freundinnen.
Doch auch bei Maggie und Roxanne läuft nicht alles nach Plan. Maggie ist mit dem leben als frischgebackene Mutter heillos überfordert, während Roxanne auf die Liebe ihres Lebens wartet; Einen verheirateten Familienvater. 

Meine Meinung:
Das die Bücher die die Autorin unter "Sophie Kinsella" veröffentlicht ander sind als die die die Autorin unter "Madeleine Wickham" veröffentlicht, wusste ich - und dennoch hat es mich überrascht, wie unterschiedlich die Werke von ein und der selbern Autorin sein können. Bisher habe ich schon einige Sophie Kinsella - Bücher gelesen und war absolut begeistert von ihrem spritzigen Schreibstil, dem Humor der mich wirklich zum Lachen gebracht hat, und dem tollen Ausdruck. 
Ihr Schreibstil ist natürlich nach wie vor toll, auch in diesem neuen Buch von ihr, aber die beiden anderen Punkte fehlen völlig. Es ist kein lustiges Buch, kein ChickLit im klassischen Sinne und auch kein Buch das durchzogen ist von einem Witz und flotten Sprüchlein nach dem nächsten. Und dennoch ist es gut. Man muss eben einfach als Leser wissen, dass einen ein anderes Leseerlebnis mit Madeleine Wickham erwartet. 
Die Geschichte an sich ist auch wirklich gut gelungen: 3 Frauen die eine jahrelange Freundschaft verbindet, obwohl sie eigentlich nicht anders sein könnten und alle ihre ganz eigenen Probleme und Sorgen haben. Da sie sich nun auch noch regelmäßig zum Cocktail treffen, ist der Vergleich mit Sex and the city auch nicht wirklich weit hergeholt. Man kann sogar bestimmte Übereinstimmungen zwischen Charlotte, Samantha und Co und den drei Londoner Mädels finden. Trotzdem ist es KEIN Sex and the city Abklatsch. Es ist einfach eine Geschichte aus dem Leben, mit Parallelen zu anderen Stories.
Was mir besonders gut gefallen hat, ist dass alle Charaktere wirklich authentisch sind. Sie sind überfordert mit ihrem neugeborenen Baby, sie laufen blindlings in falsche Freunschaften udn verlieben sich in die falschen Männer.
Was mich persönlich aber sehr gestört hat, war das wirklich ÜBERMAß an Tränen in diesem Buch. Man konnte fast schon keine zwei Seiten lesen, ohne dass nicht mindestens eine der Protagonistinnen "in Tränen ausgebrach", "heimlich die Tränen wegwischte", "die Tränen unterdrückte" oder "Tränen in den Augen hatte". Es wurde am laufenden Band geheult in dem Buch - mal nachvollziehbar, mal nicht, aber definitiv zu viel.



Dienstag, 6. August 2013

[Rezension] Thomas Letocha - Oma Else kanns nicht lassen

Klappentext:
Mit 81 Jahren, da fängt das Leben an.
Else Westermann ist 81, seit kurzem Witwe und erwartet nicht mehr viel vom Leben. Das ändert sich, als sie einen spannenden Brief erhält – leider war er nicht an sie adressiert, der Briefträger hatte ihn falsch eingeworfen. Da die Lektüre aber endlich wieder Pepp in Oma Elses Alltag gebracht hat, fischt sie von nun an täglich Briefe aus den Postkästen der Nachbarn, liest sie und steckt sie anschließend wieder zurück — bis ein ganz besonderer Brief in ihre Hände gerät und sie von einem Abenteuer ins nächste stolpert …

Verlag: Goldmann | Seiten: 192 | Preis: 8,99€ | Spielt in: Deutschland | Genre: Humor | Erscheinungsdatum: Juli 2013 | ISBN: 978-3442478897

Erster Satz:
"Mein Name ist Else Westermann, ich bin einundachtzig Jahre alt und wohne in einer deutschen Großstadt." 



Worum gehts:

Oma Else ist überfordert mit ihrem Leben. Mit ihrer Einsamkeit. Seit Jahrzehnten schon war immer ihr Mann an ihrer Seite, doch jetzt, nach seinem Tod, muss Oma Else alles alleine bewerkstelligen und weiß nicht mehr viel mit sich anzufangen. Selbst um die Post hat sich ihr Mann immer gekümmert, und Briefe hat sie nie bekommen. Doch dann landet ein falsch eingesteckter Brief in ihrem Briefkasten und Oma Else kann nicht wiederstehen und liest ihn, ehe sie ihn wieder heimlich zurück steckt. Doch jetzt, auf den Geschmack gekommen, reicht es ihr nicht mehr aus zu warten bis wieder einmal ein falsch gelandeter Brief sich zu ihr verirrt, und sie beginnt auch aus fremder Leute Briefkästen zu mopsen - mit fatalen Folgen...

Meine Meinung:

Hach Oma Else ist einfach zum knutschen! Ich liebe es, wie der Autor ihren Charakter gezeichnet hat. Mit viel Witz und Charme und Liebe zum Detail. Dass so das eine oder andere Unglück geschehen muss, ist ja quasi schon vorprogrammiert.
Bevor ich mit dem Lesen begonnen habe, habe ich ehrlich gesagt nicht viel von dem Buch erwartet. Ja, bestimmt eine sehr kurzweilige Geschichte, aber mehr sicher nicht. Kurzweilig ist sie definitiv, aber auch so herzallerliebst und wirklich lustig. Genau das richtige für die momentanen heißen Temperaturen draußen. Da liest sich diese kleine, luftige Geschichte einfach so weg. 
Da das Buch auch nur 180 Seiten hat, möchte ich es bei dieser knappen Rezension belassen. Ich denke jedes weitere Wort, würde einfach zu viel von der Geschichte vorweg nehmen :) 


Montag, 24. Juni 2013

[Rezension] Lucinda Riley - Der Lavendelgarten

Klappentext:
Ein Herrenhaus in der Provence, eine adelige Familie und eine schicksalhafte Liebe in dunklen Zeiten.
Jahrelang hat Emilie de la Martinières darum gekämpft, sich eine Existenz jenseits ihrer aristokratischen Herkunft aufzubauen. Doch als ihre glamouröse, unnahbare Mutter Valérie stirbt, lastet das Erbe der Familie allein auf Emilies Schultern. Sie kehrt zurück an den Ort ihrer Kindheit, ein herrschaftliches Château in der Provence. Der Zufall spielt ihr eine Gedichtsammlung in die Hände, verfasst von ihrer Tante Sophia, deren Leben von einem düsteren Geheimnis umschattet war – einer tragischen Liebesgeschichte, die das Schicksal der de la Martinières für immer bestimmen sollte. Doch schließlich erkennt Emilie, dass es noch nicht zu spät ist, die Tür zu einer anderen Zukunft aufzustoßen …

Verlag: Goldmann | Seiten: 512 | Preis: 9,99€ | Genre: Familiengeschichte, Liebe, Schicksal | Spielt in: Frankreich, Provence, Gassin & Großbritannien, Yorkshire, Blackmoor | Originaltitel: The Light Behind The Window | Erscheinungstermin: Juni 2013 | ISBN: 978-3442477975

Erster Satz:
"Als Emilie spürte, wie der Druck auf ihre Hand nachließ, sah sie ihre Mutter an."



Worum geht es:
Nach dem Tod ihrer Mutter ist Emilie ganz auf sich allein gestellt: Ohne Geschwister und andere Angehörige der Familie Martiniéres trägt sie das Erbe ihrer Familie ganz allein, und das bedeutet nicht nur die emotionale Bürde die ihre Mutter ihr hinterlassen hat, sondern auch die Schulden und das inzwischen ziemlich heruntergewirtschaftete Chateau in der Provence. Doch Gott sei Dank lernt sie nach einiger Zeit in Gassin einen jungen Mann kennen, Sebastian, der ihr helfend zur Seite steht in dieser schweren Zeit, und schon bald zum Mittelpunkt ihres Lebens wird.
Doch nicht nur ihre Gefühle für einander verbinden sie, sondern auch zwei Familiengeschichten die sich berühren: Während der deutschen Besetzung in Frankreich lernten sich Edouard, Emilies Vater, und Constanze, Sebastians Großmutter, kennen. Die beiden verband ein Schicksal voller Dramatik, Einschränkung und ständiger Angst vor dem Feind. 

Meine Meinung:
Nachdem ich beide bisher erschienen Bücher von Lucinda Riley gelesen hatte, war ich sehr gespannt auf dieses neue Buch von ihr. Es spielt in der Provence, einem Teil der Erde der mich schon immer fasziniert hat und den ich mich unfassbar schön vorstelle. 
Aber leider war ich doch eher enttäuscht von dem Buch. Der Grund dafür? Man kann es förmlich zwischen den Zeilen lesen, wie wenig Herzblut die Autorin in die Geschichte um Emilie und Sebastian gelegt hat, und offenbar all ihre Kreativität auf die Geschichte um Constanze, Sophia und Edouard konzentriert hat. Ich war anfänglich sogar fast versucht, das Buch aus der Hand zu legen und abzubrechen, so schlecht fand ich diese Geschichte im "Heute". Sie ist flach, vorhersehbar, fuuuurchtbar konstruiert und einfach lächerlich kitschig. Absoluter Groschenroman-Stil. 
Dem gegenüber im krassen Gegensatz steht aber die Geschichte im "Damals" von 1944. Sie steckt voller unerwartete Wendungen, voller Dramatik und Emotionalität. Voller Gefühl und Kraft. Es hat großen Spaß gemacht, diese Episoden zu lesen und ich zumindest war regelrecht enttäuscht wenn wieder Teile der Geschichte aus 1999 kamen. 
Was Lucinda Riley aber beherrscht, ist eine Umgebung zu zeichnen die man fast schon selbst mit allen Sinnen erleben kann. Ich habe einen unglaublich schönen, wenn auch von Klischees belasteten :D, Eindruck von der Provence und Yorkshire erhalten, und hätte am liebsten sofort meine Koffer gepackt um selbst ein paar Tage im Chateau anwesend zu sein.

Im Endeffekt überwiegt für mich aber die Schwäche der Geschichte um Emilie und Sebastian, so dass ich dem Buch leider nur 3 Sterne geben kann. 



Mittwoch, 29. Mai 2013

[Rezension] Gilles Legardinier - Julie weiß, wo die Liebe wohnt

Klappentext:
Julie Tournelle hat schon viele verrückte Dinge in ihrem Leben getan. Doch als sie sich in das Namensschild ihres neuen Nachbarn verliebt, wirft sie endgültig jede Vernunft über Bord. Tagelang bezieht sie Posten hinter dem Türspion, um einen Blick auf den Unbekannten zu erhaschen. Dumm nur, dass er gerade dann auftaucht, als ihre Hand in seinem Briefkasten festklemmt. Doch Ricardo befreit sie nicht nur aus der misslichen Lage, sondern lädt sie sogar zum gemeinsamen Joggen ein. Julie weiß, sie sollte zugeben, dass sie nur in Notfällen läuft – wenn es brennt, oder ein kleiner böser Köter sie verfolgt – statt zu behaupten, sie sei begeisterte Langstreckenläuferin. Aber eigentlich ist doch in der Liebe alles erlaubt, oder?

Verlag: Goldmann | Preis: 8,99€ | Seiten: 384 | Genre: Liebe | Spielt in: Frankreich | Erscheinungsdatum: Mai 2013 | Originaltitel: Demain j'arrête | ISBN: 978-3442479009

Erster Satz:
"Kennt ihr jemanden, der seine Scheidung mit einer Party feiert?"



Worum geht es:

Im Moment könnte Julies Leben nicht unglücklicher sein: Frisch getrennt von Didier, einem Mann den sie für einen wichtigen Abschnitt ihres Lebens hielt entpuppt sich als soziopathischer Schnorrer, und auch ihr Job bei der lokalen Bank, den sie annahm nachdem sie Didier zu Liebe ihr Studium abgebrochen hat, macht sie mehr als unglücklich. Auf dem Tiefpunkt ihrer Stimmung macht sie jedoch eine Entdeckung, die ihr Leben auf den Kopf stellen wird: Ein neuer Mieter, Riccardo Patatras, ist in ihr Haus eingezogen. Und ganz ehrlich, jemand der so heißt kann nur entweder vom Zirkus kommen oder ein Geheimagent sein. 
Doch der neue Unbekannte lässt sich nicht mehr los. Sie verbringt ganze Abende vorm Türspion um nur endlich einen Blick auf den Mann werfen zu können, und verfehlt ihr Ziel doch immer um Haaresbreite. Bis sie sich kennen lernen. Sie, den Arm in einem Briefkasten eingeklemmt und vor Scham sterbend, er gut aussehend und unheimlich charmant.
Julie kann sich nicht helfen, aber sie hat sich Hals über Kopf in ihn verliebt...


Meine Meinung:

Dieses Buch ist etwas für jeden, der einen Kurzurlaub für die Seelebraucht, ein wahrer Seelenstreichler ist diese kleine Geschichte. Sie zieht ein weg von der Realität, und spinnt ein so zauberhaftes Netz und zarten Gefühlen, dass es unmöglich ist für die Zeit des Lesens an irgendetwas schlechtes in den Menschen denken zu können.
Ich bin ohne große Erwartungen an das Buch heran gegangen, denn abgesehen von dem skurrilen und dennoch interessanten Klappentext, wusste ich nichts über die Geschichte. Aber schon nach wenigen Seiten weiß man wieder, wieso französischen Autoren nachgesagt wird, dass sie ein ganz besonderes Talent zu schreiben haben. 
Ich habe schon viele Liebesgeschichten gelesen, und oft der der Grad zwischen Kitsch und Romantik, zwischen übertriebener Gefühlsduselei und zarten Gefühlen sehr schmal. Viele verfehlen ihn, weshalb ich kein großer Anhänger von romantischen Büchern bin, doch in diesem Buch wird eine so behutsame wie verrückte Geschichte erzählt, dass ich sofort in Julies Welt gefangen war. Alles scheint so normal zu sein, so abseits von Übertreibung, ein Leben in dem auch mal etwas (oder etwas öfter) Sachen schief gehen dürfen, in dem man sich verrennen darf, schlecht denken darf über andere und ein Leben in dem Mann tagelang das gleiche Abendessen kocht, nur um ein perfektes Dinner für den Mann seiner Träume anrichten zu können.
Ohne große Mühe hab ich mich nicht nur in die Welt von Julie verliebt, sondern auch in die Liebe selbst. 
Jede Person dieses Buches ist so speziell, weil so normal, und so sympathisch weil sie ihre Fehler haben dürfen, dass es eine wahre Schande ist, dass dieses Buch nur Fiktion ist, und kein aufgeschriebenes Leben einer so tollen Frau wie Julie. Zumindest nehme ich das an...



Mittwoch, 6. März 2013

[Rezension] Sophie Kinsella - Kein Kuss unter dieser Nummer

Klappentext:
Poppy Wyatt schwebt im siebten Himmel, schließlich steht sie kurz vor der Hochzeit mit ihrem Traummann. Dummerweise verliert sie ihren äußerst wertvollen Verlobungsring, dann wird ihr auch noch das Handy gestohlen. Als Poppy ein weggeworfenes Smartphone findet, behält sie es kurzerhand, um die Suchaktion für ihren Ring organisieren zu können. Dummerweise gehört das Handy dem Geschäftsmann Sam Roxton, dessen Leben bald Kopf steht. Denn Poppy kann dem Impuls nicht widerstehen, in Sams Nachrichten zu stöbern und kurzerhand ein paar Kleinigkeiten für ihn zu regeln – mit den besten Absichten, aber chaotischen Folgen. Gleichzeitig laufen Poppys Hochzeitsvorbereitungen aus dem Ruder und ihr Privatleben gerät in die Krise. Bald ist klar: Sam und Poppy sind aufeinander angewiesen, wenn sie ihr Leben wieder in den Griff bekommen wollen ...

Verlag: Goldmann | Format: Taschenbuch | Preis: 9,99€ | Seiten: 477 | Genre: Humor, Frauen, ChichLit | Erscheinungsdatum: November 2012 | Spielt in: Großbritannien | Originaltitel: I've got your number| ISBN: 978-3442467716
Ihr könnt das Buch zum Beispiel *hier* bei Amazon kaufen.  
Erster Satz:
"Es ist alles eine Frage der Perspektive."  



Worum geht es:
Eigentlich wollte Poppy vor ihren Freundinnen nur ein ganz klitzekleines bisschen angeben, als sie ihren unglaublich wertvollen Smaragdverlobungsring anzieht, und natürlich dürfen ihn alle einmal aufprobieren. Doch dann passiert, was passieren musste: Der Ring ist weg! Poppy setzt Himmel und Hölle in Bewegung, um ihn wiederzubekommen, doch er bleibt verschwunden. Sie ist sicher, das werden ihr Magnus' Eltern niemals verzeihen, wo sie sie ohnehin schon nicht wirklich willkommen heißen.
Und wäre die Katastrophe nicht schon perfekt genug, wird ihr auch noch ihr Handy gestohlen. Mit dem Glück der Verzweifelten findet jedoch im Mülleimer ein offensichtlich weggeworfenes Handy und rutscht somit mitten hinein in das stressige Geschäftsleben von Firmenboss Sam - und wird, mehr oder weniger freiwillig, seine "Quasi-Assistenten.". Aber ganz ehrlich, wer kann schon den privaten Nachrichten auf anderen Handy wiederstehen. Und wer würde nicht versuchen, das Leben eines anderen ein bisschen schöner zu machen...

Meine Meinung:
Wer kennt das nicht? Eigentlich sollte alles perfekt sein- die Umstände sprechen auf jeden Fall dafür - und dann ist man nur eine Sekunde unaufmerksam und schwups ist die riesen Katastrophe da! Es ist ja nicht so, dass Poppy vorsätzlich ihren Ring verloren hat, doch kaum war er ersteinmal weg, folgte ein Unglück dem anderen, und dabei noch einen kühlen Kopf zu bewahren, kann schwer sein. Und ist aber vor allem lustig für alle Außenstehenden.
Poppy ist einfach unglaublich süß! Ich weiß nicht wie Sophie Kinsella es macht, aber jede ihrer Hauptfiguren möchte ich am liebsten aus den Seiten ausschneiden und zu meiner neuen besten Freundin ernennen. Alles was sie will, ist gut anzukommen und nett zu bleiben, wenn da nicht das Wörtchen "wenn" wäre. Sie schlittert von Fettnäpfchen zu Fettnäpfchen, und das alles nur weil sie ihre Neugier nicht unter Kontrolle hat, und diesem störrischen und offensichtlich sozial behinderten Sam zu helfen. Wie kann man auch wochenlang nicht auf einen Zahnarzttermin oder eine Galaeinladung reagieren?

Wie gewohnt ist der Schreibstil dabei schön leicht und wirklich, wirklich lustig. Das erste Mal richtig laut lachem musste ich bei Poppys Fantanz für den asiatischen Geschäftsmann. Oh mein Gott, sooo so lustig! Und auch sonst hat sie mich mit ihrer chaotischen Art ständig zum lachen gebracht.
Auch Sam, der ja am Anfang doch sehr verschlossen und grummelig ist, wurde mir immer sympathischer und zeitweise saß ich da und dachte: "Maaaaaaaaaaan, was willst du denn mit Magnus! Nimm Sam! Los!".

Ich vergebe dennoch nur 4 Sterne, weil - so sehr mir das Buch an sich auch gefallen hat- es zeitweise doch schon sehr konstruiert war, und sich diese Zufälle bzw. nicht wirklich realistischen Situationen zum Ende hin immer mehr gehäuft haben. Ich denke einfach nicht, dass sowas tatsächlich passieren würde. Aber schön war es trotzdem. Und soo romantisch :)


Freitag, 22. Februar 2013

[Gast-Rezension] Rod Rees - Demi Monde, Welt außer Kontrolle

Klappentext:
Ella Thomas hätte diesen Auftrag nie annehmen sollen. Aber für solche Gedanken ist es nun zu spät. Sie ist in einer Computersimulation gefangen und muss die Tochter des Präsidenten aus der virtuellen Welt der >>Demi Monde<< retten. Die amerikanische Regierung entwarf diese Simulation einst als Trainingsgelände für Soldaten und schuf damit unwillkürlich eine Falle, die immer mehr Menschen zum Verhängnis wird. Eigentlich ist Ella Jazz-Sängerin, doch nur sie konnte mit einer glaubhaften Tarnung in die Demi-Monde eingeschleust werden und wird nun mit einer alternativen Realität konfrontiert, die ihre schlimmsten Albträume wahr werden lässte…

Verlag: Goldmann | Seiten: 608 | Preis: 12,99€ | Format: Taschenbuch Genre: Fantasy, Sci-Fi | Erscheinungsdatum: Februar 2013 | Original Titel:  The Demi-Monde 01 Winter

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Worum geht es:
Die Tochter des Präsidenten wurde entführt und nicht einfach an irgendeinen Ort auf der Welt, sondern in eine völlig andere Welt, eine virtuelle Welt die von einem ABBA Quantum Computer gesteuert wird. Die Einwohner dieser Welt werden von Duplikaten der schlimmsten Diktatoren der Geschichte regiert, die sich in einem Bürgerkrieg befinden. Stirbt ein Mensch in dieser virtuellen Welt, so stirbt er auch in der realen Welt und ausgerechnet Ella wird ausgewählt, Norma die Tochter des Präsidenten zu suchen, um sie aus dieser virtuellen Welt zu befreien. Damit beginnt für Ella eine Reise des Grauens und der Abenteuer, bei dem sie nicht nur um ihr eigenes Leben fürchten muss. Denn das Böse gibt sich nicht mit der Beherrschung der Demi-Monde zufrieden. Es versucht mit allen Mitteln in die reale Welt einzudringen, die sich in größter Gefahr befindet.
Meine Meinung:
Ich möchte mit dem Positiven beginnen, was mir an dem Buch gefallen hat. Nach dem ich mich durch die ersten 200 Seiten von Band 1 gelesen hatte, fand ich gefallen am Schreibstil und am Tempo in dem die Geschichte erzählt wird. Es war interessant die handelnden Personen auf den weiteren ca. 400 Seiten zu begleiten um zu beobachten, wie sie auf Herausforderungen moralisch und ethisch reagieren.
Guter Schreibstil, aber leider eine wirre und in meinen Augen etwas einfallslose Geschichte.  Als ich den Klappentext gelesen hatte, erwartete ich einen Science Fiktion Roman mit guten Elementen aus einen Thriller. Da wurde ich leider enttäuscht, denn das Buch ist meiner Meinung nach ein schlechter Versuch aus Elementen von Science Fiktion, aus Geschichte (mit sehr deutlicher Anlehnung an das dritte Reich und deren Gräueltaten)  und einem kräftigem Schuss Okkultismus. Das finde ich einfach überladen und weniger ist manchmal mehr. Wenn ich einen Science Fiktion Roman lesen möchte, dann möchte ich keinen Geschichtsunterricht haben und wenn ich mich für Okkultismus interessiere, dann gibt es auch da genügend Literatur, die sicherlich spannender ist.
Ich gebe dem Buch 3 Sterne weil es flüssig zu lesen ist mir aber die Vermischung von Science Fiktion, Geschichte und Okkultismus persönlich nicht gefallen hat. 



 Rezensin von Uwe

Freitag, 30. November 2012

[Rezension] Michael Hübner - Stigma

Klappentext:
13 Jahre sind vergangen, seit Tom Kessler einem Kindermörder über Stunden hilflos ausgeliefert war, bevor er gerettet wurde. Noch immer leidet Tom unter Panikattacken, kann sich aber an nichts erinnern. Dann wird ein kleines Mädchen ermordet. Neben der Leiche findet man einen Zettel, der nur von dem damaligen Täter stammen kann. Er droht damit, Toms Trauma zu wiederholen. Auf Anraten seiner Ärztin beginnt Tom eine Hypnosetherapie, die ihn in die Vergangenheit versetzt. Doch die Erinnerungen an jenen Tag sind so grausam, dass die Rückführung außer Kontrolle gerät …
  

Verlag: Goldmann | Format: Taschenbuch | Preis: 8,99€ | Seiten: 448 | Genre: Thriller | Spielt in: Deutschland (Koblenz) | Erscheinungsdatum: April 2011 | ISBN: 978-3442474172
Ihr könnt das Buch z.B. *hier* bei Amazon kaufen. 

Erster Satz:
"Es war Dienstag, der dreiundzwanzigste Juli, an dem Tom Kesslers Kindheit endete."

 

Worum geht es:

Mit 13 Jahren endete für Tom das Leben das er bisher geführt hatte. Bis zu diesem einen Tag war er ein intelligenter Junge, der viel Fantasie besaß und sein Leben in vollen Zügen auskostete. Doch als er über den Zaun eines Grundstückes klettert, um den dort gelandeten Fußball zurück zu holen, guckt er geradewegs in die Hölle. Denn der Mann der auf dem Grundstück wohnt, verschleppt Tom in seinen Keller und foltert den Jungen physisch und psychisch.
13 Jahre später kann sich Tom kaum noch an seine Jugend erinnern- das meiste liegt in Dunkelheit, und Tom selbst schottet sich komplett von dem Leben seiner Mitmenschen ab. Nur Fanta, sein bester Freund, seine Frau und sein kleiner Sohn und seine Psychiaterin können ihm näher kommen, ohne dass ihn die Panikattacken überraschen - und von denen gibt es in letzter Zeit viele, die ihn einen Blick auf seine längst verdrängten Qualen geben. 


Meine Meinung:

Michael Hübner wurde mit dem Erscheinen seines Debütromans ja als DIE neue deutsche Entdeckung im Thriller- Genre gefeiert. Da ich auch super gerne deutsche Autoren lese, stand es für mich schon lange fest, dass ich dieses Buch bald lesen will, und hab es mir nun endlich gekauft. Die meist positiven Bewertungen sprachen ja für das Buch, und auch der Hype der damals um das Buch herrschte, hat mich neugierig gemacht.

Jetzt habe ich das Buch zu Ende gelesen, und bin schockiert, dass das die Thriller-Neuentdeckung gewesen sein soll. Denn mir hat das Buch absolut gar nicht gefallen, und ich verstehe auch wirklich nicht, wieso das Buch als "Thriller" deklariert wird. Es ist nämlich sterbenslangweilig. 
Die Handlung kommt absolut nicht in Fahrt, an keiner einzigen Stelle dachte ich "Ich kann jetzt noch nicht aufhören, es ist gerade soooo so spannend!" Stattdessen war ich fast schon froh über die unverschämt langen Kapitel (so durchschnittlich 50 Seiten), so dass ich mittendrin aufhören konnte. 
Weitergelesen habe ich nur, weil alle versprochen haben, dass das Ende so super klasse werden soll.

Bis es aber soweit war, schlägt man sich erst einmal mit völlig gestellten und sinnfreien Dialogen rum, die zur Handlung des Buches nichts beitragen. Man lernt einen Protagonisten kennen, Tom, der nicht nur super unsympathisch ist, sondern sich auch offensichtlich ziemlich wohl fühlt mit seinen ganzen Ängsten und Anwandlungen, und eigentlich alle anderen für sein schlechtes Leben verantwortlich macht (ach und der mit 26 nicht in der Lage ist, selbst zu kochen, und seine Frau wie eine Hausangestellte behandelt, von der er sich 100 Mal zum Abendessen bitten lässt). Und man ist dabei, wenn er seine Anfälle bekommt, die natürlich gut für den Verlauf des Buches sind, aber eigentlich einfach total nicht passend.

Liest man das Buch zu Ende, kann man einige Stellen des Buches besser nachvollziehen, wie eben seine perfekt getimeten Anfälle etc. Aber das Ende macht das Buch nicht besser, sondern verleiht ihm er einen Charakter von "Neee- das ist jetzt nicht sein Ernst,oder?!" Sowas aus der Luft gegriffenes hab ich auch schon lange nicht mehr gelesen. In einer anderen Rezi stand "Wahrscheinlich wusste der Autor selbst nicht mehr, wie er so eine Geschichte zu Ende bringen soll, und musst es einfach so machen". Ja wahrscheinlich ist das so- und ich finde es wirklich lächerlich.

Fazit: 
Für mich war dieses Buch wirklich eines der schlechtesten Bücher des Jahres, aber ganz sicher einer der schlechtesten "Thriller" überhaupt. Die Handlung ist konstruiert, Spannung sucht man vergeblich und das Ende ist an Absurdität kaum noch zu übertreffen.


Mittwoch, 6. Juni 2012

[Buchrezension] Lucinda Riley - Das Mädchen auf den Klippen

Klappentext:
 Mit gebrochenem Herzen sucht die Bildhauerin Grania Ryan zuflucht in ihrer irischen Heimat. Bei einem Spaziergang an der Steilküste von Dunworley Bay wird Grania jäh aus ihren trüben Gedanken gerissen: Am Rande der Klippen steht ein Mädchen, barfuß und nur mit einem Nachthemd bekleidet. Der Wind zerrt an der zerbrechlichen Gestalt, und von plötzlicher Sorge ergriffen spricht sie das Kind an. – Ohne es zu ahnen, stößt Grania durch diese Begegnung die Tür zu einer über Generationen reichenden, tragischen Familiengeschichte auf – ihrer Geschichte.

Verlag: Goldmann | Format: Taschenbuch | Seiten: 448 | Preis: 9,99€ | Genre: Familie, Frauen, Liebe | ISBN: 978-3442477890
Ihr könnt das Buch z.B. *hier* bei Amazon kaufen

 

Worum geht es:
Obwohl die meisten Grania wohl als typische Mitdreißiger Karrierefrau beschreiben würden, hat sie eigentlich nur einen großen Wunsch. Ein Baby mit Matt, ihrem langjährigen Freund. Doch das Baby stirbt bei einer Fehlgeburt, und Grania flüchtet aus New York nach Irland zur Farm ihrer Eltern, ohne Matt eine Begründung zu geben. 
Während eines Spazierganges entlang der Küste trifft sie auf ein kleines Mädchen, das ganz alleine an den Klippen steht, und nach ihrer Mutter ruft. Aurora. Wenig später erfährt sie, dass Auroras Mutter Selbstmord begangen hat, und das ein dunkles Familiengeheimnis die kleine Welt von der 8jährigen umgibt, das scheinbar sehr eng mit ihrer eigenen Familiengeschichte verflochten ist. 

Meine Meinung:
Nachdem mir "Das Orchideenhaus" von Lucinda Riley so gut gefallen hatte, wollte ich auch unbedingt diesen Roman lesen. Der Klappentext klingt vielversprechend nach einem dunklen Geheimnis zweier miteinander verwobener Familien, natürlich nach Liebe die in solchen Büchern ja nicht fehlen darf, und vorallem viel Tragik.

Beeindrucken wie ihr erster Roman konnte mich dieser hier dann aber doch nicht. Ständig geisterten mir die Worte "Rosamunde Pilcher", "Herzschmerz" und "kitschig" durch den Kopf, die leider nicht die optimalen Begriffe sind, um eine gute Rezension verfassen zu können. Dabei will ich nicht mal sagen, dass es mir nicht gefallen hätte. Aber es hat mich einfach null geapckt.. Wenn ich Bus gefahren bin, hab ich gelesen, aber so freiwillig zu Hause wie ich das sonst immer mache ging gar nicht. Es hat mich einfach nicht gereizt.

Die Handlung war sehr flach und vorhersehbar, so dass das Lesen an sich schon Spaß gemacht hat, die Geschichte aber weniger. Die Charaktere sind mir irgendwie alle zu glatt und zu realitätsfern, die Handlungsstränge viel zu einfach konstruiert und die Spannung fehlt.
Lediglich der Teil der Familiengeschichte der zum 1. Weltkrieg spielt, konnte mich packen.




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Mittwoch, 23. Mai 2012

[Rezension] Michael Koglin - Blutengel

Klappentext:
Geheimnisvolle Botschaften, in die Haut der Opfer geritzt, ein perverser Serienmörder, Kommissar Mangold steht vor einem Rätsel
Die 35-jährige Tanja Binkel wurde in ihrer Berliner Wohnung mit einem Fuß an der Decke aufgehängt. In ihren Oberschenkel wurde ein lateinischer Spruch geritzt: „Semper aliquid haeret.“– „Es bleibt immer etwas hängen.“ An der Ostsee wird eine weitere Leiche mit einem eingeritzten Satz entdeckt. Dann ein Opfer in München und ein grausam hingerichteter Priester in Florenz. Der Hamburger Kommissar Mangold und seine Sonderkommission, zu der auch die Profilerin Kaja Winterstein gehört, arbeiten mit Hochdruck. Aber der Täter treibt ein perverses Katz-und-Maus-Spiel … und die Tatorte werden immer bizarrer.

Verlag: Goldmann | Format: Taschenbuch | Preis: 8,99€ | Seiten: 416 | Genre: Thriller/ Krimi | ISBN: 978-3442474110

Ihr könnt das Buch z.B. *hier* bei Amazon kaufen

 

Worum geht es: 
Das erste Opfer taucht in Berlin auf. Eine junge Frau, die verkehrt herum von der Decke aufgehangen wurde, mit einem eingeritzten lateinischen Spruch im Oberschenkel. Auch das 2. Opfer, ein älterer Herr, wurde auf brutalste Weise hingerichtet, indem man ihn auf einer Sexschaukel ausbluten ließ- immer schön im Kreis schwingend. Und auch dieser Mann wurde mit einem Oberschenkelspruch gebrandmarkt. 
Die Mordserie schlägt immer größere Wellen, und schon bald hinterlässt der von der Presse getaufte "Shakespear- Mörder" Spuren auch außerhalb Deutschlands.
Mangold und sein eher unkonventionelles Team beginnt zu ermitteln, und steckt bald in einem Strudel aus Misshandlungen und Gewalt. 

Meine Meinung:
Also gleich am Anfang muss ich meckern! Dieses Buch ist der 2. Teil einer Reihe, und nirgendwo im Klappentext wird davon gesprochen. Ich habe das Buch geschenkt bekommen, und auch ihr ist es nicht aufgefallen. An sich steht das Buch als Geschichte zwar für sich alleine, aber andauern wird zurück gegriffen auf den vorherigen Fall. Fast kam es mir schon vor, als war der Autor so hin und weg von seinem ersten Roman, dass er ihn auch im zweiten nicht missen wollte. 
 Da hat die Protagonistin Kaja dann andauernd Angst vor einem gewissen Travenhorst, mit dem ich als Nicht-Leserin des ersten Bandes überhaupt nichts anfangen kann, Beziehungen sind mir unklar und ganze Handlungsstränge, zum Beispiel die Computerrecherche und das Genie von dem Autisten Peter bauen auf Teil 1 auf. Das hat mich beim Lesen extrem genervt..

Generell hat mich das Buch nicht überzeugen können. Frei nach dem Motto "Suuuper Idee, gut inszenierte Morde, aber schlecht umgesetzt." Ich verstehe nicht (wahrscheinlich wurde das auch in Koglins ersten Buch erklärt) wieso es der Polizei offensichtlich nicht möglich ist, als eigene Institution zu handeln. Das Team besteht nämlich gerade mal aus 3 Polizisten, von denen einer im Prinzip kurz vor dem Rauswurf steht, weil er Interna verletzt, und sonst 3 außenstehenden, die aber sooo supi sind, dass sie ermitteln könne. Ahja. 

Die Geschichte war dann eher holprig. Es geschieht zu viel gleichzeitig, als das man es alles verfolgen könnte geschweige denn nachvollziehen könnte. Das ganze ist unheimlich temporeich, dass zwar Spannung aufbaut aber nicht gerade zum Verständnis beiträgt. Auch jetzt nach dem Beenden des Buches, ist mir eigentlich nicht so ganz genau klar, wie der Fall nun aufgeklärt werden konnte. Jemand hatte immer irgendeinen Einfall, der dann natürlich stimmte, und schwups mit etwas Glück hatte man den Täter. 




Sonntag, 20. Mai 2012

[Rezension] Sophie Kinsella - The Secret Dreamworld of a Shopaholic / Die Schnäppchenjägerin

Klappentext (dt.):
Rebecca Bloomwood hat eine gefährliche Leidenschaft: Die erfolgreiche Finanzexpertin, die anderen Menschen in Geldfragen kompetent zur Seite steht, kann keinem Schnäppchen widerstehen. Nun steckt sie in einer schweren finanziellen Krise und droht in ihrem selbst geschaffenen Chaos unterzugehen, da sie sich gleichzeitig die Bank vom Leib halten, den attraktiven Luke Brandon beeindrucken und ihrer täglichen Arbeit nachgehen muss...
  
Verlag (dt. /eng.): Goldmann/ Random House UK | Seiten (dt./ eng.): 416/ 319 | Preis (dt./eng.): 8,95€ / 7,99£ | Format: jeweils Taschenbuch | Genre: Humor, Frauen | ISBN (dt.): 978-3442452866 
Ihr könnt das deutsche Buch *hier* und das englische *hier* bei Amazon kaufen.



Worum geht es:
Rebecca Bloomwood hat ein Problem: Sie hat nicht genug Geld. Aber immerhin hat sie ihre VISA Karte, mit der sie ihrem liebsten Hobby beinahe ohne schlechtes Gewissen frönen kann. Shoppen! Der Duft wenn man in den Laden kommt, das Gefühl etwas gekauft zu haben.. Herrlich. Nur leider flattern immer mehr Briefe mit Zahlungsaufforderungen ins Haus. Diese werden allerdings uuumgehend vernichtet, ignoriert und vergessen, denn was sie nicht bekommen hat, kann sie auch nicht stören.
Um aber trotz akutem Geldmangel nicht aufs Shoppen verzichten zu müssen, lässt Rebeacca nichts ungenutzt. Weder Dates mit Multimillionären, Bilderrahmenmassenproduktion im heimischen Wohnzimmer und Lotto.

Meine Meinung:
Ich hab das Buch auf englisch gelesen, um meine Kenntnisse mal wieder ein bisschen aufzufrischen und um meinen Wortschatz nicht ganz einrosten zu lassen, und ich kann euch versprechen, dass das Buch wirklich sehr einfach zu verstehen ist. Ich hatte nie das Gefühl eine Szene nicht zu verstehen, und trotz der fremden Sprache, ging auch die Komik nicht verloren.

Wer mein Leseverhalten inzwischen ein bisschen kennt, weiß ja, dass ich nicht uuunbedingt so gerne und viel Frauenromane lese, schon gar nicht wenn sie lustig sein sollen, aber dieses hier war wirklich supi. Ich musste das eine oder andere mal so richtig schmunzeln (beim Lesen bei mir quasi schon ein Ausbruch an Emotionen :D), hab mich selbst wiedererkannt und war einfach nur hin und weg von dieser durch und durch chaotischen Frau. 

Den Film hab ich auch schon gesehen, und muss nun sagen, dass das Buch tatsächlich auch dieses Mal wieder viel besser ist als die Verfilmung. Man steckt eben doch mehr in der Geschichte drinnen, und auch hatte ich beim Lesen nicht diese wunderschöne und perfekte, nur leider etwas planlose Frau á la Isla Fisher vor mir, sondern eine herrlich normale Frau, mit leicht neurotischem Kaufverhalten. 



Sonntag, 11. März 2012

[Rezension] Daniel Glattauer - Gut gegen Nordwind

Klappentext:
Emmi Rothner möchte per E-Mail ihr Abo der Zeitschrift „Like“ kündigen, doch durch einen Tippfehler landen ihre Nachrichten bei Leo Leike. Als Emmi wieder und wieder E-Mails an die falsche Adresse schickt, klärt Leo sie über den Fehler auf. Es beginnt ein außergewöhnlicher Briefwechsel, wie man ihn nur mit einem Unbekannten führen kann. Auf einem schmalen Grat zwischen totaler Fremdheit und unverbindlicher Intimität kommen sich die beiden immer näher – bis sie sich der unausweichlichen Frage stellen müssen: Werden die gesendeten, empfangenen und gespeicherten Liebesgefühle einer Begegnung standhalten? Und was, wenn ja?

Verlag: Goldmann | Genre: Briefroman | Seiten: 224 | Preis: 7,95€ | Format: Taschenbuch | ISBN: 978-3442465866
Das Buch könnt ihr zum Beispiel *hier* bei Amazon kaufen.


Worum geht es: 
Der Klappentext sagt eigentlich schon alles über das Buch aus, was man wissen sollte: Es macht neugierig, es klingt interessant, es wird genau so viel verraten wie man wissen sollte. 
Emmi und Leo fangen durch einen Zufall an miteinander via e-Mail zu schreiben. Und obwohl keiner von beiden gepkant hat, eine Internetbekanntschaft zu haben, können sie nicht aufhören zu fragen wie es dem anderen geht. Doch offen bleibt: Wie ist der andere eigentlich wirklich?

Meine Meinung:
Wir alle, und besonders ja auch die diese Rezension hier gerade lesen, bewegen uns in der virtuellen Welt, und wie leicht man Sympathien -auch für Fremde- aufbauen kann. Deshalb hat mich das Buch sehr angesprochen und ich wollte es unbedingt lesen. Beeindruckt von den massig vielen positiven Bewertungen auf Amazon war ich auch irgendwie eingewickelt und bin mit falschen Vorstellungen heran gegangen.
Das Buch hat mir zwar durchaus gut gefallen, aber lange nicht so gut wie so so viele es fanden. Meiner Meinung nach hat die Spannung und Qualität des Romans, mein Interesse und meine Sympathien für Emmi und Leo und generell der Spaß beim Lesen kontinuirlich abgenommen. Zum Schluss wurde es immer langatmiger, surrealer und Emmi wurde mir auch teilweise recht unangenehm. Vielleicht fehlt mir das Verständnis, wie man für eine Internetbekanntschaft so ignorant seine Beziehung aufs Spiel setzten kann, wie man sich in etwas derart irreales hinein steigern kann und wie man sooo beleidigt wegen ein paar Buchstaben sein kann.

Dennoch hatten die kurzen, oder auch teilweise längeren, Nachrichten der beiden viel Tiefgang, waren intelligent, traurig, schön, böse, lieb und fühlten sich nicht konstruiert an.

Sonntag, 11. Dezember 2011

Lucinda Riley - Das Orchideenhaus

Klappentext:
Nach einem schweren Schicksalsschlag kehrt Julia Forrester in ihre alte Heimat Norfolk zurück, wo sie im Orchideenhaus von Wharton Park als Kind viele glückliche Stunden verbrachte. Der Besitzer von Wharton Park, Kit Crawford, überreicht ihr ein altes Tagebuch, das bei den Renovierungsarbeiten gefunden wurde und womöglich Julias Großmutter gehörte. Mit dem Tagebuch drängt sich ein jahrelang gehütetes Familiengeheimnis ans Licht - ein Geheimnis, das auch Julias Leben komplett verändern wird...

Das Buch ist im Goldmann Verlag erschienen, kostet 9,99€ und hat 544 Seiten.
Das Buch könnt ihr z.B. *hier* bei Amazon kaufen

 

Worum geht es:
Julia hat ein Leben voller Schicksalsschläge hinter sich, als sie aus Frankreich zurück in das verregnete Norfolk zieht. Sie vergräbt sich in ihrem Elend, bis ihre Schwester sie mit nach Wharton Park nimmt, einem alten Herrenhaus das nun versteigert werden soll. Dort hat sie die schönsten Stunden ihrer Kindheit verbracht, zusammen mit ihrem Opa im Gewächshaus. Überraschenderweise trifft sie bei diesem Besuch einen Mann, den sie schon von damals kennt, Kit, welcher ihr ein Tagebuch überreicht, dass offenbar ihr Großvater während seiner Gefangenschaft in Asien schrieb. Julia macht sich auf den Weg zu ihrer Oma, um sich nun die Geschichte ihrer Familie erzählen zu lassen.

Meine Meinung:
Also ich denke dass dieses Buch wirklich ein klassischer Frauenroman ist. Es geht um Liebe, um Entbehrung und um glückliche und weniger schöne Momente im Leben zweier Generation und zweier Familien. Es geht auch nicht, so wie es der Klappentext ja eigentlich vermuten lässt, um Julias Familiengeschichte sondern um die der Familie Crawford, den Besitzer  von Wharton Park und früheren Arbeitgebern von Julias Großeltern. Das fand ich bis zum Schluss etwas verwirrend, und auch sonst finde ich den Klappentext wenig gelungen.
Es ist aber trotzdem eine unglaublich schöne Liebesgeschichte, die sich im elitären England der 40er Jahre abspielt, und von Gesellschaftsvorgaben und dem damaligen Leben erzählt. Ich fand das super schön, kann mir aber auch durchaus vorstellen, dass es viele gibt die das anödet. Eine richtige Handlung, bzw. ein Spannungsbogen ist nämlich nicht erkennbar. Viel mehr plätschert die Geschichte so vor sich hin. 

Ein schönes Buch für kuschlige Abende auf der Couch.