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Montag, 27. Januar 2014
Rachel Hawkins - Hex Hall Trilogie, Wilder Zauber #1
Klappentext:
Sophie Mercer ist eine Hexe. Doch die Sache mit der Magie klappt noch
nicht so richtig. Als sie einer Mitschülerin helfen will, endet dies mit
derart katastrophalen Folgen, dass ihre Mutter sie an die Hecate Hall
schickt, ein Internat für junge Hexen, Gestaltwandler und Feen. Dort
teilt sich Sophie ein Zimmer mit der einzigen Vampirin der Schule. Bald
nach ihrer Ankunft versucht ein Trio dunkler Hexen, sie für ihren Zirkel
zu gewinnen. Und Sophie verliebt sich Hals über Kopf in den traumhaft
gut aussehenden Hexer Archer -- den Herzensbrecher von Hecate Hall. Da
werden auf dem Campus einige Hexen angegriffen, und der Verdacht fällt
auf Sophies Zimmergenossin.
Verlag: Egmont LYX | Seiten: 295 | Preis: 9,95€ | Genre: Fantasy, Jugend | Spielt in: USA; Georgia | Originaltitel: A Hex Hall Novel | Erscheinungstermin: Juli 2010 | ISBN: 978-3802582394
Erster Satz:
"Felicia Miller hatte sich auf die Toilette zurückgezogen und heulte."
"Felicia Miller hatte sich auf die Toilette zurückgezogen und heulte."
Worum geht es:
Seit ihrem 12. Geburtstag weiß Sophie, dass auch sie eine Hexe ist - allerdings hapert es auch jetzt, knapp fünf Jahre nach dieser "Entdeckung" noch immer mit der Umsetzung. Die meisten ihrer Zauber gehen irgendwie schief, obwohl sie eigentlich nur das beste will. Und als sie sich auf ihrem Highschool Ball an einen Liebeszauber wagt eskaliert die ganze Sache.
Zur Strafe soll Sophie deshalb von nun an nach Hecate Hall, eine Schule für auffällige junge magische Wesen, die mit ihren Kräften Unfug angestellt haben. Hier in "Hex Hall" soll sie die nächsten zwei Jahre verbringen - ein wahrer Albtraum. Einzig ihre Zimmergenossin Jenna, der erste und einzige Vampir bisher an der Schule, scheint ihr das Leben erträglicher zu machen. Denn neben gemeinen Mitschülern, sadistischen Lehreren und süßen Jungs, scheint es auch noch ein ganz anderes Geheimnis an der Schule zu geben...
Meine Meinung:
Ich weiß nicht woran es lag, ich weiß ehrlich gesagt nicht einmal mehr wie ich auf die Bücher aufmerksam geworden bin, aber seit ich sie zu Hause stehen hatte, hat es mir in den Fingern gekribbelt, endlich mit der Geschichte anzufangen. Und um das direkt mal vorweg zu nehmen: Es hat sich absolut gelohnt!
Ich war anfangs etwas skeptisch, weil ich befürchtete dass sich die Geschichte zu sehr mit Harry Potter ähneln würde, wobei diese Skepsis eigentlich sehr ungerecht ist, denn im Prinzip ist es ja das was ich gesucht habe: Eine Internatsgeschichte mit viel Magie.
Anfangs erinnerte mich das ganze auch irgendwie an Hogwarts, insbesondere die Badezimmerszenen, aber mit voranschreitender Seitenzahl löst man sich immer immer mehr von diesem "Klischeedenken".
Das liegt mit Sicherheit vor allem an den Charakteren, die so absolut gar nichts mit Harry, Ron und Co zu tun haben, und einfach unglaublich bezaubernd sind. Jede der Personen in Buch ist wahnsinnig liebevoll gezeichnet, und dem Charme (und vor allem ihrem Humor und Sarkasmus) von Sophie kann sich wohl niemand entziehen :)
Auch an Spannung lässt das Buch nicht zu wünschen übrig. Man weiß ja, dass es der Auftakt einer Trilogie ist, und man somit erst einmal nur an den Kern der Geschichte herangeführt wird, aber allein das ist schon super. Es ist nicht gerade ein Pageturner, aber definitiv ein Buch dass ich nicht mehr aus der Hand legen wollte, und bei dem ich SOFORT nach dem Beenden mit dem zweiten Teil begonnen habe.
Samstag, 5. Oktober 2013
[VideoRezension] Gesa Schwartz - Grim, Das Siegel des Feuers (Bd. 1)
Klappentext:
Der Pariser Gargoyle Grim ist ein Schattenflügler, seine Aufgabe ist es,
das steinerne Gesetz zu wahren, dass niemals ein Mensch von der
Existenz seines Volkes erfahren darf. Eines Tages begegnet ihm die junge
Sterbliche Mia, die über eine besondere Gabe verfügt: Sie ist eine
Seherin des Möglichen. Mia gerät in den Besitz eines rätselhaften
Pergaments, das mit merkwürdigen Schriftzeichen bedeckt ist, die sie
nicht entziffern kann. Kurz darauf wird sie von gefährlichen Anderwesen
verfolgt. Gemeinsam mit Grim beschließt sie, dem Geheimnis des
Pergaments auf die Spur zu kommen. Um dies zu tun, muss Mia ihre
schlummernden Kräfte erwecken. Weder sie noch Grim ahnen, in welche
Gefahr sie sich damit begeben. Das Schicksal der ganzen Welt steht auf
dem Spiel...
Verlag: Egmont LYX | Preis: 19,95€ | Seiten: 688 | Genre: Fantasy | Spielt in: Frankreich, Paris | Erscheinungsdatum: März 2010 | ISBN: 978-3802583032
Erster Satz:
"Regungslos hockte Grim auf dem Dachfirst über dem siebten Stock, die schwarzen Schwingen hoch über seinem Kopf erhoben, und starrte hinab auf die Straße."
Sonntag, 7. April 2013
[Rezension] Andrea Schacht - Kyria & Reb, Die Rückkehr (Bd. 2)
Klappentext:
Ein Leben ohne Überwachung - nichts hat sich die 18-jährige Kyria sehnlicher gewünscht.
Doch kaum hat sie erfahren, wie es sich anfühlt, frei zu sein, trennt sie sich schweren Herzens von ihrer großen Liebe Reb und kehrt zurück in ihre Heimatstadt.
Dort macht sie sich auf die Suche nach den Mördern ihres Vaters - ein gewagtes Unternehmen, das Kyria in größte Gefahr bringt.
Da taucht Reb wieder auf...
Doch kaum hat sie erfahren, wie es sich anfühlt, frei zu sein, trennt sie sich schweren Herzens von ihrer großen Liebe Reb und kehrt zurück in ihre Heimatstadt.
Dort macht sie sich auf die Suche nach den Mördern ihres Vaters - ein gewagtes Unternehmen, das Kyria in größte Gefahr bringt.
Da taucht Reb wieder auf...
Verlag: Egmont Ink | Seiten: 379 | Format: Hardcover | Preis: 17,99€ | Genre: Dystopie, Jugendbuch | Spielt in: Deutschland, Frankfurt/Main | Erscheinungsdatum: Januar 2013 | ISBN: 978-3863960384
Erster Satz:
"Der glutrote Ball der Sonne war schon im Meer versunken, noch leuchtete am Horizont ein Wolkenband in ihrem Widerschein."
Worum geht es:
Die Entscheidungen, die die junge Kyria treffen musste waren hart: Bleibt sie bei Reb, und verbringt ihr Leben mit ihm weiterhin in den Reservaten, oder kehrt sie zurück nach La Capital um herauszufinden. warum und durch wessen Hand ihr Vater vor so lange Zeit sterben musste. Aller romantischen Gefühle zum trotz entschließt sie sich für die Rückkehr. Doch auch zu Hause erwarten sie ungeahnte Probleme. Ihre Mutter glaub ihren Aussagen nicht, hält sie für die Nachwirkung der verstörenden Zeit im Reservat und zwingt Kyria somit für ein Leben in inkognito. Getarnt als Civitates, als Bäckereigehilfin - während sich der Kreis der Menschen, die Kyria und ihrer Mutter schaden wollen, immer enger um sie zuzieht.
Und auch Reb lebt jetzt sein eigenes Leben, in den Fußstapfen seines Vaters, als Wagenlenker.
Meine Meinung:
Das Buch geht unheimlich spannend los, denn das zarte Band der Liebe, dass Kyria und Reb zum Ende des ersten Buches knüpfen konnten, wird jäh zerstört- durch ihre eigenen Entscheidungen, ihr Leben anders weiterzuleben, als angenommen. Das kennt man so ja eher weniger von anderen Jugenddystopien, in denen die beiden Protagonisten -nachdem sie sich erst einmal gefunden haben- wie Pech und Schwefel aneinander kleben. Doch die beiden verfolgen eigene Ziele, die sich gemeinsam nicht verwirklichen lassen, ohne den anderen jedoch vergessen zu können.
Und auch die folgenden Wendungen sind absolut spannend. Kyria wird immer mehr in politische Machenschaften verstrickt, gerät in Gefahr, und weiß dennoch nicht, von wem und wieso sie überhaupt bedroht wird. Nur eines ist klar: Je mehr sie versucht, herauszufinden wer ihren Vater umgebracht hat, desto größer wird auch die Gefahr für sie. Denn ihre Gegner besitzen sehr sehr viel Macht.
Bis zu diesem Punkt war ich hin und weg von der Geschichte, und las genau das, was ich erwartet und erhofft hatte. Doch mit einem Mal, vielleicht auch schleichend ohne dass ich es bemerkt habe, driftet die Geschichte ab, und wird zu einer Story, die so einfach gestrickt und vorhersehbar ist, dass sie mich regelrecht gelangweilt hat. Die Bedrohungen lösen sich unglaublich schnell auf, alle Gefahren werden gebannt - vor allem auch durch Kyria uuuunglaublichen Mut und ihre waaaahnsinnige Charakterstärke - so dass ich teilweise an einen Jugend-Actionfilm á la "die drei Fragezeichen" denken musste. Nebenbei verändert sich ebenfalls die Liebesgeschichte zwischen den Kyria und Reb so abrupt, dass ich nicht mehr ganz folgen könnte. Ich sags mal so, Reb ist offensichtlich ein bisschen.. gestört... und Kyria ist eine Meisterin darin, Probleme zu verdrängen, doch was da jetzt über die beiden als Paar vermittelt werden soll, bleibt für mich schleierhaft.
Ab diesem Punkt zog sich das Buch wie Kaugummi. Denn sowohl wir als Leser, als auch die Charaktere selbst, wissen schon so gut ab 100 Seiten vor Schluss, wer ihren Vater umgebracht hat, und auch die Motive kann man sich recht leicht zusammen reimen. Wie es mit Kyria und Reb ausgehen wird, kann man sich ja ebenfalls denken, und dennoch wird eine akribische Ermittlungsarbeit geleistet, die mich leider angeödet hat. Alles wird hier noch einmal im Detail zerkaut, wird von allen Seiten beleuchtet und gedreht und gewendet, eh TAMTAMTAM, das große Ende folgt.
Was ich mich jetzt noch Frage ist, ob es noch einen dritten Teil geben wird. Denn das Buch endet komplett "geschlossen", ohne das Fragen bleiben. Aber ich meine gehört oder gelesen zu haben, dass es sich um eine Trilogie handelt. Man darf also gespannt sein, ob und was noch so passiert in La Capital.
Mittwoch, 14. März 2012
[Rezension] Andrea Schacht - Kyria & Reb, Bis ans Ende der Welt
Klappentext:
Das Vereinigte Europa im Jahr 2125 ist eine Welt der kompletten Überwachung. Das geschieht nur zum Besten der Bürger, sagt Kyrias Mutter, eine hochrangige Politikerin des perfekt gesteuerten Systems New Europe . Doch die 17-jährige Kyria möchte endlich erfahren, wie es ist, sich frei zu fühlen. Als sie in Reb, einem jungen Rebell aus dem Untergrund, einen Verbündeten findet, fliehen die beiden auf abenteuerliche Weise aus New Europe und gelangen in ein fernes Reservat. Dort haben sich die Menschen ein bäuerliches Leben wie in längst vergangenen Zeiten bewahrt. Doch schon bald sind die Verfolger Kyria und Reb auf der Spur. Und das ist nicht die einzige Gefahr, denn alle, die sich der Macht von New Europe entziehen, werden von künstlich ausgelösten Seuchen bedroht. Auch Kyria gerät in den Verdacht, die friedliebenden Menschen des Reservats mit einer Masernepidemie zu vernichten. Zum Glück hat Kyria Freunde an ihrer Seite und einen jungen Rebellen, der ihr Herz berührt ...
Verlag: Egmont Ink | Seiten: 381 | Genre: Jugendbuch | Empfohlenes Alter: 12-15 | Preis: 17,95€ | Format: Hardcover | ISBN: 978-3863960162
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Worum geht es:
In Kyrias Leben ist alles durchorganisiert und bestens behütet. Kein Wunder, denn sie ist eine Gendefekte, deren Vater bereits an eben diesem Gendefekt verstarb, schon immer Krankheitanfällig gewesen und zu dem auch noch die Tochter einer wichtigen Ministerin von La Capital. Nach einem erneuten Anfall landet sie mal wieder im Krankenhaus und erfährt dort, dass sie wohl nur noch maximal drei Wochen zu leben hat. Schockiert darüber entscheidet sie sich etwas zu tun, was sie noch nie tun konnte: Frei sein. Kyria flieht mit Reb, einem Rebellen den sie im Krankenhaus kennenlernt, und der erschreckend ungehobelt ist, in die Subcultura um zu ihrer Freundin Hazel zu gelangen um wenigsten die letzten Tage ihres viel zu kurzen Lebens zu genießen.
Meine Meinung:
Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole, aber ich liebe Dystopien einfach. Ich finde es wahnsinnig spannend sich vorzustellen was in einigen Jahren aus unserer Welt werden könnte, wenn wir so weiter leben. Die meisten Dystopien spielen dann aber entweder in einer fiktionalen Umgebung oder in Amerika. Kyria und Reb hingegen leben in New Europe in La Capitale, ehemals Frankfurt/Main und bewegen sich auch sonst in mir bekannten Gebieten. Das gibt der ganzen Geschichte nochmal einen ganz anderen interessanten Aspekt.
Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole, aber ich liebe Dystopien einfach. Ich finde es wahnsinnig spannend sich vorzustellen was in einigen Jahren aus unserer Welt werden könnte, wenn wir so weiter leben. Die meisten Dystopien spielen dann aber entweder in einer fiktionalen Umgebung oder in Amerika. Kyria und Reb hingegen leben in New Europe in La Capitale, ehemals Frankfurt/Main und bewegen sich auch sonst in mir bekannten Gebieten. Das gibt der ganzen Geschichte nochmal einen ganz anderen interessanten Aspekt.
Leider aber hat die Dystopie auch Hänger, teilweise sogar unlogisch, die ich so nicht nachvollziehen konnte. Ich hätte es zum Beispiel wesentlich besser gefunden, würde das Buch nicht schon in 100 Jahren spielen und wäre die große Pandemie, die die Welt so veränderte, nicht schon 1975 gewesen. Denn so ist klar, dass es eben nicht real sein kann. Die Entwicklung die sich seitdem abgespielt hat ist manchmal auch nicht richtig durchdacht. So hat sich das Weltbild der Menschen innerhalb von nur einem Jahrhundert komplett gewandelt, Männer sind jetzt für Haushalt und niedere Arbeiten zuständig, Gewalt gibt es nicht mehr, und die Menschen kennen die Geschichte von vor der Pandemie kaum noch. So eine Entwicklung findet einfach in einem so kurzen historischen Zeitraum nicht statt (haha, da spricht die Historikerin aus mir :D) Andererseits aber hat sich die Technik kaum weiterentwickelt, für diese Zeitspanne. Die Id's überwachen die Menschen zwar, haben auch nicht wesentlich andere Funktionen als zum Beispiel die neuen Personalausweise, und KomLinks sind auch nicht wirklich anders als Smartphones. Mhpf, ne da wurde eine Welt erschaffen die nicht ganz durchdacht wurde.
Die Altersempfehlung kann ich nicht ganz so nachvollziehen. 12 ist glaube ich etwas tief gegriffen, teilweise wirft sie mit Fremdwörtern um sich, die nicht jede zwölfjährige kennen dürfte und setzt Wissen vorraus, dass jemand in dem Alter eventuell auch noch nicht hat. Nach oben ist es aber offen. Wohl eher ein All-Age- Roman :)
Die Handlung der Geschichte an sich finde ich aber wieder sehr toll. Kyria ist mir vom Beginn an sympathisch. Allerdings nicht weil sie so nett ist, sondern einfach weil sie authentisch ist. Mit Reb hatte ich da schon eher meine Probleme. Ich bin dann sehr schnell tief in die Geschichte eingetaucht und hab mich mit den beiden mitreißen lassen, in diesen Strudel aus Verrat, Freundschaft und Hoffnung, und es gab keine einzige Seite die mich gelangweilt hätte. Besonders schön und erfrischend finde ich auch, dass es dieses Mal nur einen Hauch von Romantik gab, und nicht dieses "gesehen: unsterblich verliebt". Man weiß es wird sich anbahnen, aber es kommt eben langsam, verwirrend, real.
Fazit: Ein klasse Debut, nach dessen lesen ich gespannt auf den 2. Teil bin. Die Charaktere sind toll, die Geschichte wahnsinnig gut. Lediglich die Umsetzung und Schaffung der Welt in der die beiden Leben befriedigt mich nicht.
Vielen Dank an den Egmont Verlag
für dieses Rezensionsexemplar :)
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