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Donnerstag, 8. Mai 2014

Brigitte Riebe - Feuer und Glas, Die Verschwörung #2

Klappentext:
Schöner, magischer und gefährlicher kann die erste Liebe nicht sein!
Konstantinopel im Jahr 1509: Milla, das Mädchen, das über die Kräfte des Feuers gebietet, und Luca, der Junge, dessen Familie zu den Wasserleuten gehört, suchen in der sagenumwobenen Stadt am Bosporus Millas Vater Leandro. Doch als sie ihn endlich finden, kann er sich an nichts erinnern. Nicht an sein früheres Leben und nicht an Milla. Milla ahnt, dass sie selbst und ihre Liebe zu Luca in höchster Gefahr sind, wenn es ihr nicht gelingt, das dunkle Geheimnis um Leandro zu lüften…

Verlag: Heyne | Seiten: 384 | Preis: 16,99€ | Format: Harcover | Genre: Fantasy, Historischer Roman, Jugendbuch | Spielt in: Konstantinopel (heutiges Istanbul) | Erscheinungsdatum: April 2014 | ISBN: 978-3453267398



Worum geht es:
Noch immer konnten Milla, Luca und Co. nicht heraus finden, wo sich Leandro Cessi - der Feuerkopf von Murano und Millas Vater - befindet, und folgen nun ihrer heißesten Spur: Von Venedig nach Konstantinopel. Der Padishah soll ihn in seinem Palast gefangen halten, um ihm das Geheimnis der gläsernen Gondel der Wahrheit zu entlocken. Schon bald gelingt es Milla und Luca mit Hilfe von einheimischen Verbündeten in die Mauern des Palastes einzudringen - doch Leandro ist nicht mehr so, wie Milla ihn in ihrer Erinnerung hatte. Und auch das verbotene Zusammenspiel von ihren Feuer- und Lucas Wasserkräften scheint immer mehr aus dem Gleichgewicht zu geraten...

Meine Meinung:
Da ich von Band 1 nicht noch wahnsinnig stark überzeugt war, war ich nun umso gespannter auf das Erscheinen des zweiten Bandes. Denn schon oft habe ich es erlebt, dass Trilogien oder Reihen relativ mühselig beginnen, sich aber zu immer spannenderen Geschichten entwickeln.
Leider war mir die Geschichte des ersten Bandes nicht mehr vollkommen präsent, immerhin sind mittlerweile ZWEI Jahre verstrichen, seit der erste Teil erschien. In meinen Augen schon einmal ein völliges No-Go. Wenn sich Autoren schon dazu entschließen eine Geschichte so zu beenden, dass man den zweiten Teil lesen muss, und ihre Geschichten generell - des großen neuen Hypes wegen - aufteilen, dann erwarte ich als Leser einfach, nicht jahrelang auf eine Fortsetzung warten zu müssen. 
Und trotz dieser vergangenen Zeit, gab es im zweiten Buch nun auch keine weiteren Rückblenden. Ich hatte den Storyverlauf nicht mehr komplett im Kopf, und musste mir dann selbst aus Rezensionen zusammenstückeln, worum es noch einmal ganz genau ging. Sehr schade.
Leider konnte mich die Geschichte aber auch sonst nicht überzeugen: Sie bleibt fortlaufend absolut flach, langweilig und ohne Spannung, plätschert also nur vor sich hin, und spätestens ab Seite 20 kann man genau sagen, wie das Buch ausgehen wird.
Der fehlende Spannungsbogen mag zum einen daran liegen, dass in der Geschichte IMMER auf jede Aktion sofort eine Reaktion folgt, die furchtbar simpel und unglaubwürdig ist. Für jedes Problem wird innerhalb weniger Seiten eine Lösung gefunden, und natürlich kommen alle Beteiligten IMMER nahezu unversehrt aus der Sache raus. Mich hat das einfach nur extrem gestört und mir jegliche Lust am Lesen genommen.
Viel schlimmer habe ich aber noch die Sprache empfunden: Der Ausdruck und die Satzkonstruktionen erinnern mehr an eine Geschichte, die für 11-jährige geschrieben wurde, als an ein richtiges Jugendbuch. Genau wie die Handlung, ist auch die Sprache und der Ausdruck absolut flach und simpel.

Für mich ist das Buch leider eine totale Enttäuschung, auf die ich gut hätte verzichten können. Ich hab mich sehr auf diese Fortsetzung gefreut, aber überzeugt hat sie mich absolut nicht. Wer allerdings ein Buch für jüngere Jugendliche sucht, die gerne mal historische Orte "bereisen" möchten, sollte dem Buch eine Chance geben. 




Freitag, 8. März 2013

[Rezension] Cornelia Tomerius - Ein Jahr in Istanbul

Klappentext:
Sie wissen nicht, wie sich der Bosporus verändert, wenn die Sonne scheint oder wenn der Himmel voller Wolken hängt. Sie wissen nicht, was in der Stadt los ist, wenn Ramadan ist, oder ein Fußballspiel der hiesigen Clubs. Sie wissen nicht, wie unglaublich bürokratisch es hier zugehen kann, und dann wieder wie südländisch unkompliziert. „ Dann schaut sie mich eindringlich an : „Sie wissen nicht, was es heißt eine Istanbulerin zu sein.“


Verlag: Herder | Seiten: 190 | Preis: 12,95€ | Format: Taschenbuch | Genre: Sachbuch, Reiseführer, Biographie | Spielt in: Türkei | Erscheinungsdatum: März 2008 | ISBN: 978-3451059407
Ihr könnt das Buch zum Beispiel *hier* bei Amazon kaufen
 
Erster Satz:
"'Tschai ?', fragt Frau Ö, knapp und gießt, ohne die Antwort abzuwarten, den heißen Tee in die Tasse."


Worum geht es:
Eigentlich wollte Cornelia Tomerius in Istanbul nur schnell einen Job erledigen, doch dann kommt alles etwas anders: Sie bleibt und erliegt der Schönheit und dem geheimnisvollen Zauber der Stadt am Bosporus, sowie dem Charme der Istanbuler. Sie lernt die Kunst der Improvisation und die Tücken des Türkischen. Sie erkundet Konstantinopel und erfährt, was einst wirklich im Harem des Sultans geschah. Sie entdeckt , warum der Istanbuler den Fußball so sehr braucht wie die Bosporusdampfer den Fahrtwind. Sie feiert Zuckerfest und Beschneidung und zündet den Silvesterbaum einfach eine Woche früher an.

Meine Meinung:
Wer jemals in Istanbul war wird sich, so wie ich, auf der Stelle in diese laute, chaotische, wundervolle Stadt verlieben, wird durch einige Moscheen und Paläste gelaufen sein, ist vielleicht auf dem Bosporus herum geschippert und hat sich auf dem Basar von der wundersamen Duftmischung aus Gewürzen, Kaffe und tausenden Menschen verwirren lassen. Und dann fährt man nach Hause mit dem unbefriedigten Gefühl, längst nicht alles gesehen und stattdessen viel zu viel verpasst zu haben. Aber dann findet man dieses zauberhafte kleine Buch und erlebt mit Cornelia Tomerius die andere Seite dieser Riesenstadt. Wer jetzt allerdings einen Reiseführer mit Tipps für die besten Bars und Ausflüge zu den beliebtesten Touristenatraktionen erwartet wird enttäuscht werden. Wer aber auf unterhaltsame Weise Geschichte und Geschichten über diese faszinierende Stadt und über das Leben zwischen Wahnsinn, Hitze und Gastfreundschaft kennenlernen möchte, wird dieses Buch lieben. Frau Tomerius' amüsanter Schreibstil macht es einem leicht einzutauchen zwischen blumigen Straßenverkäufern und Fußballfans, zwischen einer Jahrhunderte alten Kultur und einer unerwarteten Moderne. Dieses Buch lässt einen den tristen Winter in Deutschland vergessen und macht Lust auf den nächsten Sommerurlaub- Natürlich in Istanbul.