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Dienstag, 3. September 2013

[Rezension] Kirsty McKay - Untot, Sie sind zurück und hungrig

Klappentext:
Na toll! Eine Glatze, eine Narbe und 6 Wochen Koma. Als Bobby erwacht, ist bereits ganz Schottland zombifiziert und zur Sperrzone erklärt worden. Ausgerechnet in einem schottischen Krankenhaus festzusitzen, ist also eher ungünstig. Dass auch Alice und Pete dort untergebracht sind, ist zumindest eine gute Nachricht. Doch wo steckt Smitty? Und wieso hat Bobbys Mutter, die angeblich tot sein soll, verschlüsselte Nachrichten auf dem Handy hinterlassen? Die ungleichen Freunde müssen schnellstens hier weg. Denn die Untoten sind lernfähig und hungrig und verdammt gefährlich. Und sie sind nicht die Einzigen, die ihnen hinterher jagen …

Verlag: Chicken House | Seiten: 376 | Preis: 16,99€ | Genre: Endzeit, Jugendbuch | Spielt in: Großbritannien, Schottland | Originaltitel: Unfed | Erscheinungstermin: August 2013 | ISBN: 978-3551520531

Erster Satz:
"Wenn man fünfzehn ist und dem Tod ins aufgerissene Maul starrt, dann gibt es noch nicht so wahnsinnig viel Leben, das an einem vorbeiziehen kann."


Worum geht es:
Als Bobby in einem Militärkrankenhaus aufwacht, sieht sie nicht nur verdammt verunstaltet aus (Hallo Glatze!), sondern hat auch die letzten 6 Wochen "verschlafen". Genug Zeit für die Zombies, über ganz Schottland herzufallen, das jetzt hermetisch vom Rest Großbritanniens abgeriegelt ist. Doch man beruhigt Bobby: Hier in diesem Krankenhaus sei sie vor den Angriffen der Zombies definitiv sicher, bis jetzt gab es eine Vorfälle... Okay, bis JETZT, denn in diesem Moment - wie soll es auch anders sein - geht der Alarm los und zombifizierte Kinder(!) stürmen ihr Zimmer. Einziger Fluchtweg: Ab durch die Decke und rein in den Lüftungsschachte. Auf dem Weg durch die Rohre, entdeckt sie unter sich Alice -eine der 4 Überlebenden des Busunglücks - und gabelt auch Pete und Russ, einen Schüler der 2. Busgruppe, auf. Gemeinsam versuchen sie aus dem Krankenhaus zu fliehen, um das Zombie-verseuchte Schottland hinter sich zu lassen, doch inzwischen lungern die Halbtoten überall. Und haben tierische Verstärkung bekommen. 

Meine Meinung: 
Auf den zweiten Teil war ich ja wirklich sehr gespannt. Nachdem ich den ersten Band ja grandios fand, und ihn quasi in einem Rutsch gelesen habe, hat mich der "Zwischenban", Pausensnack, mehr als enttäuscht. Umso gespannter war ich eben, wie es der Autorin gelungen sein könnte, nun wieder anzuknüpfen. Und Gott sei Dank hat sie es geschafft mich zu begeistern. 
Die Geschichte geht eben so rasant los, wie der erste Teil geendet hat, und binnen weniger Seiten steckt man wieder mitten drin in der zombifizierten, schleimigen Welt von Bobby und Co. Und zum Glück scheint bei Bobby das Trauma der menschenfressenden Mitmenschen nicht so groß zu sein, dass ihre trockene Art mit dem schwarzen Humor verloren hätte. So halten sich über das ganze Buch hinweg Ekel durch die Zombies und Lachen über ihre trockenen Bemerkungen die Waage und machen das Buch zu einer außergewöhnlichen Zombiereihe, die zwar etliche Elemente von bekannten Reihen wie "The Walking Dead" hat, ihren eigenen Charme aber nicht verliert. 
Es ist unglaublich spannend, teilweise echt eklig (und ich weiß, dass ich mich als 14 jährige - also der Altersentsprechung gemäß - zu Tode gegruselt hätte beim Lesen und sicherlich nicht mehr nachts alleine ins Bad gegangen wäre :D), und hat die eine oder andere unerwartete Wendung. 
Dennoch geht es mir teilweise etwas zu schnell, denn auf jede Gefahr folgt -Bämbämbäm- direkt die nächste, so dass sie nie aufatmen können, was die Geschichte dann immer unrealistischer werden lässt (von den Zombies jetzt mal abgesehen ;) ).
Alles in allem aber war das Buch wirklich gelungen. Einzig mit dem Schluss kann ich nicht viel Anfangen: Das Ende ist zu offen als das man mit der Geschichte wirklich abschließen könnte, bietet meiner Meinung nach jedoch auch zu wenig Stoff für noch einen dritten Teil.


Freitag, 7. Juni 2013

[Rezension] James Dashner - Die Auserwählten in der Todeszone (Bd. 3)

Klappentext:
Thomas hat es geahnt: statt der versprochenen Freiheit steht ihm die nächste Prüfung bevor. Mit einem operativen Eingriff soll ihm sein Gedächtnis zurückgegeben werden. Doch Thomas weiß, dass er den Wissenschaftlern von ANGST nicht trauen darf. Nicht nach allem, was sie ihm und seinen Freunden angetan haben. Deshalb müssen sie so schnell wie möglich fliehen, hinaus in die Todeszone. In eine Welt, in der sich ein tödlicher Virus immer weiter ausbreitet. Und er muss dafür sorgen, dass ANGST ihn nicht länger kontrollieren und manipulieren kann. Denn die grausamen Experimente müssen endlich gestoppt werden. 

Verlag: Chicken House | Seiten: 480 | Preis: 19,99€ | Genre: Dystopie, Endzeitroman, Jugendbuch | Spielt in: Denver | Erscheinungsdatum: Mai 2013 | Originaltitel: The Death Cure | ISBN: 978-3551520364

Erster Satz: 
"Es war der Gestank, der Thomas langsam aber sicher in den Wahnsinn trieb."

 

Worum geht es: 
Als er die Augen aufschlägt ist alles um ihn herum weiß. Immer noch. Kahl und weiß. Seit Wochen ist er jetzt schon eingesperrt, in dieser Zelle im Hauptquartier von ANGST, ohne eine Chance auf Flucht. Einzig die anonyme Klappe, aus der ihm dreimal täglich sein Essen gereicht wird, lässt auf Leben außerhalb des Gefängnis schließen. 
Doch als sich die Tür endlich öffnet, erwarten ihn weitaus größere Schrecken: ANGST will ihnen allen, den wenigen Überlebenden, ihr Gedächtnis zurück geben, und ausgerechnet Theresa steht voll hinter dieser Entscheidung. Für Thomas kann das nur eins bedeuten: Fliehen ehe ANGST ihn diesen  Eingriff antun kann. 
Zusammen mit Brende, Milho, Newt und Jorge gelingt die Flucht aus dem Hauptquartier, nach Denver, einer Stadt in der die Menschen, die sich mit dem Brand infiziert haben, längst die Kontrolle über das Alltagsleben übernommen haben.

Meine Meinung:
Nach dem grandiosen ersten Band der Reihe, war ich ja umso enttäuschter vom 2. Teil. Auf einmal ging in diesem sämtliche Spannung und Mystik des ersten Bandes verloren und musste Platz machen für sinnlose Gewalt und Sinnfreie Handlungen. Deshalb war ich nun erst recht gespannt auf den dritten und damit letzten Band der Reihe. Ich hab mich gefragt, wie der Autor es würde schaffen können, den Bogen zu spannen, zurück zu einer Geschichte mit Inhalt. 

Leider sucht man auch in diesem Band vergeblich nach Inhalt, wenn auch nicht ganz so vergeblich nach Spannung. Dennoch wird auch dieses Buch wieder von Massen an komplett sinnloser, verherrlichender, übertriebener und unpassender Gewalt dominiert. Die, wie schon im 2. Band, im krassen - wenn ich nicht fast schon absolut lächerlichem - Gegensatz zu dem Verkrampften Vermeiden von Schimpfwörter steht. 
Inhaltlich kann man aber auch wie gesagt nicht viel erwarten. Mir kam es an vielen Stellen so vor, als sei der Autor ein ganz begeisterter Anhänger der momentan so gehypten Serie "The Walking Dead", und verwertet etliche Szenen aus eben dieser.

Im Prinzip kann man das Buch wie folgt beschreiben: Seite 1-150: Thomas und Co versuchen zu fliehen und töten und verletzten dabei jeden und alles. Seite 150-300: Thomas und Co konnten fliehen, sind in Denver, und töten und verletzten dabei jeden und alles, hinterfragen aber zumindest die Gründe ansatzweise. Seite 300-480: ANGST tritt wieder auf den Plan und tötet und verletzt so viele Menschen wie möglich.

Dennoch kann man dem Buch, zum Ende hin, eine gewisse Spannung nicht absprechen, auch wenn man eigentlich schon weiß, wie es ungefähr ausgehen wird. Die Motive von ANGST und dem Rechten Arm sind, obwohl sie verschleiert bleiben sollen, auch eher offensichtlich als alles andere, und dennoch möchte man weiterlesen. 
Deshalb gebe ich dem Buch noch 3 Sterne, verbuche es aber leider unter der schlechtesten Dystopie aka Endzeitroman die ich je gelesen habe.




Freitag, 4. Januar 2013

[Rezension] James Dashner - Die Auserwählten, In der Brandwüste (Bd. 2)

Klappentext:
Sie haben einen Ausweg aus dem tödlichen Labyrinth gefunden und geglaubt, damit wäre alles vorbei. Dass sie frei sein werden und nie mehr um ihr Leben rennen müssen. Doch auf Thomas und seine Freunde wartet das Grauen: Sengende Hitze, verbranntes Land und Menschen, die von einem tödlichen Virus befallen sind. Und die undurchsichtigen Schöpfer halten noch immer die Fäden in der Hand. Damit steht den Jungen die nächste Prüfung bevor. Sie müssen innerhalb von zwei Wochen die Brandwüste durchqueren, sonst sind sie verloren.

Verlag: Carlsen | Format: Hardcover | Preis: 18,95€ | Seiten: 488 | Genre: Dystopie, Jugendbuch | Erscheinungsdatum: Juli 2012 | Spielt in: Mexiko | Originaltitel: Maze Runner, The Scorch Trials | ISBN: 978-3551520357
Ihr könnt das Buch zum Beispiel *hier* bei Amazon kaufen. 

Erster Satz:
"Bevor die Welt zusammenbrach, hörte Thomas etwas."



Worum geht es:

Sie dachten sie wurden gerettet vor den Leuten, die sie im Labyrinth gefangen gehalten und beobachtet haben, doch diese vermeintliche Rettung ist nur eine weitere "Variable" von ANGST, der offenbar allumfassenden und übermächtigen Regierung, die Thomas und die noch überlebenden Jungs kontrolliert. Nach der Rettung finden sie sich in einer Art Jugendherberge wieder, wiegen sich in Sicherheit, bis plötzlich ihre Retter erhangen von der Decke baumeln, und die Cranks - die mit der Seuche infizierten Menschen - an ihren Gitterfenstern hängen und sich einen Weg nach Innen bahnen wollen. Schnell wird klar, dass ANGST noch immer die Fäden zieht, und ein neues Ziel hat: Innerhalb von wenigen Tagen sollen sie die Brandwüste durchqueren und zum sicheren Hafen gelangen- dort erhalten sie Rettung. Wer es nicht schafft, den erwartet der sichere Tod. 


Meine Meinung:

Nachdem der erste Band ja wirklich unheimlich spannend geendet hat, war ich sehr gespannt darauf, was sich diese offenbar absolut skrupellose Regierung überlegt hatte, um die besten der Besten herauszufiltern. Denn das Ende des vorherigen Teils ließ ja nun doch einige Fragen offen und versprach eben so viel Spannung. 
Leider wurden meine Erwartungen dahingehend sehr enttäuscht und ich finde leider, dass dieser zweite Teil absolut nicht mit dem ersten mithalten kann. Es gab einfach viel zu viele Ungereimtheiten, viel zu viele Dinge die mich störten und generell war das Buch einfach irgendwie "überflüssig".

Denn die ganze Geschichte ist absolut zusammenhangslos, wirkt sehr sehr konstruiert und man findet nicht wirklich einen roten Faden in der Geschichte. Viel mehr ist es so, als hätte der Autor sämtliche seiner Ideen zusammengestückelt und versucht daraus eine Geschichte zu machen, ohne dabei auf Übergänge oder auch nur Sinn zu achten. Das was passiert, wird nicht wirklich erklärt wieso es passiert- es geschieht einfach. Aus dem nichts und ist eben so schnell wieder vergessen, ohne großen Eindruck auf die Jugendlichen zu hinterlassen.

Diese Jugendlichen lernt man aber so gut wie gar nicht kennen. 20 Jungs sind es zu Beginn noch, die schnell auf 11 reduziert werden, durch übertrieben brutale Angriffe und Unfälle (in denen meiner Empfindung nach nur Gewalt der Gewalt willens geschieht), ohne dass man je jemanden näher kennen lernt. Thomas kennt die Jungs nicht einmal, kennt ihre Namen nicht und trauert natürlich auch nicht um sie, wenn sie zerfetzt und getötet werden. Auch Minho und Newt aus Band 1 spielen nur noch eine Hintergrundrolle und fungieren eher als "kluge Stimme aus der Regie". 

Fazit: 

Alles in allem gebe ich dem Buch nur deshalb noch 3 Sterne, weil es sich gut lesen lässt. Man kann es sich aber eigentlich wirklich sparen zu lesen, erst recht dann, wenn man sich den tollen Eindruck des ersten Bandes nicht kaputt machen lassen will.  Der Schreibstil ist nicht überragend, die Handlung ein Witz und die Charaktere sehr sehr einseitig und flach.



Donnerstag, 27. Dezember 2012

[Rezension + BUCHTIPP] Kirsty McKay - Untot, Lauf solange du noch kannst

Klappentext:
Auf keinen Fall wird sie aus diesem Bus aussteigen. Bobby hasst ihre neuen Mitschüler und der Skiausflug war die totale Vollkatastrophe. Da wartet sie lieber mit Bad Boy Smitty, bis die anderen aus dem Café zurückkommen. Aber die anderen kommen nicht. Die anderen sind tot - Alice hat es genau gesehen und dreht vollkommen durch. Schöne Scheiße! Sie müssen hier weg und zwar schnell. Denn plötzlich kommen die Toten auf sie zu und sie sehen verdammt hungrig aus. Doch draußen ist es einsam und dunkel, der Schneesturm tobt und die Handys funktionieren auch nicht. Und eigentlich weiß man aus jedem guten Horrorfilm, dass man sich niemals in so eine Situation begeben darf ...

Verlag: Chicken House | Format: Taschenbuch | Preis: 14,95€ | Seiten: 368 | Genre: Jugendbuch, Fantasy, Horror | Spielt in: Großbritannien (Schottland, Aviemore) | Originaltitel: Undead | ISBN: 978-3551520418
Ihr könnt das Buch zum Beispiel *hier* bei Amazon kaufen

Erster Satz:
"Ich möchte lieber sterben als die alle noch mal wiedersehen."

 

Worum geht es:

Als neue hat man es ja ohnehin schon schwer genug, aber wenn die ganze Klasse quasi nur aus Idioten besteht, wird so ein Skiausflug ins schottische Nirgendwo schnell mal zur Nahtoderfahrung. Grund genug für Bobbie, sich von ihren Klassenkameraden abzugrenzen, als alle auf dem Rückweg in die Raststätte stürmen, und zusammen mit Smitty, dem selbsternannten Klassenrebell, im Bus zu bleiben. 
Als jedoch die völlig hystrische Alice aufgelöst zum Bus zurückkehrt, und berichtet dass sich die gesamte Klasse plus alle Leute in der Raststätte in Zombies verwandelt hat, bekommt der Begriff "Nahtoderfahrung" noch mal eine ganz andere Dimension. Denn jetzt heißt es: Überleben. Und das ist einfach gesagt als getan, wenn um einen herum nur Untote wandeln, deren sehnlichster Wunsch das frische Fleisch von Bobbie und Co ist. 

Meine Meinung:

Zugegebenermaßen sind Zombie, egal ob im TV, in Büchern oder sonstwo, nicht gerade mein bevorzugtes Thema. Eigentlich kann ich damit so überhaupt nichts anfangen und versuche jegliche Medien zu umgehen, in denen Untote ihr Unwesen treiben. Aber das Buch hat mich doch neugierig gemacht. Gott sei Dank kann ich nur sagen, denn der Klappentext verspricht absolut nicht zu viel, als gesagt wird, dass es sich bei diesem Buch um einen absoluten Pageturner handeln soll.
Ursprünglich wollte ich gestern nur die ersten 100 Seiten oder so lesen, aber ich konnte einfach nicht mehr aufhören und habe das komplette Buch in einem Rutsch durchgelesen und mir dafür die halbe Nacht um die Ohren geschlagen.

Anfangs war ich mir noch nicht so sicher, ob ich so warm mit der Geschichten werden würde. Denn es geht wirklich Schlag auf Schlag los, und schon auf Seite 30 wimmelt es quasi überall von den Zombies. Ziemlich abstrakt, aber irgendwie faszinierend. Und obwohl es ein Jugendbuch ist und jetzt nicht gerade vor Horror trieft, hab ich doch das eine oder andere Mal den Atem angehalten und mich so richtig schön gegruselt und auf jedes Geräusch in meiner Wohnung empfindlich reagiert. Die Spannung wird nämlich tatsächlich konstant gehalten, und der Ekelfaktor hat so richtig seine schönen Höhen und Tiefen, die ein Weglegen des Buches unmöglich machen.

Auch die Charaktere haben mir unglaublich gut gefallen- für mich mal ein wirkliches Erlebnis. Denn eigentlich bin ich meistens kein Fan der Protagonisten, aber in diesem Fall fand ich sie alle super. Jeden. Haha, was habe ich teilweise über die Sprüche von Bobbie gelacht, und auch Alice -die absolut penible Überzicke - hab ich direkt in mein Herz geschlossen. Der Humor ist subtil, manches Mal vielleicht ein bisschen zu Jugendlich für meinen Geschmack (aber natürlich total passend für ein Jugendbuch) und auch das Sprachniveau ist eher einfach und umgangssprachlich - ebenfalls wie von einem Jugendbuch zu erwarten.

Nur der Schluss hat mich nicht ganz so zufrieden gestellt. Zwar ist dies kein "Punktabzug" für mich, aber dennoch lässt einen das Ende so ein bisschen in der Luft hängen. Man weiß nicht wirklich, wie die Geschichte nun ausging, was mit einigen der Personen passiert ist, und bleibt ein wenig ratlos zurück. Sollte es einen Folgeband geben, wäre es einleuchtend, aber soweit ich mich informiert habe, bleibt es ein einzelner Roman. 
[Edit: Ich habe gerade gelesen, dass es sehr wohl einen zweiten Teil gibt, "Unfed", so dass das Ende demzufolge einfach nur ein fiiiieser Cliffhanger ist :) ]

Fazit: Super spannender, wenn auch klischeebehafteter Zombieroman, der einen einfach nicht mehr loslässt, ehe man nicht das ganze Buch gelesen hat. Suuuuuper, auch für Leute wie mich, die solchen Büchern sonst aus dem Weg gehen würden.





Montag, 1. Oktober 2012

[Rezension] James Dashner - Die Auserwählten im Labyrinth

Klappentext:
Sein Name ist Thomas. An mehr kann er sich nicht erinnern. Und er ist an einem bizarren Ort gelandet: eine Lichtung, umgeben von einem riesigen Labyrinth. Doch er ist nicht der Einzige. Zusammen mit fünfzig Jungen, denen es genauso geht wie ihm, sucht er einen Weg in die Freiheit. Der führt durch das Labyrinth, dessen gewaltige Mauern sich Nacht für Nacht verschieben und in dem mörderische Kreaturen lauern. Doch gibt es wirklich einen Weg hinaus? Ist das Ganze eine Prüfung? Und wer hat sich dieses grauenvolle Szenario ausgedacht? Den Jungen bleibt nicht viel Zeit, um das herauszufinden.

Verlag: Carlsen | Format: Hardcover | Preis: 16,95€ | Seiten: 496 | Genre: Jugendbuch, Dystopie | Altersempfehlung: 13-17 | ISBN: 978-3551520197
Ihr könnt das Buch zum Beispiel *hier* bei Amazon kaufen  

Der erste Satz:
"Sein neues Leben begann im Stehen, umgeben von kalter Dunkelheit und staubiger Luft."

 

Worum geht es:

Eigentlich sollte Thomas grenzenlose Furcht erfassen, als er die Augen aufschlägt und sich langsam klar wird, wo er gelandet ist: Auf einer Lichtung, umgeben von Mauern deren Enden man kaum am Himmel sehen kann, und umgeben von einem Labyrinth, dessen Eingänge sich jeden Tag verschieben und sich jede Nacht verschließen, und aus dem es scheinbar kein Ausgang gibt. Doch Thomas kommt all das eher falsch als beängstigend vor. Was macht er hier, und wieso sind er und die gut 50 anderen Jungs auf dieser Lichtung. 
Verzweifelt versucht er einen Ausweg aus diesem Gefängnis zu finden, doch nicht nur die Antipathien der anderen Jungs behindern ihn dabei, sondern auch die Gefahren, die das Labyrinth verbirgt.


Meine Meinung

Über Empfehlungen verschiedener Leute bin ich an dieses Buch gekommen, und da ich vorher oft schon von denen empfohlene Bücher gelesen und für gut befunden hatte, war es klar, dass dieses Buch von mir gelesen werden muss. Allerdings waren die Erwartungen auch dementsprechend hoch - und wurden nicht enttäuscht. Dieses Buch strotzt vor Spannung, ist ein absoluter Page-Turner und hat mich mehrere Stunden vom Schlafen abgehalten, weil ich einfach nicht aufhören konnte zu lesen, wissen musste was als nächstes passiert, und warum.

Dabei war ich am Anfang gar nicht so begeistert. Das Buch fängt relativ schwach an, tröpfelt so vor sich hin und wirkt auf den ersten Seiten vor allem unglaubwürdig. Auch hatte ich so meine Probleme, mich mit der Sprache anzufreunden, die selbst für ein Jugendbuch sehr einfach ist, dann aber auch immer wieder Fachbegriffe einschmeißt, die dort irgendwie fehl am Platz wirken. Das bringt mich auch zu meinem einzigen großen Kritikpunkt. Wieso hat sich Herr Dashner dafür entschieden, eine Phantasiesprache einzubauen. Für mich ergibt das absolut keinen Sinn, ärgert mich viel eher noch, weil so das Niveau der Jungen herabgestuft wird, obwohl sie eigentlich eine wahnsinnig intelligente und gut durchorganisierte Gruppe sind. Anstellte dem Wort "Schei*e" sagen sie Klonk- "Was für ein Klonk. Das ist alles richtig klonk.", und Idioten werden so zu Nepperdeppen. Macht keinen Sinn, außer der Autor wollte keine Schimpfwörter haben. Doch wenn eine, doch recht gewaltbereite, Gruppe Pubertierender zusammenwohnt, kann ich mir schwer vorstellen, dass sie so versnobt sind, ein derart "schmutziges Wort" zu umgehen. Zumal diese Tatsache auch in einem totalen Gegensatz zu den zeitweise doch sehr brutalen Szenen steht.

Ansonsten habe ich allerdings nichts zu kritisieren. Die Charaktere gefallen mir alle super gut. Keiner ist zu flach, zu ausgeschmückt oder unreal beschrieben. Sie wirken alle ganz einfach wie normale Teenager, die sich in einer verzweifelten Lage befinden. Ganz besonders klasse fand ich ja Chuck und Minho, zwei Nebencharaktere, die mir aber unglaublich ans Herz gewachsen sind.