Freitag, 4. Januar 2013

[Rezension] James Dashner - Die Auserwählten, In der Brandwüste (Bd. 2)

Klappentext:
Sie haben einen Ausweg aus dem tödlichen Labyrinth gefunden und geglaubt, damit wäre alles vorbei. Dass sie frei sein werden und nie mehr um ihr Leben rennen müssen. Doch auf Thomas und seine Freunde wartet das Grauen: Sengende Hitze, verbranntes Land und Menschen, die von einem tödlichen Virus befallen sind. Und die undurchsichtigen Schöpfer halten noch immer die Fäden in der Hand. Damit steht den Jungen die nächste Prüfung bevor. Sie müssen innerhalb von zwei Wochen die Brandwüste durchqueren, sonst sind sie verloren.

Verlag: Carlsen | Format: Hardcover | Preis: 18,95€ | Seiten: 488 | Genre: Dystopie, Jugendbuch | Erscheinungsdatum: Juli 2012 | Spielt in: Mexiko | Originaltitel: Maze Runner, The Scorch Trials | ISBN: 978-3551520357
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Erster Satz:
"Bevor die Welt zusammenbrach, hörte Thomas etwas."



Worum geht es:

Sie dachten sie wurden gerettet vor den Leuten, die sie im Labyrinth gefangen gehalten und beobachtet haben, doch diese vermeintliche Rettung ist nur eine weitere "Variable" von ANGST, der offenbar allumfassenden und übermächtigen Regierung, die Thomas und die noch überlebenden Jungs kontrolliert. Nach der Rettung finden sie sich in einer Art Jugendherberge wieder, wiegen sich in Sicherheit, bis plötzlich ihre Retter erhangen von der Decke baumeln, und die Cranks - die mit der Seuche infizierten Menschen - an ihren Gitterfenstern hängen und sich einen Weg nach Innen bahnen wollen. Schnell wird klar, dass ANGST noch immer die Fäden zieht, und ein neues Ziel hat: Innerhalb von wenigen Tagen sollen sie die Brandwüste durchqueren und zum sicheren Hafen gelangen- dort erhalten sie Rettung. Wer es nicht schafft, den erwartet der sichere Tod. 


Meine Meinung:

Nachdem der erste Band ja wirklich unheimlich spannend geendet hat, war ich sehr gespannt darauf, was sich diese offenbar absolut skrupellose Regierung überlegt hatte, um die besten der Besten herauszufiltern. Denn das Ende des vorherigen Teils ließ ja nun doch einige Fragen offen und versprach eben so viel Spannung. 
Leider wurden meine Erwartungen dahingehend sehr enttäuscht und ich finde leider, dass dieser zweite Teil absolut nicht mit dem ersten mithalten kann. Es gab einfach viel zu viele Ungereimtheiten, viel zu viele Dinge die mich störten und generell war das Buch einfach irgendwie "überflüssig".

Denn die ganze Geschichte ist absolut zusammenhangslos, wirkt sehr sehr konstruiert und man findet nicht wirklich einen roten Faden in der Geschichte. Viel mehr ist es so, als hätte der Autor sämtliche seiner Ideen zusammengestückelt und versucht daraus eine Geschichte zu machen, ohne dabei auf Übergänge oder auch nur Sinn zu achten. Das was passiert, wird nicht wirklich erklärt wieso es passiert- es geschieht einfach. Aus dem nichts und ist eben so schnell wieder vergessen, ohne großen Eindruck auf die Jugendlichen zu hinterlassen.

Diese Jugendlichen lernt man aber so gut wie gar nicht kennen. 20 Jungs sind es zu Beginn noch, die schnell auf 11 reduziert werden, durch übertrieben brutale Angriffe und Unfälle (in denen meiner Empfindung nach nur Gewalt der Gewalt willens geschieht), ohne dass man je jemanden näher kennen lernt. Thomas kennt die Jungs nicht einmal, kennt ihre Namen nicht und trauert natürlich auch nicht um sie, wenn sie zerfetzt und getötet werden. Auch Minho und Newt aus Band 1 spielen nur noch eine Hintergrundrolle und fungieren eher als "kluge Stimme aus der Regie". 

Fazit: 

Alles in allem gebe ich dem Buch nur deshalb noch 3 Sterne, weil es sich gut lesen lässt. Man kann es sich aber eigentlich wirklich sparen zu lesen, erst recht dann, wenn man sich den tollen Eindruck des ersten Bandes nicht kaputt machen lassen will.  Der Schreibstil ist nicht überragend, die Handlung ein Witz und die Charaktere sehr sehr einseitig und flach.



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