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Freitag, 31. Januar 2014

Ethan Cross - Ich bin die Nacht + Videorezi

Klappentext:
Mein Name ist Francis Ackerman junior. Ich bin das, was man gemeinhin einen Serienkiller nennt. Doch ich töte nicht wahllos, und jedes meiner Opfer bekommt eine faire Chance, denn ich fordere es zu einem Spiel heraus. Wer gewinnt, überlebt. Ich habe noch nie verloren. Die meisten Menschen werden mich verabscheuen. Einige, die mir ähnlich sind, werden mich verehren. Aber alle, alle werden sich an mich erinnern. Mein Name ist Francis Ackerman junior. Ich bin die Nacht, und ich möchte ein Spiel mit Ihnen spielen.

Verlag: Bastei Lübbe | Seiten: 400 | Preis: 9,99€ | Genre: Thriller | Spielt in: USA, Texas, Asherton | Originaltitel: The Shepherd | ISBN: 978-3404169238


  

Worum geht es:
Francis Ackerman junior ist das, was man sich unter einem wirklich kranken Serienmörder vorstellt: Er mordet wahllos, unabhängig von Alter, Geschlecht, Ethnie und Hintergrund. Und er tötet immer auf grausamste Art und Weise. Seine Methode ist, ein Spiel mit seinen Opfern zu spielen indem er sie vor unmenschliche Aufgaben stellt und ihnen so die Möglichkeit gibt, ihr eigenes Leben oder das anderer Opfer zu retten. Verlieren die Opfer das Spiel, steht ihnen ein qualvoller Tod bevor. 
Zur gleichen Zeit, als Ackerman in dem kleinen Ort Asherton zuschlägt, bekommt die Stadt einen neuen Bürger: Markus, ehemaliger Polizist, ist eben erst in die Stadt gezogen, als er in die Mordfälle verwickelt wird, und er sich plötzlich als Hauptakteur in einem perfiden Spiel aus Macht und Machtmissbrauch wiederfindet...

Meine Meinung:
Das Buch hat mich, wie wahrscheinlich viele, vor allem erst einmal wegen seiner fantastischen Aufmachung angesprochen. Nicht nur die Covergestaltung ist mit ihren schwarzen Buchstaben auf schwarzem Hintergrund ziemlich gelungen und weckt das Interesse der Thrillerleser, auch der schwarze Buchschnitt und der minimalistische Klappentext sind sehr ansprechend.
Und zunächst konnte mich das Buch auch wirklich noch sehr begeistern. Es ist in vier Teile unterteilt, und der gesamte erste Teil ist genau so, wie ich mir das von einem guten Thriller erhoffe: Ein gnadenloser Mörder tötet seine Opfer ohne Mitgefühl und die Polizei steht vor einem Rätsel. Es ist sehr sehr grausam und brutal beschrieben, wer also eher zart besaitet ist, sollte von dem Buch vielleicht die Finger lassen, aber mich als eingesessenen Thriller- Fan hat das sofort überzeugt.
Doch dann kommt Teil zwei und schlagartig fand ich das Buch einfach nur noch schlecht. Die Wandlung die die Geschichte nimmt - und ohne zu viel zu spoilern - ist einfach lächerlich, denn plötzlich stellt man fest, dass die Polizei in den Fall verstrickt ist, und die ganzen Morde nur ein abgekatertes Spiel aus Selbstjustiz sind. Und ich dachte nur so "Hä?! Ist das jetzt deren Ernst? Was ist das denn bitte für ein Blödsinn?". 
Mit zunehmender Seitenzahl wurde die ganze Geschichte einfach immer bizarrer und abgedrehter, unglaubwürdiger und schlechter und ich habe nicht nur ein Mal überlegt, das Buch abzubrechen um meine Zeit nicht an so eine miese Story zu vergeuden.
Ich bin allerdings doch dran geblieben, und zumindest der letzte Teil wurde wieder einigermaßen annehmbar. Deshalb, und wegen des guten ersten Teils, vergebe ich auch gerade noch so 3 Sterne, würde aber niemanden das Buch weiterempfehlen, erst recht keinen Liebhabern von Thrillern. 
Am Ende bleiben zu viele Fragen offen und irgendwie hinterlässt das ganze Buch einen faden Beigeschmack.





Montag, 27. Januar 2014

Cassandra Clare - Chroniken der Unterwelt, City of Bones #1

Klappentext:
Willkommen in New York City - der coolsten Stadt der Welt - der Stadt, die niemals schläft. Denn hier sind die Kreaturen der Nacht unterwegs: Fenn und Vampire, Engel und Dämonen. Und sie sind auf der Jagd...Gut aussehend, düster und sexy, das ist Jace. Verwirrt, verletzlich und vollkommen ahnungslos, so fühlt sich Clary, als sie in Jaces Welt hineingezogen wird, denn Jace ist kein normaler Junge. Er ist ein Dämonenjäger. Und als Clary von dunklen Kreaturen angegriffen wird, muss Clary schleunigst ein paar Antworten finden sonst wird die Geschichte ein tödliches Ende nehmen!

Verlag: Arena | Seiten: 503 | Preis: 17,99€ | Genre: Fantasy, Jugendbuch | Spielt in: USA, New York City | Originaltitel: The Mortal Instruments, City Of Ashes | Erscheinungstermin: Januar 2008 | ISBN: 978-3401061320

Erster Satz:
"'Du willst mich wohl verarschen', sagte der Türsteher und verschränkte die Arme vor seiner breiten Brust."



Worum geht es:
Clary hat keine Ahnung was in ihr steckt. Nicht die geringste. Doch als sie und ihr bester Freund Simon einen der New Yorker Nachtclubs, das Pandemonium, besuchen und Clary beobachtet, wie drei wahnsinnig schöne Jugendliche einen Dämon umbringen, ahnt sie dass irgendwas nicht stimmen kann. Aber so wirklich sicher, wer hier nun verrückt ist, ist sie sich nicht. 
Die Erkenntnis kommt schlagartig, als ihre Mutter sie völlig verzweifelt anruft, um ihr zu sagen dass sie auf gar keinen Fall nach Hause kommen darf und sich schnellstmöglich verstecken soll! Doch was tut man nach einem solchen Anruf? Man fährt nach Hause um sicher zu gehen, dass das alles nur ein schlechter Scherz und kein wirklicher Notfall gewesen ist. Dass dort jedoch bereits Dämonen auf sie warten, ahnt Clary nicht und überzeugt sie sehr schnell davon, dass ihre Erfahrungen im Pandemonium keine Sinnestäuschung gewesen sein können.
Gemeinsam mit Jace, Isabell und Alec - ihres Zeichen Schattenjäger - begibt sich Clary auf die Suche nach ihrer Mutter und stößt auf ihre eigene Vergangenheit.

Meine Meinung:
Ich habe mich ja lange lange gesträubt, das Buch zu lesen. Der Klappentext hat mich einfach so üüüüberhaupt nicht angesprochen, Urban Fantasy ist ohnehin nicht so mein bevorzugtes Genre und als ich dann auch noch den Trailer zum Film gesehen hab, war ich mir sicher dass das Buch nichts für mich sein wird. Genau deshalb habe ich ewig einen Bogen um die Geschichte gemacht, aber nachdem mir so wahnsinnig viele Leute immer und immer wieder gesagt haben, ich soll das Buch lesen und ihm endlich eine Chance geben, habe ich es dann jetzt doch endlich mal gemacht.
Und was soll ich sagen?! Wie konnte ich bloß so lange mit dem Lesen warten?! Es ist einfach grandios! Ich bin absolut begeistert und jetzt voll im Unterwelten- Fieber, hab mir Band zwei bereits bestellt und bin völlig in Geschichte und Personen verliebt. 
Das liegt zum einen natürlich an dem wunderbaren Schreibstil von Cassandra Clare. Die Seiten lesen sich einfach so weg, die Kapitel hören an sinnvollen Stellen auf, animieren aber trotdem sofort zum Weiterlesen und die Zeichnung der Charaktere ist ebenso liebevoll wie gelungen. Es gibt keine "perfekten" Personen in dem Buch, jeder hat irgendwie seine Ecken und Kanten und wird dadurch einfach plastischer. Insbesondere in Simon hab ich mich ja ein bisschen verliebt - er ist einfach genau der Typ Junge, den man sich als besten Freund wünscht. Ich bin also nicht Team Jace, auch wenn ich ihn ganz gerne mag. Deshalb war ich am Ende der Geschichte, als etwas herauskommt was man so nie gedacht hätte, auch nicht sooo geschockt, wenn auch schon sehr erstautn und bin jetzt umso gespannter, wie die Autorin dieses heikle Detail weiterspinnen wird. 
Die Szenerie hat mir ebenfalls super gut gefallen. New York ist eine großartige Kulisse für diese Vielfalt an Wesen in dem Buch. So findet jeder seinen Platz - Dämonen, Vampire, Werwölfe, Elfen, Schattenjäger etc. - aber trotzdem lassen sich Zusammenstöße nicht umgehen. Zwar kam mir diese riesige Stadt manchmal vor wie ein Dorf, vor allem wenn sich die Personen so schnell von A nach B bewegten, aber ich find dieses Zusammenspiel von alter Magie und hochmoderner Welt fantastisch.
Alles in allem ist eben einfach ein fantastisches Buch, ein toller Auftakt und für mich der Grund mich ab sofort doch vielleicht ein bisschen mehr in der Urban Fantasy umzusehen :) 



Linda Castillo - Blutige Stille

Klappentext:
Sie töteten alle Mitglieder der Familie Plank. Die Leichen des Vaters und der beiden Söhne fand man im Wohnhaus, die der Mutter und des Babys auf dem Weg zur Scheune. Doch niemand war auf das vorbereitet, was sie in der Scheune fanden. Die beiden Mädchen, gefoltert und misshandelt. Die Familie gehörte zur amischen Gemeinde in Painters Mill, Ohio, sie lebten getreu ihren Glaubensgrundsätzen von Schlichtheit und Bescheidenheit, waren gottesfürchtige Leute. Fernab von den Verführungen der Zivilisation. Oder enthüllt das Tagebuch der ältesten Tochter eine andere Wahrheit?Spannungsgeladen und aufregend: Auch der zweite Thriller mit Polizeichefin Kate Burkholder ist Nervenkitzel pur.

Verlag: Fischer | Preis: 8,99€ | Seiten: 393 | Genre: Krimi | Spielt in: USA, Ohio, Painters Mill | Originaltitel: Pray for silence | Erscheinungsdatum: Juni 2011 | ISBN: 978-3596184514

Erster Satz:
"Die letzte Tasse Kaffee hätte Officer Chuck "Skid" Skidmore sich besser sparen sollen."


Worum geht es:
In der Kleinstadt Painters Mill in Ohio geschieht ein unglaublich grausames Verbrechen: Eine komplette Familie der Amishen wird ausgelöscht: Vater, Mutter und die fünf Kinder werden tot und teilweise brutalst gefoltert in ihrem Haus aufgefunden, und niemand weiß wer und warum diese Tat begangen wurde. Alles deutet zunächst auf den Vater als Täter hin, doch so wirklich ergeben diese Vermutungen keinen Sinn, und so beginnt Chief Kate Burkholder, selbst ehemalige Amishe, zu ermitteln. Und schnell wird sich herausstellen, dass die so brave Fassade der Amishen- Familie rissig war, und nicht jedes Mitglied der Familie den Regeln der Gemeinde treu...

Meine Meinung:
Ich finde diese ganze Thematik der Amishen in Amerika unglaublich spannend und liebe Thriller - eine bessere Kombination kann es gar nicht geben. Nachdem es schon ein paar Monate her ist, seitdem ich den ersten Band dieser Thriller - Reihe gelesen habe, habe ich mich nun wieder mit großem, neugeweckten Interesse ans Lesen gemacht, und wurde nicht enttäuscht. Das Leben der Amishen wird super interessant beschrieben, ohne dabei zu weit auszuholen und das Buch versehentlich in ein Sachbuch über das Gemeindeleben abrutschen zu lassen. Der Thrillercharakter ist die ganze Zeit präsent, und der Fall ebenso spannend wie grausam. Schaurige Details und Brutalität werden nur häppchenweise eingesetzt, so dass man sich nicht mit nur mit purem Gemetzel, aber eben auch nicht nur mit der Ermittlungsarbeit auseinandersetzen muss. 
Zwar ist das Buch nicht durchgehend super spannend, es hat durchaus seine Längen beim Lesen, aber summa summarum hält es doch das Interesse des Lesers aufrecht. Das Ende schwächelt dann wieder ein wenig, bei mir blieben auf jeden Fall die eine oder andere Frage unbeantwortet.



Rachel Hawkins - Hex Hall Trilogie, Wilder Zauber #1

Klappentext:
Sophie Mercer ist eine Hexe. Doch die Sache mit der Magie klappt noch nicht so richtig. Als sie einer Mitschülerin helfen will, endet dies mit derart katastrophalen Folgen, dass ihre Mutter sie an die Hecate Hall schickt, ein Internat für junge Hexen, Gestaltwandler und Feen. Dort teilt sich Sophie ein Zimmer mit der einzigen Vampirin der Schule. Bald nach ihrer Ankunft versucht ein Trio dunkler Hexen, sie für ihren Zirkel zu gewinnen. Und Sophie verliebt sich Hals über Kopf in den traumhaft gut aussehenden Hexer Archer -- den Herzensbrecher von Hecate Hall. Da werden auf dem Campus einige Hexen angegriffen, und der Verdacht fällt auf Sophies Zimmergenossin.

Verlag: Egmont LYX | Seiten: 295 | Preis: 9,95€ | Genre: Fantasy, Jugend | Spielt in: USA; Georgia | Originaltitel: A Hex Hall Novel | Erscheinungstermin: Juli 2010 | ISBN:  978-3802582394

Erster Satz:
"Felicia Miller hatte sich auf die Toilette zurückgezogen und heulte."


Worum geht es:
Seit ihrem 12. Geburtstag weiß Sophie, dass auch sie eine Hexe ist - allerdings hapert es auch jetzt, knapp fünf Jahre nach dieser "Entdeckung" noch immer mit der Umsetzung. Die meisten ihrer Zauber gehen irgendwie schief, obwohl sie eigentlich nur das beste will. Und als sie sich auf ihrem Highschool Ball an einen Liebeszauber wagt eskaliert die ganze Sache. 
Zur Strafe soll Sophie deshalb von nun an nach Hecate Hall, eine Schule für auffällige junge magische Wesen, die mit ihren Kräften Unfug angestellt haben. Hier in "Hex Hall" soll sie die nächsten zwei Jahre verbringen - ein wahrer Albtraum. Einzig ihre Zimmergenossin Jenna, der erste und einzige Vampir bisher an der Schule, scheint ihr das Leben erträglicher zu machen. Denn neben gemeinen Mitschülern, sadistischen Lehreren und süßen Jungs, scheint es auch noch ein ganz anderes Geheimnis an der Schule zu geben...

Meine Meinung:
Ich weiß nicht woran es lag, ich weiß ehrlich gesagt nicht einmal mehr wie ich auf die Bücher aufmerksam geworden bin, aber seit ich sie zu Hause stehen hatte, hat es mir in den Fingern gekribbelt, endlich mit der Geschichte anzufangen. Und um das direkt mal vorweg zu nehmen: Es hat sich absolut gelohnt! 
Ich war anfangs etwas skeptisch, weil ich befürchtete dass sich die Geschichte zu sehr mit Harry Potter ähneln würde, wobei diese Skepsis eigentlich sehr ungerecht ist, denn im Prinzip ist es ja das was ich gesucht habe: Eine Internatsgeschichte mit viel Magie.
Anfangs erinnerte mich das ganze auch irgendwie an Hogwarts, insbesondere die Badezimmerszenen, aber mit voranschreitender Seitenzahl löst man sich immer immer mehr von diesem "Klischeedenken".
Das liegt mit Sicherheit vor allem an den Charakteren, die so absolut gar nichts mit Harry, Ron und Co zu tun haben, und einfach unglaublich bezaubernd sind. Jede der Personen in Buch ist wahnsinnig liebevoll gezeichnet, und dem Charme (und vor allem ihrem Humor und Sarkasmus) von Sophie kann sich wohl niemand entziehen :) 
Auch an Spannung lässt das Buch nicht zu wünschen übrig. Man weiß ja, dass es der Auftakt einer Trilogie ist, und man somit erst einmal nur an den Kern der Geschichte herangeführt wird, aber allein das ist schon super. Es ist nicht gerade ein Pageturner, aber definitiv ein Buch dass ich nicht mehr aus der Hand legen wollte, und bei dem ich SOFORT nach dem Beenden mit dem zweiten Teil begonnen habe.


 



Montag, 23. Dezember 2013

André Minninger - Die drei ??? und der fünfte Advent

Klappentext:
Was Lydia Candle am 1. Dezember in ihrem Adventskalender vorfindet, versetzt ihr einen so heftigen Schock, dass sie sich hilfesuchend an die drei ??? wendet. Stammen die unheimlichen Botschaften wirklich von ihrem Neffen, der vor fünf Jahren ums Leben kam? Justus, Peter und Bob müssen innerhalb der nächsten 24 Tage das Rätsel einer unheimlichen Prophezeiung lösen: Am 5. Advent soll ein entsetzliches Verbrechen verübt werden! Tag für Tag kommen die drei Detektive der Lösung des Falles immer näher - werden sie es rechtzeitig schaffen?

Verlag: Kosmos | Preis: 9,99€ | Seiten: 176| Genre: Weihnachten, Krimi, Kinder | Spielt in: USA, Rocky Beach | Erscheinungsdatum: September 2013 | ISBN: 978-3440134696

Erster Satz:
"Am 1. Dezember war Justus Jonas alles andere als weihnachtlich zumute."

  

Meine Meinung:
Schokokalender sind langweilig und aus dem Spielzeugkalenderalter ist man raus? Dann ist dieser Kalender der perfekte Adventskalender für die Vorweihnachtszeit, denn seien wir doch mal ehrlich: Aus dem drei ???- Alter wächst man einfach niemals heraus.
Da ich im letzten Jahr schon einen "literarischen Adventskalender" hatte, allerdings mit Kurzgeschichten, wollte ich auch dieses Jahr wieder einen haben und habe mich wegen der guten Bewertungen für diesen hier entschieden.
Die Story ist genau so wie man es von einer Geschichte um Justus Jonas und Co. erwartet. Die Handlung ist aufgeteilt in 24 mal mehr mal weniger lange Kapitel und ist demzufolge natürlich auch nicht rasend spannend, denn nicht nur wir müssen 24 Tage auf die Lösung warten, sondern auch die drei ??? brauchen 24 Tage um den Fall zu lösen. Deshalb ist eben nicht jedes Kapitel so spannend wie das andere, und teilweise sind es nur wenige kurze Zeilen, die für die Geschichte eher belanglos sind. Dennoch langweilt man sich nicht, und wartet auf des Rätsels Lösung. Da es sich um ein Buch mit der Altersempfehlung 10 - 12 handelt, verstehe ich ehrlich gesagt nicht, wie es zu negativen Kritiken bezüglich der Spannung aka Blutrünstigkeit und zur eben nicht sehr überraschenden Auflösung kommen kann. Es ist eben ein Kinderbuch, in dem dann natürlich keine Finger abgehackt werden und der Täter am Ende kein Inhaber von einer Ökostrom-Riesenfirma ist, der die Weltherrschaft an sich reißen will.
Was mich persönlich aber etwas genervt hat, war dieser super erzwungene Bezug zur deutschen Weihnacht. Wenn es nach mir gegangen wäre, hätte es auch ganz klassisch, amerikanisch sein können :D




Dienstag, 3. Dezember 2013

Karen Rose - Todesbräute (Bd. 2)

Klappentext:
Die Vergangenheit kehrt zurück In einer amerikanischen Kleinstadt geschieht ein kaltblütiger Mord an einer jungen Frau. Der Killer hat ihr das Gesicht zertrümmert, sie nackt in eine Decke eingewickelt und in einen Graben geworfen. An ihrem Zeh findet die Polizei einen mysteriösen Schlüssel. Agent Daniel Vartanian übernimmt die Ermittlungen und findet heraus, dass vor dreizehn Jahren ein Mädchen auf dieselbe bestialische Art getötet wurde. Ist der Mörder zurückgekehrt, oder handelt es sich um einen perfiden Nachahmungstäter? Bevor Vartanian weitere Spuren verfolgen kann, taucht Alexandra, die Zwillingsschwester des Opfers, auf. Unversehens gerät sie selbst ins Visier dieses brutalen Serienmörders...

Verlag: Knaur | Seiten: 656 | Preis: 9,99€ | Genre: Thriller | Spielt in: Dutton / Georgia, USA | Originaltitel: Scream for me | Erscheinungsdatum: Mai 2010 | ISBN: 978-3426502983

Erster Satz:
"Ein Ping. Wieder war ein Fahrstuhl angekommen."



Worum geht es:

Die Kleinstadt Dutton wird von einer grausamen Mordserie erschüttert: Jemand ermordet junge Frauen, vergewaltigt sie vor ihrem Tod und lässt sie dann, bis zur Unkenntlichkeit entstellt, in einem Graben zurück. Die Frauen haben alle eins gemeinsam, nämlich die Ähnlichkeit zum Fall "Alicia Tremaine" von vor 13 Jahren. Die damals 16 jährige wurde auf genau die gleiche Art und Weise getötet, nur sitzt ihr Mörder bereits seit über einem Jahrzehnt im Gefängnis. Die Ermittler des GBI um Daniel Vartanian stehen vor einem Rätsel. Haben sie es mit einem Nachahmungstäter zu tun, oder konnte Alicias wahrer Mörder etwa doch nicht gefasst werden? Gemeinsam mit Alex Fallon, der Zwillingsschwester der getöteten Alicia, beginnen sie zu ermitteln, und schlagen mitten in ein Wespennest...


Meine Meinung:

Dass ich den ersten Teil dieser "Trilogie" gelesen habe (wobei man ganz klar sagen kann, dass es absolut kein Problem ist, dieses Buch zu lesen auch ohne dass man Band 1 kennt), ist mit Sicherheit schon mindestens eineinhalb Jahre her. Ich hatte befürchtet, nur schwer wieder den Einstieg zu finden, aber dem war absolut nicht der Fall. Das Buch steht fast schon für sich alleine, da sämtliche Details - die ich alle vergessen hatte - aus Band 1 erläutert und wiederholt werden.
Umso rascher steckt man also mitten drin im Fall um die ermordeten Frauen, und fragt sich unaufhörlich, wer bloß der Täter sein könnte. Ich konnte das Buch teilweise gar nicht mehr aus der Hand legen, hab gelesen und gelesen und hatte diesen fetten Schinken deutlich schneller durchgelesen als ich es erwartet hätte. Das liegt aber eben einfach absolut an dem Spannungsbogen, den Karen Rose hier zeichnet. Man wird von Holzweg zu Holzweg geführt, tappt absolut im Dunkeln und ist im Endeffekt sicherlich sehr überrascht, dass der Täter der Täter ist. Hier kommen wir allerdings zu dem Punkt, für den ich dem Buch beinahe einen Stern abgezogen hätte: Das Ende ist viel zu überraschend, bzw. der Täter - zumindest für mich - absolut nicht vorhersehbar. Das ging so weit, dass ich nach Beenden des Buches erst einmal im Internet gesucht habe, wer dieser Täter ist. Generell tauchen aber definitiv viiiiiel zu viel Personen in dem Buch auf. Die Namen verschwimmen einfach irgendwann nur noch, denn nicht nur dass es eine Masse an handelnden Menschen gibt, nein, sie werden auch noch abwechselnd beim Vor- oder Nachnamen genannt. Das sorgt für absolutes Chaos beim Lesen :D
Ansonsten aber bin ich hellauf begeistert von dem Buch. Es war einer der spannendsten Thriller die ich in den letzten Monaten gelesen habe, und trotz einiger Abzüge für mich noch ein 5- Sterne Buch!


Sonntag, 17. November 2013

Richard Paul Evans - Magie der Weihnacht

Klappentext:
Mark Smart kommt die festliche Zeit vor wie ein Albtraum: Seine Mutter ist bei einem schrecklichen Autounfall gestorben, seine Zukunftspläne sind dahin, und seine Freundin hat ihn ohne mit der Wimper zu zucken verlassen. Als er dann noch in einer verschneiten Novembernacht mit dem Wagen liegen bleibt, ist er kurz davor, die Nerven zu verlieren. Er steigt aus, um Hilfe zu finden, und ahnt nicht, dass er schon bald selbst für eine junge Frau zum Weihnachtsengel werden wird. In einem kleinen Café in der Nähe wartet eine verwunschene Geschichte auf Mark, die auch für ihn das Glück birgt: den wiedergefundenen Glauben an sich selbst und die Liebe seines Lebens ... 

Verlag: Ehrenwirth | Seiten: 256 | Preis: nur noch gebraucht erhältlich | Genre: Weihnachten, Schicksal | Spielt in: USA, Salt Lake City / Utah | Originaltitel: Finding Noel | Erscheinungsdatum: Oktober 2009 | ISBN: 978-3404164127

Erster Satz:
"Als ich noch ein Junge war, erzählte meine Mutter mir, jeder Mensch trete aus einem bestimmten Grund in unser Leben."



Worum geht es:
Für Mark könnte es momentan nicht mehr schlimmer kommen: Das Stipendium für sein Studium wurde gestrichen, so dass er den Campus und sein altes Leben verlassen muss. Aus Scham teilt er seiner Familie von diesem großen Einschnitt nichts mit. Doch dann passiert das Unfassbare: Marks Mutter kommt bei einem Verkehrsunfall ums Leben, und da niemand seine neue Anschrift kennt, erfährt er von der Tragödie erst Tage nach der Beerdigung seiner geliebten Mum. Doch dann scheint das Schicksal wieder etwas gut machen zu wollen. Mark trifft Macy, ein junges Mädchen, die als Kellnerin in der Stadt arbeitet. Auch ihr Leben verlief alles andere als rosig, und so beginnen die beiden einander zu stützen, in dieser schweren Zeit.

Meine Meinung:
Ich muss zugeben, dass ich anfänglich etwas "schockiert" war darüber, wie traurig diese Weihnachtsgeschichte los ging, und wie viele schlimme Schicksalsschläge Mark und Macy ertragen müssen. Denn wenn ich ein Weihnachtsbuch lese, will ich eigentlich dass es mir warm ums Herz wird, und ich mich richtig fallen lassen kann, um was schönes zu erleben. Stattdessen aber habe ich so viel geweint beim Lesen wie schon lange nicht mehr. So unglaublich traurig war die Geschichte, so so unglaublich viele berührende Szenen gab es, die mich immer wieder zum Weinen gebracht haben.
Aber, nachdem der erste "Schreck" überwunden war, habe ich mich voll und ganz auf die Geschichte einlassen können und war so tief drinnen, dass ich jede freie Minute gelesen habe.
Die Story an sich ist sicherlich nichts "neues" überragendes, und gab es so oder so ähnlich auch schon etliche Male, aber die Geschichte ist so wahnsinnig schön, so gefühlvoll, so tiefgründig. Man fiebert absolut mit, drückt während des ganzen Lesens über die Daumen dass doch bitte, bitte alles gut werden wird, und ist richtig erschrocken, wenn etwas nicht so läuft wie es soll, oder wie ungerecht die Welt sein kann.
Ich habe jede Seite dieser doch sehr traurigen Geschichte genossen, und werde das Buch mit ganz großer Sicherheit wieder lesen. Es passt zu Weihnachten, passt auch zu anderen Jahreszeiten, und ist einfach eine rundum wunderschöne, anrührende Geschichte!


Montag, 11. November 2013

Mary Kay Andrews - Weihnachtsglitzern

Klappentext:
Eloise Foley liebt Weihnachten. Für sie ist es eine Zeit der Wunder und Träume, die schönsten Tage des Jahres. Sie freut sich auf gemütliche Abende im Kreise der Familie und mit ihrem Freund Daniel. Der sieht Weihnachten allerdings in einem ganz andern Licht, denn Daniel besitzt ein Restaurant und hat im Dezember kaum Zeit für Eloise. Nun bleibt ihr umso mehr Zeit bleibt, sich um ihr kleines Antiquitätengeschäft zu kümmern. Ganz besonders freut sich Eloise auf den alljährlichen Wettbewerb um die schönste Weihnachtsdekoration in den Läden von Savannah, und sie dekoriert liebevoll ihr Antiquitätengeschäft. In einer alten Kiste findet sie eine blaue, glitzernde Brosche in Form eines Weihnachtsbaums. Davon inspiriert erschafft sie die Weihnachtswunderwelt »Blue Christmas«, passend zum berühmten Elvis-Presley-Song. Doch an einem chaotischen Verkaufstag verschwindet die Brosche – und eine geheimnisvolle Fremde hinterlässt Eloise Geschenke an den seltsamsten Orten. Purer Zufall oder wahre Weihnachtsmagie?

Verlag: Fischer | Seiten: 240 | Preis: 8,99€ | Genre: Weihnachten | Spielt in: USA, Savannah / Georgia | Originaltitel: Blue Christmas | Erscheinungstermin: Oktober 2013 | ISBN: 978-3596198078

Erster Satz:
"Ich befestigte gerade die letzten aufgefädelten Popcorns und Cranberrys mit der Heißklebepistole am zweiten den eineinhalb Meter hohen, kunstvoll beschnittenen Weihnachtsbäume, als meine beste Freundin ins Maisie's Daisy gestürmt kam."


Worum geht es:
Eloise fiebert wie jedes Jahr dem lokalen Wettbewerb um die schönste Weihnachtsdekoration entgegen. Und dieses Jahr hat sie sich auch ganz besonders ins Zeug gelegt und weder Kosten noch Mühen gescheut: Ihr gesamter Laden wird geziert von Obst und Popcorn, alles schön natürlich und lokal und somit für den Wettbewerb sehr vielersprechend. Doch irgendwelche Vandalen scheinen ihr diesen Sieg nicht gönnen zu wollen, und vernichten von einen Abend auf den nächsten ihre so mühevoll gestaltete Dekoration. Eloise fällt aus allen Wolken, doch ein nicht ganz so ernst gemeinter Spruch ihrer besten Freundin bringt sie auf eine neue Idee: Dieses Jahr wird es bei ihr blue christmas geben, mit allem was dazu gehört. 
Und auch privat gibt es einiges zu tun. Ihr Freund, der Grinch in Menschenform, hat offenbar wiedermal an Weihnachten keine Zeit für sie, dabei hat sich Eloise so eine tolle Überraschung für ihn überlegt...

Meine Meinung:
Ich liebe Weihnachtsbücher über alles, und decke mich jedes Jahr aufs Neue mit tollen Weihnachtsgeschichten ein. Aber so einen Hype wie um dieses Buch habe ich bisher noch nicht erlebt: Jeder hat es, inklusive mir. Dabei finde ich das Cover nicht einmal sonderlich ansprechend, mal ganz abgesehen davon dass es mit dem eigentlichen Thema des Buches "blue christmas" herzlich wenig zu tun hat. Aber ich kann mir auch vorstellen, dass viele gerade dieses Cover wunderschön finden werden.
Der Inhalt ist dagegen schon eher mein Geschmack. Es ist eine super süße kleine Geschichte, die einen Dank der ganzen Lieder aus ausschmückenden Sprache direkt in Weihnachtsstimmung versetzt. Hinten sind dann sogar noch einmal die Lieder aufgelistet die Eloise während der Geschichte hört, so dass man sich - wenn man möchte - nebenher eine schöne Playlist anhören kann, um die Weihnachtsatmospähre noch zu unterstützen. All die Bilder die die Autorin malt, dienen auf jeden Fall dazu sich richtig auf das schönste Fest des Jahres zu freuen.
Was mir allerdings eher negativ aufgestoßen ist -allerdings macht es die Weihnachtsstimmung wett - ist der Inhalt der Geschichte, besser gesagt die Masse des Inhalts in dieser doch recht kurzen Geschichte. Es passiert viel zu viel auf diesen 220 Seiten. Es gibt eben nicht nur eine Haupthandlung, sondern etliche Nebenstränge, die meiner Meinung absolut überflüssig sind und der Story an sich auch nicht zuträglich, so dass ich als Leser denke "Okay, und was bringen uns die missgünstigen, schwulen Nachbarn jetzt". Es wirkt zu überladen, zu gewollt dadurch und hätte mich fast dazu verleitet dem Buch nur 3 Sterne zu geben.
Alles in allem ist es aber doch ein schönes kleines Buch für die Weihnachtszeit.



Montag, 4. November 2013

Rachel Cohn & David Levithan - Dash & Lily's Book of dares

Klappentext:
“I’ve left some clues for you. If you want them, turn the page. If you don’t, put the book back on the shelf, please.”
So begins the latest whirlwind romance from the New York Times bestselling authors of Nick & Norah’s Infinite Playlist. Lily has left a red notebook full of challenges on a favorite bookstore shelf, waiting for just the right guy to come along and accept its dares. But is Dash that right guy? Or are Dash and Lily only destined to trade dares, dreams, and desires in the notebook they pass back and forth at locations across New York? Could their in-person selves possibly connect as well as their notebook versions? Or will they be a comic mismatch of disastrous proportions?

Verlag: Ember | Seiten: 272 | Preis: $8,99 (z. Z. 6,60€ bei Amazon) | Genre: Weihnachten, Jugendbuch | Spielt in: USA, New York City | Deutscher Titel: Dash & Lilys Winterwunder | Erscheinungstermin:  Oktober 2011 | ISBN: 978-0375859557

Erster Satz:
"Imagine this: You're in your favorite bookstore, scanning the shelves."



Worum geht es:
Lilys Weihnachten scheinen alles andere als schön zu werden: Ihre Eltern verbringen ihre nachträglichen Flitterwochen auf Fiji, ihr Großvater ist zu seiner Flamme in Florida gereist und ihr Bruder liegt krank, mit seinem neuen Freund im Bett. Und nicht einmal auf Geschenke kann Lily sich freuen, denn die wird es erst geben, wenn ihre Eltern zu Neujahr aus dem Urlaub zurück gekommen sind. Also wagt sie etwas, das sie ohne den letzten Stoß ihres Bruders nie getan hätte: Sie versteckt ein kleines rotes Notizbuch zwischen anderen Büchern in ihrer Lieblingsbuchhandlung, mit einer eindeutigen Aufgabe darin. Derjenige, und er möge doch bitte ein Junge im Teenageralter sein, der das Buch findet, löst das Lückenrätsel, beschreibt das Buch neu, und gibt es dem Verkäufer des Ladens. 
Dash - dessen Weihnachtsfeiertage nicht viel rosiger aussehen als die von Lily - findet das Buch tatsächlich, und so bahnt sich zwischen den beiden eine zarte, vorsichtige Freundschaft zwischen den Seiten des roten Notizbuches an.

Meine Meinung:
Weihnachtsbücher und ich sind wie für einander geschaffen, und so musste ich mir dieses Buch unbedingt kaufen, nachdem es mir als tolles Buch zur Weihnachtszeit ans Herz gelegt wurde. Der Klappentext klang auf jeden Fall vielersprechend, und so durfte das Buch vor kurzem bei mir einziehen und wurde auch prompt von mir gelesen. 
Gefallen hat es mir alles in allem wirklich gut, eine süße Geschichte, die ich mir auch toll verfilmt vorstellen könnte, die mich gut unterhalten hat. Allerdings finde ich auch, dass das Buch nicht uuuunbedingt das weihnachtlichste überhaupt ist - es hätte genauso gut zu jeder anderen Jahreszeit, oder jedem anderen Familienfest (z.B. Thanskgiving) spielen können, ohne das es der Geschichte geschadet hätte. Das ist an und für sich kein Kritikpunkt im Allgemeinen, für mich persönlich jedoch schon da ich anhand des Covers und des deutschen Titels einfach eine Weihnachtsgeschichte erwarte. 
Die Story ist wirklich zuckersüß, und ich war auf Anhieb schwer verliebt in Lily. So ein wundervoll ausgearbeiteter Charakter, so ein nettes Mädchen mit so viel bissigem Humor, dass ich wirklich seitenweise über sie lachen konnte. Die Sprache, derer sich die Autoren bedienen, ist einfach fantastisch. 
Mit Dash hingegen bin ich nicht wirklich warm geworden, aber das kann ja Gott sei Dank auch Lilys Sorge sein. 
Einen Stern möchte ich dem Buch jedoch dennoch, trotz der tollen Geschichte und Personen, abziehen. Der Grund dafür liegt im Ende. So ab 4/5 des Buches wird es doch sehr zäh, und man wartet nur noch auf ein Happy Ende, oder halt nicht. Aber doch, ich muss es leider sagen, die letzten Seiten waren leider eher langweilig.
Alles in allem ist das Buch jedoch wirklich süß, und ein schöner All-Ager für die Vorweihnachtszeit.


Dienstag, 29. Oktober 2013

Jason F. Wright - Das Weihnachtsglas

Klappentext:
Ausgerechnet an Heiligabend räumen Diebe Hope Jensens Wohnung aus. Die junge Journalistin ist ohnehin am Boden zerstört, weil erst vor Kurzem ihre Adoptivmutter gestorben ist. Doch dann erhält sie ein geheimnisvolles anonymes Geschenk. Sie ist wild entschlossen, den edlen Spender ausfindig zu machen. Dabei erfährt sie von einer wunderbaren Weihnachtstradition – und löst unverhofft das Geheimnis ihrer Herkunft.

Verlag: Heyne | Seiten: 144 | Preis: 8,00€ | Genre: Weihnachten, Schicksal | Originaltitel: Christmas Jars | Spielt in: USA, Oakleigh Hill | Erscheinungsdatum: Oktober 2009 | ISBN: 978-3453407442

Erster Satz:
"Louise Jensen saß im Chuck's Chicken 'n' Biscuits am U.S. Highway 4 allein vor ihrem halben Hähnchen und leckte sich gerade das Fett von den Fingern, als sie plötzlich vom Tisch nebenan ein leises Wimmern hörte."





Worum geht es:

Hope Jensen hat ihren Vornamen nicht von ungefähr. An Heiligabend vor vielen Jahren tauchte sie in einer Raststätte auf, ein kleiner warm eingewickelter Säugling, zurückgelassen von der leiblichen Mutter um den Kind eine bessere Zukunft zu ermöglichen, und fiel so ihrer Ziehmutter in die Arme, die dem Baby den Namen Hope gab. Doch ein Schicksalsschlag trennt die beiden Jahre später. Und obwohl Hope ein Mensch ist, der sich durchbeißt um seine Träume zu verwirklichen, ist auch sie von weiteren Schicksalsschlägen nicht befreit. Ausgerechnet als Weihnachten bricht jemand in ihre Wohnung ein, und raubt ihr nicht nur materielle Dinge sondern auch das Gefühl von Sicherheit - doch auch ein anderer Unbekannter hat an diesem Abend seine Finger im Spiel. Plötzlich taucht vor Hopes Tür ein Glas voller Münzen auf, ein Weihnachtsglas und Hope beginnt dem Geheimnis auf die Spur zu gehen.

Meine Meinung:

Von diesem Buch habe ich schon so so viel gutes gehört. Wann immer ich den Wunsch geäußert habe, mal wieder ein Weihnachtsbuch zu lesen, wurde dieses mir nahegelegt und dieses Jahr habe ich es dann endlich gekauft. Und nun muss ich zugeben: Es war eine Schande so lange mit dem Lesen gewartet zu haben. Ab sofort werde auch ich jedem der fragt, dieses Buch ans Herz legen, denn schon jetzt zählt es zu meinen absoluten Favoriten unter den Weihnachtsbüchern. Denn zum einen zeigt einen das Buch eine wundervolle Tradition und zum anderen hat es diesen richtigen, herzerwärmenden Zauber, den ich bei einem Weihnachtsbuch einfach erwarte. Es geht ans Herz, ist gefühlvoll und trotzdem kein "auf- die- Tränendrüse- Drücker" mit einer tollen Moral am Ende der Geschichte.
Die Personen in dem Buch sind vielleicht nicht alle die uuuuunbedingt realistischsten, denn es gibt quasi NUR gute Menschen in diesem Buch, aber das wird beim Lesen ganz und gar nebensächlich.
Viel mehr möchte ich gar nicht zu dem Buch schreiben, aus Angst der Geschichte zu viel vorweg zu nehmen. Aber ich kann definitiv sagen, dass sich jede Minute des Lesens bei diesem Buch lohnt, und man es ganz sicher nicht so schnell vergessen wird :)


Samstag, 5. Oktober 2013

Marie Lu - Legend, Schwelender Sturm (Bd. 2)

Klappentext:
Der Zweck heiligt die Mittel, oder? Den einen Menschen loszuwerden, der die Verantwortung für dieses ganze verfluchte System trägt, scheint mir ein ziemlich kleiner Preis dafür zu sein, eine Revolution in Gang zu setzen. Auf der Flucht vor der Republik schließen sich June und Day den Patrioten an, um Days Bruder zu retten und in die Kolonien zu entkommen.Doch die Patrioten fordern eine Gegenleistung: June und Day sollen Anden, den neuen Elektor, töten. Eine Tat, die all dem Unrecht und der brutalen Unterdrückung ein Ende bereiten könnte .Als June jedoch begreift, dass der neue Elektor ganz anders ist als sein Vorgänger, beginnt sie zu zweifeln:Was, wenn Anden einen neuen Anfang darstellt? Was, wenn politische Veränderung nicht unbedingt Tod, Vergeltung und Gewalt bedeuten muss? Was, wenn die Patrioten falsch liegen?

Verlag: Loewe | Preis: 17,95€ | Seiten: 442 | Genre: Dystopie, Jugendbuch | Spielt in: USA | Originaltitel: Patriots | Erscheinungstermin: September 2013 | ISBN: 978-3785573952

Erster Satz:
"Neben mir schreckt Day aus dem Schlaf hoch."



Worum geht es:
Day und June sind auf der Flucht. Auf der Flucht vor den Schergen der Republik, die nur eines wollen: Endlich Day schnappen, um zu verhindern dass das Volk bemerkt, dass nicht Day sondern sein Bruder John hingerichtet wurde. Doch die beiden entwischen ihren Häschern und schaffen es unentdeckt zu den Patrioten zu gelangen. Mit wenig Hoffnung auf Hilfe erreichen sie die "geheimen Räume" der Patrioten, doch ihnen ist eine ganz besondere Aufgabe zugedacht worden. Day und June sollen helfen, die Regierung zu stürzen und den Elektor zu beseitigen. Die beiden trennen sich, in Erwartung ihres Planes - doch dann ändert sich die Situation schlagartig...

Meine Meinung:
Den ersten Teil der Dystopie mochte ich ja prinzipiell ganz gerne, auch wenn ich nie auf diesen riesigen "Fanhype - Zug" aufgesprungen bin. Die positiven Kritiken haben sich damals ja überschlagen, doch ich als großer Anhänger von Dystopien, habe in dem ersten Band nichts weiter als eine durchschnittlich gute Dystopie, mit Standarthandlung und Standartcharakteren sehen können. Um ganz ehrlich zu sein, das ändert sich auch jetzt nicht in Band 2. Die Geschichte wirkt weiterhin wie aus "Grundbausteinen einer Dystopie" zusammengesetzt, mit dem gutaussehenden Rebell, der kämpferischen ehemaligen Republikanhängerin, dem System dass nicht so gut ist, wie es scheint, und den Menschen den man scheinbar trauen kann, sich aber doch als die Falschen erweisen. Alles schon hundert mal da gewesen, alles nichts neues. Und dennoch konnte mich der zweite Teil bei weitem mehr begeistern als Band 1. Denn endlich werden die Charaktere greifbarer, realistischer und bewegen sich nicht mehr in ihrer rosa Zuckerwatte- Welt in der sich die Schöne und das Biest verlieben, trotz aller Widrigkeiten. 
Es wird viel plastischer, denn beide fangen an ihre Gedanken und Gefühle in Frage zu stellen - so wie es jeder normale Mensch machen würde, reflektieren die Situation in der sie sich befinden viel mehr, und begehen endlich auch Fehler, die sich nicht durch einen romantischen Kuss im Trümmerfeld ungeschehen machen lassen.
Was mich aber vor allen Überzeugen konnte, da die Story an sich wie gesagt eher schwach ist, ist der tolle Schreibstil. Die Autorin lässt die ganze Szenerie absolut plastisch werden, drückt sich toll aus und erschafft eine Welt, die vorstellbar und Menschen die realistisch sind.
Fazit: Für mich ist es nach wie vor nicht DIE Dystopie, die man gelesen haben muss, aber dennoch eine durchaus solide Geschichte, bei der ich mich auf den nächsten Band freue. 

 

Donnerstag, 5. September 2013

[Rezension] Lisa Jackson - Der Skorpion

Klappentext:
Winter in Montana. Ein Psychopath fesselt seine weiblichen Opfer an einen Baum, um sie bei eisiger Kälte erfrieren zu lassen. Seine Nachricht an die Polizei: die Initialen der Toten und ein Stern. Es fehlen noch Buchstaben, um die Botschaft zu entschlüsseln. Als Detective Regan Pescoli verschwindet, ist deren Kollegin Selena Alvarez in höchster Alarmbereitschaft. Immer noch ist der "Unglücks-stern-Mörder" nicht gefasst und nun vermutet sie ihre Partnerin in den Fängen des Killers.

Verlag: Knaur | Seiten: 533 | Preis: 9,99€ | Genre: Thriller | Spielt in: USA, Montana | Erschinungsdatum: September 2011 | Originaltitel: Left to die | ISBN: 978-3426503492

Erster Satz:
"Er wird dich umbringen." 



Worum geht es:
Montana ist in größter Aufregung, denn in der sonst so verschlafenen Gegend, in der es bis auf ein paar Diebstähle und Prügelein unter Jugendlichen kaum nennenswerte Verbrechen gibt, geht ein Serienmörder um. Dieser hat es auf Frauen jeden Altern und Ethnie abgesehen, so dass die Ermittler nicht wissen, mit wem sie es zu tun haben: Er lauert den Frauen in abgelegen Gebieten auf, beschießt das Fahrzeug mit dem sie unterwegs sind, so dass die Frauen in dem gebirgigen Gebiet unausweichlich verunfallen, birgt die schwerverletzten Frauen nur um sie dann zunächst wieder gesund zu pflegen um sie anschließend nackt an einem Baum gefesselt zum Sterben zurück zu lassen. Über ihren Köpfen hinterlässt er merkwürdige  Botschaften: Einen Stern und die Initialen der Opfer. Doch was sollen die Buchstaben aneinandergereiht bedeuten? 

Meine Meinung:
Ohje, ohje, dieser Thriller zählt für mich leider in die Kategorie "sterbenslangweilig". Dabei ist die Idee der Geschichte wirklich gut, und gibt Stoff für einen eigentlich spannenden Thriller - auch wenn ich persönlich eher ein Anhänger der blutigen Thriller bin, so ist es doch eine ziemlich gruselige Vorstellung. Denn der Täter gewinnt erst das Vertrauen der Frauen, nur um sie dann dem Tod durch Erfrieren zu überlassen, um seinen perfiden Plan umzusetzen. Allerdings kommt während des ganzen Buches absolut keine Spannung auf. Man liest die Seiten so dahin, oder wirklich tief in die Geschichte einzutauchen und ohne eine Beziehung zu den Protagonisten aufzubauen. 

Dabei steckt Potential in der Geschichte. Denn die Autorin versteht es absolut falsche Fährten zu legen. Als Jillian in die Fänge des Mörders gerät, rätselt man über Seiten hinweg mit, wieso er es tut, ob er der Täter ist, und was sein Motiv hinter der Sache ist. Ständig lässt man sich verunsichern und aus dem Konzept, bis man gegen Ende des Buches aufgeklärt wird, wieso, wer und was. Zeitgleich entwickelt sich aber zwischen Jillian und ihrem Entführer eine Liebesgeschichte, die absolut unpassend und unnötig für einen Thriller ist, und nur zu deutlich zeigt, wie sehr sich die Autorin bemüht, noch einmal weitere 100 Seiten zu füllen.
Doch man muss nicht annehmen, dass es nach den über 500 Seiten des Buches einen Abschluss gibt- nein, Frau Jackson macht daraus einfach einen Zweiteiler. Während andere Autorin es schaffen, auf 300 Seiten einen spitzenmäßigen Thriller zu schreiben, der einen nachts nicht mehr alleine auf Toilette gehen lässt, schafft es Lisa Jackson nach 500 Seiten noch immer nicht, die Geschichte zu Ende zu führen, ohne dabei nie mehr als 5 Seiten hintereinander mit einem Ansatz von Spannung zu füllen.
Hätte ich gewusst, dass es sich bei dem Buch um einen Zweiteiler handelt, hätte ich es mir nicht gekauft - und werde mir auch nicht den 2. Teil dazu kaufen, dafür ist ihr Stil einfach nicht ansprechend genug. 

Wer jedoch wirkliches Interesse an dem Buch hat, sollte es vermeiden sowohl die Kurzbeschreibung als auch den Klappentext zu lesen. Beide spoilern extrem und zwar 2 verschiedene Begegebenheiten, so dass mn sich danach das Lesen eigentlich auch ganz sparen kann.



Montag, 2. September 2013

[Rezension] Lauren Oliver - Delirium (Bd. 1)

Klappentext:
They say that the cure for love will make me happy and safe forever. And I've always believed them. Until now. Now everything has changed. Now, I'd rather be infected with love for the tiniest sliver of a second than live a hundred years suffocated by a lie. There was a time when love was the most important thing in the world. People would go to the end of the earth to find it. They would tell lies for it. Even kill for it. Then, at last, they found the cure.

Verlag: Hodder and Stoughton | Seiten: 416 | Preis: £6,99 (7,90€ bei Amazon) | Genre: Dystopie, Jugendbuch | Spielt in: USA, Maine, Portland | Deutscher Titel: Delirium | Erscheinungsdatum: August 2011 | ISBN: 978-0340980934

Erster Satz:
"It has been sixty-four years since the president and the Consortium identified love as a disease, and forty-three since the scientists perfected a cure."



Worum geht es:
Lena wächst in einer Gesellschaft auf, in der die Liebe als Krankheit klassifiziert wurde, als Krankheit die für alles schlechte in der Welt verantwortlich ist, denn Liebe tötet immer, egal ob man sie hat oder nicht. Und da das Gegenteil von Liebe Hass ist, kann aus diesem "Gefühl" nur schlechtes resultieren. Deshalb wurde eine Methode entwickelt, die Menschen von dieser Last zu befreien: Im Alter von 18 Jahren unterzieht sich jeder Mensch einer OP, bei der das Gehirn so verändert wird, dass Liebe nur noch eine wage Erinnerung der Kindheit bleibt und eine taube Zufriedenheit ihren Platz einnimmt. Das Leben läuft danach geregelter ab: Man heiratet seinen zugeteilten Ehemann, bekommt Kinder - die ohne große Gefühlsduselei großgezogen werden - und erzieht sie nach dem "Book of Shhhh", das genau beschreibt wie ein ordentliches Leben geführt werden sollte. Lena würde all das sofort unterschreiben und zählt die Tage bis zu dem Tag ihrer OP - bis sie Alex trifft...

Meine Meinung:
Wow, was für eine erschreckende Vorstellung, dass es den Wissenschaftlern gelingt, unsere Gehirne so zu verändern dass Liebe "ausgelöscht" wird und uns so vor allem Schmerz der Welt bewahren kann. Eine gruselige Vorstellung, aber lange nicht so vorstellbar wie die Ideen anderer Dystopien, eigentlich sogar ziemlich unvorstellbar und unmöglich. Dennoch gefällt mir der Gedanke des Buches sehr und verspricht eine spannende Dystopie. 
Doch so wirklich fesselnd ist das Buch nicht. Ich weiß nicht, wie ich es gut erklären kann, denn die Geschichte selbst hat mir sehr gut gefallen, und sobald ich wieder weitergelesen habe, war ich mitten drin und begeistert von der Story, nur hat mir dieses Gefühl gefehlt das ich sonst so oft beim Lesen habe. Dieses Zuklappen des Buches und dann zu überlegen wann man endlich wieder Zeit findet weiterzulesen.
Dennoch war es an den wenigsten Stellen langweilig oder gar zäh. Die Stellen gab es zwar auch, vor allem zum Anfang des Buches ehe Lena auf Alex trifft, aber ab diesem Zeitpunkt nimmt die Geschichte rasant an Fahrt auf und wird und bleibt bis zum Schluss spannend. Ich bin auch sehr froh, dass ich den zweiten Teil bereits zu Hause habe, denn das Buch endet dann mit einem gigantischen Cliffhanger. 
Auch die CHaraktere haben mir sehr sehr gut gefallen. Lena ist wirklich authentisch: Ein junges Mädchen auf der Schwelle zur Frau, die noch nicht ganz gefestigt ist in ihren Ansichten und Entscheidungen und sich im Laufe des Buches zu einer sehr starken jungen Frau entwickelt. Und auch Hana gefällt mir als Nebencharakter unglaublich gut. Auf sie und auf auf Grace bin ich in den folgenden Teilen sehr gespannt. Einzig Alex konnte mich nicht ganz überzeugen. Er ist die absolute Klischeefigur einer Jugenddystopie: gutaussehend, selbstlos, mutig und natürlich ein Rebel.

Aber dieser erste Teil verspricht ein toller Auftakt für eine ganz tolle Dystopie zu werden und ich bin unheimlich gespannt, wie es im 2. Teil weitergehen wird. 


Dienstag, 23. Juli 2013

[Rezension] Robin Wasserman - Skinned (Bd. 1)

Klappentext:
Lia Kahn ist reich, schön und beliebt bis ein Unfall sie beinahe tötet. Im Krankenhaus wacht sie in einem perfekten, künstlichen Körper auf. Lia wird nie wieder Schmerz empfinden, sie wird nicht altern und nicht sterben. Doch der Preis dafür ist hoch: Ihre Freunde misstrauen ihr, ihr Freund betrügt sie und alles, was ihr wichtig war, wandelt sich in einen Albtraum. Hin- und hergerissen zwischen dem Leben, das sie einmal kannte, und einer neuen, aufregenden Existenz, lernt Lia bald die bitterste Lektion: Niemand kann ihr die Entscheidung abnehmen, die sie treffen muss, um ihre Liebsten zu schützen.

Verlag: Script 5 | Seiten: 375 | Preis: 16,90€ | Genre: Sci-Fi, Young Adult (Empfehlung: 16+) | Spielt in: USA | Erscheinungsdatum: Januar 2010 | ISBN: 978-3839001066

Erster Satz:
"Lia Kahn ist tot. Ich bin Lia Kahn."



Worum gehts:
Nach einem Autounfall ist in Lias Leben nichts mehr so wie es einmal war: Denn Lia Kahn ist tot. Ihr Körper, der menschliche, wurde bei dem Unfall so schwer verletzt, dass er nicht mehr gerettet werden konnte. Doch eine neue Technologie ermöglicht ihr ein weiterleben. All ihre Gedanken, Erinnerungen und das was den Menschen Lia Kahn ausmachte wurden aus ihrem menschlichen Gehirn "kopiert" und auf den Speicher eines künstlichen Menschen gezogen - eigentlich nicht mehr als einer mit einer Hautähnlichen Oberfläche bespannter Roboter. Doch Lia fühlt. Sie denkt. Und sie leidet. Denn nicht nur, dass sie sich selbst nicht wirklich anerkennen kann, akzeptieren auch die Menschen um sie herum sie nicht mehr und haben wenn nicht Vorurteile, dann zumindest große Angst vor ihr. Ein Spießrutenlauf beginnt für Lia - bis sie andere "Skinners" kennen lernt.

Meine Meinung:
Wow, was für eine gruselige Vorstellung die dank heutiger Technikentwicklung gar nicht mehr so abwegig erscheint. Und dennoch ist die Vorstellung das alles was einen Menschen ausmacht so leicht auf eine Maschine kopiert werden kann, erschreckend. Es ist ein Science Fiction Roman (keine Dystopie!) die unter die Kategorie Jugendbuch fällt (wenn auch die Altersempfehlung erst ab 16 Jahren ist), aber selbst für mich nicht mehr jugendliche, war dieses Buch wirklich sehr verstörend. 
Dabei ist es unheimlich spannend. Die Szenen rasen quasi nur so dahin, und man fällt beim Lesen von einer Ohnmacht in die nächste, während man mit Lia mitleidet, ihre Familie und ehemaligen Freunde für die fehlende Akzeptanz verurteilt und sich dabei aber selbst ständig fragt: "Wie hätte ich wohl auf so einen 'Ersatzmenschen' reagiert?"
Es ist aber natürlich erstmal nur der Auftakt zu der Trilogie um Lia, der sowas von Lust auf mehr macht. Man bekommt ein Gefühl dafür, dass das wirklich große Ganze noch gar nicht erfasst wurden konnte und der große Knall in ihrem Leben vermutlich erst noch kommt, denn es bahnen sich genug persönliche Probleme an, mit denen Lia klar kommen muss um zumindest einigermaßen unbehelligt weiterleben (oder weiterexistieren) zu können.
Lediglich die Zeichnung der Charaktere hat mir nicht so gut gefallen. Bis auf Lia sind alle anderen Charaktere in dem Buch sehr stereotypisch ohne viel Tiefe: Die zickige Schwester, der Exfreund, der neue gute Freund, der Rebell und die High School Zicken. Alles schon mal gesehen, und leider steckt in deren Ausarbeitung nicht wirklich viel Mühe. Man kann eigentlich schon vorhersehen, wer wie reagiert und dass gewisse Personen einfach ganz klassisch für ein Jugendbuch sind.

Alles in allem hat mich das Buch absolut gepackt und ich kann nicht abwarten den zweiten Teil zu lesen. Es ist ein wirklich ungewöhnlicher Sci-Fi Roman, sehr verstörend aber so mitreißend dass man das Buch wirklich nur schwer wieder aus der Hand legen kann.


Donnerstag, 4. Juli 2013

[Rezension] Ann Brashares - So nah und doch so fern

Klappentext:
Die Geschichte einer großen Liebe jenseits von Zeit und Raum
Nur ganz wenige Menschen verfügen über die Gabe, sich an ihre früheren Leben zu erinnern. Daniel ist einer von ihnen. Sein Gedächtnis reicht viele Jahrhunderte, viele Leben zurück – und er erinnert sich an eine junge Frau, die er einst unglücklich geliebt hat. Nach jeder Rückkehr in eine neue Existenz begibt er sich auf die Suche nach ihr, bis er im heutigen Virginia auf Lucy trifft. In ihr erkennt er seine schicksalhafte Liebe wieder. Für Lucy aber ist Daniel ein völlig Fremder, auch wenn sie sich auf unheimliche Weise zu ihm hingezogen fühlt. Und beide ahnen nicht, dass ein dunkler Schatten aus der Vergangenheit ihre gemeinsame Zukunft bedroht. Ergreifend erzählt Ann Brashares die Geschichte einer magischen Liebe, die alle Zeit und Widerstände überdauert, und eröffnet dabei einen ganz eigenen, faszinierenden Blick auf Tod und Wiedergeburt.

Verlag: carl's books | Seiten: 368 | Preis: 14,99€ | Genre: Liebe, Schicksal, Zeitreisen | Spielt in: hptsl. USA, Virginia, Charlottesville | Erscheinungsdatum: Juni 2013 | Originaltitel: My Name Is Memory | ISBN: 978-3570585177

Erster Satz:
"Ich lebe seit mehr als tausend Jahren."

 

Worum gehts:

Daniel ist 1000 Jahre alt. Ungefähr. Denn Daniel lebt schon lange. Nicht im selben Körper, aber seine Seele, die immer wieder neugeboren wird, bis sie irgendwann einmal ihren letzten Aufenthalt auf der Erde haben wird. Doch im Unterschied zu den "normalen" Menschen, deren Seelen ebenfalls wiedergeboren werden, kann Daniel sich erinnern: Er erinnert sich an seine Leben, an alle, und vor allem aber erinnert er sich an eine ganz bestimmte Frau, deren Seele ihn durch alle Leben hindurch begleitet hat. Sophia. Allerdings steckt Sophias Seele jetzt im Körper von Lucy, die nur ein normales Gedächtnis hat, und von Daniels offensiver Art sehr erschreckt wird.
Beide ziehen sich nach diesem Zwischenfall zurück und Leben ein Leben ohne den anderen, ohne einander - natürlich - nicht vergessen zu können.
Denn ihre Liebe ist stärker und besteht seit Ewigkeiten... 

Meine Meinung:

Nicht nur dass das Buchcover von diesem Roman unglaublich schön ist, auch die Geschichte ist ein ganz besonderer Schatz, der von allem abweicht das ich bisher gelesen habe. Denn es geht um Wiedergeburt, und damit um ein Thema das mich schon lange beschäftigt. Ich bin nicht wirklich spirituell, aber ich glaube daran dass - genau wie in dem Buch auch beschrieben - unsere Seelen wiedergeboren werden, und neue Leben leben dürfen, nachdem die menschliche Hülle gestorben ist.
Nur kann ich mich an meine vorherigen Leben nicht erinnern, oder vielleicht bin ich auch eine ganz neue Seele, aber Daniel hat dieses Gedächtnis und lebt damit. Jedoch nicht unbedingt glücklich, denn die Kraft dieser Liebe, die er nie richtig greifen konnte und die ihm einfach nicht gegönnt zu sein scheint, ist zu stark für ihn, um sie in Gänze fassen zu können.
Es ist einfach eine ganz besondere Geschichte, mit einer Botschaft die so kraftvoll und voller Hoffnung ist, dass ich nicht verstehen kann, wie man das Buch nicht mögen könnte. Denn auch der Schreibstil der Autorin ist einfach nur schön. Mir fällt gar kein anderes Wort ein, denn "schön" und so voller Gefühle und sprachlicher Stärke, sind die wenigsten Liebesgeschichten. Für mich ist das Buch eine wahre Entdeckung und eines der Bücher das ich vermutlich immer und immer wieder weiter empfehlen werde.
Warum ich trotzdem "nur" 4 Sterne gegeben habe liegt an den Charakteren selbst. Denn so schön die Geschichte, und auch so tragisch, der beiden auch sein mag, sind sie selbst - Lucy im Jetzt und Daniel die ganze Zeit über - einfach anstrengende Personen, die im Selbstmitleid zerfließen, die jammern und zweifeln, die sich selbst alles schlecht reden und die keinen positiven Bezug zum Leben haben. Sie sind schwach, und schwache Menschen sind selten Menschen mit denen ich gut umgehen könnte, fiktiv und real. Hinzukommt Daniels penetrante Art. Er ist davon überzeugt, dass sie Sophie - Lucy - die Liebe seines Lebens ist, und ist dafür bereit sie - Lucy - ein Stück weit zu opfern. Er ist gefangen in alten Mustern und weigert sich anzuerkennen, dass es zwar Sophias Seele ist, nicht aber Sophia. Diese ignorante und wirklich verletzend einnehmende Art gegenüber Lucy hat mich das ganze Buch über gestört.

Ansonsten ist das Buch wie gesagt ein absoluter Tipp von mir! Wundervoll geschrieben, mit einer wundervollen Geschichte, voller Gefühle und Kraft und einem unglaublich spannendem Ende. 



Freitag, 28. Juni 2013

[Rezension] Julie Kagawa - Unsterblich, Tor der Dämmerung (Bd. 1)

Klappentext:
 Nur sie kann die Menschheit retten
Unsere Welt ist in Dunkelheit getaucht. Die Menschen sind zu Gefangenen geworden. Nur wer sich an die Regeln hält, hat eine Chance zu überleben. Doch die junge Allison will sich nicht mehr an diese Regeln halten. Sie fordert das Schicksal heraus und lehnt sich gegen ihre Unterdrücker auf – mit ungeahnten Folgen.
Grenzen, Mauern und Verbote gehören zum Alltag der 17-jährigen Allison, seit sie denken kann. Denn sie wächst in einer Stadt auf, in der die Menschen von den Vampiren regiert werden, grausamen Fürsten der Nacht. Sie haben sich eine Luxuscity errichtet und lassen ihre Gefangenen, die ihnen regelmäßig Blutzoll schulden, für sich schuften. Jeder kleinste Verstoß gegen die Regeln wird geahndet, und Allison erfährt schon früh, dass ihr Leben nicht viel wert ist. Als sie vor die Wahl gestellt wird, zu sterben oder ihren Unterdrückern gleich zu werden, entscheidet sie sich für den Weg der Unsterblichkeit – und hofft, nun endlich unangreifbar zu sein. Doch vor den Toren der festungsartig abgeriegelten Stadt lauert etwas, vor dem sich sogar die Vampire fürchten …

Verlag: Heyne | Seiten: 608 | Preis: 16,99€ | Genre: Fantasy, Jugendbuch, Vampire | Spielt in: USA, Convington | Originaltitel: Blood Of Eden, Book 1: The Immortal Rules | Erscheinungstermin: Juni 2013 | ISBN: 978-3453268579

Erster Satz:
"Sie hängten die Unregistrierten in der alten Speicherstadt, es war eine öffentliche Hinrichtung, die sich jeder ansehen konnte."

 

Worum geht es:

Allison wächst in einer Stadt auf, die von Vampiren regiert wird, und in der man eigentlich nur verlieren kann als Mensch: Entweder man lässt sich registrieren, und dient den Vampiren als nichts anderes als billige Nahrung und lässt sich Blut abzapfen, unabhängig vom Alter oder gesundheitlichen Zustand, oder aber man gehört zu den Unregistrierten und entzieht sich damit jeglichem "sozialen Zuspruch", hungert und ist auf der ständigen Flucht vor der Obrigkeit. Allison entschied sich für letzteres und lebt nun das armselige Leben eines Straßenkindes, das ihr Schicksal mit vielen anderen teilt. 
Auf einem ihrer Streifzüge nach Nahrung, außerhalb der schützenden Mauern der Stadt in den verwahrlosten Ruinen ehemaliger Wohngebiete, die jetzt nur noch von den Verseuchten - vampirartige Zombies - beherrscht werden, läuft jedoch alles schief und Allison steht vor der schweren Entscheidung: Sterben oder selbst zum Vampir werden. Sie entscheidet sich, entgegen aller ihrer Wertvorstellung für das Überleben als Vampir und verachtet sich selbst dafür. Sie ist nun, wegen ihrer niederen Instinkte und ob sie es will oder nicht gezwungen, sich über lang oder kurz von menschlichem Blut zu ernähren. 
Das einzige Problem: Schon bald schließt sie sich einer Gruppe von Menschen an, die von ihrem wahren Wesen nichts wissen, und die ihr schnell ans Herz wachsen. Doch das Blut pulsiert unter ihrer Haut...

Meine Meinung:

Wer meine Rezension zu Plötzlich Fee gelesen hat, weiß ja dass ich nicht der größte Fan von Julie Kagawa bin. In diesem anderen Buch klaut sie sich quasi alle Ideen des Buches zusammen, um damit eine Geschichte zu schreiben die an alles erinnert, nur nicht an etwas eigenes von der Autorin selbst. Umso vorbelasteter bin ich an das Buch heran gegangen, mit gewissen Vorurteilen gegenüber ihrer Copy und Paste - Strategie, aber ohne großes Vorwissen über Vampirromane. Es kann also durchaus sein, dass auch dieses Buch wieder angelehnt ist an andere Geschichten, aber wenn dann weiß ich es nicht. Gott sei Dank kann man wohl sagen, denn so hat mir das Buch unfassbar gut gefallen.
Die Autorin schafft es eine wahnsinnig tolle, düstere und bedrohliche Atmosphäre zu schaffen, und eine Welt die man fast schon selbst sehen, riechen und fühlen kann, so ausgearbeitet sind die Details und Eindrücke. 
Und auch Spannung vermisst man beim Lesen nicht. Noch am Anfang und bis zum ca. 1/4 hat man keine Ahnung in welche Richtung die Geschichte verlaufen wird, und wird immer und immer wieder von neuem überrascht. Dabei ist die Geschichte an sich nicht unbedingt innovativ und ganz neu, erinnert sogar sehr stark an die Serie "The Walking Dead", bewahrt aber trotzdem ihren eigenen Charme.
Außerdem hat mir die Ausarbeitung der Charaktere wirklich zugesagt. Allison ist, wenn auch nicht immer sympathisch, doch eine sehr plastische und echte Person, die man sich auch gut im nicht-fiktiven Leben vorstellen könnte (von den vampirischen Eigenschaften mal abgesehen :D ).
 Was mich allerdings doch schon sehr gestört hat war, dass das das Buch nicht wirklich gut durchdacht war. Am Anfang wird lang und breit erklärt, dass Vampire sich ihren Instinkten nicht entziehen können und das es sie früher oder später überkommt. Aber Allison scheint davor geschützt: Allein durch ihren guten und starken Willen, und ihrem Willen ein netter Vampir zu sein, gelingt ihr das, was eigentlich unmöglich ist: Sie hat ihre Reflexe und Instinkte unter Kontrolle. Ähm. Ja klar.

Ansonsten aber ist das Buch sehr empfehlenswert, vor allem auch für Vampireinsteiger, wie mich, wenn man darüber hinwegsehen kann, dass sich Julie Kagawa auch in diesem Buch nicht unbedingt was ganz eigenes hat einfallen lassen. Dennoch hat mich die Geschichte überzeugt, seeehr gut unterhalten und hat mir total gefallen.