Klappentext:
They say that the cure for love will make me happy and safe forever. And
I've always believed them. Until now. Now everything has changed. Now,
I'd rather be infected with love for the tiniest sliver of a second than
live a hundred years suffocated by a lie. There was a time when love
was the most important thing in the world. People would go to the end of
the earth to find it. They would tell lies for it. Even kill for it.
Then, at last, they found the cure.
Verlag: Hodder and Stoughton | Seiten: 416 | Preis: £6,99 (7,90€ bei Amazon) | Genre: Dystopie, Jugendbuch | Spielt in: USA, Maine, Portland | Deutscher Titel: Delirium | Erscheinungsdatum: August 2011 | ISBN: 978-0340980934
Erster Satz:
"It has been sixty-four years since the president and the Consortium identified love as a disease, and forty-three since the scientists perfected a cure."
Worum geht es:
Lena wächst in einer Gesellschaft auf, in der die Liebe als Krankheit klassifiziert wurde, als Krankheit die für alles schlechte in der Welt verantwortlich ist, denn Liebe tötet immer, egal ob man sie hat oder nicht. Und da das Gegenteil von Liebe Hass ist, kann aus diesem "Gefühl" nur schlechtes resultieren. Deshalb wurde eine Methode entwickelt, die Menschen von dieser Last zu befreien: Im Alter von 18 Jahren unterzieht sich jeder Mensch einer OP, bei der das Gehirn so verändert wird, dass Liebe nur noch eine wage Erinnerung der Kindheit bleibt und eine taube Zufriedenheit ihren Platz einnimmt. Das Leben läuft danach geregelter ab: Man heiratet seinen zugeteilten Ehemann, bekommt Kinder - die ohne große Gefühlsduselei großgezogen werden - und erzieht sie nach dem "Book of Shhhh", das genau beschreibt wie ein ordentliches Leben geführt werden sollte. Lena würde all das sofort unterschreiben und zählt die Tage bis zu dem Tag ihrer OP - bis sie Alex trifft...
Meine Meinung:
Wow, was für eine erschreckende Vorstellung, dass es den Wissenschaftlern gelingt, unsere Gehirne so zu verändern dass Liebe "ausgelöscht" wird und uns so vor allem Schmerz der Welt bewahren kann. Eine gruselige Vorstellung, aber lange nicht so vorstellbar wie die Ideen anderer Dystopien, eigentlich sogar ziemlich unvorstellbar und unmöglich. Dennoch gefällt mir der Gedanke des Buches sehr und verspricht eine spannende Dystopie.
Doch so wirklich fesselnd ist das Buch nicht. Ich weiß nicht, wie ich es gut erklären kann, denn die Geschichte selbst hat mir sehr gut gefallen, und sobald ich wieder weitergelesen habe, war ich mitten drin und begeistert von der Story, nur hat mir dieses Gefühl gefehlt das ich sonst so oft beim Lesen habe. Dieses Zuklappen des Buches und dann zu überlegen wann man endlich wieder Zeit findet weiterzulesen.
Dennoch war es an den wenigsten Stellen langweilig oder gar zäh. Die Stellen gab es zwar auch, vor allem zum Anfang des Buches ehe Lena auf Alex trifft, aber ab diesem Zeitpunkt nimmt die Geschichte rasant an Fahrt auf und wird und bleibt bis zum Schluss spannend. Ich bin auch sehr froh, dass ich den zweiten Teil bereits zu Hause habe, denn das Buch endet dann mit einem gigantischen Cliffhanger.
Auch die CHaraktere haben mir sehr sehr gut gefallen. Lena ist wirklich authentisch: Ein junges Mädchen auf der Schwelle zur Frau, die noch nicht ganz gefestigt ist in ihren Ansichten und Entscheidungen und sich im Laufe des Buches zu einer sehr starken jungen Frau entwickelt. Und auch Hana gefällt mir als Nebencharakter unglaublich gut. Auf sie und auf auf Grace bin ich in den folgenden Teilen sehr gespannt. Einzig Alex konnte mich nicht ganz überzeugen. Er ist die absolute Klischeefigur einer Jugenddystopie: gutaussehend, selbstlos, mutig und natürlich ein Rebel.
Aber dieser erste Teil verspricht ein toller Auftakt für eine ganz tolle Dystopie zu werden und ich bin unheimlich gespannt, wie es im 2. Teil weitergehen wird.

Die Delirium Trilogie will ich auch unbedingt noch lesen.
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