Freitag, 27. September 2013

[Rezension] Max Bentow - Die Totentänzerin

Klappentext:
Sie sind in enger Umarmung vereint. Doch der Totentanz hat längst begonnen ...
Ein Mann und eine Frau, entkleidet und in einer engen Umarmung vereint, die Körper mit einer Schnur aneinander gefesselt. Das Bett, auf dem sie liegen, ist blutdurchtränkt, davor auf bizarre Weise drapiert die Nachtwäsche der beiden Opfer. Dieser schaurige Anblick bietet sich Nils Trojan und seinem Team, als sie in der Wohnung eintreffen, in der sich das grauenhafte Verbrechen ereignet hat. Welcher kranke Geist hat hier gewütet? Wie weit geht Hass, dass er einen Menschen zu einer solchen Tat verführt? Trojan ist schockiert, als ausgerechnet Theresa Landsberg, die Frau seines Chefs, in den Kreis der Verdächtigen gerät. Er will nicht an ihre Schuld glauben, und doch weiß er, dass er jede Spur verfolgen muss. Denn soeben wurde ein weiteres Liebespaar tot aufgefunden ...

Verlag: Page & Turner | Seiten: 380 | Preis: 14,99€ | Genre: Thriller | Spielt in: Deutschland, Berlin | Erscheinungsdatum: September 2013 | ISBN: 978-3442204052

Erster Satz:
" 'Wir müssen leise sein', sagte sie zu ihm."

  

Worum geht es:
In Berlin treibt ein neuer Mörder sein Unwesen. Sein Vorgehen ist unheimlich grausam: Er überfällt des Nachts ahnungslose Paare in ihren Wohnungen, in ihren Betten, schlägt den Männern den Hinterkopf ein, und bindet die Leichen dann an ihre noch lebenden Partnerinnen. Doch auch diese sind dem Tode geweiht: Der Täter schlitzt ihnen die Pulsadern auf, so dass sie langsam und qualvoll unter ihren toten Partnern verbluten.
Die Kripo um Nils Trojan tappt im Dunklen, bis die Beweise alle in eine Richtung zeigen, nämlich auf die Ehefrau eines seiner Kollegen. Alles spricht gegen die geistig etwas labile Theresa, doch die kann sich an die Tatnächte nicht erinnern...

Meine Meinung:
Sehnsüchtigs habe ich auf den neuen Fall von Nils Trojan gewartet und hatte das Buch bereits einige Tage nach dem Erscheinen verschlungen. Max Bentows Schreibstil nimmt einen einfach gefangen, und die Prisenhaft verstreute Spannung macht es einem unmöglich, das Buch einfach so wieder aus der Hand zu legen. Viel zu viele Fährten gibt es, denen man als Leser nachgehen möchte und oft genug lockt Max Bentow einen auf die falsche Spur. Ich hab bestimmt 3 oder 4 mal während des Lesens meinen vermeintlichen Täter verworfen und stand wieder bei Null.
Allerdings fand ich im Vergleich zu den vorherigen beiden Bänden die Geschichte nicht gaaaanz so mega spannend. Die anderen beiden Fälle, also "Der Federmann" und "Die Puppenmacherin" waren irgendwie einzigartiger, vielleicht auch grausamer und haben dadurch einen enorm großen Reiz auf mich ausgeübt. Dieser Fall hier war dagegen eher weniger "aufregend", viel eher war es spannend zu sehen, wie und warum Theresa handelt wie sie handelt. 
Besonders gut aber gefällt mir an den Nils- Trojan-Bücher, dass wir hier eben keinen völlig kaputten Ermittler haben, der sich nur noch Dank Whiskey und Zigaretten am Leben erhält und mehr Geliebte als verhaftete Mörder hatte (obwohl es so einen Typen - hallo Klischee - natürlich auch in diesem Buch gibt.)
Alles in allem also wieder ein toller Thriller, der mich nur in meiner Meinung bestätigt, dass Max Bentow definitiv zu den talentiertesten Thrillerautoren Deutschlands gehört und mich jeeeetzt schon gespannt auf den vierten Band warten lässt :)



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