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Samstag, 12. April 2014

Kai Meyer - Phantasmen (+ VIDEOREZI)

Klappentext:
Eines Tages tauchten sie aus dem Nichts auf - die Geister der Toten. Millionen auf der ganzen Welt, und stündlich werden es mehr. Sie stehen da, bewegungslos, leuchtend, ungefährlich. An der Absturzstelle eines Flugzeugs, mitten in Europas einziger Wüste, warten zwei junge Frauen auf die Geister ihrer verunglückten Eltern. Rain hofft, die Begegnung wird ihrer jüngeren Schwester Emma helfen, Abschied zu nehmen. Auch Tyler, ein schweigsamer Norweger, ist auf seinem Motorrad nach Spanien gekommen, um ein letztes Mal seine große Liebe Flavie zu sehen. Dann erscheinen die Geister. Doch diesmal lächeln sie. Und es ist ein böses Lächeln.

Verlag: Carlsen | Seiten: 400 | Preis: 19,90€ | Genre: Fantasy | Spielt in: Spanien, Tabernas Wüste | Erscheinungstermin: März 2014 | ISBN: 978-3551582928



Worum geht es:
Rain und Emma sind Geschwister und Waise. Vor drei Jahren starben ihre Eltern bei einem Flugzeugabsturz und ließen die beiden jungen Mädchen bei ihren Großeltern aufwachsen, doch die Sehnsucht nach den eigenen Eltern - die nie so viel Zeit für die eigenen Kinder hatten, wie für fremde Kinder - ist nach wie vor riesig. Also beschließen die Mädchen, die Geister ihrer Eltern zu "besuchen". Denn seit einiger Zeit, de, sogenannten Tag Null, tauchen überall auf der Welt Geister von Verstorbenen auf. Geister, die optisch genau ihrer lebendigen Version entsprechen, aber strahlend hell leuchten und die Welt in Geisterlicht tauchen. Sie erscheinen an dem Ort an dem sie ums Leben kommen, bleiben da und werden täglich mehr. Mit jedem Tag der ab Tag Null vergeht, tauchen mehr Geister aus der Geschichte auf - doch bis auf ihr strahlend helles Licht beeinflussen sie das Leben der Menschen mittlerweile nicht mehr.
Doch als Rain und Emma am Unglücksort ankommen, um sich von ihren Eltern zu verabschieden ändert sich etwas: Die Geister lächeln. Ein böses Lächeln, das für jeden um sie herum ins Verderben führt...

Meine Meinung:
Kai Meyer ist meiner Meinung nach definitiv einer der Vorzeigeautoren, wenn man sich auf dem deutschen Buchmarkt umschaut. Mich konnte er bisher mit allen seinen Büchern überzeugen, die ich von ihm gelesen habe, und umso gespannter war ich deshalb nun auf sein neues Buch. Der Klappentext hat mich unglaublich stark angesprochen: Geister sind in ihrer "Art" einfach so vielschichtig, und bieten so viel Raum für tolle Geschichten jeder Art und Weise, dass ich mir sicher war, es würde mich zu 100% gefallen. 
Die ersten 250 Seiten etwa habe ich auch tatsächlich verschlungen. Jede freie Minute habe ich zum Lesen genutzt, und war vollkommen gefangen in der Geschichte. Denn eins muss man zugeben: Schreiben kann Kai Meyer wie kaum ein zweiter. Innerhalb von wenigen Seiten steckt man komplett in der Geschichte fest, und merkt dabei nicht einmal wie die Zeit verfliegt. Es entstehen Bilder und Szenerien im Kopf und zeitgleich wurde die Geschichte von Seite zu Seite spannender.
Doch plötzlich schlug es um. Ab gut der Hälfte des Buches war ich auf einmal irritiert. Die Story nimmt von da an eine wirklich merkwürdige Wendung, wird komplett anders als das bisherige und dabei aber leider nicht besser. Es passiert viel zu viel, davon viel zu viel unrealistisches - selbst für ein Geisterbuch. Die Protagonisten er- und überleben die unmöglichsten Situationen, es tauchen Tiere auf, die einfach nur lächerlich in die Geschichte hineingefügt wirken und es entsteht eine zarte Liebesgeschichte, die für mich absolut nicht nachvollziehbar war.
Am schlimmsten aber ist das Ende des Buches. Happy End in seiner äußersten Form, ohne jegliche Erklärung wie, warum und auch total unpassend zur bisherigen Geschichte.
Daher kann ich dem Buch nur knappe 4 Sterne geben. Es ist mit Sicherheit nicht seine beste Geschichte, und wenn man bisher noch kein anderes Buch von ihm gelesen hat, sollte dieses hier nicht das einzige bleiben. Dennoch ist die Geschichte natürlich nicht schlecht, nur eben nicht so besonders gut. Sie geht toll los, ist durchgehend spannend, aber wird nicht mein neuer Liebling werden.






Freitag, 31. Januar 2014

Karel G. van Loon - Die Unsichtbaren

Klappentext:
Min Thein arbeitet als Rechtsanwalt unter der rigiden Militärdiktatur in Birma und wird oft mit dem Schicksal politischer Gefangener konfrontiert. Als seine Frau schwanger wird, beschließt er, daß sein Kind eine bessere Zukunft verdient. Auf der Flucht aus der Heimat verliert er alles, was ihm lieb und teuer ist - ein erschütternder Roman, der den Leser an exotische Schauplätze entführt.  

Verlag: Aufbau | Seiten: 286 | Preis: 7,95€ | Spielt in: Birma (Myanmar) | Genre: Schicksal | Originaltitel: De Onzichtbaren | Erscheinungsdatum: Mai 2006 | ISBN: 978-3746622354

Erster Satz:  
"Komm, nimm mich am Arm und führ mich fort von hier, aus dem Halbdunkel meiner Hütte hinaus in das bleiche Morgenlicht dort draußen, dann werde ich dir eine Welt zeigen, die ich noch nie mit eigenen Augen gesehen habe, die aber dennoch ebenso vertraut ist wie die Stadt, in der ich aufgewachsen bin."


Worum geht es:
Min Thein muss früh im Leben erfahren, dass das Leben eben nicht immer gerecht ist. Schon als Kind kommt er mit dem Tod, und der emotionalen Distanz seiner Eltern in Kontakt und lernt wohl oder übel damit umzugehen. Doch erschwerend zu diesem persönlichen Verlust, kommt der Ort hinzu in dem er aufwächst: Birma, die ehemalige englische Kolonie. Ein Land das vom Freiheitskrieg zerrüttet und von den politischen Strukturen geschwächt ist. Ein Land in dem Angst, Gewalt, Willkür und Zensur an der Tagesordnung sind. Ein Land, in dem die eigene Meinung vertuscht werden muss, um sich selbst keine Steine in den Weg zu legen.
Dort wächst Min Thein auf, dort lernt er eine Frau kennen die ihn schwer beeindruckt und dort lernt er eine andere Frau kennen, die er heiraten wird. Er wird Anwalt, gerät in den Fokus der Obrigkeit und entschließt sich letztendlich zu fliehen. Auch auf die Gefahr hin, diese Flucht vielleicht nicht zu überleben.

Meine Meinung:
Leider werden Bücher wie dieses viel zu selten gelesen. Sie werden von den Massen von Thrillern, Jugendbüchern und Fantasyromanen in den Hintergrund gedrängt, obwohl ihr Inhalt ebenso vielseitig ist, wie der anderer Bücher aus dem Unterhaltungsgenre. 
Über solche Themen wird einfach zu wenig gesprochen, und auch ich die ich mich viel mit Gesellschaftskritik und Weltgeschehen beschäftige, hätte auf Anhieb absolut nichts über die Zustände in Birma sagen können. Umso erschrockener war ich nach dem Lesen dieses Buches, wie die Geschichte dieses Landes so an mir vorbei gehen konnte. 
Das Buch hat mich wirklich tief bewegt und das nicht nur wegen der etlichen wunderschönen Sätze und Lebensweisheiten, Anekdoten aus dem Buddhismus und der Toleranz die die Menschen in diesem Buch ausleben, sondern auch wegen dem "willkürlich ausgewählten" Einzelschicksal von diesem Mann, der mit seiner Geschichte das Leid eines ganzen Landes repräsentiert. Es sind die kleinen Dinge, die einen zum Nachdenken anregen. 
Teilweise zieht es sich, wiederholt sich oder ließ mich mit den Gedanken abschweifen, weshalb ich dem Buch "nur" 4 Sterne gebe. Dennoch, ich empfehle das Buch jedem, der mal über seinen Tellerrand gucken möchte, denn das Leben das wir führen ist sowas von nicht selbstverständlich für Millionen von Menschen auf diesem Planeten. 




Montag, 27. Januar 2014

Linda Castillo - Blutige Stille

Klappentext:
Sie töteten alle Mitglieder der Familie Plank. Die Leichen des Vaters und der beiden Söhne fand man im Wohnhaus, die der Mutter und des Babys auf dem Weg zur Scheune. Doch niemand war auf das vorbereitet, was sie in der Scheune fanden. Die beiden Mädchen, gefoltert und misshandelt. Die Familie gehörte zur amischen Gemeinde in Painters Mill, Ohio, sie lebten getreu ihren Glaubensgrundsätzen von Schlichtheit und Bescheidenheit, waren gottesfürchtige Leute. Fernab von den Verführungen der Zivilisation. Oder enthüllt das Tagebuch der ältesten Tochter eine andere Wahrheit?Spannungsgeladen und aufregend: Auch der zweite Thriller mit Polizeichefin Kate Burkholder ist Nervenkitzel pur.

Verlag: Fischer | Preis: 8,99€ | Seiten: 393 | Genre: Krimi | Spielt in: USA, Ohio, Painters Mill | Originaltitel: Pray for silence | Erscheinungsdatum: Juni 2011 | ISBN: 978-3596184514

Erster Satz:
"Die letzte Tasse Kaffee hätte Officer Chuck "Skid" Skidmore sich besser sparen sollen."


Worum geht es:
In der Kleinstadt Painters Mill in Ohio geschieht ein unglaublich grausames Verbrechen: Eine komplette Familie der Amishen wird ausgelöscht: Vater, Mutter und die fünf Kinder werden tot und teilweise brutalst gefoltert in ihrem Haus aufgefunden, und niemand weiß wer und warum diese Tat begangen wurde. Alles deutet zunächst auf den Vater als Täter hin, doch so wirklich ergeben diese Vermutungen keinen Sinn, und so beginnt Chief Kate Burkholder, selbst ehemalige Amishe, zu ermitteln. Und schnell wird sich herausstellen, dass die so brave Fassade der Amishen- Familie rissig war, und nicht jedes Mitglied der Familie den Regeln der Gemeinde treu...

Meine Meinung:
Ich finde diese ganze Thematik der Amishen in Amerika unglaublich spannend und liebe Thriller - eine bessere Kombination kann es gar nicht geben. Nachdem es schon ein paar Monate her ist, seitdem ich den ersten Band dieser Thriller - Reihe gelesen habe, habe ich mich nun wieder mit großem, neugeweckten Interesse ans Lesen gemacht, und wurde nicht enttäuscht. Das Leben der Amishen wird super interessant beschrieben, ohne dabei zu weit auszuholen und das Buch versehentlich in ein Sachbuch über das Gemeindeleben abrutschen zu lassen. Der Thrillercharakter ist die ganze Zeit präsent, und der Fall ebenso spannend wie grausam. Schaurige Details und Brutalität werden nur häppchenweise eingesetzt, so dass man sich nicht mit nur mit purem Gemetzel, aber eben auch nicht nur mit der Ermittlungsarbeit auseinandersetzen muss. 
Zwar ist das Buch nicht durchgehend super spannend, es hat durchaus seine Längen beim Lesen, aber summa summarum hält es doch das Interesse des Lesers aufrecht. Das Ende schwächelt dann wieder ein wenig, bei mir blieben auf jeden Fall die eine oder andere Frage unbeantwortet.



Sonntag, 29. Dezember 2013

J. K. Rowling als Robert Galbraight - Der Ruf des Kuckucks

Klappentext:
Als das berühmte Model Lula Landry von ihrem schneebedeckten Balkon im Londoner Stadtteil Mayfair in den Tod stürzt, steht für die ermittelnden Beamten schnell fest, dass es Selbstmord war. Der Fall scheint abgeschlossen. Doch Lulas Bruder hat Zweifel – ein Privatdetektiv soll für ihn die Wahrheit ans Licht bringen. Cormoran Strike hat in Afghanistan körperliche und seelische Wunden davongetragen, mangels Aufträgen ist er außerdem finanziell am Ende. Der spektakuläre neue Fall ist seine Rettung, doch der Privatdetektiv ahnt nicht, was die Ermittlungen ihm abverlangen werden. Während Strike immer weiter eindringt in die Welt der Reichen und Schönen, fördert er Erschreckendes zutage und gerät selbst in große Gefahr …

Verlag: blanvalet | Seiten: 640 | Preis: 22,99€ | Genre: Krimi | Spielt in: Großbritannien, London | Originaltitel: The Cuckoo's calling | Erscheinungsdatum: November 2013 | ISBN: 978-3764505103

Erster Satz:
"Die Menge, die sich auf der Straße versammelt hatte, brummte wie ein Fliegenschwarm."


Worum geht es:

Des einen Freud, des anderen Leid: Denn als das junge Model Lula Laundry vom Balkon ihrer Londoner Wohnung stürzt, geht alle Welt schnell von einem Selbstmord aus. Alle, bis auf ihren Adoptivbruder. Dieser ist davon überzeugt, dass Lula umgebracht wurde, und entweder die Polizei schlampig gearbeitet hat, oder den Mord vertuschen will. In seiner Hilflosigkeit wendet er sich an Comoran Strike, einem mittlerweile hoch verschuldetem Privatdetektiv, der mehr mit der Familie der Toten zu tun hat, als er bisher geahnt hat. Da seine Kanzlei den Bach hinab zu gehen droht, nimmt er trotz erheblicher Zweifel den Fall an, und stößt schon bald auf dunkle Geheimnisse im Leben der Lula Laundry.

Meine Meinung:

Ich bin die Generation Harry Potter, mit J. K. Rowlings Geschichten groß geworden, und war natürlich direkt Feuer und Flamme, als klar wurde: Ja, sie hat ein neues Buch veröffentlicht. Das vorherige konnte mich nicht wirklich ansprechen, aber dieses hier schien schon eher mein Geschmack zu sein. Immerhin ein Krimi, wenn schon kein Thriller, und überall in so hohen Tönen gelobt, dass ich den deutschen Erscheinungstermin nicht mehr abwarten konnte. 
Auch die Rezensionen die dann hier bei uns in Deutschland schnell online gingen, überschlugen sich vor Lob, und ganz viele schrieben, dass sie das Buch auch unabhängig von der Autorin lieben würden. Grund genug für mich es zu lesen.

Da ich aber generell eher nicht der größte Krimi- Fan bin (wie schon oft gesagt: Viele schaffen es einfach nicht mich zu begeistern, dank fehlender Spannung oder schnöder Ermittlerarbeit), war ich jedoch trotzdem noch ein bisschen skeptisch wie J. K. Rowling ihre Story umsetzen wird. 
So viel sei gesagt, es ist bei weitem kein schlechtes Buch, aber von "umwerfend gut", "mega spannend" oder "grandios" doch ziemlich weit entfernt. Es ist eben ein ganz normaler Krimi, fast schon Durchschnitt, und ein Buch dass ich vermutlich nur mit 4 Sternen bewerte, eben weil ich vom Autorennamen beeinflusst bin. 
Dabei ist der Anfang wirklich interessant und manchmal auch wirklich super spannend - man fragt sich, was wohl dahinter steckt, denn eine wirkliche Ahnung hatte ich nicht, und hab so ziemlich jeden Mal verdächtigt, der Täter gewesen zu sein. Das ist schon gut gemacht, aaaber leider leider gibt es auch noch das Ende des Buches. Das hat es für mich leider ein bisschen ruiniert, denn mit zunehmender Seitenzahl wird die Lösung immer willkürlicher. Zeugen erinnern sich plööötzlich an Dinge, die sie vorher in sämtlichen Verhören vergessen hatten. Comoran kommt auf Sachen, auf die angeblich die gesamte Polizei nicht gekommen sein will, und findet einen Täter der so reingepresst wirkt, dass ich ehrlich dachte das kann nicht ihr Ernst sein.

Ich hab gehört, es soll der Auftakt einer Reihe werden, also lass ich mich mal überraschen wie die Folgebücher werden. Dieses werde ich sicher positiv in Erinnerung behalten, aber eben nicht als DAS Buch des Jahres für mich. 





 

Montag, 23. Dezember 2013

André Minninger - Die drei ??? und der fünfte Advent

Klappentext:
Was Lydia Candle am 1. Dezember in ihrem Adventskalender vorfindet, versetzt ihr einen so heftigen Schock, dass sie sich hilfesuchend an die drei ??? wendet. Stammen die unheimlichen Botschaften wirklich von ihrem Neffen, der vor fünf Jahren ums Leben kam? Justus, Peter und Bob müssen innerhalb der nächsten 24 Tage das Rätsel einer unheimlichen Prophezeiung lösen: Am 5. Advent soll ein entsetzliches Verbrechen verübt werden! Tag für Tag kommen die drei Detektive der Lösung des Falles immer näher - werden sie es rechtzeitig schaffen?

Verlag: Kosmos | Preis: 9,99€ | Seiten: 176| Genre: Weihnachten, Krimi, Kinder | Spielt in: USA, Rocky Beach | Erscheinungsdatum: September 2013 | ISBN: 978-3440134696

Erster Satz:
"Am 1. Dezember war Justus Jonas alles andere als weihnachtlich zumute."

  

Meine Meinung:
Schokokalender sind langweilig und aus dem Spielzeugkalenderalter ist man raus? Dann ist dieser Kalender der perfekte Adventskalender für die Vorweihnachtszeit, denn seien wir doch mal ehrlich: Aus dem drei ???- Alter wächst man einfach niemals heraus.
Da ich im letzten Jahr schon einen "literarischen Adventskalender" hatte, allerdings mit Kurzgeschichten, wollte ich auch dieses Jahr wieder einen haben und habe mich wegen der guten Bewertungen für diesen hier entschieden.
Die Story ist genau so wie man es von einer Geschichte um Justus Jonas und Co. erwartet. Die Handlung ist aufgeteilt in 24 mal mehr mal weniger lange Kapitel und ist demzufolge natürlich auch nicht rasend spannend, denn nicht nur wir müssen 24 Tage auf die Lösung warten, sondern auch die drei ??? brauchen 24 Tage um den Fall zu lösen. Deshalb ist eben nicht jedes Kapitel so spannend wie das andere, und teilweise sind es nur wenige kurze Zeilen, die für die Geschichte eher belanglos sind. Dennoch langweilt man sich nicht, und wartet auf des Rätsels Lösung. Da es sich um ein Buch mit der Altersempfehlung 10 - 12 handelt, verstehe ich ehrlich gesagt nicht, wie es zu negativen Kritiken bezüglich der Spannung aka Blutrünstigkeit und zur eben nicht sehr überraschenden Auflösung kommen kann. Es ist eben ein Kinderbuch, in dem dann natürlich keine Finger abgehackt werden und der Täter am Ende kein Inhaber von einer Ökostrom-Riesenfirma ist, der die Weltherrschaft an sich reißen will.
Was mich persönlich aber etwas genervt hat, war dieser super erzwungene Bezug zur deutschen Weihnacht. Wenn es nach mir gegangen wäre, hätte es auch ganz klassisch, amerikanisch sein können :D




Donnerstag, 5. Dezember 2013

Alan Bradley - Flavia de Luce, Schlussakord für einen Mord (Bd. 5)

Klappentext:
Ach du heilige Pfeife – Flavia zieht alle Register! Sie steckt ihre Nase überall hinein und befördert jeden noch so tief vergrabenen Hinweis ans Licht – die elfjährige Flavia de Luce ist Hobbydetektivin aus Leidenschaft. Als sie ihre Nase zur Abwechslung in eine alte Kirchengruft steckt, rechnet sie allerdings nicht damit, eine verhältnismäßig frische Leiche ans Licht zu befördern. Aus dem Grab des Kirchenheiligen von Bishop's Lacey blickt ihr der ermordete Kirchenorganist hinter einer grotesken Gasmaske entgegen. Wer hatte einen Grund, Mr. Collicutt zu töten, und wieso hat er die Leiche hier, an diesem heiligen Ort, versteckt? Ein neuer Fall für die brillante Flavia!

Verlag: Penhaligon | Preis: 19,99€ | Seiten: 352 | Genre: Krimi, Humor | Spielt in: Großbritannien, Buckshaw | Originaltitel: Speaking from among the bones | Erscheinungstermin: November 2013 | ISBN: 978-3764530990

Erster Satz:
"Blut tropfte vom Stumpf des abgeschlagenen Kopfes, regnete in dicken Tropfen herab und sammelte sich in einer rubinroten Pfütze auf den schwarz-weißen Fliesen.




Worum geht es:
Flavia kann es nicht lassen. Schon wieder schlittert sie mir nichts, dir nichts mitten in einem Mord im kleinen, inzwischen wohl nicht mehr ganz so beschaulichen, Buckshaw. Das Opfer ist der Organist der Kirche, Mr. Collicut, der mit einer Gasmaske bekleidet in der Gruft des heiligen St. Tankred gefunden wird. Eben jenem Heiligen, dessen sterbliche Überreste von Archäologen geborgen werden sollten. Doch anstelle dieses Toten liegt dort der bedauernswerte Mr. Collicut. 
Nur kurze Zeit später häufen sich die mysteriösen Ereignisse in Buckshaw: Das Abbild des Heiligen weint blutige Tränen, und außerdem soll es noch ein weiteres Geheimnis um St. Tankred geben...

Meine Meinung:
Ach Flavia, die gute alte Flavia. Ich liebe die Bücher um sie einfach, und habe dem Erscheinen dieses neuen Bandes jetzt schon monatelang entgegen gefiebert. Ich liebe ihre freche, kesse Art und das Wissen darüber, dass ihr der Schalk im Nacken sitzt. Wehe dem, der sie wie ein kleines Kind behandelt, denn dem blüht sicherlich nichts Gutes aus dem Labor der kleinen Giftmischerin.
Die letzten vier Bände habe ich immer mit Feuereifer verschlungen, doch irgendetwas war dieses Mal anders. So richtig wollte es mir nicht gelingen in die Geschichte hinein zu kommen, und ehe das Buch spannend wurde, vergingen locker 100 Seiten. Eigentlich ein K.O- Kriterium für Bücher, aber Gott sei Dank ist ja zumindest Verlass auf Flavia selbst. Denn während die Geschichte nur so allmählich vor sich hinplätschert, ohne wirklich super spannend zu werden, reißt es Flavia mit ihren Sprüchen und ihrem ganzen Auftreten dann doch noch raus. 
Ich würde jetzt nicht behaupten, dass die Story noch mal richtig umwerfend wird. Viel eher ist es so, dass an dem Punkt wo das Buch spannend geworden ist, es auch schon so gut wie fast zu Ende ist und man des Rätsels Lösung präsentiert bekommt. Deshalb kann ich schweren Herzens auch nur höchstens 4 Sterne geben.
Was mir aber dennoch wirklich gut gefallen hat ist, dass endlich Flavias Familie wieder eine größere Rolle als in Band 3 und 4 spielt. Ich liebe das zwischenmenschliche der De Luce's und kann mir vor allem Feely so richtig schön bildlich vorstellen. 
Alles in allem also lesenswert aber für mich der bisher schwächste Band der Reihe. 




Samstag, 30. November 2013

Scott Westerfeld - Pretty, Erkenne dein Gesicht (Bd. 2)

Klappentext:
Tally ist von einer Ugly zur Pretty geworden. Sie sieht umwerfend aus, hat einen tollen Freund und ist wahnsinnig beliebt. Aber bei allem Spaß, den Partys, dem Luxus, spürt Tally, dass irgendetwas nicht stimmt. Dann erhält sie eine Botschaft aus ihrer Vergangenheit - und plötzlich wird ihr klar, was in der Pretty-Welt fehlt. Tally beginnt, umzudenken und begibt sich damit in tödliche Gefahr. Denn wer zu viel weiß, gerät schnell ins Visier der Behörden ...

Verlag: Carlsen | Preis: 8,99€ | Seiten: 396 | Genre: Dystopie, Jugendbuch | Spielt in: Fantasywelt | Originaltitel: Pretties | Erscheinungstermin: Februar 2011 | ISBN:  978-3551310071

Erster Satz:
"Sich anzuziehen war immer der schwierigste Teil des Nachmittags."



Worum geht es:
Tally ist dort, wo sie als Kind immer sein wollte: In New Pretty Town, operiert, einfach perfekt und glücklich. Jeder Abend wird getoppt, eine Party jagt die nächste und ihr größtes Problem ist, zu entscheiden mit welchem Outfit sie dieses Mal glänzen will. Alles dreht sich nur noch darum, ihr Leben zu "prickelnd" wie möglich zu gestalten.
Doch dann wird sie auf einer dieser spektakulären Partys überrascht: Jemand aus ihrer Vergangenheit, an den sie sich bisher nicht erinnern konnte - und aus Smoky ist - taucht auf der Feier auf und übergibt ihr eine Botschaft. Eine Botschaft, die alles woran sie bisher geglaubt hat verändern wird, und ihr die unschöne Seite ihrer schöngemachten neuen Welt aufzeigt...

Meine Meinung:
Obwohl es einige Zeit her ist, seit ich den ersten Teil gelesen habe, war ich sofort wir in der Geschichte drin. Viele andere Fortsetzungen brauchen Zeit, sich wieder mit der Story vertraut zu machen, und so sind gut und gerne mal eben 100 Seiten rum ehe man so richtig wieder weiß wer mit wem warum was gemacht hat. Aber hier hat es maximal 30 Seiten gebraucht, und die Geschichte von Band 1 war mir wieder komplett präsent. 
Das liegt vermutlich einfach daran, dass der Schreibstil unglaublich angenehm ist, und ein schnelles und spannendes Lesen ermöglicht. Es zieht sich nicht, sonder Bam Bam Bam geschieht etwas, das Tally aus ihrer heilen Welt katapultiert und sie ihr Leben in New Pretty Town überdenken lässt. Ab diesem Zeitpunkt geht es unglaublich spannend weiter und so richtig lässt sich nicht absehen, welche Wendungen die Geschichte nehmen könnte bzw. überrascht einen der Autor immer wieder mit Szenen, die man so nie erwartet hätte. 
Vor allem steht in diesem Buch jetzt aber das "politische System" dieser neuen Welt im Mittelpunkt, und nicht mehr hauptsächlich Tallys Abenteuer. Das lässt sich größtenteils nachvollziehen, teilweise war es mir dann aber doch zu abgedreht.
Gegen Ende des Buches verliert die Geschichte etwas an Spannung, besonders als sie auf alte Freunde trifft. Denn ab diesem Zeitpunkt kann man sich ziemlich genau denken, wie es enden wird.
Ich gebe dem Buch daher 4 Sterne. Es hat mir definitiv wesentlich besser gefallen als der erste Band, konnte mich aber nicht 100%ig überzeugen. Genug allerdings um mir jetzt den letzten Band zu bestellen. Hoffentlich bleibt es "prickelnd" und wird kein "Pfusch", und hoffentlich strapaziert der Autor diese beiden Wörter nicht wieder so penetrant über.

Sonntag, 17. November 2013

Erasmus Herold - Und dein Lohn ist der Tod

Klappentext:
Gütersloh im Winter 2013, Dienstagnacht. Überstürzt verlässt Victoria Lirot das Haus, lediglich bekleidet in Schlafanzug und Mantel. Es ist kühl, doch die junge Frau wählt den Motorroller und lässt das Auto stehen. Eine Stunde später ist sie tot, brutal ermordet. Wovor ist Frau Lirot geflüchtet oder was hatte sie vor? Am darauffolgenden Tag verunglückt ein Auto zwischen Gütersloh und Wiedenbrück. Die Kreispolizeibehörde ermittelt und Kommissarin Sarah Berger und ihr neuer Partner Ahmet Yilmaz übernehmen den Fall. Die Untersuchung des Unfallorts liefert den beiden Polizisten verblüffende Ergebnisse. Schnell wird klar, zwischen der Toten der vergangenen Nacht und diesem Unfall besteht ein Zusammenhang. Die Spuren führen zu einem jungen Start-up-Unternehmen, der Teuto Solarlicht. Undurchsichtig erscheint das Treiben ihrer Gesellschafter, folgenreich das, was sie tun. Als sich einer der Verdächtigen ins benachbarte Stromberg absetzt, konzentrieren die Ermittler ihre Suche auf das Burgdorf. Eine unberechenbare Jagd beginnt.

Verlag: Niemeyer | Preis: 9,95€ | Seiten: 365| Genre: Krimi | Spielt in: Deutschland, Gütersloh | Erscheinungstermin: August 2013 | ISBN: 978-3827195647

Erster Satz:
"Ein kleines Geräusch hatte ausgereicht, um Victoria aufzuschrecken."



Worum geht es: 
Okay, an dieser Stelle muss ich wirklich sagen, dass ich dem Klappentext absolut nichts hinzuzufügen habe. Oft weichen meine eigenen Beschreibungen des Inhaltes nochmal von dem auf dem Buchrücken ab, aber in diesem Fall hätte ich es absolut nicht anders beschrieben und bin sehr froh, dass so wenig und doch ausreichend über die Geschichte im Klappentext geschrieben wird.

Meine Meinung:
Normalerweise bin ich ja nicht der große Krimileser. Die reine Ermittlungsarbeit ist nichts, was mich unbedingt immer total gefangen nehmen kann und mich an ein Buch fesselt. Da bin ich schon eher der Thriller- Leser, der die Abgründe der menschlichen Psyche erforscht und sich dabei so richtig schön gruseln kann, bis zu dem Punkt dass ich im Dunklen nur noch ungern durch meine Wohnung laufe. Aber ab und an einen Krimi zu lesen, mag ich doch - solange mich die Story anspricht. Verworren muss es sein, und auf keinen Fall will ich nach den ersten 100 Seiten wissen, wer der Täter ist, oder warum er wie handelt. 
Davor habe ich beim Beginn von Krimis grundsätzlich Angst, aber Gott sei Dank war es in diesem Fall überhaupt nicht so. Bis kurz vor Ende des Buches tappt man komplett im Dunkeln und weiß nicht wer der Täter sein könnte. Ich hab mich wirklich oft auf eine falsche Fährte führen lassen, und war mir bis zur Aufklärung absolut sicher zu wissen, wer der eigentliche Täter ist. Tja - Pustekuchen. Allerdings ging mir das Ende dann doch eine Spur zu schnell. Auf einmal waren es nur noch knappe 20 Seiten, auf denen nicht nur der Fall geklärt wurde, sondern auch der Täter geschnappt wird und jemand sein Leben lassen musste. Babam! Und Schluss. Das war einfach viel zu schnell. Das es aber so kommen würde, kündigte sich ab einem gewissen Punkt des Buches bereits an. Denn ab da, ab dem Zeitpunkt wo sich vieles zu klären begann, wurde es für mich ein wenig konfus und ich hatte Schwierigkeiten dem Tempo zu folgen bzw. nachvollziehen zu können wieso die Ermittler dieses und jenes nun wussten.
Dennoch hat mir das Buch erstaunlich gut gefallen. Es war kein Pageturner, aber durchaus eine richtig gute Geschichte, die mir die eine oder andere spannende Stunde am Abend beschert hat. Auch der Schreibstil konnte mich weitesgehend überzeugen, auch wenn man durchaus noch merkt, dass der Autor noch am "Beginn" steht.

 

Montag, 11. November 2013

Mary Kay Andrews - Weihnachtsglitzern

Klappentext:
Eloise Foley liebt Weihnachten. Für sie ist es eine Zeit der Wunder und Träume, die schönsten Tage des Jahres. Sie freut sich auf gemütliche Abende im Kreise der Familie und mit ihrem Freund Daniel. Der sieht Weihnachten allerdings in einem ganz andern Licht, denn Daniel besitzt ein Restaurant und hat im Dezember kaum Zeit für Eloise. Nun bleibt ihr umso mehr Zeit bleibt, sich um ihr kleines Antiquitätengeschäft zu kümmern. Ganz besonders freut sich Eloise auf den alljährlichen Wettbewerb um die schönste Weihnachtsdekoration in den Läden von Savannah, und sie dekoriert liebevoll ihr Antiquitätengeschäft. In einer alten Kiste findet sie eine blaue, glitzernde Brosche in Form eines Weihnachtsbaums. Davon inspiriert erschafft sie die Weihnachtswunderwelt »Blue Christmas«, passend zum berühmten Elvis-Presley-Song. Doch an einem chaotischen Verkaufstag verschwindet die Brosche – und eine geheimnisvolle Fremde hinterlässt Eloise Geschenke an den seltsamsten Orten. Purer Zufall oder wahre Weihnachtsmagie?

Verlag: Fischer | Seiten: 240 | Preis: 8,99€ | Genre: Weihnachten | Spielt in: USA, Savannah / Georgia | Originaltitel: Blue Christmas | Erscheinungstermin: Oktober 2013 | ISBN: 978-3596198078

Erster Satz:
"Ich befestigte gerade die letzten aufgefädelten Popcorns und Cranberrys mit der Heißklebepistole am zweiten den eineinhalb Meter hohen, kunstvoll beschnittenen Weihnachtsbäume, als meine beste Freundin ins Maisie's Daisy gestürmt kam."


Worum geht es:
Eloise fiebert wie jedes Jahr dem lokalen Wettbewerb um die schönste Weihnachtsdekoration entgegen. Und dieses Jahr hat sie sich auch ganz besonders ins Zeug gelegt und weder Kosten noch Mühen gescheut: Ihr gesamter Laden wird geziert von Obst und Popcorn, alles schön natürlich und lokal und somit für den Wettbewerb sehr vielersprechend. Doch irgendwelche Vandalen scheinen ihr diesen Sieg nicht gönnen zu wollen, und vernichten von einen Abend auf den nächsten ihre so mühevoll gestaltete Dekoration. Eloise fällt aus allen Wolken, doch ein nicht ganz so ernst gemeinter Spruch ihrer besten Freundin bringt sie auf eine neue Idee: Dieses Jahr wird es bei ihr blue christmas geben, mit allem was dazu gehört. 
Und auch privat gibt es einiges zu tun. Ihr Freund, der Grinch in Menschenform, hat offenbar wiedermal an Weihnachten keine Zeit für sie, dabei hat sich Eloise so eine tolle Überraschung für ihn überlegt...

Meine Meinung:
Ich liebe Weihnachtsbücher über alles, und decke mich jedes Jahr aufs Neue mit tollen Weihnachtsgeschichten ein. Aber so einen Hype wie um dieses Buch habe ich bisher noch nicht erlebt: Jeder hat es, inklusive mir. Dabei finde ich das Cover nicht einmal sonderlich ansprechend, mal ganz abgesehen davon dass es mit dem eigentlichen Thema des Buches "blue christmas" herzlich wenig zu tun hat. Aber ich kann mir auch vorstellen, dass viele gerade dieses Cover wunderschön finden werden.
Der Inhalt ist dagegen schon eher mein Geschmack. Es ist eine super süße kleine Geschichte, die einen Dank der ganzen Lieder aus ausschmückenden Sprache direkt in Weihnachtsstimmung versetzt. Hinten sind dann sogar noch einmal die Lieder aufgelistet die Eloise während der Geschichte hört, so dass man sich - wenn man möchte - nebenher eine schöne Playlist anhören kann, um die Weihnachtsatmospähre noch zu unterstützen. All die Bilder die die Autorin malt, dienen auf jeden Fall dazu sich richtig auf das schönste Fest des Jahres zu freuen.
Was mir allerdings eher negativ aufgestoßen ist -allerdings macht es die Weihnachtsstimmung wett - ist der Inhalt der Geschichte, besser gesagt die Masse des Inhalts in dieser doch recht kurzen Geschichte. Es passiert viel zu viel auf diesen 220 Seiten. Es gibt eben nicht nur eine Haupthandlung, sondern etliche Nebenstränge, die meiner Meinung absolut überflüssig sind und der Story an sich auch nicht zuträglich, so dass ich als Leser denke "Okay, und was bringen uns die missgünstigen, schwulen Nachbarn jetzt". Es wirkt zu überladen, zu gewollt dadurch und hätte mich fast dazu verleitet dem Buch nur 3 Sterne zu geben.
Alles in allem ist es aber doch ein schönes kleines Buch für die Weihnachtszeit.



Montag, 4. November 2013

Rachel Cohn & David Levithan - Dash & Lily's Book of dares

Klappentext:
“I’ve left some clues for you. If you want them, turn the page. If you don’t, put the book back on the shelf, please.”
So begins the latest whirlwind romance from the New York Times bestselling authors of Nick & Norah’s Infinite Playlist. Lily has left a red notebook full of challenges on a favorite bookstore shelf, waiting for just the right guy to come along and accept its dares. But is Dash that right guy? Or are Dash and Lily only destined to trade dares, dreams, and desires in the notebook they pass back and forth at locations across New York? Could their in-person selves possibly connect as well as their notebook versions? Or will they be a comic mismatch of disastrous proportions?

Verlag: Ember | Seiten: 272 | Preis: $8,99 (z. Z. 6,60€ bei Amazon) | Genre: Weihnachten, Jugendbuch | Spielt in: USA, New York City | Deutscher Titel: Dash & Lilys Winterwunder | Erscheinungstermin:  Oktober 2011 | ISBN: 978-0375859557

Erster Satz:
"Imagine this: You're in your favorite bookstore, scanning the shelves."



Worum geht es:
Lilys Weihnachten scheinen alles andere als schön zu werden: Ihre Eltern verbringen ihre nachträglichen Flitterwochen auf Fiji, ihr Großvater ist zu seiner Flamme in Florida gereist und ihr Bruder liegt krank, mit seinem neuen Freund im Bett. Und nicht einmal auf Geschenke kann Lily sich freuen, denn die wird es erst geben, wenn ihre Eltern zu Neujahr aus dem Urlaub zurück gekommen sind. Also wagt sie etwas, das sie ohne den letzten Stoß ihres Bruders nie getan hätte: Sie versteckt ein kleines rotes Notizbuch zwischen anderen Büchern in ihrer Lieblingsbuchhandlung, mit einer eindeutigen Aufgabe darin. Derjenige, und er möge doch bitte ein Junge im Teenageralter sein, der das Buch findet, löst das Lückenrätsel, beschreibt das Buch neu, und gibt es dem Verkäufer des Ladens. 
Dash - dessen Weihnachtsfeiertage nicht viel rosiger aussehen als die von Lily - findet das Buch tatsächlich, und so bahnt sich zwischen den beiden eine zarte, vorsichtige Freundschaft zwischen den Seiten des roten Notizbuches an.

Meine Meinung:
Weihnachtsbücher und ich sind wie für einander geschaffen, und so musste ich mir dieses Buch unbedingt kaufen, nachdem es mir als tolles Buch zur Weihnachtszeit ans Herz gelegt wurde. Der Klappentext klang auf jeden Fall vielersprechend, und so durfte das Buch vor kurzem bei mir einziehen und wurde auch prompt von mir gelesen. 
Gefallen hat es mir alles in allem wirklich gut, eine süße Geschichte, die ich mir auch toll verfilmt vorstellen könnte, die mich gut unterhalten hat. Allerdings finde ich auch, dass das Buch nicht uuuunbedingt das weihnachtlichste überhaupt ist - es hätte genauso gut zu jeder anderen Jahreszeit, oder jedem anderen Familienfest (z.B. Thanskgiving) spielen können, ohne das es der Geschichte geschadet hätte. Das ist an und für sich kein Kritikpunkt im Allgemeinen, für mich persönlich jedoch schon da ich anhand des Covers und des deutschen Titels einfach eine Weihnachtsgeschichte erwarte. 
Die Story ist wirklich zuckersüß, und ich war auf Anhieb schwer verliebt in Lily. So ein wundervoll ausgearbeiteter Charakter, so ein nettes Mädchen mit so viel bissigem Humor, dass ich wirklich seitenweise über sie lachen konnte. Die Sprache, derer sich die Autoren bedienen, ist einfach fantastisch. 
Mit Dash hingegen bin ich nicht wirklich warm geworden, aber das kann ja Gott sei Dank auch Lilys Sorge sein. 
Einen Stern möchte ich dem Buch jedoch dennoch, trotz der tollen Geschichte und Personen, abziehen. Der Grund dafür liegt im Ende. So ab 4/5 des Buches wird es doch sehr zäh, und man wartet nur noch auf ein Happy Ende, oder halt nicht. Aber doch, ich muss es leider sagen, die letzten Seiten waren leider eher langweilig.
Alles in allem ist das Buch jedoch wirklich süß, und ein schöner All-Ager für die Vorweihnachtszeit.


Freitag, 25. Oktober 2013

Corina Bomann - Eine wundersame Weihnachtsreise

Klappentext:
Eigentlich kann Anna Weihnachten nicht ausstehen. Doch in diesem Jahr setzt sie sich ihrem Bruder zuliebe in den Zug, um mit der Familie zu feiern. Was folgt, ist ein Roadtrip der verschneiten Art: Nichts geht mehr, Anna muss sich mit Schneepflug und per Anhalter durchschlagen, und überall läuft in Dauerschleife »Last Christmas«. Doch anstatt ihre Entscheidung zu bereuen und sich auf die sonnigen Bahamas zu träumen, nutzt Anna die Gelegenheit, über ihre Familie und sich selbst nachzudenken. Corina Bomann erzählt eine zauberhafte Geschichte, die die Magie des Weihnachtsabends auf wunderbare Weise einfängt.

Verlag: Marion von Schröder | Seiten: 240 | Preis: 14,00€ | Spielt in: Deutschland | Genre: Weihnachten | Erscheinungstermin: Oktober 2013 | ISBN: 978-3547711912

Erster Satz:
"Als Anna aus der Straßenbahn stieg, dröhnten sie ihr bereits entgegen: Kinderchöre, die von Flockenwirbeln sangen, dazu Bläser, die christliche Weihnachtslieder schmetterten, und diese wurden wiederum übertönt von modernen Weihnachtshits mit zu viel Glöckchengebimmel."



Worum geht es:
Anna ist ein Grinch, eine absolute Weihnachtshasserin, der sich beim Klang von Weihnachtsliedern und dem Geruch von gebrannten Mandeln quasi die Fußnägel hochrollen. Und für gewöhnlich schafft sie es auch, diesen "alljährlichen Qualen" zu entkommen, indem sie die Feiertage fernab von ihrer Familie irgendwo im Warmen verbringt. Doch dieses Jahr wird anders: Ihr kleiner Bruder Jonathan wünscht sich nichts sehnlicher als mit seiner großen Schwester das Fest zu verbringen, und so macht Anna sich auf die Reise von Leipzig nach Berlin - und landet in Binz. Mitten in der Nacht. Ohne Handyempfang oder Möglichkeiten postwendend wieder nach Berlin zu kommen...

Meine Meinung: 
Oh wie habe ich mich auf dieses Buch gefreut. Erstens liebe ich Weihnachtsbücher über alles - und so langsam fange ich auch tatsächlich an die Vorweihnachtszeit einzuläuten - und zum anderen haben mich Klappentext und vor allem das Cover aaaabsolut begeistert. Zudem hört man über die Bücher von Corina Bomann ja beinahe nur Gutes, so dass die Geschichte wirklich vielversprechend klang.
Und tatsächlich geht sie auch super gut los: Anna ist eine unheimlich sympathische Person, sehr real und dennoch das genaue Gegenteil zu mir, mit ihrer Abneigung gegen das Fest der Liebe.
Und auch als sie plötzlich in Binz strandet, ist die Story noch absolut top. Wie leicht kann sowas einfach passieren, dass man im Zug einschläft und irgendwo landet, wo man garantiert nicht hin wollte.
Auch das was darauf folgt ist noch zuckersüß, zwar großes Glück, aber toll. Nur eben ab dieser Stelle fing das Buch an, mich ein klein wenig zu nerven. Es passieren einfach viiiiel zu viele Dinge, die so niemals jemanden passieren würden, vor allem nicht in dieser Häufigkeit. Anna stolpert von dem einen Schlamassel in den nächsten und mit jeder Seite wird die Situation skurriler und unglaubwürdiger, bis man irgendwann an den Punkt kommt zu denken: "Ach komm, ernsthaft jetzt?!". Deshalb war ich fast schon versucht, dem Buch nur 3 Sterne zu geben, aber das Ende mit Frau Habermann reißt es dann doch noch einmal raus.
Alles in allem ist es sicherlich nicht die beste Weihnachtsgeschichte die ich je gelesen habe, aber trotzdem doch ein ganz süßes Buch :) 



Montag, 7. Oktober 2013

[Rezension] Frau Freitag - Echt easy, Frau Freitag!

Klappentext:
Frau Freitags neue Klasse ist übertrieben lieb. Ihr ist fast ein bisschen langweilig in der Schule. Da hilft nur eins: mehr Privatleben und lückenlose Überwachung ehemaliger Schüler bei Facebook. Die kommen nämlich immer klar: »Wegen Jobcenter. Musst du auf behindert machen. Dann gehst du Psychater, hast du erst mal vier Monate Ruhe.« – »Oke, ich geh dann mal mich abschminken, dann neu schminken, dann guck ich ma, was ich heute anziehen soll!« Wer für sein Leben gerne chillt und sich schon immer gefragt hat, ob Lehrer auch Menschen sind, ist bei Frau Freitag voll am Start.

Verlag: Ullstein | Preis: 9,99€ | Seiten: 288 | Genre: Humor, Sachbuch | Spielt in: Deutschland, Berlin | Erscheinungsdatum: September 2013 | ISBN: 978-3548375090

Erster Satz:
"'Habe ich geschnarcht?'"

 

Worum geht es:
Frau Freitag hat eine neue Klasse, eine siebte Klasse. Um genau zu sein, eine zuckersüße, brave Klasse, mit lieben fleißigen Mädchen, kaum pubertierenden Jungs und so gut wie keinen Problemschülern. Schlussfolgerung: Frau Freitag langweilt sich zu Tode. Gott sei Dank gibt es den einen oder anderen Jungen in den anderen Klassen, die sie unterrichtet, der sie in den Wahnsinn treibt und natürlich ist da auch noch ihr Privatleben, dass irgendwie mit dem Job unter einen Hut gebracht werden muss. 
Alles in allem steht Frau Freitag also wieder ein chaotisches Schuljahr bevor, ganz nach dem Motto: Chill mal dein Leben, Frau Freitag!

Meine Meinung:
Ich hatte ja so ein bisschen die Befürchtung, dass jetzt nach bereits zwei veröffentlichten Büchern von ihr, bei diesem dritten hier die Luft raus ist, und sämtliche Stories nur noch Wiederholungen der vorherigen Jahre sind. Aber weit gefehlt, denn ihre neue Klasse, diese süßen unschuldigen Siebtklässler, sind sowas von verschieden zu ihrer vorherigen 10. Klasse, sind lieb, brav und anständig - und gerade deshalb manchmal ziemlich witzig. 
Allerdings beinhaltet dieses Buch wesentlich mehr Anekdoten aus ihrem Privatleben als die vorherigen Bücher, was vielen nicht gefallen hat, mich jetzt auch nicht unbedingt vom Stuhl gerissen, aber mir doch auch nicht missfallen hat. Es ist einfach super amüsant, wie sie schreibt, oft nicht was sie schreibt. 
Inzwischen ist auch klar, dass sich die Schule in Berlin befinden muss - was in den anderen beiden Büchern ja nicht unbedingt deutlich wurde.
Mir, als angehende Lehrerin, gefiel dieser neue Einblick in den Schulalltag mal wieder sehr gut. Haha, klar ist es irgendwie erschreckend, aber auch so real und einfach zuckersüß!7


Samstag, 5. Oktober 2013

Marie Lu - Legend, Schwelender Sturm (Bd. 2)

Klappentext:
Der Zweck heiligt die Mittel, oder? Den einen Menschen loszuwerden, der die Verantwortung für dieses ganze verfluchte System trägt, scheint mir ein ziemlich kleiner Preis dafür zu sein, eine Revolution in Gang zu setzen. Auf der Flucht vor der Republik schließen sich June und Day den Patrioten an, um Days Bruder zu retten und in die Kolonien zu entkommen.Doch die Patrioten fordern eine Gegenleistung: June und Day sollen Anden, den neuen Elektor, töten. Eine Tat, die all dem Unrecht und der brutalen Unterdrückung ein Ende bereiten könnte .Als June jedoch begreift, dass der neue Elektor ganz anders ist als sein Vorgänger, beginnt sie zu zweifeln:Was, wenn Anden einen neuen Anfang darstellt? Was, wenn politische Veränderung nicht unbedingt Tod, Vergeltung und Gewalt bedeuten muss? Was, wenn die Patrioten falsch liegen?

Verlag: Loewe | Preis: 17,95€ | Seiten: 442 | Genre: Dystopie, Jugendbuch | Spielt in: USA | Originaltitel: Patriots | Erscheinungstermin: September 2013 | ISBN: 978-3785573952

Erster Satz:
"Neben mir schreckt Day aus dem Schlaf hoch."



Worum geht es:
Day und June sind auf der Flucht. Auf der Flucht vor den Schergen der Republik, die nur eines wollen: Endlich Day schnappen, um zu verhindern dass das Volk bemerkt, dass nicht Day sondern sein Bruder John hingerichtet wurde. Doch die beiden entwischen ihren Häschern und schaffen es unentdeckt zu den Patrioten zu gelangen. Mit wenig Hoffnung auf Hilfe erreichen sie die "geheimen Räume" der Patrioten, doch ihnen ist eine ganz besondere Aufgabe zugedacht worden. Day und June sollen helfen, die Regierung zu stürzen und den Elektor zu beseitigen. Die beiden trennen sich, in Erwartung ihres Planes - doch dann ändert sich die Situation schlagartig...

Meine Meinung:
Den ersten Teil der Dystopie mochte ich ja prinzipiell ganz gerne, auch wenn ich nie auf diesen riesigen "Fanhype - Zug" aufgesprungen bin. Die positiven Kritiken haben sich damals ja überschlagen, doch ich als großer Anhänger von Dystopien, habe in dem ersten Band nichts weiter als eine durchschnittlich gute Dystopie, mit Standarthandlung und Standartcharakteren sehen können. Um ganz ehrlich zu sein, das ändert sich auch jetzt nicht in Band 2. Die Geschichte wirkt weiterhin wie aus "Grundbausteinen einer Dystopie" zusammengesetzt, mit dem gutaussehenden Rebell, der kämpferischen ehemaligen Republikanhängerin, dem System dass nicht so gut ist, wie es scheint, und den Menschen den man scheinbar trauen kann, sich aber doch als die Falschen erweisen. Alles schon hundert mal da gewesen, alles nichts neues. Und dennoch konnte mich der zweite Teil bei weitem mehr begeistern als Band 1. Denn endlich werden die Charaktere greifbarer, realistischer und bewegen sich nicht mehr in ihrer rosa Zuckerwatte- Welt in der sich die Schöne und das Biest verlieben, trotz aller Widrigkeiten. 
Es wird viel plastischer, denn beide fangen an ihre Gedanken und Gefühle in Frage zu stellen - so wie es jeder normale Mensch machen würde, reflektieren die Situation in der sie sich befinden viel mehr, und begehen endlich auch Fehler, die sich nicht durch einen romantischen Kuss im Trümmerfeld ungeschehen machen lassen.
Was mich aber vor allen Überzeugen konnte, da die Story an sich wie gesagt eher schwach ist, ist der tolle Schreibstil. Die Autorin lässt die ganze Szenerie absolut plastisch werden, drückt sich toll aus und erschafft eine Welt, die vorstellbar und Menschen die realistisch sind.
Fazit: Für mich ist es nach wie vor nicht DIE Dystopie, die man gelesen haben muss, aber dennoch eine durchaus solide Geschichte, bei der ich mich auf den nächsten Band freue. 

 

[Rezension] Khaled Hosseini - Traumsammler

Klappentext:
Endlich ist der Autor der internationalen Bestseller »Drachenläufer« und »Tausend strahlende Sonnen« wieder da. Millionen Leser haben auf seinen neuen Roman gewartet: In »Traumsammler« erzählt Khaled Hosseini die bewegende Geschichte zweier Geschwister aus einem kleinen afghanischen Dorf. Pari ist drei Jahre alt, ihr Bruder Abdullah zehn, als der Vater sie auf einem Fußmarsch quer durch die Wüste nach Kabul bringt. Doch am Ende der Reise wartet nicht das Paradies, sondern die herzzerreißende Trennung der beiden Geschwister, die ihr Leben für immer verändern wird.Ein großer Roman, der uns einmal um die ganze Welt führt und in seiner emotionalen Intensität und Erzählkunst neue Maßstäbe setzt. Fesselnder, reicher, persönlicher als je zuvor.

Verlag: Fischer | Preis: 19,99€ | Seiten: 448 | Genre: Schicksal | Spielt in: Afghanistan | Originaltitel: And the mountains echoed | Erscheinungsdatum: September 2013 | ISBN: 978-3100329103

Erster Satz:
"Ihr wollt eine Geschichte hören?"




Worum geht es:
Abdullah liebt seine kleine Schwester Pari über alles, dieses kleine Mädchen das ihre Mutter nie kennenlernen konnte und das nichts mehr auf der Welt liebt als ihren Bruder und sich so für Federn begeistern kann, die Abdullah ihr immer wieder besorgt.
Doch Abdullahs und Paris Vater ist arm, sehr arm, und so geht er mit dem Bruder seiner neuen Frau einen Handel ein: Eben dieser Schwager ist Diener im Hause reicher, weltoffener Afghanen in Kabul und weiß um den größten Wunsch seiner Herrin: Ein eigenes Kind. Ein Mädchen.
Für Pari ist das die Chance auf ein Leben in Wohlstand und Bildung, doch für die Geschwister bedeutet dies das Ende ihrer so innigen Beziehung.
Das Leben aller Beteiligten geht weiter, muss weiter gehen, und so erzählt Khaled Hosseini jedes Schicksal der Involvierten, ihre täglichen Dramen und die Schicksale die sie erleiden müssen, ehe sich Jahre später das Blatt zu wenden scheint. 

 Meine Meinung:
Seit Monaten habe ich mich schon auf dieses Buch gefreut und konnte es kaum noch abwarten. Beinahe wollte ich mir schon die englische Ausgabe kaufen, aber obwohl mein Englisch nach dem Auslandsaufenthalt natürlich sehr gut ist, habe ich befürchtet Kleinigkeiten seines wundervollen Ausdrucks zu verpassen und habe so brav auf den deutschen Erscheinungstermin gewartet. 
Als es dann endlich bei mir ankam, musste ich es sofort lesen, denn seine beiden bisherigen Bücher haben mich schlicht weg einfach vom Hocker gerissen. Ich liebe es, wie Khaled Hosseini ein Afghanistan zeichnet, dass so wunderschön und so real und eben teilweise auch sehr schrecklich zur gleichen Zeit ist. Man hat beim Lesen das Gefühl, das "wahre" Afghanistan kennen zu lernen.
Doch in diesem Buch ist dies leider nicht wirklich der Fall. Große Teile der Geschichte spielen nicht in Afghanistan, tangieren es nicht einmal, sondern handeln in Amerika, Frankreich oder Griechenland. Natürlich auch schön, aber nicht das was ich erwartet habe. 
Es wird die Geschichte jedes Einzelnen erzählt, der im Leben von Abdullah und Pari eine mehr oder minder wichtige Rolle spielte - eine gute Idee an sich, aber mir persönlich hat dieses Konzept leider überhaupt nicht zugesagt. Mich interessiert es ganz einfach nicht, wie der Arzt seine Kindheit in Griechenland verbringt, oder wie Paris Ziehmutter in Frankreich immer mehr "abstürzt". Klar, es trägt zur Handlung bei, ermüdet aber auch, bis sich am Ende des Buches dann erst alle Fäden irgendwann wieder zu einer Kordel zusammen spinnen. 
Mir ging es dabei leider  viel zu wenig um Abdullah und Pari an sich. 
Dennoch ist die Geschichte, wie man es von Khaled Hosseini gewöhnt ist, traumhaft schön und reißt einen mit, ob man nun will oder nicht. Das liegt an seinem wundervollen Schreibstil und an der Kraft der Worte, die er benutzt. 
Alles in allem ist es bestimmt nicht sein stärkstes Buch, aber ein sehr sehr lesenswertes allemal.



Freitag, 27. September 2013

[Rezension] Max Bentow - Die Totentänzerin

Klappentext:
Sie sind in enger Umarmung vereint. Doch der Totentanz hat längst begonnen ...
Ein Mann und eine Frau, entkleidet und in einer engen Umarmung vereint, die Körper mit einer Schnur aneinander gefesselt. Das Bett, auf dem sie liegen, ist blutdurchtränkt, davor auf bizarre Weise drapiert die Nachtwäsche der beiden Opfer. Dieser schaurige Anblick bietet sich Nils Trojan und seinem Team, als sie in der Wohnung eintreffen, in der sich das grauenhafte Verbrechen ereignet hat. Welcher kranke Geist hat hier gewütet? Wie weit geht Hass, dass er einen Menschen zu einer solchen Tat verführt? Trojan ist schockiert, als ausgerechnet Theresa Landsberg, die Frau seines Chefs, in den Kreis der Verdächtigen gerät. Er will nicht an ihre Schuld glauben, und doch weiß er, dass er jede Spur verfolgen muss. Denn soeben wurde ein weiteres Liebespaar tot aufgefunden ...

Verlag: Page & Turner | Seiten: 380 | Preis: 14,99€ | Genre: Thriller | Spielt in: Deutschland, Berlin | Erscheinungsdatum: September 2013 | ISBN: 978-3442204052

Erster Satz:
" 'Wir müssen leise sein', sagte sie zu ihm."

  

Worum geht es:
In Berlin treibt ein neuer Mörder sein Unwesen. Sein Vorgehen ist unheimlich grausam: Er überfällt des Nachts ahnungslose Paare in ihren Wohnungen, in ihren Betten, schlägt den Männern den Hinterkopf ein, und bindet die Leichen dann an ihre noch lebenden Partnerinnen. Doch auch diese sind dem Tode geweiht: Der Täter schlitzt ihnen die Pulsadern auf, so dass sie langsam und qualvoll unter ihren toten Partnern verbluten.
Die Kripo um Nils Trojan tappt im Dunklen, bis die Beweise alle in eine Richtung zeigen, nämlich auf die Ehefrau eines seiner Kollegen. Alles spricht gegen die geistig etwas labile Theresa, doch die kann sich an die Tatnächte nicht erinnern...

Meine Meinung:
Sehnsüchtigs habe ich auf den neuen Fall von Nils Trojan gewartet und hatte das Buch bereits einige Tage nach dem Erscheinen verschlungen. Max Bentows Schreibstil nimmt einen einfach gefangen, und die Prisenhaft verstreute Spannung macht es einem unmöglich, das Buch einfach so wieder aus der Hand zu legen. Viel zu viele Fährten gibt es, denen man als Leser nachgehen möchte und oft genug lockt Max Bentow einen auf die falsche Spur. Ich hab bestimmt 3 oder 4 mal während des Lesens meinen vermeintlichen Täter verworfen und stand wieder bei Null.
Allerdings fand ich im Vergleich zu den vorherigen beiden Bänden die Geschichte nicht gaaaanz so mega spannend. Die anderen beiden Fälle, also "Der Federmann" und "Die Puppenmacherin" waren irgendwie einzigartiger, vielleicht auch grausamer und haben dadurch einen enorm großen Reiz auf mich ausgeübt. Dieser Fall hier war dagegen eher weniger "aufregend", viel eher war es spannend zu sehen, wie und warum Theresa handelt wie sie handelt. 
Besonders gut aber gefällt mir an den Nils- Trojan-Bücher, dass wir hier eben keinen völlig kaputten Ermittler haben, der sich nur noch Dank Whiskey und Zigaretten am Leben erhält und mehr Geliebte als verhaftete Mörder hatte (obwohl es so einen Typen - hallo Klischee - natürlich auch in diesem Buch gibt.)
Alles in allem also wieder ein toller Thriller, der mich nur in meiner Meinung bestätigt, dass Max Bentow definitiv zu den talentiertesten Thrillerautoren Deutschlands gehört und mich jeeeetzt schon gespannt auf den vierten Band warten lässt :)



Mittwoch, 11. September 2013

[Rezension] Sophie Kinsella als Madeleine Wickham - Cocktails für drei

Klappentext:
Drei junge Frauen arbeiten bei einem Londoner Magazin und treffen sich einmal im Monat, um bei ein paar Cocktails die letzten Neuigkeiten auszutauschen: Da ist die glamouröse, selbstbewusste Roxanne, die stets hofft, dass ihr heimlicher Liebhaber eines Tages seine Frau verlässt und sie heiratet. Die patente Maggie, die bisher noch alles im Leben perfekt gemeistert hat, bis ihre Mutterrolle sie zu überfordern droht. Und Candice – gutmütig und grundanständig. Zumindest glaubte sie das, bis eine alte Bekannte auftaucht, der Candice helfen möchte. Doch damit gerät ihr Leben komplett aus den Fugen. Aber zum Glück sind ja noch Roxanne und Maggie da ...

Verlag: Goldmann | Seiten: 352 | Preis: 8,99€ | Genre: Frauen | Spielt in: Großbritannien, London | Originaltitel: Cocktails for three | Erscheinungsdatum: August 2013 | ISBN: 978-3442476855

Erster Satz:
"Candice Brewin stieß die schwere Glastür der Manhattan Bar auf und spürte, wie sie von der vertrauten Woge aus Wärme, Lärm, Licht und Gläserklirren umfangen wurde." 


 
Worum geht es:
Candice, Maggie und Roxanne verbindet nicht nur eine jahrelange tiefe Freundschaft, sondern auch eine seit Jahren gepflegte Tradition: Immer am Anfang jeden Monats treffen sich die drei jungen Frauen in einer Bar, der Manhattan Bar, im Herzen Londons um mal wieder das zu tun was Frauen eben manchmal am liebsten tun: Quatschen, tratschen und leckere Cocktaisl trinken. Eben einfach mal die Seele baumeln zu lassen. 
Doch beim letzten treffen stört etwas, bzw. jemand, diese Tradition: Heather. Sie und Candice waren auf der gleichen Schule, ehe Heathers Familie wegen Candice' Vater in den finanziellen Ruin gestürzt wurde. Um ein bisschen wieder Gutmachung zu leisten, besorgt Candice ihr kurzerhand einen Job und eine Wohnung und ignoriert dabei völlig die Warnungen ihrer beiden Freundinnen.
Doch auch bei Maggie und Roxanne läuft nicht alles nach Plan. Maggie ist mit dem leben als frischgebackene Mutter heillos überfordert, während Roxanne auf die Liebe ihres Lebens wartet; Einen verheirateten Familienvater. 

Meine Meinung:
Das die Bücher die die Autorin unter "Sophie Kinsella" veröffentlicht ander sind als die die die Autorin unter "Madeleine Wickham" veröffentlicht, wusste ich - und dennoch hat es mich überrascht, wie unterschiedlich die Werke von ein und der selbern Autorin sein können. Bisher habe ich schon einige Sophie Kinsella - Bücher gelesen und war absolut begeistert von ihrem spritzigen Schreibstil, dem Humor der mich wirklich zum Lachen gebracht hat, und dem tollen Ausdruck. 
Ihr Schreibstil ist natürlich nach wie vor toll, auch in diesem neuen Buch von ihr, aber die beiden anderen Punkte fehlen völlig. Es ist kein lustiges Buch, kein ChickLit im klassischen Sinne und auch kein Buch das durchzogen ist von einem Witz und flotten Sprüchlein nach dem nächsten. Und dennoch ist es gut. Man muss eben einfach als Leser wissen, dass einen ein anderes Leseerlebnis mit Madeleine Wickham erwartet. 
Die Geschichte an sich ist auch wirklich gut gelungen: 3 Frauen die eine jahrelange Freundschaft verbindet, obwohl sie eigentlich nicht anders sein könnten und alle ihre ganz eigenen Probleme und Sorgen haben. Da sie sich nun auch noch regelmäßig zum Cocktail treffen, ist der Vergleich mit Sex and the city auch nicht wirklich weit hergeholt. Man kann sogar bestimmte Übereinstimmungen zwischen Charlotte, Samantha und Co und den drei Londoner Mädels finden. Trotzdem ist es KEIN Sex and the city Abklatsch. Es ist einfach eine Geschichte aus dem Leben, mit Parallelen zu anderen Stories.
Was mir besonders gut gefallen hat, ist dass alle Charaktere wirklich authentisch sind. Sie sind überfordert mit ihrem neugeborenen Baby, sie laufen blindlings in falsche Freunschaften udn verlieben sich in die falschen Männer.
Was mich persönlich aber sehr gestört hat, war das wirklich ÜBERMAß an Tränen in diesem Buch. Man konnte fast schon keine zwei Seiten lesen, ohne dass nicht mindestens eine der Protagonistinnen "in Tränen ausgebrach", "heimlich die Tränen wegwischte", "die Tränen unterdrückte" oder "Tränen in den Augen hatte". Es wurde am laufenden Band geheult in dem Buch - mal nachvollziehbar, mal nicht, aber definitiv zu viel.