Klappentext:
Der Zweck heiligt die Mittel, oder? Den einen Menschen loszuwerden, der
die Verantwortung für dieses ganze verfluchte System trägt, scheint mir
ein ziemlich kleiner Preis dafür zu sein, eine Revolution in Gang zu
setzen. Auf der Flucht vor der Republik schließen sich June und Day
den Patrioten an, um Days Bruder zu retten und in die Kolonien zu
entkommen.Doch die Patrioten fordern eine Gegenleistung: June und
Day sollen Anden, den neuen Elektor, töten. Eine Tat, die all dem
Unrecht und der brutalen Unterdrückung ein Ende bereiten könnte .Als June jedoch begreift, dass der neue Elektor ganz anders ist als sein Vorgänger, beginnt sie zu zweifeln:Was, wenn Anden einen neuen Anfang darstellt? Was, wenn politische Veränderung nicht unbedingt Tod, Vergeltung und Gewalt bedeuten muss? Was, wenn die Patrioten falsch liegen?
Verlag: Loewe | Preis: 17,95€ | Seiten: 442 | Genre: Dystopie, Jugendbuch | Spielt in: USA | Originaltitel: Patriots | Erscheinungstermin: September 2013 | ISBN: 978-3785573952
Erster Satz:
"Neben mir schreckt Day aus dem Schlaf hoch."
Worum geht es:
Day und June sind auf der Flucht. Auf der Flucht vor den Schergen der Republik, die nur eines wollen: Endlich Day schnappen, um zu verhindern dass das Volk bemerkt, dass nicht Day sondern sein Bruder John hingerichtet wurde. Doch die beiden entwischen ihren Häschern und schaffen es unentdeckt zu den Patrioten zu gelangen. Mit wenig Hoffnung auf Hilfe erreichen sie die "geheimen Räume" der Patrioten, doch ihnen ist eine ganz besondere Aufgabe zugedacht worden. Day und June sollen helfen, die Regierung zu stürzen und den Elektor zu beseitigen. Die beiden trennen sich, in Erwartung ihres Planes - doch dann ändert sich die Situation schlagartig...
Meine Meinung:
Den ersten Teil der Dystopie mochte ich ja prinzipiell ganz gerne, auch wenn ich nie auf diesen riesigen "Fanhype - Zug" aufgesprungen bin. Die positiven Kritiken haben sich damals ja überschlagen, doch ich als großer Anhänger von Dystopien, habe in dem ersten Band nichts weiter als eine durchschnittlich gute Dystopie, mit Standarthandlung und Standartcharakteren sehen können. Um ganz ehrlich zu sein, das ändert sich auch jetzt nicht in Band 2. Die Geschichte wirkt weiterhin wie aus "Grundbausteinen einer Dystopie" zusammengesetzt, mit dem gutaussehenden Rebell, der kämpferischen ehemaligen Republikanhängerin, dem System dass nicht so gut ist, wie es scheint, und den Menschen den man scheinbar trauen kann, sich aber doch als die Falschen erweisen. Alles schon hundert mal da gewesen, alles nichts neues. Und dennoch konnte mich der zweite Teil bei weitem mehr begeistern als Band 1. Denn endlich werden die Charaktere greifbarer, realistischer und bewegen sich nicht mehr in ihrer rosa Zuckerwatte- Welt in der sich die Schöne und das Biest verlieben, trotz aller Widrigkeiten.
Es wird viel plastischer, denn beide fangen an ihre Gedanken und Gefühle in Frage zu stellen - so wie es jeder normale Mensch machen würde, reflektieren die Situation in der sie sich befinden viel mehr, und begehen endlich auch Fehler, die sich nicht durch einen romantischen Kuss im Trümmerfeld ungeschehen machen lassen.
Was mich aber vor allen Überzeugen konnte, da die Story an sich wie gesagt eher schwach ist, ist der tolle Schreibstil. Die Autorin lässt die ganze Szenerie absolut plastisch werden, drückt sich toll aus und erschafft eine Welt, die vorstellbar und Menschen die realistisch sind.
Fazit: Für mich ist es nach wie vor nicht DIE Dystopie, die man gelesen haben muss, aber dennoch eine durchaus solide Geschichte, bei der ich mich auf den nächsten Band freue.

Ich werd die Reihe bestimmt noch lesen, wenn sie komplett ist. Finde die Thematik trotzdem recht interessant.
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