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Mittwoch, 14. November 2012

[Rezension] Sebastian Fitzek & Michael Tsokos - Abgeschnitten

Klappentext:
Wann haben Sie das letze Mal eine Leiche geöffnet? Noch nie?

Verlag: Droemer | Seiten: 400 | Format: Hardcover | Preis: 19,99€ | Genre: Thriller | spielt in: Deutschland (Helgoland) | ISBN: 978-3426199268
Ihr könnt das Buch zum Beispiel *hier* bei Amazon kaufen. 

Erster Satz: 
"'Wo steckst du denn?'"



Worum geht es:

Paul Hertzfeld, Rechtsmediziner, findet sich plötzlich in einem wahrem Albtraum wieder. Bis eben war sein größtes Problem noch die viel zu früh stattfindende Konferenz in der Pathologie, da entdeckt er im Kopf einer Leiche einen Zettel. Die darauf geschriebene Nummer leitet ihn an eine Mailbox weiter, die von seiner Tochter besprochen wurde: "Papa, hilf mir!". Schnell wird klar, dass sich seine erst 17 jährige Tochter in den Fängen brutaler und grausamer Entführer befindet, die mit Paul Hertzfeld ein perfides Spiel spielen. Er muss den Hinweisen folgen, die der Entführer in bald auftauchenden Leichen versteckt hat. Doch diese Leichen werden auf Helgoland entdeckt, weit entfernt, von einer Unbekannten, Linda. Und Helgoland ist wegen eines Sturms von der Außenwelt abgeschnitten.. 


Meine Meinung:

Ich bin ja ein riesiger Fitzek- Fan, und habe bisher alle seine Bücher gelesen und regelrecht verschlungen. Von daher war ich mir von Anfang an sehr sicher, dass mich auch dieses neuste Buch nicht enttäuschen wird. Und wie zu erwarten war, traf dies auch nicht zu. Ganz im Gegenteil: Schnell war ich, wie man das von seinen Büchern gewohnt ist, absolut in der Geschichte gefangen und durch nichts mehr abzulenken. Aufhören oder das Lesen zu unterbrechen kam nur in Notfällen in Frage, und hat mich fast schon zermürbt. Ich wollte, nein ich musste, wissen was passiert, wie es weitergeht. 

Wer schon das eine oder andere Buch von ihm gelesen hat, weiß ja auch dass es grundsätzlich anders kommt, als man das denkt. Deshalb habe ich von Anfang an so gut wie jede handelnde Person verdächtigt, der Täter zu sein, habe versucht den "geheimen" Hinweis auf den Täter zu finden, und so ziemlich jede Handlung hinterfragt. Leider ohne viel Erfolg, denn zum Ende hin hat er mich doch wieder gekriegt, und ich war mehr als überrascht. Jedoch muss ich auch sagen, dass mir das Ende nicht ganz so gut gefallen hat, und die Aufklärung dann doch etwas konstruiert wirkte.

Was mir zudem noch aufgefallen ist, was mich jedoch nicht störte, waren die Parallelen, die man zu vorherigen Büchern, insbesondere zu "Der Seelenbrecher" finden konnte. Zeitweise fühlte ich mich recht stark an die eine oder andere Handlung erinnert. Im Endeffekt hat das ganze aber nicht viel miteinander zu tun, und ist eine eigene, eigenständige Geschichte. 

Ich könnte jetzt noch genauer auf die Charaktere Linda und Paul eingehen, auf den Plot und auf die Spannung. Aber im Prinzip lässt sich das auch einfach so formulieren: Man muss es selbst erleben, um zu wissen wie fantastisch dieses Buch ist!



Donnerstag, 26. April 2012

[Rezension] Sebastian Fitzek - Der Augenjäger

Klappentext:
Dr. Suker ist einer der besten Augenchirurgen der Welt. Und Psychopath. Tagsüber führt er die kompliziertesten Operationen am menschlichen Auge durch. Nachts widmet er sich besonderen Patientinnen: Frauen, denen er im wahrsten Sinne des Wortes die Augen öffnet. Denn bevor er sie vergewaltigt, entfernt er ihnen sorgfältig die Augenlider. Bisher haben alle Opfer kurz danach Selbstmord begangen. Aus Mangel an Zeugen und Beweisen bittet die Polizei Alina Gregoriev um Mithilfe. Die blinde Physiotherapeutin, die seit dem Fall des Augensammlers als Medium gilt, soll Hinweise auf Sukers nächste „Patientin“ geben. Zögernd lässt sich Alina darauf ein - und wird von dieser Sekunde an in einen Strudel aus Wahn und Gewalt gerissen ... 

Verlag: Droemer | Seiten: 432 | Preis: 19,99€  | Format: Hardcover | Genre: Thriller | ISBN: 978-3426198810
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Ich werde wohl ein bisschen spoilern über den ersten Band. Also wer das noch nicht gelesen hat, sollte die Rezension hier nicht lesen. 

Worum geht es: 
Zorbachs Frau ist tot, und sein Sohn ist in den Fängen der Bestie: Dem Augenjäger. Doch Dank Alinas Fähigkeiten konnte die Polizei den vermutlichen Aufenthaltsort von Julian, Zorbachs Sohn, ermitteln. Doch als sie dort ankommen, sind es bereits 7 Minuten über dem Ultimatum, und mit dem Ablauf dessen, bekommt das Opfer keine Luft mehr.
Zur gleichen Zeit wird Alina gebeten, aus Zarin Suker, dem Psychopathen der seinen Opfern erst die Augenlider abschneidet und die dann vergewaltigt, sein Geheimnis zu locken. Denn sein letztes Opfer und einzige Zeugin ist nun geistesgestört und so droht die Gefahr, dass Zuker aus dem Gefängnis entkommt. Doch was Alina bei der Berührung sieht, reicht nicht aus um ihn zu schnappen, und so beginnt sie auf eigene Faust zu ermitteln.

Meine Meinung:
Im Prinzip brauch auf einem Buch nur "Autor: Sebastian Fitzek" drauf stehen, und ich kann mir fast sicher sein, dass es mir gefällt. Umso erstaunlicher eigentlich, wie lange es gedauert hat, ehe ich es nun doch erst gelesen habe. Aber verunsichert von etlichen nicht so guten Rezensionen, wollte ich erst einmal ein wenig Abstand zwischen die Kritik und mich und das Buch bringen, um ihm dann eine faire Chance zu geben.

Und ich wurde nicht enttäuscht. Ich kann die schlechten Rezensionen nicht wirklich nachvollziehen, denn das Buch ist meiner Meinung nach das, was ich erwartet habe: Ein sehr gelungener Fitzek. Wie immer schafft der Autor es ein perfides Netz zu spinnen, in dem jeder verdächtig und unschuldig zu gleich scheint. Er schafft eine so abstruse Grundstimmung, die es mir einfach unmöglich gemacht hat, es länger als einen halben Tag aus der Hand zu legen, und selbst wenn ich nur 7 Minuten Zeit hatte zum Lesen, hab ich sie genutzt.

Die Spannung steigert sich konsequent, bis es kaum noch auszuhalten ist, und man endlich wissen will wer hier nun eigentlich wem was warum angetan hat oder noch antun will. Die Handlungen der Charaktere empfinde ich allerdings dann doch teilweise als etwas realitätsfern. Insbesondere Nicola reagiert für mich nicht so, wie man es in ihrer Situation erwarten würde, und auch einige Dialoge ergeben für mich im Bezug auf die folgende oder vorangegangene Handlung nicht so viel Sinn.

Ich bin gespannt ob es einen dritten Teil der Serie geben wird. Mir würde es reichen, wenn es hier nun trotz des offenen Endes bei bleiben würde.




Donnerstag, 29. März 2012

[Rezension] Petra van Laak - 1 Frau, 4 Kinder, 0 Euro (fast)

Klappentext:
 Würden Sie einen Telefonjob im Drücker-Milieu annehmen, um Ihre vier Kinder durchzubringen? Fänden Sie es lustig, im Garten zu zelten, um den Kleinen Urlaub vorzugaukeln? Was wäre wichtiger: Ihr Cello oder Winterjacken für die Kinder? - Eben noch Managergattin mit Villa am See - und im nächsten Moment bricht für Petra van Laak die Existenz zusammen. Nach Firmeninsolvenz und Trennung von ihrem Mann muss sie sich mit vier kleinen Kindern alleine durchschlagen. Mit Schlagfertigkeit und einem großen Sinn für Komik meistert Petra van Laak abenteuerliche Jobangebote, die hürdenreiche Wohnungssuche und absurde Begegnungen in Behörden. 

Verlag: Droemer | Seiten: 272 | Format: Broschiert | Preis: 14,99€ | ISBN: 978-3426226193
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Worum geht es:
Eigentlich hatte Frau van Laak immer ein schönes Leben: Nach dem Studium kam das erste Kind, dann das nächste, und plötzlich waren 4 Kinder, und Petra van Laak raus aus dem Arbeitsleben und nun Hausfrau und Mutter. Aller kein Problem, immerhin verdiente ihr Mann das Geld und ermöglichte ein Sorgenfreien Leben. Doch als die Insolvenz nicht mehr aufzuhalten ist, und auch die Ehe zerrüttet, beschließt Petra van Laak mit ihren 4 Kindern auszuziehen. Weil sie aber zu stolz ist Arbeitslosengeld zu beantragen, und nur vom Unterhalt und Kindergeld lebt, wird es zunehmen schwieriger sich durchzuschlagen. Deshalb nimmt die unmöglichsten Jobs an, rennt von Vorstellungsgespräch zu Vorstellungsgespräch und erträgt Situationen die sie sich nie hätte vorstellen können.

Meine Meinung:
Viele werden über dieses Buch sagen, es wäre Jammern auf hohem Niveau. Immerhin könnte sie ja Unterstützung vom Staat bekommen, und bekommt schließlich Unterhalt und Kindergeld- da haben es die Kinder in Afrika viel schlimmer. Aber ich glaube, wer so über das Buch urteilt, hat es vielleicht einfach nicht verstanden. Ich denke nicht, dass es Frau van Laak darum geht, Mitleid zu schinden. Sie hätte vieles einfacher haben können; Wollte sie aber nicht. Sie wollte sich und ihren Kindern ein Leben schaffen, in dem es ihnen gut geht, und dafür muss man nun einmal was tun. 

Petra van Laak ist mir auch wirklich sehr sympathisch in diesem Buch geworden. Sie ist keine plötzlich verlassene Millionärsgattin, die in Selbstmitleid versinkt, sondern eine Macherin. Und ganz besonders die Kinder, vor allem die kleine Millie, sind so liebevoll beschrieben. Am Ende von jedem Kapitel ist ein Zitat der Kinder, die unglaublich niedlich, berührend oder traurig sind, aber immer eines: authentisch. 

Übrigens, und damit verrate ich nicht zu viel, denn dies steht im Autorenportrait des Buches, schafft Petra van Laak es sich aus der Misere heraus zu arbeiten, und wurde vom Land Brandenburg später zur Unternehmerin des Jahres gekürt. 

Manches Mal zieht sich die Handlung natürlich, ist weniger spannend oder wiederholt sich im Kern. Andere Szenen aber fand ich so schräg, dass sie fast schon lustig waren. Klar, nicht für die Autorin, aber für mich als Leser schon :)