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Sonntag, 18. November 2012

[Rezension] David Safier - MUH!

Klappentext:
Eine tierisch komische Geschichte «Kuh sera, sera. Was sein soll, soll sein, soll sein. Die Zukunft, die kennt kein Schwein ...» Dieses Lied singt die ostfriesische Kuh Lolle, deren Traum vom glücklichen Leben wie eine Blase auf der heißen Milch zerplatzt: Nicht nur, dass ihr geliebter Stier Champion sie mit einer anderen betrügt, nein, der Bauer auf ihrem Hof beschließt auch noch, alle Kühe schlachten zu lassen. Die Rettung kommt in Gestalt eines charmanten italienischen Katers. Er verrät Lolle, dass es ein Land auf dieser Welt gibt, in dem Kühe nicht zu Bolognese verarbeitet werden: Indien. Gemeinsam mit ihren besten Freundinnen, der harten Hilde und dem lieben Radieschen, flieht Lolle von dem Bauernhof. Begleitet werden sie dabei nicht nur von Kater Giacomo, sondern auch von Susi, ausgerechnet jener blöden Kuh, die Lolle den Stier ausgespannt hat. Und auf der Suche nach dem ganz großen Glück erlebt die kleine chaotische Herde jede Menge gefährliche Abenteuer.

Verlag: Kindler | Preis: 16,95€ | Format: Hardcover | Seiten: 336 | Genre: Humor | spielt in: Deutschland, USA, Indien | Erscheinungsdatum: Nov 2012 | ISBN: 978-3463406039
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Erster Satz: 
"'MUH' kann so vieles bedeuten."



Worum geht es: 

Der Klappentext des Buches, beschreibt eigentlich schon ziemlich genau worum es in dem Buch geht, so dass ich dem nicht mehr viel hinzuzufügen habe. Lolle und ihre beiden besten Freundinnen Hilde und Radieschen fliehen von ihrem heimatlichem Hof, gemeinsam mit Lolles (Ex-) Stier und der Kuh Susi, die quasi für diesen Zustand verantwortlich ist. Denn auf sie wartet eigentlich nur noch der Schlachter. Wie schön muss es dann in diesem Land sein, Indien, von dem Giacomo der italienische Kater so schwärmt. Für Kühe sei dies ein Paradies, und so weit kann es ja nicht entfernt sein. 3 Tage, vielleicht auch 4, aber definitiv irgendwo hinter dem Wald am Ende der Weide.


Meine Meinung:

Leider muss ich sagen, dass mir dieses Buch sehr viel weniger gefallen hat, als David Safiers erster Roman "Mieses Karma". Der Witz, intelligenter Humor, den man in seinem Debütwerk fand, sucht man hier nämlich leider vergeblich. Ich konnte während des gesamten Buches kein einziges Mal lachen, nicht einmal wirklich schmunzeln. Das höchste der Gefühle war noch ein Zucken meiner Mundwinkel, bei den bissigen Antworten von Hilde, und den Sätzen der unheimlich putzigen Radieschen. Ansonsten allerdings war es mehr eine Aneinanderreihung von flachen Witzen, und ausgelutschten Sprüchen. Das ganze wirkte auf mich mehr gezwungen als durchdacht, ganz so, als ob Herr Safier sich jeden halbwegs amüsanten Spruch von mittelmäßigen Stand-Up-Comedians aufgeschrieben hat, und an den unmöglichsten Stellen eingebaut hat.

Was mir jedoch gut gefallen hat, war die Botschaft der Geschichte. Es geht nicht nur um ein lustiges Geschichten von 5 Kühen, die die Welt erkunden, sondern es geht um die Suche nach dem Glück. Darum was es heißt, glücklich zu sein, und dass es nicht bedeutet seine Träume ohne Abstriche zu erfüllen. Viele Stellen habe ich mehrfach gelesen, weil mir die Sätze so gut gefallen haben. Klar, die könnten so teilweise auch auf Postkarten mit Steinen und Sternen im Hintergrund stehen, aber sie regen zum Nachdenken an. Sehr schön! 

Die Handlung ist okay. Man weiß ja von vornherein, dass das alles andere als real ist und so niemals passieren könnte- mal ganz davon abgesehen, dass die Kühe sprechen und denken (aber wer weiß das schon ^^ ), aber wer tatsächlich kritisiert, dass Kühe nicht aus fahrenden Zügen ins Wasser springen, oder sich in Schiffscontainer schleichen, hat das Buch wohl nicht verstanden. Man muss sich darauf einlassen können, und dann ist es auch ein ganz nettes, kurzweiliges Buch, dass mir jedoch wahrscheinlich nicht sehr lange gut im Gedächtnis bleiben wird. 

Freitag, 20. April 2012

[Rezension] David Safier - Mieses Karma

Klappentext:
Wiedergeburt gefällig? Nichts hat sich Moderatorin Kim Lange mehr gewünscht als den deutschen Fernsehpreis. Nun hält sie ihn triumphierend in den Händen. Schade eigentlich, dass sie noch am selben Abend von den Trümmern einer russischen Raumstation erschlagen wird. Im Jenseits erfährt Kim, dass sie in ihrem Leben sehr viel mieses Karma gesammelt hat. Die Rechnung folgt prompt. Kim findet sich in einem Erdloch wieder, mit sechs Beinen, Fühlern und einem wirklich dicken Po: Sie ist eine Ameise! Aber Kim hat wenig Lust, fortan Kuchenkrümel durch die Gegend zu schleppen. Außerdem kann sie nicht zulassen, dass ihr Mann sich mit einer Neuen tröstet. Was tun? Es gibt nur einen Ausweg: Gutes Karma muss her, damit es auf der Reinkarnationsleiter wieder aufwärts geht! 

Verlag: Rowolth | Preis: 8,99€ | Format: Taschenbuch | Seiten: 288 | ISBN: 978-3499244551
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Worum geht es:
Ihr Tod war gar nicht das schlimmste an diesem Tag. Auch nicht, dass ihr Kleid am Hintern gerissen ist, während hunderte Kameras auf sie gerissen ist. Das schlimmste ist das, was sie nach der Kolision mit der Raumfahrttoilette sieht: Einen Ameisenbau. Von innen. Als Ameise. Und zu allem Überfluss sitzt vor ihr eine ganz besonders dicke Ameise, Buddah, die ihr sagt, dass sie leider zu viel mieses Karma gesammelt hat. Dumm gelaufen. Doch zusammen mit Casanova, ja DEM Casanova, schmiedet sie einen Plan ab sofort gutes Karma zu sammeln.

Meine Meinung: 
Von allen Seiten wurde mir das Buch empfohlen. Ich kenne niemanden, der das Buch nicht super lustig findet, und so kam ich ja quasi gar nicht drumherum es mir auch zu kaufen. 
Gesagt getan, und inzwischen ist es auch gelesen.
Allerdings habe ich nicht Tränen gelacht, musste mich nicht beherrschen laut in der Bahn loszulachen, viel eher musste ich innerlich schmunzeln.

Ich finde das Buch ehrlich gesagt nicht wirklich lustig im klassischen Sinne, also lustig für mich (ich bin da aber auch seeehr anspruchsvoll). Mein Humor ist eher MachoMan, Mieses Karma fand ich hingegen eher niedlich als super lustig.
Trotzdem hat mir die Story ganz gut gefallen, Kim ist einfach so herrlich chaotisch und uneinsichtig.