Klappentext:
Eine tierisch komische Geschichte «Kuh sera, sera. Was sein soll, soll
sein, soll sein. Die Zukunft, die kennt kein Schwein ...» Dieses Lied
singt die ostfriesische Kuh Lolle, deren Traum vom glücklichen Leben wie
eine Blase auf der heißen Milch zerplatzt: Nicht nur, dass ihr
geliebter Stier Champion sie mit einer anderen betrügt, nein, der Bauer
auf ihrem Hof beschließt auch noch, alle Kühe schlachten zu lassen. Die
Rettung kommt in Gestalt eines charmanten italienischen Katers. Er
verrät Lolle, dass es ein Land auf dieser Welt gibt, in dem Kühe nicht
zu Bolognese verarbeitet werden: Indien. Gemeinsam mit ihren besten
Freundinnen, der harten Hilde und dem lieben Radieschen, flieht Lolle
von dem Bauernhof. Begleitet werden sie dabei nicht nur von Kater
Giacomo, sondern auch von Susi, ausgerechnet jener blöden Kuh, die Lolle
den Stier ausgespannt hat. Und auf der Suche nach dem ganz großen Glück
erlebt die kleine chaotische Herde jede Menge gefährliche Abenteuer.
Verlag: Kindler | Preis: 16,95€ | Format: Hardcover | Seiten: 336 | Genre: Humor | spielt in: Deutschland, USA, Indien | Erscheinungsdatum: Nov 2012 | ISBN: 978-3463406039
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Erster Satz:
"'MUH' kann so vieles bedeuten."
Worum geht es:
Der Klappentext des Buches, beschreibt eigentlich schon ziemlich genau worum es in dem Buch geht, so dass ich dem nicht mehr viel hinzuzufügen habe. Lolle und ihre beiden besten Freundinnen Hilde und Radieschen fliehen von ihrem heimatlichem Hof, gemeinsam mit Lolles (Ex-) Stier und der Kuh Susi, die quasi für diesen Zustand verantwortlich ist. Denn auf sie wartet eigentlich nur noch der Schlachter. Wie schön muss es dann in diesem Land sein, Indien, von dem Giacomo der italienische Kater so schwärmt. Für Kühe sei dies ein Paradies, und so weit kann es ja nicht entfernt sein. 3 Tage, vielleicht auch 4, aber definitiv irgendwo hinter dem Wald am Ende der Weide.
Meine Meinung:
Leider muss ich sagen, dass mir dieses Buch sehr viel weniger gefallen hat, als David Safiers erster Roman "Mieses Karma". Der Witz, intelligenter Humor, den man in seinem Debütwerk fand, sucht man hier nämlich leider vergeblich. Ich konnte während des gesamten Buches kein einziges Mal lachen, nicht einmal wirklich schmunzeln. Das höchste der Gefühle war noch ein Zucken meiner Mundwinkel, bei den bissigen Antworten von Hilde, und den Sätzen der unheimlich putzigen Radieschen. Ansonsten allerdings war es mehr eine Aneinanderreihung von flachen Witzen, und ausgelutschten Sprüchen. Das ganze wirkte auf mich mehr gezwungen als durchdacht, ganz so, als ob Herr Safier sich jeden halbwegs amüsanten Spruch von mittelmäßigen Stand-Up-Comedians aufgeschrieben hat, und an den unmöglichsten Stellen eingebaut hat.
Was mir jedoch gut gefallen hat, war die Botschaft der Geschichte. Es geht nicht nur um ein lustiges Geschichten von 5 Kühen, die die Welt erkunden, sondern es geht um die Suche nach dem Glück. Darum was es heißt, glücklich zu sein, und dass es nicht bedeutet seine Träume ohne Abstriche zu erfüllen. Viele Stellen habe ich mehrfach gelesen, weil mir die Sätze so gut gefallen haben. Klar, die könnten so teilweise auch auf Postkarten mit Steinen und Sternen im Hintergrund stehen, aber sie regen zum Nachdenken an. Sehr schön!
Die Handlung ist okay. Man weiß ja von vornherein, dass das alles andere als real ist und so niemals passieren könnte- mal ganz davon abgesehen, dass die Kühe sprechen und denken (aber wer weiß das schon ^^ ), aber wer tatsächlich kritisiert, dass Kühe nicht aus fahrenden Zügen ins Wasser springen, oder sich in Schiffscontainer schleichen, hat das Buch wohl nicht verstanden. Man muss sich darauf einlassen können, und dann ist es auch ein ganz nettes, kurzweiliges Buch, dass mir jedoch wahrscheinlich nicht sehr lange gut im Gedächtnis bleiben wird.

Ich lass mich jetzt mal nicht von deiner Rezension kirre machen, denn ich wollte das Buch eigentlich auch noch lesen *gg*
AntwortenLöschenIch hab von ihm bereits zwei Bücher gelesen, "Jesus Liebt Mich" (Ich fands G-E-N-I-A-L) und das mit Shakespeare, dessen Titel mir nicht mehr genau einfällt. Das hab ich aber glaube ich gar nicht mehr zuende gelesen, weils mir nicht gefallen hat. Deswegen hab ich mich bisher auch nicht an Mieses Karma und das mit dieser Halloweenfamilie getraut...
Mieses Karma liegt hier auch immer noch ungelesen rum und wartet darauf, endlich angefangen zu werden. Das werde ich demnächst mal in Angriff nehmen. Muh! klingt jetzt nicht so toll, danke für die Rezension.
AntwortenLöschenIch habe noch gar nichts von Safier gelesen, fand aber den Klappentext von Muh ganz amüsant. Vielleicht werde ich nichtsdestotrotz mal bei Thalia reinlesen :)
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