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Dienstag, 3. Dezember 2013

Karen Rose - Todesbräute (Bd. 2)

Klappentext:
Die Vergangenheit kehrt zurück In einer amerikanischen Kleinstadt geschieht ein kaltblütiger Mord an einer jungen Frau. Der Killer hat ihr das Gesicht zertrümmert, sie nackt in eine Decke eingewickelt und in einen Graben geworfen. An ihrem Zeh findet die Polizei einen mysteriösen Schlüssel. Agent Daniel Vartanian übernimmt die Ermittlungen und findet heraus, dass vor dreizehn Jahren ein Mädchen auf dieselbe bestialische Art getötet wurde. Ist der Mörder zurückgekehrt, oder handelt es sich um einen perfiden Nachahmungstäter? Bevor Vartanian weitere Spuren verfolgen kann, taucht Alexandra, die Zwillingsschwester des Opfers, auf. Unversehens gerät sie selbst ins Visier dieses brutalen Serienmörders...

Verlag: Knaur | Seiten: 656 | Preis: 9,99€ | Genre: Thriller | Spielt in: Dutton / Georgia, USA | Originaltitel: Scream for me | Erscheinungsdatum: Mai 2010 | ISBN: 978-3426502983

Erster Satz:
"Ein Ping. Wieder war ein Fahrstuhl angekommen."



Worum geht es:

Die Kleinstadt Dutton wird von einer grausamen Mordserie erschüttert: Jemand ermordet junge Frauen, vergewaltigt sie vor ihrem Tod und lässt sie dann, bis zur Unkenntlichkeit entstellt, in einem Graben zurück. Die Frauen haben alle eins gemeinsam, nämlich die Ähnlichkeit zum Fall "Alicia Tremaine" von vor 13 Jahren. Die damals 16 jährige wurde auf genau die gleiche Art und Weise getötet, nur sitzt ihr Mörder bereits seit über einem Jahrzehnt im Gefängnis. Die Ermittler des GBI um Daniel Vartanian stehen vor einem Rätsel. Haben sie es mit einem Nachahmungstäter zu tun, oder konnte Alicias wahrer Mörder etwa doch nicht gefasst werden? Gemeinsam mit Alex Fallon, der Zwillingsschwester der getöteten Alicia, beginnen sie zu ermitteln, und schlagen mitten in ein Wespennest...


Meine Meinung:

Dass ich den ersten Teil dieser "Trilogie" gelesen habe (wobei man ganz klar sagen kann, dass es absolut kein Problem ist, dieses Buch zu lesen auch ohne dass man Band 1 kennt), ist mit Sicherheit schon mindestens eineinhalb Jahre her. Ich hatte befürchtet, nur schwer wieder den Einstieg zu finden, aber dem war absolut nicht der Fall. Das Buch steht fast schon für sich alleine, da sämtliche Details - die ich alle vergessen hatte - aus Band 1 erläutert und wiederholt werden.
Umso rascher steckt man also mitten drin im Fall um die ermordeten Frauen, und fragt sich unaufhörlich, wer bloß der Täter sein könnte. Ich konnte das Buch teilweise gar nicht mehr aus der Hand legen, hab gelesen und gelesen und hatte diesen fetten Schinken deutlich schneller durchgelesen als ich es erwartet hätte. Das liegt aber eben einfach absolut an dem Spannungsbogen, den Karen Rose hier zeichnet. Man wird von Holzweg zu Holzweg geführt, tappt absolut im Dunkeln und ist im Endeffekt sicherlich sehr überrascht, dass der Täter der Täter ist. Hier kommen wir allerdings zu dem Punkt, für den ich dem Buch beinahe einen Stern abgezogen hätte: Das Ende ist viel zu überraschend, bzw. der Täter - zumindest für mich - absolut nicht vorhersehbar. Das ging so weit, dass ich nach Beenden des Buches erst einmal im Internet gesucht habe, wer dieser Täter ist. Generell tauchen aber definitiv viiiiiel zu viel Personen in dem Buch auf. Die Namen verschwimmen einfach irgendwann nur noch, denn nicht nur dass es eine Masse an handelnden Menschen gibt, nein, sie werden auch noch abwechselnd beim Vor- oder Nachnamen genannt. Das sorgt für absolutes Chaos beim Lesen :D
Ansonsten aber bin ich hellauf begeistert von dem Buch. Es war einer der spannendsten Thriller die ich in den letzten Monaten gelesen habe, und trotz einiger Abzüge für mich noch ein 5- Sterne Buch!


Freitag, 27. September 2013

[Rezension] Max Bentow - Die Totentänzerin

Klappentext:
Sie sind in enger Umarmung vereint. Doch der Totentanz hat längst begonnen ...
Ein Mann und eine Frau, entkleidet und in einer engen Umarmung vereint, die Körper mit einer Schnur aneinander gefesselt. Das Bett, auf dem sie liegen, ist blutdurchtränkt, davor auf bizarre Weise drapiert die Nachtwäsche der beiden Opfer. Dieser schaurige Anblick bietet sich Nils Trojan und seinem Team, als sie in der Wohnung eintreffen, in der sich das grauenhafte Verbrechen ereignet hat. Welcher kranke Geist hat hier gewütet? Wie weit geht Hass, dass er einen Menschen zu einer solchen Tat verführt? Trojan ist schockiert, als ausgerechnet Theresa Landsberg, die Frau seines Chefs, in den Kreis der Verdächtigen gerät. Er will nicht an ihre Schuld glauben, und doch weiß er, dass er jede Spur verfolgen muss. Denn soeben wurde ein weiteres Liebespaar tot aufgefunden ...

Verlag: Page & Turner | Seiten: 380 | Preis: 14,99€ | Genre: Thriller | Spielt in: Deutschland, Berlin | Erscheinungsdatum: September 2013 | ISBN: 978-3442204052

Erster Satz:
" 'Wir müssen leise sein', sagte sie zu ihm."

  

Worum geht es:
In Berlin treibt ein neuer Mörder sein Unwesen. Sein Vorgehen ist unheimlich grausam: Er überfällt des Nachts ahnungslose Paare in ihren Wohnungen, in ihren Betten, schlägt den Männern den Hinterkopf ein, und bindet die Leichen dann an ihre noch lebenden Partnerinnen. Doch auch diese sind dem Tode geweiht: Der Täter schlitzt ihnen die Pulsadern auf, so dass sie langsam und qualvoll unter ihren toten Partnern verbluten.
Die Kripo um Nils Trojan tappt im Dunklen, bis die Beweise alle in eine Richtung zeigen, nämlich auf die Ehefrau eines seiner Kollegen. Alles spricht gegen die geistig etwas labile Theresa, doch die kann sich an die Tatnächte nicht erinnern...

Meine Meinung:
Sehnsüchtigs habe ich auf den neuen Fall von Nils Trojan gewartet und hatte das Buch bereits einige Tage nach dem Erscheinen verschlungen. Max Bentows Schreibstil nimmt einen einfach gefangen, und die Prisenhaft verstreute Spannung macht es einem unmöglich, das Buch einfach so wieder aus der Hand zu legen. Viel zu viele Fährten gibt es, denen man als Leser nachgehen möchte und oft genug lockt Max Bentow einen auf die falsche Spur. Ich hab bestimmt 3 oder 4 mal während des Lesens meinen vermeintlichen Täter verworfen und stand wieder bei Null.
Allerdings fand ich im Vergleich zu den vorherigen beiden Bänden die Geschichte nicht gaaaanz so mega spannend. Die anderen beiden Fälle, also "Der Federmann" und "Die Puppenmacherin" waren irgendwie einzigartiger, vielleicht auch grausamer und haben dadurch einen enorm großen Reiz auf mich ausgeübt. Dieser Fall hier war dagegen eher weniger "aufregend", viel eher war es spannend zu sehen, wie und warum Theresa handelt wie sie handelt. 
Besonders gut aber gefällt mir an den Nils- Trojan-Bücher, dass wir hier eben keinen völlig kaputten Ermittler haben, der sich nur noch Dank Whiskey und Zigaretten am Leben erhält und mehr Geliebte als verhaftete Mörder hatte (obwohl es so einen Typen - hallo Klischee - natürlich auch in diesem Buch gibt.)
Alles in allem also wieder ein toller Thriller, der mich nur in meiner Meinung bestätigt, dass Max Bentow definitiv zu den talentiertesten Thrillerautoren Deutschlands gehört und mich jeeeetzt schon gespannt auf den vierten Band warten lässt :)



Donnerstag, 1. August 2013

[Rezension] Mark Roberts - Der Herodes Killer

Klappentext:
Eine grausige Verbrechensserie erschüttert London: Vier Schwangere wurden schon mit entleertem Bauch gefunden, eine fünfte wird vermisst. Da bekommt Inspector Rosen einen entscheidenden Hinweis. Father Flint, einst der wichtigste Okkultismuskenner im Vatikan, klärt ihn auf, dass der unbekannte Täter ein Vorbild hat: Auf dieselbe Weise mordete ein berüchtigter Satanist aus dem 13. Jahrhundert. Ein Mörder von heute, ein Mörder im Mittelalter: Was verbindet ihre Taten? Und dann erfährt Inspektor Rosen den Grund, warum Father Flint in ein einsames englisches Kloster verbannt wurde…

Verlag: rororo | Seiten: 384 | Preis: 9,99€ | Genre: (Psycho-) Thriller | Spielt in: Großbritannien, London | Erscheinungsdatum: August 2013 | Originaltitel: The Sixth Soul | ISBN: 978-3499259722

Erster Satz:
"Im Traum hielt Julia Caton ihr Neugeborenes in den Armen und war von der tiefsten Liebe erfüllt, die sie je erlebt hatte."

  

Worum geht es:
Eine Mordserie erschüttert London: Ein unbekannter, der Herodes-Killer, hat es auf schwangere Frauen abgesehen. 5 Frauen hat er bereits entführt, tötet sie ohne den Fötus zu verletzen und entnimmt diesen, ehe er die Frauen  - mit einer mit Steinen gefüllten Gebärmutter - irgendwo in London ablegt und wartet bis sie gefunden werden. 
Doch das Polizeiteam um David Rosen tappt im Dunkeln. Bisher konnte kein Täter gefunden werden, und sämtliche Gutachter schließen satanische oder okkulte Motive aus. Dann jedoch erreicht Rosen ein Anruf: Father Flint, ehemaliger Berater im Vatikan in Fragen zum Okkultismus, berichtet von einem Fall aus dem 13. Jahrhundert, bei dem ein Mann auf die gleiche Weise mordete, und ist sich sicher dass es auch jetzt noch ein sechstes Opfer geben wird. 


Meine Meinung:
Was für eine gruselige Vorstellung, dass Schwangere nicht mehr alleine unterwegs sein können, ohne Gefahr zu laufen entführt und getötet zu werden. Da läuft es einem kalt den Rücken runter! Und so komisch es klingt, gerade deshalb hat mich das Buch angesprochen. Der Klappentext klingt schon super spannend, und ich bin ja generell ein großer Freund von Thrillern dieser Art und Grausamkeit.
Es geht dann auch wirklich sehr rasant los, und die Spannung lässt nicht auf sich warten. Schon wenige Seiten nach dem Anfang steckt man mitten in der Geschichte und folgt der atemlosen Suche nach dem Herodes-Killer. 
Die Spannungselemente sind hervorragend gesetzt und mir gefällt vor allem auch dieses tröpfchenhafte Offenbaren von immer mehr gruseligen Details und Wendungen.
Also eigentlich klingt es ja alles in allem nach einem Must-Have-Thriller.
Nunja, mehr oder weniger. Denn genau so spannend wie das Buch ist, ist es auch vorhersehbar. Schon nach wenigen Seiten hat man eine Ahnung wer in die Mordserie involviert ist, und wer es noch sein wird, kann sich vorstellen warum der Täter so handelt und wartet eigentlich nur noch auf die Bestätigung, dass man mit seinen Annahmen recht hatte. Das stört mich immer sehr bei Thrillern, denn ich will überrascht werden. Wurde ich nicht, alles was ich mir zusammengereimt hatte, traf auch so ein. 
Deshalb gibt es von mir nur 4 Sterne, aber dennoch eine Empfehlung für alle die spannende und gänsehautverursachende Thriller mögen.





Mittwoch, 14. November 2012

[Rezension] Sebastian Fitzek & Michael Tsokos - Abgeschnitten

Klappentext:
Wann haben Sie das letze Mal eine Leiche geöffnet? Noch nie?

Verlag: Droemer | Seiten: 400 | Format: Hardcover | Preis: 19,99€ | Genre: Thriller | spielt in: Deutschland (Helgoland) | ISBN: 978-3426199268
Ihr könnt das Buch zum Beispiel *hier* bei Amazon kaufen. 

Erster Satz: 
"'Wo steckst du denn?'"



Worum geht es:

Paul Hertzfeld, Rechtsmediziner, findet sich plötzlich in einem wahrem Albtraum wieder. Bis eben war sein größtes Problem noch die viel zu früh stattfindende Konferenz in der Pathologie, da entdeckt er im Kopf einer Leiche einen Zettel. Die darauf geschriebene Nummer leitet ihn an eine Mailbox weiter, die von seiner Tochter besprochen wurde: "Papa, hilf mir!". Schnell wird klar, dass sich seine erst 17 jährige Tochter in den Fängen brutaler und grausamer Entführer befindet, die mit Paul Hertzfeld ein perfides Spiel spielen. Er muss den Hinweisen folgen, die der Entführer in bald auftauchenden Leichen versteckt hat. Doch diese Leichen werden auf Helgoland entdeckt, weit entfernt, von einer Unbekannten, Linda. Und Helgoland ist wegen eines Sturms von der Außenwelt abgeschnitten.. 


Meine Meinung:

Ich bin ja ein riesiger Fitzek- Fan, und habe bisher alle seine Bücher gelesen und regelrecht verschlungen. Von daher war ich mir von Anfang an sehr sicher, dass mich auch dieses neuste Buch nicht enttäuschen wird. Und wie zu erwarten war, traf dies auch nicht zu. Ganz im Gegenteil: Schnell war ich, wie man das von seinen Büchern gewohnt ist, absolut in der Geschichte gefangen und durch nichts mehr abzulenken. Aufhören oder das Lesen zu unterbrechen kam nur in Notfällen in Frage, und hat mich fast schon zermürbt. Ich wollte, nein ich musste, wissen was passiert, wie es weitergeht. 

Wer schon das eine oder andere Buch von ihm gelesen hat, weiß ja auch dass es grundsätzlich anders kommt, als man das denkt. Deshalb habe ich von Anfang an so gut wie jede handelnde Person verdächtigt, der Täter zu sein, habe versucht den "geheimen" Hinweis auf den Täter zu finden, und so ziemlich jede Handlung hinterfragt. Leider ohne viel Erfolg, denn zum Ende hin hat er mich doch wieder gekriegt, und ich war mehr als überrascht. Jedoch muss ich auch sagen, dass mir das Ende nicht ganz so gut gefallen hat, und die Aufklärung dann doch etwas konstruiert wirkte.

Was mir zudem noch aufgefallen ist, was mich jedoch nicht störte, waren die Parallelen, die man zu vorherigen Büchern, insbesondere zu "Der Seelenbrecher" finden konnte. Zeitweise fühlte ich mich recht stark an die eine oder andere Handlung erinnert. Im Endeffekt hat das ganze aber nicht viel miteinander zu tun, und ist eine eigene, eigenständige Geschichte. 

Ich könnte jetzt noch genauer auf die Charaktere Linda und Paul eingehen, auf den Plot und auf die Spannung. Aber im Prinzip lässt sich das auch einfach so formulieren: Man muss es selbst erleben, um zu wissen wie fantastisch dieses Buch ist!



Mittwoch, 5. September 2012

[Rezension] Steve Mosby - Der 50 / 50 Killer

Klappentext:
John Mercer, ein altgedienter Detective, gerät in die Fallstricke eines perfi den Serienkillers. Der 50/50-Killer hat es auf junge Paare abgesehen. Eiskalt quält und manipuliert er sie eine Nacht lang, um die Liebe zwischen ihnen zu zerstören. Nur wer den anderen verrät, sieht den Morgen noch heraufdämmern. Als die Polizei eines Nachts einen verstörten jungen Mann aufgreift, der Folterspuren aufweist, ist Detective Mercer klar, dass der Killer neue Opfer gefunden hat. Durch seine Flucht hat der Mann seine Freundin dem Tod geweiht. Detective Mercer läuft die Zeit davon, spätestens bei Tagesanbruch wird der Killer sie umbringen. Kann die Polizei das Versteck des Wahnsinnigen aufspüren, der sein Gesicht mit einer Teufelsmaske verhüllt?

Verlag: Weltbild, sonst Knaur | Preis: 8,95€ | Format: Taschenbuch | Seiten: 496 | Genre: Psychothriller | ISBN: 978-3426638255 
Ihr könnt das Buch z.B. *hier* bei Amazon kaufen


Worum geht es:

Gerade einmal ein paar Jahre ist es her, als der 50/50 Killer John Mercer und sein Team in Angst und Schrecken versetzt, und mit dem tragischen Tod eines Kollegen endet. Doch kaum hat Mercer diesen Schock überwunden, schlägt der Täter erneut zu. Seine Opfer sind Paare, deren Liebe er auf die Probe stellt: "Liebst du deinen Partner so sehr, dass du für ihn sterben wirst, um ihn von der Folter zu befreien?" Nur ein Partner darf die Entscheidung über Leben und Tod treffen. Am Tatort hinterlässt der Täter offenbar rituelle Symbole, doch irgendwas ist anders an diesem Fall...


Meine Meinung:

Das Thema ist wahnsinnig genial! Wie groß ist deine Liebe wirklich, und stimmt es, wenn du deiner Freundin sagst "Ich liebe dich mehr als mein Leben!" ? Die Frage ist super interessant und ein Buch mit dieser Story kann eigentlich einfach nur gut werden. Da müssten schon grobe Spannungsprobleme bestehen, damit es mir nicht gefallen würde. 
Gott sei Dank gab es die nicht, denn bis auf ein doch eher langatmiges Ende, ist das Buch durchgehend spannend geschrieben. Besonders trägt dazu der Wechsel der Protagonisten und Antagonisten während der Kapitel bei. Denn die Handlung wird sowohl aus Sicht des Polizeineulings Mark, aus beiden Opfersichten und aus der anderer Personen geschildert, die somit ein Netz aus Verwirrung und Gefühlen spinnen, dass einen nur schwer wieder loslässt.

Was mir ganz besonders gut gefällt, und das ist nun einmal auch eine Sache die ich sehr oft bei Büchern beanstande, ist die Zeichnung der Personen. Bis auf  Mercer, der mir doch eher unangenehm erscheint, sind es durchweg vielschichtige, interessante Charaktere, die dem Buch erst das geben, zu dem es geworden ist. Die Personen legen mit ihren Gedanken und Aussagen Färten, die man noch nicht mal als solche erkennt, und führen einen auf den Holzweg.

Lediglich diese "Traumkapitel" finde ich mehr als überflüssig. Dadurch macht es sich der Autor ziemlich einfach, indem er die Menschen einfach irgendetwas träumen lässt, was die Situation erklärt. Mich hat das teilweise gestört, manchmal so sehr, dass ich am liebsten diese Kapitel übersprungen hätte. Und da das Ende auch definitiv spannender häte gestaltet werden können, gibt es von mir nur 4 von 5 Sternen. 



Dienstag, 14. August 2012

[Rezension] Linda Castillo - Die Zahlen der Toten

Klappentext:
Die verstümmelte Leiche der jungen Frau liegt auf einem schneebedeckten Feld. Ihr Mörder hat sie regelrecht abgeschlachtet und ihr eine römische Zahl in den Bauch geritzt. Fassungslos steht Kate Burkholder, die neue Polizeichefin im verschlafenen Painters Mill, Ohio, vor der grausig anmutenden Szenerie. Kann es wahr sein? Ist der, den sie damals den Schlächter nannten, und der vor 16 Jahren mehrere junge Frauen auf bestialische Weise tötete, wieder zurück?
Für Kate steht jetzt alles auf dem Spiel: Sie muss den Mörder so schnell wie möglich finden. Doch dann muss sie auch ein Geheimnis preisgeben, das sie ihre Familie und ihren Job kosten könnte.

Verlag: Fischer | Format: Taschenbuch | Seiten: 432 | Preis: 8,95€ | Genre: Thriller | ISBN: 978-3596184408
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Worum geht es:
Kate, die erste Polizeichefin im beschaulichen Painters Mill und ehemalige Amische, wird in ihrem ersten richtigen Mordfall direkt in ein Verbrechen katapultiert, dass selbst hartgesottene Polizeibeamte nicht kalt lässt. Auf einem Acker, auf dem Hof eines Amischen, wird die Leiche einer jungen Frau gefunden. Ihr wurde die Kehle aufgeschlitzt, man ließ sie ausbluten und ihr wurden die die Zahlen XXIII in den Bauch geritzt. Doch diese Morde sind nicht neu für die kleine Gemeinde. Vor 16 Jahren tötete ein Verbrecher in eben dieser Art Frauen in der Gegend, nur waren die Zahlen damals noch unter 10. 

Meine Meinung: 
Ich kann nicht genau sagen, woran es ganz genau lag, aber so wirklich warm geworden bin ich mit diesem Thriller nicht. Dabei hatte ich mich sehr auf das Buch gefreut, schon allein deshalb weil mich die Religion und das Leben der Amischen sehr interessiert und fasziniert. Doch obwohl auch das Thema der Morde wirklich spannend und gut gewählt war, konnte mich das Buch nicht fesseln. Wenn ich einen Thriller lese, will ich beim Weglegen des Buches das Gefühl haben, dass ich eigentlich sofort weiterlesen MUSS, aber dieses Verlangen blieb beim Lesen aus. Ich kam nicht vorran beim Lesen.
Ich denke, dass das vor allem am Schreibstil lag, der meiner Meinung nach eher stockend und teilweise einfach schlecht war. Jedoch liegt das definitiv an der Übersetzung, denn manches Mal habe ich mich wirklich gefragt, was da falsch läuft. Nicht nur Schreibfehler, sondern gravierende grammatikalische Fehler zieren das Buch. Eine weitere eher störende Angelegenheit war auch das ständige Andeuten in der ersten Hälfte des Buches der Geschehnisse der Vergangenheit "...doch Kate wusste wie es damals war;.. dann erinnerte sich Kate an.. ; Kate dachte an die grausame Sache vor 16 Jahren." Ich hatte auch schon nach zweilmaliger Erwähnung verstanden, dass damals etwas schlimmes geschah- das muss man mir nicht über 200 Seiten fortwährend unter die Nase reiben ehe man es dann endlich aufklärt.

Die Charaktere waren wirklich nett ausgearbeitet, konnten mich aber nicht für sich gewinnen. Kate ist mir so unglaublich unsympathisch, und vor allem die Beziehung zu John Tomasetti ist für mich in keinster Weise nachvollziehbar, noch seine plötzliche Wandlung vom saufenden Wrack zum toll ermittelnden Helden. Seit dem ersten Zusammentreffen der beiden weiß man, wie das ganze ausgehen wird, und leider war die Handlung dann auch genauso platt, wie angenommen.



Mittwoch, 27. Juni 2012

[Rezension] Cody McFadyen - Ausgelöscht

Klappentext:
Ich hatte einmal ein Leben. Doch ich erinnere mich nicht mehr daran. Ich hatte eine Familie. Doch ich kenne sie nicht mehr. Ich hatte viele Erinnerungen. Doch jemand war in meinem Gehirn. Er hat alles ausgelöscht.
Und ich wünschte, er hätte mich nicht am Leben gelassen.

Verlag: Bastei Lübbe | Seiten: 480 | Format: Taschenbuch | Preis: 9,99€ | Genre: Thriller | ISBN: 978-3404165810
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Worum geht es:
Die Trauung ist noch keine halbe Stunde vorbei, als ein Wagen reifenquietschend vor der Kirche hält und eine kahlgeschorene Frau auf das Pflaster wirft. Schnell klärt sich, dass es sich bei der völlig apathischen Frau um Heather Hollister handelt, die vor mehr als 7 Jahren entführt und seitdem in völliger Dunkelheit in einem Verlies gehalten wurden. Doch auch ihre "Nachfolgerin", die neue Ehefrau ihres Mannes Dana Hollister bleibt nicht unbehelligt. Nur trifft es sie noch schlimmer, denn während Dana zumindest ihr Ich blieb, wurde Dana lobotomiert und vegetiert als lebendige Hülle vor sich hin. 

Meine Meinung:
Ich habe bisher alle Bände der Smoky Barret - Reihe gelesen und war restlos begeistert. Und auch dieser, bisher letzte, Roman konnte mich wieder packen und dem Autor nur erneut bescheinigen, ein wahrer Meister seines Faches zu sein. Dennoch empfinde ich diesen 4. Band als schwächer als seine Vorgänger. 
Die Geschichte ist mal wieder sehr gut aus- und durchdacht und lässt einen gar nicht mehr mit dem Lesen aufhören. Die Spannung was als nächstes passieren wird ist quasi greifbar und der Wunsch endlich zu erfahren wer da warum so handelt wird von Seite zu Seite größer. 

Besonders die Thematik des Buches ist suuuper spannend wie grausam. Klar, Morde und oft auch Folter sind meistens Teil von Thrillern dieser Art, aber das die Opfer hier vom Täter lobotomiert werden, ist noch mal eine Spur irrer. Mich hat es richtig gegruselt bei der Vorstellung, was da eigentlich geschieht.

Was mich allerdings so ein bisschen gestört hat bei dem Buch, ohne jetzt zu viel spoilern zu wollen, ist die Person Smoky an sich. Es ist eine wahnsinnig starke Frau, toll gezeichnet und unbedingt notwendig für die Reihe, aber so langsam wird es mir eine Spur zu unglaubwürdig, dass sie immer und immer wieder in die Fälle involviert wird. Wie realistisch ist es denn, dass jeder Serientäter es auch immer auf die Teamleiterin des Ermittlungscorps abgesehen hat? Und auch die Nebenhandlung, die ich ebenfalls wegen Spoielergefahr, nicht näher benennen will, hat mich irgendwie genervt.

Alles in allem war es aber wieder ein hochspannender Thriller, der mich absolut fesseln konnte und wegen der Thematik der Lobotomie, die an Grausamkeit kaum noch zu übertreffen ist, richtig Gänsehaut verursacht. 


Donnerstag, 26. April 2012

[Rezension] Sebastian Fitzek - Der Augenjäger

Klappentext:
Dr. Suker ist einer der besten Augenchirurgen der Welt. Und Psychopath. Tagsüber führt er die kompliziertesten Operationen am menschlichen Auge durch. Nachts widmet er sich besonderen Patientinnen: Frauen, denen er im wahrsten Sinne des Wortes die Augen öffnet. Denn bevor er sie vergewaltigt, entfernt er ihnen sorgfältig die Augenlider. Bisher haben alle Opfer kurz danach Selbstmord begangen. Aus Mangel an Zeugen und Beweisen bittet die Polizei Alina Gregoriev um Mithilfe. Die blinde Physiotherapeutin, die seit dem Fall des Augensammlers als Medium gilt, soll Hinweise auf Sukers nächste „Patientin“ geben. Zögernd lässt sich Alina darauf ein - und wird von dieser Sekunde an in einen Strudel aus Wahn und Gewalt gerissen ... 

Verlag: Droemer | Seiten: 432 | Preis: 19,99€  | Format: Hardcover | Genre: Thriller | ISBN: 978-3426198810
Ihr könnt das Buch zum Beispiel *hier* bei Amazon kaufen.



Ich werde wohl ein bisschen spoilern über den ersten Band. Also wer das noch nicht gelesen hat, sollte die Rezension hier nicht lesen. 

Worum geht es: 
Zorbachs Frau ist tot, und sein Sohn ist in den Fängen der Bestie: Dem Augenjäger. Doch Dank Alinas Fähigkeiten konnte die Polizei den vermutlichen Aufenthaltsort von Julian, Zorbachs Sohn, ermitteln. Doch als sie dort ankommen, sind es bereits 7 Minuten über dem Ultimatum, und mit dem Ablauf dessen, bekommt das Opfer keine Luft mehr.
Zur gleichen Zeit wird Alina gebeten, aus Zarin Suker, dem Psychopathen der seinen Opfern erst die Augenlider abschneidet und die dann vergewaltigt, sein Geheimnis zu locken. Denn sein letztes Opfer und einzige Zeugin ist nun geistesgestört und so droht die Gefahr, dass Zuker aus dem Gefängnis entkommt. Doch was Alina bei der Berührung sieht, reicht nicht aus um ihn zu schnappen, und so beginnt sie auf eigene Faust zu ermitteln.

Meine Meinung:
Im Prinzip brauch auf einem Buch nur "Autor: Sebastian Fitzek" drauf stehen, und ich kann mir fast sicher sein, dass es mir gefällt. Umso erstaunlicher eigentlich, wie lange es gedauert hat, ehe ich es nun doch erst gelesen habe. Aber verunsichert von etlichen nicht so guten Rezensionen, wollte ich erst einmal ein wenig Abstand zwischen die Kritik und mich und das Buch bringen, um ihm dann eine faire Chance zu geben.

Und ich wurde nicht enttäuscht. Ich kann die schlechten Rezensionen nicht wirklich nachvollziehen, denn das Buch ist meiner Meinung nach das, was ich erwartet habe: Ein sehr gelungener Fitzek. Wie immer schafft der Autor es ein perfides Netz zu spinnen, in dem jeder verdächtig und unschuldig zu gleich scheint. Er schafft eine so abstruse Grundstimmung, die es mir einfach unmöglich gemacht hat, es länger als einen halben Tag aus der Hand zu legen, und selbst wenn ich nur 7 Minuten Zeit hatte zum Lesen, hab ich sie genutzt.

Die Spannung steigert sich konsequent, bis es kaum noch auszuhalten ist, und man endlich wissen will wer hier nun eigentlich wem was warum angetan hat oder noch antun will. Die Handlungen der Charaktere empfinde ich allerdings dann doch teilweise als etwas realitätsfern. Insbesondere Nicola reagiert für mich nicht so, wie man es in ihrer Situation erwarten würde, und auch einige Dialoge ergeben für mich im Bezug auf die folgende oder vorangegangene Handlung nicht so viel Sinn.

Ich bin gespannt ob es einen dritten Teil der Serie geben wird. Mir würde es reichen, wenn es hier nun trotz des offenen Endes bei bleiben würde.