Dienstag, 14. August 2012

[Rezension] Linda Castillo - Die Zahlen der Toten

Klappentext:
Die verstümmelte Leiche der jungen Frau liegt auf einem schneebedeckten Feld. Ihr Mörder hat sie regelrecht abgeschlachtet und ihr eine römische Zahl in den Bauch geritzt. Fassungslos steht Kate Burkholder, die neue Polizeichefin im verschlafenen Painters Mill, Ohio, vor der grausig anmutenden Szenerie. Kann es wahr sein? Ist der, den sie damals den Schlächter nannten, und der vor 16 Jahren mehrere junge Frauen auf bestialische Weise tötete, wieder zurück?
Für Kate steht jetzt alles auf dem Spiel: Sie muss den Mörder so schnell wie möglich finden. Doch dann muss sie auch ein Geheimnis preisgeben, das sie ihre Familie und ihren Job kosten könnte.

Verlag: Fischer | Format: Taschenbuch | Seiten: 432 | Preis: 8,95€ | Genre: Thriller | ISBN: 978-3596184408
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Worum geht es:
Kate, die erste Polizeichefin im beschaulichen Painters Mill und ehemalige Amische, wird in ihrem ersten richtigen Mordfall direkt in ein Verbrechen katapultiert, dass selbst hartgesottene Polizeibeamte nicht kalt lässt. Auf einem Acker, auf dem Hof eines Amischen, wird die Leiche einer jungen Frau gefunden. Ihr wurde die Kehle aufgeschlitzt, man ließ sie ausbluten und ihr wurden die die Zahlen XXIII in den Bauch geritzt. Doch diese Morde sind nicht neu für die kleine Gemeinde. Vor 16 Jahren tötete ein Verbrecher in eben dieser Art Frauen in der Gegend, nur waren die Zahlen damals noch unter 10. 

Meine Meinung: 
Ich kann nicht genau sagen, woran es ganz genau lag, aber so wirklich warm geworden bin ich mit diesem Thriller nicht. Dabei hatte ich mich sehr auf das Buch gefreut, schon allein deshalb weil mich die Religion und das Leben der Amischen sehr interessiert und fasziniert. Doch obwohl auch das Thema der Morde wirklich spannend und gut gewählt war, konnte mich das Buch nicht fesseln. Wenn ich einen Thriller lese, will ich beim Weglegen des Buches das Gefühl haben, dass ich eigentlich sofort weiterlesen MUSS, aber dieses Verlangen blieb beim Lesen aus. Ich kam nicht vorran beim Lesen.
Ich denke, dass das vor allem am Schreibstil lag, der meiner Meinung nach eher stockend und teilweise einfach schlecht war. Jedoch liegt das definitiv an der Übersetzung, denn manches Mal habe ich mich wirklich gefragt, was da falsch läuft. Nicht nur Schreibfehler, sondern gravierende grammatikalische Fehler zieren das Buch. Eine weitere eher störende Angelegenheit war auch das ständige Andeuten in der ersten Hälfte des Buches der Geschehnisse der Vergangenheit "...doch Kate wusste wie es damals war;.. dann erinnerte sich Kate an.. ; Kate dachte an die grausame Sache vor 16 Jahren." Ich hatte auch schon nach zweilmaliger Erwähnung verstanden, dass damals etwas schlimmes geschah- das muss man mir nicht über 200 Seiten fortwährend unter die Nase reiben ehe man es dann endlich aufklärt.

Die Charaktere waren wirklich nett ausgearbeitet, konnten mich aber nicht für sich gewinnen. Kate ist mir so unglaublich unsympathisch, und vor allem die Beziehung zu John Tomasetti ist für mich in keinster Weise nachvollziehbar, noch seine plötzliche Wandlung vom saufenden Wrack zum toll ermittelnden Helden. Seit dem ersten Zusammentreffen der beiden weiß man, wie das ganze ausgehen wird, und leider war die Handlung dann auch genauso platt, wie angenommen.



3 Kommentare:

  1. Okay, eigentlich hatte ich das auf der Wunschliste stehen... Mal sehen, ob ich es mir trotzdem mal zulege.

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  2. Ich habe dir einen Award verliehen:

    http://kleineisa06.blogspot.de/2012/08/mein-3ter-award.html

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  3. Klingt ja nicht so berauschend. Ich habe noch ein anderes von ihr hier liegen, bin mal gespannt.

    Liebe Grüße

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