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Samstag, 18. Februar 2012

[Rezension] Kai Meyer - Die Merle-Trilogie, Das gläserne Wort, Bd. 3

[Wenn ihr die ersten beiden Teile noch nicht gelesen habt, es aber vorhabt, solltet ihr diese Rezi wegen Spoieleralarm besser nicht lesen :) ]

Kurzbeschreibung:
Auf der Rückreise ins belagerte Venedig versuchen Merle und ihre Begleiter in die Festung des Eisernen Auges, dem Machtzentrum der Ägypter, vorzudringen. Doch die Festung liegt unter einem dicken Eispanzer begraben. Als Merle schließlich doch hinein gelangt, kommt es zu einem dramatischen Kampf. Entscheiden kann ihn nur das Gläserne Wort, das Merle schließlich von der Sphinx Lalapeja erfährt, die außerdem behauptet, ihre Mutter zu sein ... 

Das Buch ist im Carlsen Verlag erschienen, hat 288 Seiten und kostet als Taschenbuch 7,95€
Ihr könnt es zum Beispiel *hier* bei Amazon kaufen

 

Worum geht es:
Merle, die fließende Königin und Vermithrax konnten endlich der Hölle entfliehen. Doch anstatt von Sicherheit erwartet sie der nächste riesige Schrecken: Dort wo sie sind, wo eigentlich die ägyptische Wüste sein sollte, ist nichts als Schnee und Eis. Ganz Ägypten liegt unter der weißen Decke. Doch mit Hilfe von dem verhassten Seth gelingt es ihnen, in das Eiserne Auge zu gelangen, wo der Sohn der Mutter hingebracht werden sollte und wo sich wohl auch Serafin aufhält. 

Meine Meinung:
Dieser Teil hat mir doch wieder besser gefallen als der zweite, konnte aber trotzdem nicht an den ersten heran reichen. Es ist sehr spannungsvoll, aber leider zieht sich die Handlung an manchen Stellen doch seeehr in die Länge - trotz der wenigen Seiten. Da wird über Seiten hinweg beschrieben, wo sie langlaufen, ohne das etwas passiert, oder es passiert genau das gleiche wie schon zu vor. Ansonsten ist es aber ein gelungener Schluss für diese schöne Geschichte. Einzig das Ende ist nicht so wie ich es mir gewünscht hätte :/

Donnerstag, 16. Februar 2012

[Rezension] Kai Meyer - Die Merle- Trilogie, Das steinerne Licht, Bd. 2

[Wer den ersten Teil noch nicht gelesen hat es aber vorhat, sollte diese Rezension eher nicht lesen- Spoileralarm ;) ]

Klappentext:
Merle und die Fließende Königin suchen den mächtigen Lord Licht auf, von dem sie sich Hilfe bei der Befreiung Venedigs erhoffen. In seinem Reich begegnen sie Merles verloren geglaubter Freundin Junipa. Doch Merle bemerkt, dass der Lord Junipa manipuliert hat und gegen sie aufhetzen will. In der Zwischenzeit hat sich die Lage in Venedig weiter zugespitzt und es regt sich immer stärkerer Protest gegen die Belagerer. Aber kann man der Anführerin des Widerstands, der uralten Sphinx Lalapeja, wirklich trauen? 

Das Buch ist 2012 im Carlsen Verlag erschienen, hat 352 Seiten und kostet 7,95€ als Taschenbuch.
Das Buch könnt ihr z.B. *hier* bei Amazon kaufen



Worum geht es:
Nachdem Merle mit der fließenden Königin im Bauch und auf dem Rücken des steinernen Löwen Vermithrax dem Belagerungring um Venedig entkommen konnte, geht es geradewegs dorthin, wo eigentlich kein Mensch sein sollte: Zu Lord Licht, dem Herren der Hölle. Bisher hat nur Prof. Burbridge diesen Ort je betreten, und das was er berichtete ist für Merle nicht gerade ermutigend. Allerdings ist der Höllenfürst auch der einzige der Venedig im Kampf gegen die Ägypter helfen kann, und so begeben sich die 3 tief ins Erdinnere, wo sich all das zu bestätigen scheint: Furchteinflößende Kreaturen, beängstigende Mythen und Personen denen man besser nicht begegnen sollte.
Serafin kämpft währenddessen in Venedig an der Seite seines Erzfeindes Dario in der Widerstandsgruppe gegen die Belagerer- während die ganze Stadt nach und nach von den Mumien bevölkert wird.

Meine Meinung:
Der 2. Teil hat mir leider nicht ganz so gut gefallen wie der erste. War dieser noch sehr mystisch und durchaus auch irgendwie glaubhaft, geht der zweite Band doch schon sehr arg in die phantastische Schiene. Wesen die man sich nicht vorstellen kann und möchte, Mumienkrieger, und Lebewesen die für mich nicht vereinbar waren mit dem Bild das ich mir im ersten Band von Merles Venedig gemacht habe. Auch gestört, und das dann sogar sehr, haben mich die Größen. Alles war irgendwie riesig, gigantisch, unvorstellbar hoch und groß und und und. Es gab einfach in keinem "Teil" des Buches etwas das nicht so absonderlich monströs war, dass die Protagonisten sich die Hälse verrenken mussten. Das hat es für mich irgendwie schwer greifbar gemacht und so gewollt wirken lassen.

Nachdem ich jetzt aber fertig gemeckert hab, muss ich trotzdem sagen, dass das Buch klasse ist. Es konnte mich wieder fesseln: Ich hab es innerhalb von 24h ausgelesen, und auch ohne den Cliffhanger am Ende hätte ich den dritten Teil um jeden Preis lesen wollen. Dazu bei trägt auf jeden Fall die Zeichnung der Figuren. Es gibt keine flachen Charaktere, alle von Vermithrax bis Junipa haben einen so geschliffenen Charakter- toll. Natürlich sind einem nicht alle sympathisch, aber keiner derer die unsympathisch waren hätte fehlen dürfen.