Donnerstag, 16. Februar 2012

[Rezension] Kai Meyer - Die Merle- Trilogie, Das steinerne Licht, Bd. 2

[Wer den ersten Teil noch nicht gelesen hat es aber vorhat, sollte diese Rezension eher nicht lesen- Spoileralarm ;) ]

Klappentext:
Merle und die Fließende Königin suchen den mächtigen Lord Licht auf, von dem sie sich Hilfe bei der Befreiung Venedigs erhoffen. In seinem Reich begegnen sie Merles verloren geglaubter Freundin Junipa. Doch Merle bemerkt, dass der Lord Junipa manipuliert hat und gegen sie aufhetzen will. In der Zwischenzeit hat sich die Lage in Venedig weiter zugespitzt und es regt sich immer stärkerer Protest gegen die Belagerer. Aber kann man der Anführerin des Widerstands, der uralten Sphinx Lalapeja, wirklich trauen? 

Das Buch ist 2012 im Carlsen Verlag erschienen, hat 352 Seiten und kostet 7,95€ als Taschenbuch.
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Worum geht es:
Nachdem Merle mit der fließenden Königin im Bauch und auf dem Rücken des steinernen Löwen Vermithrax dem Belagerungring um Venedig entkommen konnte, geht es geradewegs dorthin, wo eigentlich kein Mensch sein sollte: Zu Lord Licht, dem Herren der Hölle. Bisher hat nur Prof. Burbridge diesen Ort je betreten, und das was er berichtete ist für Merle nicht gerade ermutigend. Allerdings ist der Höllenfürst auch der einzige der Venedig im Kampf gegen die Ägypter helfen kann, und so begeben sich die 3 tief ins Erdinnere, wo sich all das zu bestätigen scheint: Furchteinflößende Kreaturen, beängstigende Mythen und Personen denen man besser nicht begegnen sollte.
Serafin kämpft währenddessen in Venedig an der Seite seines Erzfeindes Dario in der Widerstandsgruppe gegen die Belagerer- während die ganze Stadt nach und nach von den Mumien bevölkert wird.

Meine Meinung:
Der 2. Teil hat mir leider nicht ganz so gut gefallen wie der erste. War dieser noch sehr mystisch und durchaus auch irgendwie glaubhaft, geht der zweite Band doch schon sehr arg in die phantastische Schiene. Wesen die man sich nicht vorstellen kann und möchte, Mumienkrieger, und Lebewesen die für mich nicht vereinbar waren mit dem Bild das ich mir im ersten Band von Merles Venedig gemacht habe. Auch gestört, und das dann sogar sehr, haben mich die Größen. Alles war irgendwie riesig, gigantisch, unvorstellbar hoch und groß und und und. Es gab einfach in keinem "Teil" des Buches etwas das nicht so absonderlich monströs war, dass die Protagonisten sich die Hälse verrenken mussten. Das hat es für mich irgendwie schwer greifbar gemacht und so gewollt wirken lassen.

Nachdem ich jetzt aber fertig gemeckert hab, muss ich trotzdem sagen, dass das Buch klasse ist. Es konnte mich wieder fesseln: Ich hab es innerhalb von 24h ausgelesen, und auch ohne den Cliffhanger am Ende hätte ich den dritten Teil um jeden Preis lesen wollen. Dazu bei trägt auf jeden Fall die Zeichnung der Figuren. Es gibt keine flachen Charaktere, alle von Vermithrax bis Junipa haben einen so geschliffenen Charakter- toll. Natürlich sind einem nicht alle sympathisch, aber keiner derer die unsympathisch waren hätte fehlen dürfen.


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