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Donnerstag, 8. Mai 2014

Brigitte Riebe - Feuer und Glas, Die Verschwörung #2

Klappentext:
Schöner, magischer und gefährlicher kann die erste Liebe nicht sein!
Konstantinopel im Jahr 1509: Milla, das Mädchen, das über die Kräfte des Feuers gebietet, und Luca, der Junge, dessen Familie zu den Wasserleuten gehört, suchen in der sagenumwobenen Stadt am Bosporus Millas Vater Leandro. Doch als sie ihn endlich finden, kann er sich an nichts erinnern. Nicht an sein früheres Leben und nicht an Milla. Milla ahnt, dass sie selbst und ihre Liebe zu Luca in höchster Gefahr sind, wenn es ihr nicht gelingt, das dunkle Geheimnis um Leandro zu lüften…

Verlag: Heyne | Seiten: 384 | Preis: 16,99€ | Format: Harcover | Genre: Fantasy, Historischer Roman, Jugendbuch | Spielt in: Konstantinopel (heutiges Istanbul) | Erscheinungsdatum: April 2014 | ISBN: 978-3453267398



Worum geht es:
Noch immer konnten Milla, Luca und Co. nicht heraus finden, wo sich Leandro Cessi - der Feuerkopf von Murano und Millas Vater - befindet, und folgen nun ihrer heißesten Spur: Von Venedig nach Konstantinopel. Der Padishah soll ihn in seinem Palast gefangen halten, um ihm das Geheimnis der gläsernen Gondel der Wahrheit zu entlocken. Schon bald gelingt es Milla und Luca mit Hilfe von einheimischen Verbündeten in die Mauern des Palastes einzudringen - doch Leandro ist nicht mehr so, wie Milla ihn in ihrer Erinnerung hatte. Und auch das verbotene Zusammenspiel von ihren Feuer- und Lucas Wasserkräften scheint immer mehr aus dem Gleichgewicht zu geraten...

Meine Meinung:
Da ich von Band 1 nicht noch wahnsinnig stark überzeugt war, war ich nun umso gespannter auf das Erscheinen des zweiten Bandes. Denn schon oft habe ich es erlebt, dass Trilogien oder Reihen relativ mühselig beginnen, sich aber zu immer spannenderen Geschichten entwickeln.
Leider war mir die Geschichte des ersten Bandes nicht mehr vollkommen präsent, immerhin sind mittlerweile ZWEI Jahre verstrichen, seit der erste Teil erschien. In meinen Augen schon einmal ein völliges No-Go. Wenn sich Autoren schon dazu entschließen eine Geschichte so zu beenden, dass man den zweiten Teil lesen muss, und ihre Geschichten generell - des großen neuen Hypes wegen - aufteilen, dann erwarte ich als Leser einfach, nicht jahrelang auf eine Fortsetzung warten zu müssen. 
Und trotz dieser vergangenen Zeit, gab es im zweiten Buch nun auch keine weiteren Rückblenden. Ich hatte den Storyverlauf nicht mehr komplett im Kopf, und musste mir dann selbst aus Rezensionen zusammenstückeln, worum es noch einmal ganz genau ging. Sehr schade.
Leider konnte mich die Geschichte aber auch sonst nicht überzeugen: Sie bleibt fortlaufend absolut flach, langweilig und ohne Spannung, plätschert also nur vor sich hin, und spätestens ab Seite 20 kann man genau sagen, wie das Buch ausgehen wird.
Der fehlende Spannungsbogen mag zum einen daran liegen, dass in der Geschichte IMMER auf jede Aktion sofort eine Reaktion folgt, die furchtbar simpel und unglaubwürdig ist. Für jedes Problem wird innerhalb weniger Seiten eine Lösung gefunden, und natürlich kommen alle Beteiligten IMMER nahezu unversehrt aus der Sache raus. Mich hat das einfach nur extrem gestört und mir jegliche Lust am Lesen genommen.
Viel schlimmer habe ich aber noch die Sprache empfunden: Der Ausdruck und die Satzkonstruktionen erinnern mehr an eine Geschichte, die für 11-jährige geschrieben wurde, als an ein richtiges Jugendbuch. Genau wie die Handlung, ist auch die Sprache und der Ausdruck absolut flach und simpel.

Für mich ist das Buch leider eine totale Enttäuschung, auf die ich gut hätte verzichten können. Ich hab mich sehr auf diese Fortsetzung gefreut, aber überzeugt hat sie mich absolut nicht. Wer allerdings ein Buch für jüngere Jugendliche sucht, die gerne mal historische Orte "bereisen" möchten, sollte dem Buch eine Chance geben. 




Montag, 27. Januar 2014

Cassandra Clare - Chroniken der Unterwelt, City of Bones #1

Klappentext:
Willkommen in New York City - der coolsten Stadt der Welt - der Stadt, die niemals schläft. Denn hier sind die Kreaturen der Nacht unterwegs: Fenn und Vampire, Engel und Dämonen. Und sie sind auf der Jagd...Gut aussehend, düster und sexy, das ist Jace. Verwirrt, verletzlich und vollkommen ahnungslos, so fühlt sich Clary, als sie in Jaces Welt hineingezogen wird, denn Jace ist kein normaler Junge. Er ist ein Dämonenjäger. Und als Clary von dunklen Kreaturen angegriffen wird, muss Clary schleunigst ein paar Antworten finden sonst wird die Geschichte ein tödliches Ende nehmen!

Verlag: Arena | Seiten: 503 | Preis: 17,99€ | Genre: Fantasy, Jugendbuch | Spielt in: USA, New York City | Originaltitel: The Mortal Instruments, City Of Ashes | Erscheinungstermin: Januar 2008 | ISBN: 978-3401061320

Erster Satz:
"'Du willst mich wohl verarschen', sagte der Türsteher und verschränkte die Arme vor seiner breiten Brust."



Worum geht es:
Clary hat keine Ahnung was in ihr steckt. Nicht die geringste. Doch als sie und ihr bester Freund Simon einen der New Yorker Nachtclubs, das Pandemonium, besuchen und Clary beobachtet, wie drei wahnsinnig schöne Jugendliche einen Dämon umbringen, ahnt sie dass irgendwas nicht stimmen kann. Aber so wirklich sicher, wer hier nun verrückt ist, ist sie sich nicht. 
Die Erkenntnis kommt schlagartig, als ihre Mutter sie völlig verzweifelt anruft, um ihr zu sagen dass sie auf gar keinen Fall nach Hause kommen darf und sich schnellstmöglich verstecken soll! Doch was tut man nach einem solchen Anruf? Man fährt nach Hause um sicher zu gehen, dass das alles nur ein schlechter Scherz und kein wirklicher Notfall gewesen ist. Dass dort jedoch bereits Dämonen auf sie warten, ahnt Clary nicht und überzeugt sie sehr schnell davon, dass ihre Erfahrungen im Pandemonium keine Sinnestäuschung gewesen sein können.
Gemeinsam mit Jace, Isabell und Alec - ihres Zeichen Schattenjäger - begibt sich Clary auf die Suche nach ihrer Mutter und stößt auf ihre eigene Vergangenheit.

Meine Meinung:
Ich habe mich ja lange lange gesträubt, das Buch zu lesen. Der Klappentext hat mich einfach so üüüüberhaupt nicht angesprochen, Urban Fantasy ist ohnehin nicht so mein bevorzugtes Genre und als ich dann auch noch den Trailer zum Film gesehen hab, war ich mir sicher dass das Buch nichts für mich sein wird. Genau deshalb habe ich ewig einen Bogen um die Geschichte gemacht, aber nachdem mir so wahnsinnig viele Leute immer und immer wieder gesagt haben, ich soll das Buch lesen und ihm endlich eine Chance geben, habe ich es dann jetzt doch endlich mal gemacht.
Und was soll ich sagen?! Wie konnte ich bloß so lange mit dem Lesen warten?! Es ist einfach grandios! Ich bin absolut begeistert und jetzt voll im Unterwelten- Fieber, hab mir Band zwei bereits bestellt und bin völlig in Geschichte und Personen verliebt. 
Das liegt zum einen natürlich an dem wunderbaren Schreibstil von Cassandra Clare. Die Seiten lesen sich einfach so weg, die Kapitel hören an sinnvollen Stellen auf, animieren aber trotdem sofort zum Weiterlesen und die Zeichnung der Charaktere ist ebenso liebevoll wie gelungen. Es gibt keine "perfekten" Personen in dem Buch, jeder hat irgendwie seine Ecken und Kanten und wird dadurch einfach plastischer. Insbesondere in Simon hab ich mich ja ein bisschen verliebt - er ist einfach genau der Typ Junge, den man sich als besten Freund wünscht. Ich bin also nicht Team Jace, auch wenn ich ihn ganz gerne mag. Deshalb war ich am Ende der Geschichte, als etwas herauskommt was man so nie gedacht hätte, auch nicht sooo geschockt, wenn auch schon sehr erstautn und bin jetzt umso gespannter, wie die Autorin dieses heikle Detail weiterspinnen wird. 
Die Szenerie hat mir ebenfalls super gut gefallen. New York ist eine großartige Kulisse für diese Vielfalt an Wesen in dem Buch. So findet jeder seinen Platz - Dämonen, Vampire, Werwölfe, Elfen, Schattenjäger etc. - aber trotzdem lassen sich Zusammenstöße nicht umgehen. Zwar kam mir diese riesige Stadt manchmal vor wie ein Dorf, vor allem wenn sich die Personen so schnell von A nach B bewegten, aber ich find dieses Zusammenspiel von alter Magie und hochmoderner Welt fantastisch.
Alles in allem ist eben einfach ein fantastisches Buch, ein toller Auftakt und für mich der Grund mich ab sofort doch vielleicht ein bisschen mehr in der Urban Fantasy umzusehen :) 



Hex Hall Trilogie - Video Rezi


 

Samstag, 30. November 2013

Scott Westerfeld - Pretty, Erkenne dein Gesicht (Bd. 2)

Klappentext:
Tally ist von einer Ugly zur Pretty geworden. Sie sieht umwerfend aus, hat einen tollen Freund und ist wahnsinnig beliebt. Aber bei allem Spaß, den Partys, dem Luxus, spürt Tally, dass irgendetwas nicht stimmt. Dann erhält sie eine Botschaft aus ihrer Vergangenheit - und plötzlich wird ihr klar, was in der Pretty-Welt fehlt. Tally beginnt, umzudenken und begibt sich damit in tödliche Gefahr. Denn wer zu viel weiß, gerät schnell ins Visier der Behörden ...

Verlag: Carlsen | Preis: 8,99€ | Seiten: 396 | Genre: Dystopie, Jugendbuch | Spielt in: Fantasywelt | Originaltitel: Pretties | Erscheinungstermin: Februar 2011 | ISBN:  978-3551310071

Erster Satz:
"Sich anzuziehen war immer der schwierigste Teil des Nachmittags."



Worum geht es:
Tally ist dort, wo sie als Kind immer sein wollte: In New Pretty Town, operiert, einfach perfekt und glücklich. Jeder Abend wird getoppt, eine Party jagt die nächste und ihr größtes Problem ist, zu entscheiden mit welchem Outfit sie dieses Mal glänzen will. Alles dreht sich nur noch darum, ihr Leben zu "prickelnd" wie möglich zu gestalten.
Doch dann wird sie auf einer dieser spektakulären Partys überrascht: Jemand aus ihrer Vergangenheit, an den sie sich bisher nicht erinnern konnte - und aus Smoky ist - taucht auf der Feier auf und übergibt ihr eine Botschaft. Eine Botschaft, die alles woran sie bisher geglaubt hat verändern wird, und ihr die unschöne Seite ihrer schöngemachten neuen Welt aufzeigt...

Meine Meinung:
Obwohl es einige Zeit her ist, seit ich den ersten Teil gelesen habe, war ich sofort wir in der Geschichte drin. Viele andere Fortsetzungen brauchen Zeit, sich wieder mit der Story vertraut zu machen, und so sind gut und gerne mal eben 100 Seiten rum ehe man so richtig wieder weiß wer mit wem warum was gemacht hat. Aber hier hat es maximal 30 Seiten gebraucht, und die Geschichte von Band 1 war mir wieder komplett präsent. 
Das liegt vermutlich einfach daran, dass der Schreibstil unglaublich angenehm ist, und ein schnelles und spannendes Lesen ermöglicht. Es zieht sich nicht, sonder Bam Bam Bam geschieht etwas, das Tally aus ihrer heilen Welt katapultiert und sie ihr Leben in New Pretty Town überdenken lässt. Ab diesem Zeitpunkt geht es unglaublich spannend weiter und so richtig lässt sich nicht absehen, welche Wendungen die Geschichte nehmen könnte bzw. überrascht einen der Autor immer wieder mit Szenen, die man so nie erwartet hätte. 
Vor allem steht in diesem Buch jetzt aber das "politische System" dieser neuen Welt im Mittelpunkt, und nicht mehr hauptsächlich Tallys Abenteuer. Das lässt sich größtenteils nachvollziehen, teilweise war es mir dann aber doch zu abgedreht.
Gegen Ende des Buches verliert die Geschichte etwas an Spannung, besonders als sie auf alte Freunde trifft. Denn ab diesem Zeitpunkt kann man sich ziemlich genau denken, wie es enden wird.
Ich gebe dem Buch daher 4 Sterne. Es hat mir definitiv wesentlich besser gefallen als der erste Band, konnte mich aber nicht 100%ig überzeugen. Genug allerdings um mir jetzt den letzten Band zu bestellen. Hoffentlich bleibt es "prickelnd" und wird kein "Pfusch", und hoffentlich strapaziert der Autor diese beiden Wörter nicht wieder so penetrant über.

Montag, 4. November 2013

Rachel Cohn & David Levithan - Dash & Lily's Book of dares

Klappentext:
“I’ve left some clues for you. If you want them, turn the page. If you don’t, put the book back on the shelf, please.”
So begins the latest whirlwind romance from the New York Times bestselling authors of Nick & Norah’s Infinite Playlist. Lily has left a red notebook full of challenges on a favorite bookstore shelf, waiting for just the right guy to come along and accept its dares. But is Dash that right guy? Or are Dash and Lily only destined to trade dares, dreams, and desires in the notebook they pass back and forth at locations across New York? Could their in-person selves possibly connect as well as their notebook versions? Or will they be a comic mismatch of disastrous proportions?

Verlag: Ember | Seiten: 272 | Preis: $8,99 (z. Z. 6,60€ bei Amazon) | Genre: Weihnachten, Jugendbuch | Spielt in: USA, New York City | Deutscher Titel: Dash & Lilys Winterwunder | Erscheinungstermin:  Oktober 2011 | ISBN: 978-0375859557

Erster Satz:
"Imagine this: You're in your favorite bookstore, scanning the shelves."



Worum geht es:
Lilys Weihnachten scheinen alles andere als schön zu werden: Ihre Eltern verbringen ihre nachträglichen Flitterwochen auf Fiji, ihr Großvater ist zu seiner Flamme in Florida gereist und ihr Bruder liegt krank, mit seinem neuen Freund im Bett. Und nicht einmal auf Geschenke kann Lily sich freuen, denn die wird es erst geben, wenn ihre Eltern zu Neujahr aus dem Urlaub zurück gekommen sind. Also wagt sie etwas, das sie ohne den letzten Stoß ihres Bruders nie getan hätte: Sie versteckt ein kleines rotes Notizbuch zwischen anderen Büchern in ihrer Lieblingsbuchhandlung, mit einer eindeutigen Aufgabe darin. Derjenige, und er möge doch bitte ein Junge im Teenageralter sein, der das Buch findet, löst das Lückenrätsel, beschreibt das Buch neu, und gibt es dem Verkäufer des Ladens. 
Dash - dessen Weihnachtsfeiertage nicht viel rosiger aussehen als die von Lily - findet das Buch tatsächlich, und so bahnt sich zwischen den beiden eine zarte, vorsichtige Freundschaft zwischen den Seiten des roten Notizbuches an.

Meine Meinung:
Weihnachtsbücher und ich sind wie für einander geschaffen, und so musste ich mir dieses Buch unbedingt kaufen, nachdem es mir als tolles Buch zur Weihnachtszeit ans Herz gelegt wurde. Der Klappentext klang auf jeden Fall vielersprechend, und so durfte das Buch vor kurzem bei mir einziehen und wurde auch prompt von mir gelesen. 
Gefallen hat es mir alles in allem wirklich gut, eine süße Geschichte, die ich mir auch toll verfilmt vorstellen könnte, die mich gut unterhalten hat. Allerdings finde ich auch, dass das Buch nicht uuuunbedingt das weihnachtlichste überhaupt ist - es hätte genauso gut zu jeder anderen Jahreszeit, oder jedem anderen Familienfest (z.B. Thanskgiving) spielen können, ohne das es der Geschichte geschadet hätte. Das ist an und für sich kein Kritikpunkt im Allgemeinen, für mich persönlich jedoch schon da ich anhand des Covers und des deutschen Titels einfach eine Weihnachtsgeschichte erwarte. 
Die Story ist wirklich zuckersüß, und ich war auf Anhieb schwer verliebt in Lily. So ein wundervoll ausgearbeiteter Charakter, so ein nettes Mädchen mit so viel bissigem Humor, dass ich wirklich seitenweise über sie lachen konnte. Die Sprache, derer sich die Autoren bedienen, ist einfach fantastisch. 
Mit Dash hingegen bin ich nicht wirklich warm geworden, aber das kann ja Gott sei Dank auch Lilys Sorge sein. 
Einen Stern möchte ich dem Buch jedoch dennoch, trotz der tollen Geschichte und Personen, abziehen. Der Grund dafür liegt im Ende. So ab 4/5 des Buches wird es doch sehr zäh, und man wartet nur noch auf ein Happy Ende, oder halt nicht. Aber doch, ich muss es leider sagen, die letzten Seiten waren leider eher langweilig.
Alles in allem ist das Buch jedoch wirklich süß, und ein schöner All-Ager für die Vorweihnachtszeit.


Mittwoch, 16. Oktober 2013

[Rezi] Ursula Poznanski - Die Verschworenen (Bd. 2)

Klappentext:
"In der Stadt unter der Stadt finden Ria und ihre Freunde Zuflucht, doch bald zeigt sich, dass auch hier ein Überleben nicht garantiert ist. Während Aureljo seine Rückkehr in die Sphären vorbereitet, sucht Ria nach Jordans Chronik und findet Fragmente, die sie nicht zur Gänze deuten kann.
Als Lichtblick erweist sich in dieser Zeit, im wahrsten Sinn des Wortes, ihre Freundschaft zu Sandor, mit dem sie immer wieder kurze Ausflüge an die Oberfläche unternimmt und dessen Zuneigung ihr täglich mehr bedeutet.Doch dann wird Sandor Clanfürst, und mit einem Schlag ist alles anders. Ria sieht sich gezwungen, entgegen ihrer ursprünglichen Absicht gemeinsam mit Aureljo in die Sphären zurückzugehen."

Verlag: Loewe | Preis: 18,95€ | Seiten: 464 | Genre: Dystopie, Jugendbuch | Spielt in: Deutschland | Erscheinungsdatum: Oktober 2013 | ISBN: 978-3785575475

Erster Satz:
"Die Kinder sind ein bebender Schatten im ersten Licht der Morgendämmerung."


Worum gehts:
Der Ort an dem Ria, Aureljo und Co jetzt leben ist dunkel. Dunkel, kalt und er befindet sich unter der Erde. Die fünf noch verbliebenen ehemaligen Eliteschüler ihrer Sphäre leben jetzt in "der Stadt unter der Stadt", versteckt vor den Augen fast aller Clanmitglieder aber vor allem auch versteckt vor den Sentineln der Sphäre, die nichts mehr wollen als endlich ihren Tod. 
Die Aufgaben und Beschäftigungen unter Tage sind rar, so dass es nicht lange dauert ehe sich die kleine Gruppe in zwei Lager spaltet: Die die die Schwarzdornen verlassen und in die Sphäre Vienna 2 ziehen wollen, um sich einzuschleichen und an Informationen über ihr Schicksal zu gelangen, und die die bei dem Clan bleiben wollen. Vor allem Ria beunruhigt der Gedanke in die Sphären zurückzukehren ungemein. Zu groß sind die Sicherheitsvorkehrungen, zu groß die Gefahr entdeckt und getötet zu werden. Doch dann stößt sie auf Teile der verschollen geglaubten Chronik Jordan's und gelangt schon bald einem Geheimnis auf die Spur, das schwerwiegender nicht sein könnte.

Meine Meinung:
Band 1 dieser Trilogie hat mich ja schon absolut begeistern können. Vielleicht war es nicht die beste Dystopie, die ich je gelesen habe, aber nachdem ich den ersten Teil damals ausgelesen hatte, habe ich sehnsüchtig auf diesen zweiten Teil gewartet - schon allein deshalb, weil bis zum Schluss des ersten Buches nichts geklärt wurde, warum die 6 Jugendlichen überhaupt getötet werden sollten. 
Diese Frage wird aber auch in diesem Buch erst zum Ende beantwortet, und die Antwort die man erhält scheint einem schlichtweg den Boden unter den Füßen wegzureißen, so ungeheuerlich und brillant ist die Idee der Autorin.
Aber bis man an diesem Punkt, bei des Rätsels Lösung, angekommen ist, wartet noch eine Geschichte auf einen, die uuuunglaublich spannend ist. Auf den erste 50 - 100 Seiten war ich mir noch nicht ganz sicher, ob mich diese Fortsetzung wird packen können, aber dann auf einmal - als hätte Ursula Poznanski einen Schalter umgelegt - wird die Story so mega mega spannend, dass man das Buch wirklich kaum noch aus der Hand legen kann. Eine Enthüllung folgt der nächsten, ein Rätsel bzw. Puzzlestein folgt dem nächsten und hat mich als Leser mehr verwirrt als mir beim Verstehen der Geschichte zu helfen, bis sich am Ende alles aufklärt. Absolut genial! Die letzten 200 Seiten habe ich am Stück, bis spät in die Nacht, zu Ende gelesen, so fesselnd und rasant wurde das ganze. Ihr merkt, ich bin wirklich noch absolut begeistert :) 
Was mir auch sehr gefällt, ist die Zeichnung der Charaktere. Zwar muss ich zugeben, dass sie nicht besonders vielseitig sind, bei allen gehen alle beschriebenen Wesenszüge immer nur in eine Richtung, aber gerade Ria und Qurin fand ich als Personen super klasse. 

Das einzig negative an dem Buch was ich finden kann ist wirklich dass es jetzt wohl noch mindestens 9- 10 Monate dauern wird, ehe die Geschichte weitergeht. Und beim jetzigen Stand hat sie absolutes Potential für eine meiner liebsten Trilogien! 


Samstag, 5. Oktober 2013

Marie Lu - Legend, Schwelender Sturm (Bd. 2)

Klappentext:
Der Zweck heiligt die Mittel, oder? Den einen Menschen loszuwerden, der die Verantwortung für dieses ganze verfluchte System trägt, scheint mir ein ziemlich kleiner Preis dafür zu sein, eine Revolution in Gang zu setzen. Auf der Flucht vor der Republik schließen sich June und Day den Patrioten an, um Days Bruder zu retten und in die Kolonien zu entkommen.Doch die Patrioten fordern eine Gegenleistung: June und Day sollen Anden, den neuen Elektor, töten. Eine Tat, die all dem Unrecht und der brutalen Unterdrückung ein Ende bereiten könnte .Als June jedoch begreift, dass der neue Elektor ganz anders ist als sein Vorgänger, beginnt sie zu zweifeln:Was, wenn Anden einen neuen Anfang darstellt? Was, wenn politische Veränderung nicht unbedingt Tod, Vergeltung und Gewalt bedeuten muss? Was, wenn die Patrioten falsch liegen?

Verlag: Loewe | Preis: 17,95€ | Seiten: 442 | Genre: Dystopie, Jugendbuch | Spielt in: USA | Originaltitel: Patriots | Erscheinungstermin: September 2013 | ISBN: 978-3785573952

Erster Satz:
"Neben mir schreckt Day aus dem Schlaf hoch."



Worum geht es:
Day und June sind auf der Flucht. Auf der Flucht vor den Schergen der Republik, die nur eines wollen: Endlich Day schnappen, um zu verhindern dass das Volk bemerkt, dass nicht Day sondern sein Bruder John hingerichtet wurde. Doch die beiden entwischen ihren Häschern und schaffen es unentdeckt zu den Patrioten zu gelangen. Mit wenig Hoffnung auf Hilfe erreichen sie die "geheimen Räume" der Patrioten, doch ihnen ist eine ganz besondere Aufgabe zugedacht worden. Day und June sollen helfen, die Regierung zu stürzen und den Elektor zu beseitigen. Die beiden trennen sich, in Erwartung ihres Planes - doch dann ändert sich die Situation schlagartig...

Meine Meinung:
Den ersten Teil der Dystopie mochte ich ja prinzipiell ganz gerne, auch wenn ich nie auf diesen riesigen "Fanhype - Zug" aufgesprungen bin. Die positiven Kritiken haben sich damals ja überschlagen, doch ich als großer Anhänger von Dystopien, habe in dem ersten Band nichts weiter als eine durchschnittlich gute Dystopie, mit Standarthandlung und Standartcharakteren sehen können. Um ganz ehrlich zu sein, das ändert sich auch jetzt nicht in Band 2. Die Geschichte wirkt weiterhin wie aus "Grundbausteinen einer Dystopie" zusammengesetzt, mit dem gutaussehenden Rebell, der kämpferischen ehemaligen Republikanhängerin, dem System dass nicht so gut ist, wie es scheint, und den Menschen den man scheinbar trauen kann, sich aber doch als die Falschen erweisen. Alles schon hundert mal da gewesen, alles nichts neues. Und dennoch konnte mich der zweite Teil bei weitem mehr begeistern als Band 1. Denn endlich werden die Charaktere greifbarer, realistischer und bewegen sich nicht mehr in ihrer rosa Zuckerwatte- Welt in der sich die Schöne und das Biest verlieben, trotz aller Widrigkeiten. 
Es wird viel plastischer, denn beide fangen an ihre Gedanken und Gefühle in Frage zu stellen - so wie es jeder normale Mensch machen würde, reflektieren die Situation in der sie sich befinden viel mehr, und begehen endlich auch Fehler, die sich nicht durch einen romantischen Kuss im Trümmerfeld ungeschehen machen lassen.
Was mich aber vor allen Überzeugen konnte, da die Story an sich wie gesagt eher schwach ist, ist der tolle Schreibstil. Die Autorin lässt die ganze Szenerie absolut plastisch werden, drückt sich toll aus und erschafft eine Welt, die vorstellbar und Menschen die realistisch sind.
Fazit: Für mich ist es nach wie vor nicht DIE Dystopie, die man gelesen haben muss, aber dennoch eine durchaus solide Geschichte, bei der ich mich auf den nächsten Band freue. 

 

Dienstag, 3. September 2013

[Rezension] Kirsty McKay - Untot, Sie sind zurück und hungrig

Klappentext:
Na toll! Eine Glatze, eine Narbe und 6 Wochen Koma. Als Bobby erwacht, ist bereits ganz Schottland zombifiziert und zur Sperrzone erklärt worden. Ausgerechnet in einem schottischen Krankenhaus festzusitzen, ist also eher ungünstig. Dass auch Alice und Pete dort untergebracht sind, ist zumindest eine gute Nachricht. Doch wo steckt Smitty? Und wieso hat Bobbys Mutter, die angeblich tot sein soll, verschlüsselte Nachrichten auf dem Handy hinterlassen? Die ungleichen Freunde müssen schnellstens hier weg. Denn die Untoten sind lernfähig und hungrig und verdammt gefährlich. Und sie sind nicht die Einzigen, die ihnen hinterher jagen …

Verlag: Chicken House | Seiten: 376 | Preis: 16,99€ | Genre: Endzeit, Jugendbuch | Spielt in: Großbritannien, Schottland | Originaltitel: Unfed | Erscheinungstermin: August 2013 | ISBN: 978-3551520531

Erster Satz:
"Wenn man fünfzehn ist und dem Tod ins aufgerissene Maul starrt, dann gibt es noch nicht so wahnsinnig viel Leben, das an einem vorbeiziehen kann."


Worum geht es:
Als Bobby in einem Militärkrankenhaus aufwacht, sieht sie nicht nur verdammt verunstaltet aus (Hallo Glatze!), sondern hat auch die letzten 6 Wochen "verschlafen". Genug Zeit für die Zombies, über ganz Schottland herzufallen, das jetzt hermetisch vom Rest Großbritanniens abgeriegelt ist. Doch man beruhigt Bobby: Hier in diesem Krankenhaus sei sie vor den Angriffen der Zombies definitiv sicher, bis jetzt gab es eine Vorfälle... Okay, bis JETZT, denn in diesem Moment - wie soll es auch anders sein - geht der Alarm los und zombifizierte Kinder(!) stürmen ihr Zimmer. Einziger Fluchtweg: Ab durch die Decke und rein in den Lüftungsschachte. Auf dem Weg durch die Rohre, entdeckt sie unter sich Alice -eine der 4 Überlebenden des Busunglücks - und gabelt auch Pete und Russ, einen Schüler der 2. Busgruppe, auf. Gemeinsam versuchen sie aus dem Krankenhaus zu fliehen, um das Zombie-verseuchte Schottland hinter sich zu lassen, doch inzwischen lungern die Halbtoten überall. Und haben tierische Verstärkung bekommen. 

Meine Meinung: 
Auf den zweiten Teil war ich ja wirklich sehr gespannt. Nachdem ich den ersten Band ja grandios fand, und ihn quasi in einem Rutsch gelesen habe, hat mich der "Zwischenban", Pausensnack, mehr als enttäuscht. Umso gespannter war ich eben, wie es der Autorin gelungen sein könnte, nun wieder anzuknüpfen. Und Gott sei Dank hat sie es geschafft mich zu begeistern. 
Die Geschichte geht eben so rasant los, wie der erste Teil geendet hat, und binnen weniger Seiten steckt man wieder mitten drin in der zombifizierten, schleimigen Welt von Bobby und Co. Und zum Glück scheint bei Bobby das Trauma der menschenfressenden Mitmenschen nicht so groß zu sein, dass ihre trockene Art mit dem schwarzen Humor verloren hätte. So halten sich über das ganze Buch hinweg Ekel durch die Zombies und Lachen über ihre trockenen Bemerkungen die Waage und machen das Buch zu einer außergewöhnlichen Zombiereihe, die zwar etliche Elemente von bekannten Reihen wie "The Walking Dead" hat, ihren eigenen Charme aber nicht verliert. 
Es ist unglaublich spannend, teilweise echt eklig (und ich weiß, dass ich mich als 14 jährige - also der Altersentsprechung gemäß - zu Tode gegruselt hätte beim Lesen und sicherlich nicht mehr nachts alleine ins Bad gegangen wäre :D), und hat die eine oder andere unerwartete Wendung. 
Dennoch geht es mir teilweise etwas zu schnell, denn auf jede Gefahr folgt -Bämbämbäm- direkt die nächste, so dass sie nie aufatmen können, was die Geschichte dann immer unrealistischer werden lässt (von den Zombies jetzt mal abgesehen ;) ).
Alles in allem aber war das Buch wirklich gelungen. Einzig mit dem Schluss kann ich nicht viel Anfangen: Das Ende ist zu offen als das man mit der Geschichte wirklich abschließen könnte, bietet meiner Meinung nach jedoch auch zu wenig Stoff für noch einen dritten Teil.


Montag, 2. September 2013

[Rezension] Lauren Oliver - Delirium (Bd. 1)

Klappentext:
They say that the cure for love will make me happy and safe forever. And I've always believed them. Until now. Now everything has changed. Now, I'd rather be infected with love for the tiniest sliver of a second than live a hundred years suffocated by a lie. There was a time when love was the most important thing in the world. People would go to the end of the earth to find it. They would tell lies for it. Even kill for it. Then, at last, they found the cure.

Verlag: Hodder and Stoughton | Seiten: 416 | Preis: £6,99 (7,90€ bei Amazon) | Genre: Dystopie, Jugendbuch | Spielt in: USA, Maine, Portland | Deutscher Titel: Delirium | Erscheinungsdatum: August 2011 | ISBN: 978-0340980934

Erster Satz:
"It has been sixty-four years since the president and the Consortium identified love as a disease, and forty-three since the scientists perfected a cure."



Worum geht es:
Lena wächst in einer Gesellschaft auf, in der die Liebe als Krankheit klassifiziert wurde, als Krankheit die für alles schlechte in der Welt verantwortlich ist, denn Liebe tötet immer, egal ob man sie hat oder nicht. Und da das Gegenteil von Liebe Hass ist, kann aus diesem "Gefühl" nur schlechtes resultieren. Deshalb wurde eine Methode entwickelt, die Menschen von dieser Last zu befreien: Im Alter von 18 Jahren unterzieht sich jeder Mensch einer OP, bei der das Gehirn so verändert wird, dass Liebe nur noch eine wage Erinnerung der Kindheit bleibt und eine taube Zufriedenheit ihren Platz einnimmt. Das Leben läuft danach geregelter ab: Man heiratet seinen zugeteilten Ehemann, bekommt Kinder - die ohne große Gefühlsduselei großgezogen werden - und erzieht sie nach dem "Book of Shhhh", das genau beschreibt wie ein ordentliches Leben geführt werden sollte. Lena würde all das sofort unterschreiben und zählt die Tage bis zu dem Tag ihrer OP - bis sie Alex trifft...

Meine Meinung:
Wow, was für eine erschreckende Vorstellung, dass es den Wissenschaftlern gelingt, unsere Gehirne so zu verändern dass Liebe "ausgelöscht" wird und uns so vor allem Schmerz der Welt bewahren kann. Eine gruselige Vorstellung, aber lange nicht so vorstellbar wie die Ideen anderer Dystopien, eigentlich sogar ziemlich unvorstellbar und unmöglich. Dennoch gefällt mir der Gedanke des Buches sehr und verspricht eine spannende Dystopie. 
Doch so wirklich fesselnd ist das Buch nicht. Ich weiß nicht, wie ich es gut erklären kann, denn die Geschichte selbst hat mir sehr gut gefallen, und sobald ich wieder weitergelesen habe, war ich mitten drin und begeistert von der Story, nur hat mir dieses Gefühl gefehlt das ich sonst so oft beim Lesen habe. Dieses Zuklappen des Buches und dann zu überlegen wann man endlich wieder Zeit findet weiterzulesen.
Dennoch war es an den wenigsten Stellen langweilig oder gar zäh. Die Stellen gab es zwar auch, vor allem zum Anfang des Buches ehe Lena auf Alex trifft, aber ab diesem Zeitpunkt nimmt die Geschichte rasant an Fahrt auf und wird und bleibt bis zum Schluss spannend. Ich bin auch sehr froh, dass ich den zweiten Teil bereits zu Hause habe, denn das Buch endet dann mit einem gigantischen Cliffhanger. 
Auch die CHaraktere haben mir sehr sehr gut gefallen. Lena ist wirklich authentisch: Ein junges Mädchen auf der Schwelle zur Frau, die noch nicht ganz gefestigt ist in ihren Ansichten und Entscheidungen und sich im Laufe des Buches zu einer sehr starken jungen Frau entwickelt. Und auch Hana gefällt mir als Nebencharakter unglaublich gut. Auf sie und auf auf Grace bin ich in den folgenden Teilen sehr gespannt. Einzig Alex konnte mich nicht ganz überzeugen. Er ist die absolute Klischeefigur einer Jugenddystopie: gutaussehend, selbstlos, mutig und natürlich ein Rebel.

Aber dieser erste Teil verspricht ein toller Auftakt für eine ganz tolle Dystopie zu werden und ich bin unheimlich gespannt, wie es im 2. Teil weitergehen wird. 


Dienstag, 23. Juli 2013

[Rezension] Robin Wasserman - Skinned (Bd. 1)

Klappentext:
Lia Kahn ist reich, schön und beliebt bis ein Unfall sie beinahe tötet. Im Krankenhaus wacht sie in einem perfekten, künstlichen Körper auf. Lia wird nie wieder Schmerz empfinden, sie wird nicht altern und nicht sterben. Doch der Preis dafür ist hoch: Ihre Freunde misstrauen ihr, ihr Freund betrügt sie und alles, was ihr wichtig war, wandelt sich in einen Albtraum. Hin- und hergerissen zwischen dem Leben, das sie einmal kannte, und einer neuen, aufregenden Existenz, lernt Lia bald die bitterste Lektion: Niemand kann ihr die Entscheidung abnehmen, die sie treffen muss, um ihre Liebsten zu schützen.

Verlag: Script 5 | Seiten: 375 | Preis: 16,90€ | Genre: Sci-Fi, Young Adult (Empfehlung: 16+) | Spielt in: USA | Erscheinungsdatum: Januar 2010 | ISBN: 978-3839001066

Erster Satz:
"Lia Kahn ist tot. Ich bin Lia Kahn."



Worum gehts:
Nach einem Autounfall ist in Lias Leben nichts mehr so wie es einmal war: Denn Lia Kahn ist tot. Ihr Körper, der menschliche, wurde bei dem Unfall so schwer verletzt, dass er nicht mehr gerettet werden konnte. Doch eine neue Technologie ermöglicht ihr ein weiterleben. All ihre Gedanken, Erinnerungen und das was den Menschen Lia Kahn ausmachte wurden aus ihrem menschlichen Gehirn "kopiert" und auf den Speicher eines künstlichen Menschen gezogen - eigentlich nicht mehr als einer mit einer Hautähnlichen Oberfläche bespannter Roboter. Doch Lia fühlt. Sie denkt. Und sie leidet. Denn nicht nur, dass sie sich selbst nicht wirklich anerkennen kann, akzeptieren auch die Menschen um sie herum sie nicht mehr und haben wenn nicht Vorurteile, dann zumindest große Angst vor ihr. Ein Spießrutenlauf beginnt für Lia - bis sie andere "Skinners" kennen lernt.

Meine Meinung:
Wow, was für eine gruselige Vorstellung die dank heutiger Technikentwicklung gar nicht mehr so abwegig erscheint. Und dennoch ist die Vorstellung das alles was einen Menschen ausmacht so leicht auf eine Maschine kopiert werden kann, erschreckend. Es ist ein Science Fiction Roman (keine Dystopie!) die unter die Kategorie Jugendbuch fällt (wenn auch die Altersempfehlung erst ab 16 Jahren ist), aber selbst für mich nicht mehr jugendliche, war dieses Buch wirklich sehr verstörend. 
Dabei ist es unheimlich spannend. Die Szenen rasen quasi nur so dahin, und man fällt beim Lesen von einer Ohnmacht in die nächste, während man mit Lia mitleidet, ihre Familie und ehemaligen Freunde für die fehlende Akzeptanz verurteilt und sich dabei aber selbst ständig fragt: "Wie hätte ich wohl auf so einen 'Ersatzmenschen' reagiert?"
Es ist aber natürlich erstmal nur der Auftakt zu der Trilogie um Lia, der sowas von Lust auf mehr macht. Man bekommt ein Gefühl dafür, dass das wirklich große Ganze noch gar nicht erfasst wurden konnte und der große Knall in ihrem Leben vermutlich erst noch kommt, denn es bahnen sich genug persönliche Probleme an, mit denen Lia klar kommen muss um zumindest einigermaßen unbehelligt weiterleben (oder weiterexistieren) zu können.
Lediglich die Zeichnung der Charaktere hat mir nicht so gut gefallen. Bis auf Lia sind alle anderen Charaktere in dem Buch sehr stereotypisch ohne viel Tiefe: Die zickige Schwester, der Exfreund, der neue gute Freund, der Rebell und die High School Zicken. Alles schon mal gesehen, und leider steckt in deren Ausarbeitung nicht wirklich viel Mühe. Man kann eigentlich schon vorhersehen, wer wie reagiert und dass gewisse Personen einfach ganz klassisch für ein Jugendbuch sind.

Alles in allem hat mich das Buch absolut gepackt und ich kann nicht abwarten den zweiten Teil zu lesen. Es ist ein wirklich ungewöhnlicher Sci-Fi Roman, sehr verstörend aber so mitreißend dass man das Buch wirklich nur schwer wieder aus der Hand legen kann.


Donnerstag, 4. Juli 2013

[Rezension] Mechthild Gläser - Nacht aus Rauch und Nebel (Bd. 2)

Klappentext:
Ich schrie nicht, während ich ins Bodenlose stürzte. Warum auch? Es gab keinen Grund, Angst zu haben. Zuerst kam die Schwärze, dann das Licht und dann die Stadt. Nacht für Nacht, wann immer ich einschlief.
Flora hat sich endlich an ihr neues Leben gewöhnt: Tagsüber geht sie zur Schule, nachts wandert sie nach Eisenheim, in das schattenhafte Spiegelbild unserer Welt, das von den Allmachtsfantasien des Eisernen Kanzlers bedroht wird.
Zwar ist es Flora gelungen, den Weißen Löwen, den Schicksalsstein Eisenheims, vor ihm zu verbergen, aber die Lüge, die sie darüber erzählen musste, hat sie und Marian, den Jungen, den sie liebt, entzweit.
Doch nun müssen sie sich gemeinsam einer neuen Gefahr stellen: Immer mehr Stadtbezirke von Eisenheim werden von einer unheimlichen Macht vernichtet und eine rätselhafte Prophezeiung deutet darauf hin, dass Flora und der verschwundene Weiße Löwe der Grund für die Zerstörung sind.

Verlag: Loewe | Seiten: 397 | Preis: 17,95€ | Genre: Fantasy, Jugendbuch | Erscheinungsdatum: Juni 2013 | Spielt in: Deutschland, Essen | ISBN: 978-3785574454

Erster Satz:
"Schwarz hing der Himmel über den Gassen von Eisenheim."


Worum gehts:

Floras und Marians Beziehung ist schwer beschädigt und quasi auf einer Nicht-Pärchen-Ebene angekommen. Die Schicksalsschläge die sie durch Eisenheim und den weißen Löwen ertragen mussten, war einfach zu viel für ihre junge Liebe. Und dennoch ist ihnen kein Abstand gegönnt, denn auch ihre Freunde, die Zwillinge, müssen beschützt werden, so dass sich die beiden zwangsläufig sehen.
Doch diese kleinere Katastrophe wird von einer viel schwerwiegenderen überschattet: Eisenheim wird vom Nichts bedroht. Dieser "Raum", in dem jegliche Materie fehlt und die vom menschlichen Geist nicht erfasst werden kann, frisst immer größere Teile von Eisenheim und reißt etliche der dort lebenden und arbeitenden Seelen mit sich in den Abgrund. 
Jedes Mal, wenn es wieder so weit ist, spürt Flora ein Ziehen in der Brust - und ahnt schon bald, dass dieses Unglück etwas mit ihr und dem versteckten weißen Löwen zu tun haben muss.

Meine Meinung:

Dieses Buch ist deutlich spannender als der erste Teil dieser zweiteiligen Reihe um Eisenheim, und gewinnt deutlich schneller an Fahrt. Auch die, für mich etwas anstrengende Romanze zwischen Marian und Flora, wird Gott sei Dank nicht mehr ganz so breit getreten. An ihre Stelle treten wesentlich bedeutendere Probleme: Eisenheim steht vor dem Aus. Und von dem Punkt an, wo es sich nicht mehr verleugnen lässt wird das Buch unglaublich spannend und abwechslungsreich. 
Mechthild Gläser hat tatsächlich eine Welt geschaffen, in die man gerne abtaucht und die gerne auch noch in weiteren Geschichten thematisiert werden kann. Allerdings mit eiiinigen Veränderungen.
Denn genau wie in Band 1 ist auch hier das Buch wieder voller Logikfehler und unaufgeklärter Rätsel, die den Lesespaß ganz bedeutend behindern. Sachen werden eingebracht wenn sie gerade wichtig erscheinen, und nie wieder besprochen. Es geschehen Dinge, die im völligen Wiederspruch zur "Realität" stehen und im gesamten beendet man das Buch nicht wirklich befriedigt.
Auch fehlen mir die Charaktere, wie Linus, im 2. Band hier sehr. Zwar tauchen sie noch als Randfiguren auf, aber eine wirkliche Rolle spielen sie nicht.

Alles in allem kann ich sagen, dass die Geschichte auf jeden Fall Potential hat, mich aber nicht endgültig überzeugen kann. Die Idee dahinter ist toll, doch die Umsetzung nicht ganz so gut gelungen.
Und auch das Ende ist leider irgendwie zu oberflächlich und zuu schnell herbeierfunden.


Freitag, 28. Juni 2013

[Rezension] Julie Kagawa - Unsterblich, Tor der Dämmerung (Bd. 1)

Klappentext:
 Nur sie kann die Menschheit retten
Unsere Welt ist in Dunkelheit getaucht. Die Menschen sind zu Gefangenen geworden. Nur wer sich an die Regeln hält, hat eine Chance zu überleben. Doch die junge Allison will sich nicht mehr an diese Regeln halten. Sie fordert das Schicksal heraus und lehnt sich gegen ihre Unterdrücker auf – mit ungeahnten Folgen.
Grenzen, Mauern und Verbote gehören zum Alltag der 17-jährigen Allison, seit sie denken kann. Denn sie wächst in einer Stadt auf, in der die Menschen von den Vampiren regiert werden, grausamen Fürsten der Nacht. Sie haben sich eine Luxuscity errichtet und lassen ihre Gefangenen, die ihnen regelmäßig Blutzoll schulden, für sich schuften. Jeder kleinste Verstoß gegen die Regeln wird geahndet, und Allison erfährt schon früh, dass ihr Leben nicht viel wert ist. Als sie vor die Wahl gestellt wird, zu sterben oder ihren Unterdrückern gleich zu werden, entscheidet sie sich für den Weg der Unsterblichkeit – und hofft, nun endlich unangreifbar zu sein. Doch vor den Toren der festungsartig abgeriegelten Stadt lauert etwas, vor dem sich sogar die Vampire fürchten …

Verlag: Heyne | Seiten: 608 | Preis: 16,99€ | Genre: Fantasy, Jugendbuch, Vampire | Spielt in: USA, Convington | Originaltitel: Blood Of Eden, Book 1: The Immortal Rules | Erscheinungstermin: Juni 2013 | ISBN: 978-3453268579

Erster Satz:
"Sie hängten die Unregistrierten in der alten Speicherstadt, es war eine öffentliche Hinrichtung, die sich jeder ansehen konnte."

 

Worum geht es:

Allison wächst in einer Stadt auf, die von Vampiren regiert wird, und in der man eigentlich nur verlieren kann als Mensch: Entweder man lässt sich registrieren, und dient den Vampiren als nichts anderes als billige Nahrung und lässt sich Blut abzapfen, unabhängig vom Alter oder gesundheitlichen Zustand, oder aber man gehört zu den Unregistrierten und entzieht sich damit jeglichem "sozialen Zuspruch", hungert und ist auf der ständigen Flucht vor der Obrigkeit. Allison entschied sich für letzteres und lebt nun das armselige Leben eines Straßenkindes, das ihr Schicksal mit vielen anderen teilt. 
Auf einem ihrer Streifzüge nach Nahrung, außerhalb der schützenden Mauern der Stadt in den verwahrlosten Ruinen ehemaliger Wohngebiete, die jetzt nur noch von den Verseuchten - vampirartige Zombies - beherrscht werden, läuft jedoch alles schief und Allison steht vor der schweren Entscheidung: Sterben oder selbst zum Vampir werden. Sie entscheidet sich, entgegen aller ihrer Wertvorstellung für das Überleben als Vampir und verachtet sich selbst dafür. Sie ist nun, wegen ihrer niederen Instinkte und ob sie es will oder nicht gezwungen, sich über lang oder kurz von menschlichem Blut zu ernähren. 
Das einzige Problem: Schon bald schließt sie sich einer Gruppe von Menschen an, die von ihrem wahren Wesen nichts wissen, und die ihr schnell ans Herz wachsen. Doch das Blut pulsiert unter ihrer Haut...

Meine Meinung:

Wer meine Rezension zu Plötzlich Fee gelesen hat, weiß ja dass ich nicht der größte Fan von Julie Kagawa bin. In diesem anderen Buch klaut sie sich quasi alle Ideen des Buches zusammen, um damit eine Geschichte zu schreiben die an alles erinnert, nur nicht an etwas eigenes von der Autorin selbst. Umso vorbelasteter bin ich an das Buch heran gegangen, mit gewissen Vorurteilen gegenüber ihrer Copy und Paste - Strategie, aber ohne großes Vorwissen über Vampirromane. Es kann also durchaus sein, dass auch dieses Buch wieder angelehnt ist an andere Geschichten, aber wenn dann weiß ich es nicht. Gott sei Dank kann man wohl sagen, denn so hat mir das Buch unfassbar gut gefallen.
Die Autorin schafft es eine wahnsinnig tolle, düstere und bedrohliche Atmosphäre zu schaffen, und eine Welt die man fast schon selbst sehen, riechen und fühlen kann, so ausgearbeitet sind die Details und Eindrücke. 
Und auch Spannung vermisst man beim Lesen nicht. Noch am Anfang und bis zum ca. 1/4 hat man keine Ahnung in welche Richtung die Geschichte verlaufen wird, und wird immer und immer wieder von neuem überrascht. Dabei ist die Geschichte an sich nicht unbedingt innovativ und ganz neu, erinnert sogar sehr stark an die Serie "The Walking Dead", bewahrt aber trotzdem ihren eigenen Charme.
Außerdem hat mir die Ausarbeitung der Charaktere wirklich zugesagt. Allison ist, wenn auch nicht immer sympathisch, doch eine sehr plastische und echte Person, die man sich auch gut im nicht-fiktiven Leben vorstellen könnte (von den vampirischen Eigenschaften mal abgesehen :D ).
 Was mich allerdings doch schon sehr gestört hat war, dass das das Buch nicht wirklich gut durchdacht war. Am Anfang wird lang und breit erklärt, dass Vampire sich ihren Instinkten nicht entziehen können und das es sie früher oder später überkommt. Aber Allison scheint davor geschützt: Allein durch ihren guten und starken Willen, und ihrem Willen ein netter Vampir zu sein, gelingt ihr das, was eigentlich unmöglich ist: Sie hat ihre Reflexe und Instinkte unter Kontrolle. Ähm. Ja klar.

Ansonsten aber ist das Buch sehr empfehlenswert, vor allem auch für Vampireinsteiger, wie mich, wenn man darüber hinwegsehen kann, dass sich Julie Kagawa auch in diesem Buch nicht unbedingt was ganz eigenes hat einfallen lassen. Dennoch hat mich die Geschichte überzeugt, seeehr gut unterhalten und hat mir total gefallen.

 

Dienstag, 25. Juni 2013

[Rezension] Lissa Price - Enders (Bd. 2)

Klappentext:
Die 16-jährige Callie lebt in einer Welt, in der eine unheimliche Katastrophe alle getötet hat, die nicht schnell genug geimpft werden konnten – nur sehr junge und sehr alte Menschen haben überlebt. Während die Alten ihren Reichtum seitdem stetig mehren, verfallen die Jungen einer anscheinend ausweglosen Armut. Die einzige Möglichkeit für die jugendlichen Starters, an Geld zu kommen, war bislang die Body Bank. Dort konnten sie ihre Körper an alte Menschen vermieten, um so ihr Überleben zu sichern. Callie ist es gelungen, die Machenschaften des skrupellosen
Instituts zu stoppen. Doch nun sieht sie sich einer viel größeren Gefahr gegenüber: Der Old Man, der mysteriöse Leiter der Body Bank, ist entkommen und trachtet Callie nach dem Leben. In einer erbarmungslosen Jagd wird ihr klar, dass das Geheimnis des Old Man dunkler ist, als sie es jemals erahnen konnte. Denn der Schlüssel dazu liegt in ihrer eigenen Vergangenheit verborgen.
Verlag: Ivi | Seiten: 352 | Preis: 15,99€ | Genre: Dystopie, Jugendbuch | Spielt in: USA, Los Angeles | Originaltitel: Enders | Erscheinungstermin: Mai 2013 | ISBN: 978-3492702645
Erster Satz: 
"Als ich mit der Hand über meinen Hinterkopf strich, hätte ich schwören können, dass ich den Chip unter der Haut spürte."


 

Worum geht es:
Die Body Bank, Prime Destination, ist zerstört und Callie sieht einer sorgenfreien und vor allem hungerfreien Zeit entgegen. Soweit die Theorie, doch die Realität sieht anders aus. Denn obwohl das Gebäude der Body Bank der Geschichte angehört, hat der Spuk für Callie und die anderen Körperspender kein Ende: Noch immer kann der Old Man, und im Prinzip jeder andere Mensch auch, auf den Chip in ihrem Kopf zu greifen, und die Jugendlichen fremdsteuern, ohne dass diese in der Lage wären sich zu wehren. Callie stellt dabei noch eine Besonderheit da. Denn während andere ihren Körper übernehmen, kann sie mit den Menschen in ihrem Kopf kommunizieren. 
Einzig unter Tage oder in speziell gepanzerten Örtlichkeiten ist sie vor der Fremdübernahme geschützt. Bald schon lernt sie einen jungen Mann kennen, der ihr zu helfen versucht und gemeinsam schmieden sie einen Plan, alle Metallos aus den Fängen von Prime Destination zu retten. 

Meine Meinung: 
Das Buch, dieser zweite Teil der Diologie, ist anders als Band 1. Die Geschichte hat sich verändert, ist erwachsener geworden und auch Callie selbst hat sich vom kleinen Mädchen weiterentwickelt, zu einer Person die sich vor jedem und allem schützen muss, ohne sich selbst dabei zu verlieren. 
Die ganze Geschichte gewinnt irgendwie an Fahrt und wird deutlich spannender als ihr Vorgänger.
Ich kann jedoch nicht sagen, dass sich Callie unbedingt zum besseren verändert hätte: Sie ist furchtbar naiv, hat kein Rückrat und gibt sich mit jeder Situation zufrieden, bzw. hinterfragt nicht einmal ansatzweise Dinge die ihr angetan werden, oder die ihr offensichtlich schaden. Vergebung und Vergessen sind die Hauptfaktoren die all ihre Beziehungen zu den anderen Menschen im Buch bestens beschreibt. 
Das bezieht sich vor allem auf die Beziehung zu Hyden, die meiner Meinung nach von Anfang an irgendwie gestört ist, und sich auch nicht gerade verbessert. Aus meinen Augen - aus Sicht von Callie ist alles Friede, Freude, Eierkuchen mit kleinen Abstrichen. 
Das alles lässt sich deutlich als fiktiven Charakter dastehen, und nimmt dem Buch ein ganzes Stück Plastizität. 
Was mir noch etwas fehlt ist der Bezug zu den Personen aus dem ersten Band. Viele Charaktere die wir dort kennen gelernt haben, verschwinden einfach in diesem Buch oder verlieren an Bedeutung. Einiges klärt sich zum Ende auf, aber der Rückbezug fehlt mir dann doch.

Dennoch hat mir das Buch unglaublich gut gefallen, hat mich fesseln können und mir eine Welt vor Augen geführt, die vermutlich -erschreckenderweise - gar nicht so sehr abwegig ist. Die Medizin macht Fortschritte, und warum sollte sie in einigen Jahrzehnten nicht auch soweit sein können?!






Freitag, 7. Juni 2013

[Rezension] James Dashner - Die Auserwählten in der Todeszone (Bd. 3)

Klappentext:
Thomas hat es geahnt: statt der versprochenen Freiheit steht ihm die nächste Prüfung bevor. Mit einem operativen Eingriff soll ihm sein Gedächtnis zurückgegeben werden. Doch Thomas weiß, dass er den Wissenschaftlern von ANGST nicht trauen darf. Nicht nach allem, was sie ihm und seinen Freunden angetan haben. Deshalb müssen sie so schnell wie möglich fliehen, hinaus in die Todeszone. In eine Welt, in der sich ein tödlicher Virus immer weiter ausbreitet. Und er muss dafür sorgen, dass ANGST ihn nicht länger kontrollieren und manipulieren kann. Denn die grausamen Experimente müssen endlich gestoppt werden. 

Verlag: Chicken House | Seiten: 480 | Preis: 19,99€ | Genre: Dystopie, Endzeitroman, Jugendbuch | Spielt in: Denver | Erscheinungsdatum: Mai 2013 | Originaltitel: The Death Cure | ISBN: 978-3551520364

Erster Satz: 
"Es war der Gestank, der Thomas langsam aber sicher in den Wahnsinn trieb."

 

Worum geht es: 
Als er die Augen aufschlägt ist alles um ihn herum weiß. Immer noch. Kahl und weiß. Seit Wochen ist er jetzt schon eingesperrt, in dieser Zelle im Hauptquartier von ANGST, ohne eine Chance auf Flucht. Einzig die anonyme Klappe, aus der ihm dreimal täglich sein Essen gereicht wird, lässt auf Leben außerhalb des Gefängnis schließen. 
Doch als sich die Tür endlich öffnet, erwarten ihn weitaus größere Schrecken: ANGST will ihnen allen, den wenigen Überlebenden, ihr Gedächtnis zurück geben, und ausgerechnet Theresa steht voll hinter dieser Entscheidung. Für Thomas kann das nur eins bedeuten: Fliehen ehe ANGST ihn diesen  Eingriff antun kann. 
Zusammen mit Brende, Milho, Newt und Jorge gelingt die Flucht aus dem Hauptquartier, nach Denver, einer Stadt in der die Menschen, die sich mit dem Brand infiziert haben, längst die Kontrolle über das Alltagsleben übernommen haben.

Meine Meinung:
Nach dem grandiosen ersten Band der Reihe, war ich ja umso enttäuschter vom 2. Teil. Auf einmal ging in diesem sämtliche Spannung und Mystik des ersten Bandes verloren und musste Platz machen für sinnlose Gewalt und Sinnfreie Handlungen. Deshalb war ich nun erst recht gespannt auf den dritten und damit letzten Band der Reihe. Ich hab mich gefragt, wie der Autor es würde schaffen können, den Bogen zu spannen, zurück zu einer Geschichte mit Inhalt. 

Leider sucht man auch in diesem Band vergeblich nach Inhalt, wenn auch nicht ganz so vergeblich nach Spannung. Dennoch wird auch dieses Buch wieder von Massen an komplett sinnloser, verherrlichender, übertriebener und unpassender Gewalt dominiert. Die, wie schon im 2. Band, im krassen - wenn ich nicht fast schon absolut lächerlichem - Gegensatz zu dem Verkrampften Vermeiden von Schimpfwörter steht. 
Inhaltlich kann man aber auch wie gesagt nicht viel erwarten. Mir kam es an vielen Stellen so vor, als sei der Autor ein ganz begeisterter Anhänger der momentan so gehypten Serie "The Walking Dead", und verwertet etliche Szenen aus eben dieser.

Im Prinzip kann man das Buch wie folgt beschreiben: Seite 1-150: Thomas und Co versuchen zu fliehen und töten und verletzten dabei jeden und alles. Seite 150-300: Thomas und Co konnten fliehen, sind in Denver, und töten und verletzten dabei jeden und alles, hinterfragen aber zumindest die Gründe ansatzweise. Seite 300-480: ANGST tritt wieder auf den Plan und tötet und verletzt so viele Menschen wie möglich.

Dennoch kann man dem Buch, zum Ende hin, eine gewisse Spannung nicht absprechen, auch wenn man eigentlich schon weiß, wie es ungefähr ausgehen wird. Die Motive von ANGST und dem Rechten Arm sind, obwohl sie verschleiert bleiben sollen, auch eher offensichtlich als alles andere, und dennoch möchte man weiterlesen. 
Deshalb gebe ich dem Buch noch 3 Sterne, verbuche es aber leider unter der schlechtesten Dystopie aka Endzeitroman die ich je gelesen habe.




Dienstag, 28. Mai 2013

[Rezension] Lissa Price - Starters (Bd. 1)

Klappentext:
Nach einer unvorstellbaren Katastrophe gibt es nur noch sehr alte und junge Menschen. Mittellos kämpfen die 16-jährige Callie und ihr kleiner Bruder auf der Straße ums Überleben. Callie entschließt sich daher zu dem Undenkbaren: Sie verleiht ihren Körper an einen alten Menschen, dessen Bewusstsein übernimmt ihren Körper und kann so wieder jung sein. Doch alles verläuft anders als geplant ... Die Body Bank, ein mysteriöses wissenschaftliches Institut, bietet Callie eine einzigartige Möglichkeit, an Geld zu kommen: Sie lässt ihr Bewusstsein ausschalten, während eine reiche Mieterin die Kontrolle über ihren Körper übernimmt. Aber Callie erwacht früher als geplant, in einem fremden Leben. Sie bewohnt plötzlich eine teure Villa, verfügt über Luxus im Überfluss und verliebt sich in den jungen Blake. Doch bald findet sie heraus, dass ihr Körper nur zu einem Zweck gemietet wurde - um einen furchtbaren Plan zu verwirklichen, den Callie um jeden Preis verhindern muss ...

Verlag: Ivi | Seiten: 400 | Preis: 15,99 | Format: Hardcover | Erscheinungsdatum: März 2012 | Spielt in: USA, L.A. | Genre: Jugendbuch, Dystopie | Originaltitel: Starters | ISBN: 978-3492702638

Erster Satz:
"Enders machten mir Angst."

 

Worum gehts:

Nachdem durch den dritten Weltkrieg, einem Sporenkrieg mit unglaublich aggressiven und tödlichen Krankheitserregern, so gut wie jeder Mensch im mittleren Alter ausgelöscht wurde, ist die Gesellschaft in 2 Lager gespalten. Auf der einen Seite stehen die Enders, Greise wie wir sie nennen würden, die dank moderner Medizin nicht nur locker 200 Jahre alt werden können sondern auch fit und agiler sind, als alte Menschen in unserer Zeit. Zum anderen die "Verlierer" des Krieges: Starters. Kinder und Jugendliche die zu Waisen geworden sind, nicht arbeiten dürfen und ohne Verwandtschaft unter den Enders zu einem Leben auf der Straße verdammt wurden, geprägt von Hunger und Gewalt. Doch das ist immer noch besser, als in einem der berüchtigten Waisenhäuser zu landen, in dem die Kinder kaum Chancen zu überleben haben. 
Callie ist eines dieser Kinder auf der Straße. Mit ihren 16 Jahren hat sie nicht nur eigenes Leben das sie beschützen muss, sondern muss sich auch um ihren Lungenkranken Bruder Tyler kümmern. Der 9 jährige braucht dringend teure Medizin, und für Callie gibt es nur einen Weg um an das Geld zu kommen: Sie vermietet ihren Körper in der Body Bank. Reiche Ender können ihren jungen Körper mieten und via im Gehirn eingesetzte Elektronen durch ihre Augen sehen und ihren Körper zu allem benutzten was im hohen Enderalter nicht mehr möglich ist. Und obwohl alles so sicher und einfach sein sollte, erwacht Callie plötzlich mitten in der Mietzeit.. Mit der Stimme ihres Mieters im Kopf. 

Meine Meinung:

WOW! 
Ich habe gerade überlegt, ob ich es nicht bei diesem einen Wort zu meiner Meinung lassen soll, denn genau so empfinde ich das Buch: Als Wow! Als ein Buch das mich von der ersten bis zur letzten Seite gepackt und nicht mehr losgelassen hat, das mich aus der Realität rausgerissen hat ohne die Chance noch irgendetwas um mich herum mitzubekommen und das so atemlos spannend war, mit so vielen unerwarteten Wendungen, dass es schwer vergleichbar mit anderen Büchern in meinem Regal ist. 
Anfangs hatte ich noch befürchtet, dass die Geschichte sehr ähnlich zu "Seelen" von Stephenie Mayer sein könnte, bei der sich auch 2 Individuen einen Körper und ein Gehirn teilen, doch diese Sorge wurde schnell zerschlagen. Denn diese Geschichte entwickelt sich nicht zu einer reinen Liebesstory, sondern bleibt ihren Thriller- Elementen treu. 
Die Charaktere sind unglaublich gut ausgearbeitet, die Wendungen unvorhersehbar und die Idee hinter der Geschichte ist ebenso genial wie erschreckend. Denn gerade so ein Sporenkrieg in dem nur die Reichen und die jungen Menschen gerettet werden, ist nicht unglaubwürdig. 

Der einzige Punkt den man als kleine Schwäche des Buches betrachten kann, das für mich aber kein Grund ist einen Berwertungsstern abzuziehen, ist die Tatsache dass viele Probleme recht schnell und einfach gelöst werden. Da hätte wahrscheinlich ein bisschen mehr dahinter stecken können, so dass man länger bangt und hofft. 

Dennoch bin ich absolut begeistert und habe mir direkt mit dem Zuklappen des Buches den 2. Teil bestellt!



Donnerstag, 23. Mai 2013

[Rezi] Kiera Cass - The Elite, Bd. 2

Klappentext:
Thirty-five girls came to the palace to compete in the Selection. All but six have been sent home. And only one will get to marry Prince Maxon and be crowned princess of Illea.
America still isn't sure where her heart lies. When she's with Maxon, she's swept up in their new and breathless romance, and can't dream of being with anyone else. But whenever she sees Aspen standing guard around the palace, and is overcome with memories of the life they planned to share. With the group narrowed down to the Elite, the other girls are even more determined to win Maxon over--and time is running out for America to decide.
Just when America is sure she's made her choice, a devastating loss makes her question everything again. And while she's struggling to imagine her future, the violent rebels that are determined to overthrow the monarchy are growing stronger and their plans could destroy her chance at any kind of happy ending.

Verlag: Haper Colins | Seiten: 336 | Preis: £6,99 (7,90€) | Genre: Dystopie, Jugendbuch, Romantik | Erscheinungsdatum: April 2013 | Spielt in: Illéa (im Gebiet der heutigen USA) | ISBN: 978-0062262851

Erster Satz:
"The Angeles air was quiet, and for a while I lay still, listening to the sound of Maxon's  breathing."



Worum gehts:
Nur 6 Mädchen sind noch übrig, im Wettstreit um Maxons Herz und um die Krone von Illéa. Und obwohl America von Anfang an klar gestellt hat, dass sie nicht wegen Maxon hier ist, ist sie tatsächlich noch im Rennen. Denn Maxon ist verliebt in America, in ihre Art. Doch auch Aspen, Americas inzwischen Ex-Freund ist im Palast, und verkompliziert die Sache zusätzlich: Denn so richtig weiß sie nicht, wen von beiden sie möchte, ob sie überhaupt einen von beiden will, und woher sie wissen soll, wie sie sich richtig entscheidet. Doch neben ihren eigenen Problemen, nimmt auch der Konkurrenzkampf der Mädchen untereinander zu und auch der Druck von Außen wächst: Die Rebellenangriffe werden öfert. Und brutaler. Und offensichtlich geraten die Fugen so langsam aber sicher aus den Fugen.

Meine Meinung:
Ohje, es fällt mir so unglaublich schwer dieses Buch zu bewerten, denn ich hatte lange (eigentlich kann ich mich an kein einziges vergleichbares Buch erinnern), dass mich so wahnsinnig gemacht habe, das ich aber gleichzeitig auch so geliebt habe.
Im Prinzip lässt es sich so zusammenfassen: Ich liebe America, dann geht sie mir unfassbar auf die Nerven. Maxon ist toll, zumindest so lange bis ich ihn auch gegen die Wand klatschen könnte. Aspen mochte ich am Anfang überhaupt nicht, dann wurde er mir wieder sehr sympatisch. Die Mädchen im Palast sind unglaublich nett. Manchmal. Einige. Dann regen sie mich auf.
Das ganze Buch ist ein einziges hin und her von Gedanken, Taten und Sympathien, aber America treibt es auf die Spitze: 3/4 des Buches bestehen eigentlich daraus, dass sich diese Frau partout nicht entscheiden kann, wen von beiden sie nun aus welchen Gründen auch immer toller findet, und wieso nicht, und warum sie welche Entscheidungen tut oder lässt. So etwas unentschiedenes- schrecklich! Und trotzdem, und das ist das verwirrende an dem Buch, ist es super. Man MUSS einfach weiterlesen, ist komplett gefangen von der Geschichte und hat schon beim Zuklappen des Buches das Gefühl, dass man soo so viel verpasst, wenn man nicht augenblicklich weiterliest. Was nicht stimmt - denn sonderlich viel Handlung hat das Buch nicht. Eher viel Atmosphäre und einen so genialen Schreibstil, dass das Weglegen einfach furchtbar schwer fällt. 

Mir persönlich kommen leider die Angriffe der Rebellen in dem Buch viel zu kurz. Ich hatte da auf mehr gehofft, aber zwischen Americas pubertären Hysterieanfällen bleib der Autorin vermutlich nicht mehr ganz so viel Platz, um da jetzt noch dramtische Übergriffe einbauen zu können. Sie waren im Ansatz da, aber mir blieb das bisher noch viel zu oberflächlig. Immerhin lässt das aber auf mehr im dritten Band hoffen.

Ich gebe dem Buch vier Sterne. Nicht weil es ein literarisches Meisterwerk ist, nicht weil es eine tolle Handlung hat, und nicht weil die Charaktere vielschichtig und sympathisch sind. Nein ganz einfach weil einen das Buch mitreißt, begeistert, ans Herz geht und nicht mehr loslässt.