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Donnerstag, 21. Februar 2013

[Rezension] Ally Condie - Cassia & Ky, Die Ankunft (Bd. 3)

Klappentext:
Wenn jemand stirbt, den du liebst – würdest du den retten, der ihn getötet hat?
Stell dir vor, du konntest fliehen – vor dem System, das dir befohlen hat, wie du leben und wen du lieben sollst. Unter Lebensgefahr hast du deine Liebe wiedergefunden – eine Liebe, die das System töten wollte.
Jetzt willst du das System besiegen, doch dafür musst du zurück. Zurück in dein altes Leben. Zurück zu einem Geheimnis, das tief in dir verborgen ist.
Es wird alles verändern. Dein Leben. Deine Liebe.

Verlag: Fischer FJB | Format: Hardcover | Preis: 16,99€ | Seiten: 600 | Genre: Dystopie, Jugendbuch | Erscheinungsdatum: Januar 2013 | Spielt in: Fantasieland | Originaltitel: Reached | ISBN: 978-3841421517
Ihr könnt das Buch zum Beispiel *hier* bei Amazon kaufen. 

Erster Satz:
"Jeden Morgen geht die Sonne auf, färbt die Erde rot, und ich denke: Dies könnte der Tag sein, an dem sich alles ändert."

 

Worum geht es:
Cassia, Ky und Xander wurden getrennt und müssen ihr Leben nun, gedeckt und gestüzt durch die Erhebung, unabhängig von einander bestreiten. Kontakt ist ihnen wegen der sich immer verschlimmernden Lebensunstände der Menschen in den Provinzen nur selten möglich und auch der Preis dafür ist hoch. Cassia wird nach wie vor als Sortiererin eingesetzt, Ky arbeitet als Pilot der Erhebung und Xander ist als Medic im Krankenhaus tätig. Das ist auch bitter nötig, denn die von der Gesellschaft entwickelte und verbreitete Seuche greift immer stärker um sich, und trotz des vorhandenen Heilmittels haben die Ärzte alle Hände voll zu tun, die Erkrankten zu behandeln... Bis das Virus mutiert, und es keine Heilung mehr für die Kranken gibt. Der neue Virus rafft die Menschen dahin, versetzt sie in einen Komaartigen Zustand und macht vor niemanden Halt. Auch nicht vor Ky. 

Meine Meinung:
Dieses Buch hat mir leider wirklich den letzten Nerv geraubt. Nach einem ganz gutem ersten Band und einem schwächeren aber auch noch guten zweiten Teil, war ich sehr auf das Ende der Trilogie gespannt. Voller Vorfreude habe ich mich vor über einem Monat ans Lesen gemacht, und wurde sehr sehr schnell ernüchtert. Normalerweise lese ich gute 8-9 Bücher im Monat, aber für dieses eine, 600 Seiten lange Buch habe ich jetzt sage und schreibe 5 Wochen gebraucht. Noch nie hatte ich so eine "Leseflaute", ausgelöst durch ein einziges Buch.

Der Grund dafür war der, dass es so so viele Punkte gab, die mich störten, dass ich einfach überhaupt kein Interesse am Weiterlesen hatte. Zum einen ist da der Punkt, dass bis ca. Seite 250 absolut überhaupt keine Spannung aufkommt, und die Geschichte vor sich hindümpelt ohne dass der Leser eine Ahnung hat, wohin die Reise führt. Aber das könnte ich noch verkraften, viele Bücher mit so hoher Seitenzahl haben manchmal etwas langatmige Anlaufphasen. Jedoch ist da ja noch der Schreibstil, und der ist leider unterirdisch. 
Ich weiß nicht, ob es an der Übersetzung liegt, aber selten habe ich so ein schlecht geschriebenes Buch gelesen. Die Sätze sind hauptsächlich sehr einfach, bestehen aus vielen vielen Hauptsätzen mit immer den gleichen Floskeln. Viel schlimmer ist aber die wechselnde Zeitform, die mich einfach irre gemacht hat. 
Teilweise innerhalb von einer Seite wechselt die Erzählzeit von Präteritum zu Präsens und wieder zurück. Beispielsweise "Ky sagte:..." Nächster Satz: "Ich setze mich zu ihm, sehe ihn an". Nächster Satz "Er stand auf, und ging davon." Einfach furchtbar.

Außerdem nicht gefallen hat mir, wie sich die Geschichte entwickelt hat. Wendungen kamen völlig aus der Luft gegriffen, passten nicht zum vorherigen oder späteren Verlauf, waren völlig konstruiert oder aber so einfach, dass es fast schon lächerlich war, wie leicht sich schwerwiegende Probleme der Menschenheit lösen lassen. 

Viel positives kann ich leider nicht sagen. Mir gefiel, wie die Geschichte zum Schluss wirklich beendet war und kaum Fragen offen ließ. Selbst unbeantwortete Fragen aus dem 2. Band wurden aufgelöst, und mehr oder weniger kommt alles zu einem Happy End. 

Lesen muss man es aber definitiv nicht. Es ist absolut kein gutes Buch. 



Sonntag, 29. Juli 2012

[Rezension] Ally Condie - Cassia & Ky, Die Flucht (Bd. 2)

Klappentext:
Wie durch ein Wunder gelingt Cassia die Flucht in die Äußeren Provinzen. Sie will nach Ky suchen, ihrer großen Liebe.
Dort kämpft Ky als Soldat für die Gesellschaft und ist ununterbrochen brutalen Angriffen ausgesetzt. Als Cassia endlich auf eine Spur von Ky stößt, ist er bereits entkommen und auf dem Weg in die wilden Canyons in den Grenzgebieten.
Verzweifelt macht sich Cassia auf den lebensgefährlichen Weg.  Was wird sie am Ende der ihr bekannten Welt finden? Zwischen steinigen Schluchten und staubigen Pfaden sucht Cassia nicht nur nach Ky  –  sondern auch nach sich selbst.

Verlag: FJB | Preis: 16,99€ | Format: Gebunden | Seiten: 464 | Genre: Jugendbuch, Dystopie | empfohlenes Alter: 14-17 | ISBN: 978-3841421449
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Worum geht es:

[Achtung, Spoileralarm über den ersten Teil] Nachdem Ky vor Cassias Augen abtransportiert wurde, beschließt sie ihn, koste es was es wolle, zu finden. Und so begibt sie sich auf eine gefährliche Reise in die äußeren Provinzen, zusammen mit den Abbration und Anomalien, um Ky aufzuspüren. Die Leute die dort in den Provinzen gegen den Feind kämpfen sollen werden immer jünger und ihre Überlebenszeit dort zunehmend geringer. Doch davon weiß Cassia im Gegensatz zu Ky noch nichts. Um diesem Schicksal zu entgehen, flieht Ky in einer Nacht und Nebelaktion zusammen mit seinem neuen Freund Vick und dem kleinen Eli. Und so verpassen sich Cassia und Ky nur um kurze Zeit, doch Cassia beschließt Ky in die Canyons zu folgen..


Meine Meinung:

Nachdem mich auch das erste Buch schon nicht wirklich so sehr begeistern konnte, wie es von anderen Dystopien gewohnt war, bin ich an dieses hier von vornherein schon etwas skeptischer heran gegangen. Leider wurden meine Bedenken auch bestätigt, denn ich finde nicht dass dies eine gelungene Fortsetzung, noch ein besonders gutes Buch ist. 
Mein großes Problem ist eigentlich nicht was passiert, sondern wie es passiert. Alles läuft unfassbar glatt, wenn Probleme auftreten finden sie in kürzester Zeit eine Lösung, und alles wirkt auf mich mehr wie ein Spaziergang durch ein paar Felsen, als eine Lebensbedrohliche Tortur durch die menschenleeren und -feindlichen Canyoyns. Es geht ja schon damit los, dass Ky und seine Freunde gut einen Tag Vorsprung haben, gestärkte und fitte junge Männer sind, und trotzdem nach nur wenigen Tagen nach ihrem Aufbruch von der sehr zierlichen, geschwächten Cassia und ihrer Begeleiterin eingeholt werden, die sich natüüürlich instinktiv für die richtige Spalte beim richtigen Eingang und den richtigen Weg in den Bergen entschieden. Das ist einfach nur unglaubwürdig, und nimmt der Szenerie die eigentlichen bedrohlich wirken soll, es geht immerhin ums Überleben, ihre Wirkung.

Weiterhin passiert mir viel zu wenig Handlung für 400 Seiten. Beinahe 3/4 des Buches halten sie sich in den Bergen auf, und wandern und überlegen. Ihre Überlegungen und Pläne, selbst die Gespräche drehen sich dabei stetig im Kreis, so dass ich zeitweise absolut das Interesse am weiterlesen verloren habe, und auch gut 20 Seiten hätte überspringen können ohne das etwas passiert. 

Die Entwicklung der Charaktere, und Vick als Charakter im Speziellen hat mir allerdings gut gefallen. Alle trafen ganz individuelle Entscheidungen, auf Grund ihrer gemachten Erfahrungen und entwickelten sich in unterschiedliche Richtungen. Zwar bin ich auch manchen Entscheidungen bis zum Schluss nicht schlau geworden, aber dennoch war das schon wesentlich authentischer.

Den dritten Teil werde ich wohl trotzdem lesen, alleine schon um zu erfahren wie die Geschichte ausgeht. Wer aber mit der Reihe um Cassia und Ky noch nicht begonnen hat, muss es auch nicht unbedingt machen.




Dienstag, 8. Mai 2012

[Rezension] Ally Condie - Cassia & Ky: Die Auswahl

Klappentext:
Das System sagt, wen du lieben sollst - aber was sagt dein Herz?
Stell dir vor, du lebst in einer Welt, die ein absolut sicheres Leben garantiert. Doch dafür musst du dich den Gesetzen des Systems beugen: den Menschen lieben, der für dich bestimmt wird. Was würdest du tun? Für die wahre Liebe dein Leben riskieren? Für die 17-jährige Cassia ist heute der wichtigste Tag ihres Leben: Sie erfährt, wen sie mit 21 heiraten wird. Doch das Ergebnis überrascht alle: Xander, Cassias bester Freund, ist als ihr Partner vom System ausgewählt worden. Als jedoch, offenbar wegen eines technischen Defekts, das Bild eines anderen Jungen auf dem feierlich überreichten Microchip auftaucht, wird Cassia misstrauisch. Kann das System wirklich entscheiden, wen sie lieben soll?
Verlag: FJB | Format: Hardcover | Preis: 16,95€ | Seiten: 452 | Genre: Jugendbuch, Dystopie | ISBN: 978-3841421197
Ihr könnt das Buch zum Beispiel *hier* bei Amazon kaufen

 

Worum geht es: 
Jahrelang hat Cassia auf ihren großen Tag gewartet, auf den Tag des Paarungsbanketts. Denn in ihren Zeiten, in Zeiten der Perfektion und der Sicherheit von gutem Genmaterial und der Verhinderung von Mutationen, wird der ideale Partner fürs Leben von der Regierung ermittelt. Die Mädchen ziehen dann fort von zu Hause, in die Heimat ihrer Partner, denn die Wahrscheinlichkeit dass der ideale Partner in der eigenen Provinz lebt, ist im Prinzip gleich Null. Doch dann geschieht das Unfassbare: Cassias idealer Partner ist ihr bester Freund Xander, der in der gleichen Straße wohnt wie sie.
Als sie sich zu Hause jedoch den Chip mit Infos über Xander ansehen will, taucht vor ihren Augen jemand auf, der nicht Xander ist, und trotzdem kein Unbekannter. Ky, eine Aberration, der sich eigentlich gar nicht im Pool der Paarungsfähigen befinden dürfte. Und plötzlich wird Ky für sie interessanter. Interessanter noch als Xander; und das ist gegen das Gesetz.

Meine Meinung:
Ich kenne glaube ich keine weitere Dystopie, die so die Gemüter spaltet. Entweder man liebt oder man hasst die Geschichte, aber neutrale Meinungen habe ich bisher kaum gehört. Müsste ich mich entscheiden, würde ich aber ganz klar zum Pol der Befürworter übersiedeln, denn allen negativen Rezensionen zum Trotz hat es mir sehr gut gefallen.
Die Geschichte, bzw. die Dystopie würde ich zwar als sehr klassisch, fast schon ausgelutscht, beschreiben, aber da es immer darauf ankommt, ob man so einen Plot schon mal gelesen hat, oder es jetzt die erste Dystopie ist, werde ich das in meine Bewertung nicht mit einfließen lassen. 

Ich mag die Charaktere des Buches wirklich gerne, wobei ich nicht ganz verstehen kann, was Cassia an Ky so toll findet. Aber das ist meistens mein Problem bei Liebesgeschichten in Jugendbüchern, dass es für mich nicht nachvollziehbar ist, wie man sich plötzlich in jemanden verlieben kann, ohne ihn zu kennen, und für diesen jemand dann alles auf Spiel zu setzen.
Ich jedenfalls wäre bei Xander geblieben, scheint nen netter Kerl zu sein ;) 

Weshalb ich aber einen Stern abziehen möchte, sind die Logikfehler im Buch und fehlende Erklärungen dazu, wie es zu dieser Welt kommen konnte. Wieso zum Beispiel kennt keiner mehr einen Kompass oder eine Puderdose? Das erscheint mir doch schon sehr abstrakt, wird aber nicht erklärt. Also entweder spielt es wirklich hunderte Jahre in der Zukunft, oder aber die Autorin hat sich keine ausgereiften Gedanken gemacht. 

Alles in allem hat es mir aber schon sehr gut gefallen, und ich freu mich wirklich, dass ich den zweiten Teil bereits zu Hause habe :) 




Dienstag, 7. Februar 2012

Els Beerten - Als gäbe es einen Himmel

Klappentext:
Jef träumt davon, ein Held zu werden, am liebsten gemeinsam mit seinem besten Freund Ward. Seine Schwester Renée braucht keine Helden. Sie liebt Ward, sein betörendes Spiel auf dem Saxophon und seinen samtenen Blick. Aber es ist 1943. Mitten im Krieg. An der Ostfront wird ein knallharter Krieg gegen die Russen geführt. Die Deutschen erleiden große Verluste und brauchen dringend tapfere junge Männer, um ihnen zu helfen.
Für die Jungen eine Traumchance, ein Held zu werden. Für Volk und Vaterland. Für eine bessere Welt. Ward zieht lieber heute als morgen los. Aber nicht alle denken so.
Eine ergreifende Geschichte über Krieg in Zeiten der Liebe, und über die zerstörerischen Entscheidungen, zu dem ein Krieg die Menschen zwingt. 

Das Buch ist im Fischer FJB Verlag erschienen, hat 640 Seiten und kostet als Hardcover 19,95€ 
Das Buch könnt ihr z.B. *hier* bei Amazon kaufen 

 

Worum geht es:

1947. Ward ist zurück gekehrt, doch alle im Dorf wissen. Das hätte er nicht tun sollen. Denn jetzt wird man ihm sicherlich die Todesstrafe geben. Hoffentlich werden sie das tun, denn Ward ist ein Verräter, ein schwarzer Soldat, der die Deutschen im Krieg unterstütze und Belgien verraten hat. Aber Ward hat sich selbst angezeigt. 

Jef hingegen ist der Held des Dorfes. Vor einigen Jahren wurde ihm eine Medaille verliehen, die das auch bestätigen kann: Für Tapferkeit und Mut sich gegen den Feind und für Belgien ggf. zu opfern. Das ganze Dorf verehrt Jef,ganz besonders aber sein kleiner Bruder Remi. Wie sollte er es auch anders wissen- noch ist er zu klein um die Wahrheit zu erfahren, zumindest sagen ihm das alle schon seit langen. Und wieso er nicht mehr Wards bester Freund sein darf, obwohl seine Schwester Renee ihn doch auch mochte, weiß er auch nicht so richtig. Eines weiß Remi allerdings: Er kann Wunder vollbringen. 


Meine Meinung: 

Wow!
Ich habe wirklich schon viel Kriegsliteratur gelesen, meistens nicht fiktive Romane oder eben auch Biographien, aber Els Beertens Roman steht diesen in nichts nach. Es schildert die Sicht auf den Krieg aus der Sicht 4 belgischer Kinder bzw. Jugendlicher, die versuchen Helden zu werden, die versuchen Helden zu bleiben, und die versuchen sich ihr Leben vom Krieg nicht kaputt machen zu lassen. Ganz besonders toll fand ich allerdings Remi- soo ein tolles Kind, ich wünschte ich hätte so einen kleinen Bruder. Es sickern nach und nach immer mehr Informationen hervor, die der Geschichte jedes Mal eine neue Wendung geben. Dachte man bisher noch, jetzt geht es aber so und so weiter, gibt es eine Rückblende und plötzlich sieht alles ganz anders aus. 
Generell hat mir dieses Prinzip der Rückblenden sehr gut gefallen. Man wechselt immer zwischen den Jahren 1943- 1947 und der Autorin ist es gelungen, die Charaktere auch in dieser Zeit entsprechend weiter zu entwickeln. 

Einzig ein Wehrmutstropfen bleibt, deren Sinn ich ehrlich gesagt nicht ganz verstehe. Der Prolog des Buches ist das Jahr 1967, als sich alle auf einer Beerdigung befinden. Dadurch dass man nun aber von Anfang an weiß, wie es quasi ausgehen wird, ist das Ende ziemlich klar. Hätte ich das nicht gewusst, ich hätte gewettet das das Buch anders ausgehen würde.



Vielen Dank an den Fischer Verlag
für dieses Rezensionsexemplar :)

Samstag, 7. Januar 2012

Rachel Klein - The Moth Diaries, Die Sehnsucht der Falter

Klappentext:

Wenn das Unerklärliche geschieht, wem kannst du glauben? Als in Rebeccas Internat eine Schülerin vom Dach in den Tod stürzt, breitet sich die Angst aus. Ihre Freundin Lucy zieht sich immer mehr aus der Wirklichkeit zurück. Hat die rätselhafte Ernessa mit alldem zu tun, die neu auf die Schule gekommen ist und um die sich dunkle Gerüchte ranken? Rebecca wird immer verstörter. Realität und Phantasie verschwimmen, und eine schreckliche Wahrheit kommt ans Licht – steht sie in ihrem Tagebuch?

Das Buch ist im FJB Fischer Jugendbuch Verlag erschienen, hat 312 Seiten und kostet 14,95€
Das Buch könnt ihr z.B. *hier* bei Amazon kaufen 

 

Worum geht es:
Rebecca ist 16 Jahre alt, und inzwischen schon das dritte Jahr an ihrer Schule als Internatsschülerin. Sie liebt die Atmosphäre dort, lenkt sie sie doch von dem Selbstmord ihres Vaters ab. Das Leben könnte dieses Jahr besonders schön werden, hat sie doch endlich ein Zimmer neben Lucy ihrer besten Freundin, bekommen. Aber die neue Schülerin Ernessa benimmt sich sehr merkwürdig, und nimmt immer mehr Besitz von Lucy.

Meine Meinung:

Anfangs fand ich das Buch wirklich klasse. Die Atmosphäre der Schule hat mir unglaublich gut gefallen und auch die Probleme von Rebecca waren sehr authentisch. Sie tat mir unheimlich Leid wie sie nach und nach feststellen musste, dass sich ihre Freunde von ihr abwenden, und keiner außer ihr Ernessa merkwürdig findet. Alles in ihr sträubt sich die Situation zu akzeptieren, aber es ist einfach nicht möglich dagegen anzukommen. 
Doch dann fing das Buch an nach und nach skurril und völlig abgedreht zu werden. Sie wurde völlig paranoid und ich als Leser konnte nicht mehr unterscheiden was denn nun Realität und was ihrer Phantasie entsprungen ist.  Das hat mich mit zunehmender Länge des Buchs immer mehr genervt.

Ich kann jetzt nicht einmal sagen, ob es ein Buch über die Psychose eines Mädchens, ein Fantasybuch (wer es gelesen hat, weiß was ich meine) oder ein Drama ist. Außerdem wurde bis auf den Klappentext nicht einmal ihr Name erwähnt, und auch andere Charaktereigenschaften werden geklärt. Rebecca kommt also nur als das eifersüchtige, paranoide Mädchen rüber.

Auch das Ende ist nicht wirklich befriedigend. Da hilft auch das fiktive Nach- und Vorwort nicht bei der Klärung der noch offenen Fragen.



Vielen Dank an den Fischer Verlag
für dieses Rezensionsexemplar

Freitag, 23. Dezember 2011

Moira Young - Dust Lands

Klappentext:
Die 18-jährige Saba lebt sehr abgeschieden mit ihrem Vater, ihrem Zwillingsbruder Lugh und ihrer kleinen Schwester Emmi in einer extrem kargen Einöde am Silverlake bis eines Tages vier bewaffnete Reiter auftauchen, um den Bruder zu entführen. Saba schwört, Lugh zu finden und zu befreien. Dazu muss sie ihr Zuhause verlassen, eine Wüste durchqueren und viele Gefahren überstehen. Sie wird gefangen genommen und verwundet. Auf ihrem abenteuerlichen Weg lernt sie die Welt jenseits des Silverlake kennen: Ein wüstes Land, in dem es keine Zivilisation mehr gibt, keine Bücher mehr, keine normalen Verkehrsmittel. Es wird von einem verrückten König und seinen Soldaten beherrscht, die die Bevölkerung mit einer Droge in Schach halten. In Hopetown muss Saba in der Arena kämpfen, aber sie trifft dort auch auf einen Mann, der sie liebt, und eine Truppe von Rebellinnen, die sie unterstützen. Doch kann sie ihnen wirklich trauen? 

Das Buch ist im Fischer FJB Verlag erschienen, hat 449 Seiten uns kostet 16,99€.
Das Buch könnt ihr z.B. *hier* bei Amazon kaufen 

 

Worum geht es:
Saba lebt mit ihrem Zwillingsbruder Lugh, ihrer kleinen Schwester Emmi und ihrem Vater sehr abgeschieden. Seit dem Tod ihrer Mutter ist alles anders, doch trotzdem machen die 4 aus ihrem Leben das beste. Zumindest so lange bis plötzlich und unerwartet einige Männer, die Tontons, bei ihnen aufkreuzen und Lugh entführen und Sabas Vater umbringen. Von da an kocht die Wut in ihr, und sie macht sich auf den Weg ihren Bruder zu retten. Der Weg ist lang und beschwerlich und außerdem hat sie zu allem Überfluss auch noch die 9jährige Emmi dabei, die sich weigert in Sicherheit zu bleiben. 

Meine Meinung:
Mmmmmh. Ich weiß nicht so richtig wie ich über das Buch denke. Es ist schon so, dass ich das Buch unfassbar schnell gelesen habe, was dafür spricht, aber ich habe bis jetzt nicht vor mir den 2. Teil der Triologie zu kaufen. Aber vielleicht sollte man ein Buch nicht an der Fortsetzung messen, und deshalb ist das Buch wohl doch nicht so schlecht gewesen :D
Was mir aber sehr negativ aufgefallen ist, ganz unabhängig vom Inhalt, sind zum einen die mangelnde Anführungsstriche (die nunmal einfach dazu gehören!), aber darüber kann man nach einigen Seiten hinweg sehen. Zum anderen aber hat mich die Sprache soo extrem genervt, denn die Endungen der Verben wurden einfach schlicht weggelassen: "Ich sterb.", "Ich renn los." oder auch " Das Blut rauscht in mein Ohren". Schreeeecklich dieser Schreistil. Der hat mich das eine oder andere mal aus dem Lesewahn gerissen.

Ansonsten fand ich das Buch ziiiemlich spannend, wenn auch eher unrealistisch. Es spielt halt in der Zukunft aber die Leute leben wie vor 200 Jahren. Haben die Leute Elektrizität, Technik und Fortschritt einfach vergessen? Dafür finde ich aber die natürlichen Gegebenheiten klasse. Alles ist ausgedörrt, verbraucht etc. (Ich sag nur Klimaerwärmung ;) ). 
Ist man erst einmal richtig in die Handlung reingekommen, will man gar nicht mehr aufhören. Es ist furchtbar spannend, liegt bestimmt auch an den Pageturnern ;) , aber die Handlung hat es echt in sich: Kämpfe, Flucht, etc. Zwar ist die Handlung auch recht gewalttätig für einen Jugendroman, aber wer die letzten Harry Potter Bücher oder den letzten Panem- Teil gelesen hat, ist sowas ja gewohnt ;) Saba ist wirklich nicht gerade zimperlich im Umgang mit ihren Waffen, aber wäre es anders geschrieben würde das Buch ziemlich an Spannung verlieren. 

Spannende Dystopie :) 




Ich habe das Buch von BloggdeinBuch.de erhalten.