Samstag, 7. Januar 2012

Rachel Klein - The Moth Diaries, Die Sehnsucht der Falter

Klappentext:

Wenn das Unerklärliche geschieht, wem kannst du glauben? Als in Rebeccas Internat eine Schülerin vom Dach in den Tod stürzt, breitet sich die Angst aus. Ihre Freundin Lucy zieht sich immer mehr aus der Wirklichkeit zurück. Hat die rätselhafte Ernessa mit alldem zu tun, die neu auf die Schule gekommen ist und um die sich dunkle Gerüchte ranken? Rebecca wird immer verstörter. Realität und Phantasie verschwimmen, und eine schreckliche Wahrheit kommt ans Licht – steht sie in ihrem Tagebuch?

Das Buch ist im FJB Fischer Jugendbuch Verlag erschienen, hat 312 Seiten und kostet 14,95€
Das Buch könnt ihr z.B. *hier* bei Amazon kaufen 

 

Worum geht es:
Rebecca ist 16 Jahre alt, und inzwischen schon das dritte Jahr an ihrer Schule als Internatsschülerin. Sie liebt die Atmosphäre dort, lenkt sie sie doch von dem Selbstmord ihres Vaters ab. Das Leben könnte dieses Jahr besonders schön werden, hat sie doch endlich ein Zimmer neben Lucy ihrer besten Freundin, bekommen. Aber die neue Schülerin Ernessa benimmt sich sehr merkwürdig, und nimmt immer mehr Besitz von Lucy.

Meine Meinung:

Anfangs fand ich das Buch wirklich klasse. Die Atmosphäre der Schule hat mir unglaublich gut gefallen und auch die Probleme von Rebecca waren sehr authentisch. Sie tat mir unheimlich Leid wie sie nach und nach feststellen musste, dass sich ihre Freunde von ihr abwenden, und keiner außer ihr Ernessa merkwürdig findet. Alles in ihr sträubt sich die Situation zu akzeptieren, aber es ist einfach nicht möglich dagegen anzukommen. 
Doch dann fing das Buch an nach und nach skurril und völlig abgedreht zu werden. Sie wurde völlig paranoid und ich als Leser konnte nicht mehr unterscheiden was denn nun Realität und was ihrer Phantasie entsprungen ist.  Das hat mich mit zunehmender Länge des Buchs immer mehr genervt.

Ich kann jetzt nicht einmal sagen, ob es ein Buch über die Psychose eines Mädchens, ein Fantasybuch (wer es gelesen hat, weiß was ich meine) oder ein Drama ist. Außerdem wurde bis auf den Klappentext nicht einmal ihr Name erwähnt, und auch andere Charaktereigenschaften werden geklärt. Rebecca kommt also nur als das eifersüchtige, paranoide Mädchen rüber.

Auch das Ende ist nicht wirklich befriedigend. Da hilft auch das fiktive Nach- und Vorwort nicht bei der Klärung der noch offenen Fragen.



Vielen Dank an den Fischer Verlag
für dieses Rezensionsexemplar

1 Kommentar: