Donnerstag, 5. Januar 2012

Joachim Rangnick - Winterstarre

Klappentext:
Ein abgelegenes Hochtal in den Allgäuer Alpen – und ein grauenvoller Fund: In einer Hütte liegen mehrere Leichen. Wer sind die Toten? Der Rechtsmediziner stellt fest, dass die Leute mit einem bislang unbekannten Virus infiziert wurden. Kommissar Brunner gründet eine SOKO, der sich auch Walcher anschließt. Die Jagd nach einem Gegner, der an Gier und Grausamkeit kaum zu überbieten ist, beginnt. 

Das Buch ist im List Verlag erschienen, hat 400 Seiten und kostet als Taschenbuch 8,99€ 
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Worum geht es:
Als Markus Egger mit seinem Sohn nach dem langen Winter endlich in seiner Almhütte im Märgertal ankommt, erwartet ihn schlichtweg das Grauen. In seiner Hütte entdeckt sein Sohn etliche verweste Leichen. Schnell ist klar, wer die Leichen sind. Marokkaner die auf dem Hof der Hiemers lebten, und dort vermeintlich Pensionsgäste waren. Doch alle haben sich mit dem gleichen Virus angesteckt, und nicht nur sie, auch die Einheimisches des Märgertals wurden von dieser Krankheit dahin gerafft. Außerdem sind dort noch die ungeklärten Morde an anderen Personen um Hauptkommissar Brunner und den freien Journalisten Walcher. 

Meine Meinung:

Der Autor versteht es leider wirklich, die Spannung gleich von vorne weg zu eliminieren. Das Buch beginnt im Frühjahr als die Leichen gefunden werden. Dann gibt es ein Sprung zurück in den Winter, wo lückenlos und bis ins kleinste Detail erläutert wird, wer die Männer wie und warum dort abgelagert hat. Nachdem das feststeht, gibt es wieder einen radikalen Wechsel in den Frühling, und die Ermittlungen beginnen, weil ja nun erst die Leichen entdeckt wurden, und man versucht den Fall aufzuklären. Gäääähn. 
Es ist von Anfang an also zweifellos klar, was geschehen ist. Lediglich um zu erfahren warum dieser Virus dort ausbrach lohnt es sich weiter zu lesen. Mehr oder weniger. 

Auch finde ich die Charaktere des Buches seeehr sehr unrealistisch und flach dargestellt. In Kurzfassung wäre das wohl in etwa so: Die geldgierigen Hiemer-Brüder, die hellseherische Mathilde, der trottlige Hauptkommissar der die Hilfe eines Journalisten braucht um überhaupt auf Spuren zu kommen, und das All-in- One- Talent Walcher. Ein freier Journalist, Held und mit einem Alkoholproblem (ich glaub der gute Mann trinkt in dem gesamten Buch nichts anderes als Sherry, Wein oder Campari). Ach ja, und die Weltretterin und in ihr verloren gegangene Super-Krankenschwester Sophie.

Zusammengefasst bedeutet das, dass Walcher um die Welt reist, herausfindet wer was wann wieso getan hat, die Tätet entlarvt, die Polizei bei einem Angriff schützt, entführt wird und das alles überlebt ohne auch nur einen Kratzer zu bekommen. 

Dabei hätte die Story so gut umgesetzt werden können, das Thema ist nämlich ziemlich klasse, wieso die Leichen auftauchen mussten.



2 Kommentare:

  1. Ich habe bisher nur ein anderes Buch von Rangnick gelesen und fand es genauso langweilig, wie du dieses hier. Unrealistische Vorgänge, oberflächlich angekratzte Charaktäre usw.

    Dabei scheint der Autor bei einigen sehr beliebt zu sein...

    Viele Grüße
    Mvdl

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  2. Wirklich schade, klang vielversprechend.

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