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Samstag, 30. November 2013

Sylvia Roth - Ein Jahr in Lissabon

Klappentext:
Sie hatte sich rettungslos verliebt: In die Schiffshupen, die vom Tejo herauf tönten, das Surren der Kaffeemaschinen, das aus den Pastelarias drang, in die Frau, die in einem Holzkistchen ihren Kanarienvogel spazieren führte, den Schuhputzer, der sein Werkzeug ordnete und in die beiden alten Herren, die auf einer Parkbank ihr Nickerchen hielten. Sie war Hals über Kopf verschossen in die Poesie dieser Stadt - und musste einfach bleiben. Für länger. Für ein ganzes Jahr.

Verlag: Herder | Seiten: 192 | Preis: 12,99€ | Genre: Biographie, Reisen, Sachbuch | Spielt in: Portugal, Lissabon | Erscheinungsdatum: September 2013 | ISBN: 978-3451064838

Erster Satz:
"Ich hatte viel Sorgfalt darauf verwendet, meine Koffer zu packen."



Worum gehts:
Sylvia Roth hat ein Kunststipendium bekommen, und darf nun ein Jahr in der Stadt verbringen, in die sie sich Hals über Kopf bei ihrem ersten Besuch verliebt hat: Lissabon. Die portugiesische Hauptstadt, mit ihrer gelben Straßenbahn, den vielen alten Häusern und kleinen Gassen besitzt ihren ganz eigenen Charme und bezaubert von Anfang an. Sie wohnt in einer Gastfamilie, arbeitet in einer tollen Galerie und lernt die Sprache in Windeseile. Für Sylvia Roth ein durch und durch gelungenes Jahr.

Meine Meinung:
Leider muss ich sagen, dass dieses Buch nicht unbedingt zu meinen Favoriten aus der "Ein Jahr in..."- Reihe zählt, und um ehrlich zu sein kann ich nicht einmal benennen wieso. Geht man von meinen "klassischen Kriterien" aus, ist nichts dabei was mich wirklich stört: Der Schreibstil und der Lesefluss sind gut, bringen einem Lissabon gewiss auch näher und auch an dem einen oder anderen Geheimtipp für Lissabonreisende mangelt es nicht, und dennoch hat die Autorin es auf diesen 190 Seiten nicht geschafft, mich zu einem Besuch zu animieren. Zwar liest man aus jeder Seite ihre Begeisterung für die Stadt heraus, lernt unbekannte Ecken und Eigenheiten der Portugiesen kennen und trifft herrlich eigene Persönlichkeiten, und trotzdem kam bei mir kein Interesse auf. Mir fehlt die Begründung, warum ich denn nun dorthin gehen sollte.
Außerdem beginnt ab einem gewissen Punkt es mich ein wenig anzustrengend, dass Sylvia Roth mit ihrem über die Monate größer werdenen portugiesisch Wortschatz auch immer mehr davon auzugehen scheint, dass wir Leser dies mit dem Lesen ihres Buches auch können. Zunehmend wird auf Übersetzungen verzichtet, was mir den Spaß an ihren Unterhaltungen mit anderen genommen hat. Klar, es sind immer nur einzelne Sätze, und trotzdem hätte ich gerne gewusst was sie sagt.
Und auch, dass es zum Großteil nur im Kunst und Kultur geht, konnte mich nicht überzeugen. Ich möchte auch Sehenswürdigkeiten, Ausgehtipps, Auflüge oder Alltägliches.
Alles in allem war es kein schlechtes Buch, definitiv nicht, aber bisher eines der schwächsten die ich aus der Reihe gelesen habe.



Anne Funk - Ein Jahr auf Ibiza

Klappentext:
Anne Funk beginnt eine verhängnisvolle Affäre. Wie man in Sachen Liebe Schluss macht, eine Freundschaft beendet, von falschen Idealen ablässt- das alles hatte sie bis dato in ihrer Lebenskarriere gelernt. Aber so kurz vor der 30 will sie von einem anderen Alltag kosten. Ein Jahr auf Ibiza- quasi als Tapas, die ihr wieder Appetit auf das Menü ihres Lebens machen sollen.

Verlag: Herder | Preis: 12,99€ | Seiten: 192 | Genre: Biographie, Reisen, Sachbuch | Spielt in: Spanien, Balearen, Ibiza | Erscheinungstermin: September 2013 | ISBN: 978-3451062360

Erster Satz:
"Anne Funk macht Tabula Rasa!"


Worum geht es:
Anne Funk hat einen Plan: Noch einmal rauskommen, etwas neues machen, das Gefühl von Freiheit spüren und das alles bevor sie 30 wird. Also entschließt sie sich ein ganzes Jahr nach Ibiza zu ziehen, auf die Insel in die sie sich in vorherigen Urlauben unsterblich verliebt hat, und auf der sie tolle Bekannte hat, die ihr den Einstieg erleichtern möchten. Doch ungünstigerweise verlor sie ihr Herz in der Vergangenheit nicht nur an Ibiza, sondern auch an einen Mann nur wenige Wochen vor ihrem Umzug.
Auf der Insel angekommen, kommt sie bei einem älteren Ehepaar unter, in derem Yoga- Hotel sie mithilft und lernt schnell wie schön aber auch wie schwierig das Leben in der Ferne, weit weg von den Liebsten sein kann..

Meine Meinung:
Überraschenderweise war dieses Buch aus der "Ein Jahr in..." - Reihe bisher eines der schönsten Bücher für mich. Ich habe das Lesen jetzt eine ganze Weile vor mir hergeschoben, denn Ibiza war noch nie eine Insel die mich sonderlich interessiert hätte, oder die mich für einen Urlaub gereizt hätte. Ich hatte einfach immer nur die betrunkenen Möchtegern- Stars und Sternchen und das partywütige "Fußvolk" vor Augen, und somit hielt sich mein Bestreben, die Insel selbst zu entdecken eher in Grenzen. 
Außerdem haben wir November, also temperatur- und jahreszeitentechnisch auch nicht die Zeit, in der ich Bücher von warmen Mittelmeerinseln lese - und dennoch, trotz all dieser Vorbehalte hat mir das Buch unglaublich gut gefallen.
Das liegt mit ganz großer Sicherheit an dem tollen Schreibstil von Anne Funk, der einem gar nichts anderes übrig lässt als sofort die ganze Insel entdecken zu wollen, und einem die Insel sehr nah bringt. Der Schreibstil ist locker, lustig und gleichzeitig überraschend spannend für so ein Sachbuch. 
Besonders gefallen hat mir aber, wie es der Autorin gelingt "Reisetipps", sehenswerte Orte und Gelegenheiten und ihr Privatleben zu verknüpfen. Zu keinem Zeitpunkt war ich genervt von ihrer Liebesgeschichte zu ihrem deutschen Freund oder eben ihrer Liebesgeschichte zu der Insel. Beides ging fließend ineinander über und hat das Buch zu einem richtigen Highlight der Reihe gemacht. Und macht Lust darauf jetzt Ibiza doch mal eine Chance zu geben.



Dienstag, 3. September 2013

[Rezension] Anna Regeniter - Ein Jahr in London

Klappentext:
Ein Lebenstraum: Mit Anfang 30 zieht Anna Regeniter in die schillernde Hauptstadt Großbritanniens. Selbstironisch und mit viel Humor erzählt sie vom Aufeinanderprallen ihrer Londonträume mit der Realität.

Verlag: Herder | Seiten: 192 | Preis: 12,99€ | Genre: Biographie, Reisen, Sachbuch | Spielt in: Großbritannien, London | Erscheinungstermin: März 2007 | ISBN: 978-3451057410

Erster Satz: 
"Die Frau mit den langen, roten Locken an der Hotelrezeption spricht weder Englisch noch Deutsch."


Worum geht es:

Anna Regeniter erfüllt sich einen Lebenstraum, und zieht nach London - eine der teuersten Städte der Welt - um dort als Deutschlehrerin an einer Schule zu arbeiten. Doch schon von Anfang an merkt sie, dass das Leben hier etwas anders ist, als daheim: Schon die Wohnungssuche gestaltet sich schwierig, denn selbst mit einem relativ guten Lehrergehalt ist es schwierig eine gute und bezahlbare Wohnung zu finden. Schließlich landet sie in Primrose Hill, einem schicken Künstlerviertel, in einem shared house, in dem sie nicht die einzige Nicht-Britin ist. Sie beginnt sich schnell einzuleben, mit den britischen Angewohnheiten und Merkwürdigkeiten umzuehen (wie zum Beispiel soll man sich die Haare waschen, wenn es nur einen kochenheiß- Wasserhahn und einen bitterkalt- Hahn gibt?) und zu schätzen, integriert sich gut und genießt ihr neues Leben in dieser Millionenmetropole. 

Meine Meinung:

Ach ja, die Briten sind schon ein herliches Völkchen - ob nun in London oder in Plymouth, manche Angewohnheiten sind eben nicht nur regional und haben mich sehr sehr oft in diesem Buch zum schmunzeln und zurückdenken gebracht. Das liegt nicht nur an den Eigenheiten der Engländer selbst, sondern auch daran dass Anna Regeniter einen unheimlich tollen Schreibstil, eine tolle Art zu Erzählen, hat die einen mitnimmt in dieses große, neue Abenteuer in ihrem Leben. Ich fand sie zudem unheimlich sympathisch, was mir immer sehr wichtig ist, und leider nicht in allen Büchern der Ein Jahr In... - Reihe der Fall ist.
Es ist natürlich kein Reiseführer, aber wenn man so etwas sucht, gibt es tausende auf dem Markt, die jede Sehenswürdigkeit Londons vorstellen und da so ziemlich jeder 2. wohl schon mal in London war, ist das auch überflüssig - so exotisch ist die Stadt ja dann doch nicht. Viel mehr lernt man "versteckte Ecken" kennen, von denen man vermutlich nicht einmal wusste wie schön sie sein können und bekommt Insider-Tipps, wie ein Besuch der Bonfire Night im November auf dem Primrose Hill oder etliche Pubs, in denen sie ihre Zeit verbringt. 
Generell geht es in diesem Buch also mehr um das Lebensgefühl von Anna Regeniter, um ihr ganz persönliches London, abseits von Big Ben, Tower Bridge und Souvenirläden. I like!  



Mittwoch, 24. Juli 2013

[Rezension] Julica Jungehülsing - Ein Jahr in Australien

Klappentext:
Von diesem Moment hatte ich geträumt, seit Monaten, wahrscheinlich seit Jahren. Ich griff mein Brett, zog die Tür hinter mir zu, steckte den Schlüssel in den Klettverschluss und lief die Treppe runter. Dann ging ich barfuß mit dem Board die Straße entlang zum Strand. Ganz normal. Wie alle anderen Menschen in Bondi Beach auch.

Verlag: Herder | Seiten: 190 | Preis: 12,95€ | Genre: Biographie, Reisen, Sachbuch | Spielt in: Australien, hauptsächlich Bondi Beach | Erscheinungsdatum: März 2007 | ISBN: 978-3451058189

Erster Satz:
"Was genau machte ich eigentlich hier?"


Worum geht es:
Julica Jungehülsing erfüllt sich ihren Traum, den sie seit einem Surferurlaub auf den Kanaren hegt: Sie will dort leben wo andere Urlaub machen, und wie selbst verständlich sich morgens ihr Surfbrett schnappen und zu Fuß die paar Meter, mit dem Brett unterm Arm, zum Strand laufen, um noch die ersten Wellen auskosten zu können. Da sie freiberufliche Journalistin ist, wagt sie den Schritt und geht nach Bondi Beach um dort ihr neues Leben auf der Sonnenseite zu starten.

Meine Meinung:
Oh, oh, oh, das Buch war leider wirklich mit Abstand das schlechteste Buch aus der "Ein Jahr in..." - Reihe das ich bisher gelesen habe. Der Titel des Buches ist auch irgendwie komplett falsch gewählt, denn anstatt das Buch "Ein Jahr in Australien" zu nennen, hätte man es lieber "Ein Jahr in Bondi Beach, mit kurzen Abstechern nach Sydney, aber eigentlich hat mich der Rest Australiens, abseits von meinem tollen Bondi Beach, nicht interessier" nennen sollen.  Es hat einfach so gut wie gar nichts mit dem großen Kontinent Australien zu tun, der so viel zu bieten hat und von dem sie so wenig sieht - wodurch wir als Leser natürlich auch nicht in den Genuss kommen, andere Ecken Australiens zu entdecken. 
Im Prinzip verbringt sie ihre Tage ausschließlich zwischen Beachbar und Meer, und lässt nicht selten unerwähnt wie uuuuuuuunheimlich cool sie jetzt ist, und wie uuuuuuuunheimlich nervig diese Touris an ihrem Strand sind.
Und auch von Sydney, obwohl in unmittelbarer Nähe, erleben wir nichts. Aha, gut wir wissen jetzt wie man in Australien Bus fährt, aber es gibt keine Tipps zu tollen Parks, Aktivitäten, kleine Geheimtipps. Nichts. 
Und auch die Wüste wird nur kurz, in weniger als 5 Seiten angerissen. Hat sie gemacht. Fertig - zurück an Strand.
Man erfährt nichts über andere Städte wie Perth oder Canberry, liest nichts über Tasmania oder das Great Barrier Reef. Nichts.

Alles in allem sollte man sich das Geld für dieses Buch absolut sparen, und sich vielleicht einen richtigen Reiseführer kaufen.


Montag, 8. Juli 2013

[Rezension] Dela Kienle - Ein Jahr in Rom

Klappentext:
Rom und die Römer zu verstehen ist keine leichte Aufgabe: Dela Kienle erzählt von Metro-Nahkampf und dem Wahnsinn der Bürokratie, italienischen Männern und römischen Hochzeiten, heißen Sommern und den Strandritualen der Römer in »Ostia Lido«. Zwölf Monate zwischen Kolosseum und Petersdom, haarsträubendem Verkehr und magischen Sommerabenden, charmant und selbstironisch geschrieben.

Verlag: Herder | Seiten: 192 | Preis: 12,95€ | Genre: Reisen, Sachbuch, Biographie | Spielt in: Italien, Rom | Erscheinungsdatum: Oktober 2009 | ISBN: 978-3451059940

Erster Satz:
"Es gibt nichts unerfreulicheres, als den Morgen in einer Zugtoilette zu beginnen - in einer dieser klaustrophobisch kleinen Kabinen der 'Ferrovie Italiane'."


Worum geht es:

Um ihre Magisterarbeit zu schreiben, beschließt Dela Kienle für 1 Jahr nach Rom zu ziehen, um sich auch vor Ort mit ihren Studien beschäftigen zu können. Allerdings ist es für sie kein Aufbruch in ein komplett fremdes Leben, denn dort warten bereits ihr Freund und einige Bekannte auf sie, die ihr den Start erleichtern und bei Anfangsprobleme zur Seite stehen. 
Gemeinsam mit ihnen entdeckt sie die ewige Stadt, stürzt sich in den Immobilienmarkt in dem nichts ohne Beziehungen geht, lernt die Stadt aus sämtliches Perspektiven kennen, schlägt sich durch den täglichen Metro-Dschungel und erfährt vor allem viel, viel italienisches Alltagsleben, das manchmal tatsächlich so klischeehaft ist, wie man sich das vorstellt. Vor allem aber ist ihr Leben von einer Sache geprägt: Essen.

Meine Meinung:

Ich liebe Rom! Von der ersten Minute an, als ich das erste Mal diese Stadt gesehen habe, war ich zutiefst beeindruckt und habe mich direkt mit der Stadt verbunden gefühlt. Sie hat ihr ganz eigenes, besonderes Ambiente das ich so noch nirgendwo erlebt habe. Seitdem plagt mich eigentlich das Fernweh und ich wollte mir durch dieses Buch Abhilfe schaffen: Und das hat es getan. Auf diesen 192 Seiten bin ich wieder so richtig tief in meine Urlaubserinnerungen an Rom eingetaucht, wurde mitgenommen an Plätze die ich mit eigenen Augen gesehen habe, habe mich in Situationen wiedergefunden die ich auch so erleben konnte und war einfach wieder mitten drin. Es ist irgendwie etwas ganz besonderes von einem Ort zu lesen, dessen Plätze mir noch so präsent sind.
Dennoch ist es schon ein eher außergewöhnliches Buch der Reihe - denn wer hier tolle Insidertipps erwartet oder sich erhofft dass die Autorin viel viel von der Stadt erzählt und uns ihr eigenes Bild davon präsentiert, wird enttäuscht werden. Zwar finden der Vatikan, Ostia, der Trevibrunnen oder die Villa Borghese hier und dort Einzug in das Buch, es geht aber - leider - vor allem um sie. Um ihre Erfahrungen mit ihrem Freund, mit der Katze ihrer Mitbewohner oder ihren "Schwiegereltern in spé". Sie erzählt viel privates, was mich persönlich nicht sonderlich interessiert hat, aber dennoch interessant geschrieben war und auch voller Anekdoten über das italienische Alltagsleben steckte. Man bekommt dafür viele Tipps was man kulinarisch ausprobieren sollte, und in welchen Restaurants man besonders italienisch speist.

Ich gebe dem Buch dennoch 5 Sterne, auch wenn ich der Meinung bin dass es einfach viel zu viel um ihr Studentenleben und ihren Alltag ging (der so wohl auch in jeder anderen Stadt hätte statt finden können). Trotzdem aber war es ein toller Ausflug nach Rom, der ewigen Stadt, der in mir das Fernweh noch stärker entfacht hat, und der mich hat dahinschwelgen lassen in Erinnerungen und Wünschen neues zu entdecken.



Donnerstag, 30. Mai 2013

[Rezension] Carmen Eller - Ein Jahr in Moskau

Klappentext:
»Kaum betrat ich die Metrostation, war es mit der Ruhe vorbei. In der Moskauer Unterwelt wie überhaupt im russischen Leben galt ein ehernes Gesetz: Der Stärkste gewinnt! Zur Rushhour herrschte in dieser Elfmillionenstadt real existierender Sozialdarwinismus. Einem Menschen, der es wagte, die Station ohne Ticket zu betreten, schlugen zu einem schrillen Warnsignal zwei Metallschranken auf die Schenkel.«

Verlag: Herder | Seiten: 191 | Preis: 12,95€ | Genre: Biographie, Reiseführer, Sachbuch | Spielt in: Russland, Moskau | Erscheinungsdatum: Oktober 2010 | ISBN: 978-3451061356

Erster Satz: 
"Über Moskau leuchten Sterne aus Glas."

via Herder

Worum gehts:
Carmen ist Journalisten und erhält die Möglichkeit für einige Zeit in Moskau zu leben, um dort vor Ort für die Deutsche Zeitung zu schreiben. Eine große Chance in diesem fremden Land, dass Carmen selbst nur einmal vor etlichen Jahren während eines Schüleraustausches kennen lernen konnte.
Alles scheint irgendwie ein bisschen anders in Moskau, und viele Russen pflegen zu sagen: "Moskau ist nicht Russland" Zu groß ist der Kontrast dieser schnelllebigen, engen, hektischen und eitlen Stadt. Doch Carmen entdeckt nicht nur die Vorzüge und Nachteile der größten Stadt der Welt, sie wird auch Teil von ihr, lebt in und mit ihr und findet bald ein neues zu Hause zwischen Stalinschnee und Rotem Platz.

Meine Meinung:

Ein Jahr in Moskau ist ein Buch aus der "Ein Jahr in..." Reihe, dass für mich, verglichen mit den bisherigen Büchern der Reihe, komplett aus dem Rahmen fällt. Während die Autoren anderer Bücher sich in Schwärmerein verlieren (die durchaus sehr inspirierend sind), beschreibt Carmen Eller ganz offensichtlich das "echte Moskau", in dem eben nicht alles glänzt. Es ist eine hektische Stadt, die es Fremden schwer macht und in der es so viele Unterschiede zum durchgeplanten Deutschland gibt, dass es einem offensichtlich nicht immer leicht macht, die Stadt zu lieben. Und doch gewinnt man einen ganz speziellen Eindruck dieser Metropole, vielleicht sogar einen viel schöneren weil nicht so verklärten.
Was man aber schnell lieben lernt, sind die Moskauer selbst. Teilweise tragen sie ihr Herz vielleicht nicht auf der Zunge, doch Carmen Eller zeigt uns, dass ein zweiter Blick es oft wert ist, und dass "harte Schale, weicher Kern" eine Phrase mit Substanz ist.
Mir persönlich hat auf jeden Fall die Romanze zwischen ihr und ihrem Arbeitskollegen noch sehr gefallen. Das gab dem Buch diese besondere, persönliche Note und hob es ab von einem reinen "Stadtführer" in dem man Tipps und Kniffe für einen gelungenen Aufenthalt in Moskau und Russland selbst lernt.


Sonntag, 14. April 2013

[Rezension] Rita Henß - Ein Jahr in der Provence

Klappentext:
» "Attention mademoiselle!" Fast wäre ich direkt in den großen, kräftigen Mann hineingelaufen, der plötzlich vor mir steht, eine Hand in die Hüften gestemmt, mit der anderen ein riesiges Blech balancierend. Croissants! Direkt aus dem Ofen. Mmmmh.« In vollen Zügen genießt Rita Henß das Abenteuer Provence.

Verlag: Herder | Seiten: 192 | Format: Taschenbuch | Preis: 12,99€ | Genre: Biographie, Reise, Sachbuch | Spielt in: Frankreich, Provence | ISBN: 978-3451065293

Erster Satz:
"Acht Jahre Inselleben hinterlassen Spuren."




Worum geht es:

Rita Henß beschließt dass es für sie endlich Zeit wird, ihre gewohnte Umgebung gegen etwas neues, inspirierendes zu tauschen- und schnell fällt die Wahl auf Frankreich, auf die Provence. Da sie selbst schon viel Zeit in der Vergangenheit in diesem Land verbracht hat, und es stets genossen hat, ist der Schritt ins Nachbarland aufregend aber nicht angsteinflößend.
Dort angekommen entschließt sie sich zunächst einmal die etwas traditionellere Seite der Provence kennenzulernen, und sich Marseille für die Wintermonate aufzusparen, die Zeit in der das Wetter und das Ambiente in den dörflichen Regionen nicht mehr ganz so reizvoll sind. 
Zwischen Natur und traditionsbewussten Einheimischen lebt sie sich schnell ein, genießt die Vorzüge der Gegend und das kulinarische Angebot, und entdeckt Stück für Stück ein bisschen mehr von dieser vielfältigen Region.

Meine Meinung:

Bisher habe ich ja schon einige Bücher aus dieser Reihe "Ein Jahr in..." gelesen, und war jedes Mal komplett begeistert. Schnell konnten mich die jeweiligen Autoren mit ihrer eigenen Begeisterung für das jeweilige Land und die jeweiligen Eigenarten begeistern, und ebenso rasch bekam man ein Gefühl, bisher so viel verpasst zu haben.
Mit diesem Buch hatte ich aber von Anfang an meine großen Schwierigkeiten. Frau Henß hat es leider bis zum Schluss nicht geschafft mich für die Provence zu interessieren, bzw. mit das ganz individuelle Flair der Provence zu vermitteln. Viel zu verwirrend und unstrukturiert präsentiert sie ihre Erfahrungen, wechselt teilweise innerhalb von nur wenigen Seiten, die Jahre in denen sie ihre Erfahrungen und Eindrücke sammelt, und ließ mich oft den Faden verlieren. Auch störte mich ungemein der ständige Gebrauch ihre französischen Sätze. Für mich, die ich viele Jahre französisch gelernt habe, waren die Sätze meistens einfach zu verstehen - so dass ihre anschließenden Kommentare Sinn machten - aber für jeden, der mit dieser Sprach bisher nicht mehr am Hut hatte außer "Je t'aime" oder "trés chic" wird sicherlich nicht viel Freude beim Lesen haben. Es ist auch einfach sehr überflüssig, auf jeder Seite "jeden dritten Satz" auf französisch zu schreiben - das Ambiente würde auch so vermittelt werden. 

Außerdem waren ihre geschilderten Erlebnisse leider auch nicht immer interessant für mich als Leser. Zwar weiß ich jetzt viiiele viele Details über ihr Leben und auch das Dorf in dem sie zu Beginn lebt, aber "das große Ganze" bleibt im Dunkeln.

Zunächst habe ich überlegt dem Buch nur 2 Sterne zu geben, was meiner persönlichen Meinung entspräche. Aber das wäre dem Buch gegenüber unfair. Denn wer in Kürze plant einen Ausflug in die Provence zu machen oder schon dort war, und nun in Erinnerungen schwelgen möchte, für den ist das Buch doch geeignet. 
Für eben diese Leute werden Orte beleuchtet, die es sich sicherlich zu besuchen lohnt, werden Tipps gegeben, für Essen und Trinken, das man ausprobieren sollte, und Plätze genannt, die einen zweiten Blick wert sind. 
 

Samstag, 30. März 2013

[Rezension] Nicola Kaulich-Stollfuß - Ein Jahr in Singapur

Klappentext:
Ein Jahr in Singapur, kann das gut gehen? - Von der Wohnungssuche zwischen Hochhausbaustellen und der Kontrolle malariaverseuchter Blumentöpfe über Fußmassagen im Tempel, Vogelgesangswettbewerbe und Begegnungen mit Krokodilen in Stadtrandsümpfen. - Kein Hindernis, in dieser faszinierenden Multikulti-Gesellschaft anzukommen.

Verlag: Herder Spektrum | Format: Taschenbuch | Seiten: 190 | Preis: 12,99€ | Genre: Reiseführer, Sachbuch, Erfahrungsbericht | Spielt in: Singapur | Erscheinungsdatum: Februar 2013 | ISBN:  978-3451065170

Erster Satz:
"Mein Mann Burkhard behauptet immer, ich hätte ein 'schlesisches Gemüt'." 



Worum geht es:
Als Nicola Kaulich-Stollfuß´ Mann ein Jobangebot von seiner Firma bekommt, bricht ersteinmal im Leben des Berliner Ehepaars das Chaos ein: Drei Jahre Singapur? Wo zur Hölle liegt das eigentlich? Sollen wir das wirklich machen? Aber schnell steht die Entscheidung fest, die beiden gehen nach Singapur- in eine ihnen völlig unbekannte Welt. 
Und schon bald entpuppt sich dieser kleine Stadtstaat als Traumziel von Frau Kaulich-Stollfuß. Diese Stadt der Superlative und Gegensätze, in der moderne Hochhaus-Glasbauten neben traditionellen Tempeln stehen, in der Expats (Ausländer) mit Indern, Chinesen und anderen kleineren Kulturen Tür an Tür leben, in der ein Temperaturunterschied von 20°C von draußen und im Kino herrschen und in der Weihnachten das Konfekt davonschmilzt, bleibt kaum Zeit die Heimat zu vermissen, und jede Woche bietet neue Möglichkeiten sich in die Stadt noch ein kleines bisschen mehr zu verlieben. 

Meine Meinung:
"Singapur? Ja irgend son ein Stadtstaat in Asien? Und modern. Aber sonst? Nö, keine Ahnung. Klingt exotisch." Das denken wohl die meisten, wenn sie das Wort Singapur hören. Eine Stadt, weit weg von uns, aber so wirklich wissen wir nichts darüber. Mir geht es da nicht anders. Ein genaues Bild von der Stadt hatte ich nicht, und war deshalb auf dieses neue Buch aus der Ein Jahr in.. Reihe wahnsinnig gespannt. 
Ich liebe es, mich in ferne unbekannte Welten entführen zu lassen - und fremder hätte mir diese Stadt vor dem Lesen des Buches gar nicht sein können.

Doch Frau Kaulich-Stollfuß versteht es zu einhundert Prozent, einem die Stadt so schmackhaft zu machen, dass man sich fragt wieso man eigentlich noch nicht auf dem direkten Weg ins Reisebüro ist, um einen Direktflug zum Changi Flughafen zu buchen, um die Stadt mit eigenen Augen zu sehen.
 Denn, neben der wirklich sehr lockeren und angenehm humorvollen Schreibart, lockt das Buch auch noch mit seinen unzähligen neuen Impressionen. Hinter jeder Buchseite scheint sich auch eine neue Seite von Singapur zu verstecken, die man vorher so nie geahnt hätte. Sei es nun der quirlig laute Wochenmarkt oder die Bunkerähnlichen Räume in den Wohnungen. Man "sieht durch ihre Augen" alles, was man sich von einem spannenden Aufenthalt wünscht, und fühlt fast schon selbst den Schweiß den Rücken herunterlaufen, bei der Vorstellung sich bei 35°C und 90% Luftfeuchtigkeit mit dem Fahrradlenker voller Tüten den Berg nach Hause hochzuquälen.

Von allen Büchern der Reihe die ich bisher gelesen habe, ist dieses mit Abstand das beste und lässt mich ein weiteres Ziel auf die Liste der Orte hinzufügen, die ich in meinem Leben unbedingt noch bereisen muss. 




Freitag, 22. März 2013

[Rezension] Nadine Sieger - Ein Jahr in New York

Klappentext:
Wie im Film, aber alles live: Penetrante Hupkonzerte und unablässig drängende Menschenmassen. Und ein Jahr Zeit, um die Dating-Kultur und das legendäre Truthahn-Essen an Thanksgiving kennenzulernen.

Verlag: Herder | Format: Taschenbuch | Seiten: 190 | Preis: 12,99€ | Genre: Sachbuch, Reiseführer, Biographie | Spielt in: USA (New York, New Look City) | Erscheinungsdatum: März 2008 | ISBN: 978-3451059469
Ihr könnt das Buch zum Beispiel *hier* bei Amazon kaufen.
Erster Satz:
 "Wie im Film."




Worum gehts:
Nadine bekommt die Chance, von der Millionen von Menschen träumen: Sie bekommt ein Visum für Amerika, um in den nächsten fünf Jahren als Journalisten zu arbeiten. Doch eigentlich weiß sie nicht viel mehr über die Stadt, als jeder normale Tourist, und trotzdem entdeckt sie Facetten in den kommenden 12 Monaten, die sie nie für möglich gehalten hätte. Entdeckt die Multi-Kulti-Gesellschaft für sich, probiert, experimentiert und genießt. Von Open-Air Konzerten bis Feuerwerk, von Wohnungssuche bis Thanks Giving, von Freundschaft bis Datingrules.

Meine Meinung:
Nadine Sieger hat eine unglaublich sympathische Art zu schreiben, und eine Art bei der man das Geschehene irgendwie direkt miterleben kann. Miterleben darf. Mit ihrer offenen Art verzaubert sie ganz offensichtlich nicht nur die Menschen vor Ort, sondern gibt auch uns als Leser das Gefühl, dazuzugehören und direkt dabei zu sein.
Dabei sind ihre Erfahrungen nicht unbedingt die die auch ich würde machen wollen, und die Tipps die sie gibt, waren in 80% keine für mich passenden. Und dennoch vermittelt es dieses ganz besonderen Spirit, diese Lebensfreude die einen mitzieht oder abschreckt. Aber neutral und unberührt gegenüber dieser Millionenmetropole wird man nach Ende des Buches nicht mehr sein.
Jedoch gibt sie, im Gegensatz zu beispielsweise dem Buch "Ein Jahr in San Francisco" keine Empfehlungen, welche Festivals man wann besuchen kann, wo man besonders gut isst oder welcher Touripunkt besser zu meiden ist. Denn solche Dinge erlebt Nadine Sieger eher weniger. Viel eher sind ihre Empfehlungen subtil, und für jemanden der bald nach New York reisen möchte, und abseits der Menschenmassen die Stadt kennenlernen möchte, tolle Möglichkeiten, die Stadt der unbegrenzten Möglichkeiten zu "seiner" Stadt zu machen.


Freitag, 8. März 2013

[Rezension] Cornelia Tomerius - Ein Jahr in Istanbul

Klappentext:
Sie wissen nicht, wie sich der Bosporus verändert, wenn die Sonne scheint oder wenn der Himmel voller Wolken hängt. Sie wissen nicht, was in der Stadt los ist, wenn Ramadan ist, oder ein Fußballspiel der hiesigen Clubs. Sie wissen nicht, wie unglaublich bürokratisch es hier zugehen kann, und dann wieder wie südländisch unkompliziert. „ Dann schaut sie mich eindringlich an : „Sie wissen nicht, was es heißt eine Istanbulerin zu sein.“


Verlag: Herder | Seiten: 190 | Preis: 12,95€ | Format: Taschenbuch | Genre: Sachbuch, Reiseführer, Biographie | Spielt in: Türkei | Erscheinungsdatum: März 2008 | ISBN: 978-3451059407
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Erster Satz:
"'Tschai ?', fragt Frau Ö, knapp und gießt, ohne die Antwort abzuwarten, den heißen Tee in die Tasse."


Worum geht es:
Eigentlich wollte Cornelia Tomerius in Istanbul nur schnell einen Job erledigen, doch dann kommt alles etwas anders: Sie bleibt und erliegt der Schönheit und dem geheimnisvollen Zauber der Stadt am Bosporus, sowie dem Charme der Istanbuler. Sie lernt die Kunst der Improvisation und die Tücken des Türkischen. Sie erkundet Konstantinopel und erfährt, was einst wirklich im Harem des Sultans geschah. Sie entdeckt , warum der Istanbuler den Fußball so sehr braucht wie die Bosporusdampfer den Fahrtwind. Sie feiert Zuckerfest und Beschneidung und zündet den Silvesterbaum einfach eine Woche früher an.

Meine Meinung:
Wer jemals in Istanbul war wird sich, so wie ich, auf der Stelle in diese laute, chaotische, wundervolle Stadt verlieben, wird durch einige Moscheen und Paläste gelaufen sein, ist vielleicht auf dem Bosporus herum geschippert und hat sich auf dem Basar von der wundersamen Duftmischung aus Gewürzen, Kaffe und tausenden Menschen verwirren lassen. Und dann fährt man nach Hause mit dem unbefriedigten Gefühl, längst nicht alles gesehen und stattdessen viel zu viel verpasst zu haben. Aber dann findet man dieses zauberhafte kleine Buch und erlebt mit Cornelia Tomerius die andere Seite dieser Riesenstadt. Wer jetzt allerdings einen Reiseführer mit Tipps für die besten Bars und Ausflüge zu den beliebtesten Touristenatraktionen erwartet wird enttäuscht werden. Wer aber auf unterhaltsame Weise Geschichte und Geschichten über diese faszinierende Stadt und über das Leben zwischen Wahnsinn, Hitze und Gastfreundschaft kennenlernen möchte, wird dieses Buch lieben. Frau Tomerius' amüsanter Schreibstil macht es einem leicht einzutauchen zwischen blumigen Straßenverkäufern und Fußballfans, zwischen einer Jahrhunderte alten Kultur und einer unerwarteten Moderne. Dieses Buch lässt einen den tristen Winter in Deutschland vergessen und macht Lust auf den nächsten Sommerurlaub- Natürlich in Istanbul.



Dienstag, 25. Dezember 2012

[Rezension] Hanni Bayers - Ein Jahr in San Francisco

Klappentext:
Plötzlich ruft der Herr: »Next one, please.« Next one, das bin ich. »Passport, please. Your finger there.« Er liebt den Befehlston; wenige Worte, klare Ansagen. Ich drücke die Finger meiner linken Hand auf die warme Glasscheibe des grün blinkenden Lesegeräts vor mir. Ein Jahr in San Francisco kann beginnen - mit Cable Cars, Golden Gate Bridge, Hippies, Internet-Unternehmen und jeder Menge Raum für Träume und Abenteuer.

Verlag: Herder | Format: Taschenbuch | Seiten: 192 | Preis: 12,99€ | Genre: Sachbuch, Reiseführer, Biographie | Spielt in: USA (Kalifornien, San Francisco) | ISBN: 978-3451062568
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Erster Satz:
"Mit flinken Zügen malt er den Umriss der Vereinigten Staaten von Amerika auf die Flugzeugserviette."



Worum geht es:
Hanni arbeitet für eine Medizintechnik-Firma und erhält die Möglichkeit den Betrieb auf amerikanischen Boden auszubauen. Dazu reist sie für ein Jahr nach San Francisco, eine Stadt von der Hanni schon viel gehört hat, und die sie schon immer besuchen wollte. Und tatsächlich erlebt sie dort eine Welt, die im totalen Unterschied zum restlichen Amerika steht, eine Stadt die in jedem Winkel anders ist, und ein Leben voller Abenteuer und neuer Eindrücke.

Meine Meinung:
San Francisco ist eine Stadt, die ich seit Full House und etlichen anderen Filmen schon immer unbedingt einmal besuchen möchte, und die mich mehr reizt als L.A, Miama und Las Vegas zusammen. Und obwohl in naher Zukunft keine Reise dorthin geplant ist, fand ich es dennoch unglaublich interessant, die Stadt aus den Augen von Hanni Bayers zu entdecken. Sie entdeckt viel in der Stadt und der Umgebung, gibt Tipps für gute Bars, Restaurant, Festivals und Ausflüge, die jedem hilfreich sein dürften, der eine Reise plant, und erzählt dabei auch aus ihrem Privatleben. 

Allerdings finde ich manche Aussagen von Frau Bayers mehr als fragwürdig. Obdachlose, Arbeitslose und alle in irgendeiner Weise nicht durchschnittliche Menschen (Schwule ausgenommen, die findet sie nämlich total suuupiii) scheinen unter ihrem Niveau zu sein, und sie ist froh, wenn sie mit derartigen Personen nicht in Kontakt treten muss. Arme Hanni, muss sie wirklich neben Jobsuchenden im gleichen Raum sitzen.

Ansonsten ist ihr Leben aber wirklich amüsant und lesenswert, und macht Lust auf diese bunte Stadt.