Dienstag, 3. September 2013

[Rezension] Anna Regeniter - Ein Jahr in London

Klappentext:
Ein Lebenstraum: Mit Anfang 30 zieht Anna Regeniter in die schillernde Hauptstadt Großbritanniens. Selbstironisch und mit viel Humor erzählt sie vom Aufeinanderprallen ihrer Londonträume mit der Realität.

Verlag: Herder | Seiten: 192 | Preis: 12,99€ | Genre: Biographie, Reisen, Sachbuch | Spielt in: Großbritannien, London | Erscheinungstermin: März 2007 | ISBN: 978-3451057410

Erster Satz: 
"Die Frau mit den langen, roten Locken an der Hotelrezeption spricht weder Englisch noch Deutsch."


Worum geht es:

Anna Regeniter erfüllt sich einen Lebenstraum, und zieht nach London - eine der teuersten Städte der Welt - um dort als Deutschlehrerin an einer Schule zu arbeiten. Doch schon von Anfang an merkt sie, dass das Leben hier etwas anders ist, als daheim: Schon die Wohnungssuche gestaltet sich schwierig, denn selbst mit einem relativ guten Lehrergehalt ist es schwierig eine gute und bezahlbare Wohnung zu finden. Schließlich landet sie in Primrose Hill, einem schicken Künstlerviertel, in einem shared house, in dem sie nicht die einzige Nicht-Britin ist. Sie beginnt sich schnell einzuleben, mit den britischen Angewohnheiten und Merkwürdigkeiten umzuehen (wie zum Beispiel soll man sich die Haare waschen, wenn es nur einen kochenheiß- Wasserhahn und einen bitterkalt- Hahn gibt?) und zu schätzen, integriert sich gut und genießt ihr neues Leben in dieser Millionenmetropole. 

Meine Meinung:

Ach ja, die Briten sind schon ein herliches Völkchen - ob nun in London oder in Plymouth, manche Angewohnheiten sind eben nicht nur regional und haben mich sehr sehr oft in diesem Buch zum schmunzeln und zurückdenken gebracht. Das liegt nicht nur an den Eigenheiten der Engländer selbst, sondern auch daran dass Anna Regeniter einen unheimlich tollen Schreibstil, eine tolle Art zu Erzählen, hat die einen mitnimmt in dieses große, neue Abenteuer in ihrem Leben. Ich fand sie zudem unheimlich sympathisch, was mir immer sehr wichtig ist, und leider nicht in allen Büchern der Ein Jahr In... - Reihe der Fall ist.
Es ist natürlich kein Reiseführer, aber wenn man so etwas sucht, gibt es tausende auf dem Markt, die jede Sehenswürdigkeit Londons vorstellen und da so ziemlich jeder 2. wohl schon mal in London war, ist das auch überflüssig - so exotisch ist die Stadt ja dann doch nicht. Viel mehr lernt man "versteckte Ecken" kennen, von denen man vermutlich nicht einmal wusste wie schön sie sein können und bekommt Insider-Tipps, wie ein Besuch der Bonfire Night im November auf dem Primrose Hill oder etliche Pubs, in denen sie ihre Zeit verbringt. 
Generell geht es in diesem Buch also mehr um das Lebensgefühl von Anna Regeniter, um ihr ganz persönliches London, abseits von Big Ben, Tower Bridge und Souvenirläden. I like!  



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