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Mittwoch, 29. Mai 2013

[Rezension] Gilles Legardinier - Julie weiß, wo die Liebe wohnt

Klappentext:
Julie Tournelle hat schon viele verrückte Dinge in ihrem Leben getan. Doch als sie sich in das Namensschild ihres neuen Nachbarn verliebt, wirft sie endgültig jede Vernunft über Bord. Tagelang bezieht sie Posten hinter dem Türspion, um einen Blick auf den Unbekannten zu erhaschen. Dumm nur, dass er gerade dann auftaucht, als ihre Hand in seinem Briefkasten festklemmt. Doch Ricardo befreit sie nicht nur aus der misslichen Lage, sondern lädt sie sogar zum gemeinsamen Joggen ein. Julie weiß, sie sollte zugeben, dass sie nur in Notfällen läuft – wenn es brennt, oder ein kleiner böser Köter sie verfolgt – statt zu behaupten, sie sei begeisterte Langstreckenläuferin. Aber eigentlich ist doch in der Liebe alles erlaubt, oder?

Verlag: Goldmann | Preis: 8,99€ | Seiten: 384 | Genre: Liebe | Spielt in: Frankreich | Erscheinungsdatum: Mai 2013 | Originaltitel: Demain j'arrête | ISBN: 978-3442479009

Erster Satz:
"Kennt ihr jemanden, der seine Scheidung mit einer Party feiert?"



Worum geht es:

Im Moment könnte Julies Leben nicht unglücklicher sein: Frisch getrennt von Didier, einem Mann den sie für einen wichtigen Abschnitt ihres Lebens hielt entpuppt sich als soziopathischer Schnorrer, und auch ihr Job bei der lokalen Bank, den sie annahm nachdem sie Didier zu Liebe ihr Studium abgebrochen hat, macht sie mehr als unglücklich. Auf dem Tiefpunkt ihrer Stimmung macht sie jedoch eine Entdeckung, die ihr Leben auf den Kopf stellen wird: Ein neuer Mieter, Riccardo Patatras, ist in ihr Haus eingezogen. Und ganz ehrlich, jemand der so heißt kann nur entweder vom Zirkus kommen oder ein Geheimagent sein. 
Doch der neue Unbekannte lässt sich nicht mehr los. Sie verbringt ganze Abende vorm Türspion um nur endlich einen Blick auf den Mann werfen zu können, und verfehlt ihr Ziel doch immer um Haaresbreite. Bis sie sich kennen lernen. Sie, den Arm in einem Briefkasten eingeklemmt und vor Scham sterbend, er gut aussehend und unheimlich charmant.
Julie kann sich nicht helfen, aber sie hat sich Hals über Kopf in ihn verliebt...


Meine Meinung:

Dieses Buch ist etwas für jeden, der einen Kurzurlaub für die Seelebraucht, ein wahrer Seelenstreichler ist diese kleine Geschichte. Sie zieht ein weg von der Realität, und spinnt ein so zauberhaftes Netz und zarten Gefühlen, dass es unmöglich ist für die Zeit des Lesens an irgendetwas schlechtes in den Menschen denken zu können.
Ich bin ohne große Erwartungen an das Buch heran gegangen, denn abgesehen von dem skurrilen und dennoch interessanten Klappentext, wusste ich nichts über die Geschichte. Aber schon nach wenigen Seiten weiß man wieder, wieso französischen Autoren nachgesagt wird, dass sie ein ganz besonderes Talent zu schreiben haben. 
Ich habe schon viele Liebesgeschichten gelesen, und oft der der Grad zwischen Kitsch und Romantik, zwischen übertriebener Gefühlsduselei und zarten Gefühlen sehr schmal. Viele verfehlen ihn, weshalb ich kein großer Anhänger von romantischen Büchern bin, doch in diesem Buch wird eine so behutsame wie verrückte Geschichte erzählt, dass ich sofort in Julies Welt gefangen war. Alles scheint so normal zu sein, so abseits von Übertreibung, ein Leben in dem auch mal etwas (oder etwas öfter) Sachen schief gehen dürfen, in dem man sich verrennen darf, schlecht denken darf über andere und ein Leben in dem Mann tagelang das gleiche Abendessen kocht, nur um ein perfektes Dinner für den Mann seiner Träume anrichten zu können.
Ohne große Mühe hab ich mich nicht nur in die Welt von Julie verliebt, sondern auch in die Liebe selbst. 
Jede Person dieses Buches ist so speziell, weil so normal, und so sympathisch weil sie ihre Fehler haben dürfen, dass es eine wahre Schande ist, dass dieses Buch nur Fiktion ist, und kein aufgeschriebenes Leben einer so tollen Frau wie Julie. Zumindest nehme ich das an...



Donnerstag, 23. Mai 2013

[Rezi] Kiera Cass - The Elite, Bd. 2

Klappentext:
Thirty-five girls came to the palace to compete in the Selection. All but six have been sent home. And only one will get to marry Prince Maxon and be crowned princess of Illea.
America still isn't sure where her heart lies. When she's with Maxon, she's swept up in their new and breathless romance, and can't dream of being with anyone else. But whenever she sees Aspen standing guard around the palace, and is overcome with memories of the life they planned to share. With the group narrowed down to the Elite, the other girls are even more determined to win Maxon over--and time is running out for America to decide.
Just when America is sure she's made her choice, a devastating loss makes her question everything again. And while she's struggling to imagine her future, the violent rebels that are determined to overthrow the monarchy are growing stronger and their plans could destroy her chance at any kind of happy ending.

Verlag: Haper Colins | Seiten: 336 | Preis: £6,99 (7,90€) | Genre: Dystopie, Jugendbuch, Romantik | Erscheinungsdatum: April 2013 | Spielt in: Illéa (im Gebiet der heutigen USA) | ISBN: 978-0062262851

Erster Satz:
"The Angeles air was quiet, and for a while I lay still, listening to the sound of Maxon's  breathing."



Worum gehts:
Nur 6 Mädchen sind noch übrig, im Wettstreit um Maxons Herz und um die Krone von Illéa. Und obwohl America von Anfang an klar gestellt hat, dass sie nicht wegen Maxon hier ist, ist sie tatsächlich noch im Rennen. Denn Maxon ist verliebt in America, in ihre Art. Doch auch Aspen, Americas inzwischen Ex-Freund ist im Palast, und verkompliziert die Sache zusätzlich: Denn so richtig weiß sie nicht, wen von beiden sie möchte, ob sie überhaupt einen von beiden will, und woher sie wissen soll, wie sie sich richtig entscheidet. Doch neben ihren eigenen Problemen, nimmt auch der Konkurrenzkampf der Mädchen untereinander zu und auch der Druck von Außen wächst: Die Rebellenangriffe werden öfert. Und brutaler. Und offensichtlich geraten die Fugen so langsam aber sicher aus den Fugen.

Meine Meinung:
Ohje, es fällt mir so unglaublich schwer dieses Buch zu bewerten, denn ich hatte lange (eigentlich kann ich mich an kein einziges vergleichbares Buch erinnern), dass mich so wahnsinnig gemacht habe, das ich aber gleichzeitig auch so geliebt habe.
Im Prinzip lässt es sich so zusammenfassen: Ich liebe America, dann geht sie mir unfassbar auf die Nerven. Maxon ist toll, zumindest so lange bis ich ihn auch gegen die Wand klatschen könnte. Aspen mochte ich am Anfang überhaupt nicht, dann wurde er mir wieder sehr sympatisch. Die Mädchen im Palast sind unglaublich nett. Manchmal. Einige. Dann regen sie mich auf.
Das ganze Buch ist ein einziges hin und her von Gedanken, Taten und Sympathien, aber America treibt es auf die Spitze: 3/4 des Buches bestehen eigentlich daraus, dass sich diese Frau partout nicht entscheiden kann, wen von beiden sie nun aus welchen Gründen auch immer toller findet, und wieso nicht, und warum sie welche Entscheidungen tut oder lässt. So etwas unentschiedenes- schrecklich! Und trotzdem, und das ist das verwirrende an dem Buch, ist es super. Man MUSS einfach weiterlesen, ist komplett gefangen von der Geschichte und hat schon beim Zuklappen des Buches das Gefühl, dass man soo so viel verpasst, wenn man nicht augenblicklich weiterliest. Was nicht stimmt - denn sonderlich viel Handlung hat das Buch nicht. Eher viel Atmosphäre und einen so genialen Schreibstil, dass das Weglegen einfach furchtbar schwer fällt. 

Mir persönlich kommen leider die Angriffe der Rebellen in dem Buch viel zu kurz. Ich hatte da auf mehr gehofft, aber zwischen Americas pubertären Hysterieanfällen bleib der Autorin vermutlich nicht mehr ganz so viel Platz, um da jetzt noch dramtische Übergriffe einbauen zu können. Sie waren im Ansatz da, aber mir blieb das bisher noch viel zu oberflächlig. Immerhin lässt das aber auf mehr im dritten Band hoffen.

Ich gebe dem Buch vier Sterne. Nicht weil es ein literarisches Meisterwerk ist, nicht weil es eine tolle Handlung hat, und nicht weil die Charaktere vielschichtig und sympathisch sind. Nein ganz einfach weil einen das Buch mitreißt, begeistert, ans Herz geht und nicht mehr loslässt.


Donnerstag, 16. Mai 2013

[Rezension] Kiera Cass - The Selection (Bd. 1)

Klappentext:
Thirty-five beautiful girls. Thirty-five beautiful rivals...It's the chance of a lifetime and 17-year-old America Singer should feel lucky. She has been chosen for The Selection, a reality TV lottery in which the special few compete for gorgeous Prince Maxon's love. Swept up in a world of elaborate gowns, glittering jewels and decadent feasts, America is living a new and glamorous life. And the prince takes a special interest in her, much to the outrage of the others. Rivalry within The Selection is fierce and not all of the girls are prepared to play by the rules. But what they don't know is that America has a secret - one which could throw the whole competition...and change her life forever.

Verlag: Harper Collins | Seiten: 327 | Preis: £6,99 (7,80€ bei Amazon) | Format: Taschenbuch | Genre: Dystopie, Jugendbuch, Liebe | Deutscher Titel: Selection | Spielt in: im Gebiet der heutigen USA, jetzt umbenannt in "Illéa" | Erscheinungstermin: April 2012 | ISBN: 978-0007466696

Erster Satz:
"When we got the letter in the post, my mother was ecstatic."

 

Worum geht es:

Nach dem 4. Weltkrieg existiert das Land, das wir heute USA nennen, nicht mehr. An seine Stelle ist "Illéa" getreten, ein Land ähnlich der Vereinigten Staaten, und doch so unterschiedlich. Die wahrscheinlich größte Veränderung sind die Kasten, die jetzt das Leben der Menschen bestimmen: Man wird in sie hinein geboren, und nur durch Heirat lässt sich der eigene Status verändern. Ist man ein Mitglied der ersten Kaste, kann das Leben in vollen Zügen genossen werden, doch die Mitglieder der 8. Kaste kämpfen täglich um ihr Überleben.
America ist eine Fünf, nicht dauerhaft vom Hungertod bedroht, aber auch nicht auf der Sonnenseite des Lebens. Doch mit dem Brief, der alle jungen Mädchen zwischen 16 und 21 in Illéa erreicht, eröffnen sich ihr neue Welten. Sie kann ein Teilnehmer der Selection werden, ein Wettkampf in dem 35 Mädchen - unabhängig von Kaste und Einkommen - um das Herz von Prinz Maxon kämpfen, um ihn am Ende zu heiraten und Prinzessin von Illéa zu werden. 
America hat kein großes Interesse an einem solchem Spiel. Ihr Herz gehört bereits einem anderen, Aspen, doch ihrer Familie zu liebe nimmt sie an der Auswahl teil - und wird ausgewählt...

Meine Meinung:

Ich muss ja zugeben, dass ich mich vor allem von dem wunderschönen Cover habe anziehen lassen. Die Geschichte die einem dann aber auf dem Buchrücken versprochen wird klingt zugegebener Maßen aber alles andere als besonders ansprechend. Der Bachelor meets Dystopie, 2 gängige Formate die in Buch- und Fernsehkreisen gerade alle Welt begeistern. Trotzdem, gegen alle "Vernunft", habe ich mir das Buch gekauft, und mich auf das Abenteuer "Selection" eingelassen. 
Es beginnt dann leider genau so, wie man es erwartet hat: Einfach, belanglos und furchtbar vorhersehbar. Zwar ist der Schreibstil, wie für ein Jugendbuch normal, sehr leicht und unglaublich spannend zu lesen aber richtiges Interesse kam beim Lesen nicht auf.

Erst als ich das Buch dann das erste Mal weggelegt habe, im Glauben dass mich die Geschichte einfach nicht packen konnte, habe ich gemerkt wie sehr ich mich geirrt habe. Ich wollte weiterlesen. Sofort! Das Buch lag da, zugeschlagen, bereits von mir als "mittelmäßiger Mitläufer der Dystopie-Dreiecks-Geschichte" abgestempelt, und ließ mich doch nicht mehr los. 
Also hab ich weitergelesen, über die ersten lahmen 80 Seiten hinaus, und habe es jetzt quasi inhaliert. Die Geschichte nimmt einen einfach so sehr gefangen, dass man nicht mehr gehen kann, selbst wenn man wollte. 

Dabei sind die "Grundvorraussetzungen", die ein gutes Buch für mich ausmachen, nicht einmal gegeben: Die Charaktere sind sehr eindimensional: America ist nur gut, genau wie Maxon, während Celeste durch und durch böse ist. Das tut der Geschichte aber überraschenderweise keinen Abbruch. Eben so wenig wie die Tatsache, dass man von Anfang an weiß, wie dieser erste Teil enden wird.
Doch die ganze Geschichte ist so wunderschön romantisch, leicht kitschig teilweise, aber so zum schmachten und dahinschmelzen, dass mir das tatsächlich einfach völlig egal war. Ich habe mitgelitten mit America, mitgelacht und sie angehimmelt, auch wenn ich sie manchmal am liebsten aus dem Buch gerissen hätte und sie ein bisschen geschüttelt hätte.

Jetzt, am Ende des ersten Teils kann ich übrigens beim besten Willen noch nicht sagen, auf welcher Seite ich stehe: Anfangs war Aspen mein klarer Favorit, dann Maxon, und jetzt stehe ich wieder auf Position Null und kann mich nicht entscheiden, an wem mein Herz hängt. 


Donnerstag, 22. November 2012

[Buchrezension] Susan Wiggs - Weihnachtsengel gibt es doch + VIDEO

Klappentext:
Nichts könnte magischer sein als Weihnachten am Willow Lake.Es gibt wohl niemanden auf der Welt, der Weihnachten so sehr liebt wie Maureen Davenport. Deshalb ist die allein stehende Bibliothekarin auch überglücklich, dass sie dieses Jahr endlich das große Krippenspiel an Heiligabend organisieren darf. Leider wird ihr aber Eddie Haven zur Seite gestellt, der größte Weihnachtszyniker der Welt. Über jede Kleinigkeit muss sie stundenlang mit ihm streiten. Doch dann erhält Maureen eine Nachricht, die ihre Welt auf den Kopf stellt: Die Bibliothek, die sie leitet, soll geschlossen werden! Jetzt kann ihr nur noch ein Wunder helfen nie hätte sie damit gerechnet, dass ihr Weihnachtsengel ausgerechnet der Mann ist, der dieses Fest überhaupt nicht leiden kann!

Verlag: Mira Taschenbuch | Seiten: 400 | Preis: 8,99€ | Format: Taschenbuch | Originaltitel: Lakeshore Christmas | Erscheinungsdatum: Okt. 2012 | Besonderheit: Keksrezepte am Ende des Buchs | Spielt in: USA | Genre: Romantik | ISBN: 978-3862784738
Ihr könnt das Buch zum Beispiel *hier* bei Amazon kaufen.

Erster Satz:
"Der Junge erreichte den Ortsrand in der Abenddämmerung eines Wintertages."



Worum geht es:

 Weihnachten ist für Moe die schönste Zeit des Jahres. Nichts genießt die junge Frau mehr, als gemeinsam mit ihrer Familie das Fest der Liebe zu begehen. Und in diesem Jahr verspricht es ein noch viel schöneres fest zu werden, denn nachdem die bisherige Organisatorin des Krippenspiels zurück getreten ist, ist es nun an Maureen eines auf die Beine zu stellen, das die Menschen in Avalon tief berühren soll. Doch es wird problematischer als erwartet. Denn die Organisation liegt nicht nur in ihren Händen, sondern auch der bekennende Weihnachtshasser Eddie Haven, der Kinderstar DES Weihnachtsfilms, der vor 25 Jahren die Menschen begeisterte, ist mit von der Partie, um nach seiner Verurteilung seinen Sozialdienst abzuleisten. Erschwerend kommt hinzu, dass es die Bücherrei, in der Maureen arbeitet und an der ihr ganzes Herz hängt, nicht mehr lange geben wird. Sollte bis zum Ende des Jahres nicht der Etat für das ganze nächste Jahr aufgebracht werden, muss die Bibliothek schließen - und diese Summe ist unerreichbar hoch. 


Meine Meinung:

 Wer ein richtiges atmosphärisches Weihnachtsbuch sucht, wird hier mit diesem Buch vermutlich nicht glücklich. Denn obwohl es vermeintlich um Weihnachtsengel geht, und auch der Klappentext viel verspricht, ist es kein magisches Weihnachtsmärchen a la Charles Dickens. ABER, dennoch ist das Buch gut geeignet um sich so langsam an die nahende Weihanchtszeit heranzutasten und sich ein bisschen in Stimmung zu bringen. Denn so wirklich um "Weihnachten" geht es in dem Buch nicht, viel mehr bietet das Fest einen schönen Hintergrund. Denn im Vordergrund steht allein die Liebesgeschichte zwischen Maureen und Eddie, die so auch in jeder anderen Jahreszeit hätte stattfinden können, in der sich Familienfeste anbieten. 

Was vielleicht interessant ist zu wissen, ist dass das Buch Teil einer großen Reihe von Susan Wiggs ist, deren Geschichten immer in Avalon am Willow Lake spielen. Die Personen die hier auftauchen, sind also auch in anderen Romanen präsent und dort die Protagonisten. Man muss die Bücher aber auf jeden Fall vorher nicht gelesen haben. Dennoch hatte ich das eine oder andere Mal das Gefühl, dass die Beziehungen zwischen einzelnen Personen des Buches mir etwas schleierhaft blieben.

Alles in allem ist es also offensichtlich ein schöner Liebesroman der zu Weihnachtszeit spielt. Aber, und das ist der Punkt warum ich den Stern abgezogen habe. Diese Liebesgeschichte ist für mich beim besten Willen nicht nachvollziehbar. Zwar kann ich verstehen, was Maureen an an Eddie gefällt, aber diese Frau ist so unnahbar, kratzbürstig und verklemmt, dass es einfach nicht verständlich ist, was Eddie an ihr findet. Natürlich muss eine Frau nicht der strahlende Sonnenschein mit dem schönsten Aussehen sein, damit sich ein Mann in sie verliebt, aber die Autorin hat sie mit keiner ihrer Beschreibungen gut dastehen lassen. Sie will eigentlich, aber ist so unfassbar eklig zu ihm, dass man sie nur schütteln und fragen möchte, was zur Hölle eigentlich ihr Problem ist. Dementsprechen gestaltet sich die Romanze sehr unreal und würde so, in der kurzen Zeit und unter diesen kurzen Umständen vermutlich fast nie stattfinden.

Fazit: Wer sich erst einmal nur auf die Weihnachtszeit einstimmen möchte, ohne zu viel Weihnachtsmagie zu erwarten und gerne Liebesgeschichten mag, wird mit diesem Buch zufrieden sein. Meinen Geschmack konnte es leider nicht treffen, aber objektiv bewertet ist es ein gutes Buch!


Und wer keine Lust auf Rezensionenlesen hat, kann sich auch meine Video-Rezi dazu anschauen :) 



Dienstag, 21. August 2012

[Rezension] Nora Roberts - Rückkehr nach River's End

Klappentext:
Sie mußte in die Vergangenheit eintauchen, um die Zukunft zu sehen.
Eines Nachts wird die kleine Livvy Zeugin eines blutigen Mordes und verliert auf grausame weise ihre Eltern. Erst in der friedlichen Abgeschiedenheit von River's End, weit entfernt vom Ort des Verbrechens, verlieren die Bilder über die Jahre ihre bedrohliche Kraft. Aber Livvy muß sich der Vergangenheit stellen, denn dem Mann, der hinter dem Verbrechen steht, kann sie nicht entrinnen.

Verlag: Heyne | Format: Taschenbuch | Preis: 8,99€ | Seiten: 512 | Genre: Liebe, Schicksal Romantic Suspense | ISBN: 978-3453408500
 Ihr könnt das Buch z.B. *hier*`bei Amazon kaufen

 

Worum gehts: 

Livvy ist vier Jahre alt, als sie mit ansehen muss wie ihr eigener Vater ihre Mutter mit einer Schere tötet. Nur weil sie sich im Schrank versteckt, findet ihr mit Drogen vollgepumpter Vater das kleine Mädchen nicht und lässt sie am Leben. Ihr einziger Halt zu dieser Zeit, ist ihre Familie. Und obwohl ihre Tante Jamie das Kind gerne in L.A. behalten würde, nehmen ihre Großeltern sie mit nach Hause, in das abgeschottete und ruhige River's End. Denn Livvys Eltern waren Hollywoodstars, und Livvy soll in Frieden aufwachsen können.
Doch Jahre später wird die inzwischen Erwachsene Frau mit ihrer Vergangenheit konfrontiert, denn ihr Vater wird aus der Haft entlassen und will seine Geschichte zu Papier bringen.


Meine Meinung:

Nora Roberts wurde mir als Autorin von vielen Seiten aus ans Herz gelegt. Romantic Suspense war das Stichwort, mit dem jeder um sich warf, und der mir bisher noch nichts sagte: Eine romantische Geschichte verstrickt mit einem Krimi und Spannung, so dass es nicht zum Schmachtroman wird. Als begeisterte Thriller- und Krimileserin war ich also gespannt, wie mir das ganze gefallen wird. 

Die Story geht auch wirklich sehr spannend los, auch wenn ich nach sage und schreibe 30 (von ca. 500) Seiten wusste, wer der wirkliche Mörder ist, und wieso er tötete. Dennoch sind die Gefühle der kleinen Oliva so berührend, dass man einfach weiter lesen muss um zu erfahren, wieso dieser Mord geschehen musste, wieso die kleine Livvy das ertragen muss. Die Dialoge mit diesem kleinen vierjährigen Mädchens gingen mir unheimlich nah.

Danach lernt man Livvy im Alter von 12 Jahren kennen. Sie lebt inzwischen seit 8 Jahren bei ihren Großeltern in River's End, und hat die Ereignisse dieser Nach weitesgehend verdrängt. Doch der Ermittler in diesem Fall, und seine Familie, machen Ferien im Gästehaus ihrer Großeltern und treffen dort natürlich auf Livvy. Die gesamte Szenerie ist derart wunderschön beschrieben- herrlich. Man hört förmlich das Knacken des Geäst und riecht die "grüne Luft" des Waldes.

Bis hier gefiel mir das Buch wahnsinnig gut, doch mit den nächsten Seiten beginnt ein neues Kapitel in Livvys Leben, mit dem ich einfach nicht mithalten konnte. Olivia wird zu so einer unsympathischen, geradezu nervtötend launisch und zickig, dass ich ehrlich nicht verstehen kann, warum sich jemand in sie verliebt. Erst fällt sie ihm um den Hals, lässt sich von ihm mitreißen und ist hin und weg und ihm, nur um ihn im nächsten Moment super sauer und energisch von sich zu stoßen und anzuschreien. Seeeehr anstrengend die gute Frau. 

Alles in allem ist es mal eine nette Abwechslung zu nur Thrillern und Krimis oder reinen Liebesgeschichten. Doch zumindest dieses Buch aus dem Genre Romatic Suspense ist definitiv mehr Romantic als Suspense- eigentlich gar keine Suspense :D
Dennoch war es ein schönes, kurzweiliges Buch, in dem man vor allem so wundervolle Landschaften kennenlernt, wie ich es lange nicht mehr erlebt habe in Büchern.