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Donnerstag, 23. Mai 2013

[Rezi] Kiera Cass - The Elite, Bd. 2

Klappentext:
Thirty-five girls came to the palace to compete in the Selection. All but six have been sent home. And only one will get to marry Prince Maxon and be crowned princess of Illea.
America still isn't sure where her heart lies. When she's with Maxon, she's swept up in their new and breathless romance, and can't dream of being with anyone else. But whenever she sees Aspen standing guard around the palace, and is overcome with memories of the life they planned to share. With the group narrowed down to the Elite, the other girls are even more determined to win Maxon over--and time is running out for America to decide.
Just when America is sure she's made her choice, a devastating loss makes her question everything again. And while she's struggling to imagine her future, the violent rebels that are determined to overthrow the monarchy are growing stronger and their plans could destroy her chance at any kind of happy ending.

Verlag: Haper Colins | Seiten: 336 | Preis: £6,99 (7,90€) | Genre: Dystopie, Jugendbuch, Romantik | Erscheinungsdatum: April 2013 | Spielt in: Illéa (im Gebiet der heutigen USA) | ISBN: 978-0062262851

Erster Satz:
"The Angeles air was quiet, and for a while I lay still, listening to the sound of Maxon's  breathing."



Worum gehts:
Nur 6 Mädchen sind noch übrig, im Wettstreit um Maxons Herz und um die Krone von Illéa. Und obwohl America von Anfang an klar gestellt hat, dass sie nicht wegen Maxon hier ist, ist sie tatsächlich noch im Rennen. Denn Maxon ist verliebt in America, in ihre Art. Doch auch Aspen, Americas inzwischen Ex-Freund ist im Palast, und verkompliziert die Sache zusätzlich: Denn so richtig weiß sie nicht, wen von beiden sie möchte, ob sie überhaupt einen von beiden will, und woher sie wissen soll, wie sie sich richtig entscheidet. Doch neben ihren eigenen Problemen, nimmt auch der Konkurrenzkampf der Mädchen untereinander zu und auch der Druck von Außen wächst: Die Rebellenangriffe werden öfert. Und brutaler. Und offensichtlich geraten die Fugen so langsam aber sicher aus den Fugen.

Meine Meinung:
Ohje, es fällt mir so unglaublich schwer dieses Buch zu bewerten, denn ich hatte lange (eigentlich kann ich mich an kein einziges vergleichbares Buch erinnern), dass mich so wahnsinnig gemacht habe, das ich aber gleichzeitig auch so geliebt habe.
Im Prinzip lässt es sich so zusammenfassen: Ich liebe America, dann geht sie mir unfassbar auf die Nerven. Maxon ist toll, zumindest so lange bis ich ihn auch gegen die Wand klatschen könnte. Aspen mochte ich am Anfang überhaupt nicht, dann wurde er mir wieder sehr sympatisch. Die Mädchen im Palast sind unglaublich nett. Manchmal. Einige. Dann regen sie mich auf.
Das ganze Buch ist ein einziges hin und her von Gedanken, Taten und Sympathien, aber America treibt es auf die Spitze: 3/4 des Buches bestehen eigentlich daraus, dass sich diese Frau partout nicht entscheiden kann, wen von beiden sie nun aus welchen Gründen auch immer toller findet, und wieso nicht, und warum sie welche Entscheidungen tut oder lässt. So etwas unentschiedenes- schrecklich! Und trotzdem, und das ist das verwirrende an dem Buch, ist es super. Man MUSS einfach weiterlesen, ist komplett gefangen von der Geschichte und hat schon beim Zuklappen des Buches das Gefühl, dass man soo so viel verpasst, wenn man nicht augenblicklich weiterliest. Was nicht stimmt - denn sonderlich viel Handlung hat das Buch nicht. Eher viel Atmosphäre und einen so genialen Schreibstil, dass das Weglegen einfach furchtbar schwer fällt. 

Mir persönlich kommen leider die Angriffe der Rebellen in dem Buch viel zu kurz. Ich hatte da auf mehr gehofft, aber zwischen Americas pubertären Hysterieanfällen bleib der Autorin vermutlich nicht mehr ganz so viel Platz, um da jetzt noch dramtische Übergriffe einbauen zu können. Sie waren im Ansatz da, aber mir blieb das bisher noch viel zu oberflächlig. Immerhin lässt das aber auf mehr im dritten Band hoffen.

Ich gebe dem Buch vier Sterne. Nicht weil es ein literarisches Meisterwerk ist, nicht weil es eine tolle Handlung hat, und nicht weil die Charaktere vielschichtig und sympathisch sind. Nein ganz einfach weil einen das Buch mitreißt, begeistert, ans Herz geht und nicht mehr loslässt.


Samstag, 15. Dezember 2012

[Rezension] Veronica Roth - Insurgent (Bd. 2)

Deutscher Klappentext:
Der Aufstand hat begonnen ...In einer ungewissen Zukunft, in der die Fraktionen zerfallen, gibt es keine Sicherheiten mehr. Außer der einen: Wo auch immer ich hingehe – ich gehe dorthin, weil ich es will…
Drei Tage ist es her, seit die Ken mithilfe der ferngesteuerten Ferox-Soldaten unzählige Altruan umgebracht haben. Drei Tage, seit Tris' Eltern starben. Drei Tage, seit sie selbst ihren Freund Will erschossen hat – und aus Scham und Entsetzen darüber schweigt. Mit den überlebenden Altruan haben Tris und Tobias sich zu den Amite geflüchtet – doch dort sind sie nicht sicher, denn der Krieg zwischen den Fraktionen hat gerade erst begonnen. Wieder einmal muss Tris entscheiden, wo sie hingehört – selbst wenn es bedeutet, sich gegen die zu stellen, die sie am meisten liebt. Und wieder einmal kann es nur Tris in ihrer Rolle als Unbestimmte gelingen, die Katastrophe abzuwenden...

Verlag: Harpercollins | Seiten: 529 | Format: Paperback | Preis: 6,99£ (8,10€) | Genre: Dystopie, Jugendbuch | Erscheinungsdatum: Mai 2012 | Spielt in: USA | deutscher Titel: Die Bestimmung, Tödliche Wahrheit | Fortsetzung? Band 2, der Divergent Trilogie | ISBN: 978-0007442928
Ihr könnt das Buch zum Beispiel *hier* bei Amazon kaufen

Erster Satz:
"I wake with his name in my mouth."

 

Worum geht es: 

Nach dem Angriff der Erudite (dt. Ken) auf die Abnegation (dt. Altruan) ist die Welt wie sie einst war ein einziges Chaos. Wem kann man noch trauen, wer ist Freund und wer Feind? Die Grenzen zwischen Gut und Böse verwischen immer mehr, und mitten drin ist Tris, getrieben von dem Wunsch nach Gerechtigkeit und auch Rache, nach dem Tod ihrer Eltern. Das Fraktionensystem beginnt zu bröseln, und wo immer Tris und Tobias Unterschlupf suchen, können sie sich nicht sicher sein, auf welche Seite sich die gerade noch Schutzgebenden schlagen werden, und wann es auch dort wieder zu gefährlich wird.
Zeitgleich machen zwischenmenschliche Probleme das Leben von Tris nicht gerade leichter. Totgeglaubte Personen aus der Vergangenheit tauchen auf, die Beziehung mit Tobias verläuft nicht so wie sie sollte, und Christina wendet sich von ihr ab... Das Leben könnte härter nicht sein!



Meine Meinung:

Nach dem meiner Meinung nach doch recht langweiligem ersten Band mit einem allerdings sehr vielversprechenden Ende, habe ich mich gespannt auf den zweiten Teil gestürzt- und wurde jäh enttäuscht. Ich habe mich jetzt wirklich tagelang durch dieses Buch gequält und finde es einfach nur grauenhaft. Viele werden jetzt vermutlich erregt aufschreien, und meine Meinung verteufeln, aber ich kann den Hype um diese Geschichte ganz ehrlich absolut nicht verstehen.

Mein Hauptgrund ist Tris: OH MEIN GOTT, ist dieses Mädchen ätzend?! Es reicht ja offensichtlich nicht aus, sie unerträglich unsympathisch zu machen, nein, sie ist auch launisch, zu 100% Ich-bezogen (auch wenn sie sich ja gerne einredet, es nur im Wohle aller zu machen), großkotzig, falsch und absolut respektlos. Am liebsten hätte ich sie aus der Geschichte heraus geholt, und sie gefragt ob bei ihr eigentlich noch alles rund läuft. Umso unverständlicher ist für mich die Liebe von Tobias zu ihr. Über das ganze Buch hinweg gab es keine Hand voll Momente, in denen sie nett oder gar liebevoll zu ihm gewesen wäre, während er nur damit beschäftigt ist ihr zu verzeihen oder ihre Handlungen überhaupt nachvollziehen zu wollen.

Die Handlung des Buches ist auch nicht gerade abwechslungsreich. Zu 90% besteht das Buch aus "Sie erschießt ihn. Er erschießt sie. Sie stürmen das Haus und erschießen alle. Sie steigt über die Leichen der sowieso. Sie machen Pläne um irgendwo einzudringen und jeden zu eliminieren der nicht ihrer Meinung ist." Krieg, Gewalt und Brutalität bestimmen das Buch, und machen es weder zu einem Buch für Jugendliche (also eben auch 13jährige), noch zu einem Buch, das man lesen muss. 

  Einige Wendungen fand ich aber doch ganz interessant und hätte ich so nicht erwartet. Zum Beispiel Calebs Meinung zu der Situation, das Ende auf jeden Fall und auch so das eine oder andere Detail während der Geschichte.

Fazit: Alles in allem hätte ich mir das Geld und die Zeit sparen können. Mich persönlich hat es sehr entäuscht und sogar zeitweise so genervt, dass ich lieber zeitiger ins Bett gegangen bin, als mich mit Tris blutrünstigem und kaltblütigem Wesen auseinander setzen zu müssen.



Freitag, 9. November 2012

[Rezension] Veronica Roth - Divergent

Klappentext:
Altruan – die Selbstlosen. Candor – die Freimütigen. Ken – die Wissenden. Amite – die Friedfertigen. Und schließlich Ferox – die Furchtlosen …
Fünf Fraktionen, fünf völlig verschiedene Lebensformen sind es, zwischen denen Beatrice, wie alle Sechzehnjährigen ihrer Welt, wählen muss. Ihre Entscheidung wird ihr gesamtes künftiges Leben bestimmen, denn die Fraktion, der sie sich anschließt, gilt fortan als ihre Familie.
Doch der Eignungstest, der über Beatrices innere Bestimmung Auskunft geben soll, zeigt kein eindeutiges Ergebnis. Sie ist eine Unbestimmte, sie trägt mehrere widerstreitende Begabungen in sich. Damit gilt sie als Gefahr für die Gemeinschaft.
Beatrice entscheidet sich, ihre bisherige Fraktion, die Altruan, zu verlassen, und schließt sich den wagemutigen Ferox an. Dort aber gerät sie ins Zentrum eines Konflikts, der nicht nur ihr Leben, sondern auch das all derer, die sie liebt, bedroht…

Verlag: Harpercollins | Preis: 7,99£ | Format: Paperback | Seiten: 489 | dt. Titel: Die Bestimmung | Genre: Dystopie, Jugendbuch | ISBN: 978-0007420421
Ihr könnt das Buch z.B. *hier* bei Amazon kaufen. 

Erster Satz:
"There is one mirror in my house."



Worum geht es:

Chicago in der Zukunft. Die Welt ist in ein neues System unterteilt, in dem jeder Mensch in seinem 16. Lebensjahr entscheidet, wie sein Leben fortan weitergehen wird. Denn die Menschen haben sich in 5 Fraktionen gespalten, denen man zugehört und denen man sein weiteres Leben widmen wird. Beatrice wuchs unter den Selbstlosen auf, doch der Test der vor der Entscheidung bei jedem gemacht wird, zeigt dass sie dort nicht bleiben wird. Denn sie ist nicht nur Selbstlos, sie zeigt auch Merkmale der Furchtlosen und der Ehrlichen- und ist damit eine Gefahr für das System. 
Sie entscheidet sich ihr weiteres Leben getrennt von ihrer Familie bei den Furchtlosen zu verbringen, und findet sich schon bald in einer Fraktion wieder, in der Mut und Gewalt höher gestellt sind, als sie es sich je hätte vorstellen können. 


Meine Meinung:

An dieses Buch hatte ich sehr hohe Erwartungen, wie das halt immer so ist wenn es diesen riesigen Hype um bestimmte Bücher gibt. Gesagt wurde, dass dieses Buch für alle "Fans" der Panem-Trilogie quasi ein MUSS ist, und man es definitiv lieben wird. Da ich mich selbst als großen, großen Anhänger von Dystopien bezeichnen würde, war ich natürlich unsagbar gespannt auf das Buch. Gelesen habe ich es aber auf Englisch, schon alleine aus Kostengründen.

Tja, so richtig weiß ich gar nicht, wie ich meine Gedanken zu dem Buch zusammenfassen und gut rüber bringen soll. Denn von Anfang an, habe ich mich an dem System der Gesellschaft gestört, einfach deshalb weil ich mir beim besten Willen nicht vorstellen kann, dass es jemals so ein Fraktionenprinzip geben kann. Bei anderen Dystopien war dies jedoch noch nie mein Problem. Die Tatsache, dass man als Mensch immer nur entweder oder sein kann, ist völlig aus der Luft gegriffen, da ich mal annehme, dass niemand von uns sich jetzt spontan nur einer einzigen Fraktion zuordnen würde. Wer schlau ist, ist nicht hilfsbereit, wer mutig ist, ist nicht ehrlich. Unglaubwürdig. Und die die doch mehrere Charaktereigeneschaften in sich vereinen, sind eine Gefahr für die Gesellschaft. 

Auch Beatrice hat mir als Protagonisten überhaupt nicht gefallen. Ihre Handlungen sind unüberlegt, sie ist unsympathisch und  so sprunghafgt, dass sie mir einfach nur auf die Nerven ging. Ganz im Gegensatz aber zu Four- was für ein fantastisch ausgearbeiteter Charakter! Ich liebe diesen Typen einfach. Four ist vielseitig, vorausschauend und wesentlich greifbarer als Tris, Peter und Co. 

Das Buch hat auch nicht wirklich eine Handlung. Gut, es ist der Auftakt einer Trilogie, und da das Ende doch recht spannend war, darf man annehmen, dass das jetzt nur die Hinführung zu dem eigentlichen Thema des Buches war, aber mir 400 Seiten lang durchzulesen, welche Aufgaben man machen muss, ohne erkennbares Ziel der Geschichte, hat mich gestört. Da das Buch ja oft mit Panem verglichen wird, will ich es mal so formulieren: Das Buch handelt zu 400 von 500 Seiten in dem Trainingscamp der Tribute vor den Spielen. Man weiß jetzt zwar, wie das Hauptquartier der Mutigen und der Aufnahmetest  strukturiert sind, gebracht hat es aber eigentlich nicht mehr, außer dass wir nun wissen, dass Tris gewaltbereit ist und kein kleines zerbrechliches Mädchen.

Auf den letzten Seiten scheint der Autorin dann plötzlich eingefallen zu sein "Huch, das Buch ist ja gleich zu Ende- mach ich mal noch was RICHTIG krasses.", und fällt von hier auf hop in ein Attentat das völlig deplaziert wirkt. Plötzlich ist überall Gewalt und Krieg.

Das Ende rettet das Buch für mich ein bisschen, und ich meine wirklich das Ende, also die letzten 20 Seiten. Die lassen vermuten, dass der zweite Band dann nun doch fahrt aufnehmen wird, und die Handlung ein wenig mehr Spannung gewinnt. 

Ich werde den zweiten Teil auf jeden Fall lesen, und auch wenn die Rezension hier jetzt eher negativ war, gefielen mir Passagen doch auch mal so gut, dass ich dem Buch (gerade so) noch 3 Sterne gebe, und mich trotzdem auf die Fortsetzung freue.