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Freitag, 16. März 2012

[Rezension] Kimberly Derting - Ruf der verlorenen Seelen

Klappentext:
Als Violet die Leiche eines ermordeten Jungen entdeckt, zieht sie unweigerlich die Aufmerksamkeit des FBI auf sich. Nur widerstrebend bietet sie ihre Unterstützung bei den Ermittlungen an. Sie weiß, dass sie mit äußerster Vorsicht vorgehen muss, um ihre Gabe, die Aura der Toten wahrzunehmen, geheim zu halten. Doch schon bald geht es um sehr viel mehr: Ihre Beziehung zu Jay ist in Gefahr ... und ihr Leben.  

Verlag: Coppenrath | Genre: Jugendbuch | empfohlenes Alter: ab 14 | Seiten: 352 | Format. Hardcover | Preis: 16,95€ | ISBN: 978-3649601494

Ihr könnt das Buch zum Beispiel *hier* bei Amazon oder *hier* im Coppenrath-Shop kaufen.

 

Worum geht es:
Violet und Jay sind nach wie vor zusammen, und noch immer ist Violet hin und weg von ihm. Bei jeder Berührung explodiert ein Vulkan voller Schmetterlinge in ihrem Bauch, aber da ist auch noch ein anderes Gefühl in ihr: Die langsam nagende Eifersucht. Denn plötzlich ist sie für Jay nicht mehr die einzige Person, mit der er Zeit verbringen will, sondern auch mit seinem neuen Freund Mike. 
Eine Sache hat sich aber nicht geändert: Jay sorgt sich um Violet 24 Stunden, 7 Tage die Woche. Deshalb verschweigt sie ihm das Echo des kleinen Jungen den sie tot in einem Container getroffen hat, und die Anrufe des FBI die daraufhin folgen. Solange, bis es sie kaputt macht.

Meine Meinung: 
Ich habe schon soo viele Bücher gelesen, aber ich kann mich nicht erinnern, dass ich mich so "integriert" in eine Geschichte fühlte. Die Personen, die Umgebung, die Geräusche, Düfte, Situationen, alles ist so echt, so lebendig irgendwie. Ganz besonders Jay hat es mir angetan, und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich mich auch sofort und unsterblich in ihn verliebt hätte, wäre ich dem Alter.
Nach dem ersten Band, den ich in kürzester Zeit verschlungen habe, war ich super gespannt auf den zweiten Teil, und er hat mich nicht enttäuscht, auch wenn er nicht so gut war wie der erste Band. 

Die Entwicklung die alle Charaktere seit den Geschehnissen des ersten Bandes durchgemacht haben finde ich echt ziemlich interessant. Es beginnt keine separate neue Geschichte, ohne Bezug auf die vorherige, sondern eine Weiterentwicklung. Es ist also schon ratsam, den ersten Teil vorher zu lesen. 

Dennoch erinnert die Handlung schon irgendwie an Bodyfinder. Doch dieses Mal geht es nicht nur um den Mord an sich und die daraufhin ausgestrahlten Echos, auch wird Violet nicht ganz so extrem zur Marionette der Polizei wie im Teil eins, sondern viel mehr ist sie dieses Mal mit ihren privaten Problemen beschäftigt und schlittert unbeabsichtigt in diesen Mordfall um den kleinen Jungen. Ihr Zwiespalt anschließend, als sie vom FBI bedrängt wird, macht sie furchtbar sympathisch- Einerseits will sie helfen, andererseits wäre es ihr lieber, die hätte diese Gabe erst gar nicht.

Fazit: Ein toller zweiter Teil, der zwar an den ersten erinnert, aber ihn nicht kopiert. Ich freu mich schon sehr auf hoffentlich folgende Bände!





Vielen Dank an BloggdeinBuch  

Samstag, 10. März 2012

[Rezension] Kimberly Derting - Bodyfinder

Klappentext:
Seit Violet ein kleines Mädchen ist, nimmt sie die Aura der Toten wahr. Wie magisch wird sie von ihnen angezogen, spürt ihre pulsierenden Echos unter der Haut vibrieren. Für sie ist diese Gabe jedoch alles andere als ein Geschenk - und nur widerwillig findet sie sich damit ab, dass sie die Einzige ist, die den Serienmörder aufhalten kann, der die kleine Stadt heimsucht, in der sie mit ihrer Familie lebt. Mithilfe ihres besten Freundes Jay macht sie sich auf die Suche. Aber dann passiert etwas, womit Violet nie gerechnet hätte: Sie verliebt sich in Jay. Und merkt dabei gar nicht, wie nahe sie dem Mörder bereits gekommen ist. Bis sie selbst zu seiner Beute wird.

Verlag: Coppenrath | Genre: Jugendbuch | empfohlen für: 12- 17 Jahre | Seiten: 343 | Preis: 16,99€ | Format: Hardcover  ISBN: 978-3815798737
Ihr könnt das Buch zum Beispiel *hier* bei Amazon kaufen 



Worum geht es:
Manchmal wird Violet noch nachts wach von ihren Alpträumen, die sie nicht loslassen seit sie 8 Jahre alt war. Damals fand sie im Wald ein totes ermordetes Mädchen, und spätestens seit diesem Zeitpunkt war klar, dass sie die Gabe ihre Oma geerbt hat: Violet kann das Echo von toten Lebewesen spüren. 
Bei einer Sommerparty allerdings wird sie jedoch wieder aus ihrer beinahe heilen Welt -wären da nicht die aufkeimenden Gefühle für ihren besten Freund Jay- gerissen, als sie erneut ein totes Mädchen findet. Ihr Echo ist unglaublich schillernd und stark, doch nichts im Vergleich zu dem Echo des nächsten Mädchens das gefunden wird...

Meine Meinung:
Prinzipiell sind Bücher in denen Menschen übersinnliche Kräfte haben nicht gerade ganz oben auf meiner Liste von Lieblingsbüchern. Trotzdem hat mich der Klappentext so sehr angesprochen, dass ich ewig darum herum geschlichen bin und mir das Buch nun doch gekauft habe. Dabei ist es auch gar nicht so abwegig und spirituell wie es zunächst den Anschein macht, sondern es erscheint irgendwie völlig natürlich dass Violet das Echo der Toten sehen, hören, riechen oder schmecken kann. 

Als dann die Morde anfangen immer mehr ihr Umfeld zu tangieren, kann Violet sich der Sache nicht mehr entziehen. Zu sehr wird sie gebraucht für die Ermittlungen, und wie das dann umgesetzt wurde finde ich klasse. Alle handelnden Personen des Buches sind so erfrischend echt und normal, dass man sie einfach mögen muss. Es gibt keine kitischige "Liebe-auf-den-ersten-Blick"- Geschichte, sondern die Liebe in Violet entwickelt sich aus Freundschaft. Sie selbst ist auch keine starke Superheldin, die zack zack zack die Toten sucht und findet, sondern ein verletzliches Mädchen, das Angst vor dem hat was sie sieht. Und schlussendlich spielt sich das ganze in einer so durchschnittlichen Kulisse ab, dass es fast schon nicht mehr denkbar ist, dass es die Gabe nicht geben könnte.

Spannungstechnisch ist es jetzt natürlich nicht ganz so der Reißer. Es ist klar, dass die Mädchen sterben. Es ist ebenso klar, das Violet sie finden wird, und natürlich weiß man von Anfang an dass alles gut ausgehen wird, aber es nun mal auch ein Jugendroman, in dem zu viel Brutalität und Psychothriller einfach unangebracht wären. Trotzdem, oder gerade deshalb, ist es zu keinem Zeitpunkt langweilig.