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Montag, 13. Mai 2013

[Hörbuch-Rezi] Stieg Larsson - Verblendung

Klappentext:
Was geschah mit Harriet Vanger? Während eines Familientreffens spurlos verschwunden, bleibt ihr Schicksal jahrzehntelang ungeklärt. Bis der Journalist Mikael Blomkvist und die Ermittlerin Lisbeth Salander recherchieren. Was sie zutage fördern, lässt alle Beteiligten wünschen, sie hätten sich nie mit diesem Fall beschäftigt.

Verlag: Randomhouse Audio | Spielzeit: 10:05 h | Preis: 9,95€ | Buchseitenzahl: 704 | gelesen von: Dietmar Bär | Spielt in: Schweden, Stockholm| Originaltitel:
Man Som Hatar Kvinnor | Erscheinungsdatum: Februar 2009 | ISBN: 978-3866049949

 

Worum geht es: 

Durch eine scheinbare Intrige verliert Mikael Blomkvist beinahe alles was er sich jahrelang aufgebaut hat: In einer Enthüllungsstory prangert er die Machenschaffen eines landesweit berühmt-berüchtigten Geschäftsmannes an, nur auf Grundlage der Aussage eines alten Bekannten, und muss schnell erkennen dass er sich damit ziemlich in die Nessels gesetzt hat. Doch neue Arbeit bleibt nicht lange aus, denn ein anderer prominenter Geschäftsmann bittet ihn, für ihn zu arbeiten, in einer Sache die ebenso heikel wie aussichtlos erscheint: Vor etlichen Jahren verschwand die junge Hariet spurlos vom Anwesen der Familie, und kann nur das Opfer eines Verbrechens geworden sein, bei dem jeder Tatverdächtig ist. Doch die Tat liegt Jahre zurück, und die Indizien sind sperrlich. Trotzdem versucht sich Mikael an dem Fall.
Gemeinsam mit Lisbeth, einer rebellischen jungen Frau, taucht er in die Familiengeschichte ein, und fördert schreckliches zu Tage. 


Meine Meinung: 

Als wirklich spannend kann man es nicht bezeichnen, wie das Buch beginnt. Denn die ganze Anfangsgeschichte um Mikael Blomkvist ist zwar schon irgendwie interessant, plätschert aber mehr oder weniger nur vor sich hin. Keine blutigen Morde, keine grausamen neuen Erkenntnisse, keine überraschenden Wendungen, wie man es sonst von anderen Thrillern gewohnt ist. Erst nach gut 3-4h Hörbuchdauer, nimmt die Geschichte fahrt auf, und die Dinge beginnen sich zu entwickeln. Für meinen Geschmack leider zu spät.
Ab diesem Zeitpunkt wird die Story wesentlich mitreißender, bis zur schockierenden Aufklärung des Falls Harriert Wanger, aber bleibt dennoch nur mittelmäßig.

Grund dafür ist vermutlich die totale Sterotypisierung der Charaktere: Mikael und Lisbeth könnten so wie sie sind, aus der Geschichte geschnitten und in jede andere x-beliebige wieder eingesetzt werden. Beide sind Charakter die man schon 100 gesehen zu haben scheint. Vor allem aber ihre scheinbaren Superkräfte und Agentenmethoden an einfach JEDE Info zu kommen, lassen diese junge und sooo klischebehaftete junge Frau doch eher lächerlich als glaubwürdig erscheinen.

Ansonsten wird man aber doch sehr gut unterhalten, was vermutlich auch stark an dem Sprecher liegt: Dietmar Bär ist einfach ein begnadeter Sprecher, der der Geschichte den Schliff gibt, den der Autor versäumt hat. Dennoch hätte man den Verlauf gut und gerne um 100-200 Seiten kürzen können, ohne irgendwas an weltbewegender Handlung zu vermissen.


Sonntag, 12. Mai 2013

[Rezension] Markus Heitz - Collector, Operation Vade Retro (Bd. 2)

Klappentext:

Die Zukunft – unsere Zukunft. Wir schreiben das Jahr 3043, das Weltall ist erobert, die Galaxis erforscht, aber nun ist die Menschheit einem unheimlichen Feind zum Opfer gefallen: den Collectors. Außerirdische, die scheinbar durch nichts zu bezwingen sind. Nachdem bereits zahlreiche Planeten von den feindlichen Collectors in ihre Obhut genommen wurden, fassen die interstellaren Staaten und Konzerne endlich den Mut und greifen an.Drei Menschengeraten in den Strudel der Ereignisse. Fredinald Zumi, eine Geisel der Collectors, wird nun nach jahrelanger Gefangenschaft in die Freiheit entlassen – bis er begreift, dass auch seine Flucht nur ein weitere Schachzug der Invasoren war. Nuntius Civer Black ist der Kirche treu ergeben, doch mit der Moral nimmt er es nicht so genau – als er jedoch zurück zum Hauptplaneten der Kirche beordert wird, setzt er alles daran, die Wahrheit herauszufinden. Und schließlich Clarissa Fairbanks, ehemalige Raumpiratin und Pilotin, die einen äußerst verdächtigen Spezialauftrag erhält. Alle drei müssen feststellen, dass die ihnen so fremde wie unheimliche Zivilisation der Collectors in sich gespalten ist. Gemeinsam finden sie auf abenteuerlichen Wegen zu der Lösung, eine Geheimoperation namens Vade Retro.

Verlagsgruppe: Heyne | Seiten: 584 | Preis: 16,99€ | Format: Taschenbuch | Genre: Science Fiction | Erscheinungsdatum: März 2013 | ISBN: 978-3453526518

Erster Satz:
"Wenn es einen Ort gab, den Fredinald Zumi kannte und der sich trotz der vielen vergangenen Jahre fest in seinen Verstand eingebrannt hatte, dann war es diese weiße Halle, die intensiv nach klinischer Sauberkeit roch und durch die irritierende Reinheit beängstigend wirkte."

via Randomhouse Heyne

Worum gehts:
Im zweiten Teil der Collectors Reihe geht es um den Kampf gegen die Collectors, die die Menschheit in ihre "Obhut" nehmen, was so viel heißt, dass sie ihnen als Nahrungsquelle dienen. Die Menschheit hat diesen Invasoren nichts entgegenzusetzen und ist dabei den Kampf zu verlieren. Mitten in diesem Kampf befinden sich die drei Hauptfiguren, die bewusst und unbewusst den Kampf gegen die Collectors aufnehmen.
Es ist eine Reise durch die Galaxis bei der die Helden von Markus Heitz zahlreiche Abenteuer bestehen,  Gefahren trotzen und sich gegen machtgierige Konzerne wehren müssen, wobei sie plötzlich Hilfe von einer bis dahin unbekannten Rasse, den Ancients, erhalten. Von da an überschlagen sich die Ereignisse, denn ein Sieg über die Collectors ist in Sicht aber es wird auch zu einer Prüfung des Glaubens.

Meine Meinung:
Markus Heitz versteht es gekonnt seine Protagonisten, die unterschiedlicher nicht sein könnten, in Szene zu setzen und schafft es von der ersten bis zur letzten Seite eine spannende Geschichte zu erzählen. Wer Markus Heitz bisher nur als einen der besten Fantasie Autoren in Deutschland kennt, sollte sich, bei etwas Interesse für Science Fiction, das Collectors Epos auf keinen Fall entgehen lassen. Auch wenn man zum Anfang etwas das Gefühl hat, dass da zu viele unterschiedliche Handlungsstränge geschaffen werden und Bedenken aufkommen den Überblick zu verlieren, so gelingt es Markus Heitz geschickt und spannend die einzelnen Fäden zu einem großen fantastischen Ganzem zu vereinen.
Ich gebe dem Buch 5 Sterne, weil Markus Heitz jetzt in meinen Augen auch zu einem der besten Science Fiction Autoren überhaupt gehört. Möge die Macht mit dir sein und ich freue mich schon jetzt darauf auch in Zukunft in Galaxien vorzudringen, die nie eine Mensch zuvor gesehen hat ;) .

Freitag, 22. Februar 2013

[Gast-Rezension] Rod Rees - Demi Monde, Welt außer Kontrolle

Klappentext:
Ella Thomas hätte diesen Auftrag nie annehmen sollen. Aber für solche Gedanken ist es nun zu spät. Sie ist in einer Computersimulation gefangen und muss die Tochter des Präsidenten aus der virtuellen Welt der >>Demi Monde<< retten. Die amerikanische Regierung entwarf diese Simulation einst als Trainingsgelände für Soldaten und schuf damit unwillkürlich eine Falle, die immer mehr Menschen zum Verhängnis wird. Eigentlich ist Ella Jazz-Sängerin, doch nur sie konnte mit einer glaubhaften Tarnung in die Demi-Monde eingeschleust werden und wird nun mit einer alternativen Realität konfrontiert, die ihre schlimmsten Albträume wahr werden lässte…

Verlag: Goldmann | Seiten: 608 | Preis: 12,99€ | Format: Taschenbuch Genre: Fantasy, Sci-Fi | Erscheinungsdatum: Februar 2013 | Original Titel:  The Demi-Monde 01 Winter

Ihr könnt das Buch zum Beispiel *hier* bei Amazon kaufen


Worum geht es:
Die Tochter des Präsidenten wurde entführt und nicht einfach an irgendeinen Ort auf der Welt, sondern in eine völlig andere Welt, eine virtuelle Welt die von einem ABBA Quantum Computer gesteuert wird. Die Einwohner dieser Welt werden von Duplikaten der schlimmsten Diktatoren der Geschichte regiert, die sich in einem Bürgerkrieg befinden. Stirbt ein Mensch in dieser virtuellen Welt, so stirbt er auch in der realen Welt und ausgerechnet Ella wird ausgewählt, Norma die Tochter des Präsidenten zu suchen, um sie aus dieser virtuellen Welt zu befreien. Damit beginnt für Ella eine Reise des Grauens und der Abenteuer, bei dem sie nicht nur um ihr eigenes Leben fürchten muss. Denn das Böse gibt sich nicht mit der Beherrschung der Demi-Monde zufrieden. Es versucht mit allen Mitteln in die reale Welt einzudringen, die sich in größter Gefahr befindet.
Meine Meinung:
Ich möchte mit dem Positiven beginnen, was mir an dem Buch gefallen hat. Nach dem ich mich durch die ersten 200 Seiten von Band 1 gelesen hatte, fand ich gefallen am Schreibstil und am Tempo in dem die Geschichte erzählt wird. Es war interessant die handelnden Personen auf den weiteren ca. 400 Seiten zu begleiten um zu beobachten, wie sie auf Herausforderungen moralisch und ethisch reagieren.
Guter Schreibstil, aber leider eine wirre und in meinen Augen etwas einfallslose Geschichte.  Als ich den Klappentext gelesen hatte, erwartete ich einen Science Fiktion Roman mit guten Elementen aus einen Thriller. Da wurde ich leider enttäuscht, denn das Buch ist meiner Meinung nach ein schlechter Versuch aus Elementen von Science Fiktion, aus Geschichte (mit sehr deutlicher Anlehnung an das dritte Reich und deren Gräueltaten)  und einem kräftigem Schuss Okkultismus. Das finde ich einfach überladen und weniger ist manchmal mehr. Wenn ich einen Science Fiktion Roman lesen möchte, dann möchte ich keinen Geschichtsunterricht haben und wenn ich mich für Okkultismus interessiere, dann gibt es auch da genügend Literatur, die sicherlich spannender ist.
Ich gebe dem Buch 3 Sterne weil es flüssig zu lesen ist mir aber die Vermischung von Science Fiktion, Geschichte und Okkultismus persönlich nicht gefallen hat. 



 Rezensin von Uwe

Mittwoch, 9. Januar 2013

[Rezension] Vina Jackson - 80 Days, Die Farbe der Lust (Bd. 1)

Klappentext:
Frustriert von einer unbefriedigenden Beziehung findet die leidenschaftliche Violinistin Summer Erfüllung in der Musik. Sie spielt nachmittags in der Londoner U-Bahn auf ihrer ramponierten Violine Vivaldi. Als ihre Geige sich nicht mehr reparieren lässt, bekommt sie von Dominik, einem Uniprofessor mit ausschweifenden Fantasien, ein erstaunliches Angebot: Er möchte ihr eine wertvolle Violine schenken, wenn sie ihm ein privates Konzert gibt. Also spielt sie für ihn in der Krypta einer Kirche – doch muss sie dabei nackt sein, während Dominik den anderen Musikern die Augen verbunden hat. Summer spürt, wie sehr Dominik sie anzieht und in ihr bisher unbekannte Saiten zum Schwingen bringt: Sie beginnt eine intensive erotische Liaison mit ihm, in der sie ihre lange verleugnete dunkle Seite ausleben kann. Doch hat eine alles verschlingende Beziehung ohne Tabus Bestand?

Verlag: carl's books | Seiten: 400 | Preis: 12,99€ | Format: Broschur | Genre: Erotikroman | Erscheinungsdatum: Oktober 2012 | Originaltitel: Eighty Days Yellow | Spielt in: hpsl. Großbritannien, tw. USA | ISBN: 978-3570585221
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Erster Satz:
"Schuld war Vivaldi."



Worum geht es:
Als bei einer Schlägerei in der Londoner U-Bahn die Geige von Summer zerstört wird, zerbricht ihre Welt ein Stück weit. Nicht nur, dass das Instrument sie bereits auf ihrer weiten Reise von Neuseeland nach London begleitet hat und ein Geschenk ihres Vaters war, sie ist zudem auch ihre Möglichkeit vor der Welt zu flüchten und sich ganz und gar in der Musik zu verlieren. Etwas das sie zum gegenwärtigen Zeitpunkt gut gebrauchen konnte, so kurz nach der Trennung von ihrem spießigen Freund und den allgegenwärtigen Geldproblemen. 
Doch als ein Unbekannter mit ihr Kontakt aufnimmt und ihr ein unmoralisches Angebot macht - Nackt für ihn Geige zu spielen - wird Summer's Leben komplett auf den Kopf gestellt, und sie taucht ein in eine Welt der Erotik die sie bisher immer angezogen hat, der sie aber nie nachging.


Meine Meinung:
Im Prinzip ist das der erste Erotikroman den ich auch wirklich zu Ende gelesen habe. Auch Shades of Grey wollte ich damals lesen (oder viel eher wissen, warum dieses Buch SO ein Verkaufsschlager wurde) und musste sehr schnell feststellen, dass das offensichtlich nicht wirklich etwas für mich ist. Abgeschreckt vom Schreibstil bei SoG habe ich erst einmal die Finger von solchen Büchern gelassen, und mich erst jetzt wieder "heran getraut". 

Doch ich muss leider sagen, dass das Genre offensichtlich wirklich nichts für mich ist, und ich mich mit der Geschichte absolut nicht anfreunden konnte. Da ich aber nur persönlich keinen Gefallen daran gefunden habe, das Buch als solches jedoch nicht schlecht ist, werde ich mal versuchen meine Eindrücke relativ objektiv darzustellen.

Was natürlich als erstes auffällt, ist der Schreibstil, der sich um Längen von dem katastrophalen Stil von E.L. James abhebt und dem Buch damit mehr Klasse gibt, und es von dieser reinen "Pornoschiene" wegbringt. Was ich allerdings nicht unterstützen möchte, ist die Aussage vieler anderer, die das Buch rezensiert haben, und sagte dass das Buch mehr Niveau habe, weil es darin um klassische Musik geht. Das ist so ein riesiges Vorurteil, dass man genauso sagen könnte, dass das alles Sadisten in dem Buch sind, die auf SM stehen. Ist mit Sicherheit genauso wenig der Fall. Dennoch ist das Sprachniveau sehr hoch, es liest sich flüssig und schön.

Die Charaktere sind mir persönlich aber irgendwie nicht sonderlich angenehm. Mag daran liegen, dass ich einfach dieses "Herr und Hörige"- Ding nicht wirklich nachvollziehen kann (aber jedem ist natürlich frei gestellt, was ihn anmacht oder wie er sein Leben gestaltet ;) ) und deshalb immer nur dachte "okaaaay, Summer, du kennst den Typ nicht, und spielst nackt vor ihm in er Krypta? Läuft bei dir eigentlich noch alles rund?" Von späteren Ausfällen mit Fremden ganz zu schweigen. Aber dies ist ein Buch, dass genau in dieser Szene spielt und kann daher nicht als Kritik gelten.
Mich störte eben viel eher dieser spontane Lebenswandel von ihr- vorher hatte sie kaum Erfahrungen in dieser Szene gesammelt, und auf einmal geht sie soweit (innerhalb von wenigen Wochen wohlgemerkt), dass sie zum Ende des Buches beinahe die Grenze überschreitet.

Die Sexszenen des Buches waren schon sehr bildlich beschrieben ;) ,dennoch wirkten sie zu Beginn und noch bis zu ca. 3/4 des Buches nicht plump oder obzön - wenn auch die Sprache nicht gerade prüde war - sondern eben erotisch. Zum Ende hin, bei ihren Erfahrungen in New York, stießen mich die Szenen geradezu ab, da es nicht mehr war als demütigender Sex, den sie ja offensichtlich auch nicht wirklich toll fand, und sich fragte was da schief gelaufen sei.

Fazit:
Ich gebe dem Buch 3 Sterne, weil es mir persönlich eben nicht so gefallen hat und es ja nun mal um meine eigene Meinung geht. Dennoch möchte ich das Buch nicht verteufeln, und kann mir vorstellen dass es für Freunde von Erotikromanen ein tolles Buch ist.

 

Sonntag, 23. Dezember 2012

[Rezension] Orson Scott Card - Enders Spiel + VIDEO

Klappentext:
Der junge Ender Wiggin ist ein taktisches und strategisches Genie. Also wir der an die Militärakademie berufen - denn die Menschheit steht vor ihrer Vernichtung durch einen übermächtigen Feind, und Ender soll das verhindern. Aber Enders Ausbildung verläuft anders, als die Militärs es geplant haben. Ganz anders. 

Verlag: Heyne | Format: Taschenbuch | Seiten: 464 | Preis: 8,99€ | Erscheinungsdatum: Dezember 2012 | Originaltitel: Ender's Game | Genre: Sci-Fi, Jugendbuch | Spielt in: USA, Weltall | ISBN: 978-3453314207
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Erster Satz:
" 'Ich habe durch seine Augen gesehen.' "



Worum geht es:

Die Zukunft der Erde und der Menschheit hängt am seidenen Faden, denn nach zwei bereits gerade nocheinmal vereitelten Invasionen droht wieder akute Gefahr durch die Krabbler- ameisenartige Außerirdische, die den Planeten Erde unter ihre Kontrolle bringen wollen. Einzig ein Genie in Sachen Kriegstaktik und Kommandantenverständnis kann noch helfen. Dieses Genie ist der hochbegabte, sechsjährige Ender. Nachdem seine beiden älteren Geschwister als ungeeignet befunden wurden, wird er nun zur Ausbildung auf eine Militärbasis ins Internet geschickt um dort in den kommenden Jahren auf seine Rolle als Führer im Kampf ums Überleben der Welt vorbereitet werden. Und tatsächlich scheint er der perfekte Kriegsheld zu sein.


Meine Meinung:

Es war für mich wirklich schwierig, mich auf die Geschichte einzulassen. Und um ehrlich zu sein, ist mir das bis zum Schluss nicht gelungen. Denn anhand des Klappentextes habe ich eine komplett andere Geschichte erwartet, und nicht gedacht dass es sich hierbei um ein Sci-Fi- Roman handeln würde, sondern mich auf einen dystopischen Jugendroman gefreut. Doch das ist er definitiv nicht, sondern wirklich zu 100% ein Science Fiction Buch für Jugendliche, die wahrscheinlich auch Star Wars, Star Trek und all die anderen Serien und Filme gerne mögen, und sich von Ameisen-Außerirdischen und Raumfähren nicht abschrecken lassen.

Mit all dem hätte ich mich vielleicht noch arrangieren können, wenn ich auch kein großer Fan geworden wäre, aber was mich an diesem Buch einfach absolut und allumfassend gestört hat, war Enders Alter. Er ist sechs Jahre alt! Ein sechsjähriges Genie, das so unglaublich clever und reif ist, dass es für ihn ein leichtes ist, die Welt mit links zu retten, der jeden Kampf ohne große Verluste gewinnt und der sich auf so einem hohen Niveau mit den Erwachsenen und Führenden des Buches unterhält, wie es wahrscheinlich die meisten erwachsenen Akademiker nicht könnten. Sechs Jahre! Stellt euch bitte einfach mal einen sechs Jahre alten Jungen aus euren Bekanntenkreis vor, und überlegt dann, ob es tatsächlich möglich ist, so ein kleines Kind die Zukunft der Erde in die Hände zu legen, nur weil er gut im Computerspielen ist.

Nein halt, so stimmt das nicht, denn Ender ist in ALLEM gut. Liegt vermutlich in der Familie, denn natürlich sind auch seine Geschwister hochbegabt, und versuchen ebenfalls die Weltherrschaft zu erlangen, indem sie Texte und Parolen schreiben, die in großen Politikforen diskutiert werden, und für das Werk von Aufrührerischen gehalten wird. Die beiden sind 8 und 10 Jahre alt...

Dennoch denke ich, unabhängig von meinem eigenen Geschmack, dass Liebhaber von Sci-Fi-Literatur auf ihre Kosten kommen und gefallen an dem Buch finden werden. Deshalb gebe ich dem Buch 3 Sterne.


 


Donnerstag, 6. Dezember 2012

[Rezension] Jack Ketchum - Evil

Klappentext:
Die USA in den 50er-Jahren. Nach außen hin eine heile Welt, doch inmitten der amerikanischen Vorstadtidylle wird ein Junge mit unvorstellbaren Grausamkeiten konfrontiert. Jack Ketchum zeigt in seinem beunruhigenden, grenzüberschreitenden Horrorthriller die Abgründe der menschlichen Seele auf. 

Verlag: Heyne Hardcore | Preis: 8,95€ | Seiten: 336 | Genre: Thriller, Hardcore, Horror | Erscheinungsdatum: Januar 2006 (Erstausgabe 1989) | Spielt in: USA | Originaltitel: The Girl Next Door | ISBN: 978-3453675025
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Erster Satz:
Ihr glaubt, ihr wisst, was Schmerz ist?



Worum geht es:

Als die Eltern von Meg und Susan bei einem Autounfall ums Leben kommen, werden die beiden Mädchen zu ihrer Tante Ruth und deren 3 Söhnen geschickt. Sie sollen ein besseres Leben haben, und nicht im Waisenhaus enden müssen. Doch was die Mädchen erfahren, ist unter keinen Umständen in einem Atemzug mit "einem besserem Leben" nennbar- das was die beiden, vor allem Meg, erleben, ist ein Albtraum sondergleichen. Meg wird misshandelt, gequält, gedemütigt und schwer verletzt, und das "nicht nur" von Ruth sondern auch von ihren Söhnen und den Kindern der Nachbarschaft. Es ist eine Spirale der Gewalt die sich unermüdlich weiter dreht, und niemand hilft Meg aus ihrer Lage- bis zum Schluss.


Meine Meinung:

Ich habe lange mit mir gehadert dieses Buch zu rezensieren, weil ich einfach nicht weiß, wie ich das dort Geschriebene in meine eigenen Worte fassen soll. Denn dieses Buch ist ein wahrer Albtraum, etwas das mich nicht mehr loslässt und mich so tief erschüttert hat, dass ich manchmal einfach das Buch weinend weglegen musste, nur um die Grausamkeiten für den Moment nicht weiter ertragen zu müssen.

Die Geschichte ist eine fiktive Aufarbeitung von Jack Ketchum über den Mordfall Sylvia Likens, die 1965 von ihrer Ziehmutter und mit Hilfe der Nachbarskinder zu Tode gefoltert wurde. Viele Elemente dieses tatsächlichen Verbrechens finden sich in dem Buch wieder, und machen es damit nur noch schlimmer, denn man weiß dass das tatsächlich einem jungen, hilflosen Mädchen passiert ist. 

Meg wird gefoltert, und für jeden der schon keine durchschnittlichen Thriller ertragen kann, ist dieses Buch absolut ungeeignet. Ich habe kein Problem mit blutigen Szenen in Thrillern, aber selbst für mich als "erprobte" Leserin waren Seiten teilweise so unerträglich dass ich sie einfach überflogen habe, um den Schrecken nicht ganz so nah an mich heran zu lassen. Es ist einfach unvorstellbar schrecklich, gerade auch wenn man bedenkt dass viele der Täter noch keine 14 Jahre alt sind, und aus reinem Spaß an der Qual Anderer sich an dem Verbrechen beteiligen. 
 Besonders berührt hat mich übrigens Susan, die kleine Schwester von Meg. Wenn sie im Buch auftauchte, habe ich immer den Atem angehalten angesichts dieser namenlosen Angst eines kleinen Mädchens, die schlicht unfähig war etwas zu tun und zum Zusehen und gelegentlichen "Gastauftritten" in der perversen Welt von Ruth war. Ganz im Gegensatz zu David, dem Jungen aus dessen Sicht die Geschichte erzählt wird. Denn er ist ebenfalls Teil der Qualen. Zwar quält er nicht eigenhändig, aber er verpasst auch keine Details ihrer Folter, ist dabei, schaut zu, und greift nicht ein. Fühlt sich sogar mächtig und stark angesichts dessen was Meg angetan wird. Ich kann nur sagen, ich war wirklich angewiedert von diesem Jungen.

Was ich noch sagen möchte ist, wer wirklich überlegt das Buch zu lesen, sollte auf das Vorwort von Steven King verzichten. Lest es nicht. Ich habe es getan, und auf ca. 8 Seiten fasst er zusammen, was allen in dem Buch passiert, inklusive dem Ende. Ich wusste also von Anfang an, was ihr alles passieren wird  und wie es ausgeht, und war total verärgert darüber, dass so ein Vorwort abgedruckt wird. Außerdem zweifel ich stark an dem Urteilsvermögen von Herrn King. In seinem Vorwort schreibt er "Der Erzähler David ist die einzige menschliche anständige Figur des Romans [...].". Wenn so etwas in Kings Meinung anständig ist, möchte ich nicht erfahren, was für ihn einen schlechten Menschen ausmacht. Zuzusehen, sich daran "aufzugeilen" und nicht zu handeln, nicht einmal als die Schmerzen lebensbedrohlich werden, ist für mich einfach nur verabscheuungswert.

Fazit: Ich gebe dem Buch 5 Sterne. Nicht weil der Inhalt so toll ist, nicht weil es so spannend war, sondern einfach weil es ein Buch ist, das einen packt trotzdessen dass einen der Inhalt abstößt und verstört. 

          

Freitag, 30. November 2012

[Rezension] Michael Hübner - Stigma

Klappentext:
13 Jahre sind vergangen, seit Tom Kessler einem Kindermörder über Stunden hilflos ausgeliefert war, bevor er gerettet wurde. Noch immer leidet Tom unter Panikattacken, kann sich aber an nichts erinnern. Dann wird ein kleines Mädchen ermordet. Neben der Leiche findet man einen Zettel, der nur von dem damaligen Täter stammen kann. Er droht damit, Toms Trauma zu wiederholen. Auf Anraten seiner Ärztin beginnt Tom eine Hypnosetherapie, die ihn in die Vergangenheit versetzt. Doch die Erinnerungen an jenen Tag sind so grausam, dass die Rückführung außer Kontrolle gerät …
  

Verlag: Goldmann | Format: Taschenbuch | Preis: 8,99€ | Seiten: 448 | Genre: Thriller | Spielt in: Deutschland (Koblenz) | Erscheinungsdatum: April 2011 | ISBN: 978-3442474172
Ihr könnt das Buch z.B. *hier* bei Amazon kaufen. 

Erster Satz:
"Es war Dienstag, der dreiundzwanzigste Juli, an dem Tom Kesslers Kindheit endete."

 

Worum geht es:

Mit 13 Jahren endete für Tom das Leben das er bisher geführt hatte. Bis zu diesem einen Tag war er ein intelligenter Junge, der viel Fantasie besaß und sein Leben in vollen Zügen auskostete. Doch als er über den Zaun eines Grundstückes klettert, um den dort gelandeten Fußball zurück zu holen, guckt er geradewegs in die Hölle. Denn der Mann der auf dem Grundstück wohnt, verschleppt Tom in seinen Keller und foltert den Jungen physisch und psychisch.
13 Jahre später kann sich Tom kaum noch an seine Jugend erinnern- das meiste liegt in Dunkelheit, und Tom selbst schottet sich komplett von dem Leben seiner Mitmenschen ab. Nur Fanta, sein bester Freund, seine Frau und sein kleiner Sohn und seine Psychiaterin können ihm näher kommen, ohne dass ihn die Panikattacken überraschen - und von denen gibt es in letzter Zeit viele, die ihn einen Blick auf seine längst verdrängten Qualen geben. 


Meine Meinung:

Michael Hübner wurde mit dem Erscheinen seines Debütromans ja als DIE neue deutsche Entdeckung im Thriller- Genre gefeiert. Da ich auch super gerne deutsche Autoren lese, stand es für mich schon lange fest, dass ich dieses Buch bald lesen will, und hab es mir nun endlich gekauft. Die meist positiven Bewertungen sprachen ja für das Buch, und auch der Hype der damals um das Buch herrschte, hat mich neugierig gemacht.

Jetzt habe ich das Buch zu Ende gelesen, und bin schockiert, dass das die Thriller-Neuentdeckung gewesen sein soll. Denn mir hat das Buch absolut gar nicht gefallen, und ich verstehe auch wirklich nicht, wieso das Buch als "Thriller" deklariert wird. Es ist nämlich sterbenslangweilig. 
Die Handlung kommt absolut nicht in Fahrt, an keiner einzigen Stelle dachte ich "Ich kann jetzt noch nicht aufhören, es ist gerade soooo so spannend!" Stattdessen war ich fast schon froh über die unverschämt langen Kapitel (so durchschnittlich 50 Seiten), so dass ich mittendrin aufhören konnte. 
Weitergelesen habe ich nur, weil alle versprochen haben, dass das Ende so super klasse werden soll.

Bis es aber soweit war, schlägt man sich erst einmal mit völlig gestellten und sinnfreien Dialogen rum, die zur Handlung des Buches nichts beitragen. Man lernt einen Protagonisten kennen, Tom, der nicht nur super unsympathisch ist, sondern sich auch offensichtlich ziemlich wohl fühlt mit seinen ganzen Ängsten und Anwandlungen, und eigentlich alle anderen für sein schlechtes Leben verantwortlich macht (ach und der mit 26 nicht in der Lage ist, selbst zu kochen, und seine Frau wie eine Hausangestellte behandelt, von der er sich 100 Mal zum Abendessen bitten lässt). Und man ist dabei, wenn er seine Anfälle bekommt, die natürlich gut für den Verlauf des Buches sind, aber eigentlich einfach total nicht passend.

Liest man das Buch zu Ende, kann man einige Stellen des Buches besser nachvollziehen, wie eben seine perfekt getimeten Anfälle etc. Aber das Ende macht das Buch nicht besser, sondern verleiht ihm er einen Charakter von "Neee- das ist jetzt nicht sein Ernst,oder?!" Sowas aus der Luft gegriffenes hab ich auch schon lange nicht mehr gelesen. In einer anderen Rezi stand "Wahrscheinlich wusste der Autor selbst nicht mehr, wie er so eine Geschichte zu Ende bringen soll, und musst es einfach so machen". Ja wahrscheinlich ist das so- und ich finde es wirklich lächerlich.

Fazit: 
Für mich war dieses Buch wirklich eines der schlechtesten Bücher des Jahres, aber ganz sicher einer der schlechtesten "Thriller" überhaupt. Die Handlung ist konstruiert, Spannung sucht man vergeblich und das Ende ist an Absurdität kaum noch zu übertreffen.


Dienstag, 23. Oktober 2012

[Rezension] Alan Bradley - Flavia de Luce, Halunken, Tod und Teufel

Klappentext:
Eigentlich wollte Flavia nur ein paar vergnügliche Stunden auf dem Jahrmarkt von Bishop’s Lacey verbringen, doch dann steckt sie aus Versehen das Zelt der Wahrsagerin Fenella in Brand. Und wenig später wird die arme Schaustellerin auch noch bezichtigt, vor Jahren ein Baby entführt zu haben. Getrieben von ihrer unstillbaren detektivischen Neugier, setzt Flavia alles daran, Fenella von diesem Vorwurf reinzuwaschen. Doch die Zeit drängt, denn irgendjemand scheint wegen des Kidnappings blutige Rache an der alten Wahrsagerin nehmen zu wollen …

Verlag: Blanvalet | Format: Taschenbuch | Preis: 8,99€ | Seiten: 978-3442379507 | Originaltitel: A Red Herring Without Mustard | Genre: Krimi | ISBN:  978-3442379507
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Erster Satz:
"'Du machst mir Angst', murmelte die Wahrsagerin."

 

Worum geht es:

Als das Zelt der Wahrsagerin Fenella in Flammen aufgeht, ist natürlich eine Person nicht weit. Okay, genau genommen ist Flavia sogar Schuld daran, dass die Kerze umfiel, aber was ihr die Alte da prophezeit hat, ist auch einfach unfassbar. Vom schlechten Gewissen gepackt, beschließt Flavia de Luce der Wahrsagerin auf dem Grundstück der de Luce's ein Fleckchen anzubieten, auf dem die alte Frau ihren Wohnwagen abstellen, und ein wenig zur Ruhe kommen kann.
Doch nur wenige Stunden später findet Flavia die Frau zusammengeschlagen in ihrem Wohnwagen auf, und spaziert beinahe anschließend an der Leiche des im ganzen Dorf bekannten Halunken Brookie vorbei.
Doch dieses Mal wird sich Flavia nicht so einfach von Inspector Hewitt abspeisen lassen.. und beginnt zu ermitteln.


Meine Meinung:

Die Flavia, ich könnte sie auffressen, so sehr vergöttere ich dieses Mädchen! Sie ist der wandelnde Gegensatz zu allen elfjährigen Pferdeschwanz- und Blumenkleidmädchen und hat es faustdick hinter den Ohren. Mit einer Prise Charme und einer gehörigen Portion Gewitzheit schafft sie es einfach jedes Mal, mich sofort um den Finger zu wickeln. 
Natürlich ist dieses Buch, wie auch seine Vorgänger in erster Linie ein Krimi, dessen Handlung aber mehr oder minder in den Hintergrund rückt, und in den Schatten der liebenswert lustigen Gedankengänge und Aussagen Flavias rutscht. Trotzdem kommt die Spannung keine Minute lang zu kurz und man liest und liest, als würde man ebenfalls mit dem Inspektor um die Lösung des Falles im Wettstreit stehen. 
DIe Charaktere sind herrlich ausgearbeitet, vielschichtig und durchgängig kennenlernenswert. Vor allem Dogger und Ms Mullet würde ich ja zu gerne mal persönlich treffen. 
Einzig die Interaktion zwischen Feely und Daffy sind mir dieses Mal ein wenig zu kurz gekommen, aber der Anteil an On-und Off-Streitigkeiten ging dieses Mal an Porcelain, der Enkelin von Fenella. 

Es gibt tatsächlich nichts, was mir an diesem Buch nicht gefällt, außer vielleicht die Tatsache, dass es bisher in Deutschland nur noch 1 weiteren Band gibt, der meine Flavia- Obsession stillen kann. Weitere sind aber in Planung!



Dienstag, 21. August 2012

[Rezension] Nora Roberts - Rückkehr nach River's End

Klappentext:
Sie mußte in die Vergangenheit eintauchen, um die Zukunft zu sehen.
Eines Nachts wird die kleine Livvy Zeugin eines blutigen Mordes und verliert auf grausame weise ihre Eltern. Erst in der friedlichen Abgeschiedenheit von River's End, weit entfernt vom Ort des Verbrechens, verlieren die Bilder über die Jahre ihre bedrohliche Kraft. Aber Livvy muß sich der Vergangenheit stellen, denn dem Mann, der hinter dem Verbrechen steht, kann sie nicht entrinnen.

Verlag: Heyne | Format: Taschenbuch | Preis: 8,99€ | Seiten: 512 | Genre: Liebe, Schicksal Romantic Suspense | ISBN: 978-3453408500
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Worum gehts: 

Livvy ist vier Jahre alt, als sie mit ansehen muss wie ihr eigener Vater ihre Mutter mit einer Schere tötet. Nur weil sie sich im Schrank versteckt, findet ihr mit Drogen vollgepumpter Vater das kleine Mädchen nicht und lässt sie am Leben. Ihr einziger Halt zu dieser Zeit, ist ihre Familie. Und obwohl ihre Tante Jamie das Kind gerne in L.A. behalten würde, nehmen ihre Großeltern sie mit nach Hause, in das abgeschottete und ruhige River's End. Denn Livvys Eltern waren Hollywoodstars, und Livvy soll in Frieden aufwachsen können.
Doch Jahre später wird die inzwischen Erwachsene Frau mit ihrer Vergangenheit konfrontiert, denn ihr Vater wird aus der Haft entlassen und will seine Geschichte zu Papier bringen.


Meine Meinung:

Nora Roberts wurde mir als Autorin von vielen Seiten aus ans Herz gelegt. Romantic Suspense war das Stichwort, mit dem jeder um sich warf, und der mir bisher noch nichts sagte: Eine romantische Geschichte verstrickt mit einem Krimi und Spannung, so dass es nicht zum Schmachtroman wird. Als begeisterte Thriller- und Krimileserin war ich also gespannt, wie mir das ganze gefallen wird. 

Die Story geht auch wirklich sehr spannend los, auch wenn ich nach sage und schreibe 30 (von ca. 500) Seiten wusste, wer der wirkliche Mörder ist, und wieso er tötete. Dennoch sind die Gefühle der kleinen Oliva so berührend, dass man einfach weiter lesen muss um zu erfahren, wieso dieser Mord geschehen musste, wieso die kleine Livvy das ertragen muss. Die Dialoge mit diesem kleinen vierjährigen Mädchens gingen mir unheimlich nah.

Danach lernt man Livvy im Alter von 12 Jahren kennen. Sie lebt inzwischen seit 8 Jahren bei ihren Großeltern in River's End, und hat die Ereignisse dieser Nach weitesgehend verdrängt. Doch der Ermittler in diesem Fall, und seine Familie, machen Ferien im Gästehaus ihrer Großeltern und treffen dort natürlich auf Livvy. Die gesamte Szenerie ist derart wunderschön beschrieben- herrlich. Man hört förmlich das Knacken des Geäst und riecht die "grüne Luft" des Waldes.

Bis hier gefiel mir das Buch wahnsinnig gut, doch mit den nächsten Seiten beginnt ein neues Kapitel in Livvys Leben, mit dem ich einfach nicht mithalten konnte. Olivia wird zu so einer unsympathischen, geradezu nervtötend launisch und zickig, dass ich ehrlich nicht verstehen kann, warum sich jemand in sie verliebt. Erst fällt sie ihm um den Hals, lässt sich von ihm mitreißen und ist hin und weg und ihm, nur um ihn im nächsten Moment super sauer und energisch von sich zu stoßen und anzuschreien. Seeeehr anstrengend die gute Frau. 

Alles in allem ist es mal eine nette Abwechslung zu nur Thrillern und Krimis oder reinen Liebesgeschichten. Doch zumindest dieses Buch aus dem Genre Romatic Suspense ist definitiv mehr Romantic als Suspense- eigentlich gar keine Suspense :D
Dennoch war es ein schönes, kurzweiliges Buch, in dem man vor allem so wundervolle Landschaften kennenlernt, wie ich es lange nicht mehr erlebt habe in Büchern.




Montag, 6. August 2012

[Rezension] Max Bentow - Die Puppenmacherin

Klappentext:
Als der Berliner Kommissar Nils Trojan an den Schauplatz eines neuen Mordfalles gerufen wird, ist er zutiefst erschüttert von dem Anblick, der sich ihm bietet: Der Täter hatte eine junge Frau in den Keller gelockt und sie dort auf ungeahnte Weise ermordet – ihr Körper ist erstarrt in einem monströsen Sarkophag aus getrocknetem Schaum. Bei seiner Recherche stößt Trojan auf einen älteren Fall, der verblüffende Parallelen aufweist: Damals konnte die Puppenmacherin Josephin Maurer in letzter Sekunde aus einem Keller befreit werden, der Angreifer hatte bereits Spuren seiner makabren Handschrift auf ihrem Körper hinterlassen. Doch der als Täter identifizierte Karl Junker gilt inzwischen als tot - kann es sein, dass jemand ihn kopiert? Oder ist er doch noch am Leben, besessen davon, sein grausames Werk fortzusetzen? Trojan bittet die Psychologin Jana Michels um Hilfe, denn er ahnt, dass der Mörder in einen Wahn verstrickt ist, der sich seiner Vorstellungskraft entzieht - und dass das Töten noch lange kein Ende hat ...

Verlag: Page&Turner | Seiten: 384 | Format: Broschiert | Preis: 14,99€ | Genre: Thriller | ISBN: 978-3442204045
Ihr könnt ds Buch z.B. *hier* bei Amazon kaufen


Worum geht es:
Er tötet auf perfide und perverse Art und Weise. Er baut seinen Opfern einen Kokon. Er lässt sie im Bauschaum ersticken, wartet bis er hart geworden ist. 
Nils Trojan ist noch nicht wirklich über die Erfahrungen seines letzten Falls hinweg, kann die Psychologin Jana nicht vergessen und wird nun noch belastet mit einem Jahrzehnte zurück liegedem Fall, in dem sein Vater der Täter sein könnte, als er in die Morde um die junge Puppenmacherin Josephin gerät. Jemand tötet so, wie sie vor beinah genau einem Jahr gequält wurde, aber wer der Täter sein könnte, bleibt ein Rätsel.

Meine Meinung:
Ich habe mich wirklich sehr auf den zweiten Fall von Nils Trojan gefreut, weil mich Max Bentows erster Roman "Der Federmann" einfach total überzeugen konnte. Und wie erhofft wurde ich nicht im geringsten enttäuscht. Auch dieser Thriller, und ich mag es ja besonders gerne wenn die Bücher in Deutschland spielen - hier sogar in Berlin, wo ich mich auskenne - , konnte mich wieder von Anfang an fesseln und absolut überzeugen. Mir gefällt der Schreibstil einfach sehr gut: flüssig, baut tolle Spannungsbögen auf, übertreibt es nicht mit Cliffhangern. Super! 

Die Story an sich war auch wieder klasse, aber auch wirklich erschreckend. Er bringt sein erstes Opfer ja auf ziemlich grausame Weise um, indem er ihr Bauschaum in den Mund sprüht und ihr beim Ersticken zu sieht. Wuah, da läuft es einem kalt den Rücken herunter. Auch wie dann aufgeschlüsselt wird, wie der Täter die Opfer aussucht und tötet ist grausam, aber macht einen genialen Thriller aus.

Bis zum Schuss ist es mir nicht gelungen heraus zu finden, wer der Täter sein könnte, obwohl ich natürlich den einen oder anderen verdächtigt und mich auf falsche Spuren habe führen lassen. Trotzdem war der Schluss dann eine Überraschung, verlor auf den letzten Seiten -nachdem klar war, wer der Täter ist- jedoch etwas an Spannung, und ich hab mich dann nur so durchgelesen. 

Man erfährt auch mehr über Nils Trojan, mehr als im ersten Buch, lernt ihn besser kennen und teilweise von ganz anderen Seiten. Zwar gibt es manchmal Dialoge, die auf das erste Buch anspielen, ich glaube aber dass man die Puppenmacherin auch gut so einzeln lesen kann.


Sonntag, 15. Juli 2012

[Rezension] Alessia Gazzola - Mit Skalpell und Lippenstift

Klappentext:
Ein Mord in Roms Oberschicht: Giulia, Jurastudentin aus bester Familie, wird tot aufgefunden. Wer war der Liebhaber, den sie kurz vor ihrem Tod empfangen hat? Und wer hat ihr die tödliche Dosis Medizin verabreicht? Alice Allevi, Assistenzärztin der Rechtsmedizin, löst den fast perfekten Mord mit Witz, Intelligenz und Hartnäckigkeit. Dabei hat sie es nicht leicht: An ihrem Institut scheinen eigentlich alle gegen sie zu sein, ihre Versetzung ins nächste Assistenzjahr ist gefährdet, und dann kommt ihr auch noch eine Leiche abhanden. Auch ihr Privatleben steht unter einem schwierigen Stern – ausgerechnet dem egozentrischen Arthur, dem Sohn ihres Chefs, fliegt ihr Herz zu. Ein spannender, humorvoller Pathologie-Krimi mit einer Heldin, die in ihrem Charme Bridget Jones in nichts nachsteht.

Verlag: carl's book | Seiten: 400 | Preis: 14,99€ | Format: Broschur | Genre: Krimi, ChickLit, Frauen | ISBN: 978-3570585047
Ihr könnt das Buch zum Beispiel *hier* bei Amazon kaufen. 



Worum geht es:

Wenn Alice nichts ändert muss sie das Jahr wiederholen und wirklich nichts erscheint ihr erniedrigender als eine der wenigen zu sein, die das Assistenzjahr in der Gerichtsmedizin nicht schafft. Dabei mangelt es ihr nicht an Interesse oder Passion, sonder eher am Ehergeiz. Doch als sie an den Tatort der jungen Guila gerufen wird, schäumt sie beinahe über vor Tatendrang. Erst vor wenigen Stunden hat sie mir der schönen Toten in einer Boutique geplaudert, sie bewundert und nun liegt die junge Frau vor ihr, gestorben vermutlich bei einem tragischen Unfall. Doch diese Theorie bezweifelt Alice, und begibt sich auf Glatteis, um den Fall lösen zu können. 


Meine Meinung:

Selbst gekauft hätte ich mir das Buch nie, denn das Cover alleine verspricht ein absolu typischer, vorhersehbarer und klischeehafter Frauenroman zu werden, mit einer Protagonisten die eben so schön wie begabt ist. Doch nach nur wenigen Seiten war ich komplett vom Gegenteil überzeugt, denn allein schon die Kulisse der Geschichte ist toll. Alice arbeitet in der Gerichtsmedizin, in der die Mitarbeiter einfach nur herrlich normal und teilweise sehr hassenswert sind, in der im Prinzip für sie nichts so läuft wie es soll und wo der Alltag definitiv nichts mit CSI-Folgen zu tun hat. Ich habe Alice in ihrer etwas naiven und seeehr tollpatschigen, herrlich natürlichen Art sofort ins Herz geschlossen und würde sie gerne einmal kennen lernen, denn dass sie bei jeder Kleinigkeit unsagbar in Tränen ausbricht fand ich super sympathisch. 

Es ist wirklich erfrischend geschrieben, beinhaltet sehr sehr schöne Sätze - ich hab mir einige Zitate raus geschrieben - und ist manchmal so komisch, dass ich mich bemühen musste nicht laut aufzulachen und komische Blicke der anderen Bahnfahrer riskiere. Was mir zudem sehr gut gefiel, war die Nähe zur Realität. Nichts mag ich weniger in Büchern, als wenn alles glatt läuft, sich am Ende doch alles zum positiven dreht oder ähnliches. 

Jedoch ist es lange nicht so viel Krimi wie der Klappentext verspricht. Der Mordfall steht zwar irgendwie schon im Fokus, aber es geht weniger um die Aufdeckung des Täters oder die Klärung der Umstände, sondern eher um den Hintergrund der Tat. Wer sich also polizeiliche Arbeit erhofft, wird enttäuscht werden, denn schlussendlich ist es doch mehr Chick-Lit als Krimi :) 


Mittwoch, 20. Juni 2012

[Rezension] Stefanie Gerstenberger - Oleanderregen

Klappentext:
Als Valentina nach dem Tod ihres Vaters erfährt, dass ihre Cousine Irma in Wahrheit ihre Halbschwester ist, reist sie nach Sizilien, um sie ausfindig zu machen. Mehr als zehn Jahre haben sich die beiden nicht gesehen, zu tief verletzte es Valentina, dass ihr damaliger Freund Max sie verließ, um mit Irma nach Palermo zu gehen. Doch bei ihrer Ankunft muss Valentina erfahren, dass Irma nach einer scheinbar harmlosen Operation im Koma liegt. Während Valentina noch fürchtet, Max wieder zu begegnen, lernt sie Angelina kennen. Eine entfernte Verwandte, die ihr eine bewegende Geschichte erzählt. Von einem Jungen, der ohne Beine geboren wurde und dank der Fürsorge seiner Mutter trotz allen Unglücks die Liebe fand. Diese Geschichte ist der Schlüssel zum Geheimnis der Familie ihres Vaters, und Valentina erkennt, dass sich jetzt auch ihr Leben ändern wird …

Verlag: Diana Verlag | Format: Hardcover | Seiten: 448 | Preis: 19,99€ | Genre: Familie, Schicksal, Liebe | ISBN: 978-3453291256
Ihr könnt das Buch z.B. *hier* bei Amazon kaufen

 

Worum geht es:
Das Testament das Valentinas Vater hinterlässt, schockiert sie zutiefst. Nicht nur, dass sie mit dem plötzlichen Tod ihres Vaters fertig werden muss, nein jetzt erfährt sie nur wenige Tage nach dem Ableben ihren Vaters, dass sie noch eine Schwester haben soll mit der sie sich das Erbe teilen wird. Doch die geheimnisvolle Schwester ist nicht irgendwer, sondern Irma, ihre Cousine, die nach dem Verschwinden ihrer Mutter aus Sizilien nach Deutschland kam um Valentina und ihren Papa Enzo zu unterstützen. 
Um ihren Vater in der italienischen Heimat bestatten zu können, reist Valentina nach Sizilien und lernt ihre riesig große Verwandtschaft kennen. Nur Irma fehlt. Die einzige Frau die ihr vielleicht Antworten auf die brennenden Fragen geben könnte liegt im Koma..

Meine Meinung:
Ich werde heute zu diesem Buch keine Sternbewertung abgeben, denn ich habe es jetzt auf Seite 224 abgebrochen. Es ist das erste Buch in diesem Jahr, das ich nicht zu Ende lese und dennoch möchte ich lieber gar keine Bewertung abgeben als nur 1 Stern oder dergleichen. Denn ich weiß natürlich nicht, ob es mich nicht doch noch in 50 Seiten gepackt hätte und ich schließlich eine relativ hohe Bewertung abgeben hätte. Deshalb heute nur meinen Eindruck vom Buch.

Das Cover ist natürlich unglaublich schön, und auch der Klappentext und die bisherigen guten Bewertungen auf Amazon haben mich angesprochen. Alles in allem klingt es nach einer tragischen Familiengeschichte, und auf sowas steh ich ja manchmal echt, mit einer Priese Sommerfeeling. Ich hab mir entspannte aber schöne Lesestunden mit diesem Buch erhofft, und mir gewünscht mich nach Sizilien lesen zu können.

Doch leider bin ich bis zu letzt überhaupt nicht in das Buch reingekommen. Es hat mich kein bisschen gereizt weiterzulesen, in der Bahn habe ich liebe die Leute beobachtet anstatt zu lesen - was quasi nie passiert - und hab ich dann gelesen, hat es mir keinen Spaß gemacht. Selbst für die paar 100 Seiten habe ich jetzt fast 1 Woche gebraucht, eine Zeit in der ich für gewöhnlich sonst 2 Bücher komplett lese.

Der Schreibstil ist sehr flach, irgendwie nicht wirklich ausgefeilt und sprachlich nicht wirklich anspruchsvoll. Alles Dinge über die ich hinweg sehen könnte, aber auch die Handlung nimmt sich da nichts. Ebenfalls seeehr flach, sehr vorhersehbar und teilweise so unheimlich unrealistisch positiv und kitschig, dass ich dachte "Okay, ne. Das ist jetzt aber nicht ihr Ernst." 

Vielleicht war es einfach das falsche Buch zur falschen Zeit, aber trotzdem werde ich es nicht weiterlesen, nicht jetzt und nicht später, und mich einfach nur an dem schönen Cover erfreuen. 

Mittwoch, 13. Juni 2012

[Rezension] Susan Abulhawa - Während die Welt schlief

Klappentext:
Jenin im Blumenmonat April: Frühmorgens, bevor die Welt um sie herum erwacht, liest Amals Vater ihr aus den Werken großer Dichter vor. Es sind Momente des Friedens und der Hoffnung, die Amal ihr Leben lang im Herzen trägt — ein Leben, das im Flüchtlingslager beginnt, nach Amerika führt und dennoch stets geprägt ist vom scheinbar ausweglosen Konflikt zwischen Israel und Palästina. Über vier Generationen erzählt Susan Abulhawa die bittere Geschichte Palästinas im Verlauf des 20. Jahrhunderts — eine Geschichte über den Verlust der Heimat, eine zerrissene Familie und die immerwährende Hoffnung auf Versöhnung.

Verlag: Diana Verlag | Seiten: 432 | Format: Taschenbuch | Preis: 8,99€ | Genre: Familiengeschichte; Schicksal; Krieg | ISBN: 978-3453356627
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Worum geht es: 
Das Buch verfolgt die Lebensgeschichte gleich mehrere Generationen einer Familie die aus Palästina stammt, vertrieben wird, neue Hoffnung im Flüchtlingslager schöpft, erleben muss wie diese Hoffnungen zerschlagen werden, vertrieben werden, im Exil leben und ihre Heimat doch nie vergessen. Im Fokus steht Amal, das jüngste Kind von Dalia und Hasan, die in einem Jenin voller Träume großwächst und dann alles verliert. 

Meine Meinung:
Es hat mir schlichtweg den Boden unter den Füßen weggerissen. Ich habe ein ganz anderes Buch erwartet, ein oberflächliches, vielleicht sogar teilweise "kitschiges", aber damit habe ich auf keinen Fall gerechnet. Denn so ist es in keinster Weise. Es zeigt das Leben einer arabischen Familie von 1948 an, als der Staat Israel ausgerufen werden sollte bis 2003, als man arabische Bürger in dem einen Land undwürdig behandelt und in dem anderen Land gleich tötet. 

Das schlimmste an dem Buch für mich war jedoch, dass ich dadurch vor Augen geführt bekommen habe, wie ignorant ich eigentlich durch die Weltgeschichte bisher gegangen bin. Krieg und Tote im Nahen Osten sind Nachrichten, die man inzwischen jeden Tag hört, ohne sich darüber im klaren zu sein, was da eigentlich geschieht, ohne zu hinterfragen wem das geschieht, und ganz besonders warum. Aber warum, wissen wohl die meisten inzwischen nicht mehr. Vermutlich als Vergeltung der Rache einer Rache. 

Natürlich stellt das Buch den Konflikt nur sehr einseitig dar, nämlich aus Sicht der Pälästinenser, in deren Augen die Juden die Feinde sind. Und sicherlich ist das Buch auch fiktiv, und es lässt sich darüber streiten wie real es ist, dass einer einzigen Familie so viel Leid wiederfährt. Aber Tatsache ist, dass die Menschen dort es so erleben, und kleine Kinder, Frauen und andere Zivilisten die Opfer sind, die beklagt werden, ganz gleich aus wessen Seite man nun steht.

Ich war sehr erschüttert und tief bewegt, und kann jedem nur empfehlen es unbedingt zu lesen, um sich zu informieren, sich eine Meinung zu bilden und vor allem und am wichtigsten um seinen Horizont zu erweitern, denn ich weiß, dass ich von nun an ein ganz anderen Blick auf die kurzen Nachrichtensequenzen haben werde, in denen mal wieder nebenbei die Rede von dutzenden Toten im Nahen Osten ist.