Sonntag, 15. Juli 2012

[Rezension] Alessia Gazzola - Mit Skalpell und Lippenstift

Klappentext:
Ein Mord in Roms Oberschicht: Giulia, Jurastudentin aus bester Familie, wird tot aufgefunden. Wer war der Liebhaber, den sie kurz vor ihrem Tod empfangen hat? Und wer hat ihr die tödliche Dosis Medizin verabreicht? Alice Allevi, Assistenzärztin der Rechtsmedizin, löst den fast perfekten Mord mit Witz, Intelligenz und Hartnäckigkeit. Dabei hat sie es nicht leicht: An ihrem Institut scheinen eigentlich alle gegen sie zu sein, ihre Versetzung ins nächste Assistenzjahr ist gefährdet, und dann kommt ihr auch noch eine Leiche abhanden. Auch ihr Privatleben steht unter einem schwierigen Stern – ausgerechnet dem egozentrischen Arthur, dem Sohn ihres Chefs, fliegt ihr Herz zu. Ein spannender, humorvoller Pathologie-Krimi mit einer Heldin, die in ihrem Charme Bridget Jones in nichts nachsteht.

Verlag: carl's book | Seiten: 400 | Preis: 14,99€ | Format: Broschur | Genre: Krimi, ChickLit, Frauen | ISBN: 978-3570585047
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Worum geht es:

Wenn Alice nichts ändert muss sie das Jahr wiederholen und wirklich nichts erscheint ihr erniedrigender als eine der wenigen zu sein, die das Assistenzjahr in der Gerichtsmedizin nicht schafft. Dabei mangelt es ihr nicht an Interesse oder Passion, sonder eher am Ehergeiz. Doch als sie an den Tatort der jungen Guila gerufen wird, schäumt sie beinahe über vor Tatendrang. Erst vor wenigen Stunden hat sie mir der schönen Toten in einer Boutique geplaudert, sie bewundert und nun liegt die junge Frau vor ihr, gestorben vermutlich bei einem tragischen Unfall. Doch diese Theorie bezweifelt Alice, und begibt sich auf Glatteis, um den Fall lösen zu können. 


Meine Meinung:

Selbst gekauft hätte ich mir das Buch nie, denn das Cover alleine verspricht ein absolu typischer, vorhersehbarer und klischeehafter Frauenroman zu werden, mit einer Protagonisten die eben so schön wie begabt ist. Doch nach nur wenigen Seiten war ich komplett vom Gegenteil überzeugt, denn allein schon die Kulisse der Geschichte ist toll. Alice arbeitet in der Gerichtsmedizin, in der die Mitarbeiter einfach nur herrlich normal und teilweise sehr hassenswert sind, in der im Prinzip für sie nichts so läuft wie es soll und wo der Alltag definitiv nichts mit CSI-Folgen zu tun hat. Ich habe Alice in ihrer etwas naiven und seeehr tollpatschigen, herrlich natürlichen Art sofort ins Herz geschlossen und würde sie gerne einmal kennen lernen, denn dass sie bei jeder Kleinigkeit unsagbar in Tränen ausbricht fand ich super sympathisch. 

Es ist wirklich erfrischend geschrieben, beinhaltet sehr sehr schöne Sätze - ich hab mir einige Zitate raus geschrieben - und ist manchmal so komisch, dass ich mich bemühen musste nicht laut aufzulachen und komische Blicke der anderen Bahnfahrer riskiere. Was mir zudem sehr gut gefiel, war die Nähe zur Realität. Nichts mag ich weniger in Büchern, als wenn alles glatt läuft, sich am Ende doch alles zum positiven dreht oder ähnliches. 

Jedoch ist es lange nicht so viel Krimi wie der Klappentext verspricht. Der Mordfall steht zwar irgendwie schon im Fokus, aber es geht weniger um die Aufdeckung des Täters oder die Klärung der Umstände, sondern eher um den Hintergrund der Tat. Wer sich also polizeiliche Arbeit erhofft, wird enttäuscht werden, denn schlussendlich ist es doch mehr Chick-Lit als Krimi :) 


2 Kommentare:

  1. Ich wollte gerade sagen: Das Cover passt wieder gar nicht hierher! :D "Selbst gekauft hätte ich mir das Buch nie (...)" - AHA. Wusste ich's doch. :D Aber klingt echt nicht allzu schlecht. :)

    Liebe Grüße

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  2. Ich werds mir denk ich mal auch zulegen...Irgendwie macht es mich neugierig!
    Lieben Gruß,
    Jasmin
    http://jasmins-buecherblog.blogspot.de/

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