Sonntag, 29. Juli 2012

[Rezension] Ally Condie - Cassia & Ky, Die Flucht (Bd. 2)

Klappentext:
Wie durch ein Wunder gelingt Cassia die Flucht in die Äußeren Provinzen. Sie will nach Ky suchen, ihrer großen Liebe.
Dort kämpft Ky als Soldat für die Gesellschaft und ist ununterbrochen brutalen Angriffen ausgesetzt. Als Cassia endlich auf eine Spur von Ky stößt, ist er bereits entkommen und auf dem Weg in die wilden Canyons in den Grenzgebieten.
Verzweifelt macht sich Cassia auf den lebensgefährlichen Weg.  Was wird sie am Ende der ihr bekannten Welt finden? Zwischen steinigen Schluchten und staubigen Pfaden sucht Cassia nicht nur nach Ky  –  sondern auch nach sich selbst.

Verlag: FJB | Preis: 16,99€ | Format: Gebunden | Seiten: 464 | Genre: Jugendbuch, Dystopie | empfohlenes Alter: 14-17 | ISBN: 978-3841421449
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Worum geht es:

[Achtung, Spoileralarm über den ersten Teil] Nachdem Ky vor Cassias Augen abtransportiert wurde, beschließt sie ihn, koste es was es wolle, zu finden. Und so begibt sie sich auf eine gefährliche Reise in die äußeren Provinzen, zusammen mit den Abbration und Anomalien, um Ky aufzuspüren. Die Leute die dort in den Provinzen gegen den Feind kämpfen sollen werden immer jünger und ihre Überlebenszeit dort zunehmend geringer. Doch davon weiß Cassia im Gegensatz zu Ky noch nichts. Um diesem Schicksal zu entgehen, flieht Ky in einer Nacht und Nebelaktion zusammen mit seinem neuen Freund Vick und dem kleinen Eli. Und so verpassen sich Cassia und Ky nur um kurze Zeit, doch Cassia beschließt Ky in die Canyons zu folgen..


Meine Meinung:

Nachdem mich auch das erste Buch schon nicht wirklich so sehr begeistern konnte, wie es von anderen Dystopien gewohnt war, bin ich an dieses hier von vornherein schon etwas skeptischer heran gegangen. Leider wurden meine Bedenken auch bestätigt, denn ich finde nicht dass dies eine gelungene Fortsetzung, noch ein besonders gutes Buch ist. 
Mein großes Problem ist eigentlich nicht was passiert, sondern wie es passiert. Alles läuft unfassbar glatt, wenn Probleme auftreten finden sie in kürzester Zeit eine Lösung, und alles wirkt auf mich mehr wie ein Spaziergang durch ein paar Felsen, als eine Lebensbedrohliche Tortur durch die menschenleeren und -feindlichen Canyoyns. Es geht ja schon damit los, dass Ky und seine Freunde gut einen Tag Vorsprung haben, gestärkte und fitte junge Männer sind, und trotzdem nach nur wenigen Tagen nach ihrem Aufbruch von der sehr zierlichen, geschwächten Cassia und ihrer Begeleiterin eingeholt werden, die sich natüüürlich instinktiv für die richtige Spalte beim richtigen Eingang und den richtigen Weg in den Bergen entschieden. Das ist einfach nur unglaubwürdig, und nimmt der Szenerie die eigentlichen bedrohlich wirken soll, es geht immerhin ums Überleben, ihre Wirkung.

Weiterhin passiert mir viel zu wenig Handlung für 400 Seiten. Beinahe 3/4 des Buches halten sie sich in den Bergen auf, und wandern und überlegen. Ihre Überlegungen und Pläne, selbst die Gespräche drehen sich dabei stetig im Kreis, so dass ich zeitweise absolut das Interesse am weiterlesen verloren habe, und auch gut 20 Seiten hätte überspringen können ohne das etwas passiert. 

Die Entwicklung der Charaktere, und Vick als Charakter im Speziellen hat mir allerdings gut gefallen. Alle trafen ganz individuelle Entscheidungen, auf Grund ihrer gemachten Erfahrungen und entwickelten sich in unterschiedliche Richtungen. Zwar bin ich auch manchen Entscheidungen bis zum Schluss nicht schlau geworden, aber dennoch war das schon wesentlich authentischer.

Den dritten Teil werde ich wohl trotzdem lesen, alleine schon um zu erfahren wie die Geschichte ausgeht. Wer aber mit der Reihe um Cassia und Ky noch nicht begonnen hat, muss es auch nicht unbedingt machen.




1 Kommentar:

  1. Na toll, und was soll ich machen? Ich hab den 1. Teil auf dem SUB, also noch nicht gelesen xD Nehme ich mir für den Urlaub vor ... Sogar auf Englisch hab ich ihn gekauft ... :D

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