Klappentext:
Constantine Niemand arbeitete für einen Sicherheitsdienst in
Johannesburg. Er ist auf der Flucht, seit er einen Videofilm in seinen
Besitz gebracht hat, der international Politikern und Waffenlobbyisten
gefährlich werden kann. Es scheint aber kein sicheres Versteck für ihn
zu geben – auch in London nicht, wo er versucht, den Film an eine
Enthüllungsjournalistin zu verkaufen. Immer wieder spüren ihn die Killer
auf. Wie kompromittierend, wie brisant ist die Information, die ihm in
die Hände gefallen ist?
Verlag: C.Bertelsmann | Seiten: 432 | Format: Broschur | Preis: 14,99€ | Genre: (Polit-) Thriller | ISBN: 978-3570009994
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Worum geht es:
Als während eines Auftrages die Auftraggeber ums Leben kommen, gelangt Constantin Niemand an eine Videokassette, deren Aufnahme ebenso brisant wie gefährlich sind. Unter falschem Namen reist er nach Großbritannien und versucht die Aufnahmen zu Geld zu machen. Doch dabei legt er sich mit den falschen Leuten an, und kann den auf ihn angesetzten Auftragskillern nur knapp entkommen.
Und auch Anselm, Veteran aus Beiruht, scheint irgendwie in die Sache verwickelt zu sein, auch wenn er sich wegen seiner posttraumatischen Störung nicht an den Grund der Verwicklung erinnern kann.
Meine Meinung:
Der Klappentext hat mich total angesprochen! Ich bin ja ohnehin ein totaler Thrillerfan, und habe in den letzten Monaten einen Hang zu politischen Themen diesbezüglich entwickelt. Nichts ist heutzutage wichtiger, aber auch zerstörender als die Kraft der Medien. Deshalb hab ich mich auch wahnsinnig auf das Buch gefreut, schon auch deshalb weil sowohl der Spiegel als auch die Times, das Buch in höchsten Tönen loben.
Die Realität, bzw. die Umsetzung, des Buches ist aber alles andere als berauschend. Ich weiß gar nicht, wann ich das letzte Mal einen so mieses Thriller gelesen habe. Die Geschichte plätschert nur vor sich hin, es kommt absolut keine Spannung auf, die Charaktere sind unübersichtlich, ungenügend beschrieben, unsympathisch und ehe man einigermaßen begreift, wer wie in welchem Zusammenhang zu den anderen steht, sind schon über 3/4 des Buches vergangen. Andere mögen das als taktisch klug bezeichnen, mir nimmt es einfach das Interesse, wenn ich mich auch nach 300 Seiten noch frage, wer Person XY jetzt nochmal war. Außerdem hat es mich extrem (!) genervt, dass der Autor einen der Protagonisten "Niemand" nennt und die Sätze dann auch folgendermaßen beginnt: Niemand achtete auf die Zeitung am Nachbartisch. Niemand ging voran. Niemand mochte die Gewalt. Das war nicht nur verwirrend sondern Kapitelweise auch sehr störend.
Das Thema wäre ein tolles gewesen, weil nicht nur besprochen wird welche Sprengkraft Bildmaterial haben kann, sondern auch das auf dem Video gezeigte Material sehr spannend und interessant ist. Jedoch ist die Umsetzung meiner Meinung nach vollkommen misslungen, und der einzige Grund warum ich noch 2 Sterne gebe, ist der dass mir die Idee gefällt.

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