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Donnerstag, 28. März 2013

[Rezension] Josephine Angelini - Göttlich verliebt (Bd. 3)

Klappentext:
Ein zweiter Trojanischer Krieg steht unmittelbar bevor. Weil die Scions sich gegenseitig bekämpfen, liegt es allein an Helen, Lucas und Orion, neue Verbündete für ihr bislang größtes Gefecht zu finden. Zugleich wächst Helens Macht und mit ihr das Misstrauen ihrer Freunde. Doch Helen kann deren Vertrauen zurückgewinnen und den unsterblichen Zeus in letzter Minute bezwingen. Aber was wird aus Helens ganz persönlichem Kampf um ihre Liebe zu Lucas?

Verlag: Dressler | Format: Hardcover | Preis: 19,95€ | Seiten: 459 | Genre: Fantasy, Jugendbuch | Erscheinungsdatum: März 2013 | Spielt in: USA (Massachuchetts / Nantucket) | Originaltitel: Goddess | ISBN: 978-3791526270

Erster Satz: 
"Zu ihrer Linken sah Helen etwas, das vermutlich der Styx war, denn in dem reißenden Strom trieben Unmengen von von scharfkantingen Eisstücken."



Worum gehts:

Die Zeiten sind schwerer geworden in Nantucket. Nicht nur, dass sich der Trojanische Krieg - in dem sich die Götter auf die Erde begeben werden, um herauszufinden wer der Stärkere auf dieser Welt ist - sondern auch der Ort selbst hat schwer gelitten. Die Schule und viele andere Gebäude sind zerstört, die Bewohner trauen sich nicht mehr auf die Straßen, und auch Jerry, Helens Vater, ist noch immer nicht wieder aus dem Koma erwacht.
Außerdem quälen Helen in letzter Zeit immer häufiger verstörende Träume. Sie sieht sich selbst, ihr Gesicht, in anderen Welten, anderen Zeiten, in anderen Lebensgeschichten, die immer dramatisch endeten. Sie sieht wie Pferde, Delfine und Adler Menschen angreifen, und weiß nicht woher diese Träume kommen und was sie ihr sagen wollen.
Und auch die Beziehung zwischen ihr, Lucas und Orion wird zunehmen schwieriger. Beiden gehört ihr Herz, doch mit beiden scheint ihr ein glückliches Zusammenleben nicht gegönnt zu sein - denn die Zukunft der Welt steht auf dem Spiel.



Meine Meinung:

Was für ein grandioses Ende zu dieser noch tolleren Reihe! Als ich die letzten Seiten gelesen, und das Buch zugeschlagen hatte, hatte ich endlich mal wieder ein Gefühl, dass ich so schon lange nicht mehr nach Beenden eines Buches hatte: Abschiedsschmerz.
Es ist so schade, die Charaktere gehen zu lassen, die man in einer gewissen Art liebgewonnen hatte, und eine Reihe zu beenden, die noch so viel mehr Stoff für weitere Bände bieten würde. Aber man soll ja bekanntlich aufhören, wenn es am schönsten ist.

Jetzt fragt man sich vielleicht, wieso ich trotz dieser absoluten Begeisterung "nur" 4 Sterne vergaben habe.
Der Grund dafür ist, dass das Buch stellenweise wirklich verwirrend war, man wurde bombardiert mit Namen und Fakten aus der griechischen Mythologie und konnte - oder zumindest ich, als nicht gerade bewanderte Person auf diesem Gebiet - nur schwerlich folgen. Auch waren manche Handlungen im Nachhinein irgendwie überflüssig oder nur schwer nachvollziehbar bzw. sehr unüblich für die Charaktere.

Alles andere an dem Buch hat mir aber gefallen- sogar mitgerissen. Ein Weglegen des Buches war quasi unmöglich, dafür war es viel zu spannend und faszinierend. Ich wollte zeitweise einfach nur schneller lesen könne um zu wissen, was wohl passiert, wie es ausgeht und hab mit Helen, Hector, Lucas und Co mitgelitten, mitgefiebert und mitgefühlt.
 Die Ausarbeitung der Charaktere war wahnsinnig toll. Vielschichtig, unvorhersehbar (wobei das Ende natürlich schon irgendwie sehr vorhersehbar war) und echt. Eben keine 0/8/15- Helden, sondern echte Jugendliche, mit echten Gefühlen.
Meine Favoriten sind aber eindeutig nicht Helen, Lucas oder Orion gewesen, sondern ich hab mich unsterblich in Hector verliebt. Was für ein Kerl :D



Mittwoch, 19. Dezember 2012

[Rezension] Charles Dickens - Eine Weihnachtsgeschichte

Klappentext:
Ein unverbesserlicher Geizhals ist der alte Scrooge. Auch Weihnachten ist für ihn nichts als ein Ärgernis. Da erscheint ihm am Heiligen Abend sein verstorbener Kompagnon Marley, der früher selbst ein eiskalter geschäftsmann war und es nun bitter bereut. In dieser Nacht wird Scrooge von den Geistern der Weihnachts heimgesucht, die ihm erschreckend deutlich zeigen, was er bisher aus seinem Leben gemacht hat.

Verlag: Dressler Klassiker | Seiten: 144 | Format: Hardcover | Preis: 7,50€ | Genre: Klassiker, Weihnachten, Für Kinder | Originaltitel: A Christmas Carol | Erscheinungsdatum: August 2002 | Spielt in: England (London) | ISBN: 978-3791535968
Ihr könnt das Buch zum Beispiel *hier* bei Amazon kaufen.

Erster Satz:
"Um es gleich zu sagen: Marley war nicht wirklich tot." 




Worum geht es:

Viel muss ich nicht sagen, die meisten (oder vermutlich alle) werden die Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens kennen, wurde sie doch schon mehrfach verfilmt und erschien in sämtlichen Buchformaten. Deshalb ganz kurz: Ebenezer Scrooge ist ein Mann, dem es im Leben vor allem an Liebe fehlt. Weder kann er sie geben, noch wird sie ihm entgegen gebracht. Er kümmert sich um sein Geschäft, ums Geld, und vergisst und verschmäht dabei jegliche soziale Kontakte. Am Weihnachtsabend erscheinen ihm dann drei Geister: Der Geist der vergangenen Weihnacht, der der heutigen Weihnacht und der der künftigen. Und das was Mr. Scrooge zu sehen bekommt, ist alles andere als schön.


Meine Meinung: 

Natürlich kenne auch ich schon die Geschichte von Mr. Scrooges Begegnung mit den drei Geistern der Weihnacht, hatte aber bisher noch nie die Gelegenheit oder das Interesse, dass Buch zu lesen. Dieses Jahr aber musste es dann endlich gelesen werden, und weil mir die Aufmachung der Dressler Kinderklassiker so unheimlich gut gefällt, habe ich mir dieses schöne Buch gekauft. Im ganzen Buch findet man wunderschöne Illustrationen, die so wahnsinnig liebevoll und detailverliebt gezeichnet wurden, dass es für groß und klein eine Freude ist, sie anzuschauen.
Dennoch denke ich nicht, dass genau dieses Buch für Jüngere oder gar zum Vorlesen für die ganz Kleinen geeignet ist. Das Sprachniveau ist doch schon etwas hoch für Grundschüler und jüngere Kinder, und viele Worte werden sie wahrscheinlich einfach nicht verstehen können.
Dafür ist es aber ein wahrer Schatz für uns Erwachsene. Der "Schreibstil" von Charles Dickens ist so wundervoll, seine Ausdrucksweise lässt gar keine andere Möglichkeit als in Weihnachtsstimmung zu kommen, und die Moral der Geschichte ist ebenfalls einfach klasse

Für mich ab sofort ein Muss für kommende Weihnachtsfeste. 

Donnerstag, 11. Oktober 2012

[Rezension] Josephine Angelini - Göttlich verloren

Klappentext:
Helen muss die Hölle gleich zweifach durchstehen: Nachts schlägt sie sich durch die Unterwelt, noch schlimmer quält sie tags, dass Lucas und sie sich unmöglich lieben dürfen. In der Unterwelt trifft Helen auf Orion. Je mehr Zeit die beiden miteinander verbringen, umso näher kommen sie sich. Dann geschieht etwas völlig Unerwartetes, das ausgerechnet Orion und Lucas zum Zusammenhalten zwingt: Die vier Häuser Scion werden vereint und ein neuer Trojanischer Krieg scheint unausweichlich! Eine packende Saga um eine Liebe, die nicht sein darf! 

Verlag: Dressler | Seiten: 512 | Format: Hardcover | Preis: 19,95€ | Genre: Jugendbuch, Fantasy | empfohlenes Alter: 14-17 | ISBN: 978-3791526263 
Ihr könnt das Buch z.B. *hier* bei Amazon kaufen.

Erster Satz:
"Am Montag fiel die Schule aus."



Worum geht es:

Nachdem Hector durch den Mord an seinem Cousin nicht mehr zurück in seine Familie kann, ohne dass die Parzen sich auf ihn stürzen würden, und Helen mit der Familie Delos zu der Entscheidung kam, dass es das beste sei, die Parzen ein für alle Mal los zu werden, trifft sie eine folgenschwere Entscheidung: Jede Nacht, nachdem sie eingeschlafen ist, betritt sie die Unterwelt um die drei zu finden. Doch die Zeit in der Hölle verläuft anders, und Verletzungen die sie sich dort zuzieht, begleiten sie auch nach dem Aufwachen. Helen wird zusehends schwächer, doch ihrem Ziel kommt sie nicht näher. Erst als sie Orion, geschickt von ihrer Mutter Daphne, in der Unterwelt trifft, bekommt ihr Vorhaben langsam feste Konturen. 


Meine Meinung:

Der erste Teil, Göttlich verdammt, konnte mich leider nicht sehr überzeugen, was vor allem auch der Tatsache geschuldet war, dass Band eins mich extrem stark an einen Abklatsch der Twilight-Romane erinnert hat. Dementsprechend zweifelnd, aber genauso neugierig, habe ich mich an Band 2 gemacht, und nicht eine Seite bereut. 

Die Ähnlichkeiten zu den Biss- Romanen ließen sich für besonders kritische Leute vielleicht noch immer feststellen, aber dann würde wohl jedes zweite der Buch Twilight ähneln. Ich jedenfalls musste kein einziges Mal mehr an Bella und Co denken, und wurde völlig von Helen, Lucas und Orion mitgerissen.

Das Buch, die ganze Geschichte, ist durchgängig wahnsinnig spannend, und auch um einiges erwachsener und brutaler als der erste Teil. Die Unterwelt, und die Folgen die diese für Helen hat, sind so faszinierend, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen wollte. Wahrscheinlich liegt das auch unter anderem an Josephine Angelinis Schreibstil, der jetzt sehr viel sicherer wirkt, und einen förmlich zum Weiterlesen zwingt.

Auch die Charaktere sind, Gott sei Dank, gereift, und nun wesentlich sympathischer und überhaupt wesentlich realer. Sie zeigen, im Gegensatz zu Band 1, echt Gefühle, die ich als Leser auch nachvollziehen kann, und handeln in einer Art, wie man sich es wünscht. Nur mit Helen werde ich nicht so warm. Zwar ist auch sie eine vielschichtige Protagonisten, aber auch etwas, na ich möchte es mal "sprunghaft" nennen, was ihre Gefühle angeht. Jeden Mann den sie hübsch findet, wirft sie sich an den Hals, und geizt definitiv auch nicht mit Küssen und Gedanken an diese Person.

Fazit: Wer wie ich vom ersten Band noch nicht so wirklich überzeugt war, sollte sich auf keinen Fall abschrecken lassen und unbedingt weiterlesen. Der zweite Band hat es absolut in sich, ist wahnsinnig spannend und ein totaler Pageturner! Ich freu mich jetzt schon auf den dritten Teil!

Montag, 17. September 2012

[Rezension] Josephine Angelini - Göttlich verdammt

Klappentext:
Schicksalhafte Liebe, antike Fehde, göttliches Erbe Die 16-jährige Helen lebt bei ihrem Vater auf Nantucket und langweilt sich. Ihre beste Freundin Claire hofft, dass nach den Ferien endlich etwas Aufregendes passiert. Der Wunsch geht in Erfüllung, als die Familie Delos auf die Insel zieht. Alle sind hin und weg von den äußerst attraktiven Neuankömmlingen. Nur Helen spürt von Anfang an großes Misstrauen. Gleichzeitig plagen sie plötzlich düstere Albträume, in denen drei unheimliche Frauen Rache nehmen wollen. Es scheint eine Verbindung zwischen ihnen und Lucas Delos zu geben. Was dahintersteckt, erfährt Helen erst nach und nach: Lucas und sie stammen von Halbgöttern ab und sind dazu verdammt, einen erbitterten Kampf auszulösen indem sie sich ineinander verlieben

Verlag: Dressler | Preis: 19,95€ | Format: Hardcover | Seiten: 494 | Genre: Jugendbuch, Fantasy | empfohlenes Alter: 14-17 Jahre | ISBN: 978-3791526256
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Der erste Satz:
 "Aber wenn du mir jetzt ein Auto kaufst, gehört es dir, wenn ich in zwei Jahren aufs College gehe."


Worum geht es

Als die Familie Delos auf die kleine Insel Natucket zieht, ändert sich Helens Leben von einem Wimpernschlag auf den anderen. Bisher hat sie es vermieden Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, war eher ein Außenseiten, doch mit dem Eintreffen der neuen Inselbewohner, stellt sich heraus, dass in Helen etwas viel gewaltigeres Jahre lang unentdeckt blieb. Denn Helen ist eine Halbgöttin, die Nachfahrin der Krieger vom Trojanischen Krieg. 
Doch anstatt sich wie alle anderen jungen Leute an der High School über die wunderschönen neuen Mitschüler zu freuen, hegt sie nur Mordlust für sie. Getrieben von dem Drang die umzubringen, stürzt sie sich auf Lucas, und gerät so in eine Welt, die ihr bisher unmöglich erscheint. Und als die ganzen Umstände erst einmal geklärt scheinen, steht auch den aufkeimenden Gefühlen zwischen Helen und Lucas nichts mehr im Weg. Eigentlich.


Meine Meinung

Ehrlich gesagt bin ich mir beim Kauf des Buches offensichtlich nicht bewusst gewesen, was sich hinter dem Klappentext für eine Geschichte verbirgt. Denn obwohl ich natürlich wusste, dass es um Halbgötter und deren Fähigkeiten geht, war ich doch beim Lesen ziemlich abgeschreckt und hab mich absolut nicht in die Geschichte einfinden können. Das liegt ganz sicher aber auch an dem furchtbaren Schreibstil von der Autorin, der so primitiv und langweilig ist, dass einem die Geschichte schon zum Hals heraus hängen kann, ehe sie so richtig begonnen hat. Die Sätze wirken lieblos aneinander geklatscht, sind extrem Stilmittelarm und strotzen nur so von Satzteilwiederholungen im Buch.

Da ich Bücher aber nur sehr ungern abbreche, habe ich auch dieses zu Ende gelesen, und bin im Nachhinein jetzt doch froh, es zu Ende gelesen zu haben. Denn so ca. ab Seite 280 fängt das Buch an spannender zu werden, nachdem man endlich den Theorieteil der griechischen Mythologie abgehandelt hat, und dann doch mal alle Fehden und Familienverhältnisse geklärt sind. Ab diesem Zeitpunkt nimmt die Geschichte fahrt auf, und wechselt vom schnöden "Ich liebe dich, aber ich darf dich einfach nicht lieben.", zu einer Handlung die nachvollziehbar ist. Ab diesen Seite hatte ich auch zum ersten Mal das Gefühl, endlich Twilight weggelegt zu haben, und eine neue Geschichte zu lesen.

Denn ich kann mich da anderen Rezensionen nur anschließen, und bestätigen: Ja, Josephine Angelini hat sich offenbar etwas zu sehr von den Biss- Romanen inspirieren lassen. Die Ähnlichkeiten sind unglaublich auffällig: Sei es zum einen die wunderschöne Familie Delos, die neu auf die Insel zieht, oder auch einfach nur die Charaktere und deren Verteilung in der Familie. Der liebende Lucas, die tolle neue Freundin Ariadne, Cassandra, die Helen überhaupt nicht leiden kann, oder auch ihr Vater Jerry, bei dem es mich nicht gewundert hätte, wenn er auch noch Polizist gewesen wäre, wie Bellas Vater. 

Ansonsten finde ich die Idee hinter dem Buch aber schön. Halbgötter sind ein Thema, das ich zumindest noch aus keinem anderen Buch kenne, und spannend zu erfahren sind. 

Fazit: Ein Buch, das erst ab ca. der 300. Seite interessant wird, stark an Twilight erinnert und flache Charaktere hat. Dennoch ist die Thematik toll gewählt, und da es im letzten Drittel ja spannender wurde, hoffe ich einfach auf den zweiten Teil. 


Mittwoch, 4. April 2012

[Rezension] Cornelia Funke - Tintentod

Klappentext
Es sind erst wenige Wochen vergangen, seit die Weißen Frauen Staubfinger mit sich genommen haben. Meggie und ihre Eltern leben auf einem verlassenen Hof in den Hügeln östlich von Ombra. An diesem friedlichen Ort lässt sich fast vergessen, was auf der Nachtburg geschehen ist. Doch in der Dunkelheit, wenn Meggie am Fenster steht und auf Farid wartet, hört sie den Eichelhäher schreien. Und dann verschwindet ihr Vater mit dem Schwarzen Prinzen und dem Starken Mann im Wald, denn es muss alles getan werden, damit die Schatten über Ombra weichen … 

Verlag: Dressler / Oetinger | Seiten: 768 | Format: Hardcover | Preis: 22,95€ | ISBN: 978-3791504766
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Worum geht es:
Noch immer sind Meggie, Mo und Resa in der Tintenwelt verschwunden. Und noch immer ist Elinor in der "wirklichen Welt" gefangen, und vermisst ihre Lieben unbeschreiblich stark. Doch Gott sei Dank ist sie unwissend, was in der Tintenwelt tatsächlich vor sich geht:
Staubfinger wurde von den weißen Frauen mitgenommen, als Pfand für Farid, und verlässt somit eine Welt, die an Schrecken kaum noch zu überbieten ist. Der Natternkopf herrscht nun über die Tintenwelt, versetzt sie in Angst und Schrecken, und sein Schwager terrorisiert Ombra. Oder zumindest die, die noch übrig sind, denn dort gibt es beinahe nur noch Witwen und Kinder, die die dem Krieg zwischen dem Schattenfürsten und Ombra nicht zum Opfer fielen.
 Einziger Hoffnungsschimmer für die Bewohner sind die Räuber, mit dem Eichenhäher an ihrer Spitze. Doch als dieser wegen ein paar Bücher in eine Falle tappt, merken alle, dass die Situation gefährlich ist, wie nie zuvor.


Meine Meinung:
Ich habe sehr große Erwartungen an dieses Buch gehabt: Der erste Band war absolut fulminant, und auch der zweite Teil hat mir sehr gut gefallen. Dem entsprechend habe ich ein Buch erwartet, dass für die Trilogie zu einem würdigen und ebenso glänzenden Abschluss bringen würde. Diese Hoffnungen wurden etwas entäuscht, denn an seine beiden Vorgänger reicht das Buch nicht heran, auch wenn es noch immer ein sehr toller Roman ist.

Aber aus dem Märchen, aus dem Zauberwald und der Tintenwelt ist eigentlich nicht mehr geworden, als eine Räubergeschichte, mit einer sich ewig hinziehenden Handlung, mit unsympathischen Hauptcharakteren und Wendungen und Abenteuern, bei denen der Leser ja ohnehin weiß, dass das gut ausgehen wird. 
Für meinen Geschmack waren das nun deutlich zu viele Szenen, in denen Meggie, Mo, Resa, Staubfinger oder sonst jemand in fuuuurchtbare Gefahr gerät, und letzter Sekunde gerettet werden kann. Denn die Guten haben immer Glück.. Langweilig!

Auch ist aus dem Kinderbuch Tintenherz jetzt ein doch schon ziemlich vor Gewalt strotzendes Buch geworden, dass für 10-12 jährige meiner Meinung nach nicht geeignet ist. Ständig werden Leute niedergemetzelt, ohne schlechtes Gewissen, schließlich gibt es in Tintentod nur noch gut oder böse. Probleme die auftauchen, oder Handlungen die ungereimt sind, werden gelöst, durch Hexsprüche natürlich, denn offensichtlich ist jetzt alles möglich. 

Fazit: Ein immer noch schönes Buch, aber nur ein Schatten der eigentlichen Geschichte.