Montag, 17. September 2012

[Rezension] Josephine Angelini - Göttlich verdammt

Klappentext:
Schicksalhafte Liebe, antike Fehde, göttliches Erbe Die 16-jährige Helen lebt bei ihrem Vater auf Nantucket und langweilt sich. Ihre beste Freundin Claire hofft, dass nach den Ferien endlich etwas Aufregendes passiert. Der Wunsch geht in Erfüllung, als die Familie Delos auf die Insel zieht. Alle sind hin und weg von den äußerst attraktiven Neuankömmlingen. Nur Helen spürt von Anfang an großes Misstrauen. Gleichzeitig plagen sie plötzlich düstere Albträume, in denen drei unheimliche Frauen Rache nehmen wollen. Es scheint eine Verbindung zwischen ihnen und Lucas Delos zu geben. Was dahintersteckt, erfährt Helen erst nach und nach: Lucas und sie stammen von Halbgöttern ab und sind dazu verdammt, einen erbitterten Kampf auszulösen indem sie sich ineinander verlieben

Verlag: Dressler | Preis: 19,95€ | Format: Hardcover | Seiten: 494 | Genre: Jugendbuch, Fantasy | empfohlenes Alter: 14-17 Jahre | ISBN: 978-3791526256
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Der erste Satz:
 "Aber wenn du mir jetzt ein Auto kaufst, gehört es dir, wenn ich in zwei Jahren aufs College gehe."


Worum geht es

Als die Familie Delos auf die kleine Insel Natucket zieht, ändert sich Helens Leben von einem Wimpernschlag auf den anderen. Bisher hat sie es vermieden Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, war eher ein Außenseiten, doch mit dem Eintreffen der neuen Inselbewohner, stellt sich heraus, dass in Helen etwas viel gewaltigeres Jahre lang unentdeckt blieb. Denn Helen ist eine Halbgöttin, die Nachfahrin der Krieger vom Trojanischen Krieg. 
Doch anstatt sich wie alle anderen jungen Leute an der High School über die wunderschönen neuen Mitschüler zu freuen, hegt sie nur Mordlust für sie. Getrieben von dem Drang die umzubringen, stürzt sie sich auf Lucas, und gerät so in eine Welt, die ihr bisher unmöglich erscheint. Und als die ganzen Umstände erst einmal geklärt scheinen, steht auch den aufkeimenden Gefühlen zwischen Helen und Lucas nichts mehr im Weg. Eigentlich.


Meine Meinung

Ehrlich gesagt bin ich mir beim Kauf des Buches offensichtlich nicht bewusst gewesen, was sich hinter dem Klappentext für eine Geschichte verbirgt. Denn obwohl ich natürlich wusste, dass es um Halbgötter und deren Fähigkeiten geht, war ich doch beim Lesen ziemlich abgeschreckt und hab mich absolut nicht in die Geschichte einfinden können. Das liegt ganz sicher aber auch an dem furchtbaren Schreibstil von der Autorin, der so primitiv und langweilig ist, dass einem die Geschichte schon zum Hals heraus hängen kann, ehe sie so richtig begonnen hat. Die Sätze wirken lieblos aneinander geklatscht, sind extrem Stilmittelarm und strotzen nur so von Satzteilwiederholungen im Buch.

Da ich Bücher aber nur sehr ungern abbreche, habe ich auch dieses zu Ende gelesen, und bin im Nachhinein jetzt doch froh, es zu Ende gelesen zu haben. Denn so ca. ab Seite 280 fängt das Buch an spannender zu werden, nachdem man endlich den Theorieteil der griechischen Mythologie abgehandelt hat, und dann doch mal alle Fehden und Familienverhältnisse geklärt sind. Ab diesem Zeitpunkt nimmt die Geschichte fahrt auf, und wechselt vom schnöden "Ich liebe dich, aber ich darf dich einfach nicht lieben.", zu einer Handlung die nachvollziehbar ist. Ab diesen Seite hatte ich auch zum ersten Mal das Gefühl, endlich Twilight weggelegt zu haben, und eine neue Geschichte zu lesen.

Denn ich kann mich da anderen Rezensionen nur anschließen, und bestätigen: Ja, Josephine Angelini hat sich offenbar etwas zu sehr von den Biss- Romanen inspirieren lassen. Die Ähnlichkeiten sind unglaublich auffällig: Sei es zum einen die wunderschöne Familie Delos, die neu auf die Insel zieht, oder auch einfach nur die Charaktere und deren Verteilung in der Familie. Der liebende Lucas, die tolle neue Freundin Ariadne, Cassandra, die Helen überhaupt nicht leiden kann, oder auch ihr Vater Jerry, bei dem es mich nicht gewundert hätte, wenn er auch noch Polizist gewesen wäre, wie Bellas Vater. 

Ansonsten finde ich die Idee hinter dem Buch aber schön. Halbgötter sind ein Thema, das ich zumindest noch aus keinem anderen Buch kenne, und spannend zu erfahren sind. 

Fazit: Ein Buch, das erst ab ca. der 300. Seite interessant wird, stark an Twilight erinnert und flache Charaktere hat. Dennoch ist die Thematik toll gewählt, und da es im letzten Drittel ja spannender wurde, hoffe ich einfach auf den zweiten Teil. 


2 Kommentare:

  1. Hmm...flache Charaktere und Twilight-esque hört sich unkuhl an. Wieder ein Buch mehr, dass ich nicht unbedingt kaufen muss :)
    Komisch, dass das Buch z.b. auf Amazon so gefeiert wird und mir ständg vorgeschlagen wird :D

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  2. Das Genre liegt mir überhaupt gar nicht.
    Ich hab dir einen Award verliehen: http://la-mia-farfalla.blogspot.de/2012/09/juhu-ich-habe-zwei-awards-erhalten.html

    LG Marisol

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