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Dienstag, 3. Dezember 2013

Karen Rose - Todesbräute (Bd. 2)

Klappentext:
Die Vergangenheit kehrt zurück In einer amerikanischen Kleinstadt geschieht ein kaltblütiger Mord an einer jungen Frau. Der Killer hat ihr das Gesicht zertrümmert, sie nackt in eine Decke eingewickelt und in einen Graben geworfen. An ihrem Zeh findet die Polizei einen mysteriösen Schlüssel. Agent Daniel Vartanian übernimmt die Ermittlungen und findet heraus, dass vor dreizehn Jahren ein Mädchen auf dieselbe bestialische Art getötet wurde. Ist der Mörder zurückgekehrt, oder handelt es sich um einen perfiden Nachahmungstäter? Bevor Vartanian weitere Spuren verfolgen kann, taucht Alexandra, die Zwillingsschwester des Opfers, auf. Unversehens gerät sie selbst ins Visier dieses brutalen Serienmörders...

Verlag: Knaur | Seiten: 656 | Preis: 9,99€ | Genre: Thriller | Spielt in: Dutton / Georgia, USA | Originaltitel: Scream for me | Erscheinungsdatum: Mai 2010 | ISBN: 978-3426502983

Erster Satz:
"Ein Ping. Wieder war ein Fahrstuhl angekommen."



Worum geht es:

Die Kleinstadt Dutton wird von einer grausamen Mordserie erschüttert: Jemand ermordet junge Frauen, vergewaltigt sie vor ihrem Tod und lässt sie dann, bis zur Unkenntlichkeit entstellt, in einem Graben zurück. Die Frauen haben alle eins gemeinsam, nämlich die Ähnlichkeit zum Fall "Alicia Tremaine" von vor 13 Jahren. Die damals 16 jährige wurde auf genau die gleiche Art und Weise getötet, nur sitzt ihr Mörder bereits seit über einem Jahrzehnt im Gefängnis. Die Ermittler des GBI um Daniel Vartanian stehen vor einem Rätsel. Haben sie es mit einem Nachahmungstäter zu tun, oder konnte Alicias wahrer Mörder etwa doch nicht gefasst werden? Gemeinsam mit Alex Fallon, der Zwillingsschwester der getöteten Alicia, beginnen sie zu ermitteln, und schlagen mitten in ein Wespennest...


Meine Meinung:

Dass ich den ersten Teil dieser "Trilogie" gelesen habe (wobei man ganz klar sagen kann, dass es absolut kein Problem ist, dieses Buch zu lesen auch ohne dass man Band 1 kennt), ist mit Sicherheit schon mindestens eineinhalb Jahre her. Ich hatte befürchtet, nur schwer wieder den Einstieg zu finden, aber dem war absolut nicht der Fall. Das Buch steht fast schon für sich alleine, da sämtliche Details - die ich alle vergessen hatte - aus Band 1 erläutert und wiederholt werden.
Umso rascher steckt man also mitten drin im Fall um die ermordeten Frauen, und fragt sich unaufhörlich, wer bloß der Täter sein könnte. Ich konnte das Buch teilweise gar nicht mehr aus der Hand legen, hab gelesen und gelesen und hatte diesen fetten Schinken deutlich schneller durchgelesen als ich es erwartet hätte. Das liegt aber eben einfach absolut an dem Spannungsbogen, den Karen Rose hier zeichnet. Man wird von Holzweg zu Holzweg geführt, tappt absolut im Dunkeln und ist im Endeffekt sicherlich sehr überrascht, dass der Täter der Täter ist. Hier kommen wir allerdings zu dem Punkt, für den ich dem Buch beinahe einen Stern abgezogen hätte: Das Ende ist viel zu überraschend, bzw. der Täter - zumindest für mich - absolut nicht vorhersehbar. Das ging so weit, dass ich nach Beenden des Buches erst einmal im Internet gesucht habe, wer dieser Täter ist. Generell tauchen aber definitiv viiiiiel zu viel Personen in dem Buch auf. Die Namen verschwimmen einfach irgendwann nur noch, denn nicht nur dass es eine Masse an handelnden Menschen gibt, nein, sie werden auch noch abwechselnd beim Vor- oder Nachnamen genannt. Das sorgt für absolutes Chaos beim Lesen :D
Ansonsten aber bin ich hellauf begeistert von dem Buch. Es war einer der spannendsten Thriller die ich in den letzten Monaten gelesen habe, und trotz einiger Abzüge für mich noch ein 5- Sterne Buch!


Dienstag, 10. September 2013

[Rezension] Markus Heitz - Totenblick

Klappentext:
„Die Wahrheit liegt im Auge des Betrachters.“ Diese Nachricht hinterlässt ein Serienmörder an sorgfältig inszenierten Tatorten, die Todesbildern nachempfunden sind: alte Gemälde, moderne Fotografien oder Bilder aus dem Internet. Anfangs glauben die Ermittler noch, die Hinweise wären am Tatort versteckt oder es gäbe einen Zusammenhang zwischen den Vorlagen und den Opfern. Doch dann machen sie eine grausige Entdeckung: Auf den Vorlagen erhöht sich die Zahl der abgebildeten Toten - aber da ist noch mehr: Die Spuren für die Ermittler sind an einem besonderen Ort vom Täter verborgen worden …

Verlag: Knaur | Seiten: 528 | Preis: 9,99€ | Genre: Thriller | Spielt in: Deutschland, Leipzig | Erscheinungsdatum: August 2013 | ISBN: 978-3426505915

Erster Satz:
"Armin Wolke kam über die kopfsteingepflasterte Ausfahrt des Werk II gestoplert."


Worum geht es:

Ein Mörder versetzt Leipzig in Angst und Schrecken und spielt mit den Ermittlern und der Spurensicherung ein perfides Spiel: Er tötet seine Opfer, ohne ihnen große Schmerzen zuzufügen, und arrangiert die Leichen kunstvoll. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn sie werden zu "Repliken" großer, bekanntr Kunstwerke, die der Täter bis ins kleinste Detail nachahmt. Er hält sich für ein Genie, einen noch unentdeckten Meister und will alle Welt daran teilhaben lassen.
Doch noch etwas hinterlässt er am Tatort: Einen Zettel mit den Worten sich vor dem "Totenblick" zu hüten: Derjenige, der den ersten Blick in die Augen des Toten wirft, hat nicht mehr lange zu leben und gerät auf die Abschussliste des Mörders. Aberglaube denken die meisten - bis immer mehr Ermittler ums Leben kommen.

Meine Meinung:

Markus Heitz kennen wir als Autor ja eigentlich nicht aus der Thriller-Szene, sondern viel eher aus dem Fantasybereich. Bisher zählten Vampire, Werwölfe und Co zu seinem Gebiet. Umso gespannter war ich deshalb auf sein neues Buch, und als 'echter Fan' konnte ich mir diesen Ausflug in ein neues - von mir sehr geliebtes - Genre nicht entgehen lassen.
Und die Idee hinter der Story ist auch wirklich grandios: Ein Mörder der seine Opfer zu Kunstwerken macht. Super gruselig aber auch sehr sehr faszinierend und nicht selten habe ich direkt während des Lesens auf meinem Smartphone nachgeschaut, wie die Originale aussehen. 
Auch der Schreibstil konnte mich, wie immer, überzeugen. Markus Heitz hat eine ganz grandiose Art mit Worten umzugehen, die nicht zu hochtrabend sind, ohne viele sprachliche Mittel auskommen und dennoch eine Vielzahl an Bildern im Kopf entstehen lassen und echt lockerflockig geschrieben sind. So hat man die ganze Geschichte einfach so weggelesen - konnte nicht aufhören weil es immer wieder wahnsinnig spannend wurde.
Besonders gefallen hat mir auch dass die Geschichte wieder in Leipzig spielt. Erstens natürlich weil es eine tolle Stadt ist, die viel Platz für Geschichten aller Art bietet, zum anderen aber auch weil man Leipzig natürlich aus einigen anderen Büchern von Markus Heitz kennt. Mir persönlich hat auch super gefallen dass der Bestatter des Ars Morendi, den man bereits in "Oneiros" kennen lernt, eine Rolle spielt - hätte ich das Buch jedoch nicht gelesen, würde es mich ehrlich gesagt ziemlich nerven, dass nicht aufgedeckt wird wieso er wie handelt und zum Lesen von Oneiros quasi genötigt wird, wenn man mit Totenblick final abschließen möchte.
Wieso ich aber nur 4 Sterne gebe, trotz meines sehr guten Eindrucks, ist dass es mir in dem Buch ab einem gewissen Punkt einfach zu viele Toten gibt - ohne zu spoilern, aber es sterben auch Charaktere deren Tod unnötig und ohne Bedeutung für die Geschichte ist. Bei dem ersten dieser Todesopfer dachte ich noch "Okay, krass, dass Person XY wirklich tot ist", aber irgendwann dachte ich wirklich nur noch "Ernsthaft?!". Und auch das Ende konnte mich nicht wirklich begeistern. Denn auch dieses verlief er so nach dem Motto "Unverhofft kommt oft" und war purer Zufall, der die Geschichte total abrupt und übertrieben dramatisch enden ließ.

Alles in allem ist Markus Heitz der "Ausflug" in die Thrillergefilde durchaus geglückt und hat ein tolles, super spannendes Buch veröffentlicht! :) 
 

Freitag, 5. April 2013

[Rezension] Sebastian Fitzek - Der Nachtwandler

Klappentext:
In seiner Jugend litt Leon Nader an Schlafstörungen. Als Schlafwandler wurde er während seiner nächtlichen Ausflüge sogar gewalttätig und deswegen psychiatrisch behandelt. Eigentlich glaubte er geheilt zu sein - doch eines Tages, Jahre später, verschwindet Leons Frau unter unerklärlichen Umständen aus der gemeinsamen Wohnung. Ist seine Krankheit etwa wieder ausgebrochen? Um zu erfahren, wie er sich im Schlaf verhält, befestigt Leon eine bewegungsaktive Kamera an seiner Stirn – und als er am nächsten Morgen das Video ansieht, macht er eine Entdeckung, die die Grenzen seiner Vorstellungskraft sprengt: Sein nächtliches Ich steigt durch eine ihm völlig unbekannte Tür hinab in die Dunkelheit …

Verlag: Knaur | Seiten: 320| Preis: 9,99€ | Format: Taschenbuch | Genre: Thriller | Spielt in: (irgendwo in) Deutschland | Erscheinungsdatum: März 2013 | ISBN:  978-3426503744

Erster Satz:
"Der Patient war noch keine halbe Stunde auf der Station, und schon machte er Ärger."


tolle, aber beim Lesen leider seeehr unpraktische Aufmachung


Worum geht es:

Noch mitten gefangen in einem Albtraum, aus dem er einfach nicht aufwachen kann,  fällt Leon Nader nur wenige Augenblicke später in einen tatsächlichen, und leider sehr realen Albtraum: Seine Frau kniet vor ihm, hektisch ihre Kleidung einpackend, auf dem Weg die gemeinsame Wohnung fluchtartig zu verlassen. Und aufs schlimmste misshandelt. Leon versteht die Welt nicht mehr, und die letzten Worte seiner Freundin vor dem Verlassen der Wohnung deuten darauf hin, dass er selbst seiner Frau diese Qualen zugefügt hat- ohne das er sich auch nur bruchstückenhaft daran erinnern könnte.
Schnell drängt sich ihm eine Frage auf: Hat er tatsächlich wieder angefangen zu schlafwandeln? Und ist er in dieser Zwischenphase zwischen wach und schlafen zu einer brutalen Bestie geworden? Leons einzige Chance ist sich nachts selbst zu überwachen. Und war er da zu sehen bekommt sprengt die Grenzen seiner Vorstellungskraft.

Meine Meinung: 

Ich bin ein bekennender Fitzek-Fan der ersten Stunde. Bisher habe ich alle seine Bücher gelesen und bis auf eine Ausnahme, waren es für mich auch immer absolute Highlights mit denen mich Sebastian Fitzek faszinieren und fesseln konnte.  Umso gespannter war ich nun auf seinen neusten Roman, der eine Krankheit thematisiert, die ich in Thrillern immer wieder spannend finde.

Damit möchte ich gleich zu einem Kritikpunkt kommen, der sich nicht an das Buch richtet, sondern an all die anderen Rezensenten, deren teilweise vernichtende Rezensionen ich schon gelesen habe: Ganz ehrlich? Wie kann man denn kritisieren, dass das Thema "Schlafwandeln" nur kopiert sei und somit ein Abklatsch von Büchern wie Stigma o.Ä. Das wäre doch genau das gleiche, als würde man alle Bücher über einen Kamm scheren und sagen: "Da verlieben sich 2 Männer in eine Frau, und sie muss sich entscheiden. Alles nur kopiert und schon einmal da gewesen.". Lächerlich. Das Rad lässt sich nunmal nicht komplett neu erfinden, und ich habe viele der beispielhaft angeführten Bücher gelesen, und sehe keine Kopien bereits vorhandener Romane und Thriller in "Der Nachtwandler".

 Mir persönlich hat das Buch unglaublich gut gefallen, und war meiner Meinung nach auch ein ganz typischer Fitzek Roman. Man weiß von Anfang an, dass es nicht so sein kann, wie es scheint, dass es irgendwelche unerwarteten Endungen geben wird, und dennoch war das Ende natürlich trotzdem überraschend. Die ganze Zeit während des Lesens baute sich eine unterschwellige Spannung auf, die mir teilweise echte Schauer über die Rücken gejagt hat. Man konnte sich einfach nicht mehr sicher sein, wem man trauen und was man glauben darf. Leon Nader selbst weiß die Situation ja nicht mehr einzuschätzen, und verwirrt einen als Leser damit noch zusätzlich.
Das Buch lebt einfach viel mehr von der Vorstellungskraft und von dem Verwirrspiel als von Brutalität und Blutvergießen, wird dadurch aber nicht weniger grausam.

Dennoch vergebe ich keine 5 Sterne. Denn was mir das Buch ein klein wenig verdorben hat, war der - in meinen Augen- komplett an den Haaren herbei gezogene Schluss. Hätte man nur das letzte Kapitel vor dem Epilog weggelassen, hätte ich 5 Sterne gegeben. Doch die Aufklärung des Falles durch eine der handelnde Personen (wer das Buch gelesen hat, weiß wen ich meine), fand ich einfach nur unglaubwürdig. Schade, da hätte man durchaus ein besseren Abschluss finden können und schlichtweg ein Kapitel eher aufhören können, mit einem offenen Ende. 







Mittwoch, 14. November 2012

[Rezension] Sebastian Fitzek & Michael Tsokos - Abgeschnitten

Klappentext:
Wann haben Sie das letze Mal eine Leiche geöffnet? Noch nie?

Verlag: Droemer | Seiten: 400 | Format: Hardcover | Preis: 19,99€ | Genre: Thriller | spielt in: Deutschland (Helgoland) | ISBN: 978-3426199268
Ihr könnt das Buch zum Beispiel *hier* bei Amazon kaufen. 

Erster Satz: 
"'Wo steckst du denn?'"



Worum geht es:

Paul Hertzfeld, Rechtsmediziner, findet sich plötzlich in einem wahrem Albtraum wieder. Bis eben war sein größtes Problem noch die viel zu früh stattfindende Konferenz in der Pathologie, da entdeckt er im Kopf einer Leiche einen Zettel. Die darauf geschriebene Nummer leitet ihn an eine Mailbox weiter, die von seiner Tochter besprochen wurde: "Papa, hilf mir!". Schnell wird klar, dass sich seine erst 17 jährige Tochter in den Fängen brutaler und grausamer Entführer befindet, die mit Paul Hertzfeld ein perfides Spiel spielen. Er muss den Hinweisen folgen, die der Entführer in bald auftauchenden Leichen versteckt hat. Doch diese Leichen werden auf Helgoland entdeckt, weit entfernt, von einer Unbekannten, Linda. Und Helgoland ist wegen eines Sturms von der Außenwelt abgeschnitten.. 


Meine Meinung:

Ich bin ja ein riesiger Fitzek- Fan, und habe bisher alle seine Bücher gelesen und regelrecht verschlungen. Von daher war ich mir von Anfang an sehr sicher, dass mich auch dieses neuste Buch nicht enttäuschen wird. Und wie zu erwarten war, traf dies auch nicht zu. Ganz im Gegenteil: Schnell war ich, wie man das von seinen Büchern gewohnt ist, absolut in der Geschichte gefangen und durch nichts mehr abzulenken. Aufhören oder das Lesen zu unterbrechen kam nur in Notfällen in Frage, und hat mich fast schon zermürbt. Ich wollte, nein ich musste, wissen was passiert, wie es weitergeht. 

Wer schon das eine oder andere Buch von ihm gelesen hat, weiß ja auch dass es grundsätzlich anders kommt, als man das denkt. Deshalb habe ich von Anfang an so gut wie jede handelnde Person verdächtigt, der Täter zu sein, habe versucht den "geheimen" Hinweis auf den Täter zu finden, und so ziemlich jede Handlung hinterfragt. Leider ohne viel Erfolg, denn zum Ende hin hat er mich doch wieder gekriegt, und ich war mehr als überrascht. Jedoch muss ich auch sagen, dass mir das Ende nicht ganz so gut gefallen hat, und die Aufklärung dann doch etwas konstruiert wirkte.

Was mir zudem noch aufgefallen ist, was mich jedoch nicht störte, waren die Parallelen, die man zu vorherigen Büchern, insbesondere zu "Der Seelenbrecher" finden konnte. Zeitweise fühlte ich mich recht stark an die eine oder andere Handlung erinnert. Im Endeffekt hat das ganze aber nicht viel miteinander zu tun, und ist eine eigene, eigenständige Geschichte. 

Ich könnte jetzt noch genauer auf die Charaktere Linda und Paul eingehen, auf den Plot und auf die Spannung. Aber im Prinzip lässt sich das auch einfach so formulieren: Man muss es selbst erleben, um zu wissen wie fantastisch dieses Buch ist!



Mittwoch, 5. September 2012

[Rezension] Steve Mosby - Der 50 / 50 Killer

Klappentext:
John Mercer, ein altgedienter Detective, gerät in die Fallstricke eines perfi den Serienkillers. Der 50/50-Killer hat es auf junge Paare abgesehen. Eiskalt quält und manipuliert er sie eine Nacht lang, um die Liebe zwischen ihnen zu zerstören. Nur wer den anderen verrät, sieht den Morgen noch heraufdämmern. Als die Polizei eines Nachts einen verstörten jungen Mann aufgreift, der Folterspuren aufweist, ist Detective Mercer klar, dass der Killer neue Opfer gefunden hat. Durch seine Flucht hat der Mann seine Freundin dem Tod geweiht. Detective Mercer läuft die Zeit davon, spätestens bei Tagesanbruch wird der Killer sie umbringen. Kann die Polizei das Versteck des Wahnsinnigen aufspüren, der sein Gesicht mit einer Teufelsmaske verhüllt?

Verlag: Weltbild, sonst Knaur | Preis: 8,95€ | Format: Taschenbuch | Seiten: 496 | Genre: Psychothriller | ISBN: 978-3426638255 
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Worum geht es:

Gerade einmal ein paar Jahre ist es her, als der 50/50 Killer John Mercer und sein Team in Angst und Schrecken versetzt, und mit dem tragischen Tod eines Kollegen endet. Doch kaum hat Mercer diesen Schock überwunden, schlägt der Täter erneut zu. Seine Opfer sind Paare, deren Liebe er auf die Probe stellt: "Liebst du deinen Partner so sehr, dass du für ihn sterben wirst, um ihn von der Folter zu befreien?" Nur ein Partner darf die Entscheidung über Leben und Tod treffen. Am Tatort hinterlässt der Täter offenbar rituelle Symbole, doch irgendwas ist anders an diesem Fall...


Meine Meinung:

Das Thema ist wahnsinnig genial! Wie groß ist deine Liebe wirklich, und stimmt es, wenn du deiner Freundin sagst "Ich liebe dich mehr als mein Leben!" ? Die Frage ist super interessant und ein Buch mit dieser Story kann eigentlich einfach nur gut werden. Da müssten schon grobe Spannungsprobleme bestehen, damit es mir nicht gefallen würde. 
Gott sei Dank gab es die nicht, denn bis auf ein doch eher langatmiges Ende, ist das Buch durchgehend spannend geschrieben. Besonders trägt dazu der Wechsel der Protagonisten und Antagonisten während der Kapitel bei. Denn die Handlung wird sowohl aus Sicht des Polizeineulings Mark, aus beiden Opfersichten und aus der anderer Personen geschildert, die somit ein Netz aus Verwirrung und Gefühlen spinnen, dass einen nur schwer wieder loslässt.

Was mir ganz besonders gut gefällt, und das ist nun einmal auch eine Sache die ich sehr oft bei Büchern beanstande, ist die Zeichnung der Personen. Bis auf  Mercer, der mir doch eher unangenehm erscheint, sind es durchweg vielschichtige, interessante Charaktere, die dem Buch erst das geben, zu dem es geworden ist. Die Personen legen mit ihren Gedanken und Aussagen Färten, die man noch nicht mal als solche erkennt, und führen einen auf den Holzweg.

Lediglich diese "Traumkapitel" finde ich mehr als überflüssig. Dadurch macht es sich der Autor ziemlich einfach, indem er die Menschen einfach irgendetwas träumen lässt, was die Situation erklärt. Mich hat das teilweise gestört, manchmal so sehr, dass ich am liebsten diese Kapitel übersprungen hätte. Und da das Ende auch definitiv spannender häte gestaltet werden können, gibt es von mir nur 4 von 5 Sternen. 



Sonntag, 13. Mai 2012

[Rezension] Markus Heitz - Oneiros

Klappentext:
In Leipzig hütet ein Bestatter ein grausames Geheimnis, in Minsk führt eine skrupellose Wissenschaftlerin tödliche Experimente durch, in Paris rast ein Airbus ungebremst in ein Flughafenterminal … Die Ermittlungen zu dem Unglück beginnen sofort – aber die Ergebnisse sind rätselhaft: Sämtliche Insassen waren schon tot, bevor das Flugzeug auf das Gebäude traf. Was die Polizei jedoch nicht herausfindet, ist, dass es einen Überlebenden gibt. Konstantin Korff, der Bestatter aus Leipzig, kommt diesem Überlebenden hingegen schnell auf die Spur, ebenso wie die Wissenschaftlerin – denn diese drei Menschen tragen denselben tödlichen Fluch in sich. Einen Fluch, der sie zu einer Gefahr für jeden in ihrer Umgebung macht … 

Verlag: Knaur | Preis: 14,99€ | Seiten: 624 | Format: Broschur | Genre: Fanatsy, Thriller | ISBN: 978-3426505908
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Worum geht es:
Als der Airbus in den Flughafen Charles de Gaule rast sterben weit über 800 Menschen. Nur Tomasso überlebt das Unglück, und wird zum Ziel sämtlicher Geheimdienste dieser Welt. Denn das mysteriöse Gift, von dem er spricht, kann bei keinem der Toten nachgewiesen werden.
Zeitgleich wird Konstantin Korff, seines Zeichens der beste Thanatologe, gebeten die ebenfalls verunglückte Lilou in Paris für ihre Bestattung herzurichten. Doch schon bald fällt ihm auf, dass er von jemanden beobachtet, verfolgt und fotografiert wird. Als ihn dann sein alter Freund Darling vom MI6 bittet, ihm bei der Suche nach einem massenmordenden Schweden zu unterstützen, gerät Konstantin in den Sog der Vergangenheit.

Meine Meinung:
Wer Markus Heitz Bücher liest, weiß dass diese immer einen übernatürlichen Touch haben. Auch dieses Mal ist das wieder der Fall, wenn auch auf einer ganz anderen Ebene als man das von ihm gewohnt ist. Denn dieses Mal geht es im Todesschläfer: Menschen, die unsterblich sind. Allerdings nicht auf diese wildromantische Art und Weise, sondern ganz banal. Sie altern immer weiter, können verletzt und krank werden, aber nicht sterben. Zu allem Unglück kommt hinzu, dass sie den Tod damit so sehr verärgern, dass dieser, sobald die Todesschläfer einschlafen, um sie herum wütet und jedes Lebewesen in der Nähe tötet. 
Klingt super spannend, war es auch, aber im Prinzip könnte Markus Heitz über jedes Thema schreiben, und ich würde es gut finden, denn sein Schreibstil ist einfach einmal spannend und fesseln.

Einmal angefangen konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen, und obwohl ich im Endeffekt nicht ganz überzeugt war von der Geschichte - es passiert einfach zuuu viel überdimensionales- hat es mir sehr gefallen. Die Charaktere waren super gut ausgearbeitet, toll gezeichnet und zogen mich als Leser in ihren Bann. 

Aufgrund des offenen Endes darf man gespannt sein, ob es irgendwann eine Fortsetzung geben wird. 





Donnerstag, 26. April 2012

[Rezension] Sebastian Fitzek - Der Augenjäger

Klappentext:
Dr. Suker ist einer der besten Augenchirurgen der Welt. Und Psychopath. Tagsüber führt er die kompliziertesten Operationen am menschlichen Auge durch. Nachts widmet er sich besonderen Patientinnen: Frauen, denen er im wahrsten Sinne des Wortes die Augen öffnet. Denn bevor er sie vergewaltigt, entfernt er ihnen sorgfältig die Augenlider. Bisher haben alle Opfer kurz danach Selbstmord begangen. Aus Mangel an Zeugen und Beweisen bittet die Polizei Alina Gregoriev um Mithilfe. Die blinde Physiotherapeutin, die seit dem Fall des Augensammlers als Medium gilt, soll Hinweise auf Sukers nächste „Patientin“ geben. Zögernd lässt sich Alina darauf ein - und wird von dieser Sekunde an in einen Strudel aus Wahn und Gewalt gerissen ... 

Verlag: Droemer | Seiten: 432 | Preis: 19,99€  | Format: Hardcover | Genre: Thriller | ISBN: 978-3426198810
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Ich werde wohl ein bisschen spoilern über den ersten Band. Also wer das noch nicht gelesen hat, sollte die Rezension hier nicht lesen. 

Worum geht es: 
Zorbachs Frau ist tot, und sein Sohn ist in den Fängen der Bestie: Dem Augenjäger. Doch Dank Alinas Fähigkeiten konnte die Polizei den vermutlichen Aufenthaltsort von Julian, Zorbachs Sohn, ermitteln. Doch als sie dort ankommen, sind es bereits 7 Minuten über dem Ultimatum, und mit dem Ablauf dessen, bekommt das Opfer keine Luft mehr.
Zur gleichen Zeit wird Alina gebeten, aus Zarin Suker, dem Psychopathen der seinen Opfern erst die Augenlider abschneidet und die dann vergewaltigt, sein Geheimnis zu locken. Denn sein letztes Opfer und einzige Zeugin ist nun geistesgestört und so droht die Gefahr, dass Zuker aus dem Gefängnis entkommt. Doch was Alina bei der Berührung sieht, reicht nicht aus um ihn zu schnappen, und so beginnt sie auf eigene Faust zu ermitteln.

Meine Meinung:
Im Prinzip brauch auf einem Buch nur "Autor: Sebastian Fitzek" drauf stehen, und ich kann mir fast sicher sein, dass es mir gefällt. Umso erstaunlicher eigentlich, wie lange es gedauert hat, ehe ich es nun doch erst gelesen habe. Aber verunsichert von etlichen nicht so guten Rezensionen, wollte ich erst einmal ein wenig Abstand zwischen die Kritik und mich und das Buch bringen, um ihm dann eine faire Chance zu geben.

Und ich wurde nicht enttäuscht. Ich kann die schlechten Rezensionen nicht wirklich nachvollziehen, denn das Buch ist meiner Meinung nach das, was ich erwartet habe: Ein sehr gelungener Fitzek. Wie immer schafft der Autor es ein perfides Netz zu spinnen, in dem jeder verdächtig und unschuldig zu gleich scheint. Er schafft eine so abstruse Grundstimmung, die es mir einfach unmöglich gemacht hat, es länger als einen halben Tag aus der Hand zu legen, und selbst wenn ich nur 7 Minuten Zeit hatte zum Lesen, hab ich sie genutzt.

Die Spannung steigert sich konsequent, bis es kaum noch auszuhalten ist, und man endlich wissen will wer hier nun eigentlich wem was warum angetan hat oder noch antun will. Die Handlungen der Charaktere empfinde ich allerdings dann doch teilweise als etwas realitätsfern. Insbesondere Nicola reagiert für mich nicht so, wie man es in ihrer Situation erwarten würde, und auch einige Dialoge ergeben für mich im Bezug auf die folgende oder vorangegangene Handlung nicht so viel Sinn.

Ich bin gespannt ob es einen dritten Teil der Serie geben wird. Mir würde es reichen, wenn es hier nun trotz des offenen Endes bei bleiben würde.




Donnerstag, 29. März 2012

[Rezension] Petra van Laak - 1 Frau, 4 Kinder, 0 Euro (fast)

Klappentext:
 Würden Sie einen Telefonjob im Drücker-Milieu annehmen, um Ihre vier Kinder durchzubringen? Fänden Sie es lustig, im Garten zu zelten, um den Kleinen Urlaub vorzugaukeln? Was wäre wichtiger: Ihr Cello oder Winterjacken für die Kinder? - Eben noch Managergattin mit Villa am See - und im nächsten Moment bricht für Petra van Laak die Existenz zusammen. Nach Firmeninsolvenz und Trennung von ihrem Mann muss sie sich mit vier kleinen Kindern alleine durchschlagen. Mit Schlagfertigkeit und einem großen Sinn für Komik meistert Petra van Laak abenteuerliche Jobangebote, die hürdenreiche Wohnungssuche und absurde Begegnungen in Behörden. 

Verlag: Droemer | Seiten: 272 | Format: Broschiert | Preis: 14,99€ | ISBN: 978-3426226193
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Worum geht es:
Eigentlich hatte Frau van Laak immer ein schönes Leben: Nach dem Studium kam das erste Kind, dann das nächste, und plötzlich waren 4 Kinder, und Petra van Laak raus aus dem Arbeitsleben und nun Hausfrau und Mutter. Aller kein Problem, immerhin verdiente ihr Mann das Geld und ermöglichte ein Sorgenfreien Leben. Doch als die Insolvenz nicht mehr aufzuhalten ist, und auch die Ehe zerrüttet, beschließt Petra van Laak mit ihren 4 Kindern auszuziehen. Weil sie aber zu stolz ist Arbeitslosengeld zu beantragen, und nur vom Unterhalt und Kindergeld lebt, wird es zunehmen schwieriger sich durchzuschlagen. Deshalb nimmt die unmöglichsten Jobs an, rennt von Vorstellungsgespräch zu Vorstellungsgespräch und erträgt Situationen die sie sich nie hätte vorstellen können.

Meine Meinung:
Viele werden über dieses Buch sagen, es wäre Jammern auf hohem Niveau. Immerhin könnte sie ja Unterstützung vom Staat bekommen, und bekommt schließlich Unterhalt und Kindergeld- da haben es die Kinder in Afrika viel schlimmer. Aber ich glaube, wer so über das Buch urteilt, hat es vielleicht einfach nicht verstanden. Ich denke nicht, dass es Frau van Laak darum geht, Mitleid zu schinden. Sie hätte vieles einfacher haben können; Wollte sie aber nicht. Sie wollte sich und ihren Kindern ein Leben schaffen, in dem es ihnen gut geht, und dafür muss man nun einmal was tun. 

Petra van Laak ist mir auch wirklich sehr sympathisch in diesem Buch geworden. Sie ist keine plötzlich verlassene Millionärsgattin, die in Selbstmitleid versinkt, sondern eine Macherin. Und ganz besonders die Kinder, vor allem die kleine Millie, sind so liebevoll beschrieben. Am Ende von jedem Kapitel ist ein Zitat der Kinder, die unglaublich niedlich, berührend oder traurig sind, aber immer eines: authentisch. 

Übrigens, und damit verrate ich nicht zu viel, denn dies steht im Autorenportrait des Buches, schafft Petra van Laak es sich aus der Misere heraus zu arbeiten, und wurde vom Land Brandenburg später zur Unternehmerin des Jahres gekürt. 

Manches Mal zieht sich die Handlung natürlich, ist weniger spannend oder wiederholt sich im Kern. Andere Szenen aber fand ich so schräg, dass sie fast schon lustig waren. Klar, nicht für die Autorin, aber für mich als Leser schon :)


Samstag, 28. Januar 2012

Sandra Melli - Stern der Göttin

Klappentext:
Nachdem das junge Katzenmädchen Laisa eines Tages im Wald einer wunderschönen goldäugigen Frau begegnet ist, findet sie sich auf einmal in einer anderen Welt wieder. Anders als in ihrer Heimat herrschen hier sechs Götter, die das Land fest unter sich aufgeteilt haben und jeweils von einer ihnen zugeordneten Farbe repräsentiert werden. Verwirrt von dieser Andersartigkeit, macht Laisa sich auf, die eigenartige Gegend zu erkunden. Doch dann erfährt sie, dass sie dazu auserwählt wurde, den »Stern der Göttin«, ein einzigartiges Juwel von unendlicher Kraft, vor einem schwarzen Magier zu retten. Laisa nimmt die Aufgabe an und stürzt sich unversehens in das größte Abenteuer ihres Lebens …

Das Buch ist im KnaurVerlag erschienen, hat 512 Seiten und kostet als broschierte Ausgabe 14,99€ 
Das Buch könnt ihr z.B. *hier* bei Amazon kaufen 

 

Worum geht es:
Eigentlich sollte dies Laisas erste Reise als Karawanenbegleiterin werden, doch plötzlich findet sich das junge Katzemädchen in einer ihr unbekannten Welt wieder, ohne zu wissen wie sie dort hingelangt ist oder wie sie sich dort durchschlagen soll. Geschickt und abenteuerlustig genug ist sie ja, hat sie doch schon immer von einem Abenteuer geträumt. Doch die Welt in der sie landet, wird beherrscht von dem Krieg und den Hass der Menschen in den Reichen unterschiedlicher Farben. 
Laisa gelingt es ein Gruppe von Sklaven zu befreien, und wird schnell zu einer Verbündeten der 3, und zieht los in die Welt in der es so viele Gefahren zu bannen gilt.

Meine Meinung:
Piu ich hatte leider sehr hohe Erwartungen an das Buch, immerhin verbirgt sich hinter dem Pseudonym "Sandra Melli" das Autorenehepaar "Iny Lorenzt", deren Bücher ich wirklich sehr gelungen finde, aber leider gehört dieser Roman mMn nicht zu ihren Glanzstücken.
Es fängt schonmal damit an, dass ich die wirklich arge Probleme hatte die ganzen Namen, Gebiete, Reiche, und Völker auseinander zu halten. Alles ähnelt sich sehr stark und es wird mit den Wörtern nur so um sich geworfen. Es hat tatsächlich fast 200 Seiten gebraucht bis ich so einigermaßen den Überblick hatte, und nicht mehr ständig auf die Klappseite mit der Karte oder ins Namensverzeichnis hinten blättern musste um überhaupt der Handlung folgen zu können.

Dann ist da diese stääändige Aggression bei eigentlich allem was getan wird. Jeder hasst jeden, die unterschiedlichen Farben einander und auch die Völker einer Farbe untereinander. Da werden dann Seiten mit Vorurteilen und Flüchen gefüllt, die mich einfach nur noch angenervt haben. Genauso wie die allmächtige Superheldin Laisa (die mir übrigens sehr unsympathisch war) die jedes Problem des Reiches quasi im Vorbei gehen lösen konnte.

Einzig der fließende Schreibstil und diese Mischung aus Harry Potter und Herr der Ringe Atmosphäre hat mir Spaß beim Lesen bereitet, und trotz der ganzen Defizite war es kein durchgängig blödes Buch. 



Vielen Dank an den Droemer Knaur Verlag 
für dieses Rezensionsexemplar :)

Freitag, 13. Januar 2012

Lene Rikke Bresson - Das Mädchen am Kreuz

Klappentext:
Bizarre Todeskunstwerke erschüttern Dänemark. Die Ermordeten sind nackt, am ganzen Körper bemalt, in ihren Händen liegt ein Schweinekopf. Die klassischen Ermittlungsarbeiten der Polizei führen ins Leere. Erst als Kommissar Berg einer jungen Frau mit einer Begabung für Muster Aufnahmen von den Tatorten zeigt, gelingt es Mona Lisa Kirk, Hinweise in den Bildern zu entdecken – können diese zum Mörder führen? 

Das Buch ist im Knaur Verlag erschienen, hat 368 Seiten und kostet als Taschenbuch 8,99€
Das Buch könnt ihr z.B. *hier* bei Amazon kaufen 

 

Worum geht es:
Monas Leben könnte eigentlich perfekt sein. Sie hat einen Verlobten, Pläne für die Zukunft und weiß was sie will. Doch dann geschieht in ihren Flitterwochen das, was die ganze Familie schon so lange geahnt hat. Mona hat einen schweren Unfall und ist danach nicht mehr die die sie vorher war. Körperlich eingeschränkt und der Fähigkeit des Lesens und Schreibens beraubt ändert sich ihr ganzes Leben- damit wäre dann der Familienfluch in Erfüllung gegangen. Aber nicht nur das macht ihr Probleme, auch ihre geisteskranke Schwester die beschlossen hat Mona zu töten, die hysterische Mutter und David problematisieren die Angelegenheit.

Mitten in diesem Wahnsinn wird sie von ihrem neuen Nachbar Berg, Kommissar, gebeten ihm bei einem Fall zu helfen, der ganz Dänemark und die gesamte Kunstszene in Atem hält. Ein Verrückter ermordet Menschen, und inszeniert diese in grotesker Form: Bemalt, in Szene gesetzt und mit einem Schweinekopf in der Hand. Und Mona erkennt recht schnell ein Muster.

Meine Meinung:
Gäbe es eine perfekte Mischung aus Lebensdrama und Krimi, so wäre das Buch ein grandioses Exemplar. Die Autorin versteht es wirklich nicht nur den Mordfall zu inszenieren, sondern auch noch die Hintergründe von Mona insoweit zu erzählen, dass man hin und her schwankt zwischen Krimi und ihrem Schicksal. Allerdings liegt für mich darin auch der Knackpunkt, weshalb ich dem Buch keine 5 Sterne geben möchte, obwohl ich es sehr gut fand. Es war einfach nicht das, was es vorgibt zu sein. Ich habe einen Krimi erwartet, in dem Mona eine wichtige Nebenrolle sein wird. Viel mehr ist es aber ihr Leben, in dem sie zufällig einen Mord mitaufklärt während sie sich aber um ganz andere Dinge kümmert.

Außerdem wusste ich leider schon sehr früh wer der Mörder ist. Wer es nicht sein konnte war einfach zu offensichtlich, weil alles darauf hindeutet "Er bzw. sie ist böse/benimmt sich auffällig, deshalb war er/sie es auch".

Trotzdem hat es mir Spaß gemacht das Buch zu lesen.



Vielen Dank an den Knaur Verlag
für dieses Rezensionsexemplar :)

Dienstag, 20. Dezember 2011

Lilly Lindner - Splitterfasernackt

Klappentext:
Lilly Lindner ist sechs, als der Nachbar beginnt, sie regelmäßig zu missbrauchen. Mit 13 Jahren fängt sie an zu hungern – damit von ihrem geschundenen Körper möglichst wenig übrig bleibt. Doch die Schande macht sie damit nicht ungeschehen. Und so beschließt Lilly als junge Frau, ihren Körper, der ihr längst nicht mehr gehört, in einem Edel-Bordell zu verkaufen...

Das Buch ist im Droemer Verlag erschienen, hat 400 Seiten und kostet 16,99€
Das Buch könnt ihr z.B. *hier* bei Amazon kaufen

 

Worum geht es:
Von ihrem Nachbarn bekommt sie Schokolade. Sie hält sie in der Hand, und weiß dass sie sein Geruch, sein Gesicht und seine Wohnung niemals wird vergessen können. Denn die Schokolade hat sie bekommen im Tausch gegen ihre Seele. Nachdem ihr Nachbar sie im Alter von 6 Jahren vergewaltigt hat. 
Seitdem ist Lilly nicht mehr allein, denn außer ihr sind immer noch die kleine Lilly, Ana (Anorexie) und Mia (Bulemie) bei ihr. Und weil ihr Körper ihr ja schon längst nicht mehr alleine gehört, beschließt sie sich, ihren Körper und ihre Seele im Bordell zu verkaufen.

Meine Meinung:
Bei solchen Biographien, bei denen die Autoren ein so furchtbares Schicksal erleiden mussten finde ich es immer sehr sehr schwierig zwischen ehrlicher Rezension und Mitgefühl zu unterscheiden. Und eben nicht abzurutschen in "und dann macht sie das und das wieder, und das ist langweilig oder wiederholt sich", denn genau das was da geschildert wird, ist diesem Mädchen nun einmal wiederfahren. Andererseits sind das dann Teile des Buches, rein "analytisch" gesehen, die mich beim Lesen gestört haben. Aber ich denke ich trenne es einfach:

Man kann sich nicht vorstellen wie schlimm es Lilly gehen muss. Gegangen ist, und wahrscheinlich noch gehen wird, denn das was ihr zugefügt wurde lässt sich kaum greifen. Ich empfinde unendliches Mitleid mit ihr, und möchte sie aber gleichzeitig auch schütteln und ihr sagen, dass sie aufhören muss. Aber das will sie ja, sie kann nur nicht. Teilweise sind ihre Erlebnisse so erschreckend, dass ich sie als übertrieben oder unrealistisch abstempeln würde - wüsste ich es nicht besser.
Ich hoffe wirklich, dass Lilly es irgendwann schaffen kann, ihrem Teufelskreis zu entkommen.

Andererseits ist da das rein geschriebene, was mich veranlasst hat trotzdem einen Stern abzuziehen. Denn so richtig warm bin ich mit dem Schreibstil nicht geworden. Es ist teilweise sehr nüchtern geschrieben, fast schon steril, so dass ich alte Heulsuse nicht mal feuchte Augen hatte. Ich war mehr erschreckt. 
Weiterhin geht es ab Seite 200 in etwa ( 400 Seiten hat das Buch) fast ausschließlich nur noch um ihr Leben im Bordell und ihre schizophrenen Gespräche mit ihrer Magersucht/ Bulemie. Es wiederholen sich die Vorstellungen den Mädchen im Bordell regelmäßig und eben auch dass sie immer und immer wieder zusammenbricht wird immer und immer wieder beschrieben. 
Vielleicht ist es taktlos das zu sagen, aber da war das Buch zeitweise echt dröge.



Vielen Dank an den Knaur Droemer
Verlag für dieses Buch.

Sonntag, 11. Dezember 2011

Andreas Föhr - Der Prinzessinnenmörder

Klappentext:
An einem eisigen Januarmorgen wird im zugefrorenen oberbayerischen Spitzingsee die Leiche eines 15-jährigen Mädchens gefunden. Kurioses Detail: Sie wurde durch einen Stich mitten ins Herz getötet und trägt ein goldenes Brokatkleid. Als man im Mund des Opfers eine Plakette mit einer eingravierten Eins findet, ahnen Kommissar Wallner und sein ewig grantelnder Kollege, Polizeiobermeister Kreuthner, dass dies nur der Anfang einer grauenvollen Mordserie ist …

Das Buch ist im Knaur-Verlag erschienen, hat 384 Seiten und kostet 9,99€ 
Das Buch könnt ihr z.B. *hier* bei Amazon kaufen
 
 

Worum geht es: 
Der Klappentext beschreibt die Handlung hier eigentlich schon sehr gut. Mitten im idyllischen Allgäu wird die Leiche eines Mädchens gefunden, welches aus reichem Elternhaus stammt und zudem noch angezogen ist wie eine Prinzessin. In ihrem Mund finden die Ermittler eine Plakette mit einer Ziffer darauf und müssen nun mit dem schlimmsten rechnen. Allen ist klar, das sie nicht das letzte Opfer bleiben wird, und trotz intensiver Ermittlungen finden die Polizisten einfach keinen entscheidenden Hinweis. 

Meine Meinung:
Vielleicht sollte ich langsam mehr darüber nachdenken, ob ich mir einen Thriller kaufe oder einen Kriminalroman. Das hier ist nämlich zweiteres, und befasst sich tatsächlich auch wesentlich mehr mit der klassischen Polizeiarbeit, als zum Beispiel mit der Psyche eines Serienmörders. Nichtsdestotrotz ist das Buch wirklich sehr gut, und auch ziiiemlich spannend. 
Es gibt mitten drin immer wieder Rückblenden zu der Vergangenheit des Täters, allerdings ist damit auch schon nach wenigen dutzenden Seiten klar, wer der Mörder ist und man fiebert dahin gehend gar nicht mehr mit, sondern will nur noch wissen warum er das tut, und wer wohl sein nächstes Opfer sein wird. 
Ich fand die Auflösung des Falles aber dann etwas zu dramatisch gestaltet, besonders wegen der mich total nervenden Person Polizist Kreuthner. Ih so ein unsympathischer Typ :D 

Spannende Polizeiarbeit ohne viel Blutvergießen.


Miriam Kwalanda - Die Farbe meines Gesichts

Klappentext:
Miriam Kwalanda hat Glück gehabt. Geboren in der kenianischen Provinz, Straßenkind in Nairobi, Hure am Strand von Mombasa, erfüllt sich für sie der Traum vieler kenianischer Mädchen: Umworben von weißen Freiern entscheidet sie sich dafür, als Ehefrau eines "Stammgastes" aus dem Ruhrgebiet ins "reiche" Deutschland zu gehen. Damit hat ihre riskante Gratwanderung zwischen den Welten, zwischen Gewalt und Sex, Selbstmordversuchen und unbändiger Lebensfreude ein vorläufiges Happy End gefunden.  

Das Buch ist im Knaur Verlag erschienen, hat 327 Seiten und kostet 7,95€
Das Buch könnt ihr z.B. *hier* bei Amazon kaufen

 

Worum geht es:
Miriam wächst in Kenia auf, eigentlich nicht in Armut, aber ihr Vater ist ein sehr einflussreicher und gewaltätiger Mann, der Miriam eigentlich am liebsten tot sehen will. Also flieht die damals 13jährige, kommt bei Fremden und Verwandten unter - hauptsächlich bei männlichen und auch nur gegen eine Gegenleistung.. - kommt in ein Jugendgefängnis und schlägt sich schließlich bis nach Mombasa zu ihrer Mutter durch. Sie beginnt als Prostituierte ihr Geld zu verdienen und schafft es schließlich nach Deutschland zu einem ihrer Freier zu ziehen.

Meine Meinung:
Offensichtlich liegen mir derartige Biographien nicht, oder ich komme ganz einfach nicht mehr der Erzählweise von afrikanischen Frauen zurecht. Genau wie "Wüstenblume" fand ich dieses Buch auch eher schlecht. Damit meine ich nicht, dass ich es nicht schlimm finde, was diesem jungen Mädchen alles wiederfahren ist, aber trotzdem fand ich es sehr emotionslos erzählt. In etwa gehen die ersten 200 Seiten des Buches nämlich so:

"Dann habe ich bei Charles übernachtet und mit ihm geschlafen, danach bin ich zu Joseph meinem Cousin gegangen und habe mit ihm geschlafen. Dann lief ich zu meiner Mutter und schlief mit Männern aus einer Bar. Das war auch total in Ordnung so, schließlich bekomme ich dafür ja Geld. Dann schlief ich für ein neues Radio - ich habe zwar schon 2 - mit einem Deutschen Touristen" 
Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass Prostitution an einem minderjährigen Mädchen so spurlos vorbei geht. 


Generell hat das Buch auch nicht wirklich viel Handlung. Es wird kurz darauf eingegangen wie sie aufwächst, dann kommen seitenweise Schilderungen über sämtliche Freier, alle mit Namen so dass man nach einigen Seiten eh nicht mehr durch blick wer wer ist, und dann spricht sie noch abschließend über ihr Leben in Deutschland. 
Ich hatte aber erwartet, dass dies das eigentliche Thema des Buches sei.


Birgit Jaeckel - Die Druidin

 Klappentext:
120 v. Chr., südlich der Donau: Die junge Talia besitzt eine geheimnisvolle Gabe, die machtbesessene Druiden nur zu gerne für sich nutzen würden. Im Haus des einflussreichen Caran sucht sie Zuflucht. Dieser nimmt sie freundlich auf, denn er ahnt nicht, dass Talia die Tochter ist, die er einst zu töten befahl und die ihn deshalb hasst. Als der Vater in Lebensgefahr gerät, steht die junge Frau vor der schwersten Entscheidung ihres Lebens ... 

Erschienen ist es im Knaur Verlag, kostet 9,95€ und hat 544 Seiten
Das Buch könnt ihr z.B. *hier* bei Amazon kaufen

 

Worum geht es? 
Talia wächst im Wissen darüber auf, dass ihr leiblicher Vater, Herrscher über Alte-Stadt, sie nach ihrer Geburt töten lassen wollte. Der Hass in ihr wächst, und noch eine andere Sache macht ihr zu schaffen. Seit sie 14 ist, kann sie bei Berührung die Seelen anderer Menschen sehen. Sie wächst auf bei den Druiden, die ihr von Anfang an prophezeien, dass ihre Gabe eine Gefahr für sie selbst und für andere ist. Talia will sich aber nicht in die Abhängigkeit der machtbesessenen Druiden geben, und flieht mit den Söldnern des Rabenvolkes, ein keltischer Stamm, nach Alte-Stadt.

Wie fand ich das Buch?
Ich liebe historische Romane ja wahnsinnig, liegt wahrscheinlich daran, dass ich einfach ein Grundinteresse an Geschichte habe. Und tatsächlich ist dieser Roman auch mehr historisch, als ein Phantasieroman, wie der Klappentext eigentlich vermuten lässt. Diese Gabe Seelen zu sehen von Talia wird ausreichend beschrieben, aber nicht ausgeschlachtet, so dass man mit ein wenig Phantasie sogar glauben könnte dass es so etwas tatsächlich gibt. Es spielt jedenfalls um 120 v. Chr. und thematisiert die keltischen Stämme. Die Geschichte ist auch wirklich wunderschön. Sämtliche Eigenschärften die ein Buch interessant machen sind darin enthalten: Liebe spielt natürlich eine große Rolle, aber auch Entbehrung und Verzweiflung, sowie Kriege, Angst und Leid- für einen historischen Roman nunmal unvermeidbar. Auch die Charaktere sind wahnsinnig toll dargestellt, ich hatte zeitweise das Gefühl alle Leute zu kennen und auch dort zu sein. 
Eine Sache gab es aber doch, die mich gestört hat- die historischen Fakten waren teilweise schlecht recherchiert oder ganz einfach falsch. Beispielsweise leben die Herrscher in 2stöckigen Häusern. Mh, damit waren sie dann aber offensichtlich 1200 Jahre vor ihrer Zeit. Andere Kleinigkeiten die falsch waren, sind mir auch aufgefallen, aber das tut der Qualität des Buches kein Abbruch: Es war toll!

Wer die Wanderhure oder Säulen der Erde mochte, wird das hier auch mögen :)


Waris Dirie - Wüstenblume

Klappentext:
Vom Nomadenleben in der somalischen Wüste auf die teuersten Designer-Laufstege der Welt – ein Traum. Und ein Alptraum, denn Waris Dirie wurde im Alter von fünf Jahren Opfer eines grausamen Rituals: Sie wurde beschnitten. In »Wüstenblume« bricht sie ihr jahrelanges Schweigen und erzählt ihre Geschichte. Heute kämpft sie als UNO-Sonderbotschafterin gegen die Genitalverstümmelung, die täglich 6000 Mädchen weltweit erleiden müssen. »Ich weiß, dass ›Wüstenblume‹ eine wichtige Botschaft hat, die von allen Menschen geteilt wird: die Achtung vor der menschlichen Würde.« Waris Dirie

Erschienen ist es im Knaur Verlag, kostet 8,99€ und hat 356 Seiten.
Das Buch könnt ihr z.B. *hier* bei Amazon kaufen

  

Dieses Buch hat mich zwiegespalten wie schon lange kein anderes mehr. Der Grund dafür war, dass ich es einfach toll finden wollte, es aber überhaupt kein bisschen toll fand. Ich fand das Buch sogar eher schlecht, und war dann doch froh als ich es fertig gelesen hatte.
Dabei muss man, oder muss ich, die Geschichte an sich, vom Schreibstil und selbst von der Person Waris an sich trennen:


Die Geschichte ist natürlich eine ganz furchtbar traurige, die dann in einem modernen Aschenputtel-Happy End endet. Waris soll verheiratet werden, und flieht daraufhin aus ihrer Nomadenfamilie in die Hauptstadt, kommt nach London, und schafft es das zu erreichen was sie sich erträumt hat: Mehr vom Leben zu haben. Teil dieser ganzen Geschichte, und womit das Buch ja auch angepriesen wird, ist die Thematik "Genitalverstümmelung bei Frauen und Mädchen." Klar hat man vorher auch schon was davon gewusst, aber es tun sich hier dann doch noch einige Abgründe auf.

Das wars allerdings auch schon, was mich an dem Buch fesseln konnte. Ansonsten hatte ich nicht wirklich Freude am Lesen. Waris ist mir einfach auch unglaublich unsympathisch. Es ist furchtbar was ihr geschieht, aber so ihre wesentlichen Grundzüge finde ich unfreundlich und egoistisch. Dann gefällt mir der Schreibstil des Buches gar kein bisschen. Er ist, sagen wir mal.. schlicht.. 
Ich bin mir unsicher ob Waris das Buch selbst geschrieben hat, einen Ghostwriter finde ich vorstellbarer, aber die Szenen sind teilweise sooo emotionslos hingeschrieben, dass man beinahe gähnen muss an Stellen die hochdramatisch sind. Das geht schon am Anfang los, als die gerade einmal 13jährige mutterseelenallein tagelang durch die Wüste irrt, fast vergewaltigt wird, von Löwen angegriffen wird, und beinahe verdurstet... Das wird quasi auf 3 Seiten hingeklatscht, war halt so, fertig. Aha. Ist ja auch ganz alltäglich..


Mir persönlich hat das Buch nicht gefallen. Der Schreibstil ist sehr einfach, die Handlung wird flach dargestellt, und die Schrecklichkeit dessen was dieser armen Frau zugestoßen ist wird schon fast lapidar erzählt.


Angus Donald - Der Barde

Der Klappentext: 
 Ein hungriger kleiner Dieb, ihm auf den Fersen ein blutrünstiger Sheriff – im mittelalterlichen Sherwood weiß der verzweifelte Alan nur eine Zuflucht: die Bande von Geächteten um den sagenumwobenen Robin Hood. Sehr bald erkennt der berüchtigte Outlaw, wen das Schicksal ihm da zugespielt hat – der Junge mit der wunderschönen Singstimme soll ihm als Spion dienen. Denn als Barde wird er Zutritt zu den allerhöchsten Kreisen haben …

Es ist im Knaur Verlag erschienen, und kostet 8,95€, mit 438 Seiten
Kaufen könnt ihr das Buch z.B. *hier* bei Amazon 

 

Meine Meinung:
Erst war ich ein wenig skeptisch, als ich mir das Buch gekauft habe. Armer kleiner Junge findet Zuflucht beim Sagen umwobene Robin Hood, der es Dank seiner einmaligen Stimme schafft "Karriere" zu machen. Mmmh. Aber auf anraten des netten Verkäufers, und weil ich ja ohnehin super gerne historische Romane lese, habe ich es dann doch mitgenommen. Ich muss dazu sagen, dass ich noch nie ein Buch oder Film zu Robin Hood gelesen oder gesehen habe. Es interessierte mich einfach nicht.
Das Buch hat aber alle Zweifel auslöschen können, denn es ist einfach großartig. Es schildert, wenn auch teilweise überzogen heldenhaft, das Leben des "Königs des Sherwoods". 
Alan, gerade einmal 13 Jahre alt, muss zusehen wie grausame Rituale zelebriert werden, darf aber auch Teil der Gemeinschaft von Geächteten sein, und schafft es so vom gesuchten Dieb zum engen Vertrauten und Freund von Robin. Er übersteht etliche Gefahren, erlebt Krieg, Gewalt und Korruption, darf aber auch lernen seine Stimme als Barde gekonnt einzusetzten, das Leben am Hof genießen und erfährt die enge Verbundenheit und nahezu grenzenlose Treu der Outlaws untereinander.

Die ganze Geschichte lässt sich nur schwer in Worte fassen, da sie wahnsinnig handlungsträchtig und vielseitig ist. Teilweise ist es auch sehr blutig und obzön, da es sich aber um das dunkle Mittelalter handelt, ist das auch unmöglich vermeidbar. 
Es ist fesselnd, erschreckend und super super gut!

5 von 5 Sternen

Markus Heitz - Kinder des Judas

Der Klappentext:
Leipzig im Jahr 2006. Sie ist die gute Seele des Krankenhauses. Sie steht denen bei, die in ihren letzten Stunden nicht allein sein sollen. Jeder, der die junge Frau am Bett eines Sterbenden wachen sieht, wird sie für einen Engel halten. Denn niemand weiß, wer sie wirklich ist …

Jung sein, schön, gesund – und das bis in alle Ewigkeit: Was sich für viele nach einem Traum anhört, ist für Sia schon vor langer Zeit zum Fluch geworden. Sie sehnt sich nur nach einem: einschlafen und nie wieder aufwachen müssen. Doch das darf sie nicht. Zu groß ist die Schuld, die Sia auf sich geladen hat, zu groß die Verantwortung, die sie gegenüber der Menschheit trägt. Um den Schmerz zu lindern, schreibt Sia in einer langen, einsamen Nacht ihre Geschichte nieder. Sie beginnt 1670 und erzählt von einem kleinen Mädchen, das in die dunklen Machenschaften der »Kinder des Judas« verwickelt wurde, jenes mächtigen Bündnisses von Wissenschaftlern – und Vampiren!

Erschienen ist es im Knaur Verlag, kostet 14,95€ und hat 704 Seiten.  
Kaufen könnt ihr das Buch z.B.*hier* bei Amazon

 

Anfänglich war ich mir nicht so sicher, ob dies ein Buch für mich sein würde. Wieder Vampire, von denen ich seit Twilight und diesem furchtbaren Hype darum erst einmal satt hatte, und vor allem wollte ich auf gar keinen Fall dieses "Schöne junge Frau wird von schönem jungen Vampir gebissen. Wird unsterblich. Schläft in Särgen. Darf nicht ins Sonnenlicht. Wird von Knoblauch abgehalten" Gääääääähn. 
Aber bereits wenn man anfängt merkt man dass dies ein Vampirroman der anderen Art ist. Die Protagonisten Sia arbeitet im Leipziger Krankenhaus und begleitet Sterbende auf ihre letzten Reise. Als dann aber ein kleines Mädchen stirbt, der sie vorher immer die Geschichten des tapferen Mädchen Scylla erzählte, beschließt Sia ihre Geschichte niederzuschreiben, und beginnt damit im 17. Jahrhundert.

Das Buch hat ca 700 Seiten, auf denen das Leben und Wirken der Sia beschrieben wird, warum sie nach fast 400 Jahren noch immer lebt, und wie, und dass ein Vampirleben eben nicht nur das Klischee behaftete ist, wie man es kennt. 
Markus Heitz nutzt dabei sehr sehr viele historische Anekdoten über Aberglaube und das Vampirdasein im 17. Jahrhundert die das Buch sehr lebendig machen. Allerdings ist es auch wirklich teilweise sehr blutrünstig und wohl eher nichts für Leute die nicht gerne über abgetrennte Köpfe und durchbohrte Herzen lesen ;)

Ich kann dieses Buch uneingeschränkt weiterempfehlen- ich fand es einfach grandios! Und mal so ganz anders als klassische Vampirromane :)

5 von 5 Sternen

Freitag, 9. Dezember 2011

Karen Rose - Todesschrei

Klappentext:

Er hat eine Vorliebe für mittelalterliche Folterinstrumente, und für seine Kunst überschreitet er jede menschliche Grenze. Er lässt seine Opfer um ihr Leben schreien. Doch dann heften sich Detective Vito Ciccotelli und die junge Archäologin Sophie Johannsen an seine Fersen. Als die Polizei von Philadelphia auf einem verwilderten Grundstück eine Leiche findet, wird Sophie Johannsen, Archäologin und Spezialistin für mittelalterliche Kunst, um ihre Mithilfe gebeten: Sie soll mit einem Ausgrabungsdetektor den Erdboden nach weiteren Toten absuchen. Schon bald entdeckt Sophie mehrere Leichen und noch mehr ausgehöhlte Gräber. Die Polizei hat es offenbar mit dem privaten Friedhof eines Serienkillers zu tun. Und noch während sich Detective Vito Ciccotelli fragt, warum der Mörder die Toten wie mittelalterliche Grabfiguren drapiert, nähert sich der Täter seinem nächsten Opfer …


Es ist im Knaur Verlag erschienen, kostet 8,99€ und hat 672 Seiten.
Kaufen könnt ihr das Buch z.B. *hier* bei Amazon 

 


Als auf einem Feld in Philadelphia zufällig eine Leiche geborgen wird, und alles danach aussieht als ob noch weitere Leichen vergraben wären, wird die junge, hübsche aber leider zur Zeit etwas erfolglose Archäologin Sophie zu Rate gezogen- und was sie finden ist mehr als erschreckend.
Auf dem Feld liegen mehrere zu Tode gefolterte Leichen, deren Mörder offenbar einen Faible für mittelalterliche Foltermethoden hat und seine Opfer schreien sehen will. 
Die Ermittler stehen vor einem Rätsel, und zu allem Überfluss verliebt sich Detective Vito Concelli auch noch in die Archäologin, die für diesen Gefühlskram derzeit nicht sonderlich viel übrig hat.
Trotzdem müssen die beiden zusammen arbeiten, und geraten so in die Computerspielszene, der es offenbar nicht nur gelingt computeranimierte Psychopathen zu erschaffen.

Das Buch ist Spannung pur. Einmal angefangen, konnte ich es gar nicht mehr aus der Hand legen, weil es einfach so unglaublich fesselnd geschrieben ist. Was passiert zwischen Vito und Sophie? Wer sind die Leichen? Wie sind sie zu Tode gekommen? Und warum zur Hölle gibt es keine Hinweise wer der Mörder ist?!
Es ist absolut kein ekelhaftes Gruselbuch, bei dem man die Augen zukneifen muss wenn die ekligen Szenen geschildert werden, so wie man das ja von Cody McFayden zum Beispiel kennt, und trotzdem jagt es einen einen echten Schauer über den Rücken, je weiter die Ermittlungen voranschreiten.

Ein SUPER Buch für alle Thriller- Krimi- Fans! 

5 von 5 Sternen