Donnerstag, 29. März 2012

[Rezension] Petra van Laak - 1 Frau, 4 Kinder, 0 Euro (fast)

Klappentext:
 Würden Sie einen Telefonjob im Drücker-Milieu annehmen, um Ihre vier Kinder durchzubringen? Fänden Sie es lustig, im Garten zu zelten, um den Kleinen Urlaub vorzugaukeln? Was wäre wichtiger: Ihr Cello oder Winterjacken für die Kinder? - Eben noch Managergattin mit Villa am See - und im nächsten Moment bricht für Petra van Laak die Existenz zusammen. Nach Firmeninsolvenz und Trennung von ihrem Mann muss sie sich mit vier kleinen Kindern alleine durchschlagen. Mit Schlagfertigkeit und einem großen Sinn für Komik meistert Petra van Laak abenteuerliche Jobangebote, die hürdenreiche Wohnungssuche und absurde Begegnungen in Behörden. 

Verlag: Droemer | Seiten: 272 | Format: Broschiert | Preis: 14,99€ | ISBN: 978-3426226193
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Worum geht es:
Eigentlich hatte Frau van Laak immer ein schönes Leben: Nach dem Studium kam das erste Kind, dann das nächste, und plötzlich waren 4 Kinder, und Petra van Laak raus aus dem Arbeitsleben und nun Hausfrau und Mutter. Aller kein Problem, immerhin verdiente ihr Mann das Geld und ermöglichte ein Sorgenfreien Leben. Doch als die Insolvenz nicht mehr aufzuhalten ist, und auch die Ehe zerrüttet, beschließt Petra van Laak mit ihren 4 Kindern auszuziehen. Weil sie aber zu stolz ist Arbeitslosengeld zu beantragen, und nur vom Unterhalt und Kindergeld lebt, wird es zunehmen schwieriger sich durchzuschlagen. Deshalb nimmt die unmöglichsten Jobs an, rennt von Vorstellungsgespräch zu Vorstellungsgespräch und erträgt Situationen die sie sich nie hätte vorstellen können.

Meine Meinung:
Viele werden über dieses Buch sagen, es wäre Jammern auf hohem Niveau. Immerhin könnte sie ja Unterstützung vom Staat bekommen, und bekommt schließlich Unterhalt und Kindergeld- da haben es die Kinder in Afrika viel schlimmer. Aber ich glaube, wer so über das Buch urteilt, hat es vielleicht einfach nicht verstanden. Ich denke nicht, dass es Frau van Laak darum geht, Mitleid zu schinden. Sie hätte vieles einfacher haben können; Wollte sie aber nicht. Sie wollte sich und ihren Kindern ein Leben schaffen, in dem es ihnen gut geht, und dafür muss man nun einmal was tun. 

Petra van Laak ist mir auch wirklich sehr sympathisch in diesem Buch geworden. Sie ist keine plötzlich verlassene Millionärsgattin, die in Selbstmitleid versinkt, sondern eine Macherin. Und ganz besonders die Kinder, vor allem die kleine Millie, sind so liebevoll beschrieben. Am Ende von jedem Kapitel ist ein Zitat der Kinder, die unglaublich niedlich, berührend oder traurig sind, aber immer eines: authentisch. 

Übrigens, und damit verrate ich nicht zu viel, denn dies steht im Autorenportrait des Buches, schafft Petra van Laak es sich aus der Misere heraus zu arbeiten, und wurde vom Land Brandenburg später zur Unternehmerin des Jahres gekürt. 

Manches Mal zieht sich die Handlung natürlich, ist weniger spannend oder wiederholt sich im Kern. Andere Szenen aber fand ich so schräg, dass sie fast schon lustig waren. Klar, nicht für die Autorin, aber für mich als Leser schon :)


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