Freitag, 30. März 2012

[Rezension] Alan Bradley - Flavia de Luce, Mord im Gurkenbeet

Klappentext:
Die junge Flavia de Luce staunt nicht schlecht, als sie im ersten Morgenlicht das Opfer eines Giftmordes in ihrem Gurkenbeet entdeckt! Da jeder ihren Vater, den sanftmütigen Colonel de Luce, für den Mörder zu halten scheint, nimmt die naseweise Flavia persönlich die Ermittlungen auf. Hartnäckig folgt sie jeder noch so abwegigen Spur – bis sie einsehen muss, dass ihr Vater tatsächlich ein dunkles Geheimnis hütet. Und so befürchtet Flavia schließlich, dass sie vielleicht eine zu gute Detektivin ist ...
  
Verlag: Blanvalet | Seiten: 400 | Preis: 8,99€ | Format: Taschenbuch | ISBN: 978-3442376247 
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Worum geht es:
Als elfjähriges Mädchen hat man es definitiv nicht leicht- furchtbare, große Schwestern die einen geknebelt und gefesselt in den Schrank sperren, einen Vater der seine Briefmarken mehr liebt als seine Kinder, und eine Haushälterin, die immer nur den ekelhaften Schmandkuchen backt anstatt eines ordentlichen Stachelbeerkuchens. Aber, Gott sei Dank, hat Flavia ja ihr Chemielabor, dass ein Vorfahre der Familie de Luce hinterlassen hat. Dort kann sie ihrem liebsten Hobby, dem Gift mischen, frönen.
Ungünstig nur, dass eines morgens in ihrem Gurkenbeet ein Toter liegt, und ihr Vater kurz darauf festgenommen wird. So ganz sicher ist Flavia sich zwar nicht, das ihr Vater unschuldig ist, dennoch beginnt sie zu ermitteln. Wäre doch gelacht, wenn man das nicht herausfinden könnte!

Meine Meinung:
Dieses Kind ist einfach herrlich! Flavia erinnert mich irgendwie an eine Mini- Version von Miss Marple, Sherlock Holmes und ein Mitglied der Fünf Freunde zusammen. Dabei ist sie längst kein Sonnenschein, den alle lieben. Viel mehr ist es ihre Hartnäckigkeit, die sie bei den Menschen beliebt macht, gewürzt mit einer Prise britischem Humor und kindlicher Detektivarbeit. 
Da radelt sie dann auf Gladys, ihrem Fahrrad, durch die Gegend, befragt Bibliothekarinnen, und versucht die Polizei an der Nase herumzuführen. Oftmals ist sie mit ihrer Spürnase den Ordnungshütern auch einen Schritt voraus- was sie ihnen dann natürlich auf die Nase bindet.
Das ganze wirkt irgendwie nicht gestellt, sondern total erfrischend und einfach nur witzig. 

Trotzdem wurde die Spannung nicht vernachlässigt, immerhin ist es ja ein Krimi. Mir war am Anfang völlig schleierhaft, wer der Mörder war, und ich hatte jedem im Verdacht. Aber dank ihrer Kombinationsgabe, löst Flavia den Fall nach und nach, und gibt auch mir als Leser immerwieder einen Hinweis, wer es gewesen sein könnte. Im Endeffekt bin ich aber doch völlig im Dunklen getappt, und bin dann erst durch den Wink mit dem Zaunpfahl auf die Lösung gekommen.

Der Schreibstil, die allgemeine Wortwahl und der Gebrauch von Stilmitteln hat mir so unglaublich gut gefallen, und das es mir aufgefallen ist, spricht ja schon für sich: Schließlich analysiere ich die Bücher nicht beim Lesen.
Der 2. Band steht schon auf meinem Wunschzettel! 


3 Kommentare:

  1. Hallo Anne! :)
    Sehr schöne Rezension und auch cooler Blog. :) Ich bin direkt mal eine neue Leserin geworden. ;) "Flavia De Luce" lungert schon seit längerem vor meinem inneren Auge und ich denke, ich setze es auf meine WL. :)
    Mach' weiter so!

    Liebe Grüße
    Lydia

    http://bookaholics-for-life.blogspot.de/

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    1. Halluu :(
      Na dann willkommen auf meinem Blogi :)
      Ooohja, FLavia ist sooo ein grandioses Buch :)

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  2. In Bayern war dieses Buch als Romanauszug in den Deutsch Abschlussprüfungen 2012 der Realschule dran.

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