Klappentext:
Als wäre Floras Leben tagsüber nicht chaotisch genug, wird sie neuerdings auch noch um ihren wohlverdienten Schlaf gebracht: Nacht für Nacht besucht sie Eisenheim, die rätselhafte Stadt der Träumenden. Aber statt sich in aller Ruhe an diese Doppelbelastung zu gewöhnen und – vor allem – herauszufinden, ob der nervtötende Marian nicht auch seine guten Seiten hat, muss Flora dringend ein paar Dinge klären: Denn jemand hat den Schicksalsstein von Eisenheim gestohlen und allem Anschein nach war es – Flora.
Verlag: Loewe | Format: Hardcover | Seiten: 412 | Preis: 17,95€ | ISBN: 978-3785574027
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Worum geht es:
Als Flora auf dem Weg nach Hause Schatten neben der U-Bahn herreiten sieht, weiß sie sofort was los ist: Sie ist geisteskrank. Definitiv. Zu Hause angekommen erwartet sie der nächste Schock: Ihr paranoider und völlig chaotischer Vater hat allen Ernstes einen Austauschschüler aufgenommen? Und dann auch noch so einen furchtbaren. Als wäre das nicht genug Aufregung, taucht sie nachts in eine Welt ein, die sie furchtbar ängstigt. Eisenheim ist die Stadt aller Schlafenden und einer kleinen Gruppe Wandernden die ihre Träume aktiv miterleben. Schnell wird klar dass Marian, der Austauschschüler, ebenso ein Wanderer ist wie Flora.
Doch als sie gerade akzeptiert hat was geschieht, findet sie einen Brief von ihr an sich selbst mit dem Inhalt: "Vertraue niemanden, nicht einmal dir selbst!"
Meine Meinung:
Wie kommt man auf so eine großartige Idee?! In der Zeit in der wir vermeintlich schlafen, arbeiten wir eigentlich in den Bergwerken Eisenheims, um das luxuriöse Leben der Wanderer zu ermöglichen. Und das Gute daran ist, wenn wir erwachen können wir uns an nichts mehr erinnern. Für diese Idee hat Mechthild Gläser (die übrigens erst 1986 geboren ist o.O ) 5 Sterne verdient.
Leider aber hapert es an der Umsetzung. Es geht super spannend los, und die Schilderung über Eisenheim hat mich absolut in seinen Bann gezogen, nur leider konnte dieses Interesse nicht aufrecht erhalten werden. Zu sehr wurde man von der, meiner Meinung nach super nervigen, "Liebes- Geschichte" zwischen Marian und Flora abgelenkt. Er kann sie ihn nicht ausstehen, er aber liebt sie bzw. ihre schlafende Seele. Dann plötzlich (warum auch immer?) findet sie ihn doch klasse, er sie aber nicht mehr. Dann küssen sie sich (weil beide urplötzlich ihre grenzenlose Liebe zu einander entdecken?! o.O ) dann mögen sie sich nicht mehr und so weiter und so weiter. Ganz ehrlich, ohne diese völlig gezwungene Liebelei wäre das Buch viiiel besser gewesen.
Generell sind mir die Figuren auch nicht genug ausgearbeitet. Von den meisten erfahren wir gerade einmal das Nötigste, einen, höchstens zwei einseitige Charakterzüge und weiter nichts. Ansonsten dreht sich alles um die Suche nach dem weißen Löwen.
Außerdem, und darüber kann ich nicht hinweg sehen, gibt es einige Logikfehler im Buch, die ich wegen Spoilern jetzt aber nicht genau nennen will, sondern nur grob anreiße für die die es schon gelesen haben: Was sollten die Spinnen? Was ist nun mit Linus? Wer ist die Dame? Was ist mit Menschen die sich an ihre Träume morgens erinnern (denn gesagt wird gleich am Anfang, dass sich niemand je an seine Träume erinnern kann) und und und.
[Edit: Nach einiger Recherche im Internet bin ich jetzt darauf gestoßen, dass es wohl eine Trilogie werden soll. Davon stand allerdings nirgends etwas, weshalb ich mit dem furchtbar offenen Ende auch so unzufrieden war]
Fazit: Die Grundidee finde ich genial, und im Prinzip auch die Handlung in der Geschichte. Nur gab es für mich einfach zu viele Kleinigkeiten bei denen ich verwundert war oder sie gar nicht erst nachvollziehen konnte. Auch die Liebelei zwischen Flora und Marian ging mir total auf die Nerven, und hat mir doch leider die Leselust etwas genommen. Trotzdem werde ich auf jeden Fall die folgenden Teile lesen, da ich absolut fasziniert von Eisenheim bin.
Vielen Dank an den Loewe Verlag
für dieses Rezensionsexemplar :)
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