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Mittwoch, 6. Juni 2012

[Buchrezension] Lucinda Riley - Das Mädchen auf den Klippen

Klappentext:
 Mit gebrochenem Herzen sucht die Bildhauerin Grania Ryan zuflucht in ihrer irischen Heimat. Bei einem Spaziergang an der Steilküste von Dunworley Bay wird Grania jäh aus ihren trüben Gedanken gerissen: Am Rande der Klippen steht ein Mädchen, barfuß und nur mit einem Nachthemd bekleidet. Der Wind zerrt an der zerbrechlichen Gestalt, und von plötzlicher Sorge ergriffen spricht sie das Kind an. – Ohne es zu ahnen, stößt Grania durch diese Begegnung die Tür zu einer über Generationen reichenden, tragischen Familiengeschichte auf – ihrer Geschichte.

Verlag: Goldmann | Format: Taschenbuch | Seiten: 448 | Preis: 9,99€ | Genre: Familie, Frauen, Liebe | ISBN: 978-3442477890
Ihr könnt das Buch z.B. *hier* bei Amazon kaufen

 

Worum geht es:
Obwohl die meisten Grania wohl als typische Mitdreißiger Karrierefrau beschreiben würden, hat sie eigentlich nur einen großen Wunsch. Ein Baby mit Matt, ihrem langjährigen Freund. Doch das Baby stirbt bei einer Fehlgeburt, und Grania flüchtet aus New York nach Irland zur Farm ihrer Eltern, ohne Matt eine Begründung zu geben. 
Während eines Spazierganges entlang der Küste trifft sie auf ein kleines Mädchen, das ganz alleine an den Klippen steht, und nach ihrer Mutter ruft. Aurora. Wenig später erfährt sie, dass Auroras Mutter Selbstmord begangen hat, und das ein dunkles Familiengeheimnis die kleine Welt von der 8jährigen umgibt, das scheinbar sehr eng mit ihrer eigenen Familiengeschichte verflochten ist. 

Meine Meinung:
Nachdem mir "Das Orchideenhaus" von Lucinda Riley so gut gefallen hatte, wollte ich auch unbedingt diesen Roman lesen. Der Klappentext klingt vielversprechend nach einem dunklen Geheimnis zweier miteinander verwobener Familien, natürlich nach Liebe die in solchen Büchern ja nicht fehlen darf, und vorallem viel Tragik.

Beeindrucken wie ihr erster Roman konnte mich dieser hier dann aber doch nicht. Ständig geisterten mir die Worte "Rosamunde Pilcher", "Herzschmerz" und "kitschig" durch den Kopf, die leider nicht die optimalen Begriffe sind, um eine gute Rezension verfassen zu können. Dabei will ich nicht mal sagen, dass es mir nicht gefallen hätte. Aber es hat mich einfach null geapckt.. Wenn ich Bus gefahren bin, hab ich gelesen, aber so freiwillig zu Hause wie ich das sonst immer mache ging gar nicht. Es hat mich einfach nicht gereizt.

Die Handlung war sehr flach und vorhersehbar, so dass das Lesen an sich schon Spaß gemacht hat, die Geschichte aber weniger. Die Charaktere sind mir irgendwie alle zu glatt und zu realitätsfern, die Handlungsstränge viel zu einfach konstruiert und die Spannung fehlt.
Lediglich der Teil der Familiengeschichte der zum 1. Weltkrieg spielt, konnte mich packen.




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Sonntag, 11. Dezember 2011

Cecelia Ahern - Zeit deines Lebens

Klappentext: 
Lou Suffern ist ein "BWM", ein Beschäftigter Wichtiger Mann. So wichtig und beschäftigt, dass er den 70. Geburtstag seines Vaters vergisst, seine Frau leichthin betrügt und seinem kleinen Sohn noch nicht ein einziges Mal die Windeln gewechselt hat.
Eines Tages verwickelt ihn ein Obdachloser namens Gabriel in ein Gespräch. Lou fühlt sich dem Unbekannten seltsam verbunden und verschafft ihm kurzerhand einen Job was nun wirklich nicht seine Art ist. Doch auch Gabriel hat ein Geschenk für Lou: ein rätselhaftes Mittel, durch das Lou ein anderer wird. 

Das Buch ist im Fischer Verlag erschienen, hat 384 Seiten und kostet 9,99€ als Taschenbuch. 
Das Buch könnt ihr z.B. *hier* bei Amazon kaufen

 

Worum geht es:
Lou ist Mitte 30 und hat in seinem Leben das erreicht, was er immer haben wollte. Obwohl, nein, eigentlich ist nach oben immer Luft, und so arbeitet er jeden Tag wie ein Besessener, ohne dabei an seine Familie zu denken. Das ist aber auch völlig in Ordnung für ihn, schließlich verdient er einen sechsstelligen Jahresbetrag, und dafür kann seine Frau ihm dankbar, und seine Familie stolz auf ihn sein- findet er. Als er aber Gabe, einem Obdachlosen der ihm verdammt ähnlich sieht, zu einem Job verhilft, ändert sich sein ganzes Leben. Gabe fängt an sich in sein Leben einzumischen, erteilt ihm Ratschläge, und führt im Dinge vor Augen, die er eigentlich nicht sehen wollte.

Meine Meinung:
Dies ist wohl die wahrste Geschichte, die ich seit langem gelesen habe. Gerade heutzutage ist doch jeder nur noch auf Profit aus, und vergisst dabei oft was um ihn herum passiert und ob man seine Lieben nicht verletzt. Lou ist genau so ein Mann, der alles hat, und doch irgendwie ein armer Tropf ist. Es ist im Prinzip gar nicht mal  sowas neues oder innovatives was Cecelia Ahern da geschrieben hat, sondern einfach nur unsere Gesellschaft anhand eines Mannes. 
Gabe, der gute Gabe, ist mir ehrlich gesagt aber furchtbar unsympathisch. Er ist es, der versucht Lou die Augen zu öffnen, um zu erkennen, dass es noch mehr geben muss als Arbeit, aber mir geht er dabei sowas von auf die Nerven, dass ich Lou total verstehen konnte- teilweise. 

Man ahnt ja auch von Anfang an, wer dieser Gabe sein könnte, und was er von Lou will, aber ich bin einfach nicht drauf gekommen, obwohl ich ihm so ziemlich alles unterstellt habe zu sein :D
Der Schluss ist dann ganz furchtbar traurig, und irgendwie war es das ganze Buch auch unterschwellig schon.

Eine sehr berührende und so wahre Geschichte zur Weihnachtszeit.


Cecelia Ahern - P.S. Ich liebe dich

Der Klappentext:
Holly und Gerry hatten einen einfachen Plan: Sie wollten für den Rest ihres Lebens zusammenbleiben. Hollys Mann Gerry ist tot, ein Gehirntumor. Und Holly weiß nicht, wie sie alleine weiterleben soll. Sie ist erst 29, und ihr Leben scheint zu Ende. Doch dann entdeckt sie, dass Gerry ihr während seiner letzten Tage Briefe geschrieben hat. Mit Aufgaben für Holly, für jeden Monat eine ...  


Das Buch ist im Krüger Verlag erschienen, hat 414 Seiten und kostet 8.95€
Das Buch könnt ihr z.B. *hier* bei Amazon kaufen 



Worum geht es:
Holly vegetiert nur noch vor sich hin. Sie ist einfach zu traurig, zu leer, zu einsam um irgendwas zu schaffen. Vor wenigen Wochen ist ihr Mann Gerry mit nur knapp 30 Jahren an einem Hirntumor verstorben, und das obwohl es doch nur mit Kopfschmerzen angefangen hatte. Jetzt ist er tot, und Holly weiß einfach nicht wie es weitergehen soll. Sie verschließt sich vor der Welt, und fühlt sich auch nicht in der Lage, einen Brief bei ihrer Mutter abzuholen der schon so lange da liegt. Als sie aber den Namen hört, klammert sie sich an diesen letzten Strohhalm. Kann es wirklich sein, dass ihr Mann ihr vor seinem Tod eine Liste geschrieben hat, so wie er es immer im Spaß gesagt hat?!
Gerry hat unbemerkt von Holly Briefe für sie geschrieben, für jeden Monat einen, mit Aufgaben die sie zurück ins Leben führen sollen.

Meine Meinung:
Das ist vermutlich wieder so ein Buch, dass alle schon gelesen haben (oder zumindest den Film geschaut) - ich nicht. Ich habe immer ein bisschen Angst davor so traurige Bücher zu lesen, weil ich doch sehr empathisch bin, und noch lange darüber nachdenke. Jetzt habe ich mich rangetraut, und bin überwältigt. Dieses Buch ist so unglaublich traurig, dass ich vor fremden Leuten in der Bahn meine Tränen wegwischen musste, dass ich mehr darüber nachdenke wie wichtig es ist, die Zeit mit seinen Lieben zu genießen solange sie da sind, und das Buch ist so unglaublich schön, dass man einfach nur reinfallen möchte, Holly umarmen, und ihr sagen, dass sie den tollsten Mann der Welt hatte und hat.

Kaum ein anderes Buch hat mich so vor fremden Leuten und bei bester Laune zum Weinen gebracht- einfach nur WOW.