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Samstag, 12. April 2014

Kai Meyer - Phantasmen (+ VIDEOREZI)

Klappentext:
Eines Tages tauchten sie aus dem Nichts auf - die Geister der Toten. Millionen auf der ganzen Welt, und stündlich werden es mehr. Sie stehen da, bewegungslos, leuchtend, ungefährlich. An der Absturzstelle eines Flugzeugs, mitten in Europas einziger Wüste, warten zwei junge Frauen auf die Geister ihrer verunglückten Eltern. Rain hofft, die Begegnung wird ihrer jüngeren Schwester Emma helfen, Abschied zu nehmen. Auch Tyler, ein schweigsamer Norweger, ist auf seinem Motorrad nach Spanien gekommen, um ein letztes Mal seine große Liebe Flavie zu sehen. Dann erscheinen die Geister. Doch diesmal lächeln sie. Und es ist ein böses Lächeln.

Verlag: Carlsen | Seiten: 400 | Preis: 19,90€ | Genre: Fantasy | Spielt in: Spanien, Tabernas Wüste | Erscheinungstermin: März 2014 | ISBN: 978-3551582928



Worum geht es:
Rain und Emma sind Geschwister und Waise. Vor drei Jahren starben ihre Eltern bei einem Flugzeugabsturz und ließen die beiden jungen Mädchen bei ihren Großeltern aufwachsen, doch die Sehnsucht nach den eigenen Eltern - die nie so viel Zeit für die eigenen Kinder hatten, wie für fremde Kinder - ist nach wie vor riesig. Also beschließen die Mädchen, die Geister ihrer Eltern zu "besuchen". Denn seit einiger Zeit, de, sogenannten Tag Null, tauchen überall auf der Welt Geister von Verstorbenen auf. Geister, die optisch genau ihrer lebendigen Version entsprechen, aber strahlend hell leuchten und die Welt in Geisterlicht tauchen. Sie erscheinen an dem Ort an dem sie ums Leben kommen, bleiben da und werden täglich mehr. Mit jedem Tag der ab Tag Null vergeht, tauchen mehr Geister aus der Geschichte auf - doch bis auf ihr strahlend helles Licht beeinflussen sie das Leben der Menschen mittlerweile nicht mehr.
Doch als Rain und Emma am Unglücksort ankommen, um sich von ihren Eltern zu verabschieden ändert sich etwas: Die Geister lächeln. Ein böses Lächeln, das für jeden um sie herum ins Verderben führt...

Meine Meinung:
Kai Meyer ist meiner Meinung nach definitiv einer der Vorzeigeautoren, wenn man sich auf dem deutschen Buchmarkt umschaut. Mich konnte er bisher mit allen seinen Büchern überzeugen, die ich von ihm gelesen habe, und umso gespannter war ich deshalb nun auf sein neues Buch. Der Klappentext hat mich unglaublich stark angesprochen: Geister sind in ihrer "Art" einfach so vielschichtig, und bieten so viel Raum für tolle Geschichten jeder Art und Weise, dass ich mir sicher war, es würde mich zu 100% gefallen. 
Die ersten 250 Seiten etwa habe ich auch tatsächlich verschlungen. Jede freie Minute habe ich zum Lesen genutzt, und war vollkommen gefangen in der Geschichte. Denn eins muss man zugeben: Schreiben kann Kai Meyer wie kaum ein zweiter. Innerhalb von wenigen Seiten steckt man komplett in der Geschichte fest, und merkt dabei nicht einmal wie die Zeit verfliegt. Es entstehen Bilder und Szenerien im Kopf und zeitgleich wurde die Geschichte von Seite zu Seite spannender.
Doch plötzlich schlug es um. Ab gut der Hälfte des Buches war ich auf einmal irritiert. Die Story nimmt von da an eine wirklich merkwürdige Wendung, wird komplett anders als das bisherige und dabei aber leider nicht besser. Es passiert viel zu viel, davon viel zu viel unrealistisches - selbst für ein Geisterbuch. Die Protagonisten er- und überleben die unmöglichsten Situationen, es tauchen Tiere auf, die einfach nur lächerlich in die Geschichte hineingefügt wirken und es entsteht eine zarte Liebesgeschichte, die für mich absolut nicht nachvollziehbar war.
Am schlimmsten aber ist das Ende des Buches. Happy End in seiner äußersten Form, ohne jegliche Erklärung wie, warum und auch total unpassend zur bisherigen Geschichte.
Daher kann ich dem Buch nur knappe 4 Sterne geben. Es ist mit Sicherheit nicht seine beste Geschichte, und wenn man bisher noch kein anderes Buch von ihm gelesen hat, sollte dieses hier nicht das einzige bleiben. Dennoch ist die Geschichte natürlich nicht schlecht, nur eben nicht so besonders gut. Sie geht toll los, ist durchgehend spannend, aber wird nicht mein neuer Liebling werden.






Samstag, 30. November 2013

Scott Westerfeld - Pretty, Erkenne dein Gesicht (Bd. 2)

Klappentext:
Tally ist von einer Ugly zur Pretty geworden. Sie sieht umwerfend aus, hat einen tollen Freund und ist wahnsinnig beliebt. Aber bei allem Spaß, den Partys, dem Luxus, spürt Tally, dass irgendetwas nicht stimmt. Dann erhält sie eine Botschaft aus ihrer Vergangenheit - und plötzlich wird ihr klar, was in der Pretty-Welt fehlt. Tally beginnt, umzudenken und begibt sich damit in tödliche Gefahr. Denn wer zu viel weiß, gerät schnell ins Visier der Behörden ...

Verlag: Carlsen | Preis: 8,99€ | Seiten: 396 | Genre: Dystopie, Jugendbuch | Spielt in: Fantasywelt | Originaltitel: Pretties | Erscheinungstermin: Februar 2011 | ISBN:  978-3551310071

Erster Satz:
"Sich anzuziehen war immer der schwierigste Teil des Nachmittags."



Worum geht es:
Tally ist dort, wo sie als Kind immer sein wollte: In New Pretty Town, operiert, einfach perfekt und glücklich. Jeder Abend wird getoppt, eine Party jagt die nächste und ihr größtes Problem ist, zu entscheiden mit welchem Outfit sie dieses Mal glänzen will. Alles dreht sich nur noch darum, ihr Leben zu "prickelnd" wie möglich zu gestalten.
Doch dann wird sie auf einer dieser spektakulären Partys überrascht: Jemand aus ihrer Vergangenheit, an den sie sich bisher nicht erinnern konnte - und aus Smoky ist - taucht auf der Feier auf und übergibt ihr eine Botschaft. Eine Botschaft, die alles woran sie bisher geglaubt hat verändern wird, und ihr die unschöne Seite ihrer schöngemachten neuen Welt aufzeigt...

Meine Meinung:
Obwohl es einige Zeit her ist, seit ich den ersten Teil gelesen habe, war ich sofort wir in der Geschichte drin. Viele andere Fortsetzungen brauchen Zeit, sich wieder mit der Story vertraut zu machen, und so sind gut und gerne mal eben 100 Seiten rum ehe man so richtig wieder weiß wer mit wem warum was gemacht hat. Aber hier hat es maximal 30 Seiten gebraucht, und die Geschichte von Band 1 war mir wieder komplett präsent. 
Das liegt vermutlich einfach daran, dass der Schreibstil unglaublich angenehm ist, und ein schnelles und spannendes Lesen ermöglicht. Es zieht sich nicht, sonder Bam Bam Bam geschieht etwas, das Tally aus ihrer heilen Welt katapultiert und sie ihr Leben in New Pretty Town überdenken lässt. Ab diesem Zeitpunkt geht es unglaublich spannend weiter und so richtig lässt sich nicht absehen, welche Wendungen die Geschichte nehmen könnte bzw. überrascht einen der Autor immer wieder mit Szenen, die man so nie erwartet hätte. 
Vor allem steht in diesem Buch jetzt aber das "politische System" dieser neuen Welt im Mittelpunkt, und nicht mehr hauptsächlich Tallys Abenteuer. Das lässt sich größtenteils nachvollziehen, teilweise war es mir dann aber doch zu abgedreht.
Gegen Ende des Buches verliert die Geschichte etwas an Spannung, besonders als sie auf alte Freunde trifft. Denn ab diesem Zeitpunkt kann man sich ziemlich genau denken, wie es enden wird.
Ich gebe dem Buch daher 4 Sterne. Es hat mir definitiv wesentlich besser gefallen als der erste Band, konnte mich aber nicht 100%ig überzeugen. Genug allerdings um mir jetzt den letzten Band zu bestellen. Hoffentlich bleibt es "prickelnd" und wird kein "Pfusch", und hoffentlich strapaziert der Autor diese beiden Wörter nicht wieder so penetrant über.

Dienstag, 3. September 2013

[Rezension] Kirsty McKay - Untot, Sie sind zurück und hungrig

Klappentext:
Na toll! Eine Glatze, eine Narbe und 6 Wochen Koma. Als Bobby erwacht, ist bereits ganz Schottland zombifiziert und zur Sperrzone erklärt worden. Ausgerechnet in einem schottischen Krankenhaus festzusitzen, ist also eher ungünstig. Dass auch Alice und Pete dort untergebracht sind, ist zumindest eine gute Nachricht. Doch wo steckt Smitty? Und wieso hat Bobbys Mutter, die angeblich tot sein soll, verschlüsselte Nachrichten auf dem Handy hinterlassen? Die ungleichen Freunde müssen schnellstens hier weg. Denn die Untoten sind lernfähig und hungrig und verdammt gefährlich. Und sie sind nicht die Einzigen, die ihnen hinterher jagen …

Verlag: Chicken House | Seiten: 376 | Preis: 16,99€ | Genre: Endzeit, Jugendbuch | Spielt in: Großbritannien, Schottland | Originaltitel: Unfed | Erscheinungstermin: August 2013 | ISBN: 978-3551520531

Erster Satz:
"Wenn man fünfzehn ist und dem Tod ins aufgerissene Maul starrt, dann gibt es noch nicht so wahnsinnig viel Leben, das an einem vorbeiziehen kann."


Worum geht es:
Als Bobby in einem Militärkrankenhaus aufwacht, sieht sie nicht nur verdammt verunstaltet aus (Hallo Glatze!), sondern hat auch die letzten 6 Wochen "verschlafen". Genug Zeit für die Zombies, über ganz Schottland herzufallen, das jetzt hermetisch vom Rest Großbritanniens abgeriegelt ist. Doch man beruhigt Bobby: Hier in diesem Krankenhaus sei sie vor den Angriffen der Zombies definitiv sicher, bis jetzt gab es eine Vorfälle... Okay, bis JETZT, denn in diesem Moment - wie soll es auch anders sein - geht der Alarm los und zombifizierte Kinder(!) stürmen ihr Zimmer. Einziger Fluchtweg: Ab durch die Decke und rein in den Lüftungsschachte. Auf dem Weg durch die Rohre, entdeckt sie unter sich Alice -eine der 4 Überlebenden des Busunglücks - und gabelt auch Pete und Russ, einen Schüler der 2. Busgruppe, auf. Gemeinsam versuchen sie aus dem Krankenhaus zu fliehen, um das Zombie-verseuchte Schottland hinter sich zu lassen, doch inzwischen lungern die Halbtoten überall. Und haben tierische Verstärkung bekommen. 

Meine Meinung: 
Auf den zweiten Teil war ich ja wirklich sehr gespannt. Nachdem ich den ersten Band ja grandios fand, und ihn quasi in einem Rutsch gelesen habe, hat mich der "Zwischenban", Pausensnack, mehr als enttäuscht. Umso gespannter war ich eben, wie es der Autorin gelungen sein könnte, nun wieder anzuknüpfen. Und Gott sei Dank hat sie es geschafft mich zu begeistern. 
Die Geschichte geht eben so rasant los, wie der erste Teil geendet hat, und binnen weniger Seiten steckt man wieder mitten drin in der zombifizierten, schleimigen Welt von Bobby und Co. Und zum Glück scheint bei Bobby das Trauma der menschenfressenden Mitmenschen nicht so groß zu sein, dass ihre trockene Art mit dem schwarzen Humor verloren hätte. So halten sich über das ganze Buch hinweg Ekel durch die Zombies und Lachen über ihre trockenen Bemerkungen die Waage und machen das Buch zu einer außergewöhnlichen Zombiereihe, die zwar etliche Elemente von bekannten Reihen wie "The Walking Dead" hat, ihren eigenen Charme aber nicht verliert. 
Es ist unglaublich spannend, teilweise echt eklig (und ich weiß, dass ich mich als 14 jährige - also der Altersentsprechung gemäß - zu Tode gegruselt hätte beim Lesen und sicherlich nicht mehr nachts alleine ins Bad gegangen wäre :D), und hat die eine oder andere unerwartete Wendung. 
Dennoch geht es mir teilweise etwas zu schnell, denn auf jede Gefahr folgt -Bämbämbäm- direkt die nächste, so dass sie nie aufatmen können, was die Geschichte dann immer unrealistischer werden lässt (von den Zombies jetzt mal abgesehen ;) ).
Alles in allem aber war das Buch wirklich gelungen. Einzig mit dem Schluss kann ich nicht viel Anfangen: Das Ende ist zu offen als das man mit der Geschichte wirklich abschließen könnte, bietet meiner Meinung nach jedoch auch zu wenig Stoff für noch einen dritten Teil.


Freitag, 7. Juni 2013

[Rezension] James Dashner - Die Auserwählten in der Todeszone (Bd. 3)

Klappentext:
Thomas hat es geahnt: statt der versprochenen Freiheit steht ihm die nächste Prüfung bevor. Mit einem operativen Eingriff soll ihm sein Gedächtnis zurückgegeben werden. Doch Thomas weiß, dass er den Wissenschaftlern von ANGST nicht trauen darf. Nicht nach allem, was sie ihm und seinen Freunden angetan haben. Deshalb müssen sie so schnell wie möglich fliehen, hinaus in die Todeszone. In eine Welt, in der sich ein tödlicher Virus immer weiter ausbreitet. Und er muss dafür sorgen, dass ANGST ihn nicht länger kontrollieren und manipulieren kann. Denn die grausamen Experimente müssen endlich gestoppt werden. 

Verlag: Chicken House | Seiten: 480 | Preis: 19,99€ | Genre: Dystopie, Endzeitroman, Jugendbuch | Spielt in: Denver | Erscheinungsdatum: Mai 2013 | Originaltitel: The Death Cure | ISBN: 978-3551520364

Erster Satz: 
"Es war der Gestank, der Thomas langsam aber sicher in den Wahnsinn trieb."

 

Worum geht es: 
Als er die Augen aufschlägt ist alles um ihn herum weiß. Immer noch. Kahl und weiß. Seit Wochen ist er jetzt schon eingesperrt, in dieser Zelle im Hauptquartier von ANGST, ohne eine Chance auf Flucht. Einzig die anonyme Klappe, aus der ihm dreimal täglich sein Essen gereicht wird, lässt auf Leben außerhalb des Gefängnis schließen. 
Doch als sich die Tür endlich öffnet, erwarten ihn weitaus größere Schrecken: ANGST will ihnen allen, den wenigen Überlebenden, ihr Gedächtnis zurück geben, und ausgerechnet Theresa steht voll hinter dieser Entscheidung. Für Thomas kann das nur eins bedeuten: Fliehen ehe ANGST ihn diesen  Eingriff antun kann. 
Zusammen mit Brende, Milho, Newt und Jorge gelingt die Flucht aus dem Hauptquartier, nach Denver, einer Stadt in der die Menschen, die sich mit dem Brand infiziert haben, längst die Kontrolle über das Alltagsleben übernommen haben.

Meine Meinung:
Nach dem grandiosen ersten Band der Reihe, war ich ja umso enttäuschter vom 2. Teil. Auf einmal ging in diesem sämtliche Spannung und Mystik des ersten Bandes verloren und musste Platz machen für sinnlose Gewalt und Sinnfreie Handlungen. Deshalb war ich nun erst recht gespannt auf den dritten und damit letzten Band der Reihe. Ich hab mich gefragt, wie der Autor es würde schaffen können, den Bogen zu spannen, zurück zu einer Geschichte mit Inhalt. 

Leider sucht man auch in diesem Band vergeblich nach Inhalt, wenn auch nicht ganz so vergeblich nach Spannung. Dennoch wird auch dieses Buch wieder von Massen an komplett sinnloser, verherrlichender, übertriebener und unpassender Gewalt dominiert. Die, wie schon im 2. Band, im krassen - wenn ich nicht fast schon absolut lächerlichem - Gegensatz zu dem Verkrampften Vermeiden von Schimpfwörter steht. 
Inhaltlich kann man aber auch wie gesagt nicht viel erwarten. Mir kam es an vielen Stellen so vor, als sei der Autor ein ganz begeisterter Anhänger der momentan so gehypten Serie "The Walking Dead", und verwertet etliche Szenen aus eben dieser.

Im Prinzip kann man das Buch wie folgt beschreiben: Seite 1-150: Thomas und Co versuchen zu fliehen und töten und verletzten dabei jeden und alles. Seite 150-300: Thomas und Co konnten fliehen, sind in Denver, und töten und verletzten dabei jeden und alles, hinterfragen aber zumindest die Gründe ansatzweise. Seite 300-480: ANGST tritt wieder auf den Plan und tötet und verletzt so viele Menschen wie möglich.

Dennoch kann man dem Buch, zum Ende hin, eine gewisse Spannung nicht absprechen, auch wenn man eigentlich schon weiß, wie es ungefähr ausgehen wird. Die Motive von ANGST und dem Rechten Arm sind, obwohl sie verschleiert bleiben sollen, auch eher offensichtlich als alles andere, und dennoch möchte man weiterlesen. 
Deshalb gebe ich dem Buch noch 3 Sterne, verbuche es aber leider unter der schlechtesten Dystopie aka Endzeitroman die ich je gelesen habe.




Freitag, 4. Januar 2013

[Rezension] James Dashner - Die Auserwählten, In der Brandwüste (Bd. 2)

Klappentext:
Sie haben einen Ausweg aus dem tödlichen Labyrinth gefunden und geglaubt, damit wäre alles vorbei. Dass sie frei sein werden und nie mehr um ihr Leben rennen müssen. Doch auf Thomas und seine Freunde wartet das Grauen: Sengende Hitze, verbranntes Land und Menschen, die von einem tödlichen Virus befallen sind. Und die undurchsichtigen Schöpfer halten noch immer die Fäden in der Hand. Damit steht den Jungen die nächste Prüfung bevor. Sie müssen innerhalb von zwei Wochen die Brandwüste durchqueren, sonst sind sie verloren.

Verlag: Carlsen | Format: Hardcover | Preis: 18,95€ | Seiten: 488 | Genre: Dystopie, Jugendbuch | Erscheinungsdatum: Juli 2012 | Spielt in: Mexiko | Originaltitel: Maze Runner, The Scorch Trials | ISBN: 978-3551520357
Ihr könnt das Buch zum Beispiel *hier* bei Amazon kaufen. 

Erster Satz:
"Bevor die Welt zusammenbrach, hörte Thomas etwas."



Worum geht es:

Sie dachten sie wurden gerettet vor den Leuten, die sie im Labyrinth gefangen gehalten und beobachtet haben, doch diese vermeintliche Rettung ist nur eine weitere "Variable" von ANGST, der offenbar allumfassenden und übermächtigen Regierung, die Thomas und die noch überlebenden Jungs kontrolliert. Nach der Rettung finden sie sich in einer Art Jugendherberge wieder, wiegen sich in Sicherheit, bis plötzlich ihre Retter erhangen von der Decke baumeln, und die Cranks - die mit der Seuche infizierten Menschen - an ihren Gitterfenstern hängen und sich einen Weg nach Innen bahnen wollen. Schnell wird klar, dass ANGST noch immer die Fäden zieht, und ein neues Ziel hat: Innerhalb von wenigen Tagen sollen sie die Brandwüste durchqueren und zum sicheren Hafen gelangen- dort erhalten sie Rettung. Wer es nicht schafft, den erwartet der sichere Tod. 


Meine Meinung:

Nachdem der erste Band ja wirklich unheimlich spannend geendet hat, war ich sehr gespannt darauf, was sich diese offenbar absolut skrupellose Regierung überlegt hatte, um die besten der Besten herauszufiltern. Denn das Ende des vorherigen Teils ließ ja nun doch einige Fragen offen und versprach eben so viel Spannung. 
Leider wurden meine Erwartungen dahingehend sehr enttäuscht und ich finde leider, dass dieser zweite Teil absolut nicht mit dem ersten mithalten kann. Es gab einfach viel zu viele Ungereimtheiten, viel zu viele Dinge die mich störten und generell war das Buch einfach irgendwie "überflüssig".

Denn die ganze Geschichte ist absolut zusammenhangslos, wirkt sehr sehr konstruiert und man findet nicht wirklich einen roten Faden in der Geschichte. Viel mehr ist es so, als hätte der Autor sämtliche seiner Ideen zusammengestückelt und versucht daraus eine Geschichte zu machen, ohne dabei auf Übergänge oder auch nur Sinn zu achten. Das was passiert, wird nicht wirklich erklärt wieso es passiert- es geschieht einfach. Aus dem nichts und ist eben so schnell wieder vergessen, ohne großen Eindruck auf die Jugendlichen zu hinterlassen.

Diese Jugendlichen lernt man aber so gut wie gar nicht kennen. 20 Jungs sind es zu Beginn noch, die schnell auf 11 reduziert werden, durch übertrieben brutale Angriffe und Unfälle (in denen meiner Empfindung nach nur Gewalt der Gewalt willens geschieht), ohne dass man je jemanden näher kennen lernt. Thomas kennt die Jungs nicht einmal, kennt ihre Namen nicht und trauert natürlich auch nicht um sie, wenn sie zerfetzt und getötet werden. Auch Minho und Newt aus Band 1 spielen nur noch eine Hintergrundrolle und fungieren eher als "kluge Stimme aus der Regie". 

Fazit: 

Alles in allem gebe ich dem Buch nur deshalb noch 3 Sterne, weil es sich gut lesen lässt. Man kann es sich aber eigentlich wirklich sparen zu lesen, erst recht dann, wenn man sich den tollen Eindruck des ersten Bandes nicht kaputt machen lassen will.  Der Schreibstil ist nicht überragend, die Handlung ein Witz und die Charaktere sehr sehr einseitig und flach.



Donnerstag, 27. Dezember 2012

[Rezension + BUCHTIPP] Kirsty McKay - Untot, Lauf solange du noch kannst

Klappentext:
Auf keinen Fall wird sie aus diesem Bus aussteigen. Bobby hasst ihre neuen Mitschüler und der Skiausflug war die totale Vollkatastrophe. Da wartet sie lieber mit Bad Boy Smitty, bis die anderen aus dem Café zurückkommen. Aber die anderen kommen nicht. Die anderen sind tot - Alice hat es genau gesehen und dreht vollkommen durch. Schöne Scheiße! Sie müssen hier weg und zwar schnell. Denn plötzlich kommen die Toten auf sie zu und sie sehen verdammt hungrig aus. Doch draußen ist es einsam und dunkel, der Schneesturm tobt und die Handys funktionieren auch nicht. Und eigentlich weiß man aus jedem guten Horrorfilm, dass man sich niemals in so eine Situation begeben darf ...

Verlag: Chicken House | Format: Taschenbuch | Preis: 14,95€ | Seiten: 368 | Genre: Jugendbuch, Fantasy, Horror | Spielt in: Großbritannien (Schottland, Aviemore) | Originaltitel: Undead | ISBN: 978-3551520418
Ihr könnt das Buch zum Beispiel *hier* bei Amazon kaufen

Erster Satz:
"Ich möchte lieber sterben als die alle noch mal wiedersehen."

 

Worum geht es:

Als neue hat man es ja ohnehin schon schwer genug, aber wenn die ganze Klasse quasi nur aus Idioten besteht, wird so ein Skiausflug ins schottische Nirgendwo schnell mal zur Nahtoderfahrung. Grund genug für Bobbie, sich von ihren Klassenkameraden abzugrenzen, als alle auf dem Rückweg in die Raststätte stürmen, und zusammen mit Smitty, dem selbsternannten Klassenrebell, im Bus zu bleiben. 
Als jedoch die völlig hystrische Alice aufgelöst zum Bus zurückkehrt, und berichtet dass sich die gesamte Klasse plus alle Leute in der Raststätte in Zombies verwandelt hat, bekommt der Begriff "Nahtoderfahrung" noch mal eine ganz andere Dimension. Denn jetzt heißt es: Überleben. Und das ist einfach gesagt als getan, wenn um einen herum nur Untote wandeln, deren sehnlichster Wunsch das frische Fleisch von Bobbie und Co ist. 

Meine Meinung:

Zugegebenermaßen sind Zombie, egal ob im TV, in Büchern oder sonstwo, nicht gerade mein bevorzugtes Thema. Eigentlich kann ich damit so überhaupt nichts anfangen und versuche jegliche Medien zu umgehen, in denen Untote ihr Unwesen treiben. Aber das Buch hat mich doch neugierig gemacht. Gott sei Dank kann ich nur sagen, denn der Klappentext verspricht absolut nicht zu viel, als gesagt wird, dass es sich bei diesem Buch um einen absoluten Pageturner handeln soll.
Ursprünglich wollte ich gestern nur die ersten 100 Seiten oder so lesen, aber ich konnte einfach nicht mehr aufhören und habe das komplette Buch in einem Rutsch durchgelesen und mir dafür die halbe Nacht um die Ohren geschlagen.

Anfangs war ich mir noch nicht so sicher, ob ich so warm mit der Geschichten werden würde. Denn es geht wirklich Schlag auf Schlag los, und schon auf Seite 30 wimmelt es quasi überall von den Zombies. Ziemlich abstrakt, aber irgendwie faszinierend. Und obwohl es ein Jugendbuch ist und jetzt nicht gerade vor Horror trieft, hab ich doch das eine oder andere Mal den Atem angehalten und mich so richtig schön gegruselt und auf jedes Geräusch in meiner Wohnung empfindlich reagiert. Die Spannung wird nämlich tatsächlich konstant gehalten, und der Ekelfaktor hat so richtig seine schönen Höhen und Tiefen, die ein Weglegen des Buches unmöglich machen.

Auch die Charaktere haben mir unglaublich gut gefallen- für mich mal ein wirkliches Erlebnis. Denn eigentlich bin ich meistens kein Fan der Protagonisten, aber in diesem Fall fand ich sie alle super. Jeden. Haha, was habe ich teilweise über die Sprüche von Bobbie gelacht, und auch Alice -die absolut penible Überzicke - hab ich direkt in mein Herz geschlossen. Der Humor ist subtil, manches Mal vielleicht ein bisschen zu Jugendlich für meinen Geschmack (aber natürlich total passend für ein Jugendbuch) und auch das Sprachniveau ist eher einfach und umgangssprachlich - ebenfalls wie von einem Jugendbuch zu erwarten.

Nur der Schluss hat mich nicht ganz so zufrieden gestellt. Zwar ist dies kein "Punktabzug" für mich, aber dennoch lässt einen das Ende so ein bisschen in der Luft hängen. Man weiß nicht wirklich, wie die Geschichte nun ausging, was mit einigen der Personen passiert ist, und bleibt ein wenig ratlos zurück. Sollte es einen Folgeband geben, wäre es einleuchtend, aber soweit ich mich informiert habe, bleibt es ein einzelner Roman. 
[Edit: Ich habe gerade gelesen, dass es sehr wohl einen zweiten Teil gibt, "Unfed", so dass das Ende demzufolge einfach nur ein fiiiieser Cliffhanger ist :) ]

Fazit: Super spannender, wenn auch klischeebehafteter Zombieroman, der einen einfach nicht mehr loslässt, ehe man nicht das ganze Buch gelesen hat. Suuuuuper, auch für Leute wie mich, die solchen Büchern sonst aus dem Weg gehen würden.





Montag, 1. Oktober 2012

[Rezension] James Dashner - Die Auserwählten im Labyrinth

Klappentext:
Sein Name ist Thomas. An mehr kann er sich nicht erinnern. Und er ist an einem bizarren Ort gelandet: eine Lichtung, umgeben von einem riesigen Labyrinth. Doch er ist nicht der Einzige. Zusammen mit fünfzig Jungen, denen es genauso geht wie ihm, sucht er einen Weg in die Freiheit. Der führt durch das Labyrinth, dessen gewaltige Mauern sich Nacht für Nacht verschieben und in dem mörderische Kreaturen lauern. Doch gibt es wirklich einen Weg hinaus? Ist das Ganze eine Prüfung? Und wer hat sich dieses grauenvolle Szenario ausgedacht? Den Jungen bleibt nicht viel Zeit, um das herauszufinden.

Verlag: Carlsen | Format: Hardcover | Preis: 16,95€ | Seiten: 496 | Genre: Jugendbuch, Dystopie | Altersempfehlung: 13-17 | ISBN: 978-3551520197
Ihr könnt das Buch zum Beispiel *hier* bei Amazon kaufen  

Der erste Satz:
"Sein neues Leben begann im Stehen, umgeben von kalter Dunkelheit und staubiger Luft."

 

Worum geht es:

Eigentlich sollte Thomas grenzenlose Furcht erfassen, als er die Augen aufschlägt und sich langsam klar wird, wo er gelandet ist: Auf einer Lichtung, umgeben von Mauern deren Enden man kaum am Himmel sehen kann, und umgeben von einem Labyrinth, dessen Eingänge sich jeden Tag verschieben und sich jede Nacht verschließen, und aus dem es scheinbar kein Ausgang gibt. Doch Thomas kommt all das eher falsch als beängstigend vor. Was macht er hier, und wieso sind er und die gut 50 anderen Jungs auf dieser Lichtung. 
Verzweifelt versucht er einen Ausweg aus diesem Gefängnis zu finden, doch nicht nur die Antipathien der anderen Jungs behindern ihn dabei, sondern auch die Gefahren, die das Labyrinth verbirgt.


Meine Meinung

Über Empfehlungen verschiedener Leute bin ich an dieses Buch gekommen, und da ich vorher oft schon von denen empfohlene Bücher gelesen und für gut befunden hatte, war es klar, dass dieses Buch von mir gelesen werden muss. Allerdings waren die Erwartungen auch dementsprechend hoch - und wurden nicht enttäuscht. Dieses Buch strotzt vor Spannung, ist ein absoluter Page-Turner und hat mich mehrere Stunden vom Schlafen abgehalten, weil ich einfach nicht aufhören konnte zu lesen, wissen musste was als nächstes passiert, und warum.

Dabei war ich am Anfang gar nicht so begeistert. Das Buch fängt relativ schwach an, tröpfelt so vor sich hin und wirkt auf den ersten Seiten vor allem unglaubwürdig. Auch hatte ich so meine Probleme, mich mit der Sprache anzufreunden, die selbst für ein Jugendbuch sehr einfach ist, dann aber auch immer wieder Fachbegriffe einschmeißt, die dort irgendwie fehl am Platz wirken. Das bringt mich auch zu meinem einzigen großen Kritikpunkt. Wieso hat sich Herr Dashner dafür entschieden, eine Phantasiesprache einzubauen. Für mich ergibt das absolut keinen Sinn, ärgert mich viel eher noch, weil so das Niveau der Jungen herabgestuft wird, obwohl sie eigentlich eine wahnsinnig intelligente und gut durchorganisierte Gruppe sind. Anstellte dem Wort "Schei*e" sagen sie Klonk- "Was für ein Klonk. Das ist alles richtig klonk.", und Idioten werden so zu Nepperdeppen. Macht keinen Sinn, außer der Autor wollte keine Schimpfwörter haben. Doch wenn eine, doch recht gewaltbereite, Gruppe Pubertierender zusammenwohnt, kann ich mir schwer vorstellen, dass sie so versnobt sind, ein derart "schmutziges Wort" zu umgehen. Zumal diese Tatsache auch in einem totalen Gegensatz zu den zeitweise doch sehr brutalen Szenen steht.

Ansonsten habe ich allerdings nichts zu kritisieren. Die Charaktere gefallen mir alle super gut. Keiner ist zu flach, zu ausgeschmückt oder unreal beschrieben. Sie wirken alle ganz einfach wie normale Teenager, die sich in einer verzweifelten Lage befinden. Ganz besonders klasse fand ich ja Chuck und Minho, zwei Nebencharaktere, die mir aber unglaublich ans Herz gewachsen sind.



Freitag, 3. August 2012

[Rezension] Scott Westerfeld - Ugly, verlier nicht dein Gesicht

Klappentext:
Tally kann ihren 16. Geburtstag kaum erwarten, denn dann steht die für alle vorgesehene Schönheitsoperation an. Sie wird von einer Ugly zur Pretty werden, in New Pretty Town leben und keine Sorgen mehr haben. Tallys Freundin Shay dagegen sträubt sich gegen die Operation. Sie will nicht, dass andere über sie bestimmen. Als Shay flüchtet, lernt auch Tally die hässliche Seite der Pretty-Welt kennen. Denn die Behörden stellen sie vor eine furchtbare Wahl ...

Verlag: Carlsen | Format: Taschenbuch | Preis: 8,95€ | Seiten: 432 | Genre: Jugendbuch, Dystopie | empfohlenes Alter: 12-15 | ISBN: 978-3551310064
Ihr könnt das Buch zum Beispiel *hier* bei Amazon kaufen.

 

Worum geht es:
Bis zu ihrem 16. Geburtstag haben die Uglies aus nur eines im Sinn: endlich schön werden. Denn mit ihrem Geburtstag werden sie operiert, endlich schön gemacht, dem Ideal angepasst und dürfen nach New-Pretty-Town umziehen, einer Stadt in der Spaß und Party regieren, und in der jeder neue Pretty alles haben kann, was er möchte. 
Tally kann die Zeit kaum noch abwarten. Noch 3 endlos scheinende Monate, ehe sie operiert wird und ihren besten Freund Peris wiedersehen kann. In dieser Zeit jedoch lernt Tall Shay kennen, ein Mädchen mit sehr ungewöhnlichen Ansichten. Shay möchte auf keinen Fall schön werden, möchte ihr Gesicht behalten und flieht aus der Stadt um in der sagenumwobenen Stadt Smoke frei zu sein. Doch als der Tag der OP ansteht, lernt Tally was es bedeutet aufständische Freunde zu haben.

Meine Meinung:
Diese Variante unser Zukunft ist ebenso real wie unheimlich, denn natürlich kann man sich vorstellen, dass die Menschen aus Rassen- und Hautfarbenkonflikten lernen und beschließen, jeden Menschen dem Schönheitsideal anzupassen, so dass es niemanden mehr gibt, der wegen seines Äußeren außen vor bleibt. Deshalb war ich auch sehr gespannt, wie der Autor seine grandiose Idee wird umsetzen können. Leider bin ich von seiner Umsetzung aber nicht ganz überzeugt, denn was für mich die ganze Zeit mitschwang, war der erhobene Zeigefinger, der mir sagt "Duh, duh, duh- behandle deine Natur gefälligst besser, sonst wird es in 300 Jahren wie in Prettytown sein". Und auch die Sprache konnte nicht wirklich dazu beitragen, mich umzustimmen. Klar, es ist ein Jugendbuch, aber das Sprachniveau war schon wirklich sehr sehr einfach, und manche Wortwahlen einfach lächerlich. Kinder sind Winzlinge, alte Menschen Runzlinge und alle leben in Uglyville oder Prettytown. Najaaa...

Die Story an sich ist dann aber wieder ganz spannend zu verfolgen, insbesondere die Entwicklung von Tally finde ich sehr gelungen und ihre Entscheidungen und Gedanken kann ich sehr gut nachvollziehen. Anfangs bin ich mit ihr nicht richtig warm geworden, sie erschien mir einfach schlicht weg dumm, aber zum Schluss mochte ich sie sehr gerne. 

Nun ist das der Auftakt zu einer Trilogie und das Buch kann als einzelnes auch nicht stehen bleiben. Ich werd mir also den zweiten Band ebenfalls noch holen um zu sehen, was ich von dieser Reihe halten soll.



Samstag, 18. Februar 2012

[Rezension] Kai Meyer - Die Merle-Trilogie, Das gläserne Wort, Bd. 3

[Wenn ihr die ersten beiden Teile noch nicht gelesen habt, es aber vorhabt, solltet ihr diese Rezi wegen Spoieleralarm besser nicht lesen :) ]

Kurzbeschreibung:
Auf der Rückreise ins belagerte Venedig versuchen Merle und ihre Begleiter in die Festung des Eisernen Auges, dem Machtzentrum der Ägypter, vorzudringen. Doch die Festung liegt unter einem dicken Eispanzer begraben. Als Merle schließlich doch hinein gelangt, kommt es zu einem dramatischen Kampf. Entscheiden kann ihn nur das Gläserne Wort, das Merle schließlich von der Sphinx Lalapeja erfährt, die außerdem behauptet, ihre Mutter zu sein ... 

Das Buch ist im Carlsen Verlag erschienen, hat 288 Seiten und kostet als Taschenbuch 7,95€
Ihr könnt es zum Beispiel *hier* bei Amazon kaufen

 

Worum geht es:
Merle, die fließende Königin und Vermithrax konnten endlich der Hölle entfliehen. Doch anstatt von Sicherheit erwartet sie der nächste riesige Schrecken: Dort wo sie sind, wo eigentlich die ägyptische Wüste sein sollte, ist nichts als Schnee und Eis. Ganz Ägypten liegt unter der weißen Decke. Doch mit Hilfe von dem verhassten Seth gelingt es ihnen, in das Eiserne Auge zu gelangen, wo der Sohn der Mutter hingebracht werden sollte und wo sich wohl auch Serafin aufhält. 

Meine Meinung:
Dieser Teil hat mir doch wieder besser gefallen als der zweite, konnte aber trotzdem nicht an den ersten heran reichen. Es ist sehr spannungsvoll, aber leider zieht sich die Handlung an manchen Stellen doch seeehr in die Länge - trotz der wenigen Seiten. Da wird über Seiten hinweg beschrieben, wo sie langlaufen, ohne das etwas passiert, oder es passiert genau das gleiche wie schon zu vor. Ansonsten ist es aber ein gelungener Schluss für diese schöne Geschichte. Einzig das Ende ist nicht so wie ich es mir gewünscht hätte :/

Donnerstag, 16. Februar 2012

[Rezension] Kai Meyer - Die Merle- Trilogie, Das steinerne Licht, Bd. 2

[Wer den ersten Teil noch nicht gelesen hat es aber vorhat, sollte diese Rezension eher nicht lesen- Spoileralarm ;) ]

Klappentext:
Merle und die Fließende Königin suchen den mächtigen Lord Licht auf, von dem sie sich Hilfe bei der Befreiung Venedigs erhoffen. In seinem Reich begegnen sie Merles verloren geglaubter Freundin Junipa. Doch Merle bemerkt, dass der Lord Junipa manipuliert hat und gegen sie aufhetzen will. In der Zwischenzeit hat sich die Lage in Venedig weiter zugespitzt und es regt sich immer stärkerer Protest gegen die Belagerer. Aber kann man der Anführerin des Widerstands, der uralten Sphinx Lalapeja, wirklich trauen? 

Das Buch ist 2012 im Carlsen Verlag erschienen, hat 352 Seiten und kostet 7,95€ als Taschenbuch.
Das Buch könnt ihr z.B. *hier* bei Amazon kaufen



Worum geht es:
Nachdem Merle mit der fließenden Königin im Bauch und auf dem Rücken des steinernen Löwen Vermithrax dem Belagerungring um Venedig entkommen konnte, geht es geradewegs dorthin, wo eigentlich kein Mensch sein sollte: Zu Lord Licht, dem Herren der Hölle. Bisher hat nur Prof. Burbridge diesen Ort je betreten, und das was er berichtete ist für Merle nicht gerade ermutigend. Allerdings ist der Höllenfürst auch der einzige der Venedig im Kampf gegen die Ägypter helfen kann, und so begeben sich die 3 tief ins Erdinnere, wo sich all das zu bestätigen scheint: Furchteinflößende Kreaturen, beängstigende Mythen und Personen denen man besser nicht begegnen sollte.
Serafin kämpft währenddessen in Venedig an der Seite seines Erzfeindes Dario in der Widerstandsgruppe gegen die Belagerer- während die ganze Stadt nach und nach von den Mumien bevölkert wird.

Meine Meinung:
Der 2. Teil hat mir leider nicht ganz so gut gefallen wie der erste. War dieser noch sehr mystisch und durchaus auch irgendwie glaubhaft, geht der zweite Band doch schon sehr arg in die phantastische Schiene. Wesen die man sich nicht vorstellen kann und möchte, Mumienkrieger, und Lebewesen die für mich nicht vereinbar waren mit dem Bild das ich mir im ersten Band von Merles Venedig gemacht habe. Auch gestört, und das dann sogar sehr, haben mich die Größen. Alles war irgendwie riesig, gigantisch, unvorstellbar hoch und groß und und und. Es gab einfach in keinem "Teil" des Buches etwas das nicht so absonderlich monströs war, dass die Protagonisten sich die Hälse verrenken mussten. Das hat es für mich irgendwie schwer greifbar gemacht und so gewollt wirken lassen.

Nachdem ich jetzt aber fertig gemeckert hab, muss ich trotzdem sagen, dass das Buch klasse ist. Es konnte mich wieder fesseln: Ich hab es innerhalb von 24h ausgelesen, und auch ohne den Cliffhanger am Ende hätte ich den dritten Teil um jeden Preis lesen wollen. Dazu bei trägt auf jeden Fall die Zeichnung der Figuren. Es gibt keine flachen Charaktere, alle von Vermithrax bis Junipa haben einen so geschliffenen Charakter- toll. Natürlich sind einem nicht alle sympathisch, aber keiner derer die unsympathisch waren hätte fehlen dürfen.


Dienstag, 3. Januar 2012

Kai Meyer - Merle Triologie, Die fließende Königin Bd.1

Klappentext:
Das Venedig, in dem Waisenmädchen Merle aufwächst, ist ein magischer Ort voller Zauberwesen. Doch die Stadt wird seit Jahrzehnten von den Ägyptern belagert. Nur die Fließende Königin, die als Essenz in den Wassern der Lagune lebt, könnte die Stadt befreien. Als Merle eines Tages eine Verschwörung belauscht, gelingt es ihr im letzten Moment die Fließende Königin zu retten. Dadurch wird Merle eins mit dem phantastischen Wesen - und Venedigs Schicksal liegt plötzlich in ihren Händen. 


Das Buch ist im Carlsen Verlag erschienen, hat 288 Seiten und kostet 7,95€ als Taschenbuch.
Das Buch könnt ihr z.B. *hier* bei Amazon kaufen 



Worum geht es:
Merle wächst mit der Vorstellung auf, dass ihre Eltern sie nicht wollten. Sie wird als Säugling auf einem der Kanäle in Venedig, ausgesetzt in einem Körbchen gefunden, und wächst fortan in einem Waisenhaus auf. Mit 14 Jahren bietet sich ihr allerdings eine Chance, um die sie viele der Kinder im Heim beneiden: Sie darf raus, und eine Ausbildung beim Zauberspiegelmacher Acrimboldo anfangen. Zusammen mit der blinden Junipa beginnt sie ihre Lehre und muss schon bald feststellen dass dort nicht alles so ist, wie es zu sein scheint.

Meine Meinung:
Kai Meyer versteht es wirklich einem Buch Leben einzuhauchen. Von der ersten Seite an ist man mittendrin, riecht das brackige Wasser Venedigs, sieht die Gondoliere und sitzt neben Junipa im Boot. Die ganze Atmosphäre ist so magisch und abstoßend zugleich, dass man einfach weiter lesen muss. Man wird quasi in den Bann von diesem verzauberten Venedig gezogen, in dem man sich vor fliegenden steinerden Löwen und dem Belagerungsring der Ägypter in Acht nehmen muss. Genrell ist die ganze Geschichte einfach nur fantastisch. Es ist spannend, schön und so bezaubernd. Wunderschön. 

Einzig die Tatsache, dass ich es nicht als Triologie sondern als eine zusammenhängende Geschichte, gesplittet in drei Bücher bezeichen würde, stört mich. Das Buch ist jetzt nämlich nicht abgeschlossen, sondern unterbricht mitten in der Handlung.Würde man das alles in ein großes dickes Buch packen, wäre "Die fließende Königin" der Prolog oder Auftakt, kann aber nicht mehr für sich alleine stehen. 
Weil das Buch aber so so toll war, und sicherlich auch nicht nur was für Kinder und Jugendliche ist, kann ich darüber hinweg sehen, und werd mir so schnell wie möglich die anderen beiden Bände kaufen ♥





Vielen Dank an den Carlsen Verlag 
für dieses Rezensionsexemplar.

Sonntag, 11. Dezember 2011

Stephenie Meyer - Seelen

 Klappentext:
Planet Erde, irgendwann in der Zukunft. Fast die gesamte Menschheit ist von sogenannten Seelen besetzt. Diese nisten sich in die menschlichen Körper ein und übernehmen sie vollständig - nur wenige Menschen leisten noch Widerstand und überleben in den Bergen, Wüsten und Wäldern. Eine von ihnen ist Melanie. Als sie schließlich doch gefasst wird, wehrt sie sich mit aller Kraft dagegen, aus ihrem Körper verdrängt zu werden und teilt ihn fortan notgedrungen mit der Seele Wanda. Verzweifelt kämpft sie darum, ihren Geliebten Jared wiederzufinden, der sich mit anderen Rebellen in der Wüste versteckt hält und im Bann von Melanies leidenschaftlichen Gefühlen und Erinnerungen sehnt sich auch Wanda mehr und mehr nach Jared, den sie nie getroffen hat. Bis sie sich in Ian verliebt ...Der ungewöhnliche Kampf zweier Frauen, die sich einen Körper teilen müssen, eine hinreißende Liebesgeschichte und die wohl erste Dreiecksgeschichte mit nur zwei Körpern. 

Erschienen ist es im Carlsen Verlag, kostet 24,90€ als HardCover, und hat 864 Seiten
Das Buch könnt ihr z.B. *hier* bei Amazon kaufen 

  

Hua, das war dieses Mal ein echter Wälzer den ich gelesen habe :D Aber ich hatte mich schon wirklich lange darauf gefreut das Buch zu lesen, bin aber irgendwie nie dazu gekommen. Jetzt hab ich es fertig, und es auch wirklich schnell gelesen, und bin absolut begeistert!
Die Autorin dürfte euch ja von den Biss zum.. Büchern bekannt vorkommen, und ist quasi ihr "2. Buch", nach der Twilight Saga.

Worum geht es?
Die Erde und die darauf lebenden Menschen existieren nicht mehr als solches. Die so genannten Seelen haben die Welt bevölkert und nutzen die Menschen als ihre Wirte. Sie übernehmen die menschlichen Körper, ihnen wird eine Seele eingepflanzt die dann versucht alle Erinnerungen und Bindungen zum menschlichen Dasein zu kappen. Grund dafür ist es, die zerrüttete Welt zu verbessern, ganz ohne Gewalt, Verbrechen und andere menschliche Schwächen.
Melanie aber ist eine der letzten verbliebenen Menschen, die es bisher geschafft haben der Einpflanzung zu entkommen. Jedoch wird sie bald geschnappt, und bekommt Wanderer, genannt Wanda, in den Körper eingesetzt. Anfangs versucht diese zwar noch Melanie zu übernehmen, aber weil sie sich immer stärker wehrt, entwickelt sich so etwas wie eine Duldung der beiden untereinander.
Melanie erinnert sich trotz Wanda daran, dass ihr Onkel der ebenfalls noch Mensch sein darf, davon sprach dass es irgendwo in der Wüste einen Unterschlupf gibt an dem die verbliebenen Menschen sich verstecken und gemeinsam leben. Also begibt sie sich, mit Wanda in ihrem Körper, auf die Suche, nach der Höhle, nach den anderen Menschen, und aber vor allem nach ihrer Familie und ihrem Freund Jared.

Meine Meinung
Wer jetzt das Buch mit Twilight vergleichen möchte, oder es daran messen, sollte es gleich lassen. Es spielt definitiv in einer höheren Liga als die Vampirsaga. Es ist fesselnd, wahnsinnig spannend und irgendwie auch ziemlich real. Ich zumindest kann mir gut vorstellen dass es in einigen 1000 Jahren dazu kommen könnte, dass Leben welches wir uns vielleicht gar nicht vorstellen können auf die Erde kommt. 
Mich hat die Geschichte einfach total berührt. Es ist ja nicht so, dass Melanie von anderen Menschen mit offenen Armen empfangen wird. Sie stößt auf Ablehnung, soll getötet werden, weil man davon ausgeht dass es sich nicht mehr um Melanie handelt, sondern um Wanda die sich nur gut verstellen kann, um so die Höhlenbewohner auszuquetschen, und es geht um die Gefühle eines Mädchens die in ihrem eigenen Körper gefangen ist.

5 von 5 Sternen