Montag, 1. Oktober 2012

[Rezension] James Dashner - Die Auserwählten im Labyrinth

Klappentext:
Sein Name ist Thomas. An mehr kann er sich nicht erinnern. Und er ist an einem bizarren Ort gelandet: eine Lichtung, umgeben von einem riesigen Labyrinth. Doch er ist nicht der Einzige. Zusammen mit fünfzig Jungen, denen es genauso geht wie ihm, sucht er einen Weg in die Freiheit. Der führt durch das Labyrinth, dessen gewaltige Mauern sich Nacht für Nacht verschieben und in dem mörderische Kreaturen lauern. Doch gibt es wirklich einen Weg hinaus? Ist das Ganze eine Prüfung? Und wer hat sich dieses grauenvolle Szenario ausgedacht? Den Jungen bleibt nicht viel Zeit, um das herauszufinden.

Verlag: Carlsen | Format: Hardcover | Preis: 16,95€ | Seiten: 496 | Genre: Jugendbuch, Dystopie | Altersempfehlung: 13-17 | ISBN: 978-3551520197
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Der erste Satz:
"Sein neues Leben begann im Stehen, umgeben von kalter Dunkelheit und staubiger Luft."

 

Worum geht es:

Eigentlich sollte Thomas grenzenlose Furcht erfassen, als er die Augen aufschlägt und sich langsam klar wird, wo er gelandet ist: Auf einer Lichtung, umgeben von Mauern deren Enden man kaum am Himmel sehen kann, und umgeben von einem Labyrinth, dessen Eingänge sich jeden Tag verschieben und sich jede Nacht verschließen, und aus dem es scheinbar kein Ausgang gibt. Doch Thomas kommt all das eher falsch als beängstigend vor. Was macht er hier, und wieso sind er und die gut 50 anderen Jungs auf dieser Lichtung. 
Verzweifelt versucht er einen Ausweg aus diesem Gefängnis zu finden, doch nicht nur die Antipathien der anderen Jungs behindern ihn dabei, sondern auch die Gefahren, die das Labyrinth verbirgt.


Meine Meinung

Über Empfehlungen verschiedener Leute bin ich an dieses Buch gekommen, und da ich vorher oft schon von denen empfohlene Bücher gelesen und für gut befunden hatte, war es klar, dass dieses Buch von mir gelesen werden muss. Allerdings waren die Erwartungen auch dementsprechend hoch - und wurden nicht enttäuscht. Dieses Buch strotzt vor Spannung, ist ein absoluter Page-Turner und hat mich mehrere Stunden vom Schlafen abgehalten, weil ich einfach nicht aufhören konnte zu lesen, wissen musste was als nächstes passiert, und warum.

Dabei war ich am Anfang gar nicht so begeistert. Das Buch fängt relativ schwach an, tröpfelt so vor sich hin und wirkt auf den ersten Seiten vor allem unglaubwürdig. Auch hatte ich so meine Probleme, mich mit der Sprache anzufreunden, die selbst für ein Jugendbuch sehr einfach ist, dann aber auch immer wieder Fachbegriffe einschmeißt, die dort irgendwie fehl am Platz wirken. Das bringt mich auch zu meinem einzigen großen Kritikpunkt. Wieso hat sich Herr Dashner dafür entschieden, eine Phantasiesprache einzubauen. Für mich ergibt das absolut keinen Sinn, ärgert mich viel eher noch, weil so das Niveau der Jungen herabgestuft wird, obwohl sie eigentlich eine wahnsinnig intelligente und gut durchorganisierte Gruppe sind. Anstellte dem Wort "Schei*e" sagen sie Klonk- "Was für ein Klonk. Das ist alles richtig klonk.", und Idioten werden so zu Nepperdeppen. Macht keinen Sinn, außer der Autor wollte keine Schimpfwörter haben. Doch wenn eine, doch recht gewaltbereite, Gruppe Pubertierender zusammenwohnt, kann ich mir schwer vorstellen, dass sie so versnobt sind, ein derart "schmutziges Wort" zu umgehen. Zumal diese Tatsache auch in einem totalen Gegensatz zu den zeitweise doch sehr brutalen Szenen steht.

Ansonsten habe ich allerdings nichts zu kritisieren. Die Charaktere gefallen mir alle super gut. Keiner ist zu flach, zu ausgeschmückt oder unreal beschrieben. Sie wirken alle ganz einfach wie normale Teenager, die sich in einer verzweifelten Lage befinden. Ganz besonders klasse fand ich ja Chuck und Minho, zwei Nebencharaktere, die mir aber unglaublich ans Herz gewachsen sind.



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