Freitag, 5. Oktober 2012

[Rezension] Karin Kemal - Das Siegel des Raben

Klappentext:
Im friedlichen Licht des verschneiten Neujahrsmorgens findet der Junge Jo einen schillernd schwarzen Kolkraben wehrlos im Garten sitzen. Ohne Hilfe hat das geschwächte Tier keine Chance zu überleben. Zum Glück gibt es den Großvater, der etwas vom Leben versteht und weiß, was zu tun ist. Gemeinsam nehmen sie sich des Tieres an. Der Großvater steckt voller Geschichten aus einer Zeit, in der die Menschen noch eng mit der Natur in Berührung standen und aus ihr zu lernen wussten. So weisen viele überlieferte Sagen und Geschichten über Raben wie eine Schatzkarte den Weg zu verborgenem Wissen. Jo wird zum staunenden Beobachter und lernt an den Wundern des Lebens. Im Lichte der Natur eröffnen sich ihm neue Perspektiven auf das Wesen der Welt, in der er Wärme und Freundschaft genießen, aber auch Schattenseiten annehmen und so Schmerz und Ängste überwinden kann.

Verlag: Frieling | Preis: 9,90€ | Format: Taschenbuch | Seiten: 128 | Genre:  Kinderbuch, Jugendbuch | ISBN: 978-3828027732
Ihr könnt das Buch zum Beispiel *hier* bei Amazon kaufen oder unter http://www.frieling.de/

Der erste Satz:
""Oh" und dann "Oooh, die Schneekönigin", flüsterte Jo."



Worum geht es:

Viel hinzuzufügen habe ich zum Klappentext nicht mehr: Jo, ein zehnjähriger Junge, findet an einem sehr frostigen Wintertag einen offensichtlich zum Überleben zu schwachen Raben in seinem Garten und beschließt, mit Hilfe seines Großvaters und gegen den Willen seiner Eltern, das Tier auf dem eigenen Grundstück aufzupeppeln. Da lernt er, wie wichtig es ist, ein Lebewesen zu schätzen ohne es zu sehr an sich zu binden. Er versteht, was es bedeutete der Natur noch mehr Achtung zu erweisen. Und er lernt, Verantwortung zu übernehmen, für sich und für andere.


Meine Meinung:

Obwohl ich mich selbst nicht als sehr naturverbundenen Menschen bezeichnen würde, bin ich immer wieder verzaubert von Geschichten, die von Zuneigung zwischen Mensch und Tier handeln, und eine ganz eigene Magie entwickeln, die einem selbst einen neuen Blickwinkel auf die Natur und unsere Umwelt geben kann. Gerade auch für Kinder finde ich es sehr wichtig, dass sie eben lernen, was es bedeutet im Einklang mit der Natur zu stehen, dass sie sehen, das alles im Leben Folgen hat, und das es wichtig ist, sich für andere Lebewesen einzusetzen und auch für andere Verantwortung zu übernehmen. Jo gelingt dies wirklich fantastisch, und ich würde diesen kleinen Jungen vermutlich lieben. 

Das Buch ist also lehrreich und einfach wunderschön zu lesen, da es gespickt ist mit kleinen Anekdoten aus dem Sagenreich und die eine oder andere Geschichte enthält, die die Welt der Raben noch ein wenig mythischer erscheinen lassen. Es ist eben mal ein ganz anderes Buch für die Jüngeren, in dem keine Fantasyelemente sein müssen und auch keine Liebelein.

Dennoch würde ich aber sagen, dass das Genre Jugendbuch nicht ganz zutreffend ist. Ich denke dass gerade Jugendliche zwischen 13 und 17 dem Buch nicht viel abgewinnen werden können. Aber so für die kleineren, zwischen 9 und 12 ist es absolut empfehlenswert. 


2 Kommentare:

  1. Das Buch hört sich wirklich sehr gut geeignet für Kinder an. Ich freue mich, dass du es vorgestellt hast. Eine gute Anregung für Lesestunden in der Grundschule ;)

    AntwortenLöschen
  2. Hallo!
    Ein wirklich schöner Blog, deshalb habe ich dir einen Award verliehen!
    http://mary-buecherblog.blogspot.de/2012/10/und-weiter-gehts.html

    Ein schönes Wochenende und liebe Grüße,
    Nicole

    AntwortenLöschen