Donnerstag, 27. September 2012

Top Ten Thursday #18



Haha, den heutigen Top Ten Thursday finde ich einfach nur super lustig, und total interessant, um mal bei anderen zu stöbern, wie verückt diese dann sind. So ist man immerhin nicht die einzige, die irgendwie einen an der Waffel hat, was ihre Bücher angeht. 
Denn es geht um

Eure 10 (guten / schlechten) Angewohnheiten (Zwänge) im Bezug auf Bücher

 1.) Ich kann es nicht ertragen, wenn meine Bücher in ihren eingeschweißten Folien "gefangen" sind. Die müssen umgehend befreit werden, und befummelt und berochen werden, ehe ich sie ins Regal stelle.

2.) Ich muss andauern meine Bücherregale umräumen, weil ich einfach nicht genug Platz dafür habe, sie so anzuordnen, wie ich es gerne hätte.

3.) Denn meine Regale sind nach Genre, Autor, Größe, Farbe, Thema uuuuund Lieblingen geordnet.

4.) Bücher, die ich nicht mochte, stehen bei mir eigentlich immer alle auf der dem untersten Regalbrett. Wegeschmissen oder verschenkt wird keins, darüber kann ich mir Gedanken machen, wenn ich kein weiteres mehr unterbekomme.

5.) Ich führe, wie die meisten Buchverückten, Listen über meinen SUB, meine Challenges, meine Bücherstatistiken und schöne Buchzitate. Dafür habe ich jeweils eigene Notizbücher, Reiter auf meinem Blog und Worddokumente.

6.) Jede Rezension die ich schreibe stelle ich bei Amazon und Lovelybooks rein, und ärger mich total, wenn ich ein "war nicht hilfreich" bekomme :D

7.) Bücher werden natürlich nur ohne ihren Schutzumschlag gelesen, ansonsten könnte er ja kaputt gehen :D 

8.) Taschenbücher dürfen aber auch nicht dreckig werden, deshalb pack ich sie immer in kleine Plastiktüten ehe ich sie in meine Tasche packe.

9.) Ich rechne mir vor jedem Buch aus, wie lange ich wohl ungefähr brauchen werde, es zu lesen, und rechne dann hoch wie viele es im Monat werden könnten.

10.) Ich kann es nicht leiden, wenn meine Taschenbücher Leserillen bekommen, und brech mir lieber fast die Hand, damit ich es ordentlich halte, anstatt die hässlichen Knicke zu riskieren.

 

Nächste Woche geht es dann um 10 schwachsinnige Vorteile gegen Leser. 

Donnerstag, 20. September 2012

Top Ten Thursday - Buchzitate #2

Heute soll es um meine liebsten Buchzitate gehen, und da mach ich es mir einfach mal seeeehr leicht, und kopiere die aus meinem Buchzitate- Reiter oben von meinem Blog. Das sind zwar nur 9, aber ich bin niemand, der sich jeden dritten Satz aus einem Buch abschreibt. 




"Ein Leser sieht die Figuren einer Geschichte nicht wirklich. Er fühlt sie."
Cornelia Funke - Tintentod


"Vielleicht konnte man das von ihr lernen. Dass man aus kleinen Rollen große machen kann, wenn man sie nur auf seine Weise spielt."
Cornelia Funke - Tintentod


"Und sie kamen, füllten ihm Herz und Hirn mit tausend Bildern, tausend und mehr vergessenen Tagen."
Cornelia Funke - Tintentod


"Jedes einzelne Buch hat eine Seele. Die Seele dessen, der es geschrieben hat, und die Seele derer, die es gelesen und erlebt und von ihnen geträumt haben."
Carlos Ruiz Zafon - Der Schatten des Windes
 

"Denn für den Ort an den wir gehen gibt es keine Karte."
Ernest Cline - Ready Player One


" ´'Woher hast du all diese Worte? All diese Bilder?' 'Aus der Realität', sagte Abel. 'Mehr hat man ja nicht.' "
Antonia Michaelis - Der Märchenerzähler

"Wenn man sich sein ganzes Leben lang kennt, kann man einander auch im Dunkel sehen."
Antonia Michaelis - Der Märchenerzähler


"Was zählt und Kraft hat, sind andere Dinge: Ideen, Leidenschaft, sogar Wahnsinn. Alles was sich über die Vernunft emporhebt."
Ursula Poznanski - Erebos

"Wenn das Leben ein Golfplatz wäre, dann wären die Montage die Bunker."
Alessia Gazzola - Mit Skalpell und Lippenstift

Montag, 17. September 2012

[Rezension] Josephine Angelini - Göttlich verdammt

Klappentext:
Schicksalhafte Liebe, antike Fehde, göttliches Erbe Die 16-jährige Helen lebt bei ihrem Vater auf Nantucket und langweilt sich. Ihre beste Freundin Claire hofft, dass nach den Ferien endlich etwas Aufregendes passiert. Der Wunsch geht in Erfüllung, als die Familie Delos auf die Insel zieht. Alle sind hin und weg von den äußerst attraktiven Neuankömmlingen. Nur Helen spürt von Anfang an großes Misstrauen. Gleichzeitig plagen sie plötzlich düstere Albträume, in denen drei unheimliche Frauen Rache nehmen wollen. Es scheint eine Verbindung zwischen ihnen und Lucas Delos zu geben. Was dahintersteckt, erfährt Helen erst nach und nach: Lucas und sie stammen von Halbgöttern ab und sind dazu verdammt, einen erbitterten Kampf auszulösen indem sie sich ineinander verlieben

Verlag: Dressler | Preis: 19,95€ | Format: Hardcover | Seiten: 494 | Genre: Jugendbuch, Fantasy | empfohlenes Alter: 14-17 Jahre | ISBN: 978-3791526256
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Der erste Satz:
 "Aber wenn du mir jetzt ein Auto kaufst, gehört es dir, wenn ich in zwei Jahren aufs College gehe."


Worum geht es

Als die Familie Delos auf die kleine Insel Natucket zieht, ändert sich Helens Leben von einem Wimpernschlag auf den anderen. Bisher hat sie es vermieden Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, war eher ein Außenseiten, doch mit dem Eintreffen der neuen Inselbewohner, stellt sich heraus, dass in Helen etwas viel gewaltigeres Jahre lang unentdeckt blieb. Denn Helen ist eine Halbgöttin, die Nachfahrin der Krieger vom Trojanischen Krieg. 
Doch anstatt sich wie alle anderen jungen Leute an der High School über die wunderschönen neuen Mitschüler zu freuen, hegt sie nur Mordlust für sie. Getrieben von dem Drang die umzubringen, stürzt sie sich auf Lucas, und gerät so in eine Welt, die ihr bisher unmöglich erscheint. Und als die ganzen Umstände erst einmal geklärt scheinen, steht auch den aufkeimenden Gefühlen zwischen Helen und Lucas nichts mehr im Weg. Eigentlich.


Meine Meinung

Ehrlich gesagt bin ich mir beim Kauf des Buches offensichtlich nicht bewusst gewesen, was sich hinter dem Klappentext für eine Geschichte verbirgt. Denn obwohl ich natürlich wusste, dass es um Halbgötter und deren Fähigkeiten geht, war ich doch beim Lesen ziemlich abgeschreckt und hab mich absolut nicht in die Geschichte einfinden können. Das liegt ganz sicher aber auch an dem furchtbaren Schreibstil von der Autorin, der so primitiv und langweilig ist, dass einem die Geschichte schon zum Hals heraus hängen kann, ehe sie so richtig begonnen hat. Die Sätze wirken lieblos aneinander geklatscht, sind extrem Stilmittelarm und strotzen nur so von Satzteilwiederholungen im Buch.

Da ich Bücher aber nur sehr ungern abbreche, habe ich auch dieses zu Ende gelesen, und bin im Nachhinein jetzt doch froh, es zu Ende gelesen zu haben. Denn so ca. ab Seite 280 fängt das Buch an spannender zu werden, nachdem man endlich den Theorieteil der griechischen Mythologie abgehandelt hat, und dann doch mal alle Fehden und Familienverhältnisse geklärt sind. Ab diesem Zeitpunkt nimmt die Geschichte fahrt auf, und wechselt vom schnöden "Ich liebe dich, aber ich darf dich einfach nicht lieben.", zu einer Handlung die nachvollziehbar ist. Ab diesen Seite hatte ich auch zum ersten Mal das Gefühl, endlich Twilight weggelegt zu haben, und eine neue Geschichte zu lesen.

Denn ich kann mich da anderen Rezensionen nur anschließen, und bestätigen: Ja, Josephine Angelini hat sich offenbar etwas zu sehr von den Biss- Romanen inspirieren lassen. Die Ähnlichkeiten sind unglaublich auffällig: Sei es zum einen die wunderschöne Familie Delos, die neu auf die Insel zieht, oder auch einfach nur die Charaktere und deren Verteilung in der Familie. Der liebende Lucas, die tolle neue Freundin Ariadne, Cassandra, die Helen überhaupt nicht leiden kann, oder auch ihr Vater Jerry, bei dem es mich nicht gewundert hätte, wenn er auch noch Polizist gewesen wäre, wie Bellas Vater. 

Ansonsten finde ich die Idee hinter dem Buch aber schön. Halbgötter sind ein Thema, das ich zumindest noch aus keinem anderen Buch kenne, und spannend zu erfahren sind. 

Fazit: Ein Buch, das erst ab ca. der 300. Seite interessant wird, stark an Twilight erinnert und flache Charaktere hat. Dennoch ist die Thematik toll gewählt, und da es im letzten Drittel ja spannender wurde, hoffe ich einfach auf den zweiten Teil. 


Sonntag, 9. September 2012

Neuzugänge

Kurz vor meinem Aufbruch nach England hab ich mir noch ein bisschen Reiselektüre gekauft. Immerhin bin ich 8 Monate in England, und wer weiß wie oft ich hier an deutsche Bücher kommer. Also habe ich mir zwei Schätzchen gegönnt, die schon seeehr lange auf meiner Wunschliste standen: Die Auserwählten im Labyrinth von James Dashner und Göttlich verdammt von Josephine Angelini.

Das Geisterspiel, von Andrew Taylor, hab ich kurzfristig auf dem Bahnhof gekauft, weil ich für meine 2,5h Zugfahrt vergessen hatte ein Buch einzupacken- das war das einzige dass mich im Laden angesprochen hat, aber als ich dann auf der Zugfahrt reingelesen habe, gefiel es mir nicht wiirklich. Mal sehen wann ich dem Buch eine zweite Chance gebe ;)
 

Freitag, 7. September 2012

[Rezension] Roman Rausch - Die Kinderhexe

Klappentext:
Hexen müssen brennen – und wenn es Kinder sind. Würzburg zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges: Grausam wütet der Hexenwahn, die Scheiterhaufen lodern höher als je zuvor. Als auch die alte Hebamme Babette sterben muss, schwört ihr Pflegekind Kathi Rache. Zusammen mit einer Freundin gibt sie an, auf einem Hexensabbat Bürger der Stadt gesehen zu haben. Die Nachricht vom Hexenflug der Mädchen verbreitet sich wie ein Lauffeuer, und bald kann niemand mehr seiner Haut sicher sein. Immer mehr Männer und Frauen fallen den tödlichen Bezichtigungen zum Opfer. Und am Ende sehen sich auch die Kinder selbst vom Feuertod bedroht …

Verlag: rororo | Seiten: 384 | Format: Taschenbuch | Preis: 8,99€ | Genre: Historischer Roman | ISBN: 978-3499257100
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Worum geht es:
  
Im eigentlich beschaulichen Würzburg geht der Teufel um. Schon Generationen von Hexenjägern versuchten in der Stadt den Untaten der Hexen und Zauberer zu Leibe zu rücken, und so brennen bei den häufigen Brandtagen die Scheiterhaufen und die Folterknechte haben alle Hände voll zu tun. Doch wegen eines Zufalls und den anschließenden Beschuldigungen durch die Stadtbewohner landet auch die alte Amme Babette in den Fängen der Folterer und wird getötet. Kathi, eines der vielen Kinder von Babette, erlebt den Tod der alten Frau hautnah mit, und schwört sich Rache an den vermeintlichen Zeugen zu nehmen. Also erfindet sie eine Geschichte, nach welcher sie die Amme und der Teufel im Beisein vieler Stadtbewohner, entführt haben soll. Immer mehr Kinder wollen dabei gewesen sein, und so gibt es keinen Grund für die Hexenjäger an der Geschichte zu zweifeln, und lassen immer mehr Bewohner in die Kerker werfen.


Meine Meinung:

Die Hexenverfolgung und die ganze Thematik rund um Folter und das Mittelalter interessiert mich sehr und daher lese ich immer wieder gerne Romane aus dieser Zeit. Allerdings ist es mir, immerhin studiere ich auch Geschichte, schon sehr wichtig, dass die Handlung zumindest zu großen Teilen realitätsnah ist. Und so wie die Geschichte hier geschildert wird, ist es sehr unwahrscheinlich dass es so hätte passieren können.
Allein dafür habe ich schon einen Stern abgezogen.

Ansonsten ist die Geschichte aber wirklich spannend und absolut lesenswert. Man ist sehr schnell in der Handlung drinnen, was zum einen an der liebevoll und detailierten Beschreibung der Umstände liegt, zum anderen aber an Kathi, die ich als sehr zugänglichen Charakter empfinde. Auch wenn sie meiner Meinung nach für eine 10jährige ziemlich untypisch handelt und reagiert. 

Viel möchte ich hier jetzt gar nicht schreiben, denn vieles von meiner Meinung über das Buch würde zu viel vom Inhalt vorweg nehmen. Man sollte jedoch, wenn man das Buch liest, vielleicht nicht allzu sehr zart beseitet sein, und sich darüber im Klaren sein, dass es um Folter geht und diese dann natürlich auch beschrieben wird. Alles andere wäre auch nicht denkbar.

Was die anderen Personen, außer Kathi, angeht, bleibt der Autor aber sehr wage, und lässt die Figuren doch sehr einseitig. Es gibt dann also die Guten, die Bösen und die Durchtriebenen, eben ein reines Schwarz und Weiß.  Ganz besonders deutlich wird das am Ende des Buches. Das Ende ist generell ziemlich unnötig- zu viel Inhalt auf die letzten paar Seiten zu packen, kann eben auch nach hinten losgehen.



Mittwoch, 5. September 2012

[Rezension] Steve Mosby - Der 50 / 50 Killer

Klappentext:
John Mercer, ein altgedienter Detective, gerät in die Fallstricke eines perfi den Serienkillers. Der 50/50-Killer hat es auf junge Paare abgesehen. Eiskalt quält und manipuliert er sie eine Nacht lang, um die Liebe zwischen ihnen zu zerstören. Nur wer den anderen verrät, sieht den Morgen noch heraufdämmern. Als die Polizei eines Nachts einen verstörten jungen Mann aufgreift, der Folterspuren aufweist, ist Detective Mercer klar, dass der Killer neue Opfer gefunden hat. Durch seine Flucht hat der Mann seine Freundin dem Tod geweiht. Detective Mercer läuft die Zeit davon, spätestens bei Tagesanbruch wird der Killer sie umbringen. Kann die Polizei das Versteck des Wahnsinnigen aufspüren, der sein Gesicht mit einer Teufelsmaske verhüllt?

Verlag: Weltbild, sonst Knaur | Preis: 8,95€ | Format: Taschenbuch | Seiten: 496 | Genre: Psychothriller | ISBN: 978-3426638255 
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Worum geht es:

Gerade einmal ein paar Jahre ist es her, als der 50/50 Killer John Mercer und sein Team in Angst und Schrecken versetzt, und mit dem tragischen Tod eines Kollegen endet. Doch kaum hat Mercer diesen Schock überwunden, schlägt der Täter erneut zu. Seine Opfer sind Paare, deren Liebe er auf die Probe stellt: "Liebst du deinen Partner so sehr, dass du für ihn sterben wirst, um ihn von der Folter zu befreien?" Nur ein Partner darf die Entscheidung über Leben und Tod treffen. Am Tatort hinterlässt der Täter offenbar rituelle Symbole, doch irgendwas ist anders an diesem Fall...


Meine Meinung:

Das Thema ist wahnsinnig genial! Wie groß ist deine Liebe wirklich, und stimmt es, wenn du deiner Freundin sagst "Ich liebe dich mehr als mein Leben!" ? Die Frage ist super interessant und ein Buch mit dieser Story kann eigentlich einfach nur gut werden. Da müssten schon grobe Spannungsprobleme bestehen, damit es mir nicht gefallen würde. 
Gott sei Dank gab es die nicht, denn bis auf ein doch eher langatmiges Ende, ist das Buch durchgehend spannend geschrieben. Besonders trägt dazu der Wechsel der Protagonisten und Antagonisten während der Kapitel bei. Denn die Handlung wird sowohl aus Sicht des Polizeineulings Mark, aus beiden Opfersichten und aus der anderer Personen geschildert, die somit ein Netz aus Verwirrung und Gefühlen spinnen, dass einen nur schwer wieder loslässt.

Was mir ganz besonders gut gefällt, und das ist nun einmal auch eine Sache die ich sehr oft bei Büchern beanstande, ist die Zeichnung der Personen. Bis auf  Mercer, der mir doch eher unangenehm erscheint, sind es durchweg vielschichtige, interessante Charaktere, die dem Buch erst das geben, zu dem es geworden ist. Die Personen legen mit ihren Gedanken und Aussagen Färten, die man noch nicht mal als solche erkennt, und führen einen auf den Holzweg.

Lediglich diese "Traumkapitel" finde ich mehr als überflüssig. Dadurch macht es sich der Autor ziemlich einfach, indem er die Menschen einfach irgendetwas träumen lässt, was die Situation erklärt. Mich hat das teilweise gestört, manchmal so sehr, dass ich am liebsten diese Kapitel übersprungen hätte. Und da das Ende auch definitiv spannender häte gestaltet werden können, gibt es von mir nur 4 von 5 Sternen. 



Montag, 3. September 2012

[Rezension] Marie Lu - Legend, Fallender Himmel

Klappentext:
Eine Welt der Unterdrückung. Rachegefühle, die durch falsche Anschuldigungen genährt werden. Und Hass, dem eine grenzenlose Liebe entgegentritt. Dies ist die Geschichte von Day und June. Getrennt sind sie erbitterte Gegner, aber zusammen sind sie eine Legende! Der unbändige Wunsch nach Rache führt June auf Days Spur. Sie, ausgebildet zum Aufspüren und Töten von Regimegegnern, erschleicht sich sein Vertrauen. Doch Day, der meistgesuchte Verbrecher der Republik, erweist sich als loyal und selbstlos angetrieben von einem unerschütterlichen Gerechtigkeitssinn. June beginnt, die Welt durch seine Augen zu sehen. Ist Day tatsächlich der Mörder ihres Bruders? Fast zu spät erkennt June, dass sie nur eine Spielfigur in einem perfiden, verräterischen Plan ist.

Verlag: Loewe | Format: Hardcover | Preis: 17,95€ | Seiten: 368 | Erscheinungstermin: 10.09.2012 | Genre: Dystopie, Jugendbuch | empfohlenes Alter: ab 14 | ISBN: 978-3785573945
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Worum geht es:

Days Mutter denkt, dass ihr mittlerer Sohn tot ist, doch Day behält seine Mutter und die beiden Brüder ständig im Auge, und versorgt sie heimlich mit lebensnotwendigen Utensilien. Bei einem seiner allabendlichen "Besuche" zu Hause, wird er Zeuge wie die Soldaten der Republik die Haustür seiner Familie als verseucht kennzeichnen. Sein kleiner Bruder Eden ist von einem unbekannten Virus befallen, doch Seuchenhemmer oder gar Gegenmittel sind nahezu unbezahlbar teuer. Um dennoch an die Medizin zu gelangen, steigt er in ein Regierungsgebäude ein, um zu stehlen, was so dringend benötigt wird. Ein Fehler. Denn Day gehört zu den meistgesuchteste Verbrechern der Republik, und bei diesem Mal läuft nicht alles glatt. Deshalb wird June, das Wunderkind, auf ihn angesetzt und beginnt undercover zu ermitteln, mit nur einem Ziel: Day schnappen.


Meine Meinung:

Ich muss ganz ehrlich sagen, hätte ich mir den Klappentext in einer Buchhandlung gelesen, hätte ich das Buch mit Sicherheit zur Seite gelegt und es mir definitiv nicht gekauft. Denn diese Kurzbeschreibung klingt so gewollt heldenhaft, dass mich diese Formulieren schlicht und einfach abgeschreckt hätte. "Hass, dem grenzenlose Liebe entgegentritt"? Im Ernst? Diese Formulierenung könnte einem Rosamunde-Pilcher-Roman entstammen, trifft den Kern dieser Geschichte aber nicht im geringsten.

Stattdessen lernt man hier eine Welt kennen, die Republik Amerika im Jahre 2130, in der ein Test im Alter von 10 Jahren, über das weitere Leben der Kinder entscheidet, über Armut oder Karriere. Ein Land, dass im Krieg liegt mit dem umliegenden Kolonien, und ein Land, in welchem gegen Kritiker, Aufständische und Kriminelle sehr hart durchgegriffen wird. Die geschilderte Szenerie hat mir sehr gut gefallen, und mit ein bisschen schwarzmalerischer Fantasie ist so ein System auch nicht so sehr abwegig. Teilweise wurde mir aber seitens der handelnden Personen zu wenig hinterfragt bzw. von der Autorin zu wenig erklärt, wieso manche Dinge passieren, wie sie passieren. 

Die Charaktere in solchen Büchern bereiten mir manches Mal Schwierigkeiten. Ich lese ja unheimlich gerne Dystopien, aber wenn eine Liebesgeschichte im Vordergrund steht, weiß ich meistens schon im Voraus dass sie mir zu unrealistisch und zu einfach sein wird. Und genau das ist auch eingetreten. Sie trifft ihn, verliebt sich, es gibt Probleme die sie eigentlich zerrütten müssten, tun sie auch - kurzfristig- und dann ist alles wieder prima, und alle lieben sich innig. Mir ist das zu wenig und einfach viel zu unrealistisch. June ist auch eine Person, die ich zumindest nur wenig mag, im Gegensatz zu Day (und vor allem Tess), die ganz toll gezeichnet finde. Ihre Handlungen sind nachvollziehbar, ihre Gedankengänge realitätsnah. Bei June fehlt mir das manchmal. Zum Beispiel als sie Day als Day erkennt (woran? An der einen typischen Bewegung?). 

Aber das Buch ist super spannend geschrieben, nach einem allerdings etwas zähen Anfang, und in dem für Jugendbücher typischen Schreibstil geschrieben, der einen einfach fesselt. Der erste Teil ist in sich zwar abgeschlossen, aber das Buch ist der Auftakt zu einer Trilogie, und ich freue mich schon jetzt auf den zweiten Teil, und bin gespannt wie es weitergehen wird! 



Sonntag, 2. September 2012

Lesestatistik August 2012

Dieser Monat war geprägt von sämtlichen Vorbereitungen, Organisationsdingen und Treffen mit meinen Freunden, die ich ab nächster Woche ja eine ganze Weile nicht mehr sehen werde. Ich geh nämlich für gute 8 Monate nach England zum studieren, und obwohl es sooo viel zu tun gab, bin ich doch gut zum Lesen gekommen :) Ich hatte im August richtig Glück mit meinen Büchern, und bis auf eine Ausnahme und nur tolle Bücher dabei ♥





 


Gelesene Seiten: 3408 (ca. 109 pro Tag)
Durchschnittlich vergebene Sterne: 3,7
Highlight des Monat: Max Bentow – Die Puppenmacherin
Enttäuschung des Monats: Hanna Winter – Die Spur der Kinder
Neuer SUB- Stand: 55 (vorher 57)
Challenge Punktestände:
100 Bücher: 53 Punkte (+7 seit letztem Monat)
Kill your SUB: 392 Punkte (+64 seit letztem Monat)
Weltenbummler: 98 Punkte (+15 seit letztem Monat)
ABC: 19 Buchstaben (+4 seit letztem Monat)