Donnerstag, 26. April 2012

[Rezension] Sebastian Fitzek - Der Augenjäger

Klappentext:
Dr. Suker ist einer der besten Augenchirurgen der Welt. Und Psychopath. Tagsüber führt er die kompliziertesten Operationen am menschlichen Auge durch. Nachts widmet er sich besonderen Patientinnen: Frauen, denen er im wahrsten Sinne des Wortes die Augen öffnet. Denn bevor er sie vergewaltigt, entfernt er ihnen sorgfältig die Augenlider. Bisher haben alle Opfer kurz danach Selbstmord begangen. Aus Mangel an Zeugen und Beweisen bittet die Polizei Alina Gregoriev um Mithilfe. Die blinde Physiotherapeutin, die seit dem Fall des Augensammlers als Medium gilt, soll Hinweise auf Sukers nächste „Patientin“ geben. Zögernd lässt sich Alina darauf ein - und wird von dieser Sekunde an in einen Strudel aus Wahn und Gewalt gerissen ... 

Verlag: Droemer | Seiten: 432 | Preis: 19,99€  | Format: Hardcover | Genre: Thriller | ISBN: 978-3426198810
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Ich werde wohl ein bisschen spoilern über den ersten Band. Also wer das noch nicht gelesen hat, sollte die Rezension hier nicht lesen. 

Worum geht es: 
Zorbachs Frau ist tot, und sein Sohn ist in den Fängen der Bestie: Dem Augenjäger. Doch Dank Alinas Fähigkeiten konnte die Polizei den vermutlichen Aufenthaltsort von Julian, Zorbachs Sohn, ermitteln. Doch als sie dort ankommen, sind es bereits 7 Minuten über dem Ultimatum, und mit dem Ablauf dessen, bekommt das Opfer keine Luft mehr.
Zur gleichen Zeit wird Alina gebeten, aus Zarin Suker, dem Psychopathen der seinen Opfern erst die Augenlider abschneidet und die dann vergewaltigt, sein Geheimnis zu locken. Denn sein letztes Opfer und einzige Zeugin ist nun geistesgestört und so droht die Gefahr, dass Zuker aus dem Gefängnis entkommt. Doch was Alina bei der Berührung sieht, reicht nicht aus um ihn zu schnappen, und so beginnt sie auf eigene Faust zu ermitteln.

Meine Meinung:
Im Prinzip brauch auf einem Buch nur "Autor: Sebastian Fitzek" drauf stehen, und ich kann mir fast sicher sein, dass es mir gefällt. Umso erstaunlicher eigentlich, wie lange es gedauert hat, ehe ich es nun doch erst gelesen habe. Aber verunsichert von etlichen nicht so guten Rezensionen, wollte ich erst einmal ein wenig Abstand zwischen die Kritik und mich und das Buch bringen, um ihm dann eine faire Chance zu geben.

Und ich wurde nicht enttäuscht. Ich kann die schlechten Rezensionen nicht wirklich nachvollziehen, denn das Buch ist meiner Meinung nach das, was ich erwartet habe: Ein sehr gelungener Fitzek. Wie immer schafft der Autor es ein perfides Netz zu spinnen, in dem jeder verdächtig und unschuldig zu gleich scheint. Er schafft eine so abstruse Grundstimmung, die es mir einfach unmöglich gemacht hat, es länger als einen halben Tag aus der Hand zu legen, und selbst wenn ich nur 7 Minuten Zeit hatte zum Lesen, hab ich sie genutzt.

Die Spannung steigert sich konsequent, bis es kaum noch auszuhalten ist, und man endlich wissen will wer hier nun eigentlich wem was warum angetan hat oder noch antun will. Die Handlungen der Charaktere empfinde ich allerdings dann doch teilweise als etwas realitätsfern. Insbesondere Nicola reagiert für mich nicht so, wie man es in ihrer Situation erwarten würde, und auch einige Dialoge ergeben für mich im Bezug auf die folgende oder vorangegangene Handlung nicht so viel Sinn.

Ich bin gespannt ob es einen dritten Teil der Serie geben wird. Mir würde es reichen, wenn es hier nun trotz des offenen Endes bei bleiben würde.




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