Montag, 30. April 2012

[Rezension] Alan Bradley - Flavia de Luce, Mord ist kein Kinderspiel

Klappentext:
Nie zuvor hat die junge Flavia de Luce einen so aufregenden Theaterabend erlebt: Der begnadete Puppenspieler Rupert Porson schlägt das Publikum in seinen Bann, und beim furiosen Finale gibt es neben Rauch und stiebenden Funken sogar eine echte Leiche! Die Polizei tappt zunächst im Dunkeln. Nur die brillante Hobbydetektivin Flavia bewahrt den Durchblick und findet heraus, dass jemand die elektrische Anlage der Bühne manipuliert hat. Und bald darauf erkennt sie, dass das ruchlose Verbrechen eng mit einem weiteren, seit mehreren Jahren ungeklärten Todesfall verwoben ist. Doch allmählich stellt sich die bange Frage, ob die neugierige Flavia ganz allein gegen den Strippenzieher in diesem mörderischen Marionettenspiel bestehen kann ...

Verlag: Blanvalet | Seiten:  368 | Preis: 8,99€ | Format: Taschenbuch | ISBN: 978-3442378258 
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Worum geht es:
Kaum das Flavia den ersten Schock - nun gut, Schock nicht unbedingt, eher mörderisches Interesse - an dem letzten Toten in Buckshaw überwunden hat, passiert es schon wieder: Ein Toter mitten in Bishops Lacey. Und zum Glück ist Flavia nicht weit, kaum vorstellbar sie hätte verpasst sich einprägen zu können, wie so ein Mensch nach einem Stromschlag aussieht. Und dann auch noch so eine Berühmtheit, die da vor ihren Augen seinen letzten Atem aushaucht. Also beschließt sie zu helfen, denn mal ganz ehrlich- so ganz ohne ihre Hilfe kommt die Polizei ja nun auch nicht zurecht.

Meine Meinung:
Ohja, ich bin definitiv und vollkommener Flavia-Fan. Ich kenne keine Person, die so herrlich unsympathisch ist. Flavia ist, aus Feelys und Daffys Sicht auf jeden Fall, noch immer wundervoll neunmalklug, neugierig und frech, gesegnet mit einer ordentlichen Priese schwarzem Humor und einem vielleicht ein klein wenig zu großem Interesse am Tod. Am liebsten würde ich sie aus dem Buch ausschneiden, zusammenbasteln und mich den ganzen Nachmittag von ihr bevormunden und korrigieren lassen. 
Klingt jetzt ersteinmal ziemlich abschreckend, aber glaubt mir- man kann Flavia nur lieben. 

Dabei muss man den ersten Teil nicht gelesen haben, denn die Bücher bauen nicht aufeinander auf. Dennoch werden natürlich Menschen und Gegebenheiten erwähnt, die man schon aus dem ersten Buch kennt. Der Fall "Puppenspieler stirbt vor Flavias Augen, und die Polizei tappt im Dunkeln" steht aber eigenständig für sich.

Klar, Flavia ist sowas wie Freizeitdetektivin, die eigentlich nicht so viel Zeit neben ihrem Chemielabor hat, aber trotzdem sollte man auch hier wieder keinen "Krimi" an sich erwarten. Es ist schon so, dass man nicht weiß wer Rupert wieso umgebracht hat, aber generell steht eher doch Flavia als Person und das ganze drumherum im Mittelpunkt.

Wieder einmal grandios- und so langsam ziehe ich es in Erwägung mich mit einem "Flavia ich will ich ein Kind Wundermittel aus deinem Labor von dir"- Plakat vor Buckshaw zu campen. Der dritte Teil kann kommen!




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