Sonntag, 8. April 2012

[Rezension] Ernest Cline - Ready Player One

Klappentext:
Wer online stirbt, ist wirklich tot!
Im Jahr 2044 hat die reale Welt für Wade Watts nicht mehr viel zu bieten. Daher flieht er - wie die meisten Menschen - in das virtuelle Utopia von OASIS. Hier kann man leben, spielen und sich verlieben, ohne von der bedrückenden Realität abgelenkt zu werden. Da entdeckt Wade in einem Online-Game den ersten Hinweis auf einen unsagbar wertvollen Schatz, den der verstorbene Schöpfer von OASIS in seiner Cyber-Welt versteckt hat. Plötzlich ist Wade eine Berühmtheit, aber er gerät auch in das Visier eines Killerkommandos - in OASIS und in der Realität. Wade weiß, dass er diese mörderische Hetzjagd nur überleben kann, wenn er das Spiel bis zu seinem ungewissen Ende spielt!


Verlag: Penhaligon | Preis: 19,99€ | Format: Hardcover (meins ist ein Rezensionsexemplar) | Seiten: 512 | Genre: Dystopie, Cyberpunk | ISBN: 978-3764530907
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Worum geht es:
Seit fünf Jahren ist Wade auf der Suche nach dem versteckten Easter Egg in der OASIS. Dem Gewinner winkt das Erbe des verstorbenen Erfinders der OASIS, einem Multimilliardär und riesiger Fan der 80er Jahre. Aber natürlich sucht nicht nur Wade, oder Parzival wie er sich online nennt, nach dem Schatz, sondern tausende Jäger weltweit. Als er einen Hinweis findet, wie er dem Gewinn näher kommen kann, gerät er ins Visier der IOI, einer Firma die ebenfalls den Schatz finden will, um die OASIS zu privatisieren, und denen jedes Mittel recht ist. Ab jetzt befindet er sich auf der Flucht...

Meine Meinung:
Das Buch ist ganz klar eines, dass man wahrscheinlich eher dann lesen sollte wenn man sich wirklich sehr für Sci-Fi, Technik, Computerspiele und die 80er Jahre interessiert. Ich tue das nicht, und hatte dadurch ziemlich meine Schwierigkeiten mit der Geschichte klar zu kommen. Vieles habe ich ganz einfach nicht verstanden, nicht nachvollziehen können, oder kannte es nicht. Das hat mir ziemlich den Lesespaß genommen. 

Dennoch möchte ich das Buch mal abseits dessen betrachten. Denn eigentlich ist die Story schon ziemlich spannend. Man verfolgt Wade in seinem Streben nach dem ganz großen Geld, und die Abenteuer die er dabei, virtuell und in der Realität, erlebt, sind durchaus auch ziemlich spannend, man langweilt sich also nicht beim Lesen. Was mir aber unheimliche Probleme gemacht hat, war mein fehlendes Verständnis für das Spiel. Seine virtuelle Figur agiert völlig normal, wie ein normale Mensch, sowohl in Mimik und Gestik, als auch in seiner Handlung. Aber Wade befindet sich zu Hause, in einem Raum mit Handschuhe und Brille, und das hat mir schon ziemliche Probleme bereitet, es mir vorstellen zu können. 

Was mir wiederrum sehr gefallen hat, war dass alle Personen Antihelden waren. Keine strahlenden Super-Spieler, sondern picklige, dicke "Kinder", die von der Gesellschaft nicht akzeptiert werden, und nun ihr Glück in der OASIS suchen. Denn dort konnte man sein, wer man möchte. 
Allerdings sind ihre Fähigkeiten schon merkwürdig: Die ganze Welt kommt fünf Jahre lang nicht auf den ersten Hinweis, und dann löst ein Jugendlicher das Rätsel mehr oder weniger zufällig, und scheinbar auch recht problemlos wenn man sich nur ein klein wenig mit der Materie befasst. 

Fazit: Das Buch finde ich schon ganz gut, aber meiner Meinung nach ist es einfach nicht Massentauglich, und ist wahrscheinlich wirklich eher ein Schatz für Interessierte an Technik und Computerspielen, besonders die der 80er. 


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